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Nr. 272. 25. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Freitag, 20. November 1908.

Das Riefengrab von Radbod. riefen tömmen! An ein Waſſerwert war die Zeche noch nicht

Wer sind die Schuldigen?

Aus den Kreisen der Steiger schreibt man uns: Auf Rabbod" hat das viele Bestrafen wegen Förderns Auf Radbod" hat das viele Bestrafen wegen Förderns unreiner Kohle sehr die Mißstimmung gegen die unteren Beamten ausgelöst. Die Strafanordningen hat die Ver­

handen, aber es fehlte Wasser. Tagelang hat man nicht in dem Unglücksschacht ein Urteil zulassen, fann es nur lauten: Die Bergbehörde muß neben der verantwortlichen Werksdirektion angeschlossen. Man unterhandelte dieserhalb schon seit zwei auf die Anklagebank." Jahren mit der Stadt Hamm . Als Gegenleistung für die Auch der Steigerverband will zu der Grubenkatastrophe in einer Wafferentnahme vom Hammer Wasserwerk sollte Hamm eine Versammlung Stellung nehmen. Man will darlegen, daß nicht die Straßenbahn zur Zeche Radbod" bauen, und die elektrische unteren Beamten an dem Unglück mit schuld find. Am kommenden Energie dazu vom Kraftwerk der Zeche nehmen, obgleich Sonntag soll eine öffentliche Grubenbeamtenversammlung in Herne Die Tagesordnung lautet: Die Katastrophe auf Hamm selbst ein Elektrizitätswerk hat! Um Speisewasser stattfinden. Da Grubenbeamten?"

waltung gegeben; die unteren Organe müssen die Bestrafungen primitiven Wasserleitung von der Lippe her beholfen. für die Kessel zu haben, hat die Zeche sich mit einer" Radbod", und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die

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Die genannten Beamten( Abteilungssteiger oder deren Stell­vertreter) haben bei ihren Befahrungen darüber zu wachen und dafür zu sorgen, daß die mit der Befeuchtung beauftragten Ber­fonen ihren Verpflichtungen nachkommen, sowie daß Mängel und Schäden der Befeuchtungseinrichtungen alsbald beseitigt werden, oder, sofern dies nicht möglich ist, die Arbeiten an den betreffenden Betriebspunkten einzustellen."

gegriffen,

Riesengrab.

Sammlungen und Kuudgebungen. München , 18. November. Auf Antrag der sozialdemokratischen Fraktion und der Liberalen bewilligte das Münchener Stadtverordneten follegium 5000 M. für die Opfer von Radbod".

Lens, 18. November. Das Bureau der nationalen Bergarbeiter­vereinigung von Frankreich fandte an den Reichstagsabgeordneten

