wirken würde.
Nicht dringend genug fann zur Vorsicht vor ähnlichen Inseraten
Gefahrenkreis des Betriebes.
unterstützen. Darum gehört diese Frage auch in diese Caritas Bersammlung.
Der Statholische Frauenbund hat in feinen Aufrufen und Sagungen bortweg erklärt, daß die angestrebte Verbesserung der irdischen Verhältnisse nicht das Endziel, sondern nur das Mittel sei, um in dieser Zeit und in dieser Lebensstellung ein höheres Ziel zu erreichen, das jenseits dieser sichtbaren Welt liege und zu dem das irdische Leben nur die Vorbereitung fei. Der Katholische Frauenbund läßt sich also von der katholischen, von der christlichen Weltanschauung leiten und legt sie allen seinen Bestrebungen zugrunde. Schon dieses würde genügen, um obige Frage bejahen zu können. Aber auch in den Einzelzielen bekennt er sich zu den Grundsägen des Christentums. Er will das Selbstbewußtsein der Frau weden, aber fie dem von Gott gewollten Berufe nicht entfremden. Er will ihre Bildung fördern, aber dabei die Charakter- und Herzensbildung an die erste Stelle fezen. Er will die Lehr- und Lerntätigkeit der Frau pflegen, aber nur innerhalb der Grenzen ihrer Kräfte und Fähigkeiten. Er will das weibliche Geschlecht heben, Nun find aber feine von Gott gefeßte Eigenart nicht übersehen. wir leicht imstande, das Urteil zu fällen. Der Frauenbund bewegt fich auf dem Boden der Kirche. Er will die Frauen bewahren, jene uferlosen Jerfahrten mitzumachen, die ihrem Geschlecht wie der menschlichen Gesellschaft zum Verderben gereichen müssen. Er will verhüten, daß sie sich durch Tagesbedürfnisse und schwankende Meinungen täuschen und irreführen lassen; er gibt ihnen vielmehr einen festen Stand, auf dem fie an dem Wohl ihres Geschlechtes auf dem sicheren Grunde der göttlichen Wahrheit mitarbeiten fönnen. Darum nehmen eure Bischöfe keinen Anstand, den Statholischen Frauenbund den Frauen ihrer Diözesen wärmstens au empfehlen.
Beinbewohnungen beseitigt oder eingeschränkt werden würde, der Klage zu mahnen. Wie S. in der Verhandlung als Zeuge läßt sich nicht annehmen. Es wird immer unberheiratete Ar- erzählte, will er sich mit der Buchmakulatur eine warme Stube beiter geben, die ein Unterkommen haben müssen; das können sie machen", damit sie wenigstens noch zu etwas verwandt werde. aber nirgend anders finden als bei berheirateten Kollegen, Da von der beklagten Firma" niemand erschienen war, so erwie das allererts der Fall ist und von jeher so war. Alles in ging Beriäumnisurteil. Gleich dem Zeugen H., der sich allem würde die Herstellung weiterer Arbeiterwohnungen bei mit dem Berlust der 500 M. schon abgefunden hat und wieder alé den in den Nachbarorten herrschenden Wohnungsverhältnissen Tischlergefelle arbeitet, wird wohl auch der Kläger von seinem Gelde lediglich die Wirkung haben, daß Groß- Lichterfelde in noch weit feinen Pfennig mehr wiedersehen. Denn nominelle Inhaberin des größerem Umfange als Wohnstätte für Arbeiter dient, die nicht Geschäfts ist die Tochter Marie R., ein junges Mädchen, und der hier, sondern auswärts ihre Arbeitsstellen haben. Das liegt aber Vater ist der„ Prokurist". nach feiner Richtung hin im Interesse der Gemeinde. Es scheint int übrigen aus sozialen Rüdfidyten nicht empfehlenswert, die geraten werden. Arbeiter in besonderen Häusern