Aber noch eins!
Jeden gerecht und anständig denkenden Mann muß es doch mit Ein Brandunglüd ist vom Sonntage aus dem Nordosten Berlins Empörung erfüllen, wenn er hört, daß die Sozialdemokratie bis heute zu melden. In der Strausberger Straße 40 tam in der auch nicht einen einzigen Vertreter im Stadtparlament besitzt. Troz zweiten Morgenstunde durch Umfallen einer Petroleumlampe in der großen Stimmenzahl der Sozialdemokratie verhindert es das der Wohnung des Tischlermeisters Christoph Kämmerer, die im niederträchtige System der Listenwahl, daß auch die Arbeiter zu ihrem Seller des Borderhauses liegt, Feuer aus. Straßenpaijanten be- Rechte gelangen. mertten den Brand und drangen in den Keller ein. In dem brennenden Zimmer. befand sich der 78jährige Wohnungsinhaber. Stichflammen hatten bereits die Kleider des alten Mannes in Brand gefeßt, Troßdem ihm sofort Deden übergeworfen wurden, hatte Kämmerer doch schon so schwere Brandwunden am Oberförper davongetragen, daß er von der inzwischen eingetroffenen Feuerwehr mit einem Tender nach dem Strankenhause Am Friedrichshain geschafft werden mußte.
In ernste Lebensgefahr geriet ein vierjähriges Mädchen bei einem Küchenbrande, der am Sonntagabend in der Luxemburger Straße 30 zum Ausbruch fam. Im Erdgeschoß des Quergebäudes bewohnt der Arbeiter Brose mit seiner Familie eine Stube und Küche. Gegen abend hatte sich nun das Ehepaar auf furze Zeit aus der Wohnung entfernt und die vierjährige Tochter Käthe allein zurückgelassen. Das Kind schlief in der Küche. Kurz vor 20 Uhr brang aus der Broseschen Wohnung dichter Rauch. Hausbewohner verschafften sich sofort gewaltsam Gintritt in die Küche, die schon vollständig verqualmt war. Noch ehe die alarmierte Feuerwehr eintraf, hatten beherzte Männer das gefährdete Kind aus der Stüche geschafft. Die Feuerwehr behandelte das Mädchen längere Zeit mit Sauerstoff, worauf es sich wieder erholte. Das Feuer fonnte dann bald gelöscht werden. Wie sich herausstellte, hatten sich Kleidungsstücke vor der Kochmaschine entzündet.
Verschwunden ist seit Donnerstag voriger Woche das 16 jährige Mädchen Gertrud Klein, auch Vetters genannt. Das Mädchen verließ an genanntem Tage, abends 9 Uhr. die elterliche Wohnung in Rigdorf, Warthestraße 63, um zu Verwandten zu gehen, und ist feitdem nicht wieder zurückgekehrt. Bekleidet war die Verschwundene mit hellgrauem Rod, dunkelgrüner Bluse, helltariertem Jadett. Das Mädchen ist von frischer Gesichtsfarbe, großer, fchlanker Figur, hat blaue Augen und blondes Haar. Perfonen, die Angaben über die Berschwundene machen tönnen, wollen dies auf dem Polizei bureau oder bei Wetter, Rigdorf, Warthestraße, melden.
An den ehrlichen Mann, an den aufrechten Bürger richtet sich unser Aufruf.
Nicht schwächliche Rücksichten privater Art, fondern politisches Verständnis und flares Erkennen der Verhältnisse gibt hier den Ausschlag!
Wählen Sie am Dienstag, den 15, Dezember, den Gewerkschaftsangestellten Herrn
Charlottenburg.
Oskar Riebel."
Der Zwed der Strankenversicherung der selbständigen Hausgetverbetreibenden soll der fein, die sozial deni Arbeiter gleich stehenden felbständigen" Hausgewerbetreibenden auch unter die Worteile des Krankenversicherungsgefeges zu stellen. Zweitens soll damit der Unternehmer getroffen werden, dem die Beschäftigung selbstän wie das Arbeitsverhältnis des Betriebsarbeiters, weil der Arbeit diger" Hansgewerbetreibender schon aus dem Grunde angenehmer ist geber für den felbitändigen" Hausgewerbetreibenden Beiträge für Strankenversicherung bisher nicht zu entrichten hatte. Aber feineswegs sollte dadurch dem Hausgewerbetreibenden eine neue Laft auferlegt werden.
