Verhandlungen ist der Berliner Gewerbegerichtsvorsitzende| Auch bei der jegigen Arbeitszeit von 9 Stunden solle es bleiben. von Schulz. Als Beisiger sind telegraphisch berufen Ge- Die Steinfeger erklärten sich daraufhin in einer Versammlung richtsrat Dr. Brenner- München und Gewerbegerichts- mit diesen Bugeständnissen nicht einverstanden. Es wird deshalb vorfigender Dr. Wietfeld Essen. Die Zentralverbände weiter verhandelt werden. der Maurer, Zimmerer und Bauhülfsarbeiter werden durch je 4 Delegierte und der Arbeitgeberbund durch seinen Vorstand vertreten.
Ein Held.
Ueber den Bau der Firma Boswau u. Knauer, Schlesischestraße, haben die Zimmerer die Sperre verhängt. Das scheint den dort tommandierenden Polier furchtbar erbost zu haben. Für ihn ist augenscheinlich nicht nur jeder Ausständige ein Verbrecher, sondern auch der, der mit einem Streifer spricht. Und wenn es ein Lehrling ist, der jedenfalls kein Verständnis dafür hat, daß er seinen Gesellen nicht mehr anschauen darf. Gestern früh nämlich, als ein Lehrling an der Baustelle einen ausständigen Gesellen sah, sprach er diesen in seiner Harmlosigkeit an. Der Polier, der vielleicht hinter dem Baune auf der Lauer lag, sah das, sprang hinzu und mißhandelte den armen Sünder in der gröblichsten Weise. Ganz besonders hinter dem Zaune soll der Held dem Lehrlinge seine Ueberlegenheit bewiesen haben. Da nicht anzunehmen ist, daß Eltern ihre Kinder in die Lehre geben, damit sie von solchen Elementen mißhandelt werden, wird man hoffentlich den Weg zum Staatsanwalt finden.
Achtung, Friseurgehülfen! Für unsere Mitglieder find folgende Betriebe gesperrt: Schimming, Wattstr. 13; Zwolinski, Steinstr. 17; Wysocki, Rigdorf, Kaiser- Friedrichstr. 244. Verband der Friseurgehülfen. J. A.: Paul Liere.
Deutfches Reich.
Tanis" im Hafen von Antwerpen ab, wo im vergangenen Ein ähnlicher Fall spielte sich auf dem Kosmosdampfes Jahre die Schauerleute ausgesperrt waren. Wie das seit einigen Jahren bei Streits und Aussperrungen in den kontinentalen Häfen üblich ist, waren englische Streitbrecherkolonnen in Anta Dunderſche„ Gewerkverein" die Tatsache, daß der Zentralverband Uebernahme des Schwergutes keine Ahnung hatte, wurde eines Als fozialdemokratische Unduldsamkeit" bezeichnet der Hirsch- werpen tätig. Da dieses zusammengesuchte Gesindel von der der Maler in Mannheim die Verhandlung mit den Gelben, Christen Sonntags die Mannschaft des„ Tanis" zur Uebernahme der und Hirsch- Dunderschen gemeinsam ablehnte. Merkwürdigerweise schweren eisernen Platten beordert. Gestützt auf den Heuer ist das Hirsch- Dunder- Organ selbst„ unduldsam" genug, die Teil- vertrag, wies die Mannschaft das Ansinnen zurüd, worauf der nahme der Gelben" abzulehnen. Wenn der Zentralverband dies Kapitän, v. Riegen, sagte, es handle sich um" Notarbeit". auch bezüglich der Hirsch- Dunderschen und Christlichen tat, geschah Wegen dieser Arbeitsverweigerung" standen am Donnerstag zehn den Vertreter der„ Gelben" ins Feld führte, weil nämlich der der Strafkammer I, die auch„ Notarbeit" für vorliegend erachtete, dies aus genau den Gründen, welche der„ Gewerkverein" gegen Seeleute, darunter der Bootsmann und zwei Schiffszimmerer, vor Kampf um den Tarif dem Zentralverband ganz allein zufallen weil der Postdampfer Verspätung bekommen hatte durch die Aus würde. Der Verband der christlichen Maler zählt in Summa nur sperrung". Die Sache set aber nicht so scharf zu ahnden, weil der gegen 2000 Mitglieder, in dem Distrikt, der für die Beratung in Kapitän erst mit den Leuten verhandelte und nicht sofort einen BeBetracht tam, taum einige hundert. kommen nach ihrer Zahl bei Lohnkämpfen überhaupt taum in erkannt worden, die durch die 24 tägige UntersuchungsDie Hirsch- Dunderschen fehl erteilt habe. Deshalb sei nur auf Geldstrafen bis zu 70 Mt. Frage. Trotzdem verlangten sie mit dem Zentralverband die gleiche haft als verbüßt erachtet werden. Vertretung. Unter solchen Umständen hätten Christen und Hirschseine Rolle zuschreiben können; die stärkste Organisation wäre zur Dundersche mit den Unternehmern zusammen dem Zentralverband Staffage erniedrigt worden. Anscheinend haben nun die Christen und Hirsch- Dunckerianer die Absicht, die Unternehmervorlage wit einign kleineren Abänderungen zum Tarif" zu erheben. Wenn die Unternehmer glauben, auf diese Weise die Zustimmung des Zentralverbandes umgehen zu können, so dürfte das bei der Belanglosigkeit der beiden anderen Kontrahenten ein gewaltiger Jrrtum sein.
