"
Deutfches Reich. Lebius verurteilt.
wird, die Arbeit einstellen, und daß diejenigen Arbeitgeber, die nicht der Arbeitgeberorganisation angehören, vom Streit verschont bleiben Einen Artikel des„ Solinger Stahlwarenarbeiter", der in der sollen. Danach wird die Arbeitsniederlegung in der LandwirtSamuel Gompers, der Präsident der„ Federation of Beit heftigster Zwiftigkeiten zwischen der Solinger Lokalorganisation schaft hauptsächlich die Großgrundbefizer treffen, während die als Labour", weilt seit einiger Zeit in Europa und seit einigen und dem Deutschen Metallarbeiterverbande veröffentlicht worden Arbeitgeber nicht organisierten Bauern verschont bleiben. Tagen in Berlin . Er ist gekommen, um die europäischen ist und dem Vorstande dieses Verbandes beleidigende Vorwürfe Außer der„ Schwedischen Arbeitgebervereinigung", die die Arbeiterverhältnisse zu studieren, speziell aber auch, um über macht, hatte Lebius in seinem" Bund" abgedruckt und Bemerkungen großen Massenaussperrungen dieses Sommers ausgeheckt hat, werden eventuellen Anschluß der Federation of Labour" an die macht. Schlice, der Vorsitzende des Deutschen Metallarbeiter Schwedens vom Generalstreit betroffen.„ Schwedens Wert. hinzugefügt, durch die er sich den Inhalt des Artikels zu eigen den natürlich auch die anderen Unternehmerorganisationen gewerkschaftliche Internationale zu verhandeln. Am Freitag verbandes, reichte deshalb die Beleidigungsflage gegen Lebius tättenvereinigung", die vor allem die Eisen- und Metall abend luden die Generalfommission und die Berliner Gewerk- ein. Das zuständige Amtsgericht Gr.- Lichterfelde lehnte die Er- industrie umfaßt, hat auf die Mitteilung der betreffenden Gewerkschaftskommission zu einer Begrüßung des ausländischen öffnung des Hauptverfahrens ab mit einer Begründung, welche Arbeiterführers im Gewerkschaftshause ein, am Sonnabend verschiedene Ausfälle gegen die freien Gewerkschaften und die Go- schaften über die Arbeitsniederlegung ein Rundschreiben an ihre sprach Gompers zu der Berliner Arbeiterschaft in dem- zialdemokratie enthält. Auf Beschwerde des Klägers hat aber das Mitglieder erlassen, wonach der Generalstreit nicht als ein Bruch selben Hause über die Gewerkschaftsbewegung diesseits und Landgericht die Eröffnung des Hauptverfahrens angeordnet. Vor der bestehenden Tarifgemeinschaft anzusehen ist und die Streikenden jenseits des Ozeans. dem Schöffengericht Gr. Lichterfelde, welches am 28. Juni in der nach Beendigung des Kampfes auf ihre alten Pläte wieder einGenosse störst en begrüßte am Freitag den Gast im den Artikel des" Solinger Stahlwarenarbeiter" nur referierend Sache verhandelte, suchte sich Lebius damit herauszureden, daß er gestellt werden. Namen der Berliner Gewerkschaftler. Dann nahm Gompers wiedergegeben habe, ohne sich mit dem Inhalt einverstanden erklärt selbst das Wort, zunächst deutsch, dann englisch fortfahrend, zu haben. Doch mit dieser Ausrede kam Bebius nicht durch. um die Notwendigkeit der Zusammenarbeit aller Schaffenden Der Verteidiger des Klägers, Rechtsanwalt Roth, wies nach, daß nach, zu betonen. Er hob die andere Form der amerikanischen Lebius nicht nur referiert, sondern sich die vom Solinger Gewerkschaftsbewegung herbor, betonte aber, daß auch diese warenarbeiter" verbreiteten Beleidigungen zueigen gemacht und sogar noch selbst Beleidigungen hinzugefügt habe. im Stampfe gegen das Unternehmertum einen Weg zur punt schloß sich auch das Gericht an. Es verurteilte Rebius zu Diesem StandFreiheit und zum Menschentum bahnen solle. Nach ihm sprach Legien , der Vorsitzende der deutschen General. einer Geldstrafe von 50 M. kommission und Sekretär der gewerkschaftlichen Internationale, Achtung, Buchbinder und verwandte Berufe! Wie dem Vorder froh hervorhob, daß Berlin nicht nur zurzeit die stand des Buchbinderverbandes seitens des schwedischen Buchbindergrößte gewerkschaftliche Organisation in Deutschland und