Amerika.
Gegen die Trusts.
Die Einigkeit" Höhnt:
"
Deutfches Reich.
-
Ausgerechnet Karl Biefenthalber fo viel Geschmähte Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik Starl Tschetsche und Geächtete mußte es sein, der dem„ Vorwärts"-Redakteur zu Frankfurt a. O. ist ein Streit ausgebrochen Die Firma noch einmal durch seine bodenlosen Dummheiten die Hirnzellen Sally u. Co. bleibt gesperrt. Zuzug ift fernzuhalten. in Verwirrung brachte und ihm den Don Quixoteschen hölzernen Verband der Schuhmacher. Säbel aus der Schei- de ziehen ließ, damit er die sprichwörtliche Windmühle attackiere."
Es ist ekelhaft; aber man muß der„ Einigkeit" schon in dem Stil antworten, den sie allein versteht: In der weichen Masse, auf welche sie wiederholt wollustig anspielt, befindet sich die Einigkeit", befindet sich der von ihr geführte 3000 bis 4000 Mann starke Rest der Freien Vereinigung"!
"
Verfammlungen.
Die Gemeinde- und Staatsarbeiter.
New York , 31. Januar. Roosevelt hat an den Kongreß cine Botschaft gerichtet, in der er sich gegen die Trusts wendet. Der Präsident fordert zunächst eine Revision des ArbeitgeberHaftpflichtgesetzes, den Erlaß von Kautelen derart, daß bei Arbeitsstreitigkeiten niemand von der Ausübung feiner Rechte zurüdgehalten werden darf, und die Stellung der Eisenbahngesellschaften unter die Aufsicht der zwischen staatlichen Handelskommission. Die Gerichte sollen", sagt Roose In der Generalversammlung des Verbandes der Gemeinde belt, überlegen, daß sie von dem Eigentum und dem Arbeitgeber und Staatsarbeiter, Filiale Groß- Berlin, die am Mittwoch im Pflichten verlangen, die notwendigerweise deren Rechte begleiten". Königstadt Rafino stattfand, wurde der Verwaltungs- und Der Präsident schlägt dann gefeßliche Maßnahmen gegen das Rassenbericht für das Jahr 1907 erstattet. Der Vorsitzende Differenzspiel an der Effektenbörse vor, das viel Busty bezeichnete das vergangene Jahr im allgemeinen als Unheil anrichte und wie jedes Spiel unmoralisch sei. Er wendet zufriedenstellend für den Verband. Die Bewegung ist in auffich dann gegen das Geschäftsgebaren der Standard Oil Company Die Arbeiter der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken steigender Linie begriffen und eine fruchtbare Agitation ift entund der Atchison Topeta and Santa Fé Railroad und erklärt, borm. Löwe, soweit dieselben durch den Streik der Einrichter in faltet worden. Die Kollegen der Revierinspektionen haben sich dem daß die Angriffe auf die Politik der Regierung diesen beiden Mitleidenschaft gezogen worden sind, hielten gestern mittag im Verband angeschlossen, aber viel Sonderbündelei ist noch gegenüber von getauften Politikern und getauften großen Saal des Gesellschaftshauses in der Wiclefftraße vorhanden, die bekämpft werden muß. Da sind die Markt. Beitungen ausgehen." Sie sind," meint Roosevelt , wie ihre erste gemeinsame Versammlung ab. Die Arbeiter waren voll- ballenarbeiter, die bis jetzt den Lokalisten" angehörten, Marionetten, die