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dem Auslande kommt?

Der Stadtrat von Lambrecht hat übrigens seine Pflicht getan. Sein Dreimart- Diner gestattet wird, wenn die Hochwohlgeborenen den deutschen Sozialdemokraten gleichgestellt werden? Müssen die Am Montag beschloß er einstimmig( also einschließlich der Zentrums- und Hochgeborenen nicht genügend Kuverts belegen, hat in der Herren Staatssekretäre nicht fürchten, den deutschen Kraut- und angehörigen) gegen die Nichtbestätigung der Genossen Bitsch und bürgerlichen Presse einen großen Entrüstungssturm entfacht. Was Schlotjunkern verdächtig zu werden? Und schaudert ihnen selbst nicht Schlosser durch die pfälzische Kreisregierung Beschwerde beim alle Steuervorschläge Sydows und der Rumpffommission nicht nachträglich, mit Vertretern einer Partei, die im Internationalen Ministerium des Innern einzulegen. Ju der Begründung der Be- vermocht haben: die Bürgerseele zum Kochen zu bringen, das Sozialistischen Bureau vertreten ist, in offizielle Berührung getreten schwerde wird in bezug auf die politische Betätigung der beiden Ge- komische Absonderungsprojekt des in kleinen Dingen so großen zu sein? Oder können sie Sozialismus vertragen, wenn er aus noffen auf die Verfassungsurkunde verwiesen, die allen Staatsbürgern und in großen Dingen so kleinen preußischen Eisenbahnministers Im übrigen ist zu der Frage des" Standard" zu bemerken, gleiches Recht auf alle Grade des Staatsdienstes hat's erreicht. Aber anstatt einfach die Schildaer Streiche des daß der Fall, den er hypothetisch segt, niemals eintreten kann. und die Gleichheit der Geseze und vor dem Geseze genialen Bureaukraten, der augenblicklich in Preußen als Gifen- Denn deutsche Sozialdemokraten würden sich nicht in eine Lage be­garantiert. Es heißt dann, daß deshalb auch kein Bayer, weil er bahnminister fungiert, spöttisch zurückzuweisen, läßt sich die wohl- geben, wo sie in Gefahr geraten, von den regierenden Vertretern Angehöriger der sozialdemokratischen Partei ist, von dem Amte gefinnte liberale Bresse auf allerlei Kompromisseleien ein, indem der Kapitalistentlasse zu Zwecken gebraucht zu werden, die nicht die eines Bürgermeisters oder Adjunkten ausgeschlossen werden kann. sie sich den Kopf des Herrn Breitenbach zerbricht und nach allerlei der Arbeiterklasse sind. Wir vermuten übrigens, daß die zudring­lichen Redereien der deutschen Staatssekretäre das Verständnis für Die Verweigerung der Bestätigung wird als verfassungs- Maßnahmen sucht, die eine Trennung der Fahrgäste in den Speise- unsere Taktik bei unseren englischen Freunden gefördert hat. Ge­rechtlich nicht aufrechtzuerhalten bezeichnet. Gegenüber wagen herbeizuführen vermöchten, ohne die Reisenden dritter nauere Kenntnis der kontinentalen Verhältnisse wird es verhüten, dem von der Kreisregierung erhobenen Zweifel an der Objektivität Klasse in gleichem Maße zu verleben, wie Herrn Breitenbachs daß Vertreter der englischen Arbeiterpartei wieder in eine Gesellschaft und Unabhängigkeit der beiden Genossen wegen ihrer geschäftlichen Hürdenplan. geraten, die ihrer nicht ganz würdig ist.- Verhältnisse Bitsch betreibt eine Wirtschaft, während Schlosser So bringt z. B. die Köln . 8tg." die Zuschrift eines ihrer die seinige verpachtet hat- wird in der Beschwerde darauf ver- liberalen Leser zum Abdruck, in der es heißt: wiesen, daß in mehr als 80 Gemeinden in der Pfalz das Amt eines Bürgermeisters oder Adjunkten durch Wirte ausgeübt wird, die bisher immer die Bestätigung der Kreisregierung fanden.

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Zum Schlusse wird das Ministerium ersucht, den Bescheid der Streisregierung aufzuheben und die beiden Gewählten zu bestätigen.

