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Diese Erklärung zeugt mehr von dem Gefühl blinder| stand entgegenzufezen. Das geht schon daraus hervor, daß der Nord- Ostsee- Kanal stiegen die Bodenpreife 1893 bei Brunsbüttel von Subordination, um nicht zu sagen trauriger Liebedienerei König ohne weiteres, dem Willen der Mehrheit des isländischen 1 M. pro Quadratmeter auf 4 M. und dann weiter bis 1903 auf gegenüber den Vorgesetzten, als von politischer Einsicht. Natür- Altings entsprechend, den gemäßigt nationalen Minister Hochstein 8-12 m. Am Endpunkte des Stanals mußten Bläge mit- 20 000 m. lich werden sich dadurch einsichtige Forstbeamte ebensowenig verabschiedete und statt seiner Björn Jonsson ernannte, den das pro Heftar gekauft werden, die früher 1500-2000 m. gekostet hatten. davon abhalten lassen, sich auch in Zukunft an sozialdemo- Alting zu dieſem gwed nach Kopenhagen entsandt hatte. Von diesen unerhörten Preissteigerungen werden nur die beglückt, die kratische Abgeordnete zu wenden, wie diese Abgeordneten darauf verwaltungspartei gebildet, und der dänische Justizminister Högsbroe Nutznießer selbst tun nichts dazu; sie schmaroßen von der gesellschaft Uebrigens hat sich auch auf den Faröern eine Selbst zufälligerweise Grundbesig in der Nähe solcher Anlagen haben. Die verzichten werden, gerechtfertigte Beschwerden und Forderungen sprach kürzlich im Reichstag die Befürchtung aus, daß ihre Politik die lichen Arbeit. Der Referent schlug vor, eine staatliche Wertzuwachs­folcher Beamten mit allem Nachdruck zu vertreten! Lösung der staatsrechtlichen Verbindung mit Dänemark zum Ziele steuer zu empfehlen, vor allem aber eine Grundsteuer nach dem ge­habe. Dagegen hat jedoch die Lagtingsfraktion jener Partei eine Er- meinen Wert. Staat und Gemeinde sollten weitgehende Ent­Der neueste fendale Zentrumskandidat. flärung erlassen, wonach sie im allgemeinen die gegenwärtige staats- eignungsrechte zugebilligt werden, von denen im Falle von Kanal­In ihrem Bestreben, den feudalen Flügel der Zentrumsfraktion äröerschen Parlament, so viel Einfluß und Selbstverwaltung ver- spekulation ihr Teil holen könne. Die Enteignung folle stets zu bes rechtliche Ordnung aufrecht erhalten, aber dem Lagting, dem bauten usw. Gebrauch gemacht werden müsse, bevor die Boden­des Reichstages zu stärken und sich dem konservativen Feudaladel schaffen will, wie es bei gutem Einvernehmen mit Dänemark mög- Preise geschehen, zu dem sich die Bodenbefizer selbst zur Grund­als Repräsentanten mittelalterlicher Anschauungen in sogenannte lich ist. Namentlich verlangt die Bartei auch Gleichberechtigung steuer eingeschäßt haben. Dadurch würden Steuerhinterziehungen empfehlende Erinnerung zu bringen, hat, wie wir bereits meldeten, der färöerschen mit der dänischen Sprache in allen färöerschen An- und Preistreibereien vermieden, dem Staate aber Mittel in die Hand die Zentrumsleitung für die Reichstagsersatzwahl im westfälischen gelegenheiten. Wahlkreise Beckum- Warendorf den Herzog Engelbert von Aren­berg, oder wie er sich selbst nennt, den Duc d'Arenberg aufgestellt, der in Brüssel lebt und sich bis vor kurzem

Rußland . Prozeß Lopuchin.

fast nie in Deutschland aufgehalten hat, obgleich er erb- fol. Gein Brozeß wird immer wieder hinausgeschoben. Wie in den Die Regierung weiß jezt selber nicht, was sie mit Lopuchin tum liches Mitglied des preußischen Herrenhauses ist. Seine Ab­neigung gegen Deutschland hindert ihn jedoch nicht, sich in Brüssel russischen Zeitungen zu lesen ist, wird er nicht so leicht stattfinden, neigung gegen Deutschland hindert ihn jedoch nicht, sich in Brüssel da noch die ausländischen Polizeispitzel, die Lopuchin auf seinen als deutschen Souverän aufzuspielen, der nach dem Vorbild anderer Auslandsreisen bewachten, verhört werden sollen. Als ob dies nicht Potentaten seine Schneider, Käse und Wurstlieferanten zu herzog fchon lange geschehen konnte.- lichen Hoflieferanten ernennt. So wird beispielsweise das folgende Lustige Geschichtchen von ihm berichtet:

In der Brüsseler Rue de Louvain, in unmittelbarer Nähe des Palais de la Nation, bietet ein fleiner Butter- und Käsehändler in einem niederländisch reinlichen Laden feine appetitlichen Waren feil. Es gibt in Brüssel zahlreiche derartige, sehr empfehlenswerte Butter- und Käseläden; aber die kleine Boulique" in der Löwen­straße hat ihren eigenen Reiz in Gestalt eines wohleingerahmten Dokuments, das als Krone der start duftenden Auslage im Schau­fenster prangt. Das Dokument beginnt mit einem ungeheuren tunstsam verschnörkelten W" und lautet:

Bürgerliche Konzentration in Russisch- Polen.

In Warschau turde ein bürgerlicher Ausschuß" gebildet, der den Polenklub in seinen Arbeiten durch Materialiensammlung und Rat unterstützen soll. Die neue Institution besteht aus 51 Mit gliedern, von denen 15 der konservativen Realistenpartei, 15 der Nationaldemokratie angehören; der Rest ist unparteiisch", steht aber der einen oder anderen Partei nahe. Außerhalb des Ausschusses bleiben nur die gänzlich einflußlosen Fortschrittler. Die Entstehung dieser Institution bildet wieder einen Beweis dafür, wie die Unter­fchiede zwischen den alten unentwegten Separatisten und den Ber­fechtern der Aussöhnung mit Rußland verschwinden.-

gegeben, um große Kulturwerke zu schaffen.

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Durch die

Ueber die Bedeutung ausreichender Spiel- und Sportpläge für unsere Jugend sprach Professor Dr. Schmidt- Bonn. Er schilderte das furchtbare Elend, das doch 1900 in Leipzig 41 Proz. der Kinder als ärztlicher Behandling durch ärztliche Untersuchungen der Stinder aufgedeckt wurde. Mußten bedürftig bezeichnet werden; in Schöneberg waren 62 Broz. mit förperlichen Schäden behaftet, in Stuttgart 67 Broz. usw. Die Ursachen dieser traurigen Erscheinungen wurden gefunden in dem Wohnungselend der städtischen Proletarier und in erheblicher Unter­ernährung, die sich besonders darin zeigt, daß zirka 40 Proz. unserer Schulkinder an Rhachitis litten, neben der besonders die Blutarmut auftrete. Zu dieser Ursache komme aber noch, daß unsere Großstadt­finder nicht genügend Bewegung hätten, wodurch die Entwickelung der Kreislaufs- und Atmungsorgane gehindert werde. enge Bauweise und den großen Verkehr in unseren Städten wird den Kindern die Gelegenheit zum Spiel genommen, die ihnen durch die Schaffung genügender Spielpläge wiedergegeben werden soll. Es sollte möglichst in jedem Häuserblock ein Spielplatz für die kleinen Kinder vorgesehen werden. Die Schulhöfe müssen genügend groß sein, und in der Zeit, wo fein Unterricht ist, und während der Ferien Wir Engelbert.( es folgen neun Bornamen) zum Spiel freigegeben werden. Für die größeren Kinder wären Herzog v. Arenberg...( es folgen etwa sechzig deutsche , noch größere Spielplätze zu beschaffen. Für eine Stadt von belgische, französische und schweizerische Herzogs-, Fürsten , 100 000 Einwohner müßten die großen Spielpläge zusammen min­Grafen, Marquis, Barons- und Herrentitel) bekennen hiemit, In Tula wurde ein Bauer, der den roten Hahn auf die Scheune destens 5 Hettare einnehmen. Der Referent erhofft durch eine ent daß wir den Herrn.. zu unserem Lieferanten ernannt eines Gutsbesizers fliegen ließ, zum Tode verurteilt. Selbst schiedene Arbeit auf diesem Gebiete auch eine Wiedergeburt unserer haben, aber unter der ausdrücklichen Bedingung, daß diese die Nowoje Wremja" schreckt vor diesem ungeheuerlichen Urteil großen Voltsfeste. Verleihung von uns jederzeit rückgängig gemacht werden zurück. Das wüten der von der Revolution gereizten Eigentums- Dr. Kampffmeyer sprach über: wirklich praktische fann. Urkundlich und mit beigedrucktem Insiegel ausgefertigt bestie tennt keine Grenzen. Sie muß sich für den Schreck der Wohnungsreform. Er behandelte dabei das Problem der in Unferer Geheimen Kanzlei. Gegeben zu Brüssel .. Jahre 1905 und 1906 blutig revanchieren, auch auf die Gefahr hin, Ein Siegel von unheimlichen Dimensionen und eine Unter- daß sie die Wiederkehr der Revolution vorbereitet. schrift von souveränem Schwung beschließen das historische Schriftstück. Das Dokument ist in deutscher Sprache ausgefertigt und bis zu der geschriebenen Notiz, die den Brüsseler Butter- und Käsehändler betrifft, mit deutschen Lettern gedruckt.

