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Das Ende des Roheisensyndilates. Wie die Kölnische Zeitung " als nicht vorhanden erscheinen zu lassen. Dabei wurden dann gern bevorstehenden Lohnherabsehung in große Aufregung. hört, steht die Kündigung des Roheisensyndikates am 1. Juli 1908 Formen gewählt, durch die der Leser in den Glauben versetzt Die Schlepper schleuderten die" Flocks" zur Erde, warfen die Ers ficher bevor. Die Kündigung würde, wie das genannte Blatt schreibt, werden sollte, die in dem besonderen Falle beliebte Berichtigung fennungsmarken in die Markenbude zurück und drohten mit der zur Folge haben, daß die Hütten vom 1. Oftober 1908 ab Verkäufe beweise, daß Klagen über Mißstände usw. nicht viel Glauben bei- Arbeitseinstellung. Es wäre zu größerer Ausschreitung gekommen, für die Zeit nach dem 1. Januar 1909 selbständig tätigen könnten, sofern nicht vorher noch eine Berständigung über ein neues Syndikat zumessen sei. Daß bei der Fülle der Mißstände auch mal unrichtig wenn der Belegschaft nicht mitgeteilt worden wäre, das alles beim sofern nicht vorher noch eine Verständigung über ein neues Syndikat keiten in der Berichterstattung vorkommen, ist erklärlich, man kann alten bleiben soll. Ueber 200 Mann legten die Arbeit nieder und erzielt würde. aber auch die Gewißheit haben, daß, wenn solche vorkommen, gingen auseinander. Die Bewegung hält anscheinend noch an; die Berichtigungen folgen. Wo diese ausbleiben, darf man sicher sein, Rädelsführer fehlen auch heute früh"( d. h. am Dienstag).- E3 daß es nichts zu berichtigen gibt. Die Berichtigungen" find handelt sich hier um einen elementar zum Ausbruch gekommenen nämlich organisiert, wie folgendes Zirkular beweist: sogenannten wilden Streit, der gerade in der Art seines Verlaufs die schwerste Anklage gegen das Grubenkapital bedeutet. Nicht eins mal die Schles. 8tg." wagt es, die Rädelsführer" dem Verband der Bergarbeiter aufzuhalsen.

Gerichts- Zeitung.

Die Wahlrechtsdemonstrationen vom Januar 1908 beschäftigen noch immer die Gerichte. Personen, die an jenen Demonstrationen teilgenommen hatten, und auch solche, die vom blind zugreifenden Schuhmann irrtümlich für Teilnehmer ge halten worden waren, hatten von der Polizei wegen angeblich ver­übten groben Unfugs und ähnlicher Uebertretun= gen ihre Strafmandate gekriegt. Die Schöffengerichte, die auf erhobenen Widerspruch darüber zu entscheiden hatten, waren meist zu einem verurteilenden Erkenntnis gelangt. In mehreren Fällen brachten die Verurteilten ihre Sache vor die Berufungsin­stanz, in einigen anderen war es die Staatsanwaltschaft, die Be­rufung einlegte, weil ihr die Strafe nicht hoch genug schien. Am Donnerstag hatte die neunte Straffammer des Landgerichts I über zwei Sachen dieser Art zu verhandeln.

Ein Schuhmann in Wut.

Verein deutscher Eisengießereien.