-
So wird mit den Seeleuten von Rechts wegen umgesprungen!
Ausland.
Die Arbeitslosigkeit im Auslande.
Jmmer drohender erhebt sich auch im Auslande vas Gespenst der Arbeitslosigkeit. Die Arise lastet auf allen Kulturländern, bringt die Fabriken zum Stillstand und wirft die Arbeiter zu
Tausenden und Hunderttausenden aufs Pflaster. Die„ Labour Die Kämpfe zwischen den freien und den christlichen Gewerk- Nummer eine Uebersicht über den Beschäftigungsgrad in den pers Gazette", Blatt des englischen Arbeitsamtes, bringt in ihrer legten schaften sind zu bedauern!" Mit diesen Worten diente am Montag schiedenen Ländern. In England felbst ist die Arbeitslosigkeit der Leiter der badischen Fabritinspektion, Reg.- Rat bon Februar auf Januar, in welcher Zeit sie sonst stets abzunehmen Dr. Bittmann, einem Zentrumsabgeordneten im badischen pflegte, noch gestiegen. Die 268 Bericht erstattenden Trade- Unions Zur Bewegung im deutschen Baugewerbe. Landtage, der sich zu dem frivolen Ausspruche verstieg: Der mit einem Mitgliederbestand von 639 073 meldeten Ende Februar Terrorismus der sozialdemokratischen Organisationen laste auf der 40 900 oder 6,4 Proz. Arbeitslose, gegenüber 6,2 Proz. im Vormonat Die angekündigten Verhandlungen der Zentralinstanzen Arbeiterschaft viel schwerer, wie der Druck des Unternehmertums. waren alle Industrien ziemlich gleichmäßig beteiligt; verhältnisoder 3,9 Proz. Ende Februar 1907. An dem flauen Geschäftsgang der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen des Bau- Herr Dr. Bittmann fügte hinzu, daß die Fabrikinspektion mäßig gut war die Lage noch in der Eisenindustrie, im Kohlengetverbes haben bereits am Mittwoch, den 25. d. M. in Berlin die Leiter der Organisationen stets auf das Verhängnis- bergbau und in der Textilindustrie, schlecht dagegen im Schiffbau, ihren Anfang genommen. Die Verhandlungen sind nicht volle dieser Kämpfe aufmertiam mache; sie bildeten große der Bekleidungsindustrie, der Buchdruckerei und binderei. Auch öffentlich und finden und finden im großen Saale des Berliner Hindernisse für die kulturelle Entwickelung der Gewerk die englischen Kolonien berichten über zurückgehende ArbeitsGewerbegerichts statt. Auf Wunsch der Parteien leiten schaften. Damit war der Zentrumsabgeordnete er heißt gelegenheit. In der Kapkolonie , in Transvaal ist die Zahl der Ardie Vorsitzenden des Berliner und Münchener Gewerbe- Belzer und war früher selbst als Arbeiter in Maschinen- breitslosen groß und Warnungen werden erlassen, dorthin auf Ar. gerichts und der Beigeordnete Dr. Wietfeld Effen fabriken tätig- mattgefegt. Ein Fraktionsgenosse von ihm, der beitssuche zu gehen. Nur in den australischen Kolonien ist die die Verhandlungen. Der Deutsche Arbeitgeberbund ist durch Rechtsanwalt Kopf, suchte allerdings dem Fabrikinspektor aus Nachfrage nach landwirtschaftlichen Arbeitskräften weiterhin ziem11 Mitglieder vertreten. Die Vorstände des Zentralverbandes seiner Erklärung einen Strid zu drehen, indem er ihn des Lieblich erheblich. der Maurer Deutschlands, des Zentralverbandes der Zimmerer, äugelns mit den freien Gewerkschaften bezichtigte. Herr Dr. Bitt- Mitglieder