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Nr. 159. 25. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Partei- Angelegenheiten.

Stellvertretern.

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Freitag, 10. Juli 1908.

Man

dies in den Auditorien besser zu schlafen, wo er als Schlummer- Neue Paketannahmestelle in Groß- Berlin. Eine neue Pakets lied die plätschernde Weisheit eines preußischen Dozenten annahmestelle wird am nächsten Montag, den 13. Juli, in Schönc Sie wird sich bei dem Zweigpostamt 4 dreinbekommt. Nun steht aber geschrieben: Unbefugten ist berg- Berlin eröffnet. Erfter Wahlkreis. Sonntag, den 12. Juli, Ausflug mit Familie der Zutritt verboten". Das ist freilich schlimm. Denn wer schränkten Tagesdienst. Sie ist also bis 6 Uhr nachmittags geöffnet. in der Kriemhildstraße 7 befinden. Die neue Stelle erhält be­nach Restaurant Heidekrug, Kiekemal, Station Köpenick . Abfahrt könnte wohl unbefugter sein als ein sozialdemokratischer schränkten Tagesdienst. Sie ist also bis 6 Uhr nachmittags geöffnet. 9.40 vom Stadtbahnhof Friedrichstraße. Für Nachzügler Treffpunkt Artikelschreiber", ein Spießgeselle des Vorwärts", ein falscher Die Macht der Gewohnheit. Vor kurzem war um die Mittags im Heidekrug. Prophet wie er fürzlich erst genannt wurde. Gleichwohl wagt stunde einer hiesigen Großhandlung ein Geschäftswagen nebst Pferd Zweiter Wahlkreis. 8 Uhr, im Lokale Am Dienstag, den 14. Juli, abends man es, im Vertrauen auf den reinen Kragen und den von offener Straße weg gestohlen worden. Unmittelbar darauf Habels Brauerei", Bergmann sauberen Rock, den man trägt. Nun sitt man also mitten im Später ergab sich, daß der gestohlene Wagen sofort nach der Posts wurde der Diebstahl dem nächstбelegenen Polizeibureau gemeldet. straße 7/8: Sigung des Vorstandes mit den Bezirksführern und Grünen, ſicht dem Gäriner zu, der emsig den Rasen sprengt, straße gefahren, seiner geringen Veladung beraubt und dann stehen ge­Der Vorstand. Am Sonntag, den 26. Juli, veranstaltet der Süden eine freut sich an dem improvisierten Springbrunnen und denkt an lassen war. Das geschah zwischen 1 und 2 Uhr mittags. Familienpartie nach Grünau . Abfahrt 825 vom Görlitzer den famosen Mann, der gegenwärtig Reftor dieser Anstalt ist. sollte also annehmen, daß allerspätestens um 4 Uhr sämtliche Bahnhofe. Die Genossen nebst Familien der anderen Stadt Was würde Herr Stumpf wohl beginnen, wenn er ahnte, ein Berliner Polizeireviere den Diebstahl hätten wissen müssen, bezirke werden gebeten, sich an dieser Partie zu beteiligen. wie wenig Befugter den Boden seines Bereiches entweiht! und daß jeder Straßenschußmann Anweisung erhalten hätte, Die Vergnügungskommission. Sicher würde sein Unteroffiziersgemüt sogleich in die Wochen auf das sogar sehr deutliche Firmenschild des Vestohlenen Bezirk Waidmannluft. Das Sommerfest des Wahlvereins findet kommen mit einem scharfen Erlaß, der strengere Aufsicht an- 3u achten. Trotzdem trieb sich der gestohlene Wagen bis in die achte Abendstunde hinein da herum, wo die Diebe ihn hatten stehen am Sonntag, den 12. Juli, nachmittags, im Restaurant zum Schweizer- beföhle. Wenn er gar ahnte, wie wenig ehrfurchtsvoll man lassen. Selbst die Anwohner wußten von dem Diebstahl, denn sie haus in Waidmannslust statt. diese Stätte preußischer Bildung anschaut, die nächstens fütterten das aus seiner Gewohnheit gekommene Pferd. Nur die Britz - Buckow . Die Teilnehmer an der vom sozialdemokratischen hundert Jahre alt wird und der von ihrem wesentlichsten Er- Revierpolizei schien nichts zu wissen, was los war. Als der in­Wahlverein veranstalteten Dampferfahrt nach Nedlitz werden noch- zeuger, jenem W. v. Humboldt, der wirklich nur nach einem Jena zwischen benachrichtige Besitzer des Wagens um 72 Uhr auf der mals darauf aufmerksam gemacht, daß die Abfahrt pünktlich Sonntag preußischer Minister werden konnte, nicht mehr geblieben Bildfläche erschien, hatte der dabei stehende Schußmann alle Lust, früh 28 Uhr stattfindet. ist, als sein Denkmal. Denn wirklich: was unsere Wissen- ihn aufzuschreiben, weil er sein Gefährt so lange Zeit ohne Aufsicht Wahlverein Wannsee. Sonnabend, den 11. Juli 1908, abends schaft heute noch an Kulturwerten schafft, das leistet sie nur gelaffen habe! Wir nehmen selbstverständlich an, daß der Mann Uhr, im" Fürstenhof", Königstr. 40: Mitgliederversammlung. auf den neutralen Gebieten der Medizin, Naturwissen- des Schutzes nur- gespaßt hat. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag:" Was schaft usw. Die aber werden ausgeübt in den Kliniken, Für die Havelschiffahrt ist nunmehr regierungsseitig eine Ein lehren uns die Landtagswahlen?" 3. Wahl von Delegierten zur Laboratorien und sonstigen abseits gelegenen Gebäuden. Was schränkung angeordnet worden, nachdem der Rückgang des Wasser Kreisgeneralversammlung u. a. m. aber die eigentliche Afademie noch beherbergt, das ist durch- standes der Oberhavel in den letzten Tagen so bedeutend war, daß Niederlehme. Die Barteigenossen oben genannten Ortes werden weg. patriotisch, preußisch, ja, militaristisch infiziert, ob es sich für große Schiffe nicht mehr genügender Tiefgang vorhanden ist. auf den am Sonnabend, den 11. Juli, im bekannten Lokal statt- nun Geschichte oder Religion oder Philosophie oder Rechts- passierenden Fahrzeuge auf 150 Zentimeter festgesetzt. Es ist leider findenden Zahlabend hingewiesen. wissenschaft nennt... zu befürchten, daß schon in fürzerer Zeit eine weitere Einschränkung der Schiffahrt notwendig wird. Für die Unterhavel ist eine derartige Beschränkung bisher noch nicht erforderlich geworden.