Düsseldorf 3, den 20. Mai 1908. An die Herren Mitglieder der Ortsgruppe Berlin ! In der Anlage übersenden wir Ihnen einen Ausschnitt aus Nr. 18 der Metallarbeiter- Zeitung" vom 2. Mai 1908 über Die Aussperrung in Spezialgeschäften des Baugewerbes. In Frank hygienischen Einrichtungen in den Berliner Eisengießereien"." Da furt a. M. hat der Verein baugewerblicher Spezialgeschäfte die wir es für zweckmäßig halten, solchen Veröffentlichungen in unseren a biter und 3ementeure ausgesperrt, um die Ver­" Mitteilungen" entgegenzutreten, wenn sie falsch sind, so bitten bandsleitungen zur Annahme des Berliner Schiedsspruchs für das wir Sie, sich zu dem Artikel freundlichst zu äußern, damit wir Baugewerbe und zur Aufhebung des Streits der Fliesenleger zu event. in der nächsten Nummer der Mitteilungen" eine Erwiderung veranlassen. Von der Aussperrung wurden auch eine Anzahl Bau­bringen können. Wir müssen aber darauf rechnen können, daß uns hilfsarbeiter, Zimmerer und Weißbinder in Mitleidenschaft gezogen. in den uns übersandten Berichten die volle Wahrheit gesagt wird. Die Unternehmer versuchen nun, die Arbeiter zum Austritt aus der Es ist besser, wir schweigen zu den Angriffen, wenn sie auf Tat- Organisation zu veranlassen und unterbreiten ihnen die berühmten" sachen beruhen, als daß wir versuchen, sie durch nicht ganz stich- Reverse, in denen auf" Pflicht und Gewissen" erklärt werden soll, haltige Gegengründe zu widerlegen. daß der Unterzeichnete feiner Organisation angehört.(!!!) Erfolg haben die Unternehmer damit noch nicht erzielt.

Für eine freundlichst gewährte Mitteilung danken wir im Hochachtungsvoll

boraus bestens.

Verein deutscher Eisengießereien. Der Geschäftsführer, gez. Dr. Brandt.

Da man annehmen darf, daß die einzelnen Unternehmer sehr gern die Gelegenheit benutzen, die gegen sie erhobenen Vorwürfe zu ent­kräften, wenn objektiv die Möglichkeit dazu vorhanden ist, bedeutet Schweigen ausdrückliche Bestätigung.