Daß diese arenbergischen Urkunden bei unseren belgischen Nach­Barn, die deutsch verstehen, große Heiterfeitserfolge haben, bedarf taum besonderer Versicherung.

Hessische Wahlrechtsvorlage.

Dem hessischen Landtage ist eine neue Vorlage zugegangen, die die Forderung des direkten Wahlrechts enthält. Damit verbunden find drei Vorlagen, Verfassungsänderung, Bildung der Ständekammer und die Wahlkreiseinteilung.

Gegen die Freifinnigen richtet sich ein scharfer Vorstoß des in München erscheinenden Organs der Jungliberalen Fortschritt". Das Blatt schreibt in seiner neuesten Nummer:

Die Konservativen im Reich( Junker und Junkergenossen) find fluge Leute. Der Nachlaßsteuer setzen sie ein donnerndes Niemals" entgegen und predigen landauf, landab gegen die gerechteste aller Befizsteuern. Was gilt die Wette, nach Ostern Tenten sie ein und beginnen den Handel von neuem. Unser Freund Müller- Meiningen, der noch heute ein Anhänger des konservativ­liberalen Blodes sein soll, möge uns bald fagen, welches der Kaufpreis fein wird, mit dem sich die Konservativen die Nachlaß­steuer bezahlen lassen."-

Die Eigentumsbestie.

Hus der Partei.

Russische sozialdemokratische Abgeordnete im Gefängnis. In den Petersburger Beitungen lesen wir: Die Lage der sozial­demokratischen Abgeordneten zur II. Duma, die jetzt im Transport­gefängnis figen, verschlechterte sich in der legten Zeit start. Im September v. J. konnten die Gefangenen die Gefängniskost auf eigene Rechnung verbessern, wozu fie zirka 12 Rubel monatlich ver­wandten. In ben legten Monaten konnten sie nur 6 Stubel zu biefem Zweck aufbringen, jetzt ist ihnen auch dies unmöglich. Die stete Unterernährung verursacht bei ihnen Blutarmut , Schwächung des Organismus und Kopfschmerzen. Sie leiden auch sehr unter dem Fehlen von Büchern. Schwer ist auch die Lage ihrer Familien. Die Unterstützungen fließen sehr spärlich."

Dolizeiliches, Gerichtliches ufw.

Straffonto der Presse. 8u 200 Mart Geldstrafe ber urteilte das Schöffengericht in Leipzig den Genossen Bahrdt von der Leipziger Volkszeitung " wegen Beleidigung des Reichs­verbändlers Dr. med. Becker, früher in Offenbach .

Die Beleidigung wurde in einer achtzeiligen Notiz gefunden, in der die Kandidatur Beckers im Wahlkreise Bingen- Alzey mitgeteilt und Beder als Politikafter" gekennzeichnet wurde.

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Gartenstädte. Näher darauf einzugehen erübrigt sich. bemerkt, daß in Nürnberg unsere Genossen sich bestreben, durch Gründung einer Gartenstadt das furchtbare Wohnungselend zumindern. Einer Genossenschaft sind schon über 1100 Mitglieder beigetreten, davon awei Drittel Arbeiter. Das Projekt wird allerdings nur unter be sonders günftigen Umständen, wenn es feinen kleinbürgerlichen Charakter tragen soll, durchgeführt werden können. Wahrscheinlich wird der bayerische Staat den größten Teil der Soften tragen. Verbandstag der Hilfsschulen Deutschlands .