von den im Hintergrund bleibenden Personen zählig erschienen, und mochten zirka 1500 Personen anwesend sein. aber vielleicht bald für den Verband gewonnen werden. Anders und mächtigen Kräften an der Strippe geleitet werden". Der Der Situationsbericht wurde von Handke gegeben. Er bemertte ist es mit dem Ortsverein der Straßenreiniger, der nach Korruption gegenüber, die mit allen Mitteln die moralische Wieder- unter anderem, daß auch die Verhandlung zwischen der Kommission der Hirsch- Dunderschen Seite neigt. Auch auf die Laternengeburt des Geschäftslebens hintanzuhalten suche, müsse einer der noch im Betrieb tätigen Arbeiter und der Generaldirektion wärter und die Partarbeiter ist noch wenig zu rechnen. Wiederholung der Skandale, wie sie die jüngste Zeit im geschäft resultatlos verlaufen sei. Wohl sei die Verhandlungsform seitens Die Angestellten der Pflegeanstalten sind noch schwer für lichen und politischen Leben ans Licht gebracht hätte, vorgebeugt des Herrn Direktor Staiser eine bessere geworden, aber Zuge- die Organisation zu haben, aber einige Erfolge scheinen auch da werden. Die Bewegung gegen die Korruption sei nicht, wie seine ständnisse hat die Direktion nicht gemacht. Die Kommission der zu winken. Der Vorsigende appellierte an die Vertrauensleute, Gegner fie anfähen, eine rein ökonomische, sondern grundsätzlich empfohlen, doch die gemachten Abzüge zu reduzieren, indem die Nach außen hin hat der Verband manchen fleinen Erfolg zu verStreifenden hatte als Vermittelungsvorschlag der Direktion nach besten Kräften für die Organisation Propaganda zu machen. Direktion nicht 10 Broz., sondern nur 5 Proz. abziehen sollte. zeichnen gehabt, in den Vororten mehr wie in Berlin selbst. Zum Die Kollegen hatten den Vorschlag allerdings völlig aus eigenem Beispiel hat Schöneberg den Neunstundentag für die GemeindeErmessen gemacht, die Streikenden hatten sie zu diesem Vorschlag arbeiter eingeführt. Man verlangt für Berlin eine allgemeine durchaus nicht beauftragt. Allgemeine Entrüftung rief es hervor, Arbeitsordnung und einen Minimallohn von 4 M. pro Tag, aber als and fe berichtete, daß die Direktion auch diesen Vorschlag borläufig ist noch nicht viel auf Anerkennung der Forderung zu zum Frieden abgelehnt hatte. rechnen. Dagegen ist in den Wohlfahrtseinrichtungen manches günstiger geworden, wenn auch noch viel zu wünschen übrig bleibt. Der Kassierer Hoffmann erstattete den Kassenbericht für das Jahr 1907. Danach betrugen die Einnahmen 111 413,45., die Ausgaben 98 058,87., mithin ist der Bestand 13 354,58. unter den Ausgaben stehen verzeichnet für Unterstübungszwede im Falle von Krankheit 3079,37 M., im Falle von Arbeitslosigkeit 399,68 M., bei Notständen 2349,10 M., als Sterbeunterstüßung 2405 M., im Falle von Maßregelungen 883,69 M., als Streif unterstüßung 1040,92 M. Jm 4. Quartal des Jahres 190? bilanzieren Einnahmen und Ausgaben mit 40 607,94 R.
eine ethische Bewegung.
Parlamentarifches.