Der Grubenbarone Terrorismus. leber

den Malergehilfen Ri d mann war vom Schöffengericht eine Geldstrafe von 25 Mart verhängt worden. Er sollte am 12. Januar, dem Wahlrechtssonntag, etwa um 6 Uhr abends in der fleinen Frankfurter Straße als Beteiligter einer Gruppe von 20 bis 30 Personen groben Unfug dadurch verübt haben, daß er ge­johlt und standaliert habe, und die Straßenordnung dadurch übertreten haben, daß er trok Aufforderung eines Schußmanns nicht weitergegangen sei. Das Gericht hatte dem Belastungszeugen Schumann Franz Rawold( Nr. 4588) geglaubt, obwohl Rickmann durch Zeugen nachwies, daß er an jenem Tage bis zum Wie die Dortmunder Arb.- 8tg." zu berichten in der Lage ist, Abend für die Große Berliner Straßenbahn hatte arbeiten müssen nahm ein auf der Zeche Neu- Iserlohn" beschäftiger Bergmann und nur zufällig in die Menge hineingeraten war, als er auf dem( Lehrhauer) im Februar dieses Jahres Urlaub zu einer Reise nach Bureau in der Kleinen Frankfurter Straße sich seinen Lohn holen seiner Heimat. Am 14. März fehrte er zurück und nahm die Arbeit wollte. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht wurde zur vieder auf. Gleichzeitig wollte er seinen noch rückständigen Lohn für Eprache gebracht, daß der Schuhmann Rawold sich Monat Januar im Betrage von 32 M. erheben. Er erhielt auch die mit dem lauten Ruf: Du Hund!" auf einen De Anweisung vom Steiger, wurde vom Rechnungsführer aber zurück­monstranten gestürzt und ihn dabei zu Boden geriffen habe. gewiefen mit dem Bemerken, das Geld wäre schon abgehoben. Da Bei diesem Anblick hatte Ridmann zu seinem Nachbar gesagt: das Geld wirklich nicht zu erhalten war, sah sich der Lehrhauer ge­zwungen, beim Berggewerbegericht flagbar zu werden. Das geschah. ,, da müßte man sich eigentlich die Nummer notieren", und daraufhin Zwei Tage vor dem Termin erhielt er dann das Geld vom Be war dann er selber von Rawold festgenommen worden. Gegen triebsführer Siebert per Post zugeschickt. Die Beche fühlte sich also das verurteilende Erkenntnis war von Ridmann Berufung im Unrecht, was noch besonders aus folgendem Vermerk auf dem eingelegt worden. Die Verhandlung vor der Berufungs - Bostabschnitt hervorgeht: instanz ergab in allem dasselbe Bild: wieder behauptete Rawold, daß Ridmann in der Menge standaliert habe und trok Aufforde rung nicht weitergegangen sei; wieder wurde von dem Begleiter Rickmanns bekundet, Rickmann habe nur den Wunsch geäußert, sich des Schuhmanns Nummer zu notieren, eine Aufforderung, weiter. zugehen, sei nicht zu hören gewesen. Der Verteidiger Rechtsan­walt eine legte dem Schuhmann Rawold die Frage vor, ob schließlich lag es im allgemeinen Interesse, die Machenschaft der Der Arbeiter ließ es dennoch zum Termin kommen, denn er einen der Demonstranten" Du Hund!" geschimpft habe. Beche einmal gerichtlich feststellen zu lassen. Am 15. Mai war Rawold drückte sich um die Antwort herum, indem er immer wieder der Termin. Schon am 16. Mai wurde dem Arbeiter vom Be bersicherte, er habe auf jenen Demonstranten nicht eingeschlagen". triebsführer bedeutet, daß es besser sei, er, der Arbeiter, kündige, Daß Rawold tatsächlich mit dem Ruf:" Du Hund!" sich auf diesen sonst werde ihm gekündigt. Der Arbeiter zog es vor, felbst Mann gestürzt hat, wurde bewiesen durch die Aussage von Rid- zu fündigen. Während der Kündigungsfrist erklärte Steiger manns Begleiter, der in drastischer Weise schilderte, wie Rawold Schopp:" Ich werde dafür sorgen, " Ich werde dafür sorgen, daß Ihnen eine schöne mit dem Hund" zu Falle kam, Wie das gemeint war, sollte der gegen das lachende Bublitum Abkehr ausgestellt wird." wütend den Säbel zog und dann den Ridmann herausgriff. Rechts- wohl er in Wirklichkeit Lehrhauer war. Mit dieser Abkehr wurde Arbeiter noch erfahren. Er erhielt eine Abkehr als Schlepper, ob­anwalt Heine wies darauf hin, daß dieser Beamte selber er auf Zeche Bruchstraße" zurüdgewiesen, er müffe eine andere Ab­Unrecht getan und sich dann in seiner Wut gegen Rickmann tehr beibringen.

Hiermit fordere ich Sie auf, Ihre Klage zurückzuziehen, und zwar so frühzeitig, daß ich bis zum 15. Mai, 12 Uhr vormittags, von der Spruchkammer Bescheid erhalte, daß die Klage zurüc genommen ist und der Termin am 15. cr. ausfällt.

Berlin und Umgegend.

Siebert, Betriebsführer."

gewendet habe, von dem er nicht einmal zu sagen wisse, was er Schwarze Listen, Uriasbriefe und gekennzeichnete Abkehrscheine, denn eigentlich" standaliert" habe. Den Antrag, das Urteil das sind Unternehmerwaffen im Kampfe gegen Arbeiter. aufzuheben und den Angeklagten freizusprechen, trat das Gericht bei mit der Begründung, zwar solle Rawolds Wahrheits­liebe nicht angezweifelt werden, doch sei nicht als festgestellt anzu­sehen, daß Rickmann standaliert habe und trotz Aufforderung nicht weitergegangen sei.

,, Das freie Wahlrecht hoch!"

Das heimliche Gericht.

Mit schwarzen Listen kommen die Unternehmer anscheinend schon nicht mehr aus. Sie halten in Einzelfällen noch be­sondere Anfrage, um nur ja keine Verfemten einzustellen. Dabei wird ein Weg gewählt, auf dem die Arbeiter dem Nache und Haßgefühl gewissenloser Unternehmer, deren es ja auch wohl gibt, geradezu preisgegeben werden. Vor uns liegt ein vervielfältigtes Birkular, das so aussieht: Carl Flohr Maschinenfabrit.

Abteilung 13.

Vertraulich.