Die Krife in der Arbeitskonföderation.

in

Sonderbarer Mangel an Verständnis.

Die Fränkische Tagespost", unser Nürnberger Parteiblatt, sagt ihrer letzten Nummer:

" Daß die deutsche Sozialdemokratie fich offiziell von dem Empfang unserer englischen Freunde ausgeschlossen hat und ihn bürgerlichen Leuten überließ, scheint uns eine Leistung, für die uns jedes Verständnis fehlt. Unsere Berliner Genossen sind doch eben erst in Begleitung der der anrüchigsten Berliner Stadtfreisinnigen nach London gefahren!..."

Anderswo, z. B. in Frankreich , ist Vorschrift, daß die Reisenden zweiter oder dritter Klasse nur während der Mahl­zeit Platz im Speisewagen erhalten; das ist weniger radikal, und könnte auch in Preußen von den Zugführern durch die Kontrolle der Fahrkarten im Speisewagen ohne große Störung und Mühe überwacht werden. Es böte sich dann auch das englische System, das die Reisenden dritter Klasse in eine be­sondere Abteilung des Speisewagens verweist, ihnen dafür aber den Vorteil gewährt, daß sie für einen billigeren Preis als die Nach den Intentionen des Nürnberger Parteiblatts hätte die anderen Reisenden dieselben Speisen, aber mit einem Gang, deutsche Sozialdemokratie sich aber trotz des vorher festgesetzten Be­etwa Geflügel, weniger, aufgetischt erhalten. Ihnen könnte man dann ein für allemal ihren Play in suchsprogramms am Empfange der englischen Arbeiterparlamentarier der Raucherabteilung anweisen, deren Be- beteiligen müssen. Sie hätte sich demnach dazu hergeben müssen, nubung man ihnen auch auf eine Zigarren- das nötige Volk, das den Herren v. Berlepsch und Goldschmidt Iänge nach der Mahlzeit gestatten follte; das fehlt, für die Hirsch- Dundersche Gewerkvereinsversammlung zu wäre eine dem deutschen Publikum genehme Abweichung von stellen, hätte am Montagabend die Hochs auf Wilhelm II. und dem englischen System."

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Es ist doch gar seltsam um die Gedankenwelt so manches Liberalen bestellt. Könnte der Speiseraum dritter Klasse nicht auch zugleich als Klosett für die Reisenden erster Klasse dienen? Zum Schachern bereit.

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Eduard VII . über sich ergehen lassen müssen u. a. m. Wir müssen gestehen, daß uns jedes Berständnis für die Zumutung der Fränk. Tagespost " fehlt, ebenso wie für die ganz unmotivierte Anrempelung der Berliner Genossen.

Uebrigens wird in den nächsten Tagen über die Angelegenheit eine eingehende Darstellung veröffentlicht werden auf Grund einer Aussprache, die am Sonntag zwischen Vertretern der Arbeiterpartei und den Vertretungen der deutschen Sozialdemokratie und der deutschen Gewerkschaften stattgefunden hat.