Berliner Nachrichten.

Singelegenheit.

Unter den Linden zu sigen, ist nicht jedem vergönnt. Es gibt da zwar eine Anzahl Bänke. Aber erstens sind sie von

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Freilich, was wollen die Herren Professoren machen? Sie brauchen eben auch Siggelegenheit. Aber eine Bank tut's nicht. Und so taufen sie, so oder so, einen Stuhl. Nicht Unter den Linden , aber nahebei. Einen Lehrstuhl.

Hundescelen.

Zur Vernichtung der Kreuzottern wird von verschiedenen Amts­vorstehern der von Berliner Ausflüglern besuchten Gemeindebezirke aufgefordert. Die Kreuzotterplage ist in diesem Jahre größer, als dies in den Vorjahren der Fall war und aus diesem Grunde wird von den Behörden darauf hingewiesen, daß auf die Erlegung der Der alte Frizz tvar zweifellos ein vorzüglicher Menschenkenner. artiger Reptilien eine Prämie von 25 Pfennig pro Schlange wahrhaft preußischer Ungemütlichkeit, und zweitens fast immer Schon diese eine, nur von Allmutter Natur bevorzugten Menschen ausgesetzt ist. Die Gefährlichkeit der Kreuzotter macht sich besetzt. Sogar doppelt: auf beiden Seiten, Rücken an Rücken, gegebene Eigenschaft lohnt es, daß andere Menschen auf gleicher besonders jetzt bemerkbar weil sie von Beerensuchern in ihren fizen dichtgedrängt so viele Leute, wie nur eben Platz finden oder ähnlicher Höhe ihm nachstreben an Menschenkenntnis, um mit Schlupfwinkeln gestört wird und dabei leicht zum Beißen neigt. fönnen. Und man muß zugeben: der Mangel einer Rücken- den Menschen persönlichsten Umganges nicht die schönsten Reinfälle Allerdings sind durch Kreuzottergift, soweit bisher festgestellt worden Lehne hat wenigstens den Vorzug, daß um so niehr Leute unter- zu erleben. Er fannte die Menschen so gut und verachtete nament- ist, Todesfälle noch nicht herbeigeführt worden, vielmehr sind der kommen können. Wer überdies zu zweien hier. Platz nimmt, lich die höfischen Speichellecker so tief, daß er gegen das Ende seiner zurückzuführen. Dagegen ist feststehend, daß durch Kreuzotterbisse artige, angeblich bisher beobachtete Todesfälle auf andere Ursachen kann sich ja gegenseitig als Rückenlehne dienen. Aber das ist Lebenszeit den Verkehr mit treuen Vierbeinen demjenigen mit langwierige schwere und schmerzhafte Erkrankungen hervorgerufen nicht so leicht. Es muß gelernt werden, wie das Schlafen auf schoflen Zweibeinen vorzog. Beide Spielarten schweifwedelten, werden, wenn nicht augenblicklich ärztliche Hilfe zur Stelle ist. einer Bank der vierten Wagenklasse. Keiner der siamesischen beide hatten Hundeseelen, und doch war ihm die Treue des Hundes Zwillinge darf sich auch nur tragen, sonst kommt hundertmal lieber als die Gemeinheit seiner allernächsten mensch auf dem Neubau der Kaiser- Wilhelm- Akademie in der Juvalidens Ein schwerer Bauunfall hat sich gestern mittag gegen 12 Uhr die Gruppe ins Schwanken. Eine Unterhaltung ist mit lichen Umgebung. Vielleicht hat der geistreiche Spötter auf dem straße ereignet. Dort befand sich der Arbeiter Trabinsky, Charlotten­großen Schwierigkeiten verknüpft. Sagt der eine etwas und Throne mit der bekannten Tatsache, daß er feine geliebten Windburg wohnhaft, mit einer leeren Steinlore auf dem Fahrstuhl, als dreht dabei den Kopf nach links herum, so dreht der andere hunde im Parke von Sanssouci begraben und ihnen sogar Dent- er plöglich mit dem Kopf zwischen Schiene und Fahrstuhl geriet. seinen Kopf entweder nach rechts dann gibt es eine mäler segen ließ, weniger die Treue der Tiere belohnen, als die Schrecklich wurde der Wermste zugerichtet; der Unterkiefer war ihm Rollision; oder er dreht ihn auch nach links dann ist es hündische Menscheit geißeln wollen. gebrochen, Zähne ausgeschlagen und nicht zuletzt der Halswirbel umsonst. Bleiben aber beide sizzen und schauen schwazend, Ob erst seit dieser bissigen königlichen Perfiflage die Mode der schwer verletzt. Der Verunglüdte wurde nach dem Augusta Hospital der eine nach Norden, der andere nach Süden, so halten sich ehrenvollen Bestattung von Hundekadavern aufgekommen ist, ver- gebracht. Es ist fraglich, ob er mit dem Leben davonkommen dürfte. die Vorübergehenden darüber auf. Sturz: man hat nur die mögen wir nicht zu sagen. Sicher ist, daß man nachher in hündischer Die Sittlichkeitsverbrecher, die im Grunewald das Attentat auf Wahl, ob man fich( ohne Rückenlehne) nebeneinandersißend Rachäffung die Bietät des Preußenfönigs für bare