.
Nr. 32. 25. Jahrgang.
2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Abgeordnetenbaus.
26. Sigung vom Donnerstag, 6. februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Breitenbach. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Abg. Macco( natt.), daß er seine Kenntnis von den mangelhaften Raumberhältnissen in der Geologischen Landesanstalt in Berlin aus eigenen Besichtigungen geschöpft habe. Auf der Tagesordnung steht die Beratung des Etats der Bauverwaltung. Bei den Einnahmen erklärt auf eine Anfrage des Abgeordneten Dr. Jderhoff( ft.)
Minister Breitenbach, daß die Regierung an der Bestimmung des Wasserstraßengesetzes über die Erhebung von Schiffahrtsabgaben festhalte und auf eine authentische Auslegung der Reichsverfassung durch ein Reichsgeseh hinwirken werde. Um die Verwendung der Einnahmen aus den Schiffahrtsabgaben für die Verbesserung der Wasserstraßen sicher zu stellen, sei die Bildung von Zweckverbänden für die einzelnen Flußgebiete geplant, denen die Einnahmen aus den Abgaben zufließen und die die erforderlichen Ausgaben zur Berbesserung des Flußgebiets machen sollen. Die Regierung lasse sich bei den Verhandlungen mit den anderen Bundesstaaten von großzügigen Gesichtspunkten leiten.( Beifall rechts.)
Abg. v. Arnim( t.) begrüßt die Erklärung des Ministers. Einem Projekt, das etwa beim Rhein- Herne- Kanal über die festgelegte Trace hinausgehen würde, würden seine Freunde nicht zustimmen fönnen.( Beifall rechts.)
Abg. Herold( 3.): Wir halten an der Abmachung feft, die bei der Verabschiedung der Kanalvorlage getroffen wurde, daß die Frage der Schiffahrtsabgaben erst geregelt werden muß, ehe die neuen Kanäle eröffnet werden.( Beifall im Zentrum.)
Abg. Broemel( frs. Vg.): Die Schiffahrtsabgaben bedeuten eine schwere Belastung der Schiffahrt. Wenn eine Verbesserung der Wasserstraßen notwendig ist, so muß sie erfolgen, ohne Rücksicht darauf, ob die im§ 19 des Wasserstraßengefeßes vorgesehene Ab. gabenerhebung schon in Kraft getreten ist, oder nicht. Der Ertlärung des Ministers gegenüber möchte ich die Frage aufwerfen, ob denn auch die Kosten früherer Stromregulierungen bei Bemeffung der Schiffahrtsabgaben berüdsichtigt werden sollen.
Freitag, 7. Februar 1908.
Abg. Gyßling( frj. Vp.): Beim Etat der Eisenbahnverwaltung| angesetzt, hat im letzten Jahre aber nur 19,2 Millionen gebracht. sollen im Falle der Etatsüberschreitungen bei Bauten die Bau- Arendt hat die Hoffnung, daß der Anschlag von 24 Millionen raten im folgenden Jahre gekürzt werden. Es würde zweckmäßig troßdem erreicht werden tönne, Erzberger dagegen beantragt, sein, dieses Verfahren auf den Etat der Bauberwaltung aus- 2 Millionen abzusetzen. Südekum verlangt Auskunft über die geplante zudehnen. Ich freue mich, daß nach den Erklärungen des Herrn Revision der Fahrtartensteuer. Unterstaatssekretär v. Pappenheim ein Widerstand der Rechten gegen den majurischen wele wendet sich gegen Abstriche. Eichhorn verweist auf die Kanal nicht zu erwarten ist. Notwendig ist die Regulierung der Wirtschaftskrise, welche den Abstrich von 2 Millionen rechtfertige! Nogat, da wird allerdings ein Einfluß auf die russische Regierung Ferner fragt er nochmals unter Berufung auf die Bemerkungen des versucht werden müssen. Begrüßen möchte ich die geplante Schiff preußischen Eisenbahnministers nach den Grundzügen der Fahr barmachung des oberen Pregels, ebenso den Erlaß des Ministers, tartensteuerreform. Twele fann eine solche Auskunft nicht geben, der eine Anregung in der Richtung gibt, daß bei allen Bauten es liegen 10 Vorschläge vor, was daraus wird, weiß er noch nicht. die Bedürfnisse der Gegend, in der sie errichtet werden, berücksichtigt Die vierte Klaffe foll nicht besteuert werden. werden sollten.( Beifall links.)