verbandes brieflich mitgeteilt wurde, befinden sich schon seit acht auf dem Kontinent in seinen Mauern beherberge, sondern Tagen Agenten der schwedischen Buchbindereibefizer in Deutschland , streit ist, zeigt sich unter anderem auch darin, daß der„ Svenska Wie stark unter den Industriearbeitern der Wille zum General nach dem eventuellen Anschluß der Federation of Labour" wahrscheinlich zu dem Zweck, um Streitbrecher für die in den Arbetareförbund", der von den Unternehmern seinerzeit aufan die Internationale auch die Zentrale der welt- Generalstreit tretenden Kollegen und Kolleginnen zu werben. Wir gepäppelt wurde, um bei jeder Gelegenheit Streifbrecher zur Ver umspannendsten Organisation sei, die je existiert habe, einer warnen daher dringend vor Arbeitsannahme nach Schweden und fügung zu haben, nun seine Mitglieder auffordert, in den Bes Arbeiterfoalition, die alle zivilisierten Länder und sämtliche bemerken, daß bei dem schwedischen Generalstreit sämtliche trieben, die vom Generalstreit berührt werden, ebenfalls die Arbeit Erdteile umschließe und der nichts Anderes an die Seite ge- Branchen unseres Gewerbes in Frage kommen. setzt werden könne. Besonders erfreulich sei, daß Gompers ' einzustellen. Für das Gelingen des Kampfes ist das nicht von BeWorte gezeigt hätten, daß man in den Absichten einig sei deutung, da dieser Verband kaum 5000 Mitglieder zählt, während auch mit der„ Federation of Labour" und nur in der Form man damit rechnet, daß an 300 000 bis 400 000 Arbeiter und Arbeites rinnen die Arbeit niederlegen werden. Das Bürgertum und die nationale Besonderheiten beständen. Branting- Schweden Geschäftsleute treffen umfassende Vorbereitungen, um gegen den sprach dann deutsch. Er forderte zur Unterstützung der schwedischen Generalstreifler auf und fand dabei begeisterte 3u erwartenden Mangel an Lebensmitteln und anderen Dingen Zustimmung. geschützt zu sein. Namentlich die Hotels und Restaurants füllen forderung: ihre Lagerräume. Die Arbeiterblätter bringen folgende Auf
Der Begrüßungsabend wurde weihevoll durch die„ Typographia" eingeleitet und unter der geschickten Regie Waltottes wechselten nach den Reden Vortrag auf Vortrag ab, bom schweren Ernst allmählich zur Grazie und fein pointiertem Humor übergehend. Alle Mitwirkenden gaben das Beste.
Am Sonnabend sprach Samuel Gompers vor einer überfüllten Versammlung, welche die Berliner Gewerkschaftskommission nach dem großen Saale des Gewerkschaftshauses einberufen hatte. Obwohl Gompers englisch sprach und seine eigenen Worte nur von wenigen verstanden wurden, fesselte die temperamentvolle Vortragsweise des Redners die Zuhörer bis zum legten Augenblick. Konnte man doch schon aus der ganzen Art des Auftretens des Redners schließen, daß er der Verbrüderung aller Arbeiter gegen die Macht des Kapitals das Wort redete. Dieser Eindruck fand volle Bestätigung durch die deutsche Uebertragung, durch die Genosse Bau meister vom Verbande der Gastwirtsgehilfen die Rede Gompers dem vollen Verständnis der Zuhörer erschloß. Der Grundgedanke des Vortrages war der: Die amerikanischen Gewerkschaften nehmen sich nicht mehr vor, als sie durchführen können. Immer nur mit einer Sache befassen sie sich und ruhen nicht eher, bis sie durchgeführt ist. So haben die amerikanischen Gewerkschaften große Vorteile für die Arbeiter erkämpft, sie haben für einen großen Teil derselben den Achtstundentag erlangt und die Lohn- und Arbeitsbedingungen verbessert. Dem entschiedenen Auftreten der amerikanischen Gewerkschaften ist es gelungen, zu verhindern, daß die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Zeit der wirtschaftlichen Krise verschlechtert werden konnten.- Gompers verwies auf den bevorstehenden großen Kampf in Schweden , wünschte den dortigen Arbeitern vollen Erfolg und betonte zum Schluß den Gedanken der internationalen Verbrüderung aller Arbeiter zum gemeinsamen Kampfe gegen das Unternehmertum.
