Partei- Angelegenheiten.
Kunstabend im 6. Wahlkreis.
Die Flugblattverbreitung
O
Der
haus verpflegt worden, und hierfür schulde sie noch die Stoften! Arbeiter Bildungsschule Berlin, Grenadierstr. 37. Wer würde nicht in solchem Falle es für sein gutes Recht ansehen, Fortschrittskursus in Geschichte findet bom nächsten bolle Aufklärung zu fordern? Herr Schm. erzählt uns, Frau H. sei„ wegen berartiger Sachen" schon früher bestraft Dienstag ab im Verbandshaus der Gastwirts. worden. Sierüber kann er sich beruhigen, Frau H. hat nicht nötig, gehilfen, Gr. Hamburger Str. 18/19, statt. Die Teil- Die Kurse haben in verfich jener or strafe( die auch vor Gericht erwähnt wurde) zu nehmer wollen dies beachten. Am Sonnabend, den 24. Oktober, veranstalten die 7. und 8. Ab- hämen. Sie hat mal in der Fabrit einem Arbeiter, der sich für gangener Woche ihren Anfang genommen, jedoch ist es auch teilung des sozialdemokratischen Wahlvereins des 6. Berliner Reichstagswahltreises einen Kunstabend, bestehend in einem sagner: etwas Besseres" hielt, den spottenden Rat gegeben, doch lieber in dieser Woche noch möglich, daran teilzunehmen; besonders Konzert, Rezitation und Gesang im großen Saale der„ kronen einen Stehkragen umzubinden. Der Streit, der daraus entstand, werden die Gewerkschaften auf den Kursus im Gemertbrauerei", Alt- Moabit 47/48. Der Preis ist auf 50 Pfenrag feft- Besseren" für die Entlassung mit einer Tracht Prügel, wurde merksam gemacht und um zahlreichen Besuch gebeten. führte dazu, daß sie selber entlassen wurde. Sie dankte dem schaftswesen, welcher Mittwoch abend stattfindet, auf gefeßt. Die Genossen werden ersucht, die Billetts zum Konzert am bann von ihm verklagt und hatte 15 M. Geldstrafe zu zahlen. 25. Oftober in den" Bharusfälen" bis Donnerstag an, die bekannten Wir stellen das öffentlich fest, weil wir Grund haben zu der AnStellen abzuliefern. Von da ab find Billets, soweit noch nicht bernahme, daß Schm, auch an anderer Stelle die Vorstrafe der Frau H. haben, am 1. November in Straft, und zwar für die Städte Der Achtuhr- Ladenschluß tritt, wie wir bereits mitgeteilt griffen, bei den Genossen Melzer, Wiefenstraße 29, Sauerweier, au seinen Gunsten auszuspielen versucht haben wird. Berlin , Charlottenburg , Schöneberg , Wilmersdorf und Nixdorf. Marstraße 16, Fritsch, Drontheimerstraße 4, zu haben. Einspruch gegen unseren Bericht erhebt auch die Armen Leider ist die Stadt Lichtenberg in die Anordnung des Polizeidirektion. Herr Stadtrat Münsterberg, ihr Vorsitzender, bißchen um die Entstehung der ganzen Affäre fümmern sollen, ehe 1. April ab zu dem Landespolizeibezirk und ist deshalb in die fühlt sich gekränkt durch unsere Bemerkung, er hätte sich mal ein präsidenten nicht mit einbezogen. Lichtenberg gehört erst vom er es zu einem Strafantrag fommen ließ. Er antwortet uns, er feinerzeit vorgenommene Abstimmung noch nicht einbezogen fönne nicht alles felber erledigen, nachträglich habe er sich aber worden. Aber notwendig erscheint es, daß auch Lichtenberg die Sache näher angesehen. Bezüglich der Kosten für Verpflegung dieses Fortschritts teilhaftig wird, das ist gar nicht zu umgehen, eines Kindes liege tatsächlich ein 3rrium vor, es handle sollen nicht die sonderbarsten Zustände herbeigeführt werden. sich um das Kind eines Bruders des Herrn H. Wir bedauern Auf der rechten Seite der Frankfurter Allee werden die hier, Herrn Münsterberg sagen zu müssen, daß wir bis auf weiteres Läden vom 1. November ab