umfaßten, dem Arbeitsamte über 10,9 Proz. Arbeits In Frankreich berichteten 1030 Gewerkschaften, die 226 406 des Verbandes der Bauhülfsarbeiter und des Verbandes mann antwortete damit, daß er das Programm darlegte, nach lose Ende Januar gegen 9,4 Proz. Ende Dezember und 7,8 Proz. christlicher Bauhandwerker und Bauhülfsarbeiter haben je vier to elem die Fabritinspektion geleitet werde. Sein Vor- Ende Januar 1907. Unter der großen Kälte litt natürlich vor Mitglieder entsandt. gänger Börrishofer habe den europäischen Ruf der badischen allem das Baugeschäft; einen besonders schlechten Geschäftsgang Die Verhandlungen werden voraussichtlich mehrere Tage& a britinspektion begründet; er, Bittmann, wäre bestrebt, wies ferner noch die Automobilindustrie, die Seidenweberei und die in Anspruch nehmen. diesen Ruf zu erhalten. Leider gebe es noch zahlreiche Borzellanindustrie auf.- Sehr hoch ist der Grad der ArbeitsUnternehmer, die recht ausfallend werden, erbliden gliedern hatten im Januar 12 Pro3. Arbeitslose zu verzeichnen, losigkeit in Belgien . 207 Gewerkschaften mit 45 309 Mitsie einen Vertreter der Fabritinspektion. Handels- und Handwerkerkammern sollten die Fabrikanten anteisen; Jahres gar nur 2,5 war. Zum Teil erklärt sich die diesmalige Die während die Ziffer im Dezember erst 5,7 und im Januar vorigen den Arbeitnehmern einen freien und ungehinderten Verkehr mit hohe Ziffer allerdings auch aus einer schärferen Erfassung der Baus den Vertretern der Fabritinspektion zu ermöglichen. Die Bei- arbeiter, die in diesem Jahre besonders unter dem Frost zu leiden legung des Streits in der großen Lanzschen Maschinenfabrit in hatten. Die Krisis in der Diamantindustrie hat gleichfalls viele Mannheim sei ihm 1903 durch die Vermittelung des verstorbenen Arbeiter brotlos gemacht. Für Holland sind keine bestimmten Zahlen angegeben; doch wird mitgeteilt, daß das Baugeschäft noch fozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Drees bach feine Verbesserung zeigt. Schlecht ist ferner der Geschäftsgang in gelungen. Die Fabrikinspektion solle sein wie eine Hüterin der Textilindustrie, in der Kakao-, der Schokoladen- und der Marder Arbeiterschußgesetzgebung und eine Beraterin der garinefabrikation; verhältnismäßig befriedigend dagegen in der Industrie. großen Metallindustrie und im Schiffsbau.
Bergarbeiterbewegung.
Am Montag fand in Bochum eine Sigung der Weltesten tommiffion statt, in der beschlossen wurde, den Handelsminister um Bermittelung in der Knappschaftsstatutangelegenheit zu ersuchen. Eine dahingehende Eingabe wnrde an den Minister abgesandt.
Zur Bauarbeiterbewegung.
Am Donnerstagabend fand in Dresden eine ZimmererberfammAm Donnerstagabend fand in Dresden eine Zimmererberfammlung statt, in der folgende Resolution einstimmig angenommen wurde:
Die am 19. März im„ Trianon" tagende, von 1200 Zimmerern besuchte Versammlung gibt zu der bisherigen Tätigkeit der Lohntommission ihre volle Zustimmung. Die organisierten Zimmerer erklären, daß sie zu weiteren Verhandlungen bereit sind und den Abschluß einer Tarifgemeinschaft mit dem Arbeitgeberverbande für erstrebenswert erachten.