beantragen und den zum Aushang gelangenden Strafzettel die Leitung für die Berieselung nicht ausreichte, hatte man unterschreiben. Schreiber dieses ist selbst auf der Unglücks- im Schacht, unterhalb der Fließsandschicht, ein Stichrohr ein­stätte gewesen und hat dort von Arbeitern erfahren, daß un­geheuer viel gestraft worden ist. Daß Kameradschaften bis zu polizeilichen Vorschriften in keiner Weise. Und trotz alledem liner Lokalanzeigers" die Verwaltung der Beche Radbod" schwer gebaut. Das war nur Notbehelf und genügte den berg­Der Bergmann Karl Meyer, der dem Berichterstatter des Ber 45 Mark Strafe in einem Monat zahlen mußten, wäre nichts die unglaubliche Erklärung der Bergbehörde und des Ministers belastende Mitteilungen gemacht hatte, ist, wie die Franff. Ztg." Seltenes gewesen. Die Flöße seien sehr unrein; daher wäre es Delbrid: die Zechenverwaltung sei schuldlos! wissen will, von der Staatsanwaltschaft eidlich vernommen worden. fast unmöglich, reine Kohlen zu liefern. Die Leute hätten des­wegen nichts verdienen fönnen, weil beim Laden der Kohlen rohr bei niedriger Temperatur zufror. Die Quelle im Schacht versagte oft, während das Stich Meyer hat unter seinem Eide seine dem Berichterstatter gegenüber sich in der Regel zwei Mann an den Wagen stellen müßten, such der Bergbehörde angekündigt war Wenn ein Be- abgegebenen Erklärungen nicht aufrechterhalten, sondern erklärt, die An­daß er das, was er dem Berichterstatter gesagt habe, nur vom um die Steine herauszulesen. Man hätte reine Kohlen Man hätte reine Kohlen fündigung geschieht immer dann wurde des Nachts seit Anfang November auf der Zeche tätig ist und der dem Bericht. Sörensagen wisse. Der zweite Bergmann namens Gard, der erst verlangt und streng bestraft, ob aber bei den Gedingen geriefest was nur gegeben werden konnte. ( Akkord) reine Kohlen geliefert werden konnten, danach habe Morgen war die Quelle erschöpft und vor 9 bis 10 Uhr suchte, der Vernehmung durch Abreise zu entgehen. Er wurde aber Am anderen erstatter ebenfalls schwer belastende Angaben gemacht hatte, ver­man nicht gefragt. Da liegt schon ein Verschulden der Ver­an ein Rieseln nicht zu denken. An den letzten drei Tagen festgehalten und eidlich vernommen. leber seine Aussagen ber waltung vor. Um halbwegs zu Lohn zu kommen, mußten vor dem Unglüd war überhaupt kein Wasser vorhanden! lautet noch nichts. Auf eine Anfrage bei dem Bergwerksdirektor die Leute darauf loswühlen, konnten nicht die nötige Die gräßlich verstümmelten und verfohlten Proletarier- Holländer in Hamm , ob die Mitteilung der Bergarbeiterzeitung", Vorsicht walten lassen, die bei dem starken Ausströmen von die Beamten von" Radbob" hätten ihm erklärt, sie könnten die Grubengas unbedingt nötig war. Auch die Wetterführung, leichen und die in Not und Elend geratenen Hinterbliebenen Verantwortung für die Berieſelung nicht mehr übernehmen, den die als vorzüglich gepriesen wird, hat nicht Anspruch auf Sühne von der Gesellschaft und vom Staat. Wer sind die irgendwelche Mitteilungen solcher Art von Beamten oder Arbeitern flagen die Zechenverwaltung und die Behörde an, verlangen Tatsachen entspreche, erklärte Holländer, es sei unwahr, daß cr solches Lob. Daß für 1800 Mann 8000 Subikmeter Luft durch den Ventilator in die Grube geschafft wurden, darauf Schuldigen? Paragraph 36 Abjazz 2 der Wetterpolizeiver- erhalten habe. Die Angaben der Reitung seien völlig aus der Luft kommt es gar nicht an; das hineingeschaffte Quantum Luft ordnung vom 12. Dezember 1900 ſagt: muß auch auf alle Grubenräume so verteilt werden, daß an jeden Arbeiter genügend frische Wetter gelangen kann. Das ist auf Radbod" aber nicht der Fall gewesen. Vor einigen Betrieben war der Druck so stark, daß die Leute beim Arbeiten faum die Augen offen halten konnten wegen des Auffliegens Kleiner Kohlen­und Steinstückchen; andere Betriebe bekamen dagegen fast gar nichts. Hier war die Kohle förmlich heiß, so daß man Wollten die Steiger danach handeln, so würde man sie Sachie folgendes Telegramm: Tiefbewegt von der schrecklichen sich die Hände dran erwärmen konnte, wenn man von dem nicht mehr gebrauchen können. Sie haben getan, was sich Katastrophe von Hamm , sprechen wir im Namen der nationalen falten Schacht tam, und die Sicherheitslampen brannten mit ihrer Existenz als Beamter vereinen ließ, nämlich Be- Bergarbeitervereinigung von Frankreich den Familien der Opfer schlecht. So waren Schlagwetteransammlungen unvermeidlich. schwerde geführt bei der Betriebsleitung. Und als man sie unser herzlichstes Beileid aus." Frankfurt a. M., 18. November. Der Antrag des Magistrats, Auf dem Wetterrist, der von dem Wettersteiger angefertigt dennoch haftbar machen wollte, haben sie die Verantwortung 5000 M. für die Hinterbliebenen der Opfer der Grubenkatastrophe und von der königlichen Bergbehörde begutachtet und sanktioniert abgelehnt. Die Verwaltung der Zeche" Radbod" wußte, auf der Reche von Radbod" zu bewilligen, wurde angenommen. wird, ist alles in schönster Ordnung; da klappt alles wie ein daß das zur der Verfügung stehende Wasser bei Magdeburg , 19. November. Dic Stadtverordnetenber Uhrwerk. Die Herren Vertreter der königlichen Behörde sollten großen Staubbildung zur Berieselung nicht ausreichte. Troß- famanlung bewilligte auf Antrag des Magistrats für die Hinter­einmal mit einem folchen Wetterrist in der Hand die Gruben dem ist nichts geschehen. Jahrelang schachert man mit der bliebenen der Opfer des Gruhenunalüds auf Zeche Nadbod" befahren, dann würden sie staunen über den Unterschied Stadt Hamm um eine Straßenbahn und um die Strom- 5000 M. aus Stadtmitteln. awischen angefertigtem Rist und Wirklichkeit. Bei Gruben- lieferung dazu. fahrten auf dem Betriebsführerbureau findet man das nicht. das Einfahrersystem hat nicht viel gebessert. Wenn die Wetterüberhauen und Wetterstrecken dauernd in gutem Zustande gehalten werden sollen, wie es in der Wetterpolizeiverordnung des Oberbergamts Dortmund vom 12. Dezember 1900 so schön heißt, dann sind dazu Reparatur­hauer nötig und die wollen und können nicht umsonst arbeiten, Beiter ist Holz nötig und das fostet ebenfalls wieder Geld. Die Selbstfosten gehen dadurch in die Höhe und das darf doch nicht vorkommen. Die Aftionäre wollen Gewinn, recht hohen Gewinn; darum werden hauptsächlich nur die Förderstrecken in Ordnung gehalten. Die Wetterstreden tommen erst dran, wenn es gar nicht anders mehr geht. Die müssen erst vollständig zu Bruch gegangen sein, so daß dadurch eine Gefahr auch für die Stohlen gewinnung entsteht. So werden Katastrophen geradezu herauf­beschworen.