Paris , 6. Juni .( Eig. Ber.) Der Rücktritt des Reformisten Niel vom Sekretärposten Hat der Krise in der Arbeitskonföderation kein Ende gemacht. Vielmehr hat die Auseinandersetzung zwischen den beiden Richtungen eine solche Heftigkeit angenommen, daß der Zweifel, ob ein weiteres Nebeneinanderleben möglich ist, auch manche ausdauernde Verfechter der Einigkeit ergriffen hat. Zu einem neuen leidenschaftlichen Zusammenstoß tam es in der ver- Es soll also im Speisewagen eine Raucherabteilung ein­gangenen Woche auf der Konferenz der der Konföderation an- gerichtet werden, in der die Fahrgäste dritter Klasse zu zwei geschlossenen Arbeitsbörsen und Föderationen. Auf der Tages- Mart speisen können im schönsten Zigarrenrauch. ordnung standen wichtige Verwaltungsfragen, wie die der Reise­unterstützung, aber das stärkste Interesse und sehr viel Zeit nahm die Affäre Griffuethes in Anspruch, mit deren Aufrollung die Reformisten ihre Revanche für die gegen sie von den Revolutionären" aufgebotene Demagogie und für die Ver­drängung Niels fuchten. Griffuelhes hat als Sekretär den Während die Konservativen vorläufig noch an den Steuer­für das Haus der Verbände" angesammelten Fonds in höchft beschlüssen der Rumpffommission festhalten, bekunden die Haupt­Lieb Vaterland, magst ruhig sein. eigenmächtiger Weise verwaltet. Auf die formale Ueber- blätter des Zentrums, die Germania " und die Köln . Volksztg.", Wie der Dresdener Anzeiger" meldet, hat der ehemalige tragung dieses Vermögens an die Firma: Griffuelhes u. Cie." daß, wenn die Regierung sich dazu verstehen sollte, das Steuer- Leutnant Bilse, der Verfasser des bekannten Romans Aus einer geſtügt, entzog er sich jeder Rechnungslegung und traf nach programm der vaterländischen klerikal- konservativ- polnischen Koalition leinen Garnison", einen neuen Roman aus dem Soldatenleben, der Gutdünken Dispositionen wie über die Einrichtung einer im ganzen zu akzeptieren, das Zentrum selbst in wichtigen Einzel- den Titel führt: Lieb Waterland", geschrieben. Der Roman ist Druckerei und eines ärztlichen Hilfsdienstes. Sein einstiger heiten gerne mit sich handeln lassen würde. So schreibt z. B. die jedoch beschlagnahmt worden. Kamerad Levy griff ihn darum an und dieser Konflikt war Köln . Volksztg.": seinerzeit der Anstoß der Demission Griffuelhes, dem Niel im Amt nachfolgte. Diesmal weigerte sich Griffuethes, auf der Konferenz Rede und Antwort zu stehen, und erklärte sich nur bereit, den Provinzdelegierten persönliche Auskunft zu geben. Die Reformisten und mit ihnen einige Revolutionäre forderten die Einsetzung einer besonderen Untersuchungskommission, doch bereinigte dieser Antrag nur 43 Stimmen auf sich gegen 51 für den vom Revolutionär Luquet eingebrachten, der es dem Bureau der Konföderation überließ, in Gemeinschaft mit Griffuelhes die Rechnungen über das Haus der Verbände und über die für den Hausbau veranstaltete Lotterie, die 21 000 Fr. eingebracht hat, zu überprüfen. Da auch diese Resolution die Notwendigkeit hervorhebt, Bürgschaften dafür zu schaffen, daß das Verbandshaus in einer möglichst kurzen Frist in den Besitz und in die tatsächliche Verwaltung der Kon­Föderation übergehe, und da obendrein bei der Abstimmung 13 Enthaltungen gezählt wurden, ist das Ergebnis für Griffuelhes teineswegs ein moralischer Triumph.

und

Landtagserfahwahl.

Für die am 12. Juni stattfindende Landtagserfazwahl ita Wahlkreise Kreuzburg- Rosenberg hat das Zentrum an Stelle des bei einer Automilfahrt tödlich verunglückten Grafen Ballestrem den Grafen Bieten auf Smolice, Kreis Kosten, als Kandidaten auf­gestellt.

