Auch auf die Papierwarenindustrie haben die neuen Handelsberträge einen schädlichen Einfluß ausgeübt; sie ist da durch gezwungen worden, ihr Exportgeschäft auf Holland und England zu beschränken. Das Auslandsgeschäft der Schälmühlen nach Rußland ist infolge des hohen Bolles bis auf ein Minimum zurüdgegangen."
Erwähnt sei noch, daß die Sozialdemokraten seinerzeit diese unheilvollen Folgen voraussagten, leider aber tauben Ohren predigten. Und wenn Agrarier und Zentrümler immer noch zu behaupten wagen, Deutschland sei mit seiner Bollpolitit auf dem rechten Wege, so werden sie durch solche Urteile von offiziellen Vertretungen des Handels und der Industrie Lügen gestraft.
Industrielle Expansion.
Wie es im Wesen der Riesenunternehmungen liegt, ihre Polypen arme immer weiter auszustrecken, zeigt recht deutlich die Gesellschaft Friedrich Krupp in Essen, welche in diesem Jahre auf der FriedrichAlfred- Hütte eine Reihe weiterer Hochöfen errichtet. Ferner berhandelt die Direktion über die Errichtung einer Zweigniederlassung in Bukarest mit dem zurzeit in Essen weilenden rumänischen Kriegsminister. Die Firma Krupp soll das Arsenal in Bukarest und die staatliche Munitionsfabrit auf 75 Jahre übernehmen.
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Fledderei im Stadtbahnzug.
Verfammlungen.
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näm
Berschiedene Industriezweige sind durch den Rat zu geben: Wenn er verfolgt werbe, Samn folle er sich doch daß die Wohnung bis auf das Tekte Möbelstück ausgeräumt war. die neuen Handelsverträge schwer geschädigt einen Revolver einstecken, und wenn er die Gesellschaft, die ihn Gr überraschte gerade noch einen Mann, der im Begriff war, in worden. Der Maschinenindustrie haben die mit den Handels- so bedrohe, einfach niederschieße, dann werde ihm das niemand ver- aller Gemütsruhe einen Spiegel abzuhängen. Zwischen beiden berträgen eingetretenen Zollerhöhungen den Export u. a. nach denken. tam es zu einem Handgemenge, bis durch die Hilferufe des E. Spanien , Desterreich- Ungarn, Rußland , Italien , Rumänien er- Wenn Arbeitswilligen, die ja meist nicht zu den besten Gle- Hausbewohner herbeieilten. Es ergab sich, daß während der AbNeben den genannten Ländern ist der Farbenfabri- menten gehören, vom Richtertische aus solche Ratschläge erteilt wesenheit des E. drei Einbrecher mit einem Möbelwagen vor kation durch die hohen Zölle der Export auch nach Frankreich werden, dann darf man sich nicht wundern, wenn solche Elemente gefahren waren und in aller Seelenruhe die Wohnung ausgeräumt aur Unmöglichkeit geworden. glauben, einem Streifenden gegenüber dürften sie straflos die hatten. Sie waren bei dieser Arbeit nicht im geringsten behindert schwersten Verbrechen berüben. Der Vorsißende ein junger worden, da jeder glaubte, daß es sich um einen richtigen Umzug Richter, anscheinend ein Assessor sollte sich nicht wundern, wenn handelte. Der Festgenommene wurde durch den Erkennungsdienst ein Arbeitswilliger seinen Rat nicht nur als einen Hintveis auf als der Kellner May Tews ermittelt. Er weigerte sich beharrlich, das Notwehrrecht auffaßt, und wenn er dann als Mörder, der seine Komplizen anzugeben und behauptete, er wäre von zwei unRichter aber als Anstifter zum Mord angeklagt und verurteilt wird. bekannten Beuten zu dem Umzuge" angestellt worden. Die Polizei Es gibt kein Gesez, das einen Richter zu solchem Rat ermächtigt. ermittelte schließlich, daß der ganze Plan des Einbruchs von Pusch ausging, der früher bei G. als Schlafbursche gewohnt hatte. Das Gericht erkannte mit Rücksicht auf die Schwere der Tat gegen Gin teures Schläfchen hat sich der Bierfahrer