Der bei Ihnen angeblich vom beschäftigt geweſene

Berlin N. 4, den.. Chausseestr. 35.

bewirbt sich um Arbeit bei mir. Ich frage daher ergebenst bei Ihnen an, ob Genannter ein tüchtiger und zuverlässiger Arbeiter ist, wie sein Betragen bei Ihnen war und besonders, ob er kein 4 Aufwiegler, Heter oder dergleichen ist.

Insgesamt sind in Frankfurt a. M. 277 Arbeiter von der Aus­sperrung betroffen worden.

Husland.

Politik in der schweizerischen Gewerkschaftsbewegung. Det Berein der schweizerischen Lokomotivführer, der mit 1400 Mit­gliedern wohl fast alle Berufsgenossen umfaßt, beschloß auf seiner fürzlich in Genf abgehaltenen Delegiertenversammlung, daß im Verbandsorgan nicht nur Fragen rein gewertschaftlicher Natur, sondern sämtliche, allgemein materielle und soziale Interessen des Lokomotivpersonals berührende Fragen behandelt werden sollen.

Hus der Frauenbewegung.

Achtung, Genoffinnen!

Für den Allgemeinen Wahlverein für Berlin und Umgegend werden Anmeldungen und Beiträge bei folgendeu Stellen entgegens genommen: Berlin :

Frau Kaschewski, Schüßenstr. 14. Frau Döhring, Steinmetzstr. 23. Frau Steinkopf, Oranienstr. 45, Stfl. III. Frau Wengels, Warschauer Straße 20, v. IL Frau Dölt, Forster Straße 44. Frau Zern, Elbinger Straße 2.

Frau Nürnberg, Chodowiedistr. 21. Frau Panzeram, Pappel- Allee 76, L Frau Matschke, Wolgaster Straße 8, L

Frau Hoppe, Bandelstr. 40, v. II. Frau Wulff, Oldenburger Straße 40, Garth. L Niederbarnim.

Frau Neumann, Frankfurter Allee 178, b. III. Borsigwalde: Frau Kienast, Näuschstr. 10. Erkner : Frau Dlizka, Friedrichstr. 21. Friedrichshagen : Frau Lindenberg, Friedrichstr. 8, L Karlshorst: Frau Küter, Krausestr. 6. Kaulsdorf : Frau Buchmann, Hönowerstr. 1. Lichtenberg : Frau Liebermann, Lindenstr. 2, I. Bankow: Frau Stiller, Bankow , Binzstr. 8, Qugb. II Reinickendorf - Oft: Frau Albezki, Winterstr. 30. Reinickendorf - Weft: Frau Przewerzinsky, Eichbornftr. 18. Rummelsburg : Frau Zickert, Prinz- Albrecht- Straße 14. Weißensee: Frau Kahl, Friedrichstr. 4.

Wilhelmsruh : Frau Zühlke, Linden- Allee 22, L

Teltow- Beeskow .

Adlershof : Frau Schindhelm, Bismardstr. 36. Baumschulenweg: Frau Kinzel, Marienthaler Straße 2.

Brit: Frau Emma Voigt, Bürgerstr. 57. Charlottenburg : Frau Burkert, Brauhofstr. 2. Friedenau : Frau Budraß, Ringstr. 25.

E

Königs- Wusterhausen: Frau Lorenz, Ludenwalder Straße 4a. Rigdorf: Frau Mohr, Wißmannstr. 10.

Schöneberg : Frau Bäumler, Meininger Str. 8. Steglik: Frau Dräger , Ahornstr. 15. Teltow : Frau Keßler, Hoher Steinweg 7. Tempelhof: Frau Thiel, Friedrich- Wilhelmstr. 20. Wilmersdorf : Frau Tölle, Siegmaringenstr. 5. Zehlendorf : Frau Schulz, Hauptstr. 46.

Auch werden im Bureau der soz. Frauen, Lindenstr. 8, 1. Sof Tr., Anmeldungen und Beiträge entgegengenommen. Der Borstand.

