Einzelbild herunterladen
 
  

bliebenen 5 Züge während des Feuers in der Markthalle zu vier| branche ) im letzten Jahre die allgemeine Geschäftskrise in deutlich anderen Feuern rücken mußten. Die Aufräumungsarbeiten werden wahrnehmbarer Weise bemerkbar gemacht hat; wie andererseits noch etwa 12 Stunden dauern. Einzelne Gewölbe haben er- auch in lezter Zeit der leidende Zustand des verstorbenen Kollegen heblich gelitten, über denselben sind die Gänge vorläufig, dies- ihn daran hinderte, so intensiv zu arbeiten, als ihm dies in ge­feits abgesperrt worden. Die ganzen Marktgegenstände in der funden Tagen möglich war. Bedenkt man nun, daß er zu Hause Markthalle sind fast unversehrt, so daß wahrscheinlich ein Theil eine tranfe Frau und vier Kinder hatte( das jüngste ist erst des Marktverkehrs heute daselbst stattfinden kann. Bei Ankunft der sieben Wochen alt), so ist es kein Wunder, daß der Bedauerns­Feuerwehr stand mehr als der halbe Keller bereits in Brand. Ueber werthe mit seiner Familie in so harte Bedrängniß gerathen die Entstehung ist nichts Sicheres ermittelt; angeblich soll jemand mußte. mit brennender Petroleumlampe hingefallen sein. Die Zugangs

Eine Fahrt auf Tod und Leben unternahm dieser Tage verhältnisse zum Keller erwiesen sich als durchaus ungenügend." ein Schlächtergeselle aus Velten nach Berlin . Derselbe hatte sich Ein offiziöser Berichterstatter fügt diesem Bericht noch fol­gendes hinzu: Es unterliegt keinem Zweifel, daß die ganz feuer- mit einem Hackemesser aus Versehen die Pulsader durchschlagen, polizeiwidrige Ausführung des Markthallenbaues die Katastrophe welche zwar in Belten unterbunden wurde, aber doch, da Ber­veranlaßt hat. Man wird sich erinnern, daß der frühere Brand- blutung eintreten konnte, eine Ueberführung des Verletzten in eine direktor, Major Witte, sehr energischen Einspruch gegen den Bau Berliner Klinik nothwendig machte. Die Begleiter desselben sahen erhoben hat, derselbe blieb infolge dessen auch einige Monate fich nun während der ganzen Fahrt gezwungen, den verlegten liegen, schließlich gelang es unter inzwischen geänderten Verhält- Armen ferzengerade in die Höhe zu halten, um eine Verblutung nissen der städtischen Bauverwaltung aber doch, den Bau nach zu verhindern. Trotzdem den sehr kräftigen Mann in Hennigs ihren Plänen weiter zu führen. Das Fehlerhafte der Keller- dorf die Kräfte zu verlassen drohten, langte derselbe doch noch anlage tennzeichnet sich nach jenen zwei Seiten, die im amtlichen rechtzeitig, wenn auch schon zur Nachtzeit, in Berlin an und be­Bericht treffend angedeutet sind, in dem Mangel an trennenden findet sich jetzt außer Lebensgefahr. Brandmauern mit eisernen, feuersicheren Thüren, die entweder feibstthätig schließen oder deren Verschluß doch von Punkten außer halb des Kellers bewirkt werden kann und in der ungenügenden Fürsorge für Zugänge.

Der Sozialist" ist der Volts- Zeitung" zufolge wegen seines in" Nr. 1 enthaltenen Artikels über die Prostitution, der unsittlichen Inhalts sein soll, unter Anklage gestellt worden.

Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Große öffentliche Vers fammlung am Montag, den 30. Januar, Abends Uhr, in den Arminhallen Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Gedenten wir zum Frühjahr Forde rungen an die Unternehmer zu stellen und welche? Referent. Täterow. Industrie. Große öffentliche Bersammlung am Montag, den 30. Januar, Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch-, Papier- und Lederwaaren­bends sy Uhr, bei Bolg, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Stüne über die Cholera in Hamburg .