wanderer.
-
Der Vortrag fand stürmischen Beifall. Die Diskussion beschränkte sich auf die Stellung einiger Fragen an Gompers hin fichtlich der Stellung der amerikanischen Gewerkschaften zum Einwanderungsgesetz und der rigorosen Behandlung mittellofer EinHierzu sagte Gompers unter anderem, die Behand lung der Einwanderer sei in der deutschen sozialistischen Presse unzutreffend dargestellt, es werde übrigens den Mitgliedern ausländischer Gewerkschaften tein Hindernis beim Eintritt in die amerikanischen Gewerkschaften bereitet. Gompers wurde auch gefragt nach seiner politischen Parteistellung und warum die amerikanischen Gewerkschaften nicht sozialistisch seien. Die Be antwortung dieser Frage lehnte Gompers ab, weil sie nur die amerikanischen Arbeiter interessiere. Diese seien mit seiner Haltung vollkommen einverstanden. Legien stimmte dem zu. Genosse Körsten trug dem amerikanischen Gaste Grüße der Deutschen an die amerikanischen Arbeiter auf und schloß mit einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung.
-
-
Einen ausführlichen Bericht über die Versammlung bringen wir in der nächsten Nummer.
-
lahmgelegt werden soll, ist noch nicht endgültig entschieden. Unter Ob auch der Eisenbahnverkehr durch den Generalstreit jedoch eine solche Stimmung, daß man mit einer allgemeinen Arden Staatsbahn- wie unter den Privatbahnangestellten herrscht beitsniederlegung und Verkehrsstockung rechnen muß. Die Staatsund bahnverwaltung hat eine Warnung an die Angestellten erlassen, in der sie darauf hinweist, daß die Folge der Teilnahme am Streik Entlassung sein kann. Offenbar rechnet die Verwaltung damit, daß sie vielleicht nicht kann, wie sie möchte, daß, wenn der Streif auch bei den Eisenbahnern allgemein wird, die Entlassung sich von selbst verbietet.
Der Vorstand des Deutschen Buchbinderverbandes. Lohnbewegung der Schiffer und Heizer auf der Elbe . Am 28. Juli fand in Dresden eine sehr stark besuchte Verſammlung der Binnenschiffer und der Maschinisten und Heizer statt, die Stellung nahm zu dem Tarifvertragsentwurf für bas Elbestromgebiet. Die Vertreter des Zentralverbandes der Maschi die einzelnen Positionen des Tarifs. Die gesteigerten Lebensmittelnisten und Heizer und des Verbandes der Hafenarbeiter erläuterten preise und Bedarfsartifelpreise bedingen eine Lohnerhöhung; auch ist es endlich an der Zeit, ebenfalls für das Elbegebiet eine Regelung der Arbeitszeit zu treffen und eine Nachtruhe und Sonntagsruhe einzuführen. Die Einwendungen der Reeder, daß eine Be schränkung der Arbeitszeit im Binnenschiffahrtsgewerbe undurchführbar sei und den Ruin des Gewerbes bedeute, wird durch die Tatsache widerlegt, daß auf dem Rheinstrom geregelte Zustände bestehen, allerdings mußten fie erfämpft werden.
In anregender Debatte wurden die Forderungen diskutiert und ihnen allgemein zugestimmt. Die Versammlung stand unter dem Zeichen ernsten Wollens und fester Entschlossenheit. Die Worte des Redners: Was auf dem Rhein möglich war, tann und darf auch für die Elbe nicht unmöglich sein" fanden stürmischen Beifall. In einer Résolution wurden die Verbandsleitungen beider Verbände beauftragt, diese Lohntarife an die Elbeschiffahrtsgesell schaften und Reedereien einzureichen und mit allen zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln zur Anerkennung zu bringen.