Einlauf:
Jm Reichstage gingen ein: Zum Reichshaushaltsetat eine Resolution v. Byern, Arnstadt , v. Saphengst u. Gen.( f.),
Es soll nun mal auf jeden Fall bei den, von der Direktion dit tierten Abzügen bleiben. Auch eine vorher stattgehabte Berhandlung Handtes mit dem Herrn Direktor Kaiser hatte nicht die verbündeten Regierungen zu ersuchen, im nächstjährigen ben geringsten Erfolg. Die Direktion erklärte immer wieder und Etat die Mittel zur Deckung der Kosten bereitzustellen, um den wieder, daß die Abzüge nicht zurückgenommen werden könnten, Mannschaften des stehenden Heeres und der Kaiserlichen Marine weil die Firma sonst nicht konkurrenzfähig sein würde. Die bei Urlaubserteilung mindestens alljährlich ein Arbeiter wiesen bei der Verhandlung noch darauf hin, daß seitens mal freie Fahrt, unter möglichster Benußung von der Firma die Abzüge sehr wohl zurückgenommen werden fönnten, Schnellzugen auf den deutschen Eisenbahnen, zu ermöglichen. und trotzdem könnte dann eine Verbilligung der Produktion einZusazatte zur Brüsseler Zudertonvention. An- treten, indem einerseits technische Verbesserungen vorgenommen trag Wiemer, Pachnide, Schweickhardt: würden, andererseits mehr an Material gespart werden würde. Die Zustimmung zu erteilen mit der Maßgabe, daß die von Doch alle diese wohlbegründeten Ausführungen nußten nichts, es den verbündeten Regierungen in Aussicht gestellte Ermäßigung der soll nun mal durchaus bei den angeordneten Abzügen bleiben. Budersteuer von 14 M. auf 10 M. für den Doppelgentner spätestens Darauf fand am Freitagabend eine gemeinsame Versammlung der bom 1. Oftober 1909 ab durchgeführt wird unter der Voraussetzung, Laufrichter, Maschinengewehrfabrikation, Maschinengewehrmontage daß ein etwaiger Ausfall an Einnahmen aus der Zuckersteuer für und-Revision und der Schmiede statt, welche nahezu einmütig bedie Reichskasse durch Beschaffung anderweiter Mittel ausgeglichen schloffen, zur Unterstüßung der Streifenden ebenfalls in den Ausstand zu treten. Die Arbeitsniederlegung erfolgte in all diesen Die Dentschrift über die Entwickelung der Abteilungen völlig geschlossen, was in der Versammlung mit großem deutschen Schuhgebiete in Afrika und der Süd- Beifall konstatiert wurde. fce , Berichtsjahr 1906/07, in acht Teilen und einem Anhang. Ferner wurde bekannt gegeben, daß alle in Frage kommenden Mündlicher Bericht der XXIV. Kommission zur Vor- Organisationen beschloffen haben, auch den in Mitleidenschaft geberatung der Zusakatte zur Brüsseler 3uder zegenen Arbeitern die Streifunterstübung in voller Höhe auszutonvention.
wird.
Mündlicher Bericht der Budgetkommission über den ordentlichen Etat, fortdauernde Ausgaben, Kapitel 7a, Titel 8c, 15a, 19, einmalige Ausgaben, Kapitel 3, Titel 1, 11, 15, 20, 21. 22 24, 25, 33, 35; außerordentlicher Etat, Kapitel 2, Titel 2.
Gewerkschaftliches.
Stecken geblieben!
Die Einigkeit" glaubt noch nicht an die Vernichtung der Freien Vereinigungen" bis zur Bedeutungslosigkeit. Sie rechnet mit einem Uebertritt von nur etwa 5000 Mitgliedern in die Zentralorganisationen und meint in einem Artikel Birrnisse" hämisch vom Vorwärts":
Du armer düpierter Vorwärts"; wenn deine auf Wiesenthal gestützten Berechnungen nur zu einem Dritteil stimmten, dann würden wir es uns doch erst reiflich überlegt haben, ob wir unsere Geschäfte in derselben Weise wie bisher weiterführen
tönnten."
zahlen.
Die Verfammlung sprach den Streitenden zum Schluß noch ihre volle Sympathie aus, und ersuchte sie, in ihrem ehrlichen Abwehrkampf auszuharren. Es ist möglich, daß in den nächsten Tagen erneute BerhandLungen stattfinden. Zurzeit arbeiten noch zirka 500 bis 600 ArDie Firma ist für alle Metallarbeiter gesperrt.
beiter.
Die Einigung der Maurer.
Ueber die Mitgliederbewegung wird berichtet:
Am Ende des vorigen Quartals 5663 männl., 67 weibl. Mitgl. Im Laufe des Quartals eingetreten 775
Gesamtsumme
•
•
27
6438 männl., 94 weibl. Mitgl.
663
30
Es wurden ausgeschlossen resp. schieden aus Bleibt ein Mitgliederbestand von 5775 männl., 64 weibl. Mitgl Zusammen 5839 Mitglieder.
