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Nr. 23. 25. Jahrgang.

Erwerbt die preußische

2. Beilage des Vorwärts  " Berliner   Volksblatt. Dienstag, 28. Januar 1908.

Staatszugehörigkeit!

Deutsche  , die in einem der 26 deutschen   Vaterländer die Staats­angehörigkeit befizzen, können durch Aufnahme in einem anderen Länderstaat dessen Staatsangehörigkeit erwerben, ohne die Staats­zugehörigkeit zu dem Staat, dessen Staatsbürger sie bereits sind, zu berlieren. Es kann also ein Deutscher 26 deutsche   Länder- Staats­angehörigkeiten befizen.

Bon Wert ist die Staatszugehörigkeit für die Ausübung politischer Rechte. Zum preußischen Landtag wählen kann nur, wer Preuße ist. Ein Deutscher, der Nichtpreuße ist, kann ohne Verlust seiner bisherigen Staatszugehörigkeit die preußische Staatszugehörigkeit erwerben. Die Aufnahmeurkunde für Preußen muß jedem Deutschen   kostenfrei erteilt werden, der um dieselbe nachsucht und nachweist, daß er in Preußen sich niedergelassen hat. Die Auf­nahmeurkunde darf nur aus denselben Gründen versagt werden, aus denen die Abweisung eines Neuanziehenden oder die Ver­sagung der Fortsegung eines Aufenthalts erfolgen darf. Das sind folgende

Gründe für Ablehnung der Aufnahme:

1. Wenn der Antragsteller Aufenthaltsbeschränkungen unter­liegt( weil er vorläufig entlassener Strafgefangener ist) oder unter Polizeiaufsicht steht oder sonst polizeilichen Aufenthaltsbeschränkungen unterliegt.

2. Wenn der Antragsteller nicht imstande ist, sich eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen zu verschaffen.

3. Wenn der Antragsteller innerhalb der letzten 12 Monate, von Einreichung des Antrages zurüdgerechnet, wegen wieder holten Bettelns oder wegen wiederholter Landstreicherei bestraft worden ist.

4. Wenn der Antragsteller nicht in der Lage ist, sich und seine nicht arbeitsfähigen Angehörigen entweder aus eigener Straft oder durch Unterstützungen von seiten der Verwandten notdürftig zu er halten.

5. Wenn der Antragsteller vor dem Erwerb des Unterstützungs­wohnsizes in der Aufenthaltsgemeinde von dieser aus öffentlichen Mitteln unterstützt worden ist, und zwar nicht nur wegen vorüber­gehender Arbeitsunfähigkeit.

Verlangt wird, daß der Antragsteller seine deutsche Reichs­angehörigkeit nachweist. Zu diesem Behufe ist es zwedmäßig, bor der Stellung des Antrages um Aufnahme in den preußischen Staatsverband den Staatsangehörigkeits­ausweis des sächsischen, bayerischen usw. Heimatsstaates zu besorgen. Zuständig für die

Ausstellung des Staatsangehörigkeitsausweises

find:

3. Wahlkreis.

Barteispedition, Prinzenstr. 31,

Wilh. Börner, Zigarrenhandlung, Nitterstr. 15, Gottfr. Schulz, Kottbuser Plaz,

P. Horsch, Zigarrenhandlung, Engelufer 15. 4. Wahlkreis.

Paul Kupfer, Petersburger Straße 56, Ernst Bader, Große Frankfurter Straße 34, H. Gries, Torellstr. 2,

B. Mann, Zeitungsspedition, Petersburger Platz 4, Beitungsspedition, Laufiger Plaz 14/15, Wahlvereinsbureau, Stralauer Blaz 1/2 II, Baul Hoffmann, Oppelner Straße 47, D. Klamm, Reichenberger Straße 115, D. Görke, Kottbuser Straße 21. 5. Wahlkreis.

Frizz Nausch, Winsstr. 12, Gustav Albrecht, Grenadierstr. 12, Christian Thorup, Oranienburger Straße   50. 6. Wahlkreis.

G. Binner, Tresdowstr. 36,

Wilh. Klaust, Schönhauser Allee   156, Dobrohlaw, Schliemannstr. 39, Richard Henschel, Wolliner Straße 51, II, Paul Dolz, Ruppiner Straße 11, III, Heyse, Bohenstr. 19.