Weiter bittet
Minister Breitenbach erklärt, daß der obere Pregel für Schiffe mit etwa 200 Tonnen Tragfähigkeit schiffbar gemacht werden soll. Abg. Dr. Viereck( ft.) erklärt das Einverständnis seiner politischen Freunde mit der Erklärung des Ministers über die Ausführung des Wasserstraßengesetzes und betont, daß die Grundlagen dieses Gesezes nicht erschüttert werden dürfen. Rednek um die Regulierung der Netze. Ein Regierungskommissar erwidert, daß diese Regulierung wohl bald werde erfolgen können. Abg. Bindler( f.) fordert eine Beschleunigung der Angelegen heit. Abg. Dr. Schroeder( Staffel, natl.) flagt über die Handhabung' der Submissionsbestimmungen seitens der Baubehörden gegenüber den Handwerkern. Ein Regierungskommissar sagt wohlwollende Berücksichtigung der Wünsche der Handwerker zu.
Abg. Brütt( ff.) führt Beschwerde über die Zustände am Kaiser- Wilhelm- Kanal . Preußen habe 50 Millionen dazu beigetragen, die Vorausseßungen, unter denen dies geschehen sei, seien aber nicht erfüllt worden.
"
Die Debatte wird geschloffen, der Titel Minister gehalt" bewilligt. Hierauf berta gt sich das Haus auf Sonnabend 11 Uhr. ( Kleinere Vorlagen; Fortsetzung der Beratung des Bauetats.) Schluß 4% Uhr.
Die Automobilsteuer bringt zu wenig ein, sie ist mit 2 Millionen eingesetzt. Nach langer Debatte wird eine Resolution angenommen, welche den Grenzverfehr erleichtern und die Automobile nach der Höhe der vindizierten Pferdekräfte zur Steuer heranziehen will, statt wie bisher nach der Höhe der angewendeten.
Mit der debattelosen Genehmigung der Einstellung von 6 Millionen Tantiemesteuer und 42 Millionen Erbschafts = steuer, sowie 1 Millionen Statistische Gebühr ist der Etat der Zölle, indireften Steuern und Gebühren erledigt. Nach Abzug der Erhebungskosten, Rüdvergütungen usw. rechnet das Reich auf 1 257 931 770 m. solcher Einnahmen.
Folgt der Etat der Reichsbant. Der Anteil des Reiches am Reingewinn der Reichsbant betrug nach dem Durchschnitt der legten Jahre 19 900 000 M. Dazu kommen 234 Millionen Stempel steuern für die durch Barvorrat nicht gedeckten Banknoten. Es wird vorgeschlagen, für 1908 diese Summen mit wesentlich höherem Betrag einzuseßen. Auf Tweles Anraten unterbleibt das bis zur zweiten oder dritten Lesung.
Es wird hierbei eine Resolution angenommen, welche für die süddeutschen Banknoten Gültigkeit bei den Reichskassen Norddeutschlands fordert. Ferner wird mitgeteilt, daß die Bankenquete Kommission im März zusammentritt.
Die nun vorgenommene Beratung des Etats für die Erpedition nach Ostasien wird nach heftigen Angriffen Erzbergers und einer sehr ungenügenden Auskunft eines Regierungsvertreters auf Antrag Südefum& abgebrochen und soll morgen unter Zuziehung von Bertretern des Auswärtigen Amtes fortgesetzt
Minister Breitenbach: Die lettere Frage ist strittig. Zölle und indirekte Steuern vor der werben.
glaube aber, daß wir ihrer Lösung nahe sind. Bei Bemessung der Schiffahrtsabgaben fann man nicht schematisch vorgehen, es muß da auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Stromgebiete Rücksicht genommen werden..
Abg. Hirsch( natl): Wir halten daran fest, daß für jedes Stromgebiet ein besonderer Zwedverband gebildet werden muß. Die nötigen Verbesserungen an den Schiffahrtsstraßen müssen er folgen unabhängig von der Regelung der Frage der Schiffahrtsabgaben. Notwendig im Interesse der Schiffahrt ist eine weitere Ausgestaltung des Rhein- Herne- Kanals.