Die Neuwahl der Ortsverwaltung ergab bas folgende Resultat: Soffmann; Beisiger: Mar Busader, Baul Ellenbed, Otto Bevollmächtigter: Emil Bukky; Kassierer: Rar! Scharlau, Baul Schulz, Richard Schulz, Ernst Speer, Wilhelm Färber, Robert Fiebig, Karl Bolenste, Karl Schabel, Ernst Süß und Jokann Szalwidi; Revisoren: Paul Bossedart, Ludwig Schabbel, Eduard Volkmann. Als Delegierte aur Mar Busader, Emil Dittmer, Robert Fiebig, Karl Bolenste, Erns Berliner Gewerschaftstommission wurden gewählt: Scharlau und Emil Wuzky.
Letzte Nachrichten und Depefchen.
Englischer Ballinismus.
Die Freie Bereinigung der Maurer nahm in einer am Frei tag abgehaltenen Bersammlung den Jahresbericht des Vorstandes entgegen. Der Vorsitzende 3eglin gab einen Ueberblick über London , 1. Februar. ( W. Z. B.) Auf den Tyne- Schiffdie Geschäftstätigkeit im verflossenen Jahre. Insbesondere bes bauwerften wurde heute morgen eine Bekanntmachung anschäftigte er sich mit dem Verlauf der Lohnbewegung und den geschlagen, welche anzeigt, daß die Tyne- Schiffbauer- BereiniArbeiten, die der Vorstand anläßlich der Einigungsverhandlungen gung infolge der Arbeitseinstellung eines Teiles der Werft. zu erledigen hatte Weiter machte Redner Mitteilung über die arbeiter sich in der Unmöglichkeit befinde, die Werke weiter Bahl der Bausperren, Regelung von Differenzen usw. Die Zahl in Betrieb zu erhalten. Die Dienste sämtlicher auf den Werf der Mitglieder des Ortsvereins Berlin betrug am Schluß des ten beschäftigter Arbeiter würden demnach nach Ablauf der Jahres 1683. Jm Gewerkschaftskartell habe man während des Kündigungsfrist, am 15. Februar, endigen. Gleichlautende Wenn dies Wort keine Redensart, sondern wirklich ernst verflossenen Jahres trübe Erfahrungen gemacht, weil ein Teil Bekanntmachungen sind in allen anderen Werften der Nordhaft gemeint ist, dann ist jetzt der Augenblick gekommen, wo der angeschlossenen Gewerkschaften sich außerhalb des Programme ostfüfte erlassen worden. die Sieger" dom achten Kongreß der Freien Vereinigung" der Freien Bereinigung stellten und sich das Zusammenarbeiten für ihre Geschäfte den Bankerott anzusagen haben. Was wir mit denselben zu einem unleiblichen geftaltete. Mehrere der an ohne uns übrigens auf Wiesenthal dabei zu stügendas Startell angeschlossenen Gewerkschaften haben noch Schulden am Dienstag über„ Das Ende der Lokalorganisationen" bei den Maurern und zwar das Kartell selbst anläßlich der Aussagten, hat sich in der weiteren Entwickelung als sperrung in der Elektroindustrie 3000 M., die Musikinstrumentenin der Hauptsache völlig richtig erwiesen. Dem All- arbeiter 2000 M., die Tischler 1000 M. Es werde wohl am besten gemeinen deutschen Metallarbeiter Verband" stürzt das sein, diese Summen niederzuschlagen, da das Geld doch nicht au Saus über dem Stopf zusammen. Der Redakteur bekommen sei. Schonheim des Deutschen Metallarbeiter" und der Raffierer Wiesner sind von dem Vorsitzenden kurzerhand ihrer Bosten enthoben worden und die größte der bei der Freien Vereinigumg" verbliebenen Drganisationen ist einfach zerstört. Wahrscheinlich werden die etwa 2000 Berliner Rohrs leger sich als felbständiger Verein organisieren, dann bleiben on den bisher 3000 Metallarbeitern noch 500 in Berlin omizilierende und 500 in ganz Deutschland verstreute als Ritglieder der Freien Vereinigung übrig.