Soll durch den Arbeitsvertrag der wirtschaftliche Friede wirklich gesichert sein, so ist es notwendig, daß bestimmte, von der Zimmererorganisation als maßgebend betrachtete Voraussetzungen erfüllt sind. Nur solchen Tarifgemeinschaften kann die Zimmererorganisation ihre Zustimmung geben.
Als wichtigste Voraussetzungen fommen in Betracht: Bolle Anerkennung der Gleichberechtigung der Organisation bci Feststellung der Lohn- und Arbeitsbedingungen. Bermeidung aller Bestimmungen, die es einem Teile der Vertragsschließenden unmöglich machen, für die Einhaltung garanBeratung und Regelung der Bestimmungen in den örtlichen Storporationen, also in den Zahlstellen bezw. Lohngebieten. Wahrung der Möglichkeit, die sittlichen, hygienischen und materiellen Interessen der Zimmerer zu fördern.
tieren zu können.
Der von der Leitung des Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe vollständig einseitig ausgearbeitete Meistertarif entspricht diesen Voraussetzungen nicht und deshalb lehnt ihn die Berjammlung ab. Er würde eine Lohnkürzung für viele zur Folge haben, während bei der jetzigen Teuerung eine Lohnerhöhung notwendig ist.
Die Versammlung beauftragt die Lohnkommission, wenn eine Einigung zwischen den Parteien unmöglich erscheint, das in Dresden bestehende Einigungsamt anzurufen." Damit haben auch die Dresdener Zimmerer ebenso wie die Maurer den Meistertarif einmütig abgelehnt.
Mit diesem Programm, wenn es ehrlich durchgeführt wird, find auch wir einverstanden, und es dürfte damit die badische Fabrit inspektion, wie früher, vorbildlich in Deutschland sein, zumal ihr jest wieder eine wissenschaftlich gebildete Hülfsarbeiterin bei gegeben ist.
-
e gen. Ganz außerordentlich groß( 45 Proz.) ist dort nur der Am wenigsten unter der Krise zu leiden hat bis jetzt NorGrad der Arbeitslosigkeit bei den Maurern und den Malern, und ziemlich hoch( 13,6 Proz.) bei den Zimmerleuten. Insgesamt waren bon 11 197 Mitgliedern der Bericht erstattenden Gewerkschaften Ende Januar 5,6 Proz. arbeitslos, was zwar gegen den gleichen Zur Neuuftundenbewegung in der Nürnberg - Fürther Schuh- Monat des Vorjahres eine fleine Steigerung( 5 Broz.), dagegen im industrie ist zu melden, daß der seit mehreren Wochen andauernde Vergleich zum Dezember 1907( 6,1 Proz.) bereits ein Nachlassen Aus Amerita ommt die NachStreit in der Schuhfabrik von Schloß u. Co. in Fürth durch einen der Arbeitslosigkeit bedeutet. Bergleich beendet worden ist, wodurch sich die Firma verpflichtete, richt von der teilweisen oder völligen Schließung großer Etablisse. sofort die 55stündige Arbeitszeit einzuführen. Die Firma ver- ments, durch die Tausende von Arbeitern brotlos werden. In pflichtete sich ferner, keinerlei Maßregelungen vorzunehmen und Chicago hat eine Wagenbaugesellschaft 2000 Arbeiter auf einmal tein neues Personal einzustellen, bevor alle Ausständigen wieder entlassen; mehrere Grubengesellschaften haben ihre Förderung auf beschäftigt find, was binnen wenigen Tagen der Fall sein soll. 60 Proz. eingeschränkt; eine Eisenbahngesellschaft, die 1000 Ber. die Dauer von zwei Jahren ein Zarifvertrag abgeschlossen worden, 2 Tage in der Woche eintreten lassen. Andere Geſellſchaften find In der Schuhfabrit von 2. Heimann zu Nürnberg ist auf sonen beschäftigt, hat eine weitere Reduktion der Arbeit von 4 auf ohne daß es zu Differenzen kam. In dem Vertrag wird die neun- zu Lohnherabsetzungen geschritten. So hat die United States Steel stündige Arbeitszeit mit Lohnausgleich, periodische Lohnaufbeise- Corporation die Löhne ihrer Arbeiter im Pittsburg - Diftritt um 15 Proz. bis zu 40 Proz. gekürzt. Die schon seit November be rung für Zeitlohnarbeiter und Aufbesserung der Affordlöhne usw. stehende starte Abwanderung ausländischer Arbeiter hält weiter ant. In den ersten 17 Tagen des Januar berließen 30 056 fremde Ar beiter das Land, mehr als dreimal soviel als in der gleichen Zeit des Vorjahres...
bestimmt.