1

Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Oft= Schule, Marfusstraße 31: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Arminhallen, Kommandante nstr. 20: Unterricht in der Nationalötonomie. Montag, Abends 8-10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 43, Unter richt in Physiologie. Süd- Ostschule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Ost- Schule, Martusstr. 31: Deutsch ( oberes) Logit. Nord- Schule, Müllerstraße 1794: Deutsch ( Oberes), g allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schüler innen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten.

Sprecisaal.

abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Interesses zur Berfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dent Inhalt desselben identifizirt zu werden. Freie Volksbühne.

Aufruf zur Gründung einer IV. Abtheilung. Der Verein Freie Volksbühne zählt jekt 3359 Mitglieder; sämmtliche drei Abtheilungen sind also gefüllt. Da aber täglich Die Lage der Feuerwehr war eine ganz verzweifelte. Schon Polizeibericht. Am 27. d. M. Morgens fiel ein Arbeiter an die Zahlstellen und an die Vorstandsmitglieder Meldungen zum als die ersten Mannschaften erschienen, war der Keller nicht vor dem Hause Engel- Ufer 2 zur Erde und erlitt eine schwere Eintritt gelangen, hat der Vorstand die Bildung einer vierten mehr zu betreten. Man suchte daher zunächst den Keller zu über Verlegung der Rippen, so daß seine Ueberführung nach dem Abtheilung ins Auge gefaßt. Doch kann die Gründung schwemmen. Diesem Vorhaben trat aber ein besonderer Umstand Krankenhause Bethanien erforderlich wurde. Morgens wurde bei den großen Kosten, die jede Vorstellung verursacht, entgegen. Der Keller ist derartig fanalisirt, daß alles hinein- ein Rentier in seiner Wohnung, in der Grenadierstraße, und erst dann vor sich gehen, wenn genügende Aussicht gepumpte Wasser sofort wieder abfloß. Erst als sich durch den Nachmittags ein Arbeiter auf dem Boden eines Hauses in der vorhanden ist, daß auch diese Abtheilung einigermaßen ge­Brandschutt der Abfluß verstopft hatte, gelang es, in dem Wilhelmshavenerstraße erhängt vorgefunden. Nachmittags füllt wird. Sie soll dann erfolgen und ihre erste Vorstellung brennenden Keller einen gewissen Wasserstand zu erreichen. wurden eine Frau und ihr Sohn in ihrer Wohnung in der am Sonntag, den 12. Februar, stattfinden, wenn sich bis zum Sechs Stunden lang stand die Feuerwehr vor dem brennenden Großen Frankfurterstraße vergiftet vorgefunden. Der Sohn Mittwoch, den 2. Februar 400 Theilnehmer finden. Keller, ohne in ihn eindringen zu können. Erst in der ersten verstarb bald darauf, während die Mutter noch lebend nach Alle diejenigen, die Mitglieder des Vereins werden wollen, Nachtstunde fonnte man direkt gegen das Feuer vorgehen und dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht können sich in die Listen einzeichen, die von heute ab in allen zwar von der Panoramastraße aus und von der nach der An der Ecke der Charlotten- und Französischenstraße ge- Bahlstellen des Vereins ausliegen oder an den Unterzeichneten Königstraße zu gelegenen Seite der Neuen Friedrichstraße. rieth ein Bildhauer unter die Räder einer Droschte und eine Karte mit Bezeichnung des Namens und der Wohnung ein­Hier hatte eine Spritze erst längere Zeit Luft in den erlitt anscheinend innere Verletzungen. Im Keller der senden. Seller pumpen müssen. Bis dahin hatte mu das Wasser Zentral- Markthalle brach Nachmittags Feuer aus, das die dort Einschreibegeld und Mitgliedsbeiträge sind jetzt noch nicht, durch die Lichtschachte leiten müssen. Das aus diesen Schachten gelagerten großen Vorräthe von Verkaufsgegenständen zc. ergriff sondern erst dann zu zahlen, wenn die Abtheilung gegründet und fofort hohe Flammen emporstiegen, mußte man die Rohre und sich so schnell verbreitete, daß beim Gintreffen der Feuerwehr bie erste Vorstellung bestimmt ist. an Halen und Mistgabeln binden, um sie überhaupt nur den bereits die Hälfte des unter der ganzen Halle sich hinziehenden Die Vorstellungen finden nach wie vor abwechselnd im Deffnungen nähern zu können. Mehrfach verfengte die Gluth Raumes in Flammen stand. Der Angriff der Feuerwehr erfolgte Lessing - und im Nationaltheater statt. Das Einschreibegeld be­Rohr und Schlauchleitung. In der Halle selbst hatte sich ein so mit 21 Robren, davon 8 von 4 Dampfsprigen und 13 von Hand- trägt 50 Pf., der monatliche Betrag abwechselnd 50 oder 60 Pf. intensiver Rauch festgeseßt, daß man nicht einen Schritt weit drucksprißen und Hydranten; die Mannschaften mußten 12 Stunden Der Vorstand der Freien Voltsbühne. sehen konnte. Um dem Rauch Abzug zu schaffen, erstieg man das lang ohne Unterbrechung arbeiten, da die übrigen noch in Wach­Dach und schlug die Oberlichtfenster ein. bereitschaft verbliebenen fünf Züge zu vier anderen Feuern aus­rücken mußten. Infolge der großen Hiße und des überaus starten Qualmes wurden ein Offizier und 20 Mann so erschöpft, daß sie von der Brandstätte entlassen werden mußten. Ein Theil der Gewölbe hat anscheinend bedeutend gelitten, so daß die Absperrung der darüber befindlichen Gänge erforderlich wurde.