Gustav Achilles, Wiclefstr. 24, Gustav Menz, Wilhelmshavener Straße 61, Albert Werth, Wiclefstr. 38, Georg Pieleke, Waldstr. 8, Hermann Gumz, Prinz- Eugenstr. 25, Paul Fritsch  , Drontheimer Straße 4, Hermann Riet, Fehmarn Straße 7, Frizz Trapp, Stettiner Straße 10. Teltow- Beeskow  .

Berliner   Nachrichten.

Eine Köpenidiade.

Wir haben in Tezter Zeit unseren Lesern fast nur über recht ernste Dinge berichten müssen; der Humor kam nicht zu seinem Recht. Die Situation war auch zum Scherzen nicht angetan. Wenn die Polizei auf ruhig ihres Weges gehende Arbeiter ohne weiteres einhaut, da verwandelt sich selbst die ,, Milch frommer Denkungsart" in" gährend Drachengift" und man hat keine Ursache, ob solcher Polizeitaten die Feder in Rosenwasser einzutauchen. Da ist es denn eine ganz an genehme Abwechselung, wenn wir unseren Lesern einmal eine Geschichte erzählen können, bei deren Studium selbst der sonst ernst Beranlagte Mühe haben wird, seine Lachmuskeln zu bezähmen.

Unsere Leser müssen wir zunächst bitten, mit uns einen fleinen Spaziergang zu unternehmen. Nicht nach Stöpenick führt er uns, der Stadt, die durch den Geniestreich des Haupt­manns von Stöpenick so berühmt geworden ist, sondern nach dem kleineren, vor den Toren Berlins   belegenen Treptow  . Wer Berlin   am Sonnabendabend nach Treptow   zu verließ, wunderte sich, an allen Ecken und Enden Polizei zu erblicken. Staunte man schon darüber, so wuchs dieses Erstaunen, als man nach Treptow   tam. Ueberall Gendarmen und Polizei. Und nicht nur am Sonnabendabend, nein, die ganze Nacht hindurch war ein starkes Polizeiaufgebot alarmiert. Königstreue Restaurateure erfundigten sich bei einem sozialdemokratischen Gemeindevertreter, ob er wisse, was im Gange sei. Der Genosse gab einer Vermutung Ausdruck, genaueres wußte er auch nicht. Am Sonntag steigerte sich die Zahl der Polizei­mannschaften und vor allen Dingen waren es die nach Treptow  allen die Wiener   Brücke und die Treptower Brücke. Die Gendarmerie des Teltower   Kreises war zusammengezogen

Charlottenburg  : Parteispedition, Sesenheimer Straße 1. führenden Brücken, die polizeilich stark besetzt wurden, vor Rigdorf: Parteispedition, Neckarstraße 2. Schöneberg  : Martin- Luther- Straße 51.

Steglig: G. Aßmann, Bahnstraße 6, und G. Winkelmann, und arbeitete" mit der Berliner   Polizei Hand in Hand. Schloßstraße 104.

Auf alle Fälle" hatte man Beamte in Reserve; so sollen in der Haase- Brauerei allein gegen 100 Schuhleute versteckt

Treptow  : Robert Gramenz, Kiefholzstraße 412. Baumschulen weg: Mag Midley, Marienthaler Straße 22, gewesen sein. Auch auf Kohlenplätzen, in den Bahnhofsgebäuden.

born II.

Röpenid: Fr. Woid, Kiezer Straße 6.

Wilmersdorf: Parteispedition, Berliner Straße 46.

Nieder- Barnim.

Lichtenberg  : Otto Seifel, Kronprinzenstr. 50. Bankow  : Georg Freiwaldt, Mühlenstr. 73. Ober- Schöne weide: Liesegang, Edinsonstr. 48. Rummelsburg  : Otto John, Karlshorster Straße 1. Stralau: Wessel, Markgrafendamm 7. Weißensee: K. Fuhrmann, Sedanstr. 105. Reinickendorf   Ost: Nöthling, Provinzstraße 59 I. Müller, Restaurateur, Seestraße, Ede Aegirſtraße. Kontor der Neuen Berliner   Genossenschaftsbäderei, Wilkestr. 62, Quergeb. I.

Partei- Angelegenheiten.

Verband sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins  und Umgegend.

Hente Dienstag, den 28. Januar, 8%, Uhr abends, finden

in Kasernen, bei königstreuen Lokalinhabern waren Schußleute untergebracht. Bahnzugänge waren besetzt, kurz alle Zugänge von Berlin   nach Treptow  . Polizeioffiziere erteilten geheimnis­voll Befehle und Radfahrpatrouillen vermittelten die Ver­ständigung. Die Bevölkerung des Südostens war in Auf­regung und die ungeheuerlichsten Gerüchte gingen von Mund zu Mund. Man frug sich, was denn eigentlich los sei, und viele Leute glaubten, es handele sich um das Einfangen eines Mörders.