Münze genommen vei junge Mädchen ausführten, find gefaßt worden. Die sechzehn unterhalten will, oder ob man sich( ohne Unterhaltung) gegen- und bis in die neueste Zeit den absonderlichen Mut gefunden hat, jährige Emma B. aus Schöneberg , die ebenso wie ihre Freundin seitig als Rückenlehne dienen will. Es sind eben Bänke Hundekirchhöfe" zu errichten. Auf Friedrichsfelder Gelände dicht hat sich noch immer nicht bei ihren Angehörigen eingefunden. Das Käthe Sch. ein Opfer der jet verhafteten Wüftlinge geworden ist, bierter Klasse. Doch noch schlimmer als solche. Denn in der bei Berlin hat jahrelang ein solcher Hundefriedhof bestanden. Ueber Befinden der im Westender Krankenhaus befindlichen Käthe Sch. bierten Klasse hat man wenigstens eine Rückenwand. jeder Ruhestätte" wölbte sich ein grüner, blumengeschmückter Hügel, läßt die Hoffnung zu, daß die Patientin am Leben erhalten Es gibt aber auch Sitzgelegenheit zweiter, oder doch zu Häupten prangte ein Denkstein mit dem Namen und dem Todes- werden kann. dritter Klasse. Denn unter denselben Linden, auch am tage des treuen Menschenbegleiters. Unwillkürlich schweift von diesem Dom usw ,, sind nette Kleine Stühlchen aufgestellt, von ein wohlgepflegten Tierfriedhofe der Blick hinüber zu den alten Berliner Tadenden Formen und überdies feine Inmobilia, sondern Armentirchhöfen, auf denen kein Hügel, tein Denkmal, im günstigsten transportable Dinger, mit denen man nötigenfalls ein bißchen Falle ein schwarzer Holzstab mit einer Nummer anzeigt, daß hier herunirutschen und die Welt von mehreren Seiten ansehen ein Gottesmensch vom Erdenkampfe ausruht. fann. Aber: Benukung 5 Pfennige". Jetzt leuchtet einem Wieso wir auf diese Hundeseelenreminiszenz von Friedrich dem auch ein, warum die öffentlichen, die Gratisbänke feine Großen gekommen sind? Weil die allerneueste Beit zu Vergleichen Lehnen haben. Nicht etwa, weil an höchster Stelle die Lehnen anregt. Hundeseelen an Königshöfen find noch heute gangbare mißliebig waren, da sie, gleich der elektrischen Oberleitung, das Ware. Hundeseelen waren das Charakteristikum von Byzanz, und Straßenbild stören". Sondern weil sonst kaum jemand einen Fünfer Byzanz ist im modernsten Gewande wieder auferstanden. Mit allem für einen jener Stühle aufwenden würde. Das heißt, genau Bomp werden Hundeseelen zu Grabe getragen. Selbst der Hunde­betrachtet ist die Sache natürlich umgekehrt: weil die Bänke friedhof des Philosophen von Sanssouci ist seiner halb eingeschlafenen keine Lehnen haben, hat man findigerweise Lehnstühle zur hündischen Bestimmung entrissen worden. Hier sieht man auf einem Vermietung aufgestellt. mit Lauholz bewachsenen Hügel einen Denkstein, der den nicht allzu Hätte man flüglich in genügendem Umfange für Sitzpläge seltenen Namen Waldmann und den Todestag, 27. Oftober 1907, gesorgt, so würde man auch dies damit erreicht haben, daß trägt. Das treue Tier war der zu Tode gefütterte Liebling einer bei einer allerhöchsten Vorbeifahrt entschieden mehr Volf" nicht mal adligen Offizierswitwe. Es dürfte," so schreibt zu sehen wäre, das noch dazu im wahrsten Sinne, die Germania "," gewiß nicht allen Enthusiasten Sanssoucis Die dortige städtische markthalle mußte bekanntlich wie dann jedes patriotische Blatt melden dürfte, bekannt sein, zu welchen Bedingungen man dort Hunde ein schon vor mehreren Jahren geschlossen werden, weil die Geschäfte in die Straßen besetzt" hielte. Aber am Ende wird scharren darf. Ebenso dürfte es wohl nicht jedermann ein- ihr derartig schlecht gingen, daß die Standmieten die Unkosten nicht gerade hierin die maßgebende Behörde unterschätzt? Am leuchten, weshalb die Schrullen eines vergangenen Jahrhunderts deckten und der Magistrat kein Geld zusehen wollte an diesem un­Ende hat man all dies durchaus studiert mit heißem Bemüh'n wieder topiert werden sollen. Solcher Tierfultus ist gröbster Unfug. rentablen Betriebe. Abzuwarten bleibt, ob sich jetzt das neue Unter­nehmen halten wird. und dennoch davon Abstand genommen". Zweifellos! Bumindest tönnte sich doch die vornehme Dame ihren Waldmann in Unsere liebe Polizei" hat ja seit Jahren systematisch Leute eigener Erde bestatten lassen, anstatt mit dem guten Beispiel in Arbeiterkleidung, auch wenn sie Stragen und Schlips trugen, aur Gründung eines Zentralfriedhofes für Hunde in Sanssouci von diesen Bänken verwiesen. Man denke an die große voranzugehen!" Bauarbeiteraussperrung!