Erst um 1/23 Uhr wurde die Macht des Feuers gebrochen, um 144 Uhr konnte der 17. Zug als erster die Brandstätte ver­laffen, um 1/46 Uhr rückte der Branddirektor Stude mit der Hauptwache ab. Es sei noch bemerkt, daß es zuerst auch sehr an Absperrungsmannschaften mangelte, weil das Gros der Schutz mannschaft der Jllumination wegen an anderer Stelle konzentrirt war.( Das war auch wichtiger!) Die Höhe des Schadens läßt sich vorläufig noch gar nicht übersehen, er wird von kundiger Seite auf Millionen geschäßt.

-

Gerichts- Beitung.

Wie die Edelsten der Nation ,, arbeiten". Eine sonder­bare Geschichte knüpft sich an das letzte Ordensfest. In mehreren Entscheidung des Reichsgerichts. Der Verleger einer hiesigen Zeitungen erschien ein Zirkular, das ein Theil der Zeitung tann, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, 1II. Straf letthin dekorirten Personen erhalten hat. Darin wurde, an- senat, vom 2. November 1892, seine Verantwortlichkeit für Preß­geblich infolge einer von allerhöchster Seite ergangenen Anregung delitte aus§ 21 Abs. 1 des Reichs- Preßgesetzes nicht ohne weiteres zur Betheiligung an der Widmung eines für den Kaiser be- dadurch ablehnen, daß er nachweist, er habe für seine Zeitung stimmten Prachtalbums aufgefordert und zugleich um Einzahlung verantwortliche Redakteure bestellt; vielmehr hat er nachzuweisen, von je 20 Mart an den Schatzmeister Herrn von Schlieben in daß diese Redakteure zuverlässige und für ihre Stellung geeignete Friedenau gebeten. Die Unterschrift lautete: Das Komitee, im Personen gewesen und daß der Umfang seines Verlagsgeschäfts Auftrage Graf Kurt von Kalkreuth." Der Kriminalpolizei er eine Prüfung des Inhalts der einzelnen Nummern der Zeitung schien es auffallend, daß von allerhöchster Seite der Wunsch nach durch ihn persönlich ausgeschlossen habe. einer derartigen Widmung ergangen sein sollte. Sie trat der Sache näher und erhielt zunächst von dem Grafen v. Kaldreuth die Erklärung, daß er, der Angelegenheit vollständig fern ftehe. Herr von Schlieben, Redakteur eines Vorortblattes, hat zugeben müssen, daß ein Komitee gar nicht besteht, daß er viel­mehr allein die Sache betrieben hat. Das Zirkular will Herr von Schlieben zunächst nur an solche Personen gesandt haben, die mit dem Allgemeinen Ehrenzeichen ausgezeichnet worden sind, in der in den Zeitungen veröffentlichten Ordensliste von unten anfangend. Er giebt auch zu, in fünf Fällen je 20 M. bekommen zu haben. So haben sich also fünf D- eutsche gefunden, die Herrn von" Schlieben in großer Menschenfreundlichkeit unter die Arme griffen. D, daß sie ewig grünen bliebe, die Dämlich feit im ersten Triebe!