um 8 Uhr geschlossen werden, auch das wieder für einen Irrtum halten. Der Bruder des Herrn H. hat kein Kind. Angesichts der Oberflächlichkeit, mit der während auf der linken Seite dieser bedeutenden Geschäftsdie Armenpflegeorgane ihre Recherchen manchmal ausführen, ge- straße, die in ihrem oberen Teil zu Lichtenberg gehört und statten wir uns, zunächst unsere eigenen Recherchen für zuber- wo sich in jedem Hause große und Kleine Geschäfte befinden, lässiger zu halten. Herr Münsterberg erzählt dann noch, auch für die Ladenbesizer bis um 9 Uhr geöffnet halten dürfen. eine Entbindung der Frau H. in der Charitee seien noch Einige Lichtenberger Geschäftsleute, welche sich von dem Kosten zu bezahlen gewesen, Bahlungsverpflichtung habe also doch späteren Ladenschluß keine Vorteile versprechen, find nun, als tatsächlich noch Entbindungskosten zu zahlen, aber Herr Schmeißer bei dem Lichtenberger Bolizeipräsidenten Geheimrat Lewald borgelegen. Demgegenüber versichert uns Frau H., zwar seien der Achtuhr- Ladenschluß für Berlin befannt wurde, bereits habe nur von den Kosten für angebliche Verpflegung eines ertranften Kindes gesprochen. Uebrigens hat auch Herr Schm. selber borstellig geworden, die Ungleichheit in der Frankfurter Allee uns nichts darüber gesagt, daß er auch wegen Entbindungskosten durch die Einführung des Achtuhr Schlusses recherchiert habe. für Lichtenberg aufzuheben. Der Polizeipräsident will eine Abstimmung der dortigen Geschäftsleute veranlassen, doch fann vor dem 1. Januar der frühere Geschäftsschluß in Lichtenberg selbst dann nicht eingeführt werden, wenn die Mehrheit der Interessenten dafür sein sollte.
zur Agitation für den„ Borwärts" erstreckt sich, wie aus der Bekanntmachung des Aktionsausschusses zu ersehen ist, auch über die zu Groß- Berlin gehörigen Vororte. Um eine schnelle und präzife Erledigung der Verbreitung zu ermöglichen, ist es notwendig, daß die Parteigenoffen vollzählig zu dieser Parteiarbeit erscheinen. Die früh zeitig eintretende Dunkelheit erfordert, daß die Parteiggenossen möglichst zeitig antreten. Nachstehend veröffentlichen wir die aus den Vororten vorliegenden Bekanntmachungen über die Verbreitung. Die Verbreitung findet am Dienstag statt in Nieder- Schöneweide, abends 8 Uhr, Treffpunkt an den bekannten
Stellen.
Weißensee, abends 7 Uhr, Treffpunkt in den Bezirkslokalen. Friedenau , Treffpunkt in den Bezirkslokalen. Mariendorf - Südende, abends 7 Uhr, Treffpunkt in den BezirksMariendorf- Südende, abends 7 Uhr, Treffpunkt in den Bezirks
Totalen.
Tegel , abends 7 Uhr, Treffpunkt in den Bezirkslokalen.
Friedrichhagen, abends 7 Uhr, Treffpunkt in den Bezirkslokalen. Franz.- Buchholz, abends 7 Uhr, Treffpunkt bei Rähne, Berlinerstr. 39.
Friedrichsfelde , abends 7, Uhr, Treffpunkt in den Bezirkslokalen.
Am Mittwoch in
Karlshorst , von den bekannten Stellen aus. Adlershof , von den bekannten Stellen aus.
Bankow. Die Materialausgabe zu der Bortvärts" Agitation am Dienstag abend findet am Montag abend pünktlich 7 Uhr bei Abendroth an die Bezirksführer stati.
Der Vorstand.
Nieder- Schönhausen. Am Dienstag, den 20. b. Mts., abends 81 Uhr, findet im Lokal„ Schwarzer Adler". Inhaber Uliz, Blankenburger Straße, eine Volksversammlung statt. Genoffe Paul Göhre spricht über das Thema„ Kirche und Arbeiter".
Tegel . Dienstag, den 20. Oftober, abends 8, Uhr, findet bei Klippenstein, Spandauer Straße 4, die Mitgliederversammlung statt. Berichterstattung vom Nürnberger Parteitag.