Schenk geleistet, Wenczerek auf 4 Jahre Zuchthaus und gegen Busch und Tews auf welcher als Zeuge vor der 4. Ferienstrafkammer des Land- ie 2 Jahre Zuchthaus. gerichts III erscheinen mußte, um Beugnis wider den Konditor Gebhardt Gause abzulegen, der ihn in eine sehr unangenehme Situation gebracht hatte. Am 16. April d. J. hatte Schenk an einer Geburtstagsfeier eines Bekannten teilgenommen. Als er gegen 12 Uhr nachts die Treppe zum Bahnhof Alexanderplat Die Krise in der Metallindustrie und das Berhalten der Firma hinaufging, bersagten schon seine Füße den Dienst, da er sich an Julius Pintsch . dem Geburtstagsbier etwas zu sehr gütlich getan hatte. Kaum Am 14. Juli fand in Stecherts Festsälen eine zahlreich be faß er dann in dem Stadtbahnzuge, um nach seiner in Schöneberg gelegenen Wohnung zu fahren, als ihn die Müdigkeit übermannte. suchte Versammlung der Arbeiter von Julius Pintsch , In ganz unauffälliger Weise hatten schon vorher zwei Männer den Aktiengesellschaft, statt, um die Mißstände zu besprechen, S. berfolgt. Auf dem Bahnhof stiegen sie erst in ein Nebenabteil die in dem großen Betriebe dieser Firma in der Andreasstraße und beobachteten mit Hilfe eines Spiegels den Schlafenden. Als herrschen und immer ärger werden. Wie aus den Ausführungen dieser nach kurzer Zeit gewisse Schnarchlaute ertönen ließ, begaben des Referenten Wüde hervorging, benutzt diese Weltfirma, die sich die beiden Männer in das Abteil, in dem Schenk saß. Um auch noch im vorigen Jahre gang kolossale Ueberschüsse erzielte ganz sicher zu gehen, daß S. fest schlief, hielt ihm der eine der lich nach allen Abschreibungen noch einen Reingewinn von fast Vom Handwerk mit dem goldenen Boden. Fledderer ein brennendes Streichholz vor das Gesicht, während ihn 5 Millionen Mark, die Krise dazu, die Arbeitslöhne immer mehr In einem Rückblick auf die Zusammensetzung der Jahresver- der andere mit einer Feder an der Nase fiselte. Erst als S. trok herabzudrücken. Abzüge über Abzüge werden in allen Abteilungen fanimlung des Deutschen Buchdruckervereins( Prinzipale) hatte die dieser Versuche ruhig weiter schlief, gingen die beiden Diebe an die des Betriebes den Arbeitern aufgezwungen, und zwar von 25 bis Deutsche Buchdruckerzeitung" auf das Schwinden des fleinen und Arbeit. Nachdem sie durch vorsichtiges Betasten festgestellt hatten, 34 70 Prozent. Besonders soll sich dabei ein Wertmeister Fit. mittleren Buchdruckereibesizers hingewiesen, die fast böllig vom wo sich Uhr und Portemonnaie des Schlafenden befanden, schnitt ting hervortun, der sogar, wie der Redner erwähnte, während Großbuchdruckereibefizer, vom Industriellen und Fabrikanten ab einer von ihnen mit einer besonders konstruierten haarscharfen seiner Urlaubszeit Abzüge bis zu 40 Prozent tele. gelöst seien. Industrie und Handwert böten heutzutage das Bild Scheere die Beinkleider des Schlafenden auf. Der zweite Fledderer graphisch anordnete. Dabei werden in dem Betriebe erwach eines Löwen, der mit der Maus spielt. Mache der Löwe Ernst, sei schnitt unterdessen die Westentasche auf, so daß die Uhr herausfiel. fenen Arbeitern Anfangslöhne von 33 Pf. die Stunde gezahlt. Daß Dieben auch. Kurz vor der Gin- die Arbeiter wegen der Abzüge, vorstellig wurden beim Obermeister, es um die Maus geschehen. Dazu bemerken die„ Mitteilungen" Beides gelang den des Gauvereins Berlin( Gehilfenorganisation): fahrt zum Bahnhof Savignyplak wurde S. durch einen Betriebsinspektor, ja beim Direktor, blieb erfolglos. Die Antwort „ Endlich fängt es auch bei der Deutschen Buchdruckerzeitung" talten Luftzug aufgeweckt und fah nun zu seinem Entfeßen, daß war und ist: wem's nicht paßt, der kann gehen. Ob er erst fürzan zu dämmern, daß die Tage des Handwerks gezählt find. Um seine Beinkleider in einzelnen Streifen an ihm herunterhingen. lich eingestellt wurde, ob er ein Dusend Jahre dort tätig ist, tüm das zu beweisen, braucht sie doch aber nicht erst die Zusammen. Da er noch gesehen hatte, wie ein Mann in das Rebenabteil ging, mert die Firma nicht; ohne Gnade fliegt jeder hinaus, der sich die setzung der Generalversammlung des Deutschen Buchdrudervereins. hielt er diesen fest. Zwischen beiden entstand eine fürchterliche unerhörten Lohnbrüdereien nicht gefallen läßt. Dazu verlangt die Weiß sie denn nicht, was um sie vorgeht? Sind nicht die Riesen Prügelei, bei welcher der Fledderer den fürzeren zog. Nachdem Firma noch, daß jede, auch die fleinste Affordarbeit, aufgeschrieben druckpaläste von Scherl, unstein, Mosse schon längst die Vorboten ihn der Bestohlene windelweich geprügelt hatte, wurde er den wird von dem Arbeiter, der Bezahlung dafür nicht erhält. Die des zu Grabe gehenden Handwerks? Wie lange wird es dauern und Stationsbeamten übergeben. Inzwischen hatte der Komplize des Arbeiter büßen durch diese Schreiberei wöchentlich den Lohn ein die Fusionen der größten und größeren Firmen werden vor sich gehen, Festgenommenen genügend Zeit, mit dem Portemonnaie des G., für 4 bis 7 Arbeitsstunden, während die Firma allerdings mehrere und das Handwerk wird, wohl oder übel, immer mehr in ab- welches 42 M. enthielt, die Flucht zu ergreifen. Auf der Polizei Buchhalter spart. Ferner wird darüber geklagt, daß die Arbeiter hängigkeit von diesen Riesenbetrieben sein Dasein fristen. Es ist wache stellte es sich heraus, daß S. einem als gewerbsmäßigen fich trotz der elenden Affordpreise auch noch Werkzeug selbst her. eben heute trotz aller Schöntuerei tein Boden mehr für das Stadtbahnfledderer bekannten Diebe, dem jebigen Angeklagten stellen müssen, oder daß sie mit einer Feile arbeiten müssen, bis sie Handwerk. Die Gehilfenschaft braucht sich indes Gause, zum Opfer gefallen war. Die Straffammer hielt mit Rück- gänzlich blant ist, ehe eine neue zu haben ist. Dann fehlt es auch Wohl hat die Direktion zusicht darauf, daß durch derartige Eisenbahnpiraten die allgemeine an den nötigen Wascheinrichtungen. Harüber nicht zu grämen, wenn der Löwe die Sicherheit im Verkehrsleben start gefährdet werde, den Angeklagten gestanden, daß die Arbeiter sich 5 Minuten vor Schluß der ArbeitsMaus auffrißt." Es gibt natürlich troß dieser verständigen Auffassung immer noch für das Buchthaus reif. Das Urteil lautete demgemäß auf 1 Jahr zeit waschen dürfen, aber andererseits wird jeder mit 50 Pf. Strafe Leute, die zu bestimmten Zweden das Gegenteil behaupten. und 6 Monate Zuchthaus , 3 Jahre Ehrverluft und Stellung unter bedacht, der nicht 15 Minuten nach Feierabend den Betrieb berlassen hat. Bolizeiaufsicht. Diese verschiedenen Mißstände sind nur einige von den vielen, die auf dem Arbeiterpersonal der Firma lasten. Die Vers sammlung nahm einstimmig folgende Resolution an: " Die Versammlung der Arbeiter der Firma Julius Pintsch beschließt:
"
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Die Abrechnungsstellen der Reichsbant, die den Geldverkehr ein facher und billiger gestalten, indem sie die baren Zahlungen durch Verrechnung: Gutschrift und Belastung mit Hilfe des Girokontos der Beteiligten bei der Reichsbant, erseßen, weisen im ersten Halbjahr 1908 einen Umsatz von 22 869 Millionen Mart auf. Das ist der höchste bisher erzielte Betrag. Insgesamt ergibt sich folgende Entwickelung der im Jahre 1884 nach dem Muster der englischen Claring- Houses eingerichteten Abrechnungsstellen.
enfahresumsatz
1905 18,4
( Umsatz in tausend Millionen Mart ). 1884 1890 1895 1900 1905 1907 12,1 17,99 21,28 29,47 87,6 45,3 1902 1907 1908 Umjaz im 1. Halbjahr 15,1 22,39 22,87 Der Umsatz im ersten Halbjahr 1908 weist den bisher erreichten höchsten Betrag auf: 21 Prozent mehr als das Vorjahr, über 1 Milliarden mehr als das ganze Jahr 1895 und fast doppelt so biel als 1884. Diese Entwidelung ist auch durch die Ersparnis an gemünztem Metall volkswirtschaftlich von Wichtigteit. Durch die Schaffung bantmäßiger Einrichtungen bei der Großeinkaufsgesellschaft genossenschaften des Vorteils dieser sparsamen und bequemen deutscher Konsumbereine werden nun auch die deutschen Konsum
Bahlungsmethode teilhaftig.
Gerichts- Zeitung.
Ihr werdet Euch noch im Betriebe das Genid brechen! Um vergangenen Donnerstag war, wie uns erst jetzt mitgeteilt wird, vor der 182. Abteilung des Schöffengerichts Berlin- Mitte ein Former wegen angeblichen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbeordnung angeklagt. Er hatte zu einem Arbeitswilligen beim Streit in der Hartungschen Fabrit gesagt:" Ihr werdet Euch im Betriebe noch das Genick brechen." Der als Belastungszeuge auftretende Arbeitswillige, ein Schmied mit Namen Heese, will diese Worte so aufgefaßt haben, als ob der Angeklagte meinte, die Streitenden würden den Arbeitswilligen das Genid brechen. Das Gericht hielt jedoch für festgestellt, daß die Bemerkung des Angetlagten nur den Sinn hatte: Die ungeübten, mit den Gefahren des Betriebes nicht vertrauten Arbeitswilligen würden höchstwahr. scheinlich Unfälle in dem gefahrbringenden Betriebe erleiden. Der Angeklagte wurde natürlich freigesprochen. Bemerkenswert ist ein Vorkommnis während der Verhandlung. Der Belastungszeuge fuchte seine angebliche Befürchtung, der Angeklagte habe ihm das Genic brechen wollen, dem Gericht dadurch glaubhaft zu machen, daß er eine Schauergeschichte bortrug, die er bei einer früheren Gelegenheit erlebt haben will, wo er nach seiner Behauptung von Streifenden gewalttätig angefallen sein will. Der Richter, der schon vorher äußerst rückständige Ansichten über die Streikenden im allgemeinen geäußert hatte, verstieg sich nun soweit, dem Beugen
Zum Reichsvereinsgeseh.
Nach§ 2 des altpreußischen Vereinsgeseßes hatten Vorsteher von Vereinen, welche eine Ginwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwecken", Statuten des Vereins und das Verzeichnis der Mitglieder der Polizei einzusenden. Die Pflicht zur Einreichung des Mitgliederverzeichnisses ist im Reichsvereinsgefet fortgefallen. Es besteht nach§ 3 des Reichsvereinsgefehes nur noch für einen Verein, der eine Einwirkung auf politische Angelegenheiten beatvedt( politischer Verein)", die Verpflichtung, die Sabung sowie das Verzeichnis der Mitglieder des Vorstands, nicht aber der Mitglieder, der Polizeibehörde einzureichen.
Da man unter politischen Vereinen solche versteht, die unmittelbar den Staat, seine Gesetzgebung oder Verwaltung berühren oder seine Organe und Funktionen in Bewegung seben, so werden gewerkschaftliche Vereine hierzu nicht zu rechnen sein. Anders hat dieser Tage das Schöffengericht in Schneidemüht entschieden.
Am 12. Dezember v. J. sandte Genosse Haeste, der Vertrauens mann der Glasarbeiter von Usch, der Polizeibehörde ein Statut des Zentralverbandes der Glasarbeiter und Arbeiterinnen Deutschund verlangte ein Verzeichnis der Witglieder der Bahlstelle und lands zur Kenntnisnahme. Die Polizei retournierte das Statut ein solches des Vorstandes. H. stand zu Diensten. Der Polizei genügte aber das Verzeichnis nicht und fandte es zwecks Vervollständigung wieder an H. zurüd. Dieser unterließ jetzt weitere Anzeigen. Das wurde nun von der Behörde als Vereinsgesetzübertretung angesehen. Gegen H. erging eine polizeiliche Strafberfügung. Auf Einspruch hiergegen hatte das Schöffengericht in Schneidemühl dieser Tage zu entscheiden. Nach Ansicht des Ge. richts liegt die Tätigkeit des Zentralverbandes der Glasarbeiter Aus diesem Grunde auf wirtschaftlich- politischem Gebiete. unterliege er auch dem§ 3 des Reichsvereinsgefeßes vom 11. April 1908. Deshalb verurteilte das Gericht H. wegen Nichteinreichung des Verzeichnisses des Vorstandes zu 3 M. Geldstrafe oder 1 Tag Haft. Gegen das Urteil ist bereits Berufung eingelegt.
Eine unangenehme Ueberraschung
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1. der Direktion schriftlich den Wunsch zu unterbreiten, daß. bevor weitere Entlassungen von Arbeitern stattfinden, eine all gemeine Berkürzung der Arbeitszeit bis auf 6 Stunden herbeis geführt wird;
2. daß bei weiteren Arbeiterentlassungen eine zu wählende Kommission hinzugezogen wird, um auch den Anschein von Maß regelungen zu vermeiden;
3. Daß ein Arbeiterausschuß mit möglichst weitgehenden Rechten geschaffen werde.
Im übrigen erklären die Versammelten einmütig, daß sie nur in dem Anschluß an eine große moderne Arbeiterorganisation das Mittel erbliden, die größten Schädigungen, die die Arbeiter durch die kapitalistische Gesellschaftsordnung erleiden, zu beseitigen, da solche Organisationen allein es sind, welche durch weitgehende Unterstüßung der Arbeitslosen und im ständigen Kampf gegen weitere Verschlechterungen der Lebenslage der Arbeiter die Aufgaben erfüllen, in denen Staat und Gesellschaft versagt."
es bei Pintsch sogar an einem Arbeiterausschuß, durch den die Wie aus den oben mitgeteilten Wünschen" hervorgeht, fehlt Arbeiter ordnungsgemäß ihre Beschwerden vorbringen könnten. Die Firma, die gelegentlich mit ihrer Humanität" zu glänzen sucht, will von einer solchen Einrichtung nichts wissen.
Herr Pintsch hat die Gewogenheit gehabt, auf die Resolution zu antworten. Er schrieb folgenden Brief: Berlin O. 27, den 18. Juli 1908. Herrn Hermann Gries.
Ihr wertes Schreiben vom 16. cr. haben wir erhalten. Es dürfte auch Ihnen bekannt sein, daß unsere Arbeiter jederzeit das unbeschränkte Recht haben, uns ihre Wünsche vorzutragen. Es bedarf daher feinerlei Vermittelung.
Hochachtungsvoll
ist dem Postkartenhändler Ewald durch ein Verbrechertrio bereitet worden, welches gestern aus der Untersuchungshaft der 3. Ferienstraftammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Wegen schweren Zu dem Schreiben ist zu bemerken, daß die Arbeiter zwar das Diebstahls im strafschärfenden Rüdfalle waren angeflagt der Klempner Karl Wenczerek, der Zapfer Georg Busch und der Kellner Recht haben, ihre Wünsche vorzutragen, daß aber mit einer unMar Tews. Alle drei Angeklagte sind der Kriminalpolizei seit angenehmen Regelmäßigkeit diejenigen, die Beschwerden vorgetragen langem als Personen bekannt, die außer glühendem Eisen und haben, nach ganz furger Beif- wegen Mangel an Arbeit"- Mühlsteinen nichts liegen lassen können. Ihr getreues Konterfei entlassen werden. befindet sich ebenfalls schon längere Zeit in dem großen Bilderbuch" des Erkennungsdienstes im Polizeipräsidium. Eines Tages im April d. J. wurde dem in der Elsasser Straße wohnhaften Postkartenhändler Ewald eine eigenartige Ueberraschung zu teil. Als er gegen Abend feine Wohnung betrat, fand er sämtliche Türen weit offen stehend. Beim Nähertreten machte er die Entdeckung,
"
Diskutierklub" Freies Wort". Heute, 8 Uhr, bei Schulz, Schreinerstr. 18. Fortschungsbesprechung der Forderungen und Ziele der Sozialdemokratie. Gäste willkommen. Leses und Diskutierklub" Südost". Heute abend 81, Uhr bei Tolksdorf, Görliger Straße 58. Bersammlung. Fortsetzung des Bortrags: Unser Barteiprogramm". Gäste willkommen.
Für den Inhalt der Inferate Bernhard Bead emi Schiller- Theater O. Kleines Theater. Theater des Westens . Urania.
übernimmt die dem Publikum gegenüber keinerlei Metropol. Das muß man seh'n.
Verantwortung.
Theater.
Mittwoch, den 22. Juli Neues tgl.Operntheater. Baltüre. ( Unjang 62 Uhr.)
Anfang 8 Uhr.
Dentiches. Die Brettlgräfin. Kammerspiele. Gelbstern. Neues. Der Berrissene.
Neues Schauspielhaus.
Kleines. 2 × 2= 5.
Die
Lustspielhaus. Die blaue Maus. Westen. Ein Walzertraum. Schiller 0.( Wallner Theater.) Martha. Friedrich Wilhelmstädt. Schau: spielhaus. Die Diebin Thalia. Der Mann mit dem Motrocks.
Wintergarten. Spezialitäten. Apollo. London Suburbia. Spe zialitäten.
Pafiage. Berlin in Stimmung. Spezialitäten. Carl Haberland. Spezialitäten. Reichshallen. Winter Thymian. Walhalla . Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Die Kruppschen Werke. Sternwarte, Invalidenstr. 67/62.
Friedrich- Wilhelmstädtisches
8 up. Schauspielhaus. 8 115r.
Pilk.
( Wallner- Theater.) Morwit- Oper. Mittwoch, abends 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel : Martha oder Der Markt zu Richmond Donnerstag, abends8Uhr: Oberon, König der Elfen. Freitag, abends 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel : Die weiße Dame.
Z
OOLOGISCHER
CARTEN
Täglich:
Sommerſpielzeit Leitung v. G. Bilt Gr.Militär- Doppel- Konzert
Mittwoch, den 22. Juli: Die Diebin. ( Leah Kleschna.) Sensationsschauspiel in 4 Aften von E. M. S. Mc. Lellan Donnerstag: Die Diebin. Freitag: Die Diebin
Eintritt 1 M.
von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren
die Hälfte.
Mittwoch, den 22. Juli cr., Anfang 8 Uhr: 2 mal 25. Donnerstag: 2 mal 2= 5. Freitag: 2 mal 2=$ 5. Sonnabend: 2 mal 2 5.
Lustspielhaus,
Abends 8 Uhr:
Die blaue Maus.
8
Ein Walzertraum. Operette von Dslar Strauß.
DERNHARD ROSE THEATED
Br. Frankfurter Str. 132. Das Geheimnis v. New York Anf. 8 Uhr. Sommerpreise. Auf der Gartenbühne: Anfang 4, Uhr. Theatervorstellung. Spezialitäten.
Metropol- Theater olksgarten- Theater
8um 304. Male:
Das muß man seh'n.
Revue in 12 Bildern m. Ges. und Tanz. Rauchen gestattet. I Anfang 8 Uhr.
Täglich:
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Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung.
Nenes RiesenProgramm.
Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr:
Die Kruppschen Werke.
Berliner Prater- Theater
Kastanien- Allee 7-9. B Täglich
Die Welt ein Paradies
große Ausstattungs- Revue und erstklassige Spezialitäten. Anf. Sonnt. 4 Uhr, Wochent. 4 Uhr. Im Saale : Täglich gr. Ball.
Fellx Scheuer