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Jit aber der selbständige" Hausgewerbetreibende versicherungs pflichtiger Arbeitnehmer, dann kann er wenn er felbst wieder Hilfsperionen beschäftigt nicht auch zugleich versichernder Arbeit geber sein. Wenn auch das Krankengesez diese Möglichkeit auläßt bei den Hausgetverbetreibenden bedeutet fie ein linrecut. Als versichernder Arbeitgeber hat der selbst versicherungspflichtige Hauss gewerbetreibende ein Drittel der Beiträge für seine Hilfsperionen zu zahlen. Nun aber find die Hilfspersonen des Hausgewerbe Mit der Frage der Berkürzung der Arbeitszeit für städtische Arbeiter treibenden eigentlich auch nur Arbeiter des Unternehmers, der den wird sich die Städverordnetentversammlung in ihrer nächsten Sigung Hausgewerbetreibenden beschäftigt. Damit nun der Hausgewerbe wieder einmal befassen. Fast sechs Jahre schwebt diese Angelegenheit, treibende nicht eine soziale Pflicht des wirklichen Arbeitgebers ohne daß ein Ende abzusehen ist. Am 11. Februar 1903( 1) hatte au übernehmen hat, haben die sozialdemokratischen Vertreter darauf die sozialdemokratische Fraktion eine Reihe von sozialpolitischen Ans gedrungen, daß in den Entwurf des Magistrats noch eine Be trägen eingebracht, deren einer die Dauer der täglichen Arbeitszeit ftimmung aufgenommen wurde, nach welcher der Arbeitgeber des für städtische Arbeiter auf höchstens neun Stunden bemessen wissen ielbständigen Hausgewerbetreibenden auch für die von letteren bes wollte. Die Anträge wurden dem Magistrat fiberwiesen, der erwägen fchäftigten versicherungspflichtigen Hilfsperionen ein Drittel der follte, ob und wieweit die darin gemachten Vorschläge zu berüc Krantentassenbeiträge zu zahlen hat. fichtigen feien, um dann eventuell eine Borlage einzubringen. Ein Es darf erwartet werden, daß sich auch die StadtverordnetenJahr später, am 13 Mai 1904, lief die Antwort des Magistrats ein, versammlung mit diefer Aenderung, welche die Krankenversicherung fie lautete abschlägig, der Magiftrat erklärte, daß er feine Ver- der Hausgewerbetreibenden erst vollständig macht, einverstanden anlaffung gefunden habe, an der bisherigen Festfepung eines zehn erklärt. Ebenso mit dem Vorschlag des Ausschusses, den Magistrat stündigen Arbeitstages iegend eine Wenderung zu treffen. Diefe zu ersuchen, bei den Reichsbehörden dahin zu wirken, daß bei der Mitteilung des Magistrats ging an einen Ansichuß, der sich mit der Revision des Krankenversicherungsgeiezes die Verſicherungspflicht Herabiegung der Arbeitszeit auf 9. Stunden einverstanden erklärte. auf alle Gausgewerbetreibenden und Heimarbeiter ausgedehnt wird. das Plenum war anderer Meining, es wies die Angelegenheit am 21. Dezember 1904 an den Ausschuß zurüd. Gleichzeitig wurde der Durch Absturz vom Dache tödlich verunglückt ist am Sonnabend Ausschuß durch Neuwahlen so gestaltet, daß er nun zu dem entgegens vormittag der Dachdecker Franz Hildebrandt, Osnabrücker Straße 1 gefeßten Resultat tam und fich mit 7 gegen 5 Stimmen für die wohnhaft. Derfelbe war auf dem Neubau des Reformgymnaſiums Beibehaltung des zehnstündigen Arbeitstages aussprach. Am in Westend , am Reichskanzlerplag, mit Dacharbeiten beschäftigt, wo1. Februar 1905 beschloß das Plenum in gleichem Sinne, gleich bei der Abstura erfolgte. Der Tob trat auf der Stelle ein. zeitig aber erfuchte es, um den Schein zu wahren, den Magistrat, Erhebungen darüber anzustellen, welchen Betrag die Löhne für Bildebrandt hinterläßt seine Frau und zwei unmündige Kinder. täglich zehnftündige Arbeitszeit im Tages- beziehungsweise Wochens Rigdorf. oder Monatslohn in den gesamten städtischen Betrieben erreichen. Bei der Stadtverordneten Nachwahl wurde im 4. Bezirk der Wieder bergingen zwei Jahre, bis der Magistrat endlich am Bäckermeister Wilhelm agen mit 581 gegen 2 gegnerische 5. Febritar 1907 die gewünschte Auskunft geben fonnte; er rechnete bei Einführung der neunstündigen Arbeitszeit ein Mehr von 155 bis Stimmen. gewählt, im 17. Bezirk der Eigentümer Adolf Hoffmann mit 497 gegen 8 Stimmen. 160 000 m. an Arbeitslöhnen pro Jahr heraus. Groß- Lichterfelde .