Die Unterrichtsstunde über soziale Gefeßgebung findet heute Sonntag, vormittags 9 Uhr, bei helfer statt.
Friedenau . Mittwoch, den 21. Oftober, findet im Rheinschloß", Rheinstr. 60, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Genosse Landtagsabgeordneter Adolf Hoffmann über Staat, Kirche, Schule" spricht.
Mariendorf - Südende. Am Dienstag, den 20. Oftober, abends 8 Uhr, findet im Restaurant Bierod, Surfürstenstr. 44, eine Verfammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: Vortrag der Genoffin Agnes Fahrenwaldt: Die Frauen und der Sozialismus". Diskussion, Bereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Baumschulenweg. Dienstag, den 20. d. M., abends 81, Uhr, findet im Lokale von Kraufe, Kiefholzstraße, eine Versammlung statt. Tagesordnung: Vortrag, Disfusion, Aufnahme neuer Mitglieder, Verschiedenes.
Adlershof . Am Dienstag, den 20. Dltober, abends 8 Uhr, Andet bei saul, Bismarckstr. 16, die Generalversammlung des Wahlvereins statt.
Mahlsdorf ( Oftbahn). Heute morgen 8 Uhr findet eine Flug6lattverteilung statt.
Teltow . Am Dienstag, den 20. Oftober, abends 8 Uhr, findet unfere regelmäßige Mitgliederversammlung des Wahlvereins beim Genossen W. Bonowo, Zehlendorfer Str. 4, statt. Auf der Tages ordnung steht der Tätigkeitsbericht unserer Stadtverodneten. Auch Gäste haben Zutritt. Der Borstand.
Potsdam . Am Mittwoch, abends 8 Uhr, findet in allen Bezirken in den bekannten Lokalen 8ahlabend statt.
Alles in allem: fowohl Herr Schmeißer als auch Herr Münsterberg hätten beffer getan, fich ihre Richtig stellung zu sparen. Tatsache ist, daß irrtümlich Bezahlung der Kosten für Verpflegung eines Kindes gefordert wurde, Tatsache ist auch, daß Aufflärung über den Irrtum nicht ge währt wurde. Gerade hierauf aber fam es uns an. Wie der Irrtum in die Aften hineingelangen konnte und warum der
Armenpfleger ihn einfach durch„ Niederschlagung" erlebigen zu dürfen glaubte, das haben weder Herr Münsterberg noch Herr Schmeißer uns beantwortet.
Die Umgestaltung des Schöneberger Ufers am Hafen, von der Ueberführung der Botsdam- Magdeburger Eisenbahn bis zur Schönes berger Brüde, wird die Stadtverordnetenversammlung in ihrer nächsten Sigung beschäftigen. Diese Umgestaltung hängt mit dem Brückenbau über den Landwehrkanal im Zuge der Köthener Straße zufammen. Durch den Uferbau wird eine Anhöhung der Ufer bekleidung des Landwehrkanals vor dem Eisenbahndirektionsgebäude erforderlich. Auch die Gleise der Straßenbahnen müssen dort ber legt werden.
Der letzte fehlende Ballon Hergesell" ist nun auch aufgefunden worden, allerdings ohne die beiden Luftfchiffer. Es liegen hierüber folgende Telegramme bor :
Jarmouth, 17. Dftober. Der norwegische Dampfer Naddod" hat hier heute den noch fehlenden Ballon Hergefell" eingebracht, den er hundert Seemeilen nordwestlich von Helgoland halb entleert von Gas aufgefifcht hat. Von den Luftschiffern selbst hat der Dampfer keine Spuren gefunden.
Ein weiteres Telegramm besagt: Jarmouth, 17. Oftober. Der Kapitän des Dampfers„ Naddod", der den Ballon„ Hergesell" hier einbrachte, berichtete, er fürchte, daß die Luftschiffer, die den Ballon geführt hatten, ums Leben gekommen seien, da die Haltetaue der Gondel durchgeschnitten waren. Der Ballon befand sich, als er aufgefunden wurde, zum Teil unter Wasser. Die Hülle ist sozusagen unverlegt.