Staatsrat v. Schicker+

" Daß die Finanzkommission auf Antrag der Konservativen neue materielle Vorschriften in das Finanzgesetz hineingearbeitet hat, ist zutreffend. Allein es mag die Frage gestattet sein, wie weit handelten die konservativen Antragsteller dabei im Ein­berständnis wir glauben fast sagen zu dürfen nach Wunsch- der verbündeten Regierungen? Bei der Zündholzsteuer und der Bollerhöhung für Kaffee Tee glauben wir solches ohne weiteres annehmen zu können. Anders liegt die In der Nacht zum Sonntag verstarb der württembergische Sache bei der Mühlenumfassteuer und beim Kohlenausfuhr­zoll. Wohl existiert für lettere Materien eine gewisse Geneigt Staatsrat und Bundesbevollmächtigte v. Schicker in 62. Lebensjahre. heit in einzelnen Ministerien und vielleicht bei den zwar nicht Der Verstorbene, eines der ältesten Bundesratsmitglieder, war auf reffortmäßig, aber tatsächlich fachverständigsten Ministern. Andere gewerberechtlichem und sozialem Gebiete außerordentlich fenntnisreich find entschiedene Gegner, und diese scheinen zurzeit die Oberhand und tätig. Sein Wirken auf diesen Gebieten stach insbesondere von zu behalten. Jedenfalls find lettere beiden Materien, Stohlen der Art seiner preußischen Kollegen, durch Aufgeblähtheit die fachliche ausfuhrzoll und Mühlenumsatzsteuer, ohne Belang für die Unkenntnis und das antisoziale Empfinden zu verdecken, außer­Deckung des Finanzbedarfs, weil die Finanzkommission ordentlich günstig ab. In den Kommissionen zur Vorberatung der diefen Bedarf durch Annahme der Rotierungssteuer auf Immo- Gewerbeordnungsnovellen und der Versicherungsgefeße, im Reichs­bilien, Wertzuwachs und Umsatzsteuer bereits überdeckt hat, so versicherungsamt und im Beirat für Arbeiterstatistik wurde seine daß ganz gut ohne Schaden eine oder die andere Sachkenntnis und soziales Empfinden auch von den Vertretern der der fleineren fogenannten Erfassteuern in Weg- Arbeiterklasse sehr geschäßt und anerkannt. Der Verstorbene hat sich auch literarisch, insbesondere durch seine Kommentare zum Kranken­fall tommen tann." versicherungsgesetz und zur Gewerbeordnung, um die Auslegung und Popularisierung sozialer Gesege lebhaft betätigt.- Militärische Erziehung.

Reichsverband und Freifinn.

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Ein Husar der 3. Schwadron des Braunschweiger