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Sicher fürchtete eine weise Be- Weshalb so viel fromme Aufregung, Frau Germania? Wir hörde, die auf den Bänken Sitzenden, magere, blaffe Ge- freuen uns immer diebisch, so etwas aus Byzanz zu hören. Der stalten, tönnten der Verdauung einer Fürstlichkeit schaden, Offizierswitwenköter ruht in geweihter Erde, auf töniglichem Boden. die nach Tische eine fleine Tiergartenfahrt machen will. Er genießt die hohe Ehre, neben den göttlichen Windhunden des Am Ende würden ja all die guten Sachen im hohen Magen ollen Frigen von seinem Heldendasein auszuschlafen, und schon da­beim Anblick des Elends in offenen Aufruhr geraten. Auf- für hat er den Hundehimmel redlich mitverdient. Leicht sei ihm die ruhr! Mitten unter den Linden!... Darum Heil dieser Erde von Sanssouci ! Am jüngsten Tage wird er erzählen können, weisen Behörde, die vorbeugend dem Publikum die Sig wie man zu seiner Beit, im Zeitalter der sogenannten Humanität, gelegenheit beschränkt, die nur demjenigen, der ein paar die Hunde der Reichen nach dem Tode ehrte und wie man etwas Extrapfennige übrig hat und einen fönigstreuen Rock befigt, weniger human und ehrenvoll die Menschenkadaver auf den Armen einen Stuhl bewilligt; einen Stuhl, der noch dazu die Eigen- firchhöfen verscharrte. schaft hat, beim Nahen hoher Herrschaften sich drehen zu Lassen! Heil drehbaren auch diesen Stühlen, die so gut begriffen haben, worauf es in Berlin ganz besonders und immer wieder ankommt: die sich nach Bedarf drehen und wenden lassen, die lassen, die am Ende zusammenklappen fönnen, und die man überdies für sein gutes Geld sich kaufen kann!