Dekoriert worden find die Stadtverordneten Alt, Hammerstein und Meißner mit dem Roten Adlerorden vierter Klasse anläglich der Fertigstellung des neuen großen Siehenhauses in Buch. Die betreffenden Herren gehören dem Kuratorium des Friedrich- Wilhelmleber die Rettung des Ballons Blauen" wird mitgeteilt: Hospitals an. Unter unseren Rathausfreifinnigen herrscht über die Hull, 17. Oftober. Die Geretteten des Plauen ", Baumeister jetzt üblich gewordenen Ordensverleihungen an Freifinnige große Sadstätter und Fabrikant Scheiterer, erzählten gestern abend ihre Freude. Naive Seelen fehen darin eine Besserung in dem Ver- Erlebnisse bis zu ihrer Rettung. Der Blauen" sei am Dienstag hältnis der Stadt Berlin zur Staatsregierung". Ünferer Ansicht früh um 6 1hr von südwestlichen Winden auf die See hinausgetragen nach tönnen nur politische Kinder sich in einen solchen Gedanken worden. Sie glaubten sich in der Nichtung nach Grönland zu begang hineinbersetzen; die Tatsachen beweisen laut das Gegenteil. finden und hielten sich in einer Höhe von etwa 400 Metern. Später Bir erinnern nur an das Verhältnis der Stadt zur Staatsregierung waren sie wegen Rebels in der Atmosphäre gezwungen, höher zu in Verkehrs- und Schulfragen.
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In der städt. Säuglingsfürsorgestelle V, Bankstr. 15( am Wedding ), gehen und erreichten 2000 Meter, indem sie alle Gegenstände, die beginnt am 8. November, abends 6%, Uhr, wieder ein Rurfus für irgendwie Gewicht hatten, selbst Kleidungsstüde, über Bord warfen. Säuglingspflege. Derfelbe ist unentgeltlich und findet wöchentlich Sie fletterten in den Ring und beabsichtigten, die Gondel abzus Dienstag und Freitag von 17-18 hr statt; Dauer drei Wochen. Schneiden, um dem Ballon die Flugkraft zu erhalten. Unglüdlichen Anmeldungen schriftlich oder mündlich in der Fürsorgeftelle erbeten. weise hatten sie jedoch das einzige Meffer, das fie befaßen, verloren und konnten deshalb ihr Vorhaben nicht ausführen. So verging langMangelnder Bauarbeiterschus ausf städtischen Bauten. fam die Dienstag Nacht. Mittwoch frith machte sich zum erstenmal Auf dem Gelände der Gasanstalt Danziger Straße läßt die Mangel an Nahrungsmitteln bemerkbar, und sie begannen das Die Maurerarbeit wird von dem Unternehmer Müller( Tegel ), der Ballon wiederum etwas von seiner Flugkraft ein und stürzte Stadt Berlin unter anderem ein neues Retortenhaus aufführen. Schlimmste zu befürchten. Im Laufe des Mittwoch бüßte das Aufstellen der Eisenkonstruktion von der Firma Steffens u. Mölle ausgeführt. Bei diesem Bau scheint es mit dem Schuß für plötzlich um mehr als 300 Meter. Wieder wurden Kleidungsstüde, die am Bau beschäftigten Arbeiter fehr schlecht bestellt, denn uns jogar die Schuhe, fiber Bord geworfen, in der Hoffnung, noch in den wird geschrieben: Oben an der Dachytemstruktion find die Monteure Lüften bleiben zu können. Der Ballon stürzte jedoch in die See mit dem Aufstellen und Zusammennieten der einzelnen Gifenteile hinab und die Gondel wurde zwei Stunden lang durch das Wasse beschäftigt; 8-10 Meter tiefer arbeiten die Maurer beim Ausgeschleift. Dann erschien der„ Ruby" und vollbrachte das Rettungs. fachen der Seitenfronten. Von Schuhrüstungen ist nichts au bewert. Die Luftschiffer drückten nach der Landung der Mannschaft ihr merten. Arbeiten da eines Tages an einem kleinen, runden
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Treppenhause 9 Maurer dicht nebeneinander. Plötzlich schlägt von Heffte Dankbarkeit aus. oben eine 4 Meter lange, schwere Bohle mitten unter die Arbeiter, die entsegt auseinanderstoben, glüdlicherweise ohne jemanden ernst. lich zu verleben. Kurz vorher war an einer anderen Stelle einem Bom beleidigten Armenpfleger. Der Kaufmann Ernst Schmeißer( Suttenstt. 7) Maurer ein Stid Eisen auf den Kopf gefallen und hatte ihm eine hatte eine Frau. auf die Auflagebant gebracht, weil fie ihn in muttern, Nieten, ja glühende Eisenstüde sind nichts Seltenes.- start blutende Wunde beigebracht. Herunterfallende Schrauben feiner Eigenschaft als Mitglied einer Armenkommission beleidigt Wenn das Kalb ertrunten ist, bedt der Bauer den Brunnen zu, habe. Ueber die Gerichtsverhandlung, die für Frau H. mit einer heißt es gewöhnlich. Ja, Kuchen! G3 werden wohl ein paar Berurteilung zu 10 Mark Geldstrafe endete, haben wir berichtet Bretter hingeworfen, aber ein richtiges Schußbach ist noch heute ( in Nr. 236). Wir sehen uns aber heute genötigt, auf die Angelegenheit noch einmal zurüfzukommen.