abzusondern. Die KlaffengegenDie Arbeiter fäße würden dadurch nur verschärft werden. tvollen das auch selbst nicht und deshalb steht zu befürchten, daß Auf einem Neubau in Rigdorf stürzte der Töpfer M. Kurz nach eine Maßregel, wie sie feitens des sozialdemokratischen Vereins Arbeitsschluß aus der Höhe der 4. Etage, da die Treppe nicht geempfohlen wird, verfehlt sein würde, selbst für den Fall, daß es sichert, vielmehr noch ohne Geländer war, ab, und verlegte sich der Gemeinde möglich sein würde, billigere Wohnungen herzu- tödlich. Der von der Witive erhobene Anspruch auf Hinterbliebenenstellen. Ein anderer sozialer Gesichtspunkt ist der, daß die Kon- rente wurde von der Nordöstlichen Baugewerfs= kurrenz der Gemeinde auf dem Gebiete des Häuserbaues eine Berufsgenossenschaft abgelehnt. Die Genossenschaft führte Schädigung des hiesigen Bauunternehmertums, das, wie feste aur Begründung ihrer Ablehnung an: Nach den von uns an fteht, feinestvegs auf Rosen gebettet ist, im Gefolge haben würde, gestellten Ermittelungen hatte Ihr Ehemann am 10. Januar 1908 die schließlich auf die Verhältnisse der Arbeiter selbst zurüd nach Arbeitsichluß den Bau bereits verlassen, als er bemerkte, daß er feine Kaffeekanne vergeffen hatte. Er begab sich lediglich in Es dürfte in Erwägung zu ziehen sein, ob es sich nicht feinem privaten Intereffe nochmals nach dem Bau, stürzte infolge empfiehlt, daß die Gemeinde für ihre eigenen Arbeiter, soweit Trunkenheit auf der Bodentreppe seitlich ab und verletzte sich bei es praktisch angängig ist, Wohnungen beschafft. Diese Frage hat dem Sturze tödlich. Dieser Vorgang stellt einen Betriebsunfall der Gemeindevorstand schon früher erörtert, z. B. ist bei den nicht dar." Erörterungen über den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes an Hiergegen wurde vom Arbeiterfekretariat Berlin Berufung Wohnungen für Gemeindearbeiter gedacht worden. Es würde eingelegt und geltend gemacht, daß M. den Gefahrenkreis des Be damit zugleich eine Probe auf das Erempel gemacht sein, das der triebes noch nicht berlaffen hatte, mithin ein entschädigungspflichtiger Die Kirchenfäulen wissen, daß den Frauen die politische Gleichfozialdemokratische Wahlverein aufstellt. Unfall vorläge. Das Schiedsgericht für Arbeiter berechtigung dauernd nicht vorenthalten werden kann. Sie arbeiten Im übrigen tönnte der Frage der Errichtung von Arbeiter versicherung Regierungsbezirk Botsdam gab der Berufung statt deshalb jezt schon darauf hin, in dem weiblichen Element sich einen wohnungen in größerem Umfange nur in Gemeinschaft mit den und berurteilte die Berufsgenossenschaft zur Zahlung mit den Diensten der Kirche blindwilligen politischen Faftor zu erziehen. Rachbargemeinden näher getreten werden. Ginge Groß- Lichter- folgender Begründung: felde allein darin vor, so würde die Folge sein, daß die Ar- Der angefochtene Bescheid der Beklagten geht davon aus, daß Betrachtet man das Eingreifen der Kirche von dieser Seite, ist die beiterschaft in noch stärkerem Maße nach hier zuströmte und daß der Verstorbene den Neubau, auf dem er gearbeitet hatte, nach Ruganwendung für die Sozialdemokratie gegeben. Was hier auf fich dann höchst unerwünschte Zustände ergeben, daß namentlich Arbeitsschluß bereits verlassen hatte, als er