Zu dem Bericht, den wir über den verstorbenen Ge­noffen Liebetraut veröffentlichten, wird uns von Arbeitskollegen des Dahingeschiedenen mitgetheilt, daß sich in unseren Bericht ein kleiner Irrthum eingeschlichen hatte. Es war nämlich von uns behauptet worden, daß Liebetraut ein halbes Jahr nur halbe Tage gearbeitet hatte. Demgegenüber wird uns aus dem Arbeits­buch des Verstorbenen der Nachweis geführt, daß er nur in der Zeit vom 18. November bis 8. Dezember v. J. halbe Tage ge­arbeitet hat. Ergänzend wird uns hierzu noch mitgetheilt, daß sich allerdings auch in unserem Geschäft( d. h. in der Drechsler­

Versammlung

Tanz.

Versammlungen.

Vergnügungsverein Luftige Jugend". Sonntag, den 29. Januar, sigung, Stachel's Planina- Grotte. Anfang präzise ühr. Fidelitas und Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 29. Januar, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Robert Wolf, Bahnarzt, über Bourgeoifte und Sozialismus". Nachher Fidelitas. Privat- Theatergesellschaft und Artistenklub Humor". Sonntag, den 29. Januar, Abends 6 Uhr, Sigung bei Dietrich, Alexandrineufir. 32. Geschäftliches, Aufnahme, Billets zum Mastenball am 18 Februar bei Bohne, Safenhaide 45-47. Nach der Sizung: Gesellschaftsstunde, Vorträge und Tanz.

Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin . Sonntag, den 29. Januar, Abends 7 Uhr: Vortrag des Herrn Stüwe über die Cholera in Hamburg im Jahre 1892( mit ca. 50 auftrationen), in den Arminhallen,

Kommandantenstr. 20.

Andreasstr. 3.

Privat- Theatergesellschaft Preciosa". Sonntag, den 29. Januar, Abends 5% Uhr: Sigung und Fidelitas, im Restaurant Bur Kornblume", Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 29. Januar, Abends 6 Uhr, bet Otto Klein, Schönleinstr. 6. Bortrag des Genoffen Sildebrand über Soziale Reformen". abends 9 Uhr: Sigung, Glisabethkirchstraße 14. Spiel- und Gesellschafte klub Ber". Montag, den 30. Januar, Brudervereine sind ein geladen.

Große öffentliche

für Männer und Frauen Versammlung Sonntag, den 29. Januar, Abends der in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen

6 Uhr, Beuthstr. 20, 1 Tr.

Tagesordnung:

1097b

1. Vortrag über: Der Einfluß der Religionen und ihre Stellung in der

Gegenwart." 2. Diskussion. 3. Ver- am Montag, den 30. Januar, Abends 812 Uhr, Landsbergerstr. 31. schiedenes. Nachher: Gemüthliches Beisammensein und Tanz, arrangirt Tagesordnung: 1. Vortrag des Ge vom Sozialistischen Lese- u. Diskutirklub. nossen Roland über: Die Lösung des sozialen Problems." 2. Diskussion.

Achtung! Rixdorf! Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler

und anderer gewerbl. Arbeiter. Oertliche Verwaltung Rixdorf.

Mitglieder Versammlung am Montag, den 30. Januar 1893,

Abends 81/2 Uhr, bei A. Hoffmann, Bergstr. 188.

Tagesordnung:

Die jebige age der Mützenfabri Der wichtigen Tagesordnung wegen

ist es Pflicht der Kollegen und Kolle­ginnen, dahin zu wirken, daß sämmt­fiche Wertstellen in dieser Versamm lung vertreten sind. 190/2 Die Vertrauenslente.