Es gab sogar böswillige Menschen, die behaupteten, die unentdeckten Mörder der letzten Zeit hätten einen Verein ge­gründet und die Polizei sei diesem Verein der unentdeckten Mörder auf der Spur. Wieder andere zerbrachen sich den Kopf, weil gerade Treptow   und die Zugänge zu Treptow   so mit Polizei berbarritadiert war, und meinten: Hier in Treptow   liege der Hund begraben." Und diese Leute hatten nicht so ganz unrecht. Zwar liegt in Treptow   tein taiserliches Schloß das gestürmt werden, auch fein Dreiflaffen. parlament, vor dem demonstriert fverden könnte, aber es liegt ein Gebäude da, in dem Revolution getrieben wird: die Treptower Sternwarte. Auf dieser Sternwarte befindet sich

in Preußen: die Regierungspräsidenten, an deren Stelle in Berlin   der Polizeipräsident tritt; in Bayern  : die Kreisregierungen zu München  , Landshut  , Speyer  , Regensburg  , Bayreuth  , Ansbach  , Würzburg  , Augsburg  ; in Sachsen  : die Kreishauptmannschaften zu Dresden  , Leipzig  , Zwidau und Bautzen  ; in Württemberg  : bie Kreisregierungen zu Ludwigsburg  , Ellwangen  , Reutlingen   und Ulm  , außerdem sämtliche Oberämter; in Baden  : die Bezirks­ämter; in essen: das Ministerium des Innern und der Juſtiz zu Darmstadt  ; in Mecklenburg- Schwerin  : das Ministerium des Innern zu Schwerin  ; in Medlenburg- Strelig: die Landesregierung zu Neu- Strelitz; in Sachsen- Weimar  : die Bezirksdirektoren zu Weimar  , Apolda  , Eisenach  , Dermbach   und Neu­stadt a. D.; in Oldenburg  : das Staatsministerium, Departe ment des Innern, zu Oldenburg  , die Regierung zu Eutin   und die zu Birkenfeld  ; in Braunschweig  : die Kreisdirektionen zu Blankenburg   a. H., Braunschweig  , Gandersheim  , Helmstedt  , Holz­ minden   und Wolfenbüttel  ; in Sachsen- Meiningen   und Sachsen  - die Generalversammlungen der Wahlbereine ein großes Instrument, das vielleicht manche Leute in der Altenburg  : das Ministerium, Abteilung des Innern; in statt, welche sich mit den Berichten und Vorstands.iegigen Zeit, in der die Polizeiphantasie so üppig blüht, als Koburg- Gotha  : die Landratsämter Koburg  , Gotha  , Ohrdruf   und wahlen beschäftigen. Waltershausen  ; in Anhalt  : die Regierung, Abteilung des Innern, zu Dessau  ; in Schwarzburg Sondershausen  ; die Land räte zu Arnstadt  , Sondershausen   und Gehren  ; in Schwarz­ burg   Rudolstadt  : die Landratsämter zu Frankenhausen  , Königsee   und Rudolstadt  ; in Waldeck  : der Landesdirektor zu Arolsen  ; in Reuß ä. 2.: die Landesregierung zu Greiz  ; in Reuß  . 2.: das Ministerium, Abteilung für das Innere, zu Gera  ; Moabiter   Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24. in Schaumburg- Lippe  : die Regierung zu Büdeburg; in Rigdorf, Hoppes Festsäle, Hermannstr. 49. Lippe: die Regierung zu Detmold  ; in Lübeck  : das Stadt- und Landamt; in Bremen  : für die Stadt: die Polizeidirektion, für Schöneberg  , Obsts Festsäle, Meiningerstr. 8. das Landgebiet: der Landherr zu Bremen  ; für die Hafenstädte Zu allen Versammlungen legitimiert das Bremerhaven   und Vegesack  : die Aemter zu Bremerhaven   und Vege- Mitgliedsbuch des Wahlvereins. Alles Nähere sad; in Hamburg  : für die Landherrschaft Rigebüttel: der Amts- in den heutigen Annoncen. Zahlreichen Besuch er verwalter in Rigebüttel; für das übrige Staatsgebiet: die Aufsichts- warten behörde für die Standesämter in Hamburg  ; in Elsaß­Lothringen: die Bezirkspräsidenten zu Straßburg  , Colmar  und Mez.