Tut das der Unternehmer nicht, muß die städtische Verwaltung Wir meinen, daß es höchste Zeit ist, hier Abhilfe zu schaffen. dafür sorgen. Und schließlich: Wo bleibt die die Bautenkontrolle
nirgens zu finden. Wozu auch, wem's nicht paßt, kann ja gehen draußen stehen tausende arbeitslose Maurer, die gerne in die etwa fein sollte, waren nach Herrn Schmeißers eigener hungernde Familie zu schaffen. Die näheren Umstände, unter denen die Beleidigung erfolgt entstehenden Lüden eintreten würden, nur um Brot für ihre Beugenaussage derartig, daß wir die Hauptschuld Auch die Arbeitsmethode ist eine derartige, daß von einer ihm selber auweisen mußten. Herr Schmeißer hatte bei foliden Ausführung keine Rede sein kann, ganz davon zu schweigen, dem Vater der Frau S. a recherchieren gehabt wegen Bezahlung bag bei einer intensiven Ausbeutung der Arbeitstraft ber Arbeiter von Kurtoften, die durch Verpflegung eines Kindes der Frau etwa abends noch imftande wäre, etwas aur Sebung seiner im Birchow- Krankenhause entstanden sein sollten. Tatsächlich war Bildung beizutragen." aber gar kein Kind der Frau H. in einem Krankenhaus verpflegt worden. Das Bersehen, das hier vorlag, fiel gewiß nicht Herrn Schm. zur Last. Leider unterließ er es aber, nun wenigstens die Familie H. über den Irrtum hinreichend aufzu- ausübende Behörde? tlären. Sowohl der Bater der Frau H. als auch Frau H. selber wurden, als sie Aufklärung forderten, von ihm abgespeist mit der Der ungenügenden Befehung der Bahnsteigsperre auf dem Bahnhof furzen Bemerkung, fie brauchten nichts zu bezahlen. Herr Schm. Beuffelstraße während einiger Rachmittags- und Abendstunden, wo selber bekundete das tyor Gericht unter seinem Eid, und fügte durch zahlreichen in Großbetrieben des Stadtteils Moabit be hinzu, für ihn sei die Sache erledigt gewesen, sowie er die dürftige schäftigten Arbeitern viel Zeitverlust entstand und die wir kürzlich in Lage der Familie benverfte, und er habe so an Stadtrat Münster unserem Blatte öffentlich rügten, will die Eisenbahnverwaltung ab berg berichtet. Daß eine bloße Niederschlagung" bon helfen. Auf von zahlreichen Arbeitern unterſtügte Beschwerde hat Surtoften einen Wahlrechtsverlust bringen die Eisenbahndirektion folgenden Bescheid erteilt: tann, scheint dem Herrn Schm. nicht flar gewefen zu sein. Auf das gefällige Schreiben vom 26. v. Mts. erwidern wir Frau H. soll dann in der begreiflichen Erregung, in die sie durch das abweisende Verhalten des Herrn Schm. verfekt wurde, ihn einen" dummen, gemeinen Hund" geschimpft haben.
ergebenst, daß wir wegen der stärkeren Befezung der Bahnsteig sperre auf Bahnhof Beuffelstraße das Erforderliche veranlaßt haben. Die Verstärkung der Nord- und Vollringzüge fann nicht er folgen, weil eine stärkere Belaftung der Maschinen besonders während der Heizperiode unliebsame Störungen im Betriebe nach sich ziehen würde.