Der in Meiningen tagende 7. Berbandstag der Hilfsschulen Deutschlands nahm folgende Leitfäge an:

ist

für alle schwachbegabten Kinder eine besondere heilpädagogische 1. Aus erziehlichen, unterrichtlichen und wirtschaftlichen Gründen für alle schwachbegabten Kinder eine besondere heilpädagogische Fürsorge unbedingt notwendig. 2. In größeren Städten mit einer ausreichenden Zahl schwach Hilfsschulen­begabter Kinder find für diese besondere Schulen- einzurichten. 3. Für fleinere Orte, die toegen der geringen Zahl ihrer schwachbegabten Kinder teine Hilfsschulen einrichten fönnen, find folgende Maßnahmen zu treffen: a) Liegen solche Orte in der Nähe Stadt mit einer Hilfsschule, so werden einer größeren die schwachbegabten Stinder auf Kosten der Gemeinde dort hin geschickt. b) Kleinere Gemeinden, die nicht zu weit von­einander entfernt find, gründen gemeinsam eine Hilfsschule, die erforderlichenfalls als Tagesanstalt einzurichten ist. c) Für die­jenigen Gemeinden, bei denen die unter a) und b) gegebenen Voraussetzungen nicht zutreffen, ist die Errichtung besonderer, heil­pädagogischer Anstalten zu erstreben, deren Kosten zweckmäßig von den Stellen getragen werden, die auch die Blinden -, Taubstummen und Jdiotenanstalten unterhalten. d) Bis zur Durchführung dieser Der sozialdemokratische Jugendverband Dänemarks hielt am Maßnahmen würde überall da, wo es irgend angängig ist, für die Gründonnerstag und Karfreitag im Boltshause zu Odense seinen schwachbegabten Kinder heilpädagogischer Nachhilfeunterricht ein­dritten Verbandskongreß ab. Es waren 35 Delegierte erschienen; zurichten sein, der jedoch nur als Notbehelf angesehen werden kann. Der Vertreter Sachfens im Bundesrat, Geheimrat Dr. Fischer, als Vertreter des Barteivorstandes nahm Follethingsabgeordneter Der Vortragende, Rektor Basedow- Hannover, führte aus, daß wird mit dem 1. Oktober von seinem Amte zurücktreten. Am 1. Juni Sabroe an den Verhandlungen teil. Aus dem Vorstandsbericht die Zuchthäuser und Gefängnisse nicht so gefüllt wären, wenn man tritt er einen Urlaub an, der sich bis zum Tage seines Ausscheidens ist zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl im letzten Jahre um sich der geistig Minderwertigen mehr annehmen würde. Im eigensten aus dem Amte erstreckt. Sein Nachfolger ist der Geheime 50 Broz. gestiegen ist, so daß der Verband jetzt in 26 Drtsabteilungen Interesse der Kommunen läge es, minder befähigte Kinder erwerbs­Regierungsrat Dr. Halbauer. Geheimrat Fischer hatte die wenig 2500 Mitglieder zählt. Der Kongreß beschloß unter anderem, daß fähig durch Ausbildung zu machen; sie würden dann später der angenehme Aufgabe, die sächsischen Polizeipraktiken im Reichstage fondere Aufmerksamkeit gewidmet werden soll. Ferner wurde eine dem Gebiet des Hilfsschulwesens getan hat, müsse der gesamte Staat der Gewinnung der weiblichen Jugend für die Organisation be- Kommune nicht mehr zur Last fallen. Was Charlottenburg auf zu bertreten und er kam dadurch in die Lage, oft überaus scharfe Resolution zur Lehrlingsfrage angenommen, wonach dafür gesorgt auch tun. Angriffe von sozialdemokratischer Seite über sich ergehen lassen zu werden soll, daß die häufig vorkommenden Lehrlingsmißhandlungen müssen.

Wechsel im Bundesrat.

Jugendbewegung.

Der Streit zwischen Aerzten und Krankenkassen

an die Deffentlichkeit gezogen werden und daß das Lehrlingsgeseh in humanem und modernem Sinne revidiert wird. Schließlich hat für drei Aerzte in Solingen böse Folgen gehabt. Sie legten wurden auf dem Kongreß Vorbereitungen zu der 1910 in open- im Jahre 1904 ihre Tätigkeit bei der Ortsfrankenkasse nieder, indem hagen stattfindenden internationalen Jugendkonferenz getroffen. Als sie erklärten, sie seien dem Leipziger Aerzteverbande beigetreten und Verbandsvorsitzender wurde J. Knudsen- Kopenhagen gewählt, daher nicht mehr in der Lage, die Stassenpragis weiter fortzuführen. nachdem der bisherige Vorsitzende J. Andersen die Wiederwahl Die Kasse war infolgedessen gezwungen, drei andere Aerzte mit 9000 M. abzufinden und flagte alsdann diesen Betrag gegen die abgelehnt hatte. brei kontraktbrüchigen Werzte ein. Leptere sind nun durch Urteil des Reichsgerichts endgültig unter solidarischer Haftung zur Zahlung der 9000 M. berurteilt.