bemerkte, daß er seine dem Spiele steht, darüber muß uns fattfam belehrt haben der Widerber hiesigen Gemeinde zugunsten der auswärtigen unerträgliche Staffeefanne daselbst vergessen hätte. Er habe sich deshalb, also stand, den der männliche fatholische Boltsteil im Banne der Kirche. Lasten aufgebürdet würden, zu deren Tragung fie weber belediglich in seinem privaten Intereffe, nach dem Bau zurückbegeben dem Sozialismus entgegenstellt. fähigt, noch moralisch verpflichtet ist. und fei hierbei von der Bodentreppe hinabgestürzt. Jedenfalls wird die Gemeinde Groß- Lichterfelde dem AnDiese Darstellung, deren Richtigkeit von der Klägerin Bund für Mutterschuh. trage des sozialdemokratischen Vereins gegenüber vor der Hand bestritten ist, steht im widerspruch mit dem Inhalt Die Leserinnen des„ Borwärts" fennen die Bestrebungen des eine ablehnende Haltung beobachten und die weitere Entwideder Aften. Rach den Ermittelungen des technischen Bundes für Mutterschutz. Als Kämpferin für foziale Reformen lung der Wohnungsverhältnisse hier und in den Nachbar- Aufsichtsbeamten G. und der Ausiage des als Zeuge vernommenen fommt er nicht in Betracht, aber feine von Humanität und Menschengemeinden abwarten, Töpfers W. hatte M., als er bemerkte, daß er seine Kaffeekanne liebe getragene praktische Arbeit kann doch einzelne Unglückliche helfen Der Gemeindevorstand. Lange." vergessen hatte, den Neubau noch nicht verlassen, und vor dem Verderben retten. Aus diesem Grunde tommen tvir In dem Antwortschreiben hebt der eine Saß den anderen fondern befand sich im dritten Stockwerke des Vorderhauses. Er der Bitte, nachfolgende Zeilen im Vorwärts zu veröffentlichen, wieder auf. Die Ableugnung der Wohnungsnot fontraftiert felt- wollte, um nach feiner im vierten Stockwerke des Seitenflügels befam mit der vom Gemeindevorstand selbst zugestandenen Tatsache, findlichen Arbeitsstätte zurüdzugelangen, über den Dachboden gehen, Weihnachtsbitte für verlassene Matter unb daß die auswärts beschäftigten Arbeiter auch im Arbeitsorte und ist dabei von der Bodentreppe hinabgestürzt." wohnen würden, wenn dort Wohnungen in hinreichender Zahl Das Schiedsgericht führt nun weiter aus, daß nach der Allen, die bereit finb, den berlassenen und in Rot geratenen oder zu billigen Preisen zu haben wären. Dies trifft ebenso auf ständigen Rechtsprechung Unfälle, die nach einer angemeffenen Zeit Groß- Lichterfelde zu. Dagegen wollen wir keineswegs leugnen, nach Schluß der Arbeit auf der Betriebsstätte eintreten, als Betriebs- verheirateten und unverheirateten Müttern mit ihren armen Kindern daß die Wohnungen der arbeitenden Bevölkerung in den Sou- unfälle anzusehen find. Das trifft im vorliegenden Falle zu, denn zu helfen, aber auch allen, die sich etwa stoßen an der Ethik des fei hier terrains und auf den Dächern meist einen„ wohnlichen Anstrich" daß sich W. ungebührlich lange auf der Betriebsstätte aufhielt, sei Bundes für Mutterschutz, soweit sie ihnen befannt ist. durch mitgeteilt, daß ihrer Art, helfen zu wollen, dennoch nichts haben. Leider ist dieser Anstrich" auch das einzige, was auf eine nicht erwiesen. entgegensteht, denn- böllig unberührt vom Kampfe furze Zeit hinaus eine gewisse Wohnlichkeit vortäuscht. Was Zur Arbeitslosigkeit. der Meinungen in Wort und Schrift