Gegen unseren Bericht über die Gerichtsverhandlung ist nun von zwei Seiten Einspruch erhoben worden. Zunächst hat err Schmeißer eine Richtigstellung berlangt, doch hat er weder in einent Brief, den er uns überfandte, noch in einer Die Auswechselung von Wagen II. Klaffe gegen folche III. Alaffe persönlichen Unterredung, um die er uns ersuchte, une fagen während bestimmter Tagesstunden ist ebenfalls nicht angängig, weil fönnen, was eigentlich richtiggestellt" werden soll. Sein Einwand, die Wagenzüge während des ganzen Tages ununterbrochen im Be taß Frau H. feller nicht berechtigt gewesen sei, Aufklärung von triebe sind und die Wagen II. Klaffe zu anderen Tageszeiten dringend ihm zu fordern, da sie gar nicht in feineur Bezirk wohne, ist gebraucht werden. finnlos. Am Ende sollte sie es schwelgend hinnehmen, daß über sie Wir stellen ergebenft anheim, den Mitunterzeichnern Ihres Un irrtümlich behauptet wurde, ihr Kind sei in einem Kranken- I trages hiervon Kenntnis zu geben.
Behrendt.
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Ein gekränkter Krankenkassen - ,, Direktor". Möchtest du bei einer jener bielgenannten Hilfskrantenfaffen die von Beit zu Beit immer wieder von fich reden machen, den Poften eines Direttors" haben? Ach, diese Herren" Direttoren" ohne diesen Titel tun fie's nämlich nicht find meist sehr viel übler bran, als du es dir benfft. Zwar schlucken fie für ihre Mühe waltung ein Einkommen, das nicht zu knapp bemessen ist. Aber dafür müffen fie doch auch manchen Berger mit herunterschluden. tranfenfasse werben fann, wenn es sich in feinen Erwartungen Man weiß ja, mie ungemütlich so ein Mitglied einer Hilfs. getäuscht sieht. Wenn z. B. einem das Krankengeld aus irgendwelchen Gründen, an denen ja nie Mangel ist, vora enthalten werden soll, dann läuft er hin und macht Standal. Nur zu rasch find solche Kaffenmitglieder bereit, die Staffe geradezu für einen Schwindel" zu erklären. Das ist, wie sich denken läßt, nicht angenehm für ben Herrn" Direktor", wirklich nicht angenehm. Kann man's ihm da übelnehmen, wenn auch er mal gliedern, die Luft zeigen, bockig zu werden, nicht viel Federlefens ungemütlich wird? Darf man's ihm verdenken, daß er mit Meit
macht?
Auch bei der Deutschen Kranten Unterstützungstaffe(..) su Raffel" scheint die Direktion nicht auf Rofen gebettet zu sein, so daß ihr zuweilen wohl die Galle überläuft. Vor uns liegt ein Brief der Betriebsdirektion"; wenigstens müssen wir nach dem Kopf des Briefbogens annehmen, daß das Schreiben von der„ Betriebsdirektion" herrührt. Als" Inhaber" ist ein Betriebsbirettor C. Peter" benannt, und an scheinend ist auch" C. Peter" unterzeichnet. Der Brief gibt fich als ausgehend von dem Berliner Berwaltungsbureau"( Alexanderstraße 14c) und ist gerichtet an ein erkranktes Mitglied, einen Herrn G. in Pichelsdorf, der brieflich dem Herrn C. Beter weitere Schritte" in Aussicht gestellt hatte für den Fall, daß man ihm sein Stranfengeld nicht unberfürst auszahle. Die Betriebsdirektion" scheint durch diese Ankündigung fchiver gekränkt und in große Gr regung versetzt worden zu sein. Folgendermaßen lautet der an Herrn G. gelangte Brief, den wir buchstabengetreu wiedergeben:
" Den an unseren Direktor C. Peter gerichteten Brief kenne geichnen wir als Erpressung, Sie haben sich an unsere Direktion zu wenden und nicht an uns, da wir nur im Auftrage solcher, Strafen usw. vornehmen. Sie haben den Anordnungen des Vorstandes Folge zu leiften, Sie mußten sich sofort in ein Strankenhaus begeben und unseren Bertrauensarzt besuchen, diefes haben Sie nicht getan, es gibt in Deutschland keine Aus