Soziales.

Bodenreformer.

Häßliche Blüten.

In der Branche für Blusenkonfektion, wo die jugendlichen Ar­beiterinnen ein bevorzugtes Ausbeutungsobjekt bilden, zeitigt das Zwischenmeistersystem besonders häßliche Blüten. Das zeigten wieder einmal die Verhandlungen am Dienstag vor der Kammer 1 des Gewerbegerichts.

Unternehmer wegen Erpressung verurteilt. Die Färbereiindustriellen haben einen Ring gebildet, der sich über ganz Deutschland erstreckt. Als im vorigen Jahre die Färberei arbeiter in eine Lohnbewegung eintraten, hat der Ring die schärfsten Mittel angewendet, um einen Erfolg der Arbeiter zu verhindern. Der Ring führte aber nicht allein den Kampf gegen die Arbeiter, sondern auch gegen Unternehmer, die ihm nicht angehörten. Die Firma Dallichow u. Witte in Glauchau hatte im Oftober 1907 in Berlin eine Filiale eröffnet. Der Berliner Abteilung des Färbereiringes paẞte diese unbequeme Sonkurrenz nicht. Der Geschäftsführer sowie zwei Die Bestrebungen der Bodenreformer haben auch für uns Vorstandsmitglieder drohten deshalb der Glauchauer Firma, man Sozialdemokraten Intereffe. Wir teilen nicht deren Juuston, durch werde sie ganz erheblich schädigen, wenn sie diese Filiale nicht auf ihre Bestrebungen würde eine allgemeine Wolkswohlfahrt erreicht. gebe. Die sächsische Firma kehrte den Spieß um und erstattete gegen wir wissen, daß das Ziel, die Bodenrente der Allgemeinheit dienstbar die Unterzeichner des Schriftstückes Anzeige wegen versuchter zu machen, nur erreicht werden kann durch völlige Beseitigung der Grundrente, das heißt des Kapitalismus selbst. In der Praxis aber Die Blusennäherin D. war bei der Inhaberin einer Arbeits­Erpressung. Die Straffammer in Zwickau , vor der die Sache berühren sich unsere Bestrebungen namentlich auf dem Gebiete der stube Frl. Martha Lewinski vom 1. bis 6. März täglich von 8 Uhr zur Berhandlung kam, verurteilte den Sekretär des Vereins, Finanzen und der Volkshygiene. Auch der 19. Bundestag der Boden- morgens bis 7 Uhr abends tätig. Nach Angabe der Klägerin soll Färbereibefizer Busch in Berlin , wegen versuchter Erreformer, der zurzeit in Nürnberg abgehalten wird, beweist das. ein Wochenlohn von 10 M. bereinbart worden sein, was von der preffung zu acht Tagen Gefängnis. Einer der beiden Mit- Schon im Tätigteitsbericht über das Jahr 1908 Beklagten bestritten wird. Diese behauptet, die Klägerin habe so angeklagten wurde freigesprochen, der andere war wegen Krankheit konnte Herr Damaschte den Wert der Bodenreform für die mangelhaft gearbeitet, daß Lohn für die geleistete Arbeit überhaupt nicht erschienen. Gegen ihn soll später verhandelt werden. deutsche Finanzfrage betonen. Dem Bunde tam im letzten nicht gezahlt werden könne. Auch sei die Klägerin nur zur Probe Jahre Professor Adolf Wagner zu Hilfe mit einem Vor eingestellt worden und für Probearbeiten könnte auch kein Lohn schlage zur Einführung einer Reichs- Wertzuwachssteuer, und beansprucht werden. Das Gericht verurteilte die Beklagte dem Klages als dann die Verhandlungen über Sydows Steuerplan immer zer- antrage entsprechend. Die Beklagte könne nicht verlangen, daß die fahrener wurden, arbeitete ein Bundesmitglied den Entwurf eines Klägerin eine volle Woche lang völlig umsonst arbeite, eine Ver folchen Steuergefeßes aus, wonach 15 bis 20 Proz. des Wert- gütung müsse gewährt werden und 10 M. feien als angemessen zu zuwachses beim Grundbesiß eingezogen werden sollen. Angeblich sind betrachten. Haben die Der Juhaber einer Arbeitsstube, Theodor Stegemann, beschäf schon einige Parteien für ein folches Gefeß gewonnen. Bodenreformer hier einige Aussicht auf einen Erfolg, fo haben sie tigte die Klägerin L. vom 9.