Die Christen und die Gelben".
.
Bei Gelegenheit des Kongresses der christlichen Gewerkschaften in Köln fand am 18. Juli auch eine Versammlung in Köln statt, die sich mit der Stellung der christlichen Gewerkschaften in gewert schaftlicher und politischer Beziehung befaßte.
" Die Kapitalistenklasse rüstet sich mit aller Kraft durch Antauf von Nahrungsmitteln für die Zeit des Massenstreiks. Recht schwierig wird es auch, nach allem zu urteilen, werden in den Wochen der Arbeitseinstellung.
Heute ist der letzte Lohntag vor dem Massenstreit. Arbeiter, tauft nicht Branntwein, Bier oder andere unnüße Sachen! Sondern kauft statt dessen Brot oder Meh!! Trocken Brot hält fich, und von Brot, Salz und Wasser läßt sich leben, bis der Sieg errungen ist."
Letzte Nachrichten und Depeschen.
Eine sozialistische Demonstration.
Neustadt a. H., 31. Juli. Das Herold- Bureau meldet: Nach Bekanntwerden des Stichwahlresultats zogen gestern abend die Sozialisten in geschlossenem Zuge, dem eine rote Fahne boraufgetragen wurde, unter Trommelwirbel durch die Straßen der Stadt. Vor dem Saalbau, wo die Absolventen des Jm„ Bund" tobt Herr Bebius gegen die Christlichen , weil Gymnasiums zu einem Kommers versammelt waren, wurde diese ihre Leute über die arbeiterfeindliche Natur der gelben Ver- Halt gemacht. Dort erfletterte der Rechtsanwalt Ackermann eine aufklären. aus Ludwigshafen die Umzäunung des Saalbanes und hielt von dort aus eine Ansprache, während drinnen im Saal das Kaiserhoch ausgebracht wurde, erscholl draußen ein Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Hierauf marschierte der Zug durch die Landauer Straße nach dem freien Feld, um bon dort die beabsichtigte Beleuchtung des Hambacher Schlosses zu beobachten. Es war nämlich geplant, auf dem Schloß eine rote Fahne aufzupflanzen und das ganze Schloß durch bengalisches Feuer rot zu beleuchten. Diese Absicht wurde jedoch durch die Behörde vereitelt. Die Teilnehmer des Festzuges lagerten sich nun draußen im Felde und nahmen eine Ansprache des Abg. Auer aus München entgegen, worauf sich der Zug wieder in Ruhe zur Stadt zurückbegab. Die Freude über den Wahlfieg hat dem 25jährigen Fabrikarbeiter Joseph Glaser das Leben gekostet. Er pflanzte unterhalb des Hambacher Schlosses an einem elektrischen Leitungsmaft eine rote Fahne auf. Beim Abstieg muß er mit dem Draht in Berührung gekommen sein, denn man fand ihn heute früh am Fuße des Mastes tot vor, während die rote Fahne oben wehte.
In dieser Versammlung sprach auch der Staatsminister a. D. von Berlepsch, und dieser sagte bei Besprechung der verschiedenen Organisationsrichtungen unter anderem: Ich rebe nicht von den sogenannten gelben Gewerkschaften; das sind keine Arbeiter, sondern Unternehmerorganisationen, von Unternehmern und für diese gegründet."
Diese Kennzeichnung hat nun den Zorn des Herrn Lebius erregt, und doch ist die Bezeichnung des Herrn v. Berlepsch durchaus richtig, wie der nachfolgende Brief des Herrn Lebius beweist: Herrn Dr. Wagner
Saarbrüden Burbacher Hütte.