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1. Kreis: Dräsels Festfäle, Neue Friedrichstr. 35. Viktoria Brauerei, Lützowstr. 111/112.

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Gewerkschaftshaus, Engelufer 15.

Kellers Festsäle, Koppenstr. 29.

Altes Schützenhaus, Linienstr. 5.

Die Vorstände.

eine Kanone angesehen haben mögen, das aber in Wirklichkeit eines der größten Fernrohre der Welt ist. Und die Berliner  Arbeiterschaft interessiert sich außerordentlich für dieses Fernrohr, wie für dieses Institut überhaupt Deshalb war vor einiger Zeit der Vorstand des Wahlvereins des sechsten Wahlkreises auf den Gedanken gekommen, für seine Mitglieder 5000 Billetts anzukaufen. Drei Vorstandsmitglieder wurden bestimmt, nach Treptow   hinauszugehen, um mit dem Direktor des Instituts sich zu verständigen über die Tage, an welchen er bereit sei, Vorträge zu halten. Die Vorstands­mitglieder überlegten nun hin und her: Wann gehen wir zum Direktor Archenhold? Erst war der Sonnabend in Aus­sicht genommen, schließlich wollte man am Sonntag gehen. In einer Kneipe muß nun irgend ein Achtgroschenjunge von und Zweiter Wahlkreis. Umständehalber muß unsere General feiner vorgesetzten Behörde mit der üblichen Polizeiphantasie diesem Plan gehört haben flugs berichtete er im Versammlung großen Saale der An diese Behörde ist gleichzeitig mit dem Antrag auf Erteilung Brauerei, Lüßowstraße 111/112, stattfinden. Die Genoffen bo neinem großen Zuge nach Treptow  . Abteilung VII setzte sich des Staatsangehörigkeitsausweises einzusenden die Geburtsurkunde. aller Stadtteile werden ersucht, trozdem pünktlich und zahlreich zur flugs mit dem Ministerium des Innern, dieses wieder mit Auch ist anzugeben, wo der Vater oder bei unehelich Geborenen, wo Stelle zu sein. Näheres siehe Inserat. die Mutter geboren ist. Der Vorstand. dem Teltower Kreis in Verbindung und ein mächtiges Der Antrag auf Aufnahme in den preußischen Staats­Polizeiaufgebot tritt in Aftion, um diese drei Bösewichter von verband ist in Berlin   an den Polizeipräsidenten, im Treptow   fernzuhalten. Wir wollen der Polizei verraten, daß übrigen Preußen an den Regierungspräsidenten zu Am Sonntag, den 2. Februar d. J., mittags 1 Uhr, findet trotz aller Vorsichtsmaßregeln zwei Mann den Kordon durch­richten. Dem Antrag ist der Staatsangehörigkeitsausweis und die Generalversammlung in Rummelsburg   im Lokal der brochen haben, der dritte Mann war nicht gekommen. irgend ein Nachweis dafür beizulegen, daß der Antragsteller sich in Wwe. Weigelt, Türrschmidtstr. 45, statt. Preußen niedergelassen habe, z. B. polizeiliche Anmeldung, Miets­vertrag, Anstellungsvertrag, Arbeitsbescheinigung. Als Antrag in Berlin   genügt z. B. folgendes Schreiben an den Polizeipräsidenten:

Ich bin württembergischer Staatsangehöriger, habe mich aus weislich anliegender polizeilicher Anmeldung in Berlin   nieder gelassen, füge meinen württembergischen Staatsangehörigkeits­ausweis bei und beantrage, mich in den preußischen Staats­berband aufzunehmen.

Datum.

Name.

Wohnung.

Da landtagswahlberechtigt nur ist, wer Preuße ist und vom Antrag bis zur Erteilung der Aufnahmeurkunde an Arbeiter in der Regel Monate vergehen, so stelle, ter bislang die Aufnahme nach zusuchen unterlassen hat, schleunigst einen Aufnahmeantrag. Die Aufnahmeurkunde ist tostenfrei.

Um Nichtpreußen bei der Erwerbung der Staatsangehörigkeit behülflich zu sein und Auskunft zu erteilen, damit sie bei kommenden Wahlen als Steuerzahler auch ihr Wahlrecht ausüben tönnen, haben fich folgende Genossen zu unentgeltlicher Hülfe bereit erklärt: 1. Wahlkreis.