Minister Breitenbach betont, daß der Rhein- Herne- Kanal als Teil des Rhein- Weser- Kanals nicht breiter und tiefer als dieser gebaut werden könne. Jedenfalls werden Schiffe von 1000 Tonnen den Kanal passieren können.
Budgetkommiffion.
Sigung vom 6. Februar.
Das Reichsschazamt ist verwaist, die Reichseinnahmen müssen in Abwesenheit des Reichsichagiefretärs beraten werden. Wie man erzählt, hat Herr v. Stengel fein abschiedsgesuch bereits eingereicht, auch genehmigt soll es schon sein, nur der Nachfolger fehlt noch. Die Vertretung des Reichsschazamtes hat inzwischen Unterstaatssekretär Twele übernommen. Beim Reichsschazamts- Etat werden die Voranschläge für den Trimborn- Fonds genehmigt, das ist die Ansammlung eines Kapitalsgrundstocks zur Durchführung einer Witwen und Waisenversorgung. Dies Jahr follen 53 Millionen dem architektonischen Ausgestaltung der fünftigen Fonds überwiesen werden, im Vorjahre waren es 48 Millionen.
Zölle, Steuern und Gebühren.
Die jeßige Kölner Eisenbahnbrüde soll beseitigt und durch eine neue, viel breitere ersetzt werden. Das neue Bautvert, das zugleich dem Straßenbahnverkehr dienen wird, soll eines der hervorragendsten Erzeugnisse der Brückenbaukunst werden. In den rheinischen Architekten- und Ingenieurkreisen herrscht eine tiefe Erregung nicht nur darüber, wie die Pläne zu der Brücke entstanden sind, sondern auch über die ganze Art der Kölner Dombrüde, wie man die Brüde wegen ihrer Lage gerade vor dem Dom nennen will. Der Kölner Architekten- und Ingenieurverein hat sich wiederholt mit der Brückenfrage befaßt, und es trat eine fast einmütige Opposition zutage. In einem aus diesen Kreisen stammenden Artikel wird dargelegt, daß es vom künstlerischen Standpunkt aus unzulässig sei, eine moderne Eisenbrüde mit Torburgen und Strompfeilerbauten zusammenzubringen, Stadttore darstellen. Die Tor- und Turmgebäude der Brücken früherer Jahrhunderte seien Rußbauten gewefen; das Eisenwerk der modernen Brücken habe allein Ausdrudskraft genug, um jener Biermittel entraten zu können; für einen Brüdenbau der Jetzt zeit müßten neuzeitliche Ausdrucsformen gefunden werden; cs Die Tabalsteuer foll 12 Millionen Mart, mur 100 000 M. fei ein Armutszeugnis, die Vollendung der Kunst des Architekten mehr als im Vorjahr bringen; ohne Debatte wird dieser Absatz ge- in möglichst getreuer Nachahmung der Kunstformen vergangener nehmigt. Die Zigarettensteuer ist erheblich gestiegen, sie war Stilepochen zu suchen, und dergleichen. im Vorjahr mit rund 11 Millionen eingestellt, für 1908 aber mit 15 Millionen Mart. Die Freifinnigen begrüßen diefe erfreuliche Er. scheinung". Die gudersteuer soll rund 3 Millionen mehr bringen statt 142 Millionen 145 Millionen Mart.
Abg. Ghßling( frs. Bp.): Ich hoffe, daß durch die Frage der Schiffahrtsabgaben die Durchführung der Kanalvorlage nicht verzögert wird. Auf keinen Fall würde es im wirtschaftlichen Interesse Preußens liegen, wenn die Stromverbesserungen bis zur Regelung Die Einnahmen an 8öllen find für 1908 auf 704 Millionen der Abgabenfrage zurückgestellt würden. Im übrigen brauche ich Mark veranschlagt, wovon die Erhebungskosten abgehen, fodaß eine auf diese Frage nicht weiter einzugehen, weil ja bald eine ent- Reineinnahme von 666 774 000 m. berbleibt. Der Berichterstatter sprechende Interpellation im Reichstage zur Erörterung kommen Arendt gibt zwar zu, daß der Ansaz gegenüber den bisherigen wird. Jedenfalls erwarte ich. daß auf die süddeutschen Staaten wirklichen Einnahmen sehr niedrig fei, aber er könne wegen der wirt teinerlei Drud ausgeübt werden wird.( Beifall links.) Abg. Schmieding( natt.): Ich bebaure die scharfe Stellung- austellen. Abg. Süde fum meint, der künstlich zur Schau genahme des Abg. v. Arnim gegen größere Abmessungen des RheinHerne- Kanals. Jm Interesse der Entlastung der Eisenbahn wäre es sehr erwünscht, daß der Kanal auch für größere Schiffe passierbar sein würde.