Sehr geehrter Herr Doktor! Herr Rittmeister Rennen, von der Direktion des Stahlwertes Oberhomburg, hat für seine gelben Vereine den" Bund" als Vereinszeitung eingeführt. Gleichzeitig wollen wir von nun ab mit derselben Energie wie gegen die Sozialdemokraten auch gegen die christlichen Gewerkschaften antämpfen. Wir können dieses aber von Berlin aus nicht alles machen und würden uns freuen, wenn Sie uns vielleicht Artifel gegen die Saarpo ft" schreiben würden. Wir zahlen 10 Bf. für die Zeile.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Im Schacht ertrunken.
Kupferdreh , 31. Juli. Infolge Regenwetters ging heute vor mittag 11 Uhr der in der Abtäufe befindliche neue Schacht der Zeche Vittoria durch Wasserdruck zum Bruch. 7 Bergleute, davon 5 Verheiratete, wurden verschüttet und von Gesteinsmassen überdeckt. Das
affer trat in türzester Zeit bis über die Einbruchsmassen hinaus, so daß eine Rettung unmöglich war. Das Unglüd war in wenigen Minuten geschehen. Kurze Zeit vorher war der Schacht von AufNach diesem Brief tann man den Zornesausbruch des Bund" fichtsbeamten befahren worden, ohne daß sich irgend etwas nicht in Nach diesem Brief kann man den Zornesausbruch des" Bund" Ordnung gezeigt hätte. Die Aufräumungsarbeiten bei den Vergegen die chriftlichen Gewerkschaften nicht als etwas irgendwie unglückten sind sofort in Angriff genommen worden. Wann die Bergung Drömung Berechtigtes ansehen, höchstens tann man es als einen Wutausbruch unglückten sind sofort in Angriff genommen worden. Wann die Bergung darüber bezeichnen, daß den gelben Arbeiterfreunden die Maske vom gelingen wird, ist noch nicht vorauszusehen. Der Staatsanwalt traf Gesicht gezogen ist, und zwar von einer Seite, die zwar mit der Sozialdemokratie nichts zu tun hat, aber aus Reinlichkeitsgründen auch nichts mit den Gelben zu tun haben will.
Husland.
Sieg der englischen Berglente.
um 3½ Uhr hier ein.
Die Unternehmer mit dem Klingelbeutel. Stockholm , 31. Juli. Der schwedische Arbeitgeberverein hat mit einem Konsortium bon sechzehn Banten ein Arrangement über einen Acht- Millionen- Kredit für den Verein getroffen.
Militärreform.
Da der alte Tarifvertrag der Steinholzleger Berlins und Umgegend mit dem 1. August abläuft, haben in letzter Zeit wiederholt Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag stattgefunden. Eine Einigung ist jedoch bis jetzt noch nicht erzielt. Am Freitag berich teten nun der Verbandsvorsitzende Lange und die übrigen Tarif tommissionsmitglieder in einer sehr zahlreich besuchten Versamm lung der Steinholzleger über die am Tage vorher mit den Unternehmern gepflogenen Verhandlungen und deren Ergebnis. Die Unternehmer zeigten sich nach längerer Aussprache bereit, den Forderungen, die in der Hauptsache Erhöhung des Stundenlohnes der Steinholzleger auf 80 Pf., der Hilfsarbeiter auf 60 Pf. enthalten, Wolffs Telegraphenbureau meldet aus London : einigermaßen entgegenzukommen. Sie machten schließlich das An- Im Streit der schottischen Grubenarbeiter ist eine neue Kriegsminister, General Brun, mit der Ausarbeitung eines Paris , 31. Juli. ( W. T. B.) Dem" Temps " zufolge ist der gebot, daß der Lohn der Leger zunächst auf 75 Bf., vom 1. Oftober Einigung erzielt worden. 