Gleichwohl sahen die meisten Reformisten in dieser Ab­stimmung einen weiteren Beweis dafür, daß die jetzige Vor­standsmehrheit zu der für ein gedeihliches Zusammenarbeiten notwendigen Objektivität nicht zu bewegen ist. Nach der Jm dritten Magdeburger Reichstagswahlkreise, Jerichow I und II, überaus stürmischen Schlußsizung der Konferenz, in der gibt sich der Reichsverband gegen die Sozialdemokratie in letter Niel in einer eindrucksvollen Rede noch einmal ſeine Be unsere Genossen in Genthin eine gutbesuchte Abwehrversammlung Sufarenregiments, der sich zu einem neugebildeten Truppenteil nach Zeit besonders große Mühe, Boden zu gewinnen. Dieser Tage hielten schwerden über die Intrigen und Gehässigkeiten zusammen ab. In der Diskussion kritisierte ein Herr Thomas, nachdem er sich Mez hatte versetzen lassen, wurde von dort wegen eines hoch­faßte, womit die" Revolutionäre " feine Amtsführung von als Gegner des Reichsverbandes bekannt hatte, das Verhalten der grabigen Nervenleibens als bienstuntauglich entlassen. Da der junge Anfang an erschwert hatten, versammelten sich die Reformisten Sozialdemokratie gegenüber den Freisinnigen bei der Reichstags- Mann vorher nie frant gewesen war und freiwillig in völlig zu einer besonderen Beratung über thr weiteres Verhalten. stichwahl im Jahre 1907. Bei dieser Wahl unterlag bekanntlich gesundem Zustande seinen Militärdienst angetreten hatte, forschten Es nahmen daran teil: Niel, weiter Guérard( Eisen- ber freifinnige Lehrer Mertens dem konservativen Kandidaten v. Byern, feine Eltern den Ursachen der Krankheit nach. Hierbei kam, ivie der bahner), Rénard( Textilarbeiter), Vertreter der Buchdrucker, was später den Freifinn veranlaßte, oftmals der Sozialdemokratie Braunschip. Volksfreund" berichtet, ans Tageslicht, daß der junge Mann der Gemeindearbeiter, einiger großer Arbeitsbörsen der Provinz Unterstügung der Reaktion vorzuiverfen. Wie wenig Ursache die in der Husarenlaserne zu Braunschweig längere Zeit hindurch u. a. Es wurde beschlossen, an der Einheit der Organisation Herren Freijinnigen zu solchem Vorwurfe haben, bewies die Mit fast täglich mehrere Male von einem Gefreiten schändlich mißhandelt, solange als möglich festzuhalten, aber die Arbeiterschaft über teilung eines Genossen in der Versammlung, daß das Vorstands- fchikaniert und geschlagen wurde. Gegen den famosen Soldaten­mitglied der Freifinnigen Volkspartei, Herr Braune, in einer reichs- erzieher, der mittlerweile zum Unteroffizier befördert den Fall Griffuelhes aufzuklären. Auch wurde die Gründung verbändlerischen Versammlung erzählt habe, die Freifinnigen wurde, ist ein Strafverfahren eingeleitet. Das bedauernswerte eines eigenen Organs angeregt. hätten beim letzten Wahlkampfe im Streise Jerichow I und II bom Opfer des Militarismus, der entlassene Husar, ist nun gezwungen, Jedenfalls ist die Situation sehr krittsch. In der Reichsverbande 300 m. erhalten. noch einen Kampf um eine Entschädigung zu führen, da er möglicher " Humanité" nennt Jaurès heute die Spaltung der Kon­weise nicht mehr imftande ist, seinem erlernten Berufe nachzugehen. föderation ein unmögliches Verbrechen" und ein Attentat Fürft Eulenburg verhandlungsfähig? Bemerkenswert ist noch, daß der Mißhandelte freiwillig und mit gegen das Proletariat". Zweifellos würde eine Spaltung Wie verschiedene bürgerliche Blätter mitzuteilen wissen, liegt das großer Freude die Husarenuniform angezogen hat.... auch die meisten der konföderierten Organisationen wenigstens von der Staatsanwaltschaft eingeforderte Gutachten der Wissen­Ein Soldatenschinder vorübergehend in Mitleidenschaft ziehen, da ja so ziemlich schaftlichen Deputation für das Medizinalwesen" über das Befinden stand in der Person des Unteroffiziers Uttecht vor dem Komman überall kleinere oder größere Minderheiten bestehen, die der des Fürsten Eulenburg noch nicht im schriftlichen Wortlaut vor. Dagegen banturgericht in stoblenz. Er hat bei dem Telegraphenbataillon Nr. 8 anderen Tendenz angehören. Judes dürfte die Frage doch ist bereits jetzt bei der Staatsanwaltschaft ein furzer Bericht ber als Gefreiter die ihm unterstellten Leute in empörender Weise ge­wohl zu erwägen sein, ob die formale Einheit des Pro- Wissenschaftlichen Deputation auf das Ansuchen der Staatsanwaltschaft quält. Mehrere Male am Tage ließ er die Stube durch alle Mann­letariats" die dauernde Desorganisationsarbeit der Anarchisten eingegangen, demzufolge die Verhandlungsfähig fchaften scheuern. In einer ganzen Reihe von Fällen an ben Leuten und ihrer Mitläufer aufwiegt, die die bescheidene, von den teit des Fürsten Eulenburg gerichtlich als fest- nahm ohne Befugnis körperliche, Schamgefühl ber Soldaten Gewerkschaften errungene Kraft in törichten Abenteuern ver- stehend zu betrachten ist. Der Wortlaut des Gutachtens bas berlegende Untersuchungen zettelt und das ärgste Hindernis bei der Anwerbung neuer wird in einigen Tagen fertiggestellt fein und der Staatsanwaltschaft bor . Mitten im inter, nachts 11 Uhr, mußten alle Mannschaften Refruten ist. Die Einheit des Gewerkschaftsverbandes zugehen. Ursprünglich war seine Fertigstellung erst einige Beit der Stube aus den Betten und sich auf den Boden legen, unters wäre nicht in Frage gestellt, wenn bie Gegen- später beabsichtigt, ist aber durch die Badereise des Fürsten start be- Bett triechen und andere blödsinnige Befehle des Vorgesetzten" aus­führen. Ein Pionier mußte trotz der furchtbaren Kälte im Hemde fäße in der Konföderation nur die Methode der schleunigt worden. Fürst Eulenburg wird jest bald zur stundenlang auf dem Flure liegen. In mindestens 76 Fällen wurden gewerkschaftlichen Attion beträfen und nicht ihre Quelle tehr nach Liebenberg aufgefordert werden. ihm Mißhandlungen beim Exerzieren nachgewiesen. Trotz der in dem Streben der Revolutionäre " hätten, die Gewerk- Ueber den Termin der neuen Verhandlung ist ein bestimmter Entahlreichen Walträtierungen wurde jedoch bon feinem der Soldaten eine Meldung erffattet. schaften für revolutionäre Unternehmungen zu benügen, schluß noch nicht gefaßt worden. die außerhalb ihres fruchtbringenden Wirkungskreises liegen. Daß Phili ber Aufforderung, nach Liebenberg zurückzukehren, Das Kriegsgericht verhängte über den mittlerweile zum Unter­Man kann nur hoffen, daß die reformistischen" Gewert folgen wird, ist kaum anzunehmen. Bielleicht wird er zunächst offizier avancierten Soldatenschinder nur zwei Monate Gefängnis, schaftler eine Form des Zusammenlebens finden, die der gewas ihm bei seinen Mitteln nicht schwer fallen dürfte ärztliche ohne ihn zu degradieren. werkschaftlichen Propaganda weniger Schwierigkeiten bereitet Gutachten einreichen und dadurch die Sache hinausziehen. Sollte als die Schonung der Hervéisten der Aktion der sozialistischen aber wirklich gegen ihn etwas Ernstliches unternommen werden, Die Lörracher Volkszeitung" berichtete aus Müllheim Partet . Wenn sie die Einigkeit erhalten werden, so werden wird er einfach die preußische Justiz auslachen und dort seinen sie vermutlich dafür andere Argumente finden, als die Er Wohnsiz aufschlagen, wo man ihm nichts anhaben kann. fahrungen der geeinigten Partei" mit den" Infurrektionellen".