Redakteurfrenden.

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den nördlichen Stadtteilen fein Unwesen treibt. Der Betrüger, der Ein dreistes Schwindelmanöver wendet ein Gauner an, der in etwa 30 Jahre alt ist, sucht solche Ehefrauen auf, deren Männer sich nicht in der Wohnung aufhalten. Er behauptet dann, daß er bor einiger Zeit dem Manne, dessen Freund er sei, eine Geldsumme ge­borgt habe und er müsse das Geld jetzt unbedingt zurück haben, da er es notwendig brauche. Tatsächlich beruht die ganze Sache auf Shivindel. Da der Gauner äußerst sicher auftritt, so bleiben die Erfolge bei seinen Schwindelmanövern auch nicht aus. Es sei daher dringend vor ihm gewarnt.

Ein Privatmarkt wird seit kurzem wieder auf dem Gesund brunnen, dicht neben der Ringbahnstation, an der Ecke der Bad­und Behmstraße, am Montag und Donnerstag bis mittags 1 Uhr abgehalten. Die Zahl der dort ihre Waren feilhaltenden Händler ist haben sie auf gemeinschaftliche Kosten Bons gratis hauptsächlich in steter Zunahme begriffen, und um die Kundschaft heranzuziehen, in Arbeiterkreisen verteilt, die beim Einkauf für 20 Pf. angerechnet werden und bis zum 15. Juli Gültigkeit haben.

Vom Mädchen für alles. Um eine Katze zu befreien, die sich bei der Jagd auf Spazen in einer hohen Platane verstiegen hatte, wurde die Feuerwehr nach dem Planufer, Ecke der Tempelherren­straße gerufen. Micze miaute jämmerlich, Stein und Bein er weichend. Die Feuerwehr erschien und holte das junge Tier zum Gaudium der Bassanten mittels einer Leiter herunter.