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Obwohl sie wissen mußte, daß es mit der Berieſelung faul Und was tut die aufsichtführende königliche Bergbehörde? war, daß es tagelang an Wasser gefehlt hat, ist von einem Ein- in schreiten ihrerseits nichts befannt geworden.

Die Jagd nach Kohlen, die Sucht nach Gewinn läßt feine Ordnung im Grubenbetriebe auffommen. Mit 0,8 Tonnen Leistungseffett pro Mann und Schicht ist man nicht zufrieden, es muß mindestens 1 Tonne sein. Der Direktor wird mit Tantiemen bezahlt, der Juspektor ebenfalls; Betriebsführer, Fahrsteiger und Steiger sind am Gewinn beteiligt, bekommen oft mehr Prämie als feftes Gehalt. Und sie alle sind nicht zu gebrauchen, wenn nicht das herauskommt, was die Aktionäre in den Bankhäusern im voraus ausgerechnet oder was der Direktor oder Inspektor versprochen haben. So geht es überall und so war es auch auf Radbod". Oberbürger­meister Cuno in Hagen tat diesen Ausspruch:

Das Hinübergehen in die Brivatindustrie, das Hineinheiraten in die Kreise der Bergwerksbesitzer usw. bringt die Bergarbeiter zu der Auffassung, daß diese Beamten viel mehr das Interesse der Privatunternehmer wahren, als das der Arbeiter."

Cuno ist selbst Verwaltungsbeamter und kein Sozial­demokrat; er muß es also wohl wissen.

Wer sind die Schuldigen an der Ratastrophe auf der Radbod" grube?

Auf der Zeche Radbod" kommit zu dem großen Grubengas­gehalt der Kohlenflöße noch die Neigung zur Staubbildung. Der Explosionsherd kann nur auf der dritten Sohle liegen, denn der Wetterzug wird stets bis zum tiefsten Bunfte- hier die dritte Sohle eingeführt, um über die höchstgelegene Sohle hier die erste wieder abgeführt zu werden. Bei einer Explosion, die auf der unteren Sohle stattfindet, können daher wohl auf den oberen Sohlen Leute im mit dem Wetterzuge aufsteigenden Nachschwaden ersticken, nicht aber Der Aufmarsch der Knappen. fönnen die höher gelegenen Sohlen so in Mitleidenschaft gezogen In den Versammlungen, die am Mittwoch in allen Revieren werden, daß kein Mensch mehr zum Schacht gelangen könnte. des Ruhrkohlenbezirks stattfanden und teilweise tausendköpfigen Vom fachmännischen Standpunkte aus muß man daher zu der Besuch aufwiesen, nahmen die Ruhrknappen Stellung zu dem Unglüd Annahme kommen, daß auf der dritten Sohle eine auf Nadbod". Eine Versammlung in Bochum , in der die Ab­Schlagwettererplosion eingetreten ist, die den massenhaft vor­handenen Stohlenstaub zur Entzündung gebracht hat. Dadurch geordneten Zeinert, Sachse und Hue sprachen, zählte zirka 7000 Be handenen Stohlenstaub zur Entzündung gebracht hat. Dadurch fucher. Die Bergwerksverwaltung von Radbod" hatte mit Bezug find die Streckenzimmerungen in Brand geraten, vielleicht auf Vorwürfe, die in den am Sonntag abgehaltenen Versammlungen auch die grubengasreichen Stohlenflöge. Durch die fort erhoben worden sind, eine Berichtigung" an die bürgerliche Bresse gesandt, aus der das B. T." folgendes mitteilt:

während zuströmende frische Luft angefacht, hat sich der Brand dann durch Ueberhauen und Bremsberge, wo in der Regel der meiste Staub liegt, weil dort am wenigsten gerieselt wird, bis zur zweiten Sohle fortgepflanzt. Das nimmt aber einige Zeit in Anspruch. Die Leute auf der zweiten Sohle hätten wenigstens zum Zeil gerettet werden können. Warum ist es nicht geschehen? Sollte der Explosionsherd aber auf der zweiten Sohle liegen, dann ist es noch unerklärlicher, daß die Belegschaft der dritten Sohle nicht gerettet worden ist. Abgesehen von den beiden Spurlatten( Führung für die Förderkörbe), die am Füllort dieser Sohle durch die Gewalt der Explosion aus dem Schachte gerissen sind, ist der ganze Schacht betriebsfähig geblieben. Will man nicht an­nehmen, daß durch die Erplosion das ganze Grubengebäude plöglich zusammengestürzt ist, dann mußten wenigstens die in der Nähe des Schachtes beschäftigten Leute diesen erreichen fönnen. Mit noch mehr Berechtigung ist dies in bezug auf die zweite Sohle anzunehmen, die 107 Meter über der dritten liegt, wenn auf der letzten Sohle der Herd des Unglücks zu suchen sein sollte.

Jahr

Explosionen in deutschen Graben.

In den letzten Jahrzehnten ereigneten sich auf Gruben Deutschland u. a. folgende Massenunglücke: Name der Zeche Zote 1869 Neu- Iserlohn. Burgfer Schächte

1876 Ren- Iserlohn 1879 Brüdenberg- Schächte 1881 Luise Tiefbau. 1885 Camphausen 1893 Kaiserstuhl .

" P

General Blumenthal

1895 Prinz von Preußen 1896 Kleophasgrube 1897 Kaiserstuhl II. 1898 Zollern. Karolinenglück 1901 König Ludwig Ronsolidation. 1907 Reeden

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Das Unglück auf" Radbod" schlug den Rekord in der Massenvernichtung. Es wird übertroffen durch das furchtbare Unglück von Courrières in Frankreich . Nach jedem Massen­unglück ist festgestellt" worden, daß die betreffenden Gruben­verwaltungen feine Schuld trifft; Mißstände waren angeblich auf den Werken nicht vorhanden. Nach jedem Unglück hört man die Redewendung von dem unerforschlichen Ratschluß Gottes", der es zugelassen habe, daß so oder so viel brave Bergleute" einen frühen Tod fanden. Diesmal liegt des Systems Schuld aber doch zu offenkundig auf der Hand, als daß es gelingen könnte, die öffentliche Meinung irrezuführen. Daß endlich die Quelle solcher Ratastrophen nach Mög lichkeit verstopft wird, das ist nun das wichtigste!

Verfammlungen.

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1. Wenn in der Versammlung von einem fogenannten systematischen Ausbau" und von" Raubbau" gesprochen ist, so tönnen in diesen Ausführungen jedenfalls vorläufig nur nichts­jagende Schlagwörter erblidt werden. Protest gegen die Gas- und Elektrizitätssteuer 2. Auch die Verwaltung nimmt an, daß bei der Explosion erhob eine start besuchte öffentliche Versammlung der Gas- und Kohlenstaub mitgewirkt hat. Die wiederholten Sachverständigen Elektrizitätswerksarbeiter, welche der Verband der Gemeinde- und beobachtungen ließen die Grube feineswegs als eine besonders kohlen­staubgefährliche erfenen. Hauptsache ist aber, daß die zur Un Staatsarbeiter am Mittwoch nach Kellers Saal in der Koppenstraße fchädlichmachung des Kohlenstaubes dienende Beriefelung in einer einberufen hatte. Der Vorsißende des genannten Verbandes, umfassenden und völlig ausreichenden Anlage vorhanden ist. Diese I bin Mohs, trat als Referent auf. Er kritisierte den Entwurf Anlage war regelmäßig in Betrieb, und der Betrieb ist regelmäßig des Gas- und Elektrizitätssteuergesetzes und verwies darauf, daß fontrolliert. Ein bei 717 Meter Teufe angelegtes Refervoir von die Arbeiter dieser Industriezweige erheblich geschädigt werden, 20 Rubikmeter Juhalt hält die Beriefelungsanlage ständig unter wenn der Entivurf Gesetz werden sollte. Jede Steuerbelastung gebe Druck. Das Hochreservoir erhält den Wasserzufluß aus eigens an- Anlaß, eine Verbilligung der Produktion herbeizuführen, um die gelegten Brunnen und, soweit notwendig, aus der nur 300 Meter Belastung des Produits durch die Steuer auszugleichen. Die Ver­entfernt liegenden Lippe. Wie bei dieser Einrichtung für den billigung der Produktion geschehe aber in der Regel auf Kosten der Wasserzufluß Montag und Dienstag vor dem Unglück das Waffer Arbeiter. Wie sich dieser Prozeß bei der Gasproduktion vollziehen überhaupt gefehlt haben soll, ist unerfindlich. Für die Ver