waltet im speziell die Gesundheitsschädlichkeit der meisten Wohnungen dieser Art anbetrifft, so ist sie gelegentlich der Besprechung der BauDie fozialdemokratische Fraktion des Münchener Gemeinde- Bureau des Mutterschuges nur die praktische ordnung in einem Grundbefiberverein von einem Redner ausbrüd- follegiums brachte gestern einen Dringlichkeitsantrag ein, der den Arbeit. Hier stehen wir dem Leben selbst mit seiner grausamen Birk lich und ohne Widerspruch zu finden, hervorgehoben worden; jo Magistrat ersucht, 50 000 m2. bereit zu stellen zur Verteilung an die weit uns erinnerlich, war dieser Redner der Herr Schöffe Lange, Arbeitslofen, die zurzeit in außerordentlich großer Anzahl in München lichkeit gegenüber. Aus den toten oder angstvollen Augen der vielen Hilfsbedürftigen schaut das graue Elend. Ihnen gegenüber steht, ber nun mit seinem Namen die gegenteilige Behauptung bedt. vorhanden find. Daß nach den fteuerlichen Feststellungen" die Hausbefizer schlechte Am 21. d. M. fand eine städtische Arbeitslofenzählung in Augs. ftets Rat wiffend, Hilfe spendend, die Leiterin des Bureaus. Geschäfte machen, glauben wir; nur find diese steuerlichen Festburg statt. Es meldeten fich insgesamt 404 Arbeitslose. Doch find wenig Mittel stehen ihr im Berhältnis zur Not zur Verfügung! Arbeitslose vor- Richt einmal Kinderwäsche ist immer genug vorhanden und nur stellungen" ein etwas unsicherer Maßstab, unt danach das Einweifellos weit mehr- man schäzt sie auf 1000 tommen, unserer besitzenden Steuerzahler tagieren zu können. handen. Sowohl das Zählverfahren wie die zur Verfügung gestellten geringes Geld, die nächste Not einzelner zu lindern. Was uns aber in die nach seiner Meinung gegen die Wohnungsfürsorge der Ge der Arbeitslosigkeit geben fonnte. meinde sprechen.
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nach:
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Kinder!
Aber
meiften interessiert, find die sogenannten sozialen" Gesichtspunkte. Räume waren so mangelhaft, daß die Zählung fein objektives Bild follen Arbeitsmöglichkeiten verschafft werden. Sie sollen vor den
Und zwar würde es sich nicht empfehlen, die Arbeiter in be. fonderen Häusern abzusondern, weil dadurch die Klaffengegensäße berschärft mürben und dann würde die Konkurrenz der Gemeinde auf dem Gebiet des Häuserbaues eine Schädigung der hiesigen Bauunternehmer im Gefolge haben.
Den Antragstellern ist selbstverständlich nicht der berrüdte Gedanke gekommen, die Arbeiter in besonderen Häusern oder Straßen ..abgusondern nach dem Muster der Juden- Getthos im Mittelalter. Es ist ihnen auch nicht eingefallen, zu verlangen, daß nur Arbeiter- Wohnungen gebaut werden sollen, sondern daß die Gemeinde das Wohnungsbedürfnis aller Gemeindeangehörigen ohne Unterschied zu befriedigen bestrebt sein und zu diesem Zwede eine groß zügige fommunale Wohnungsfürsorge betreiben solle.
in
Aus der Frauenbewegung.
Der Kardinal erlaubt es.
daß
fönnen,
Die in Rot Geratenen follen arbeitsfähig gemacht und ihnen moralischen Untergang bewahrt und zu Müttern erzogen werden, die sich der Verantwortung ihren Kindern gegenüber bewußt find.- Es ist leicht einzusehen, wie alle Gaben, die hierher gespendet werden, eine weitgehende gute Wirkung mit sich bringen.
Gerichts- Zeitung.