Fachverein der Tapezirer

Berlins und Umgegend.

Versammlung

1. Rassenbericht vom 4. Quartal 1892. 2. Erklärung der neuen Statuten. am Montag, den 30. Januar, Abends

3. Verschiedenes. 1095b

Die Ortsverwaltung.

Achtung!

Alle diejenigen, welche noch Sammel­listen von den streifenden Korbmachern haben, werden ersucht, dieselben bis zum 4. Februar Ritterstr. 25 im Restaurant an das Streitkomitee der Korbmacher abzuliefern, sonst müssen die Namen der Säumigen veröffentlicht werden. 1096b J. A.: Robert Kiersch.

8

Uhr im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Rob. Wolf über: Soziale Streif­lichter." 2. Diskussion. 3. Werkstatt­Angelegenheiten. 4. Bereinsangelegen­heiten und Fragekasten.

311/9

Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Helle freundl. Wohn., best. a. Stube, K., R., 228, 240, 270. fof. u. 3. 1. April zu verm. Gartenplay, 3. 11376*

|

J. A.: Julius Türt, SW., Solmsstr. 24.

Depeschen.

( Depeschen des Bureau Herold.) Bremerhaven , 28. Januar. Laut Meldung der Weser­Zeitung" ist das deutsche Schiff Rudolf von Bennigsen " auf der Reise von hier nach Philadelphia gesunken. Die Mannschaft wurde gerettet.

Petersburg, 28. Januar. In den Nothstandsgegenden ist die Lage der Bevölkerung infolge der außerordentlichen Kälte schrecklich. Die Regierung wird demnächst abermals namhafte Unterstügungen vertheilen laffen.

Budapest , 28. Januar. ( Abgeordnetenhaus.) Der Handels­minister erklärte sich heute gegen die Errichtung einer Arbeiter­börse, weil solche die sozialistischen Umtriebe nur fördere. Er billige dagegen die Schaffung eines Friedensgerichtes für die Ent­scheidung gerechter Ansprüche der Arbeiter. Er verfolge aufs aufmerkſamste die Interessen, der Arbeiter und werde deren Schutzsicherung eventuell auch weiterhin durch legislatorische Maßnahmen bewerkstelligen.( Das tlingt ja ganz nach deutschen Rezepten! D. R. )

Helsingfors , 28. Jan. Der Heilsarmee ist die Abhaltung öffentlicher Versammlungen verboten worden. Wegen Agitation für die Heilsarmee haben 9 Schweden und 2 Engländer die Ordre erhalten, binnen 14 Tagen das Land zu verlassen, widrigen­falls sie mit Gefängniß bestraft und zwangsweise aus dem Lande gebracht werden würden.

Bombay, 28. Jan. Die Weizensaaten, in Ostindien haben sich etwas gebessert; die Ernte wird auf 30 Millionen Quarter geschäßt. Infolge niedriger Preise stockt der Getreidehandel voll­fommen.

Briefkaffen der Redaktion.

Vertrauensmann Werner. Sie haben gewiß übersehen, daß wir des traurigen Vorfalls bereits in der gestrigen Nummer Erwähnung gethan haben.

H. S. Die Wette, ob das Herzog'sche oder Werth­heim'sche Geschäftshaus an Patriotismus und Dekorations pracht an Kaisers Geburtstag Höheres leistete, wagen wir nicht zu entscheiden.

3eutral- Kranken- u. Sterbekasse straße 70, v. 8 Tr. Eingeschriebene Hilfstaffe zu Hamburg .) der Tischler 11. s. 1. ( Eingeschriebene Hilfskaffe zu Hamburg .) Oertliche Verwaltung Berlin G. Montag, 30. Januar, Abends 8/2 Uhr: Mitglieder- Versammlung

bei Lorenz, Boppenstraße 43e. Tagesordnung:

1. Abrechnung vom 4. Quartal 1892. 2. Verschiedene wichtige Raffenangelegen

heiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Erscheinen aller Mitglieder iſt erwünscht.