Politifche Ueberficbt.

Berlin , den 8. Juni 1909.

Herr Breitenbach aus Schilda.

Der schöne Plan des Eisenbahnministers, dadurch den demo­fratischen Tendenzen der heutigen respektlosen Zeit entgegen. zuwirken, daß künftig in den Speisewagen der Eisenbahnzüge die Polsterpassagiere erster und zweiter Klasse von den Reisenden britter Klasse getrennt und lehteren nur dann die Teilnahme an

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Eine Frage an Bethmann- Hollweg und Dernburg . In einem Woth"-Artikel über die unpatriotischen" Arbeiterparlamentarier, bie in Berlin vaterlandsfeind liche" Reden gehalten hätten, fragt der Londoner , Standard", das Drgan der englischen Konservativen:

Was würde man in Deutschland sagen, wenn die englische Regierung Herrn Bebel oder anderen Sozialistenführern, die London besuchen und dort die deutsche Flottenpolitit verurteilen, folche Ehrungen erwiese, wie sie bie Staatssekretäre Bethmann und Dernburg den englischen Besuchern erwiesen haben.

Was sagen die Herren Bethmann- Hollweg und Dernburg dazu, daß sie von der englischen Kreuzzeitung" beschuldigt werden, Leute empfangen und geehrt zu haben, die von den englischen Konservativen

( Baden):

er

Die tote Maus im Soldateneffen.

" In der hiesigen Raserne beim 2. Bataillon passierte es fürz­lich, daß in den Stochteffel, in dem Maffaront zubereitet wurden, fich ein Mäuschen verirrte, ums Leben tam und als Beigabe zu Tische serviert wurde. Das war fatal und nicht zum Essen einladend. Die Sache sprach sich herum und mußte auch in die Difizierskreise gedrungen sein. Am anderen Tage beim Kompagnies egerzieren frugen nämlich die Hauptleute, wer eine Be­schwerde über das Essen vorzubringen hätte, solle vortreten. Einige Mann, darunter zwei von der 8. Kompagnie, traten vor, um ihre diesbezüglichen Beschwerden vorzutragen. Und was ge­schah? Mittelarreststrafen wurden über diese zwei Mann berhängt....

Das Blatt fragt mit vollem Necht, weshalb die beiden Soldaten bestraft wurden. Wir sind gespannt darauf, ob es eine Antwort erhält und was für eine?