Bom Reichsgericht freigesprochen
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Man fende also übrige Sachen, besonders Kinderfachen oder Geld an das Bureau für Mutterschutz, Berlin Wilmersdorf , Die soziale Bewegung, die die Frauenwelt erfaßt hat und diese Trautenauer Str. 20, mit der Bemerkung auf der Geldanweisung: immer mehr in das öffentliche und politische Leben hineinzieht, hat Nur für praktische Zwede". Ind man kann einer dankbaren An den Klerifalen schon lange bange Sorge gemacht. Die Ultramon- nahme und einer segensreichen Verwendung sicher sein. Ein Freund des Mutterschutzes. tanen find aber schlau genug, nicht Vogel- Straußpolitik zu treiben. Sie wissen, daß man soziale Bewegungen, die von der Verhältnisse Bwang geboren werden, nicht totschimpfen und fluchen fann. Aber aus der Praxis kennen die schwarzen Herrschaften das Mittel, Betvegungen, die ihrer Macht gefährlich werden folche Bahnen Auch die reichen Leute würden sicherlich die Wohnungen der zu Tenten, aus ber Gefahr wurde am Dienstag der Schießmeister Gottfried Steeg, der am Gemeinde beziehen, wenn sie dabei einige Groschen sparen können. eine Machtstärkung erwächst. Ein Teilchen der neuen An 80. Juli vom Landgericht Hagen i. W. wegen Bergehens gegeir Was die Verschärfung der Klaffengegensäße betrifft, so tann fich sprüche und Anforderungen wird als berechtigt anerkannt; das Sprengstoffgefeß zu der Mindeststrafe von drei der Gemeindeborstand beruhigen. Es gibt keine aufreizenderen Er foll Gegenfäße als sie jetzt schon in den einzelnen Ortsteilen so fraß das nicht nur: das Teilchen wird fogar als christliche Forderung Monaten Gefängnis verurteilt worden in die Erscheinung treten. Wir wollen nur hinweisen auf die ausgespielt, womit das Unchristliche des anderen Teiles für den Dynamitpatronen, die gerade nicht gebraucht wurden, vorschriftsDer vom Landratsamt Iserlohn Chauffeestraße ( hier Alein- Rigdorf" genannt) mit all ihrer Armut Frommen schon als erwiesen gelten muß. Hat man das unschädliche widrig aufbewahrt haben. und ihrem sozialen Glend in den Hinterhäusern und-taum zehn Teilchen glücklich herausgefchält und es als Stonsequenz der christ- ausgestellte Erlaubnisschein schrieb Aufbewahrung an einem feuerauf die Berliner , Booth, Promenaden- und lichen Lehre ausgeputzt und ausgestellt, dann hängt man die ganze und diebesficheren Orte vor. Der Angeklagte hatte die Patronen in andere Straßen mit ihren Billen und Palästen, die von dem Reich Bewegung an den Dogmenhaken. Stein Gläubiger der alleinfelig einen Nebenstollen gelegt, wo sie bei einer unerwarteten Revision tum und der verschwenderischen Bruntsucht ihrer Befizer zeugen. machenden Kirche darf über die enge Grenze, die firchliche Autorität gefunden wurden. Die Revision des Angeklagten wurde von: Aufreizendere Gegensäte finden sich selten auf so engem und mit so überwältigender Beweiskraft für unsere ungefunden gezogen hat, fich hinauswagen bei Gefahr des Bannſluches. Das Reichsanwalt befürwortet, ber selbst die Freisprechung beantragte. sozialen Verhältnisse. Der Gemeindevorstand ist also mit seinem ber Stirche nicht unbequeme Teilchen sozialer Bewegung soll aber mit Der Fehler liege beim Landratsamt. Man könne nicht verlangen, guten Rat, doch die Klassengegenfäße nicht zu verschärfen, reichlich gemacht werden, damit dadurch die Macht der Kirche wachse. Nach diesem daß der Angeklagte sich intelligenter erweise als der betreffende Beum einen Posttag zu