Abg. Dr. Dahlem( 8) führt Beschwerde darüber, daß auf der Polizeidirektion in Wiesbaden baupolizeiliche Angelegenheiten zu langsam erledigt werden. In der Stadtverordnetenversammlung in Wiesbaden wurde darüber geklagt, daß die Baupolizei dort viel fach zu tiefgehende Eingriffe in Privatrechte vornehme. Ein Regierungskommissar erwidert, daß in Wiesbaden der Charakter der Billen- und Bäderstadt erhalten bleiben müsse und daher schärfere baupolizeiliche Bestimmungen notwendig feien. Eine Beschwerde über die langsame Erledigung der Bausachen in Wiesbaden sei bei der Zentralinstanz nicht eingegangen.
inertt
Die Einnahmen werden bewilligt. Bei den Ausgaben, Titel„ Ministergehalt", be
tragene Peffimismus folle wohl nur den Zwed haben, eine Ab.lehnung des Antrags Löwiß auf Herabsetzung der Zuckersteuer zu motivieren, er beantragt, die Bolleinnahmen um 15 Millionen Mart höher einzusehen. Erzberger ist derselben Meinung. Der Antrag Südefum wird indes abgelehnt.
-
Die Salzsteuer foll 58 Millionen bringen, 2 Millionen mehr als im Vorjahr.
Alle die hier geschilderten Fehler sollen bei der Kölner Dombrüde gemacht werden. Man will die Architekturteile der Brüde, im besonderen diejenigen der Strompfeiler- und Portalbauten, in mittelalterlich- romantischen Formen, unter Anlehnung an Motive rheinischer Burgen, halten. Man hat davon gesprochen, daß diese gewaltigen Brüdentore mit ihren Säulengängen und trozigen Türmen wieder ein Stüd romantischen Burgenzaubers an den Ufern des Rheins erstehen ließen.
Die Branntweinbesteuerung führt zu ausgedehnter Debatte. Die Steuer zerfällt in die Maisch bottichsteuer, Verbrauchsabgabe und Brennsteuer. Die Maischbottich Abg. v. Pappenheim ( f.): Die Frage der Mosel - und Saar- fteuer soll eine Roheinnahme von 36 Millionen Mart bringen, davon Auch beschweren sich die Fachleute darüber, daß die Kölner fanalisierung erscheint mir zurzeit taum als diskutabel. Die beab- geben aber 22 Millionen Mart für Rüdbergütungen fichtigte Anlegung des masurischen Kanals halten wir im Intereffe( Liebesgabe!) und 5 400 000 m. Erhebungstoften ab, so daß von den Brückenbauten nicht zum Gegenstand eines öffentlichen Wettder Meliorisation im Osten für notwendig. Der Zustimmung des 36 Millionen Steuern dem Staate eine Einnahme von 8 600 000. bewerbes gemacht worden sind und daß sich an der Lösung dieser Abg. v. Arnim zu der Erklärung des Ministers kann ich mich durch verbleiben soll. Dieser Reinertrag zeigt gegen das Vorjahr eine so bedeutungsvollen Bauaufgabe nicht die gesamte deutsche aus anschließen. Sie erscheint mir als ein Markstein in der ganzen Abnahme von 6 Millionen Mart! Erzberger führt Architektenwelt beteiligen durfte. Statt dessen hat man Modelle Entwickelung der Abgabenfrage. Wir sind uns auch bewußt, daß aus, daß die Rückvergütungen vielfach größer feien als die Steuer und bildliche Darstellungen der Kölner Brückenbauten lediglich in die Schiffahrtsabgaben allein nicht ausreichen werden, um einen und meint, die Brennereibefizer sollten sich schämen, bei der Berlin in der Ausstellung der Akademie der bildenden Künste geAusgleich für alle Flußverbesserungen zu gewähren. Den Wünschen gegenwärtigen Finanzlage Geschenke aus der Reichskaffe zu zeigt. Die Fachwelt erhielt erst Kenntnis davon durch die auf eine weitere Ausgestaltung des Rhein- Herne- Kanals gegen- nehmen. Er erinnert an die Novelle zum Maischbottichsteuergesez, Beröffentlichungen der Lagespresse. über bitte ich die Herren Schmieding und Hirsch, sich mit dem zu die feit vorigem Jahre in der Kommission stedt. Es müßte ein Not
Der Architekt, der von dem Eisenbahnministerium mit der
begnügen, was in der Kanalvorlage nach heißen Kämpfen bewilligt gefeß erlassen werden und gerade die Bremer müßten den Stold Anfertigung der Pläne der Kölner Brüde betraut worden ist, ist
worden ist. Die Begradigung des Dortmund- Ems- Kanals müßte haben darauf zu drängen. mit aller Energie gefördert werden, wenn er eine geeignete Bu= Abg. Sübelum als Mitglied jener Maischbottichsteuer Rom - der Geheime Baurat Professor Franz Schwechten in fahrtstraße für den Emdener Hafen bilden soll. Für den Ausbau mission erinnert daran, wie er voriges Jahr in der Budgetkommission Berlin , ein geborener Kölner , der nämliche, der vom Kaiser dieses Safens werden noch große Opfer gebracht werden müssen. und im Plenum gegen die Verschleppung der Novelle protestiert unter anderem mit dem Bau der Kaiser- Wilhelm- Gedächtniskirche insbesondere auch nicht vom beauftragt worden war. Hoffentlich wird sich Emden nicht nur zu einem preußischen habe, aber von keiner Seite, Wie man fürzlich in der Kölnischen Handelshafen, sondern auch zu einem Stützpunkt für unsere Marine Bentrum, fei ihm Unterſtügung zuteil geworden. Das Reichs- Volkszeitung" lesen konnte, hat Professor Schwechten zu erzählen entwickeln.( Beifall rechts.) ichazamt habe offenbar die Verschleppung begünstigt. Viel gewußt, welche verschiedenen Stadien das große Wert der Kölner Abg. Dr. Nöchling( natl.): Wir sind außerordentlich erfreut leidhi sputten schon die Pläne des Branntweinmonopols, über die versöhnliche Haltung des Vorredners in der Frage der aber jetzt ist doch auch das wieder mit der ganzen Steuerreform Dombrücke durchlaufen mußte"; er hat erzählt von den mannigSchiffahrtsabgaben und der Flußregulierungen. Zu bedauern ist, auf die lange Bank geschoben; er frage an, ob nun die scheintote fachen Aenderungen, welche die Entwürfe mehrfach erfahren daß die Regierung noch immer nicht zu einer festen Stellungnahme Kommiffion ins Leben zurückgerufen werde, und beantrage eventuell haben. Einen wesentlichen Einfluß auf diese Veränderungen hat zu dem Projekt der Mosel - und Saarkanalisation gekommen ist, Beschlußfassung auszufegen und die Angelegenheit dem Plenum zu der Kaiser ausgeübt, der sich für die Kölner obgleich dessen Durchführung schon in einer Resolution bei Be- unterbreiten, damit dort Stellung genommen werden kann. Dombrüde besonders lebhaft interessiert und ratung der Kanalvorlage berlangt worden ist.( Beifall.) Abg. Nehbel bemerkt gegen Erzberger , daß gerade das und das Atelier des Geheimrats Schwechten in der Hochschule für Abg. Hirsch( natl.): Wir halten an der bei der Beratung der Bentrum an der Verschleppung schuld sei, Ab- bildende Künste in Charlottenburg mehrfach besuchte, um Kanalvorlage beschlossenen Resolution fest, in der die Regierung geordneter Herold habe die Vertagung beantragt.( Lebhafte die Modelle und die Einzelpläne für die Bauausführung in Augenersucht wurde, das Projekt der Mosel - und Saartanalisation aufhört! hört!-Rufe.) feine Zweckmäßigkeit und Durchführbarkeit zu prüfen. Das hat Geheimrat Kühn vom Reichsschazamt gibt zu, daß das Reichs- schein zu nehmen". Nun hat man die Erklärung für manches, was die Fachleute bie Regierung getan. Die niederrheinische und westfälische Eisen- fchayamt nicht auf Verabschiedung der Vorlage gedrängt habe im Wilhelm II . ist ein industrie befürchtet von der Kanalisation der Mosel und Saar Hinblick auf das Monopol, eine direkte Schuld an der Verschleppung an den Plänen der Brücke beklagen. cine außerordentlich schwere Schädigung. Jekt blühen beide In- der Sache treffe es aber nicht. v. Richthofen will nicht, daß fchroffer Gegner der modernen Kunstrichtung. dustriegebiete, während die Kanalisierung der Saar und Mosel die Budgetkommission jene Steuerkommission dränge. Erzberger Man erinnere sich seines Wortes von der Rinnsteinkunst. eine völlige Verschiebung der Verhältnisse herbeiführen könnte. behält sich vor, im Etatgesez eine Aenderung des Steuersatzes zu Daß ihm die Beeinflussung Schwechtens teine große Mühe gemacht Eine sorgfältige Prüfung der Frage ist daher notwendig. wele hält diefen Weg für ungangbar und rät zu hat, daß die künstlerischen Anschauungen dieses Mannes in der Minister Breitenbach: Ich gebe meiner Freude darüber Aus- rascher Erledigung des Gesetzes. Paasche nimmt die Brenner in faiserlichen Gegenwart sich änderten, dessen kann man gewiß sein, druck, daß meine Ausführungen auf allen Seiten vollen Zuspruch Schutz, fie brauchten sich nicht zu schämen. Die Anfäge werden wenn man an den wundersamen Schwabenstreich Schwechtens bei gefunden haben. Was die Frage der Saar - und Moselkanalisierung dann genehmigt. dem Bau der Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche denkt. Wie damals berichtet wurde, hatte Schwechten, um eine bestimmte Stelle auf der Zeichnung mit einem Merkmal zu versehen, auf dem Papier ein Kreuzzeichen gemacht. Der Kaiser glaubte bei der Besichtigung, dieses Mal bedeute einen Stern, der auf der Kirche angebracht werden solle. Als der Bau fertig war und der Kaiser den bermeintlichen Stern bermißte, ließ Schwechten , statt den Monarchen auf den Irrtum aufmerksam zu machen, den Stern nachträglich auf der Kirche anbringen, obwohl er gar nicht dorthin gehörte.
-
angeht, so haben wir Verhandlungen mit Luxemburg und Die Schaumweinsteuer mit 6 Millionen, die Brau82 Millionen mehr als letztes JahrLothringen angefnüpft, die noch nicht zum Abschluß gekommen steuer mit 62 Millionen sind. Früher widersetzte sich das Saarrebier der Moselkanalisation, werden genehmigt. Ebenso ohne Debatte 1850 000 m. Spielwährend das Ruhrrevier alle Kräfte dafür einsette. Jezt haben tarten stempel. sich die Verhältnisse vollkommen geändert, und das machte eine um Die Wechselstempelstener ist mit 1%, Millionen höher fo eingehendere Prüfung der ganzen Frage notwendig. Fis- als im Vorjahre, mit 16 Millionen eingesezt, die Börsensteuer talische Gesichtspunkte werden vom Ministerium der öffentlichen mit 41 Millionen. Arbeiten niemals in den Vordergrund gestellt. Hoffentlich werden Die Staatslotterien werfen 32 589 000 m., die Privat wir über die Angelegenheit in nicht zu ferner Beit flar werden. Lotterien 8 Millionen Mark Stempelgebühren ab. Die Einnahme Vor der Inbetriebsehung des Rhein - Hannover - Kanals würde nicht aus Privatlotteriestempel ist um 12 Millionen Mark gestiegen. an die etwaige Durchführung des Projekts der Saar - und Moseltanalisierung herangetreten werden.( Beifall.)
Die Frachtbriefsteuer wird mit 16 Millionen ohne Debatte genehmigt. Die Fahrtartensteuer ist mit 24 Millionen
In der„ Täglichen Rundschau" las man vor etlichen Tagen, daß Professor Tuaillon den Auftrag erhalten habe, ein Reiter