-
"
-
-
Ein schurkisches Dekret. Lissabon , 1. Februar. ( W. T. B.) Das Amtsblatt veröffent licht ein bereits angekündigtes Dekret. über die Ausweisung ver dächtiger Personen oder ihre Deportation in die Kolonien! Das Dekret schafft die parlamentarische Immunität ab!- Gine halb. amtliche Note gibt bekannt, daß die Regierung dem Parlament einen eingehenden Bericht über die polizeilichen Untersuchungen erstatten wird. Am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht wurde die Ruhe im Lande nicht gestört.
Lissabon , 1. Februar. ( B. H. ) Das Dekret wird auch auf die Berbrechen angewendet, die feit dem 21. November 1907 be. gangen worden find!
Eisenbahner- L08.
Verkehrs- Stockungen.
Brüffel, 1. Februar. Infolge von starken Regengüffen, bie mit Schneestürmen abwechselten, ist die telephonische Berbindung mit Deutschland vollkommen unterbrochen. heftigen Schneegestöbers die telephonischen Verbindungen mit Paris , 1. Februar. Seit heute morgen 8 Uhr sind infolge Belgien und Deutschland größtenteils gestört.
Der Kassierer Imhoff gab die Abrechnung vom Jahre 1907. Die Einnahmen beliefen fich auf 196 200,94 M., die Ausgaben betrugen 180 454,18 M., bleibt ein Bestand von 15 746,76 M. Der Lohnkampf verursachte eine Gesamtausgabe von 142 758 M., die Maiaussperrung foftete 4340 M., für Unterstüßung Gemaßregelter wurden 3121 M. ausgegeben, für Bausperren 1101 M. Die Also Schurterei mit rüdwirkender Kraft! Schuldscheine von den vom Vorsißenden genannten Gewerkschaften über 6000 m. find in dem angegebenen Kassenbestande mitgerechnet, so daß an barem Gelde nur 9746,76 M. vorhanden sind. Diez, 1. Februar. ( B. H. ) Der dreißigjährige tangieret Die Laft, die Kosten für die anarcho- sozialistisch- syn- Hierauf erstattete auch der Obmann des Ausschusses einen Weimer aus Klein- Diez wurde beim Ueberschreiten der Gleise bifalistischen Kater Ideen zu tragen, fällt dann völlig auf Bericht über dessen Tätigkeit. Der gesamten Vereinsleitung von einer Lokomotive erfaßt und schwer verlegt. die 600 Mann starfen Töpfer. Denn die zerstückelte wurde Decharge erteilt.- Auf Antrag des Vorstandes beschloß die Metallarbeiterorganisation ist leistungsunfähig. Mußte diese Bersammlung: Aus Anlaß der schlechten Konjunktur ist den Mitdoch selbst zur Zeit ihrer Blüte gemahnt werden, den noch gliedern, welche wegen Arbeitslosigkeit seit der 40. Woche mit dem schuldigen Rest von über 10 000 M. an Unterstützungsbeiträgen Beitrage im Rückstande sind, derselbe bis auf weiteres gestundet für die ausgesperrten Berliner Bauarbeiter zu zahlen. Auf wird. Die angeführten Schulden im Betrage von 6000 M. werden derfelben Höhe finanzieller Leistungsfähigkeit stehen die anderen niedergeschlagen. Da die Auflösung des Vereins zum 31. Januar Mitglieder und Vermögens-( freien") Vereinigungen. Die beschlossen ist, sind die Mitgliedsbücher abzugeben und gegen eine 20 Mann starfen Dachdecker in Wernigerode befundeten ihre Legitimationskarte umzutauschen. Vom Mittwoch, den 5. Februar, Solidarität durch Nicht zahlung von 110 M., die ebenso ab erfolgt im Bureau die Ausgabe der neuen Bücher. ,, starten" Fabritarbeiter in Düsseldorf machten es genau so. Die 50 Mann starte Federation der Arbeit" in Köln zog aus ihrer größeren Stärke auch die höhere Berechtigung, 344 M. schuldig zu bleiben. Die 100 Berliner Tapezierer mußten sich Diese Versammlung war die leßte, welche die Freie Verum 500 m. mahnen