Vor derselben Straffammer als Berufungsinstanz standen der Echneidergehilfe Noad, der Kaufmann Thiessen und der Bribatier Schulz. Bom Schöffengericht waren sie wegen groben Unfugs, den sie gemeinschaftlich am 9. Januar verübt haben sollten, zu Geldstrafen verurteilt worden: Noad zu 35 Mart, Thiessen zu 20 Mart, Schulz zu 20 Mark. Am Abend des 9. Januar sollten sie nach den Wahlentrechtungs- Protestversamm­Iungen in der Frankfurter Allee sich an einem Auflauf beteiligt und laut gelärmt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte die über fie verhängten Strafen für zu gering gehalten und Berufung ein­gelegt. Die Verhandlung vor der Straffammer ergab nichts, was geeignet gewesen wäre, die Angeklagten noch stärker zu belasten. Road war auf dem Heimwege zufällig in die Menge hineingeraten und war von einem Schuhmann mit bekannter Bravour gepact worden, so daß er in Erregung geriet und demonstrierend ausrief:" Das freie Wahlrecht hoch!" Auch Thiessen war, bon einem Geschäftsweg heimkehrend, zufällig hineingeraten, hatte aber nichts gerufen. Schulz war zur Protestversammlung ge hochachtungsvoll gangen, hatte keinen Zutritt gefunden und hatte dann auf der pro Carl lohr. Straße demonstrierend gesungen:" Das freie Wahlrecht ist das ( Unterschrift.) 1 Freifubert. Beichen!" Das ist die Darstellung, die die Angeklagten gaben. Schulz fügte hinzu, vor fünf Jahren habe er bei den Landtagswahlen nehmer fündigt, so tann er bon diesem sehr leicht das Zeugnis Wenn ein Arbeiter wegen Differenzen bei einem Unter­als Wahlmann die ungerechtigteit des Dreitlassen. bekommen, er sei ein Hezer und Aufwiegler, und er ist ver­ſyſtem 3 fennen gelernt, darum habe er jetzt sich an den Demon femt! Gegen diese Art Terrorismus ringt sich die Blodpreffe Letzte Nachrichten und Depefchen. ein Kriminalschuhmann Niesel befundeten, bie An auch nicht ein Wort der Entrüstung ab.

strationen beteiligt. Schumann Seelig( Nr. 1090) und

Für Ihre gefl. Bemühungen sage ich Ihnen im voraus ber­bindlichsten Dank und versichere Sie strengster Diskretion. Ihre freundliche Mitteilung bitte ich auf der Rückseite dieses niederzufchreiben.

Bu Gegendiensten stets gern bereit, zeichne ich

Bersammlungen

Veranstaltungen.

Berlin . Jugendabteilung, Sonntag, den 14. Juni, nachmittags 6 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Vortrag und geselliges Beisammensein. Gäste willfommen.

Montag, den 15. Juni, abends 81, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 58/59: Runstabend. Gäste willkommen. Gr.- Lichterfelde- Lankwik. Montag, den 15. Juni im Kaiserhof Kranoldplag, Gr.- Lichterfelde Dst: Vortrag über: Erste Hülfe bei Unglüdsfällen."

Armer Correggio!

Stuttgart , 11. Juni. ( B. H. ) In zwei hiesigen Bostkartenhand

geklagten hätten in der Menge standaliert"," gebrüllt" usw. Von Die Zahlstelle Berlin des Zentralverbandes der Maurer hielt Road wußte Seelig zu berichten, er habe gesagt: Weshalb sollen am 10. Juni im Gewerkschaftshause eine Mitgliederversammlung wir hier nicht schreien, die vor dem Schloß haben ja ab. Als Kandidaten für den Verbandstag wurden aufgestellt: lungen wurden Reproduktionen des bekannten Gemäldes Leda mit auch geschrien." Gegen den Antrag des Staats- Seller, Stegemann, Haase, Mezzel, Thöns, Winzler, Bichod, Wulf, dem Schwan" beschlagnahmt. In nicht öffentlicher Verhandlung anwalts, die drei Angeklagten zu je einer Woche Haft Schiele. Puschel stellte den Antrag, auf dem Verbandstag dafür wurde im objektiven Verfahren auf Einziehung und Unbrauchbar zu berurteilen, machten die Berteidiger Rechtsanwalt Sieb. einzutreten, daß der wöchentliche Beitrag von 25 Pf., ben die machung der Postkarten erkannt. Ein Strafverfahren gegen den Inecht und Rechtsanwalt einemann geltend, daß im von anderer Seite darauf hingewiesen, daß der Ausfall jährlich Händler wurde nicht eingeleitet. Arbeitslosen jetzt zu entrichten haben, in Wegfall kommt. Es wurde