1910 ab auf 80 Pf. erhöht werden soll, der der Hilfsarbeiter zuInfanterie- Cadre- Gesezes beschäftigt, durch welches eine beträchtDas Uebereinkommen , durch welches der drohende Streit liche Berringerung der Zahl der Oberleutnants nächst auf 57 Pf., und von jenem Datum ab auf 60 Pf. Silfs im schottischen Kohlenrevier abgewendet worden ist, billigt den und Beutnants erzielt und die Abschaffung des Erarbeiter, die als Neulinge im Berufe anfangen, sollen sich jedoch im ersten Vierteljahre mit 50 Pf. begnügen. Für die Arbeit in Arbeitern für die nächsten drei Jahre einen Minimaltageslohn gänzungs- Cabre- Gesetzes ermöglicht werden soll. Ferner bestimmten naheliegenden Vororten soll ein Zuschlag in der Höhe von sechs Schilling zu. Die Delegierten der Arbeiter sehen werde die Frage betreffend die Errichtung eines besonderen Indes Stundenlohns, für die weiter entfernten Vororte ein solcher in dem Uebereinkommen einen Sieg ihrer Forderungen. fanteriegeneralstabes durchstudiert. Der Gesetzenttourf würde der in der Höhe des doppelten Stundenlohns gezahlt werden und bei Rammer gleich zu Beginn der Herbstsession vorgelegt werden. Arbeit in Fernorten für Ledige 2,25 M., für Verheiratete 2,75 M. Das Maffenaufgebot zum schwedischen Generalstreik. Spitbübischer Finanzminister. Gehängter Diener Gottes . Zuschlag pro Tag. Den Ablauf des Tarifs wollen die Arbeitgeber Die Massenstreifproklamation des Landessekretariats der auf den 1. Oftober 1911 festgesetzt wissen. Wo höhere Löhne als schwedischen Gewerkschaften hat im ganzen Lande überall in der aus Teheran : Der ehemalige Finanzminister Stawam ed Dauleh Köln, 31. Juli. ( W. T. B.) Die„ Kölnische Zeitung " meldet die Tariflöhne bestehen, sollen sie selbstverständlich nicht gekürzt Arbeiterschaft lebhaften Beifall gefunden. Alle Gewerkschaftsver- ist wegen Unterschlagung von Staatsgeldern berhaftet worden. Dem Bericht folgte eine lebhafte Dekatte, die bis nach Mitter sammlungen, die bisher dazu Stellung genommen haben, erklären Der reaktionäre Führer der hohen Geistlichkeit, Scheik has Lollah, nach dauerte. Einige Redner verlangten, daß unbedingt an den sich einstimmig für die allgemeine Arbeitsniederlegung. Selbst ist heute abend öffentlich gehängt worden. einmal gestellten Forderungen festgehalten werden sollte. Die Ver- auf die Landwirtschaft wird der Streit übergreifen. Der sammlung erklärte sich jedoch schließlich gegen wenige Stimmen mit Hauptvorstand des Landarbeiterverbandes hat an sämtliche Orts. 7000 Häuser unter Waffer. 1000 Häuser in Flammen. einem Vermittelungsvorschlag einverstanden, wonach der Stunden- abteilungen ein Schreiben gerichtet, worin betont wird, daß auch die Zotio, 81. Juli. In Chergehur in der Mandschurei haben lohn der Leger vom 1. August ab 75 Bf., der der Hilfsarbeiter Sandarbeiter an dem großen Kampf zwischen Arbeiter und Arbeit große Ueberschwemmungen stattgefunden. Ueber tausend Personen 57 Pf. betragen soll, und vom 1. April 1910 ab 80 Pf. und 60 Pf. geber teilnehmen sollen, und zwar in dem Maße, wie es zu einer follen ertrunken sein. Etwa 7000 Wohngebäude stehen unter Wasser. und zwar bis zum 1. August 1911, so daß der Tarifvertrag am ſelben Datum wie jetzt abläuft. Der Vermittelungsvorschlag wird baldigen und annehmbaren Entscheidung notwendig ist. Es wird Die Fluten find noch fortwährend im Steigen begriffen. Zotio, 31. Juli. Die Stadt Djaka steht seit heute früh 4 1hr ben Arbeitgebern sofort vorgelegt. Am Montag abend findet eine jedoch empfohlen, daß die Landarbeiter nicht schon am 4. August, in Flammen. Ueber 1000 Wohnhäuser sind bereits zerstört. Bahlneue Versammlung statt, um weitere Beschlüsse zu fassen. sondern etwas später, an einem Tage, den der Vorstand bestimmen reiche Personen sind in den Flammen ungekommen. Verantw. Redatt.: Wilhelm Düwell, Lichtenberg . Inserate verantw.: Th. Glode, Berlin , Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanftals Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen.
werden.
-