Das, Polizeipräsidium teilt mit: am 18. 5. M. abends 10 Uhr, wurde vor dem Haufe Brunnenstr. 54 beim Ueberschreiten des Fabr damms ein anscheinend dem Arbeiterstande augehörender unbefannter Mann von der Straßenbahn umgestoßen und erlitt dabei einen Schädelbruch. Der Verlegte wurde in bewußtlofem Zustande nach dem Birchow- Krankenhause geschafft. Beschreibung: zirka 26 bis 28 Jahre alt, 1,68 bis 1,70 Meter groß, langes, schwarzes Haar, blonder Schnurrbart. Kleidung: braunfarrierter Rodanzug, schwarze Der Ausschuß, dem, dieje Magistrats mitteilung überwiesen wurde, Strümpfe und Schnürstiefel, weißes Taschentuch gez. B. B. Etwaige hat sich in drei Gigungen, am 23. April 1907; 23. Oktober und Mitteilungen werden in jedem Bolizeirevier oder im Bolizeipräsidium, 7. Dezember 1908 damit befaßt. Allzu anstrengend ist seine TätigRimmer 882, entgegengenommen eventuell wird um Nachricht zur feit also nicht gewefen. Leider ist auch das Ergebnis ein wenig er Tagebuchnummer 5944 IV 5908 ersucht. freuliches. In der ersten Sigung des Ausschusses teilte der Bürger meister mit, daß der Magistrat beschlossen habe, über die Frage der Einführung der neunstündigen Arbeitszeit mit ben Gemeinden Groß Berlins in Verbindung zu treten und daß von Berlin bereits eine grundfäßlich zustimmende Antwort eingegangen fet. Eine materielle Einigung über diese wichtige Frage war mit Berlin freilich nicht erzielt, die Berliner Stadtverwaltung hatte sich lediglich grundfäglich bereit erklärt, die gewünschte Besprechung herbeizuführen, bor weg aber hatte sie die Bezeichnung der einzelnen Fragen verlangt, die erörtert werden sollen, sowie die Angabe derjenigen Gemeinden von Groß- Berlin, die an der Besprechung zu beteiligen fein möchten, Die Angelegenheit war auch gelegentlich anderer Verhandlungen mit den Vertretern mehrerer Borortgemeinden erwähnt und eine Besprechung für den Herbst 1908 in Aussicht genommen worden. Ge hört hat man davon bisher nichts.
haben.
Heute, Dienstag, den 15., finden die Wahlen der Beisiger zum Gewerbegericht statt, und zwar für die Arbeitgeber von 4-6 Uhr nachmittags, für die Arbeitnehmer von 6-8 Uhr nachmittags. Wir ersuchen die Genossen, welche sich in der Wählerliste haben eintragen lajien, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Das Gewerkschaftskartell Gr. Lichterfelbe
Lichtenberg.