waltung steht das Gegenteil feft, und sie hat selbst den dringenden werde, laffe fich schon voraussehen. Man werde die Einführung der. Wunsch, daß nach dieser Richtung die genauesten Untersuchungen neuen Kammeröfen in den Gasanstalten beschleunigen und das bis­angestellt werden. herige Retortensystem abschaffen. Das bedeute, daß der vierzehnte Wenn auch der Generaldirektor der Gesellschaft Trier , Que erklärte, daß trog Ableugnungsversuchen die Behauptung, Teil der Gasarbeiter überflüssig werde. Auch die durch eine Be­Herr Bergassessor Jansen, nicht an eine Schlagwettererplosion Radbod" sei reich gewesen an Misständen, aufrecht erhalten werde. Steuerung eintretende Verminderung des Konsums werde eine Ein­in Berbindung mit Kohlenstaubentzündung glauben will, so Der Wetterstrom sei nicht in Ordnung gewesen, dasselbe gelte von schränkung der Produktion und dadurch eine umfangreiche Ent. steht es doch für jeden Fachmann fest, daß es nichts anderes der Berieselung. Sachfe teilte folgendes mit: lassung von Arbeitern zur Folge haben. Aber nicht nur die unmittel­sein tann. Die Tatsachenmitteilungen der Arbeiter und Eine Reihe von Bergleuten sei von Beamten des Verbandes bare Schädigung der Arbeiter veranlasse diese, gegen das neue unteren Beamten können diese Auffassung nur bestärken. Daß verhört worden. Dabei habe einer der an den Nettungsarbeiten be- Steuerprojekt zu protestieren, sondern auch der Umstand, daß die das Unglück so grauenhaft in seinen Folgen geworden ist, teiligt gewefenen Leute behauptet, als die Rettungsmannschaften Besteuerung von Gas und Elektrizität die kulturelle Entwickelung daran mag auch noch die geringe Ausdehnung des Gruben weiter hätten vorgehen wollten, um Leute herauszuholen, die nach hemmen werde. Nach kurzer Diskussion, die sich im Rahmen der gebäudes 950 Meter in der Streichrichtung und 800 Meter ihrer Meinung noch zu retten gewesen seien, habe sich Ausführungen des Referenten bewegte, wurde folgende Resolution querschlägig sowie der Umstand, daß sämtliche Strecken in" ber Dide"( gemeint ist offenbar Generaldirektor Janssen) einstimmig angenommen: Holzausbau standen, schuld sein. Ueber die mit ihren Er- ins Mittel gelegt: Es ist doch unvernünftig, hier weiter vorzu­flärungen in Widerspruch stehende Tatsache, daß Kohlenstaub gehen, wir müssen zurück, sonst geht uns die ganze Beche verloren!" vorhanden war und verbrannte, tommen Werksverwaltung,( Bfuirufe.) Zum Schlusse gelangt eine Resolution einstimmig aur Bergbehörde und Minister nicht hinweg. Annahme, in der gesagt wird:

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Die in der schon zitierten Wetterpolizeiverordnung vor­geschriebene Sprigwasserleitung war auf Nadbod" wohl vor­

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Soweit die bisher von wirklich betriebskundigen und sach­verständigen Leuten mitgeteilten Einzelheiten über die Zustände

Die Versammlung der Gas- und Elektrizitätsarbeiter er. hebt Protest gegen die geplante Einführung des Gas- und Elektri­zitätssteuer.

Die Versammelten erblicken in der Verwirklichung dieses Problems eine schwere. Schädigung der Gas- und Elektrizitäts­industrie. Eine solche Steuer würde nicht allein eine bedeutende Preiserhöhung von Licht und Kraft, sondern auch der zu ihrer