305/2 Die Ortsverwaltung.

Pape's Lokal, Badstr . 58, ift mehrere Sonnabende frei. 1077b Vereinszimmer zu vergeben Meyer, Sebastianstr. 3. 1094b Meyer's Lexikon, uneingebunden, für 45 M. zu verk. b. E. Reiß, Grünauerstr.10. Größtes LagerBerlins Kinderwagen. Andreasftr.23. Hp. Zahnz., Nervt. Süss,

Schmerzloses Faldensteinstr. 32.

Homöopathische Klinik, Brunnen­straße 40. Spr. 11-12, 4-5. Stg.9-10.

Eine Schlafft. b. D. Ficius, Lange- 1 Gin tüchtiger Möbelpolirer, welcher 3 9736 felbft. arb. fann und ca. 3-4 Polirer zu beaufsichtigen hat, wird für eine größ. Alexandrinenſtr. 79,§. I. 1 Tr. Freundl. Schlafit. bei Frau Müller, Möbeltischlerei in Stettin ges.; ebenfalls Alexandrinenstr. 79, H. 1. 1 Tr. 11216 wird daselbst ein tücht. Tischler auf Damenschreibtische verl. Meldungen bei Genosse find. freundl. Schlafft., sep., Herrn Ernst Müller, Christinenstr. 12, M., Lausigerstr. 3, v. 2 Tr. b. Stöckel. Borm. 9-11 Uhr. 1134b Möbl. Schlafft., sep. Eing., 3. verm. Mövius, Rüdersdorferstr. 18 111. 1118b Galvanisiren selbst. vertritt, fof. gef. Erfahr. Werkführer, Alfenide, der

7

Schlafft. b. Frau Kubirsky, Bernauer- Off. m. Angabe d. früheren Thätigkeit 1104b straße 18. 3 Tr. 11056 u. X. 22 an die Exp. 6. Bl. Mamsells auf gute Umhänge verl. Bührt, Jerufalemerstr. 28, 111. 10676*

Freundl. Schlafst., Ging. sep., 3. v. Gr. Frankfurterstr. 5, 3 Tr. 11066 2 Schlafft. Scheidemann, Adalbertstr. 84. Fr. Schlafft. Grenadierstr. 42, v. 3 Tr.

Möblirte Schlafft., 2 Herren, 7 M., Schenckendorfstr. 7, v. 3 Tr. I. 1110b

Möbl. Schlafft. f. Hrn., Preis 9 M., 3offenerstr. 41, v. 3 Tr., bei Christiansen.

Eine alte deutsche Feuer- Vers.- Gesell­schaft sucht für Berlin u. die Provinz thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Sobe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Offerten unter 0. P. 2 nimmt die 963b Expedition entgegen.

Barbierlehrling, Sohn eines Gen., An 2 Genossinnen eine leere Stube fann bei mir in die Lehre treten. ev. Schlafft. zu verm. Rottbuser Ufer 56, Ed. Freyer, Heilgehilfe, Münche 10716* 10436 bergerstr. 2. of 1 Tr. r.

Langestr. 50, Hof 1 Tr., bei Wwe. Kolbe frol. Schlafstelle zu verm.[ 1107b Den besten

Ein langjähriger redegewandter Parteigenoffe, Familienvater, welcher feit längerer Zeit der Expedition und

Destillation u. Reftauration mit Schmalzler baltion eines Bartei- Kopfblattes vor­

Vereinsz., pass. f. Parteigenossen, sof. Inventarpr. zu verkaufen. Zu erfr. Alt- Moabit 37.

10326*

SO. Lübbeneritr. 20, vorn, freundl. Wohn, Stube, Küche zc., 92 Thlr. z. verm.

35892

aus echtem Brasil liefern

Schwarz& Co.,

Tabakfabrik, Nürnberg .

gestanden, sucht verhältnißhalber an einem Parteiblatt Stellung als Expedient oder stellvertretender Redakteur. Off. unter Nr. 3000 besorgt die Expedition 36122 dieses Battes.

Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin . Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW.. Beuthstraße 2.