Der Achtuhr- Ladenschluß ist, wie man uns mitteilt, noch immer nicht gesichert. Bei der Nachprüfung der abgegebenen Unterschriften haben jich Doppelunterschriften herausgestellt, so daß die erforderliche Bahl zu einer Zweidrittelmajorität noch immer nicht vorhanden ist. Es wäre doch dringend erwünscht, daß die Ladeninhaber, die bisher ihre Erklärung noch nicht abgegeben haben, dies noch nachholen und den Ladeninhabern Eugen Lewald oder Littauer beide in der Frankfurter Allee zu übermitteln. Zu unserer früheren Mitteilung, daß sich der Apotheker und Stadtverordnete Hagenbed weigerte, die Unterschrift für den Achtube Ladenschluß zu leisten, wird uns mitgeteilt, daß sich Herr H. jetzt bereit erflärt hat, seine Unterschrift
Wer sind die Toten? Am 6. Dezember d. 3. wurde in den Gewäffern des Tiergartens, unfern dem Großen Stern, die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechts gefunden. Die Leiche wurde an unbekannter Stelle, wahrscheinlich von einer Frau mit bunkelblondem, welligem Haar ausgefeßt. Es ist nicht aus geschloffen, daß das Kind auf berbrecherische Weise durch Erffiden oder sonstwie den Tod gefunden hat. Mitteilungen, die zur Auf oder sonstwie den Tod gefunden hat. Mitteilungen, die zur Aufflärung führen könnten, werden von der Kriminalpolizei zu Nr. 5885 IV 59. 08. erbeten oder auch von jedem Polizeirevier entgegengenommen. Besonders wären Mitteilungen über solche Personen erwünscht, die feit dem 6. 5. M. wegen Nacherkrankungen nach erfolgter Geburt in Krankenhäusern pp. Aufnahme gefunden Am 11. Dezember ,. bormittags gegen 7 Uhr, wurde Im weiteren Verlauf feiner Berhandlungen lehnte der Ausschuß in den Anlagen an der Bartholomäusfirche am Königstor die die generelle Einführung des Neunstundentages ab und sprach die Leiche eines etwa 30 Jahre alten, dem Arbeiterstande gehörenden Meinung aus, es müsse die Frage der Verkürzung der Arbeitszeit zu geben. unbekannten Mannes an einem Baum erhängt aufgefunden. Grim einzelnen und unter Berüdfichtigung der verschiedenen Arbeiter ist 1,65 Meter groß, hat dunkelblondes Haar und dunkelblonden Schnurrbart, rundes Gesicht; am rechten Beigefinger fehlt ihm das fategorien und Arbeitsarten behandelt werden. Später ersuchte er, Adlershof . erste Glied. Bekleidet war er mit dunklem Winterüberzieher, Angaben vor allem darüber, ob und welche besonderen technischen unter Ablehnung dieses Beschlusses, den Magistrat um genauere blauem Jadettanzug, wollenem Militärhemd mit I gezeichnet, rot- Schwierigkeiten einer Verkürzung der Arbeitszeit bei einzelnen mann- Nowawes in der letzten, sehr gut besuchten Mitgliederbraunen Strümpfen, Leberschuhe mit Holzfohlen, graue Schirm- Arbeiterkategorien entgegenstehen. Aus der vom Magistrat ber bersammlung des Wahlvereins. Der 1½ftündige Vortrag fand müße. Er hatte filberne Remontoiruhr Nr. 1557 bei sich. Beranſtalteten Umfrage geht nun zweierlei hervor: erstens daß allseitigen Beifall. Sine äußerst erregte Debatte rief eine Notiz fonen, die über die Persönlichkeit des Toten Auskunft geben können, bie Summe der Webraufwendungen bei Einführung des Reun im Freien Gastwirt" vom 7. November hervor. In derselben wird werden gebeten, ihre Wahrnehmungen der Kriminalpolizei oder einem Polizeirevier mündlich oder schriftlich zu den Aften 5935 Stundentages nicht 155 bis 160 000, fondern nur 185 000 m. Bezug genommen auf eine Bersammlung der freien Gastwirte. Es beträgt und zweitens, daß technische Schwierigkeiten gegen die Ver- heißt bort: IV. 59. 08. mitzuteilen. türzung der Arbeitszeit nur von der Hochbauberwaltung, der Ver waltung des Krantenhauses und des Bürgerhauses geltend gemacht find. während die allgemeine Verwaltung, die Schulverwaltung, die Verwaltungen der Straßenreinigung und Feuerwehr, der Gaswerte, des Tiefbaues und der Kanalisation solche Schwierig feiten ausdrücklich verneint haben. Trogdem faßte der Ausschuß keinen Beschluß auf Einführung des Neunstundentages, ahlvereins, sondern die beschließende Mitgliederversammlung vom Zur Aufklärung wurde betont, daß nicht der Vorstand des er begnügte fich damit, feine Sympathie für eine Berfürzung 24 September 1908 den Antrag der freien Gaft- und Schaniwirte der Arbeitszeit für die ständig beschäftigten Arbeiter auf neun
Straßensperrung. Die Neue Friedrichstraße von der Rochstraße bis zur Spandauer Brücke wird behufs Ausführung eines Notauslaßfanals vom 15. b. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt.
Vorort- Nachrichten.
Heute, Dienstag, von 11 bis 1 Uhr und von 4 bis 8 Uhr findet die Stichwahl zur Stadtverordnetenversammlung statt. Wir erwarten von unseren Parteigenossen, daß fie ihre ganze Kraft einfegen, um dem Kandidaten der Sozialdemokratie
Gewerkschaftsangestellten Riedel
im Kampf gegen die Reaktion zum Siege zu verhelfen. Die Parteigenoffen, die heute tätig sein wollen, werden ersucht, fich vormittags 10 Uhr im Zentralwahlbureau Luisenpark , Wilhelmsaue 112, einzufinden.