Die Tarifbewegung der Schneider in Bamberg nimmt einen günstigen Verlauf. Die meisten Firmen haben vor dem Gewerbegericht den Tarif unterschrieben. Nur mit einer der größeren Firmen scheint es zum Bruch zu kommen, weil sie sich durchaus ablehnend verhält.
Gesetzlicher Terrorismus.
Zieht man in Betracht, daß die hier genannten Arbeitslosens ziffern sich nur auf organisierte Arbeiter, also gewissermaßen eine Elite der Arbeiterschaft beziehen, so wird man zugeben müssen, daß die gegenwärtige Lage und die Aussichten der internationalen Ar beiterschaft grau in grau sind, und daß weder die starken Organis fationen der Arbeiter noch die Kartelle und Trusts der Unternehmer in der Lage gewesen sind, die bösen Wirkungen der Krise erheblich abzuschwächen.
Zu den schlimmsten Ausnahmegesehen gegen die Arbeiter gehört unstreitig die im Jahre 1903 modernisierte" See mannsord nung, die geradezu Kriegesartiteln ähnliche Bestimmungen enthält. Widerspruchslos sollen sich die Seeleute alles gefallen lassen, steht ihnen doch, wie den Soldaten, sogar das Recht der Beschwerde Schuharbeiteraussperrung in Schweden . Der Schuhfabrilanten zu, ein Recht", das sich, wie bei diesen, auf dem Papier ganz nett verein in Derebro hat am Montagmittag in sämtlichen SchuhDie rheinisch- westfälischen Fördermaschinisten haben einen ausnimmt. Genau wie beim Militär fallen auch bei den Seeleuten fabriten der Stadt eine allgemeine Aussperrung verfügt. Ungefähr die Strafen aus: brutale Kapitäne und sonstige Vorgesetzte erhalten 1000 Arbeiter und Arbeiterinnen stehen nun im Lohnfampf, nachdem eigenen Verband. Diefer hielt am Sonntag in Huttrop bei Eſſen jeinen Delegiertentag ab. Es wurde beschlossen, vom 1. April d. J. egen Roheiten lächerlich geringe Geldstrafen, die unteren Chargen schon seit einigen Wochen in zwei Fabriken gestreift wird. Bei den jeinen Delegiertentag ab. Es wurde beschlossen, vom 1. April d. 3. fliegen wegen geringfügiger Bergehen ins Gefängnis. Namentlich ergebnislos verlaufenen Tarifverhandlungen hatte der staatsangestellte ab ein eigenes Organ„ Der Fördermaschinist" herauszugeben. Die ab ein eigenes Organ Der Fördermaschinist" herauszugeben. Die werden Reate gegen die" Disziplin" scharf geahndet. In letter Vergleichsbeamte seine Vermittelung angeboten, aber die Unternehmer Zeitschrift, die im selben Verlage des Steigerorgans" Der technische Zeit gelangten vor den hamburgischen Gerichten viele solcher Ber - wollen den Kampf. Grubenbeamte" erscheinen wird und von derselben Redaktion zuſammengestellt werden foll, wird alle 14 Tage herauskommen. Die gehen" zur Aburteilung, wobei es sich um Dinge handelt, die nur bei kühnster Interpretation der Seemannsordnung unter Strafe Eine allgemeine Arbeitsniederlegung der Maler in Kopenhagen beiden Berbände sind geneigt, in Zukunft Hand in Hand mit ein- gestellt werden können. Seitdem bei den Seeleuten das Klassen- steht zum 1. April bevor, nachdem Verhandlungen über einen neuen ander zu arbeiten. Beide Verbände zählen zuſammen rund 2200 Mitbewußtsein erwacht ist, wird mit dem Begriff Notarbeit" Tarifvertrag gescheitert sind und auch durch die Mitwirkung der Verglieder. Uns will nicht recht einleuchten, aus welchem Grunde gerade sicher nur an solche Arbeiten gedacht, die, abweichend von der son- Gewerkschaften eine Einigung nicht erzielt wurde. jongliert. Als der Gesetzgeber diesen Begriff konstruierte, hat er treter der dänischen Arbeitgebervereinigung und des Verbandes der die Fördermaschinisten einer besonderen Organisation bedürfen, die ftigen Schiffsroutine, in Fällen der Gefahr für Schiff, Ladung,
fie mit den„ technischen Grubenbeamten" abseits von der all- Passagiere und Mannschaft ausgeführt werden müssen. Die gemeinen Arbeiterbewegung führt. Glauben sie, daß die Befonder Schiffsleute werden in der Regel nur für die eigentliche Bedienung
heit ihres Berufes fie von den Bergarbeitern so trennt, daß fie mit des Schiffes ausgemustert, und Sonntags brauchen sie im Letzte Nachrichten und Depefchen.
