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Broteft der Genoffen Engelmann und unschädel vor, der eher die Notwendigkeit ein, das fremde Bolt zu schüßen und seinen es sich um den Neujahrstag handelte, two eine Verspätung am darauf hinauslief, die für die erste Abteilung gemachten Vorschläge Interessen dienstbar zu machen. Wir dürfen das Kapital nicht ehesten zu entschuldigen ist, und sodann die außerordentlich nicht anzunehmen, weil sie nicht ordnungsgemäß in einer Ab- allein feine Wege gehen lassen; der Staat muß die Aufsicht lange Arbeitszeit, die dem Kläger taum Zeit ließ, feine teilungssigung zustande gekommen seien. Nach der Aufklärung, führen, wenn es nicht Unheil stiften soll. Wollen wir unsere Tertil- Mahlzeiten in Ruhe einzunehmen. Bei io langer Arbeitszeit ist es die hierzu vom Genossen els gegeben wurde, verhielt sich die industrie erweitern, so ist es notwendig, daß wir Baumwolle begreiflich, wenn der Angestellte auch mal durch Müdigkeit den Dienst Sache so, daß durch Losziehung ausgemacht worden war, welche bauen. In der Lüneburger Heide wächst keine Baumwolle, kein auf eine halbe Stunde versäumt. bier von den acht Bezirken diesmal die Kandidaten zur Delegierten- Kaffee, fein Kautschut. Wir erschließen uns reichere Produktions­wahl stellen sollten, mit der Maßgabe, daß die anderen vier Be- quellen durch die Solonien, und wir ersetzen eine niedere Wirt­Zur Hete gegen die Chemniter Ortskrankenkasse. zirte das nächste Mal dieses Recht ausüben sollten, so daß in Zu- schaftsweise durch eine höhere. Man stellt die Europäer in den funft bald die eine, bald die andere Hälfte der Bezirke für die Kolonien oft als blutgierige Bestien hin, aber von der Wildheit dem Chemnitzer Schöffengericht wegen Beleidigung des Bevoll Amandus Schubert, der Lügenbroschürenschreiber, hatte sich vor Vorschläge in Betracht kommen würde. Die Kandidaten selbst sind der Eingeborenen rede man nicht. Für diese Brutalität und mächtigten Möbius von der gemeinsamen Ortsfrankenkasse zu ber­ordnungsgemäß in den Zahlabenden nominiert worden. Die Roheit der Gingeborenen, und zwar der Zulus , verwies antworten. In seinem tendenziösen Machwerk, das dem Reichs­Bersammlung lehnte dann auch den Antrag, die Wahl der Dele- Schippel auf das Zeugnis edebours, indem er einen gierten für die erste Abteilung nicht zu vollziehen, ab. Die von G. 2. gezeichneten im Jahre 1900 in der Sächsischen Arbeiter- genverband und dessen Organen ein gefundenes Fressen" war und freudige Empfehlung auch durch die Norddeutsche Allgem. 3tg." den verschiedenen Abteilungen vorgeschlagenen Kandidaten wurden geitung" veröffentlichten Artikel berlas. gewählt. Genosse Ledebour antwortete mit wenigen Worten, daß Streitfammellisten zu den Aerzten der Kaffe gekommen fei, die bei fand, hatte Ehren- Schubert behauptet, daß der Bevollmächtigte mit Sechster Wahlkreis. Schippel viel verdreht und vermengt habe, was nicht Streits und anderen Sammelanlässen hätten" bluten" müssen. Ferner zusammengehöre und daß die Zulugrausamkeit doch nicht bie Ausrottung der Hereros rechtfertigen fönnte. Was er damals war dem Bevollmächtigten nachgesagt worden, daß er einen Staffen­von den Bulus gesagt habe, halte er noch immer aufrecht, aber dies angestellten, der wenig gebessert aus dem Genesungsheim habe bodh mit unserer Kolonialpolitik nichts zu tun. Dernburg zurückgekommen sei, gesagt habe, daß er nicht auf Weiter könnte übrigens an Schippel seine Freude haben. sammlung geschlossen. Nach einer furzen Ansprache des Vorsitzenden wurde die Ver­

Der Wahlverein des sechsten Streises bersammelte sich bei Ballschmieder in der Badstraße. Auf der Tagesordnung ſtand zuerst die Wahl der Delegierten zur Verbandsgeneralber­fammlung. Der sechste Streis hat 181 Delgierte zu wählen. Die Wahl erfolgte auf Grund einer vorliegenden Vorschlagsliste. An träge zur Verbandsgeneralversammlung lagen nicht vor, so daß sofort die Fortsetzung der Diskussion über das Referat von Schippel und Korreferat von Bedebour über Kolonial­politif" aufgenommen werden konnte.