lassen; die 500 Tischler, in ganz Deutsch einigung der Maurer abgehalten hat. Vom 1. Februar ab gehören land natürlich, um 5 mal so viel, um 2558 W. Statt 4000 m., bie Mitglieder der Freien Vereinigung dem Zentralverbande der wozu sie verpflichtet waren, langte ihre laut betonte Soli- Maurer an. Der zweite Vorsitzende aller schloß die Verdarität nur zu 1442 M. Die 400 Weber am Niederrhein sammlung mit dem Wunsche, daß die Kollegen von nun an gemachten sogar ebensoviel Schulden wie die 500 Tischler. Die meinsam mit den Kollegen vom Verband, in einer Organisation 500 Berliner Hausbiener zahlten statt der schuldigen 4000 m. vereint, die Interessen der Arbeiterschaft im Kampfe mit dem sage und schreibe einhundert! Die Solidarität der Mann- Unternehmertum mit der gleichen Entschiedenheit vertreten werden, heimer Vereinigung sämtlicher Arbeiter und der Gemeinde- wie es die Berliner Maurer feit jeher gewohnt waren. arbeiter Nürnbergs war gleich Null- fie zahlten gar nichts! Statt insgesamt 72 736 M. zahlten alle Organisptionen New York , 1. februar.( Auf deutsch - atlantischem Kabel.) nur 40 740,15 M. Und das in einem Kampfe wie der Berliner Wie der Bund", das Organ des Herrn Rebius, mitteilt, Das Urteil der Geschworenen in dem Prozeß gegen Harry Thaw , Bauarbeiter! Ihre volle Pflicht erfüllten nur die 600 Töpfer find die gelben Arbeitswilligen" der Waffen- und Munitions. den Mörder von Standford White, lautet auf Nichtschuldig und die 60 Berliner Zinkgießer. fabrik in Wittenau mit Revolvern bewaffnet. Der Bund" megen Geistestrantheit! Der Gerichtshof erfannte Das sind die Mannschaften, die den jetzigen Bestand der droht, daß sie eventuell davon Gebrauch machen werden. Das gegen Thaw auf Ueberweisung an das Matteawan Asyl für glauben wir ohne weiteres. In Wittenau würde nicht der erste geistestronte Berbrecher auf unbestimmte Zeit, da seine Freilassung Freien Bereinigung" bilden. Haben wir zuviel gefagt, wenn Mord an Streifenden begangen werden. Im übrigen: Weiß die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bedeuten würde. Die wir unter diesen Umständen vom Ende der Lofolorganisationen" Polizei von dieser Bewaffnung? Und wer hat die Schießeisen Geschworenen einigten sich auf ihren Wahrspruch nach 25stündiger sprachen? geliefert? Beratung und 14 Abstimmungen. Berantw. Redakt.: Georg Davidfohn, Berlin . Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW,
Dem Kartelldelegierten Ernst Witte wurde ein Mißtrauensvotum ausgestellt, weil er tros Einladung nicht zur Bericht erstatung in der heutigen Versammlung erschienen ist.
Revolverhelden.
Bor den Toren Berlins . Oranienburg , 1. Februar. ( B. H. ) Ein schwerer Raubüberfall wurde in der letzten Nacht zwischen Oranienburg und Borgsdorf berübt. Als der Kutscher der Firma Römer- Berlin um diese Zeit mit seinem Fuhrwerk die Kreuzung der Chauffee nach Oranien Merle aus dem Dunkel hervor und fielen den Pferden in die burg und Haltestelle Borgsdorf passierte, sprangen plöglich dret Bügel. Der Kutscher wurde vom Bod geriffen und furchtbar mißhandelt. Die Räuber schnitten dem Kutscher dann die an feiner Schulter hängende Tasche ab, stahlen die Zügel und verschwanden dann eiligst. Die Räuber haben indessen insofern eine Ents täuschung erlebt, als sich in der Tasche nicht ein Pfennig bares Gelb befand, sondern nur Rechnungen. Von den Tätern wurde bisher nichts ermittelt.
Thaws Ende.
Hierzu 5 Beilagen