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Wieder eine Eisenbahnkatastrophe in Belgien !

Hinblick auf jene Wahlrechtsdemonstrationen, die 1907 vor dem 100 000 m. betragen würde, was bei einer eintretenden Lohn­Reichstanzlerpalais und dem Königsschloß stattfanden und den bewegung empfindlich fühlbar werden könnte. Schließlich wurde der Wunsch nach Volt, viel Volt, mehr Volt" wedten, Antrag gegen eine starte Minorität angenommen. Es folgen noch unmöglich gegen die Demonstranten von 1908 mit dem Para- einige Vorschläge in Form von Anregungen. So, daß in der ersten Brüssel , 11. Juni. ( B. H. ) Auf der Bahnlinie Mons- Ath graphen vom groben Unfug" operiert und härteste Strafen über Krankheitswoche nur der Arbeitslosenbeitrag von 25 Pf. zu entrichten hat sich heute eine neue schwere Eisenbahntatastrophe ereignet. fie verhängt werden könnten. Ihrem Antrage, die Berufung fei, ftatt wie jest 75 Bf. Außerdem solle der Verbandstag die Be- Ein aus Mons kommender Personenzug entgleiste in der Nähe des des Staatsanwalts zu verwerfen, schloß das Geftimmung aufheben, nach der ledige Mitglieder der Streifunter- Bahnhofes Maffle, biele Wagen wurden zertrümmert und gerieten richt sich an. Den Angeklagten müsse, so wurde in der Urteils. fügung berlustig gehen, wenn sie sich bei einer Lohnbewegung durch das aus der Lokomotive ausgeworfene Feuer in Brand. Ein weigern, den Ort zu verlassen. Es wird die Ansicht ausgesprochen, Sonderzug mit Feuerwehrleuten ist aus Chievres nach der Unfall. begründung ausgeführt, zugute gehalten werden, daß sie für ihre wo die moralische Einwirkung versage, auch diese Maßregel nicht stelle abgegangen. Die genaue Zahl der Opfer steht zurzeit noch politischen Ideale eingetreten feien; da sei die über sie verhängte helfe. Am 17. Juni findet in Kellers Festsälen eine General- nicht feft; nach den ersten Meldungen sind 5 Personen getötet und Strafe als ausreichend anzusehen. versammlung statt. 15 verlegt. Dies ist das vierte Eisenbahnunglüd, welches sich auf Deutfches Reich. den belgischen Staatsbahnen innerhalb von drei Wochen zugetragen hat. Die Meldung von der Katastrophe rief in den Wandelgängen der Kammer große Aufregung hervor.

Gewerkschaftliches.

Wenn sie schweigen.

Wer hat sie in den Streit gehett"? Von dem plöglichen Ausbruch einer Lohnbewegung auf der zur Brüffel, 11. Juni. ( W. T. B.) Nach einer hier eingegangenen Donnersmardhütte A.-G. gehörenden Konkordiagrube weiß die amtlichen Mitteilung über das Eisenbahnunglüd bei Maffle In einzelnen Fällen haben Unternehmer versucht, durch so Schlesische Zeitung" folgendes zu berichten: Die Nachmittags- wurden 3 Personen getötet und 15 berlebt. Die Maschine, der genannte Berichtigungen der Deffentlichkeit unterbreitete Mißstände belegschaft( am Pfingstsonnabend d. B.) geriet infolge einer Gepäcwagen und fünf Personenwagen sind verbrannt. Beranti. Redalt.: Georg Davidjohn, Berlin . Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltuna