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Depeschen:

( Depeschen des Bureau Herold.)

einzutreten. Die Berliner Delegirten haben daher den Auftrag, von 20 Pfennig wöchentlich 9 Mart auf 4 Wochen gewährt. Bei auf der Generalversammlung die Vornahme einer allgemeinen diesem Sage steht sich der Verein gut, und glaubt deshalb Urabstimmung über die Frage der Arbeitslosen- Unterstützung zu Redner die Arbeitslosenunterstützung empfehlen zu müssen. beantragen. Andererseits wird betont, daß, wenn die Unterstützung eingeführt wird, der Beitrag bedeutend erhöht werden muß. Leipzig , 23. Februar. Das Reichsgericht verwarf die Ne­In der kombinirten Versammlung aller Filialen Auf Vorschlag des Vorsitzenden erhält der als Gast heute ein- vision des Redakteurs der antisemitischen Wochenschrift Rheinische der Maler, Lacirer und Anstreicher stand als erster getroffene Vorsitzende des Buchdrucker- Verbandes Döblin das Wacht", Gerhard ten Winkel in Elberfeld , welcher am 4. No­Punkt der Arbeitsnachweis zur Tagesordnung. Da Genosse Wort, um seine Erfahrung auf dem Gebiete des Unterstüßungs- vember v. J. vom Landgericht Elberfeld wegen Beleidigung des Gründel sein Lokal, in dem jetzt der Arbeitsnachweis stationirt wesens mitzutheilen. Er empfiehlt im allgemeinen die Arbeits- Ersten Staatsanwaltes Baumgard, des Landgerichtsrathes Brixius ift, aufgiebt, so trat die Frage heran, ein anderes Lokal für den losen- Unterstüßung, weil die heutige Misère dazu zwänge. Um und des Richterkollegs zu Cleve im Buschoff- Prozesse zu drei Arbeitsnachweis zu finden. war. Die Revision Mit den Vorarbeiten hierzu wurde einen Fortschritt in der Organisation zu erreichen, müßten in Monaten Gefängniß verurtheilt worden eine Kommission betraut. Kollege Wendker gab bekannt, daß folge der wirthschaftlichen Verhältnisse die Unterstüßungskaffen wurde damit begründet, daß der jüdische Aſſeſſor Salomon als er zum 1. April das Amt eines Arbeitsvermittlers aufzugeben eingeführt werden. Selbst die Vertreter der Arbeiter im Reichs- Richter nicht abgelehnt worden war. genöthigt sein werde. Die Berathung dieser Angelegenheit wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. Demnächst erstattete die Siebener Kommission über die Fachschule Bericht. Derselbe betraf den Lehrer Ahelle und die Filiale Friedenau . Die Streit fache fand dadurch ihre Erledigung, daß nach langer Debatte der von der Siebener Kommission angenommenen Resolution des Inhalts, daß sie mit dem Verhalten der Fachschul- Kommission nicht einverstanden ist, seitens der Versammlung mit Majorität zugestimmt wurde.

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Die Versammlung der Posamentiere am 22. Februar wählte zunächst in der Person des Herrn Hartung einen Dele girten zur Streit- Kontrollkommission. Darauf hielt Frl. Ba a der einen Vortrag über: Die Frau und der Sozialismus". Rednerin gab eine Darstellung der Entwickelung der Arbeits- und Aus­tausch- Verhältnisse seit der Zeit des Urkommunismus und zeigte, wie mit den Veränderungen im wirthschaftlichen Leben der Menschen auch die gesellschaftliche Stellung der Frau eine andere wurde. Sie ging dann näher auf die Zustände in der kapita­ listischen Gesellschaft ein, besonders die Verhältnisse berück­sichtigend, welche der Frauen Leben mehr oder minder berühren. Die kritisirten Ungerechtigkeiten aller Art, so führte Referentin zum Schluß aus, würden nur mit der Beseitigung der bestehenden Klassenwirthschaft aus der Welt geschafft. Pflicht aller Arbeiterinnen sei es, den dahin zielenden Kampf der Männer kräftig zu unterstützen. Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. Ihm schloß sich eine lebhafte Debatte an, in welcher die Herren klau, Wolter, Berger u. a. den Standpunkt vertraten, nur ein intensiver wirthschaftlicher Kampf ermögliche die Abschaffung des Klassenstaats, während die Herren Kretschmann und Müller sowie der Vor­tragende es für richtiger erklärten, alle fich bietenden Kampfes­mittel zu benutzen, und somit auch den politischen Streit nicht zu vernachlässigen. Die Diskussion wurde in ruhiger, vollständig fachlicher Weise geführt.

Die in Holzbearbeitungs- Fabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen waren am Dienstag zahlreich versammelt. Ursprünglich war ein Vortrag der Frau Emma Ihrer über das Buch 31/2 Monate Fabrikarbeiterin" auf die Tagesordnung gesetzt worden. Da Frau Ihrer aber durch anderweite Verpflichtungen am Erscheinen verhindert war, so hatte Frau Rohrlack es übernommen, über dasselbe Thema zu sprechen. In eingehendster Weise übte dieselbe Kritik an der bekannten Broschüre der Frau Dr. Wettstein- Adelt und kennzeichnete den in der Schrift hervor­leuchtenden Bourgeoisstandpunkt, von dem aus die Verfasserin alles, was sie gesehen und erlebt, behandelt. Auf Antrag wurde von einer Diskussion über den Vortrag Abstand genommen. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten schloß die gut besuchte Versammlung.

Köpenick . Der hiesige Arbeiterverein hielt am 21. d. Mts. feine Mitgliederversammlung ab. Nach erfolgter Vorlesung aus " Moses oder Darwin " wurde vom Vorsitzenden bekannt gemacht, daß von der Verloofung im letzten Vergnügen noch drei Gewinne abzuholen seien; daffelbe hatte einen Ueberschuß von 22,25 M. ergeben. Ein Antrag, eine Agitationstour zu unternehmen, wurde angenommen und der 19. März hierzu festgesetzt. Versammlungs­ort ist der Heuplay, Aufbruch Morgens 51/2 Uhr. Ferner wurde noch auf die Vereins- Bibliothek und auf den hiesigen Naturheil­Verein aufmerksam gemacht und dann die Versammlung geschlossen. Im Arbeiterverein für Pankow und Umgegend hielt am 12. Februar Genosse Dr. Pinn einen Vortrag über Die Lügen unserer Zeit und die Sozialdemokratie". Auf Anregung des Vor­standes wurde sodann beschlossen, in allen hiesigen Lokalen, wo Arbeiter verkehren, durch Aushang die stattfindenden Vereinsver­sammlungen, Leseabende, Uebungsstunden der Gesangsabtheilung u. f. m. bekannt zu machen; die Art und Weise dieser Bekannt­machungen wurde dem Vorftande überlassen. Bei der Berathung der Bibliothekordnung führte der Antrag betreffs Einfüh­von Strafgeldern für nicht rechtzeitig abgelieferte Bücher eine lebhafte Besprechung hervor, nach welcher für gewisse Fälle die Erhebung von 10 Pfennigen Strafgeld beschlossen wurde. Nachdem noch der neue Wirth sich den Genossen in furzer Rede vorgestellt und erklärt hatte, daß er sich dem Geschäft hier an­schließen" werde, und der Vorsitzende noch einige Mittheilungen betreffs der Abrechnung über den durch Beschluß der Haupt­verfammlung aufgelösten Lese- und Diskutirverein Proletarier" gemacht hatte, fchloß der Vorsitzende die Versammlung mit dem üblichen Hoch auf den Verein und die Sozialdemokratie. Sodann folgte ein gemüthliches Beisammensein.

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tag treten für die Arbeiterversicherung von Reichswegen ein, und dieses genügt uns doch auch, daß diese Unterstützungen noth­wendig sind. Die Organisation würde sich bedeutend heben. Ein Schlußantrag wird angenommen.

Es wird beschlossen, die Arbeitslosen- Unterstüßung obligatorisch einzuführen; 25 Stimmen sind für, 7 gegen.

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Briefkaffen der Redaktion. 66. Kinderlosigkeit ist kein Ehescheidungsgrund. Eine Ehe­Dem Vorstand wird Entlastung ertheilt, ebenso dem Kassirer. scheidungsklage dauert im allgemeinen 1-2 Jahre. Ueber die prinzipielle Frage, ob der Verband sich in Gaue Papengarten. 1. Nein, nur Preußen können in Preußen falls nicht der Richter oder Mitgliedschaften eintheilen soll, erhält Döblin das Wort. aus der Landeskirche giltig austreten Derfelbe glaubt, daß die Eintheilung des Buchdruckerverbandes ein Versehen begeht. 2. Bebel's" Frau" in spanischer Uebersetzung nicht auf die Buchbinder angewandt werden könne. Er empfiehlt, ist im Erscheinen begriffen und nach Erscheinen fowohl durch erst auf grund der Erfahrung, die sich ergeben werde, die Dies, Stuttgart , wie durch die Buchhandlung des Borwärts", Eintheilung entsprechend dem Buchdruckerverband zu vervoll- Berlin , beziehbar. R. P. , Pallasstr. 3. Die Mutter haftet für die Sachen nicht, dari sich an den Sachen auch nicht pfänden.

ständigen.

Die nächsten Redner erklären fich vielfach für Eintheilung in Gaue, die aber nicht eine solche weitgehende Verwaltungs­befugniß haben sollen, wie bei den Buchdruckern. werden soll, ergab sich einstimmige Annahme. Bei der Abstimmung, daß der Verband in Gaue eingetheilt

die Gaue die Űrabstimmungen nur unter Beaufsichtigung der Ein Antrag, die Befugniß der Gaue betreffend, besagt, daß Vereine vorzunehmen haben.

Der Antrag wird angenommen.

Um 124 Uhr wird die Sigung auf 2 Uhr vertagt.

Dienst- Droschkenkutscher Berlins und Umgegend. Große

Versammung am Freitag, den 24. Februar, abends Uhr, te öffentliche Chausseestr. 88. Tagesordnung: Wahl eines Delegirten zur Streit- Kontrou Kommission und Anderes. Referent Rollege Schütte. Mufterzeichner- Verein Berlin , Freitag, den 24. Februar, Sigung im Vereinslotal, Landsbergerstr. 82.

9 Uhr, Schüßenstr. 29: Sigung.

Lepidopt. Vereinigung Orion". Freitag, den 24. Februar, Abends Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% Uhr: Süd Schule, Sagelsbergerſtr. 43: Unterricht in doppelte Buchführung und oberes); Rechnen. Süd- Ostfchule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in mathematit und mathematische Geographie. Oft Schule, Martusstraße Nr. 31: Unterricht in Geschichte( neue). Nord- Schule, Mülleritraße Mr. 179a: Unterricht in Physiologie, Rechnen. In allen Unterrichtsfächern,

mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx , Abends 8 Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 10. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. - Holzarbetter". Abends 8% Uhr im Lotale des Herrn Peterson, Veteranenftr. 22. Wilhelmshavenerstr. 23 bei kuba. Lese- und Diskutirtlub Otto Reimer, Abends 8 Uhr

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Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiser fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey.- Nord, Berg­ftraße 68, bei Keller. Vorwärts 1, S.O. Adalbertstr. 21, bet Roll. Buch= kummer'scher Gesangverein, Langeftraße 65, bei Tempel.

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binder Männerchor Berlins , Holzmarktstraße 3, bei Deter. glöckchen, Hochstr. 320, bei Wilte. Gemüthlichkeit Buser,

Bismarckstr. 74.

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Ein Bureausklave. So sehr wir selbst für die Ersetzung der gothischen Verschnörkelung, die man deutsche Schrift nennt, durch die einfache lateinische Schrift sind, so wenig ist ein Tage­blatt dazu geeignet, in dieser Beziehung einseitig vorzugehen. monatelangen Gewöhnung, und eine Zeitung, die den Zweck Für viele tausende Leser bedürfte es erst einer wochen- und hat, ihre Ideen möglichste und wirksamste Verbreitung zu fchaffen, würde ihre Wirksamkeit felbft hemmen, wenn sie den Lesern das Eingehen in den Inhalt des Blattes durch ihnen ungewohnte Schrift erschwerte. In gelehrten Zeitschriften oder solchen, deren Leserkreis diese Rücksichtnahme nicht erfordern, ist es etwas anderes.

C. W. S. O. Theilen Sie die Thatsache Ihrer Gewerk­schaft oder Ihrem Fachverein mit, damit sie die Richtigkeit der mitgetheilten Thatsachen prüfen und bestätigen kann.

F. R. Ob Zigarren die Verdauung befördern, insbesondere bei blutarmen Personen, deren Verdauungsorgane sehr geschwächt sind? Ohne Arzt zu sein, kann man diese Frage entschieden ver­neinen.

Bant- Wilhelmshafen. Die Legislaturperiode des Reichs­tages dauert 5 Jahre. Wird der Reichstag vor Ablauf der 5 Jahre aufgelöst, so beginnt eine neue Legislaturperiode mit dem neugewählten Reichstag, die wieder 5 Jahre währt.

J. G., Marburg . Das Zitat im Leitartikel: Zum Fall Schwand" ist eine freie Uebersetzung einer Stelle aus dem Juvenal .

F., Frankfurt . Kurze, thatsächliche Mittheilungen sind uns immer willkommen.

Ein todter Proletarier, Görlig. Die Zusendung ist nicht verwendbar, so vortrefflich sie im übrigen auch geschrieben ist. Senden Sie uns thatsächliche Mittheilungen über die Stimmung im Kreise, und lassen Sie die Zuschrift vom Ver­trauensmann beglaubigen, da wir Sie nicht kennen.

dorf in Schmargendorf , Wirthshaus. im Gambrinus. Offenbacher Sängertranz Restaurant Broß. Arbeitgeber zur Aufbewahrung übergeben. 4. Ein bestimmtes

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Nr. 47/49.

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Mai Seydelfiraße 30. Fris, Naunynstraße 86, bet Zubeil. Balme, Blaue Schleife, in Bantow, Mühlenstr. 24, in Belten, bei Schröder. G. K., Stettin . Die Zuschrift ist nicht verwendbar. bei Stöhr. Morgenroth 4, Köpenick , Müggelheimerstr. 3 bei Held. Wahrheit, An der Zwölf- Aposteltirche 7b, bei Framte. Karthaus: Ziethenstraße.§§ 6, 30, 32, 146, 156, 157. Vielleicht scher Gesangverein, Lichtenbergerstraße 21, bet Heise. Gesang­sprechen Sie auf der Redaktion zwischen 12 und 1 Uhr vor. verein Eintracht gu Alt- und Neu- Glienicke, bet H. Stabelhof, Lauban . 1. Der Meister darf nicht für mehr als zwei Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg , Rudowerfraße. berg, Friedrich- Karlstraße 11 bet seinecke. Arbeiter- Gefangverein Fretes Sied 1, Friedrichs: Wochen Invaliditätsbeiträge abziehen. 2. Den Lohn müssen Sie Gefangverein Berliner einklagen. Sie müssen angeben, was Ihnen an Lohn zusteht Typographia, Kommandantenfir. 20, Arminhallen. Gesangverein Nord wacht, Müllerstr. 7, bet Reichert. Gesangverein Sch margen- und wie viel an Sie gezahlt ist, und verlangen die Differenz. Butunft i, Stegliz, Ahornstraße ,, 3. Die Invalidenkarten können Sie selbst aufbewahren oder dem Annenftr. 9.- Gesangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bei Mowiacs. Gesangverein Freiheit Moabit, Aronen- Braueret, Alt- Moabit Geschäft, das Fischwaaren liefert, fönnen wir an dieser Stelle Vereinte Sangesbrüder Moabit " Stromstraße 28 nicht angeben: die Redaktion kann nicht Reklame für irgend wen bei Lange. Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorstr. 15 bei Stehmann. machen. Gesangverein Rosalia" Blumenstr. 45 bei Went. Nord-- Weft: 5. K. 1. Die Sachen Ihrer Schwägerin haften für die Stern", Leffingstr. 2 bei J. Griethe. Junge Eich e", Reinickendorf , Miethe; fie muß zusehen, sich in Güte auseinanderzusehen. bei 2. Sartmann. Gersten- Aebre", Alte Jatobftr. 83 bei Wienecke. Freie Siedertafel, 2. Der Erfolg einer Scheidungsklage, richtiger im vorliegenden Vineta", Swinemünderstr. 122 bei Gnadt. neue Königitr. 73 bei Hahn. Einig, Lebuferstr. 5 bei Nemig. Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. Falle, Klage auf Ungiltigkeit wegen Irrthums und Betruges alle zuschriften find zu senden an B. Sentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. erscheint nicht aussichtslos. Tambour Freitag: Vergnüg ungsverein Grüne Zanne, Markusstr. 8.­Berein Borussia, Königsbergerstr. 24. Tambour- Verein Ruf, Insel: straße 1.- Tambourverein Wir bel Gartenstr. 52. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Freitag. Männer- Gefang­verein union , Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, eue Hochstr. 49. Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Wartgrafenftr. 87. Privat: Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunouſerſtr. 35. uit- Dilettantenverein" onita" Abends sy thr bei Schent, Krautr. 9. Uebungsstunde. Musikverein Frischauf, Restaurant Schröder, Neichen­bergerjir. 24.

im Restaurant.

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Männerchor

Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Lessing - Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn­balle des Lessing- Gymnasiums, Pantsir. 9-10. Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9% Uhr, bet Brauns, Oranienftr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% uhr, Unterhaltungsflub Schiller, Abends alte Jatobftr. 128( 2ogenhaus). 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfestraße 3. Regeltlub Sintered, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenstr. 29. Mujitverein" offnung", Abends IV. Verbandstag der in den Buchbindereien beschäftigten von 9-11 hr lebungsstunde prostauerſtr. 35-37 bei Schneider.

Arbeiter und Arbeiterinnen. Frankfurt a. M., 21. Febr. Dritte Sigung. Vormittag. Um 9/4 Uhr wurde die Sigung mit der Verlesung der Präsenzliste eröffnet.

Abends 8% Uhr im Klubhaus Süd- Ost. Lepidopt. Vereinigung Orion,

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Stat= atro" bei Simeonftr. 23. Tanzlehrerverein Solidarität". Freitag, den 17. Februar, Abends 8% Uhr, bet Ehrenberg, Annenstr. 16, Uebungsstunde. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome.

Vermischtes.

Alter Abonnent Oranienstraße. 1. Sie wollen sich bei russischen Schriftstellern über die revolutionäre Bewegung in Rußland informiren? Lesen Sie die Werke von Kennan, Plechanoff, Lawroff, Arlerod, Stepniat, fowie, die im Jahre Die 1891 und 1892 in der Neuen Zeit" erschienenen Artikel. Bücher erhalten Sie durch jede Buchhandlung. 2. Wenn Sie finderlos und über 50 Jahre alt find.

P. M., Oderbergerstr. 14. Das Kind wird nicht mit vollendetem 14. Lebensjahre, sondern zum April aus der Schul­pflicht entlassen.

A. K., Wienerstraße. Sie müssen um ein Attest behufs Erlangung des Armenrechts beim Bezirksvorsteher oder Magistrat einkommen, und dann den Antrag auf Bewilligung des Armen rechts unter Ueberreichung des Atteftes und Darlegung des Sach­verhalts beim Landgericht I, Ziviltammer, einkommen. Alsdann wird Ihnen ein Anwalt beigeordnet. Durch Bewilligung des Armenrechts verlieren Sie teine politischen Rechte.

F. W. 68. Es ist möglich, daß Sie zum Ersatz der Uhr verurtheilt werden.

H. R., Kottbuserdamm 18/19. Versuchen Sie es mit einer Eingabe an die Reklamations- Kommission, per Adresse: Magiftrat. Bertha 68. Sie scheinen kein Recht auf die Sachen zu haben; Sie wenden sich am besten an einen Rechtsanwalt. Junger Abonnent, Die Anfrage ist unverständlich; be­suchen Sie uns zwischen 12 und 1 Uhr.

Memelerstr. 66. 1. Der Gerichtsvollzieher ist im Recht. 2. Sie können vom 1. April ab beim Gewerbegericht lagen. 2. S. 117. Mangels schriftlichen Kontraktes und mangels erfolgter Uebergabe ist der Miether berechtigt, vom Vertrage ab­zugehen; Entschädigung hat er nicht zu zahlen.

H. M. 72. Der Name des Kindes läßt sich nicht ändern. 5. S. Erben sind, falls Sie und Ihre Ehefrau ein wechsel­seitiges Testament machen, diejenigen, die Sie in giltiger Weise zu Erben einsetzen. Machen Sie kein Testament, so erbt Ihre Frau und Ihre Mutter bezüglich Sie und die Verwandten Jbrer Frau. Es ist zu rathen, ein wechselseitiges Testament zu machen und dem Ueberlebenden das Recht zu geben, bis zu seinem Tode G. W. 19. Wenden Sie sich an irgend einen Anwalt. J. B., Reinickendorf . Es kommt auf die Höhe des Miethszinses an; vielleicht detailliren Sie Ihr Miethsverhältniß schriftlich oder sprechen zwischen 12 und 1 Uhr vor.

Göller berichtet hierauf über das Ergebniß der Angelegen­heit des Vereins Annaberg. Die Kommission hat jeden einzelnen Fall nochmals eingehend geprüft und hat dann eine Resolution ausgearbeitet, welche in einzelnen Fällen das Vorgehen des Verbandsvorsitzenden tabelt, aber es im allgemeinen für richtig erklärte. Schubert Liegnig glaubt, daß die Dresdener Kollegen sich nicht mit der Resolution zufrieden stellen lassen. Ein Schluß- Hinrichtungen und kein Ende! In Darmstadt wurde antrag wird angenommen. Da die Resolution jeden einzelnen der zwanzigjährige Pflasterer Kramm von Alzey, welcher den Fall behandelt, so wird dementsprechend beschlossen, abzustimmen. Mörfelder Landwirth Schulmeyer ermordet hat, hingerichtet; in Der erste Fall, der ein besseres Entgegenkommen seitens des 2y cf der Arbeiter Grussewsti, der den Holzhauer Hofer ermordet Vorstandes gegenüber dem Verein Aarau kontra St. Gallen und beraubt hat. ausspricht, aber im allgemeinen das Vorgehen für richtig befindet, Ein Scheusal von Vater wurde am 22. d. M. auf Ver­wird gegen 1 Stimme angenommen. Bezüglich Annaberg stimmt anlassung der Gesellschaft zum Schutze der Jugend gegen grau­der Verbandstag der Kommission, daß das Vorgehen des Ver- fame Behandlung", in Bolton bei London verhaftet. Derselbe, bands- Vorstandes ein zu schroffes war, mit allen gegen 6 Stimmen ein Berginann, hatte sein siebenjähriges Kind so lange vor das zu. Der Fall Wiesbaden wird dahin erledigt, daß auf Vorschlag Feuer gestellt, bis ein Theil des Körpers geröstet war, worauf im Besiz des gesammten Nachlasses zu bleiben. der Kommission zur Tagesordnung übergegangen wird. Gegen er in die Haut des Kindes mit Nadeln stach. Das Opfer das Dresdener Flugblatt wird gegen 4 Stimmen ausgesprochen, dieser Unmenschlichkeit befindet sich in lebensgefährlichem Zu­daß dasselbe die Verbandsinteressen sehr schädigte. Auf Bor stand. schlag des Vorsitzenden wird zunächst über die zukünftige Ge staltung der Reise- Unterstützung debattirt, um zunächst festzu­stellen, in welcher Weise die Reise- Unterstüßung in dem neuen Statut Aufnahme finden solle. Die Abstimmung ergiebt, daß die Reise- Unterstützung nach Kilometern ausgezahlt werden soll. Hierauf erfolgt die Besprechung über die Gewährung der Arbeitslosen- Unterstützung. Dietrich wendet sich gegen die Ein­führung der Unterfügung, weil nicht durchführbar. Bon anderer Seite wird die Unterstügung aus dem Grunde befürwortet, um den am Orte Anfäffigen und älteren Kollegen etwas zu bieten und sie so der Organisation zu erhalten. Es wird ein Antrag eingebracht, welcher besagt, daß für die Konditionslosenkassen die Ortsvereine eintreten sollen, wenn sie es für nothwendig halten. Scherr- Leipzig theilt die Erfahrungen mit, die in Leipzig mit der Konditionslosenunterstügung gemacht seien. Bei der Einführung haben sich viele einschreiben lassen, die die Unterstüßung aus nützten, so daß die Karenzzeit bedeutend verlängert werden mußte. Bei einer Karenzzeit von 60 Wochen wird jezt mit einem Beitrag Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin . Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.

Briefkaffen der Expedition. Für die Bergarbeiter gingen ferner ein:

Aus Prag meldet das Berliner Tageblatt": Der bei der Böhmischen Estomptebant in Dienst stehende Kanzleidiener Franz Söller wurde am Dienstag mit zwei Geldsendungen, welche an die Filialen der Bank in Karlsbad und Trautenau adressirt waren und Geldbeträge in der Gesammthöhe von 52350 Gulden enthielten, zur Beförderung nach dem Postamte gesandt. Am Mittwoch Morgen langte jedoch aus beiden Filialen die telegra phische Meldung ein, daß die eingetroffenen Briefe der Bank, 8 Posamentiere, gesammelt bei Zubeil 5,50. Moabit , A. J. ftatt mit Geld, blos mit Zeitungsausschnitten gefüllt waren. 10,-. Zigarrenfabrit Richard Schulze und Arbeiter, Berlin , Söller, der von den Telegrammen erfuhr, flüchtete nach Karolinen Friedrichsfelderstr. 21 9,-. Von einigen Freunden gesammelt thal, schnitt sich den Hals mit einem Rafirmesser durch und starb durch Bandelow, Neu Ruppin 7,50. Gesammelt bei Feist, nach wenigen Augenblicken. Inzwischen fand sich ein mit Söller Weißenfee, bei einer Geburtstagsfeier 1,-. Verband aller in befreundeter Gastwirth in der Bank ein und deponirte ein Packet, der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend das ihm Söller am Vorabend durch einen Dienstmann zur Auf- 500,-. Schmitt gen. Kolbe 5,50. bewahrung übersendet hatte. Man öffnete das Packet und fand der Bergmann nicht wär", gesammelt bei Bläschte 2,60. Gesangs darin den gesammten von Söller defraudirten Betrag von 52350 FL. verein Melodia", Rirdorf 5,-. Söller war zwölf Jahre im Dienste der Bank und galt als red= Summa 546,10 M. Bereits quittirt 11 596,75 Mark; in Summa 12 142,85 m. licher, verläßlicher Mann.

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Wenn unten in der Erde