Georg Weihnacht, Grünstr. 21, Jakob Ege, Neue Roßstr. 12, G. Glaue, Krausenstr. 18.

2. Wahlkreis.

Lohse, Urbanftr. 86,

Leu, Boechstr. 7,

Scholz, Boffener Straße 1,

Schröder, Hagelberger Straße 27, Werner, Gneisenaustr. 72, Witte, Arndtstr. 16,

Gustav Schmidt, Kirchbachstr. 14.

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Kreiswahlverein Niederbarnim.

Tagesordnung:

Vittoria­

1. Jahresabrechnung und Jahresberichterstattung. 2. Neuwahl des Kreisvorstandes. 3. Statutenberatung. 4. Streisangelegenheiten.

Der Vorstand. J. A.: G. Freiwaldt- Pankow.

Tempelhof  . Die Generalversammlung des Wahlvereins findet am Dienstag, den 28. Januar, abends 81 Uhr, im Restaurant Wilhelmsgarten", Berlinerstr. 9, statt. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der Funktionäre, Neuwahl derselben, Anträge, Wahl der Delegierten zur Kreis- Generalversammlung und Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Genossen, zu erscheinen. Der Vorstand.

Grünstr. 10, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Außer Köpenid. Heute Dienstag, abends 8 Uhr, findet im Kaiserhof, den Berichten der Vereinsfunktionäre und Neuwahlen derselben steht auch die Aufstellung des Kandidaten zur Stadtverordneten  - Erfaz wahl in der dritten Abteilung auf der Tagesordnung. Die Partei­genossen müssen deshalb zahlreich in der Versammlung erscheinen.

Der Vorstand.

Wahlverein Eichwalde   und Umgegend. Mittwoch, den 29. Januar, abends 8 Uhr, findet im Lotale von Zier in Miersdorf   die Monatsversammlung des Vereins statt. Da eine fehr wichtige Tagesordnung zu erledigen ist, wird pünktliches und vollzähliges Erscheinen der Mitglieder erwartet. Der Vorstand.

Weißensee  . Die Wahlvereinsmitglieder werden hiermit auf die heute abend 8 Uhr im Vereinshause, Charlottenburger Straße 150, stattfindende Generalversammlung aufmerksam gemacht. Der wichtigen Tagesordnung wegen wird das Erscheinen aller Mitglieder erwartet. Der Vorstand.

Das ist die wahre Geschichte, die zu der großen Polizei­attion am Sonnabend und Sonntag Veranlassung gegeben hat. Sie hat viele Beamte um ihre freie Zeit gebracht, aber außerdem ein würdiges Gegenstück zu dem Geniestreich des Hauptmanns von Stöpenick geliefert. Der Schuhmacher Voigt brachte es fertig, mit Hülfe einer alten abgelegten Haupt­mannsuniform ein Dugend Soldaten sich dienstbar zu machen und hier gelang es der üppigen Phantasie eines Achtgroschen jungen, 400-500 Beamte zwei Tage in Atem zu halten.

Arbeiter- Bildungsschule, Berlin  .

Die Rednerschule muß heute, Dienstag den 28., wegen der Generalversammlungen der Berliner   Wahlvereine ausfallen; die nächste wird am Dienstag, den 4. Februar, abgehalten.

setzen die Behörden ihren Kampf mit unentwegtem Eifer fort. In Gegen das Jugendturnen der Arbeiterturnvereine Berlin   richtet sich diese Aktion gegen den Arbeiterturne verein Fichte", der trotz der vom Provinzialschulkollegium angeordnete Turnhallensperre, die vor einigen Jahren über seine Schülerabteilungen verhängt wurde, den Arbeiterkindern Berlins   nach wie vor ihre Stätten frohen Spieles und freier Turnerei zu bereiten gewußt hat, indem er Privatfäle mietete.

Auch das Verbot, ohne den durch Ministerialinstruktion von 1889 vorgeschriebenen Unterrichtserlaubnisschein die turnenden Schüler zu beaufsichtigen und anzuleiten, das vor einigen Monaten den Jugendturnwarten des Vereins Fichte" zuging, hat einstweilen nicht den erwarteten Erfolg gehabt. Das Verbot bedroht jeden Fall der Zuwiderhandlung mit einer Geldstrafe bon je 100 M., auf Grund einer jegt hundertjährig werdenden Verordnung von 1808.

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