Siesen nicht zusammen in eine Organisation gehören, so bleibt ihnen afen nicht zu arbeiten.
Bom Tarif der Leipziger Steinseher.
Das Gespenst der Arbeitslosigkeit.
unter allen Umständen noch der Verband der Maschinisten und Das steht aber nur auf dem Papier, wie diese Fälle beweisen: Heizer, der sich über ganz Deutschland erstreckt und Maschinisten der Infolge des Streits der New Yorker Schauerleute verschiedensten Art in seinen Reihen zählt, von denen viele, was im Mai 1907 war der Hapagdampfer Deutschland" mit Kenntnisse und Verantwortlichkeit anbelangt, mindestens in die der Kohlenübernahme in Rüdstand geraten. Kapitän Sämpff for- Breslau , 25. März.( Privatdepesche des Vorwärts".) Kategorie der Fördermaschinisten gehören. derte die Mannschaft auf, am Sonntag, den 26. Mai, Kohlen zu In einer im hiesigen Gewerkschaftshause abgehaltenen Ver buntern gegen eine Bezahlung von 30 Cent( 1,20 M.) pro Stunde. jammlung forderten 1000 Arbeitslose vom Magistrat die VerDas aus 156 Köpfen bestehende Maschinenpersonal( Heizer und fügung von Notstandsarbeiten. Die Arbeitslosigkeit Trimmer) lehnte diese Arbeit ab, worauf der Kapitän erklärte, es Am 31. Dezember war der Tarif der Steinfeger abgelaufen; sei„ Notarbeit". Die Leute verharrten bei ihrer Weigerung, ist erschreckend groß. bis jetzt konnte es zu einem neuen nicht kommen, da die Innung worauf sämtliche wegen gemeinschaftlicher Gehorsamserklärte, nur mit dem Junungsgefellenausschuß verhandeln zu können. be r to eigerung auf Verabredung angeklagt wurden. Rein Tag ohne Grubenunfall. Der Steinfegerverband unterbreitete deshalb dem Unternehmer- Etwa 60 Personen sind bisher wegen Bekundung der inter - Lüttich , 25. März.( B. H. ) Infolge Eindringens von Wasser berbande einen Tarif, nach dem bei 8 stündiger Arbeitszeit nationalen Solidarität zu Gefängnisstrafen von einer in die Grube Baffeur" find zwei Arbeiter umgekommen, während Stundenlöhne von 73 bis 80 Pf. für Steinsetzer und 58 bis 70 f. Woche bis zu zwei Monaten verurteilt worden, je nach der„ Schärfe" ein dritter noch im letzten Moment gerettet werden konnte. Der für Hülfsarbeiter bezahlt werden sollen. Die Unternehmer wollten der Straffammer. Am Freitag wurden von der Straftammer II Unfall erfolgte bei Bohrversuchen. jedoch nur Löhne von 67 bis 74 Pf. für die Gehülfen und 48 bis( der Scharfrichterkammer") vier Seeleute zu je einem Monat Ge
50% f. für solche Hülfsarbeiter zugestehen, die auch rammen könnten, fängnis verknurrt. Die anderen Seeleute kommen, je nachdem, wie
für die anderen solle überhaupt kein Lohn tariflich festgelegt werden. I man ihrer habhaft werden kann, später an die Reihe.
-