- 15. März als Blusennäherin. St. auf anderen Gebieten schwere Wißerfolge erlitten. Herr Damafchte vereinbarte mit der Klägerin einen Wochenlohn von 6 M. mit der hat in einer Artikelferie Bur Geschichte der sozialen Experimente" Begründung, die Klägerin müffe fich erst bei ihm einarbeiten. Weil selbst zeigen müssen, daß eine ganze Neihe von Versuchen mit der Klägerin am Lohntage, anstatt der vereinbarten 6 M., nur Siedlungsgenossenschaften und dergleichen Fiasko erlitten haben. 3,50 M. geboten wurden, hörte sie auf und flagte auf Zahlung des Sehr interessant war ein Referat des Legationsrates von Restlohnes. Im Vergleichswege wollte der Beklagte in zehn Raten Schwerin über: Die süddeutsche analfrage und ihre 5 M. zahlen. Es wurde schließlich ein Vergleich erzielt, auf den die Lösung durch die Bodenreform. Er ging auf das Pro- Klägerin, um überhaupt etwas zu bekommen, einging. Danach zahlt jelt des Main - Donaufanals selbst nicht ein, betonte nur die Wichtig der Beklagte in drei Raten 5 M. Die Jsländer haben am Ostersonntag ihren neuen Minister feit der Kanalisation überhaupt und erklärte, daß derartige künstliche Björn Jonsson bei seiner Ankunft in Reykjavit mit großen Dvationen Wasserstraßen bei weitem nicht das für sie nötige Kapital verzinsen empfangen. Eine große Menschenmenge begleitete ihn nach seiner und amortifieren könnten. Beim Teltowlanal, der ungefähr 40 Millionen Mark kostete, Wohnung. Bei seiner breise von Dänemark hatte der neue Minister 40 Kilometer lang ist und rund erklärt, daß sein Programm sei, Jsland zu einem selbständigen hatte der Streifen Land von einem Kilometer Breite an den Staat zu machen, der nur durch den gemeinsamen König mit Däne- Ufern des Kanals einen Verkaufswert von ungefähr 100 millionen mart verbunden sein soll. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß Mark, der nach dem Bau auf ungefähr 500 Millionen Mart stieg. diese Unabhängigkeitsbestrebungen Islands über kurz oder Die Wertsteigerung betrug hier auf diesem schmalen Streifen Land lang zum Ziele führen werden. Dänemark wird jedenfalls ungefähr das Behnfache von dem, was der Kanal felbst getoftet auch nicht so töricht sein, ihnen irgendwelchen gewaltsamen Wider hatte. Solche Erfahrungen würden bei allen Kanälen gemacht. Um

Frankreich .

Der Streit in Méru.

Paris , 14. April. Wie aus Móru berichtet wird, haben die Knopfarbeiter der umliegenden Ortschaften heute mittag einen 24 stündigen Ausstand begonnen. Ausständige treffen sehr zahlreich in Méru ein. Der Präfekt hat umfassende Maßregeln ge­troffen. Er läßt bekannt machen, friedfertige Sundgebungen zu dulden, im übrigen aber für die Aufrechterhaltung der Ordnung mit allen Mitteln zu sorgen.

Dänemark . Färöern.

Die Selbstverwaltungsbestrebungen auf Jsland und den

Hus Induftrie und Dandel.

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Lage des deutschen Arbeitsmarktes. Das Gepräge des Arbeitsmarktes ist, so schreibt die Arbeitsm.. Korrespondenz", noch immer sehr trübe. Ein Andrang bon 165,40 Arbeitsuchenden auf je 100 offene Stellen, wie ihn der März dieses Jahres gebracht hat, war seit 1896 noch in feinem Frühjahramonat zu verzeichnen. Die nächsthohe Andrangsziffer tourde in Wärz 1902