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1000 Wählern

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im vierten Wahlkreise, also ebenfalls eine Differenz von rund solchen degenerierten Abels im Reichstagszentrum auszu- fampfe mit tödlichen Waffen eine Strafe von 4 Tagen Feftungs schalten, das muß Ehrensache einer christlichen Volkspartei haft! Von der Anklage der Beleidigung wurde er dagegen mans Doch sehen wir von der Wahlkreisgeometrie ab und betrachten fein, das fordert ihr Selbsterhaltungstrieb. Damit, daß die gels Beweisen" freigesprochen, da nach Ansicht des Gerichts wir die Zahlenverhältnisse in den einzelnen und zwischen den Bentrumspresse bombastisch erklärt: Das Zentrum umfaßt den nicht ausreichend festgestellt erschien, daß Leutnant B. die Worte verschiedenen Wahlkreisen. In allen sieben Wahlkreisen gibt es einfachen Arbeiter gerade so wie den vornehmen Adeligen", ist Sie bummes Luder" wirklich in bezug auf den Einjährigen 70 240 Wähler, von denen 27 224 oder rund 30 Proz. eine Stimme, dem werttätigen Bolt gar nichts gedient, zumal als wegen der vorgeschilderten Affäre ein standgerichtliches Verfahren, Schäfer gebrauchte. Gegen den Einjährigen Schäfer schwebt während 43 016 oder 70 Proz. der Stimmberechtigten 128 532 sehr viele einfache" Arbeiter sehr viele adelige Lumpen an das höchst wahrscheinlich einen weniger glimpflichen Berlauf nehmen Stimmen haben. Rechnet man aber die Ein- und Zweistimmigen moralischem Wert turmhoch überragen." wird. zusammen, dann haben

45 177 Stimmberechtigte 63 130 Stimmen, 25 063 Stimmberechtigte 92 526 Stimmen,

oder rund 65 Broz. der Stimmberechtigten mustern 40 Pro, 35 Broz. der Stimmberechtigten mustern 60 Proz. der Stimmen zahl überhaupt. Das ist eine schreiende ungerechtigkeit!

Wer stürzte Bülow? Zwischen Konservativen und Liberalen hat sich ein ebenso hikiger wie ergöglicher Streit darüber entsponnen, wer denn eigentlich den Fürsten Bülow gestürzt habe. Die braven Junker begnügen sich damit, Bülow gestürzt zu haben; den Ruhm, diese Tat vollbracht zu haben, lehnen sie mit ironischer Bescheidenheit ab.

Wilhelms II. Arbeitsluft.

den Grad der Inanspruchnahme Wilhelms II. bom 19. Auguft Dieser Tage ging durch die Bresse eine offigiöse Notiz über bis zum 20. und 21. September. Diese Notiz ist nicht ganz richtig. Der 19. September war als unbesetzt gemeldet. Diesem Mangel ist inzwischen abgeholfen worden. Wilhelm II. wird am 19. Sep­tember dem Herzog von Sachsen- Altenburg in Altenburg einen Besuch abstatten.

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Schweiz .

Einführung der bedingten Berurteilung.

Daß die Junker dem Fürsten Bülow das Genick ge brochen haben, hat ja kein Geringerer als Fürst Bernhard Bülow selbst bezeugt. Sie haben die Nachlaßsteuer ab­gelehnt, trotzdem ihnen der verflossene Reichskanzler klipp gelehnt, trotzdem ihnen der verflossene Reichskanzler klipp und klar erklärt hatte, daß er nach Ablehnung der Nachlaßsteuer seine Entlassung nehmen müsse. Die Stonser vativen haben also Bülow kaltblütig und bewußt geopfert. Die Ausrede der Kreuz- 3tg.", daß eigentlich die Liberalen die Stürzer Bülows feien, weil sie die Durchkreuzung der Regierungsabsichten als unausweichlichen Demissionsgrund für den Reichskanzler bezeichnet hätten, ist mehr als faul. Uebrigens hat die Saale- Zeitung" an die Kreuz- Waffenbrüberschaft mit dem Reichsverbande gegen die Gozialbeit zu geben und ganz bewußt das Legalitätsprinzip durch das Herr Arendt empfiehlt dem Hansa- Bund", er möge in trene Zeitung" folgende Frage gestellt: demokratie treten, damit würde sich auch die Brücke zur Landwirt­schaft finden.