spät gekommen und außerdem noch an eine Rezept hat sich fürzlich Kardinal Kopp mit der Frauenbewegung amte des Landratsamtes, der doch mit den gesetzlichen Bestimmungen falsche Adresse geraten. Dagegen fönnen wir ihm nachfühlen, daß beschäftigt. Es war in der Generalversammlung des St. Vinzenz- vertraut sein müsse. Eine vorschriftswidrige Aufbewahrung lieg er den Bauunternehmern teine Konkurrenz bereiten will. vereins in Breslaut. Man lese, was die ultramontane Bresse über nicht vor. Das Reichsgericht bob das Urteil auf und den Vortrag berichtet, und urteile, ob das stimmt, was wir ein- sprach den Angeklagten frei. leitend von der Politik der Schwarzen fagten. Die ultramontane Schlesische Boltsztg." läßt Kardinal Kopp folgendes sagen:
Minuten weiter
Haume
Die Rücksicht auf das Privatkapital, auf die Grundeigentümer und Bodenspekulanten, die auch in der Gemeindeverwaltung in allen Fragen die Entscheidung haben, erftidt jede Regung des sozialen Gewissens.
Und che nicht mit Hilfe eines bernünftigen Gemeindewahlrechtes die Bahn frei wird für eine kraftvolle Betätigung der Arbeiterklasse in den kommunalen Körperschaften, wird auch auf eine gründliche Besserung der so überaus traurigen Wohnungsverhältnisse nicht zu rechnen sein.
Soziales.
Die zweimal verkaufte Filiale.
Bon einer merkwürdigen Gefchäftsgründung wurde gestern bor der dritten Kammer des Berliner Kauf mannsgerichts der Schleier gelüftet. Der Handlungsgehilfe Hermann N. erhebt gegen den Buchhändler" Reinhold Klinger Silage auf Herauszahlung von 500 M. Geschäftseinlage. S. meldete fich auf ein Inferat, in welchem eine bequeme Existenz für einen fautionsfähigen jungen Mann" ausgeschrieben wurde. Er erhielt darauf bom Beflagten die Mitteilung, daß er gegen eine Raution von 500 M. eine Filiale in der Rosenthaler Straße übernehmen tönne. Sobald er den Betrag zahle, befomme er die Filiale zugewiesen. R. war mun so unvorsichtig, die 500 M. au zahlen; erst nachdem er feine Ersparniffe los mar, jab er, daß die sogenannte Filiale" aus einem fleinen Stämmerchen, welches Slinger ad hoo gemietet hatte, bestand, und daß selbst dieses höchst problematische Wertobjekt nicht mehr R. gehörte, sondern furz vorher einem Tischlergesellen S., der fich gleichfalls auf die Annonce gemeldet hatte, für 1000 m. verkauft worden war. Das Geschäftsinventar" bestand in einem Haufen alter Bücher, zum größten Teile Mäuberromane und Indianergeschichten, die alles in allem noch feine 30 M. Wert haben. H. hat, um flah die bequeme Eristena" au fichern, die aus jahrelanger Arbeit resultierenden Ersparniffe hingegeben, der Beklagte belam c# aber noch fertig, ihn um die restlichen 500 M. bei Vermeidung
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An das Schwurgericht verwiesen
Man kann den Frauen das Recht nicht bestreiten, ihre Stellung in der menschlichen Gesellschaft zu haben. Greift doch die Frau in so biele Verhältnisse der Familie und damit auch des öffent lichen Lebens bestimmend und beeinflussend ein; auch zu den Arbeiten und Kämpfen der Caritas liefert die Frauenwelt die Kerntruppen, wie wir sie heute vor uns sehen. Und was soll ich fahrlässiger Tötung zu verantworten. bon der veränderten Stellung der Frauenwelt zu der Erwerbs tätigkeit sagen, zu der fie täglich mehr gedrängt wird? Es wäre engherzig und furzsichtig, wenn nicht ungerecht, das Frauengeschlecht von der Teilnahme an den Fortschritten und Errungenschaften der Zeit ausschließen zu wollen.