Hilfskräfte, die erst im weiteren Verlauf des Vormittags oder Nachmittags Wahlhilfe leisten können, wollen sich in folgenden Schlepplofalen melden: Dfon, Uhlandstr. 106; Selfe, Branden burgische Straße 100; Natusch, Uhlandstr. 71; Hoffmann, Prager Straße 12; Arndt, Berliner Straße 160; Fischer, Durlacher Straße 8; Fiebellow, Hildegardstr. 17a; Reiche, Binger Straße.
Wilhelmsaue 112, verkündet.
,, Ueber das persönliche Regiment" referierte Genoffe off.
Unter Verschiedenes wird vom Kollegen Witte- Eichwalde die Handlungsweise des Adlershofer Wahlvereinsvorstandes als Schmach und Schande bezeichnet. Derselbe spricht den freien Gajts und Schantwirten das Recht ab, zu berlangen, daß die. Bahtabende des Wahlvereins den sogenannten blauen Gastwirten entzogen werden."
Stunden auszusprechen, und richtete im übrigen an den Magistrat abgelehnt hat, da derselbe gerade für Adlershof agitatorisch hindas Ersuchen, bei der bevorstehenden Etatsberatung die Frage zu dernd wirken würde. Da der Genosse und freie Gastwirt Witteerwägen, in welchen Betrieben sich eine Verfürzung der Arbeitszeit Eichwalde , der in dieser Versammlung zugegen war, die beleidi ermöglichen läßt, und der Stadtverordnetenversammlung entsprechende genden Aeußerungen nicht zurücknahm, so wurde folgender Antrag gegen die Stimmen der freien Gaft- und Schantwirte angenommen: Borschläge zu machen. " Die heutige Wahlvereinsversammlung steht auch heute noch bes treffs des Antrages des freien Gast- und Schankwirteberbandes auf den im September eingenommenen Standpunkt. Sie berurieilt entschieden das Vorgehen einzelner Mitglieder des betreffenden Verbandes gegenüber dem Wahlvereinsvorstand, wie dies im Freien Gastwirt" zum Ausdrud fommt." Die Versammlung wurde infolge vorgeschrittener Zeit vertagt. Bor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des ber ftorbenen Genossen Wudede in der üblichen Weise. Alt- Glienicke.
Am Sonntag war der Andrang in der Jugendschriften- Ausstellung im Voltshause, Rosinenstr. 3, zeitweilig so start, daß bielen Genoffen und Genossinnen die Möglichkeit genommen wurde, ihre Einfäufe in Ruhe zu erledigen.
Die Kommission, die den Auftrag hat, die Ausstellung au leiten, befchloß aus diesem Grunde und auf Wunsch vieler Genoffinnen und Genoffen, die noch feine Gelegenheit zum Einkauf hatten, die Ausstellung bis infl. Sonntag, den 20. d. Mite. stattfinden zu laffen. Da die Ausstellung wieder vollständig komplettiert worden ist, dürfte sich ein Besuch sehr lohnen.
Ausstellungszeit ist täglich von 5-10 Uhr abends.