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Als erster Diskussionsredner trat Genosse Sabihti auf, der sich gegen die Sandwüstenpolitik" in Afrika erklärte, die das deutsche Volt so teuer bezahlen müsse. Die Steuerzahler, die das Geld aufbringen, wollen auch wissen, wofür es ausgegeben wird, und sie können sich nicht damit einverstanden erklären, daß fremde Wölfer unterdrückt werden, um Kolonialpolitik zu machen. In Deutschland selbst gibt es noch genug Land zu kultivieren. Da ist die ganze Lüneburger Heide , und bei der herrschenden Arbeitsnot warten Laufende nur darauf, daß ihnen eine Arbeit geboten werde.

Soziales.

Die Knappschaftsvereine des preußischen Staates im Jahre 1906.

Jm letzten Jahrgang Ende 1907 der Zeitschrift für das Berg, Hütten- und Salinenwesen" wird vom Ministerium für Handel und Gewerbe die Statistik der preußischen Knappschaftsvereine für das Jahr 1906 veröffentlicht. Daraus ergibt sich zunächst, daß der preußische Staat als Arbeitgeber wieder auch hier mächtiger ge­

worden ist.

Hier sollte man die Millionen verwenden, die in Afrikas Wüsten angelegt werden, wo mit Blut und Eisen Kultur verbreitet werden fchaftsvereine in Wirksamkeit. Sie umfaßten 1831 Berg, Während des Jahres 1906 waren in Preußen 72 napp foll. Wir treten dafür ein, daß unsere Abgeordneten keinen Sütten- und Salzwerte. Gegen 1905 hat sich die Bahl der Pfifferling für diese Kolonialpolitik bewilligen. Genoffe Friz Müller ist der Ansicht, daß grundsätzliche 5 Gisenbergtverte, 8 sonstige Erzbergwerke, 14 Steinjalzbergwerke und Bereinswerte um 3 Steinkohlenbergwerke, 4 Braunkohlenbergiverle, Meinungsverschiebenheiten über die Kolonialpolitik in der Masse 1 Steinbruch vermehrt, um 3 Eisen- und Stahlhütten und 1 Blei, der Parteigenossen nicht bestehen. Ledebours und Schippels Ausführungen waren nur eine Widerholung der theoretischen Stupfer- und Silberhütte verringert.

Streitereien auf dem Stuttgarter Parteitag. Das Wort bom Die Vermehrung der Knappfaftsmitglieder Streit um des Kaisers Bart sei hier so recht zutreffend. Braftisch betrug 16 585 Ständige und 19 980 Umständige gegenüber dem Vor stehen alle Genossen auf dem Standpunkt, daß unsere Stolonial- jahre 1905. politit nicht zu billigen sei. Bon ganz besonderem Interesse ist die horrend niedrige Im Gegensatz bazu betont Genoffe 8empelburg, daß Invaliditätsgrenze, auf die wir wiederholt hingewiesen scharfe Differenzen über diese Frage in der Partei bestehen. Auf haben, die nun behördlich festgestellt wird. der einen Seite stehe der Revisionismus, auf der anderen So ergibt die Statistit, daß im Jahre 1906 das Durchschnitts. der Radikalismus. Der erstere will uns durchaus dazu be- alter der Ganzinvalidität sich auf 44,7 Jahre stellt. Das Einzel­wegen, für den Kolonialetat zu stimmen. Schippel sieht mit Bor- ergebnis vom Knappschaftsverein Rheinpreußen meldet uns sogar liebe nur das Gute einer Kolonialpolitik, die schlimme Kehrseite für die Ganzinvalidität ein Lebensalter von im Durchschnitt betrachtet er nicht. Er will auch nicht einsehen, daß der Kapitalis- 40 Jahren. Berüidfichtigt man, in welchem Zustande ein Arbeiter sein muß, mus durch die Stolonialpolitik geträftigt wird. Redner erinnert an ein Wort des alten Liebknecht: Wozu in Ostafrifa fultivieren, um nach behördlicher Weisheit als ein Ganzinvalde bezeichnet zu laßt uns doch lieber nach Ostpreußen gehen! werden, so ergibt sich ein grauenvolles Bild der Ausbeutung, die hier der preußische Staat mit der Arbeitskraft des Bergmannes freibt. man als in den besten Jahren stehend, ein Bergarbeiter, der Ein Bourgeois im Alter von 40 bis 45 Jahren bezeichnet dieses Alter erreicht hat, ist fertig, verbraucht und verkrüppelt, un fähig, noch seinem Erwerbe nachzugehen.