wurde eine ettvas mysteriöse Affäre, die seinerzeit durch ihre ganz eigenartigen Begleitumstände großes Aufsehen erregt hatte. Aus der Untersuchungshaft wurde die 45jährige Masseuse Anna Clement der dritten Straffammer des Landgerichts I vorgeführt, um sich wegen Verbrechens wider das teimende Leben und Während die Clement im Untersuchungsgefängnis faß, wurde, wie fich unfere Leser entfinnen werden, der Kriminalpolizei von einem Klempnermeister mitgeteilt, daß der Ehemann Clement, der früher einmal als Schuhmacher tätig war, sich von ihm eine eigenartig tonstruierte Blech teste habe anfertigen lassen. Die KriminalNun läßt sich jedoch nicht verkennen, daß die Ziele und Mittel, polizei nahm nochmals in der E.'schen Wohnung eine Haussuchung die von manchen Kreisen in die Frauenbewegung hineingetragen vor, die ein höchst überraschendes Resultat hatte. In dem Keller werden, große Bedenken erregen; fie miñachten die von Gott ge wurden hinter altem Gerüimpel Gefäße und Flaschen entdeckt, die wollte Einrichtung der menschlichen Gesellschaft und find ihrem Glyzerin, Salpeter und Schwefelsäure fowie sonstige zur Ser Bestande gefährlich. Der fatholische Christ aber muß in allen itellung von Sprengstoffen erforderliche Chemikalien entLebensverhältnissen und bei allem, was er tut, Gottes Bollen und hielten. Diese wollte der anscheinend geistig nicht normale Clement Absichten befragen und die Grundsäße seines Glaubens zu Rate dazu verwenden, um die Blechweste mit einem Sprengstoff ziehen, um von ihnen Leitung und Nichtung für sein Tun und zu füllen. Er hatte die ungeheuerliche Idee gefaßt, mit Laffen zu gewinnen. Für die Frauenbewegung sind nun diese diefer Höllenmaschinenweste bei der Verhandlung gegen seine Richtlinien von Gott felbst in den heiligen Urkunden, in denen seine Ehefrau im Gerichtssaal zu erscheinen und hier den Die Offenbarung niedergelegt ist, flar und deutlich bezeichnet worden. Sprengstoff zur Entzündung zu bringen. Es erübrigt fich, in dieser Versammlung darauf näher einzugehen. nachträgliche Untersuchung des von G. hergestellten Sprengstoffes" Die fatholischen Frauen handeln daher flug und vorsichtig(!), daß ergab jedoch, daß dieser absolut ungefährlich war und nie zur Ents fie in die Frauenbeivegung eintreten wollen, aber unter Wahrung zündung hätte gebracht werden können. Da erhebliche Zweifel an der Grundfäße ihres Glaubens, und darum zu einem fatholischen der Zurechnungsfähigkeit des E. bestanden, wurde er zieds UnterFrauenbunde zusammentreten. Man muß ihnen aber die Frage fucjung seines Geisteszustandes in eine Jrrenanstalt übergeführt. fiellen, ob sie diese Nichtlinien wirklich gefunden haben und ob fich In der Verhandlung gegen die Ehefrau E. stellte es sich heraus, der Katholische Frauenbund in ihnen bewegt? Diese Frage ist daß die Angeklagte eines bollendeten Berbrechens dringend vers auch für die Caritas, um deren Werte wir uns heute versammelt dächtig war, für welches nur das Schwurgericht zuständig ist. Die haben, nicht ohne Bedeutung; denn der Katholische Frauenbund Straftammer erklärte fich deshalb für unzuständig und berwill auch die Liebestätigkeit pflegen, will sie schüßen, fördern und wies die Sache an das Schwuraeriat L