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In der letten Gemeindevertretersigung wurde befchloffen, den Ein eignes Erholungsheim für ihre Mitglieder will fich die alten Kirchhof zu schließen, derfelbe foll später als Boltspart benutzt Charlottenburger Ortstrantentasie bauen. Nach der werden. Beim Punkt: Weihnachtsunterstützung für die Witwen bisher bekannt gewordenen Absicht des Vorstandes sollen in diefes bon Striegern" betonten unsere Genossen, daß der Staat die moralische Pflicht habe, für die Hinterbliebenen der gefallenen Opfer Da die Gegner alle Sträfte anstrengen, damit die Stadt Seim, bas boraussichtlich für 40 Betten eingerichtet werden soll, in zu forgen; es sei ein Sohn, daß für arme Witwen noch gebettelt verordnetenverfammlung auch ferner ungestört in alter Weise fort erster Linie die Retonvaleszenten aufgenommen werden, die weder werden müßte. Der Drt hätte bereits Arme genug zu unterstützen. wirtschaften könne, fo hat ein jeder Parteigenoffe die Pflicht, fich bettlägerig find noch eine ansteckende Krankheit überstanden haben. Der Antrag wurde dann auch abgelehnt und für die Drtsarmen am heutigen Wahltage in den Dienst unferer Sache zu stellen. Für diese Anstalt ist bereits ein Grundstück bei Klosterheide bei 200 M. Weihnachtsunterſtügung bewilligt. Ein Antrag des GemeindeDas Wahlresultat wird heute abend 9 Uhr im Luisenpark ", Lindow in der Mart für 14 000 Mark erstanden worden. Der vor vorstehers, den Angestellten im Gemeindebureau Weihnachtsgeschenke einiger Zeit einberufenen Generalversammlung wurde von dem Kauf zu bewilligen, wurde abgelehnt, dafür aber den Hinterbliebenen der Der demokratische Verein Wilmersdorf- Berlin fordert in einem Kenntnis gegeben. Die Generalversammlung übertrug dem Bor Ratastrophe von Rabbod 50 M. bewilligt. Nach einem Beschlu's Flugblatt seine Anhänger auf, für den Kandidaten der Sozial- stand die weiteren Vorarbeiten für die Ausführung des Projeties. follen jest in allen Lofalen Plakate ausgehängt werden, auf denen den Zugereisten bekannt gegeben wird, wo sie ein Nachtunterkomment demokratie, den Genossen. Riedel zu stimmen. In In dem Wenn jedoch die Pläne vorliegen, wird die Generalversammlung fich finden. Diefer Beschluß wurde durch unsere Genossen veranlaßt, Flugblatt wird betont, daß der sich unpolitisch nennende bürger nochmals mit der Angelegenheit beschäftigen... meil es vorgekommen ist, daß Fremde von einem Lokal zum andern liche Standibat Herr Klette der gemeinsame Kandidat aller Die pofitive Mitarbeit der Sozialdemokraten in der Gemeinde gewiesen wurden, ohne ein Unterfommen zu finden. rüdfchrittlich gesinnten Elemente Wilmersdorfs ist. Alle Anhänger der Demokratie, überhaupt alle wirklich liberalen Männer müssen mußte auch in der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung Germendorf bei Oranienburg . vor einiger Zeit von einem unferer eifrigsten Gegner, dem Stadt daher ihre Stimme dem Kandidaten der Sozialdemokratie geben, verordneten Dr. Stadthagen, ausdrücklich anerkannt werden. Einen Böllig niedergebrannt ist am Sonntagabend das alte Kolonisten der allein die demokratischen Forderungen in der Kommunalpolitit, weiteren Beweis dafür lieferte unter anderem auch die in der letzten haus, in welchem acht Familien wohnten. Die Aermsten haben. wie z. B. die Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen Wahl- Stadtverordneten- Sigung beratene Vorlage inbetreff der Kranten hierbei ihr nicht versichertes Hab und Gut verloren und find rechts bei den Kommunalwahlen, die Beseitigung des Hausbesitzer- versicherung der ausgewerbetreibenden. Diefe obdachlos. privilegs, die Trennung von Schule und Kirche, die Koalitions Vorlage ist, wir schon mitteilten, einem bon den Stadtverordneten gestellten Spandan. Antrag zu freiheit der städtischen Arbeiter, die Wertzuwachssteuer, die Verstadt- sozialdemokratischen danken. Während Berlin und eine ganze Reihe anderer Städte Den Partei und Gewerkschaftsgenossen zur Nachricht, daß mit lichung der Berfehrseinrichtungen usw. vertrete. diese Versicherung durch Ortsstatute für die selbständigen Haus dem heutigen Tage im Lokale von Böhle, Havelstr. 20, eine Jugende Zum Schluß heißt es: gewerbetreibenden seit Jahren eingeführt hatten, blieb in der„ Muster- schriften- Ausstellung eröffnet worden ist. Die Besuchszeit ist an den Alle diese Forderungen aber fann Herr Klette niemals vertabt für sozialen Fortschritt" alles ruhig, bis die Sozialdemokraten Wochentagen nachmittags von 6-9 Uhr und Sonntags von 10 bis treten, felbst wenn er persönlich von ihrer Richtigkeit überzeugt zur Regelung dieser Frage den Anstoß gaben. Doch tros manchen 12 Uhr vormittags und von 3-8 Uhr nachmittags. Die Arbeiter wäre, da er dadurch die Interessen seiner vielseitigen Wählerschaft Borzugs, den der Entwurf des Magistrats aufwies, haftete ihm ein schaft wird ersucht, ihren etwaigen Bedarf dort zu decken. schädigen würde... wesentlicher Mangel an
Der Bildungsausschus