Die Kinderspiele des Berliner Arbeiter- Turnvereins Fichte" werden fortgesetzt am Sonntag, den 12. Juli. Gespielt wird in den Vormittagsstunden unter Leitung von Turnern und Turnerinnen an fünf folgenden Stellen: 1. auf dem Spielplatz im Friedrichs­ hain , 2. auf dem Spielplatz im Treptower Part, 3. auf dem Tempel­hofer Feld, 4. auf dem Sportplatz Behmstraße, 5. in der Jungfern­heide. Kinder, die teilnehmen wollen, fönnen sich vorher vers fammeln an folgenden Santmelpunkten: 1. für Friedrichshain : a) am Kriegerdenkmal vor dem Landsberger Tor, b) in der Peters­burger Straße am Baltenplay; 2. für Treptower Park: an der Oberfreiarchenbrüde; 3. für Tempelhofer Feld: a) auf dem Cha­missoplatz, b) in der Hagelbergerstraße, Ecke Yorkstraße, c) auf der Um den Redaktionsstuhl mit dem Gefängnisschemel zu ver- Fontanepromenade am Kaiser- Friedrich- Plak; 4. für Sportplas tauschen, dazu gehört bei einem sozialdemokratischen Redakteur nicht Behmstraße: a) auf dem Vineta- Platz an der Normaluhr, b) am gar viel. Unsere Staatsanwaltschaft achtet mit Argusaugen auf den Bahnhof Gesundbrunnen , c) auf dem Nettelbeckplatz, d) in der Inhalt unseres Blattes und flagt an, was das Zeug hält; die Reinickendorfer Straße, Ede Schulstraße, e) in der Schönhauser Strafanträge sind ja leicht zu haben und Nichter finden sich auch, Allee, Ecke Schivelbeiner Straße; 5. für Jungfernheide: am Bahn­Was braucht das übrige Volt Sikgelegenheit unter Sen die verdonnern. Und da der Vorwärts- Staatsanwalt, Herr Steinhof Beuffelstraße. Abmarsch von allen Sammelstellen morgens Linden! Hat es die nicht rings um Berlin in reichem Maße? brecht, den Hauptwert nur auf eine Gefängnisstrafe legt, erreicht er Uhr( nur von Beusselstraße 8 Uhr). Willkommen ist jedes Hat nicht jeder Preuße das unbestrittene Recht, jederzeit die es auch mit der Zeit, daß seinem Wunsche vom Gericht entsprochen Staatspension zu beziehen und sich dort nach Herzens und wird. Der Redakteur ist zur Strecke gebracht. Breßfreiheit nennt Das Provinzialfängerfest des Arbeiter- Sängerbundes Berlin und Gesäßes Lust fattzusiten? man das bei uns. Gestern hat wieder einer unserer Kollegen, der Umgegend fand am Sonnabend, Sonntag und Montag in Luckenwalde Durch solcherlei Gedankengänge getröstet und gestärkt, Genoffe Wermuth, das Gefängnis in Tegel beziehen müssen, statt. Dasselbe hatte unter der Ungunst der Witterung zu leiden, berläßt man die Linden, geht behutsam unter dem Gaule des wo er drei Monate verbüßen soll wegen Beleidigung des Amts- trafen dort bereits am Sonnabend ein. Ein nach Tausenden zäh nahm aber trotzdem einen prächtigen Verlauf. Gegen 800 Sänger alten Friz" durch, damit er einem nicht auf den Kopf tritt, richters Stargardt in Mittenwalde . Hoffentlich übersteht unser Freund lendcs Bublifum erwartete die Sängerschar und begleitete dieselbe und lenkt hinüber nach der Universität. Aus der Zeit, wo die Zeit ohne förperliche Nachteile. Außer Wermuth befindet sich auch unter flingendem Spiele nach dem Bürgerhof", woselbst ein Kom­man hier das Bürgerrecht hatte, weiß man, daß unter den Genosse Hans Weber in Tegel . Bäumen, schattig und schön, bequeme Bänke stehen. Jetzt, zur Mittagsstunde, sind sie leer. Wer müde ist, pflegt über­

Das sind so die Freuden eines Redakteurs.

Kind.

mers abgehalten wurde. Die Generalprobe, welche Sonntag vor­mittag im Tivoli" stattfand, ließ erkennen, daß in gesanglicher Beziehung das bestmöglichste geleistet werden würde. Am Sonntag