Genoffe Reuter fchätzt einzelne Untersuchungen über die Kolonialfrage als sehr wertvoll und erkennt an, daß Schippel fich darin vieler Mühe unterzogen habe. Dieser bewege sich aber in Irrtümern, wenn er annehme, daß dem deutschen Arbeiter reiche Arbeitsgelegenheit erwachse durch reiche Produktion von Baum­wolle, Kautschuk und dergleichen.

Statt daß nun im Laufe der Jahre durch die sogenannte Arbeiterfürsorge die Invaliditätsgrenze fich gehoben hätte, Genosse Bich I er bemerkt dazu noch, daß es sich darum handele, muß im Gegenteil festgestellt werden, daß sie noch gesunken ist auf welche Weise wir Kolonialprodukte erwerben sollen und ob dazu die stolonialpolitik notwendig sei. Er erklärt sich dagegen und es wurde nämlich ein Durchschnittsalter erreicht ftüßt sich dabei auf unser Parteiprogramım.

Damit war die Rednerliste erschöpft und es begann nun ein lebhafter Streit zwischen Ledebour und Schippel um das Recht auf das Schlußwort.

Ledebout erklärt zur Geschäftsordnung, daß die Dis­fussion ihm keinerlei Anlaß gegeben habe, das Wort nochmals zu nehmen. Er sei als Korreferent dem Genossen Schippel ent gegengetreten und warte nun darauf, was dieser ihm zu antworten habe.

Schippel spricht entrüstet von einer Ungehörigkeit", ihm als Referenten das Schlußwort zu berweigern; er macht dem Borstand des Vereins Vorwürfe über die Art, wie von vornherein bei der Verteilung von Referat und Korreferat borgegangen fei und fühlt sich benachteiligt.

im Jahre 1896 von 49,2 Jahren

1897

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99

1898

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49,8 49,4

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1899

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48,5

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1900

48,9

" 1

17

1901

48,1

"

" P

1902

17

48,2

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1903

46,6

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"

1904

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46,7

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1905

" 7

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1906

17

46,2 44,7 # Einen breiten Raum in dem Berichte nehmen natürlich die Tabellen ein, welche bie Arbeiterfürsorge der Knappschaftsvereine zum Ausdruck bringen sollen.

Genosse Ernst weist die Vorwürfe gegen den Borstand zurüc Da zeigt sich zunächst wieder die alte Tatsache, daß die und beantragt, die Bersammlung möge auf beide Redner ber Arbeiter die Beträge, die sie als Snvalidenrente zichten, da es sich ja nur um allgemeine Aufklärung über diese erhalten, zum größten Teil birelt felbst einge Frage, nicht um Stellungnahme dazu handele. Die aufgeregte aahlt haben. Es verteilen fich die laufenden Beträge nach Bersammlung lehnte den Antrag ab und berlangte, daß Schippel folgender Tabelle: zuerst reden solle und zuletzt noch ein Schlußwort nach

Bedebour haben könne.

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Schippel erhob sich unter allgemeiner Erwartung und berzichtete auf das Wort.( Großer Lärm.)

Laufende Beiträge in Brozenten zur Gesamteinnahme der Arbeiter der Werkeigentümer 41,89

Jahr

1897

50,84

1898

50,88

41,98

1899

51,23

41,95

1900

51,28

42,36

1901

50,99

42,31

1902

50,66

42,11

1903

48,85

40,57

1904

49,39

40,99

1905

41,44

1906

41,96

50,01 49,92

Die übrigen Einnahmen verteilen sich auf Kapitalzinsen, Gintrittsgelder, Geldstrafen usw., werden also auch mit von den Arbeitern aufgebracht.

131 Stunden tägliche Arbeitszeit.

beschäftigung rechnen tönne, wenn

er wieder

Der betreffende Mann sei freilich ein Nichtgenosse" geweien. hubert, aus der Untersuchungshaft vorgeführt, die über ihn wegen gemeiner Verbrechen verhängt ist, wich tapfer zurüd wegen der ersten Behauptung. Damit sei der frühere Bevollmächtigte gemeint gewesen. Er wurde aber gleich vom Vor­figenden darauf hingewiesen, daß er an anderer Stelle ausdrücklich vom früheren Bevollmächtigten spreche. Der bezüglich der zweiten Behauptung von Schubert angebotene Wahrheitsbeweis miglang völlig. Der Mann, dem als Nichtgenossen" der Brotkorb angeblich hat höher gehängt werden sollen, sagte selbst als Beuge aus, daß davon keine Rede gewesen sei. Schubert fiel also glänzend ab. Er wurde der Beleidigung schuldig befunden und mit 100 Mart Geldstrafe belegt.

Hus Induftrie und Fandel. Arbeiterentlassungen in der Eisenindustrie.

Wie gemeldet wird, hat die Firma Thyssen, angeblich wegen mangelnder Befchäftigung im Stahlwert, eine Anzahl Arbeiter ge­fündigt. Bei Gelegenheit eines Fabrikfestes machte Herr Krupp von Bohlen- Halbach die Mitteilung, das Essener Werk habe jetzt eine Arbeiterzahl, die um 1500 hinter dem früheren Höchststande zurückſtehe. Die Entlassungen seien notwendig geworden, weil es an Aufträgen in Kriegsartikeln fehle.- Vielleicht ist der neue Herr der Ansicht, er habe nun eine durchschlagende Begründung für eine neue Artillerievorlage gegeben. Der Umbau der Schnellfeuergeschütze in Rohrrücklaufgeschütze ist beendet und nun sind diese natürlich ver­altet. Die vielgepriesenen Schnellfeuerfanonen galten ja auch als Schrott, ehe die Neuarmierung beendet war, und sie waren so dringend notwendig zum Wohle des Vaterlandes, daß sie schon halb fertig waren, ehe der Reichstag die entsprechende Vorlage bes willigt hatte.

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Geschäftslage in der Textilindustrie.

Die Krisis macht sich in verschiedenen Zweigen der Textilindustrie immer schärfer bemerkbar. Die Imitatspinnereibefizer schränken ab nächsten Montag die Produktion um einen Arbeitstag pro Woche ein. Der Beschluß wurde zuerst gefaßt von den Unternehmern von Crimmitschau und Werdau . Es fommen bort etwa 700 000 Spindeln in Frage. Die beiden Orte bilden den Hauptsitz und find die Ge­burtsstätten der Vigognespinnerei. Vor ungefähr 50 Jahren wurde in Crimmitschau zum ersten Male Schafwolle mit Baumwolle ges mischt und nach derselben Methode wie Streichgarn gesponnen. Bon Crimmitschau wurde die Vigognespinnerei nach Werbau verpflanzt. Werdau galt in Fachkreisen bald als Stör gin der Vigogne". Infolge der Bismarckischen Zollpolitik worde die Vigognefabrikation durch Crimmitschauer und Werd. ner Unternehmer in Böhmen und Stussisch- Polen aufgenommen. Darch den Crimmitschauer Streit gingen auch noch andere Absatzgebiete zur Eigenproduktion über, die Hochlonjunktur brachte der Branch: aber doch günstige Arbeitsgelegenheiten. Seit den achtziger Jahren hat die sächsische Imitatspinnerei nicht so gute Geschäftslage gehabt wie in den letzten Jahren. Die rheinischen Spinner haben sich dem Beschluß ihrer fächsischen Konkurrenten angeschlossen. Auch die Fabrikation baumwollener Sleiderstoffe, Tischdecken usw. in der sächsischen Lausitz ist sehr gering geworden. In Neugersdorf , Eibau und den anderen zahlreichen Weberorten werden fast allgemein einen oder zwei Tage in der Woche die Betriebe stillgelegt. Bei der fargen Entlohnung der Arbeiter in der dortigen Gegend wächst die Not sehr. In der Seidenstoffbranche ist die von den Unternehmern für den Monat Februar erwartete und vielfach vorausgefagte Besserung nicht eingetreten. Mit Ausnahme der Krawattenstoff­branche ist das Geschäft außerordentlich still. Die Lage wird ver schärft durch den noch immer tobenden und ziemlich scharf geführten Konventionstampf zwischen Groß und Kleinhändler. In der vogtländischen Stickerei werden immer weitere Ein­schränkungen der Produktion vorgenommen. Auch aus der Kleider stoffbranche Glauchau- Weerane ist über Mangel an Beschäftigung au flagen. Ganz besonders viele in Lohnwebereien beschäftigten Arbeiter find tagelang beschäftigungslos. Die Stammgarnspinnereien berichten über zunehmendes Annullieren von Aufträgen. Vielfac werden aus dem Neiche Arbeiterentlaffungen gemeldet. Manche Unternehmer glauben, durch Verkürzung der Arbeitszeit das Renommee ihres Betriebes zu schädigen und vermindern deshalb die Bahl der Beschäftigten.

Betriebseinschränkung als Mittel der Preissteigerung.

In der außerordentlichen Hauptversammlung des Vereins deutscher Wolltämmer und Spinner in Berlin am 15. Februar d. J. wurde eine Betriebseinschränkung vom 1. März bis 15. April d. J. in Höhe von 10 Broz. auf der Basis der bisherigen Arbeitszeit und Produktionsverhältnisse beschlossen.

Bon verschiedenen Seiten wandte man fich gegen eine Betriebs­einschränkung wie überhaupt gegen eine Regulierung der Preise durch von der Vereinigung angeordnete Betriebseinschränkungen. Schon aus Gründen der Arbeiterverhältnisse sei das nicht opportun Entweder gingen die Arbeiter zu anderen Vetrieben der Textil­industrie über oder sie würden den Organisationeu ber Arbeiter in die arme getrieben.

Jeht verzichtete auch edebour und es drohte eine peinliche Situation, die dadurch abgewendet wurde, daß Genosse Ledebour seinem Verzichte hinzufügte, daß er einen kurzen Vortrag über Kolonialpolitif halten werde. Leider sei er in die fatale Lage gebracht, auf die neuen Momente", die der Genosse Schippel bringen wollte, nicht eingehen zu können. Dies Schweigen zeuge bon toenig Zutrauen Schippels zu der eigenen Sache! Nach weiteren einleitenden Worten über Kolonialpolitik zeigte der Redner, daß man nicht darüber zu diskutieren nötig habe, ob wir Kolonial­politik brauchen. Es frage sich nur, ob wir Gewaltpolitik an­wenden sollen, ob wir fremde Völker unterjochen dürfen, um uns ihre Produkte anzueignen. Unsere Losung ist überall in der Welt: Gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen den Kapitalismus Wenn nachher in den Tabellen die großen Ausgaben für und für den Sozialismus! Wir wollen nicht unser Blut und unser Geld opfern für die Unterdrückungspolitit in Afrika . Seit Gefundheitspflege und Invaliditäts-, Krankenunterſtügungen, Witwen­versorgung paradieren, so ist dieser Unternehmeredelmut der preußi­Jahren kämpfen wir diesen Stampf und wer da in unseren Reihen fchen Knappschaftsvereine von dem gleichen Staliber wie in der steht und nicht mitkämpft, der spielt entweder Komödie oder er zeigt seinen unverstand. Da kann man nicht von theoretischen übrigen Großindustrie: Der Arbeiter wird bis zur Erschöpfung aus­Spielereien" reben! Wer zustimmt, daß fremde Bölfer unter gebeutet, um dann spärliche Unterstützungen zu erhalten, deren unter- tittel jocht werden, der verwirkt das Recht, seine eigene Freiheit zu erittel er im Laufe der Fronjahre direkt und indirett schon längst fämpfen, gegen feine eigenen Unterbrüder sich aufzulehnen. Der aufgebracht hat. Redner streifte Dernburgs Programm und zeigte, wie dieser jetzt so manches als richtig anerkennen muß, was die Sozialdemokraten feit Jahren behauptet haben. So gesteht er jetzt zum Teil zu, Welche harten Arbeitsbedingungen heute noch vielfach für die daß es bei der Plantagenwirtschaft zuerst darauf ankomme, daß Angestellten der Lebensmittelbranchen bestehen, zeigte eine Ver­man die Eingeborenen gewinne und ihnen alle Unterstüßung zuteil handlung, die gestern vor der ersten Kammer des Kaufmanns­werden müßte; wenn man Erfolge sehen wolle. Und da hat man gerichts statifand. Der Verkäufer Kurt K. war vom Kolonial die grauenvolle Ausrottungs- und Beraubungspolitik gegen die warenhändler Paul Braun fofort entlassen worden, weil Eingeborenen getrieben. Es ist die unabweisliche Pflicht der Sozial- er am Neujahrstage mit halbstündiger Verspätung ins Ges demolraten, den sawer bedrängten Eingeborenen nach Möglichkeit ichäft gekommen war. Der auf Bahlung des Restgehalts von 115 m. zu helfen, und wir haben durch unsere unablässige Stritit auch dazu flagende St. erklärte die Verspätung damit, daß er am Silvester im geholfen, daß den Beraubten ein Teil ihres Eigentums von der Freundeskreise ein wenig reichlich Bunich getrunken und dadurch in Regierung zurüderstattet worden ist, und daß man etwas vor einen sehr tiefen Schlaf verfallen fei, aus dem er erst gegen 7 Uhr Der Bericht über diese Kapitalistenzusammenfunft gewährt fichtiger ist, wenn dem Volte wieder neue Lasten aufgehalft werden. erwachte. Da er das ganze Jahr hindurch, gleichviel ob Sonn- oder einen ganz netten Einblid in das Weien des Kapitalismus: Um Unsere Politik der Regierung ist notwendig. wir müssen uns in Alltag ganz früh auf denen Beinen sein müßte, so glaubte er auch, die Preise zu steigern, werden Betriebseinschränkungen beschlossen; der Kolonialpolitik einig der Regierung entgegenstellen.( Beifall.) daß es der Chef am Neujahrsmorgen nicht so genau mit der Zeit man nimmt auf die von einer solchen Betriebseinschränkung be Jest nahm Genosse Schippel das Wort. Er führte die Ar- nehmen würde. Bei Besprechung der Arbeitszeit wurde fonstatiert, troffenen Arbeiter absolut feine Rücksicht, man behandelt sie als gumente an, die schon in vielen Reden und Artikeln ausführlich daß der Kläger von 7 Uhr früh bis 9 1hr abends mit nur Waschinen, die man laufen lassen oder stillfezzen kann. Die einzige behandelt worden sind. Er wies wieder auf Amerika und Kanada halbstündiger Mittagspause tätig sein mußte. Als der Furcht der Kapitalisten ist, man fönnte bei allzu rigorosem Vor hin, auf den Vorzug europäischer Bauern, die sich da festseßten, wo Borsigende, Magistratsrat Techow, sein Erstnunen über die lange gehen die Arbeiter in die verhaßten Arbeiterorganisationen treiben. Indianer und andere wilde Völker hausten, und die Kultur ins Arbeitszeit äußerte, erwiderte der Beklagte: Früher hat man Land brachten. Für die heutige Entwickelung feien Kolonien 16 Stunden arbeiten müssen. Den jungen Leuten wirds immer Diskonto- Gesellschaft. Der Jahresabschluß der Gesellschaft pro notwendig geworden, darum handele es sich. Die Freunde der leichter gemacht." 1907 weist einen Reingewinn von 19 958 981,16 M. auf gegen Solonialpolitik feien durchaus nicht für eine ungerechte Behand Das Kaufmannsgericht tam zur Verurteilung des 18 845 221,07. im Vorjahre. Der Bruttogewinn stellt sich auf lung der Eingeborenen oder für Massenabschlachtungen; sie wollen Beklagten in Höhe des Klageanspruches. Mag auch der Kläger 27 786 993,41 m.( 26 766 105,79 M.). Die Verwaltungsfoften, die auch den Eingeborenenschuh. Die Kolonialgegner feien für mit dem übermäßigen Bunschgenuß und der dadurch hervorim Vorjahre 6 575 105,71 M. betrugen, find auf 7 209 841,85 M. Siedelungstolonien eher zugänglich, aber gerade dieje gerufenen berspäteten Ausübung feiner Dienstpflicht nicht angewachsen. Aus dem Reingewinn werden 15 Bros. 15 300 000 9. seien für eine humanere Kolonialpolitik am gefährlichsten; gerade forrett gehandelt haben, so berechtigte das im vorliegenden Falle Dividende verteilt; das Konto Gewinnanteile absorbiert 2 236 842,11 auf den Siedelungstolonien find die Eingeborenen noch immer den Brinzipal noch nicht zur sofortigen Entlassung. Denn mildernd Mart, 150 000 2. werden einer Bensionskasse überwiesen und mit ber größten Grausamkeit behandelt worden. Der Staat sieht mußte für die Verfehlung einmal in Betracht gezogen werden, daß 1272 139,05 M. auf neue Rechnung vorgetragen.

Ein zur Verlesung gebrachter Brief der Firma Landerich u. Cie. enthält folgende Stelle: Wir stehen unter dem Eindruck, daß die sogenannten richtigen faufmännischen Prinzipien jedenfalls darin bestehen, einen Finger au opfern, um den Nachbar um ieine Hand zu bringen." Der Firma war vorgeworfen worden, fie bertrete nicht die richtigen kaufmännischen Prinzipien, und sie antwortete in der obengenannten malitiösen Weife.

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