rat hat in feiner legten Sibung einstimmig beschloffen, in die Zürich , 19. Auguft.( Gig. Ber.) Der Züricher Kantonss Beratung der Gesetzesvorlage über die bedingte Ber­ähnliche europäische Gesebe. Sie verlangt von dem nur bedingten urteilung einzutreten. Die Vorlage geht nicht so weit, wie Berurteilten nicht bloß die Vermeidung einer neuen Bestrafung in Als Sturmbock gegen die Sozialdemokratie der Probezeit, sondern auch positive Besserung. Das Gericht kann. dem Verurteilten für sein Verhalten während der Probezeit be­soll sich nach den Wünschen des Abgeordneten Dr. Arendt der stimmte Weisungen erteilen, z. B. einen Beruf zu erlernen, sich von " Hansa- Bund" bewähren. Der durch seine Vielschreiberei und Vick- geistigen Getränken zu enthalten, den Schaden in kurzer Frist zu rednerei hinlänglich bekannte freitonservative Abgeordneta bere ersehen. Der Strafaufschub soll sich auf Geldstrafen erstreden, dem er dieses Thema nach allen Seiten hin erörtert. Er hat be- strafe zum Quell neuer Verstöße gegen das Gesetz werden kann. öffentlicht in der" Täglichen Rundschau" einen langen Artikel, in weil für den Armen die Erlegung einer scheinbar kleinen Geld­rechnet, daß 250 Mandate sicherer Besitz der einzelnen Parteien sind, und auch für den Reichen, meinte der Referent, Profeffor Dr. so daß nur etwa 150 Mandate für den Wettbewerb der Parteien Burcher, wird eine bedingt erlassene Geldstrafe gewiß auch eine untereinander in Frage kommen. In diese Wahlkämpfe foll der Dr. Ryf, demt aber unsere Genossen Pfarrer Pflueger, Oberrichter Warnung sein. Dagegen redete nur der alte Reaktionär Advokat die Agrarier, sondern nur gegen die Sozialdemokratie richten. sehr richtig aus, daß das Beste in der Bekämpfung der Kriminalität " Hansa- Bund" eingreifen, er darf aber seine Front nicht gegen Berg und Redakteur Gigg wirksam entgegentraten. Berg, führte Bentrum und Sozialdemokratie verträten die industriellen Groß die Abgrabung der sozialen Wurzeln des Uebels ist und würde Städte, und gerade in diesen müßte der Hansa- Bund" dafür sorgen, in dieser Richtung mehr geschehen, brächten wir dem Ideal der werden. daß Vertreter der von ihm wahrzunehmenden Interessen gewählt Gerechtigkeit weniger furchtbare Opfer. Wir werden bei zunehmen­dem Verständnis für die sozialen Ursachen der Verbrechen immer mehr dazu gelangen, dem Ankläger und dem Richter mehr Frei­Opportunitätsprinzip zu ersetzen.

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frankreich . Daß Herr Arendt in dem Hansa- Bund" eine Filiale des sigim naml Eine politische Amnestie. Reichsverbandes erblickt, scheint uns recht bezeichnend für die Wert­schäßung, die der Hansa- Bund" in den Kreisen der freikonser­vativen Industriellen findet.

Die Gärung im Zentrumslager. Man schreibt uns aus Baden:

Wir wollen der Kreuz- Zeitung " etwas die Betveisführung erleichtern und fie fragen, ob sie nicht weiß, daß ein der hohen Aristokratie angehöriger konservativer Reichstags­abgeordneter, der sehr gute Verbindungen und verwandt­schaftliche Beziehungen am Hofe hat, einem früheren national­liberalen Parlamentarier im Foyer des Reichstages beim Pro­menieren( nach einer nichts weniger als schmeichelhaften Charak­teristit des Staatsmannes Bülow ) erklärte, daß Fürst Bülow eine Gefahr bedeute und unter allen Umständen gestürzt werden müsſſe!! Das war nach den Novemberborgängen." Der Stadtpfarrer von Donaueschingen , Herr Dr. Heinrich Die Kreuz- Zeitung " sucht sich der Beantwortung der Feurstein, hat sich vor bald fünf Jahren einen Namen er Frage durch die scherzhafte Antwort zu entziehen, daß sie zu worben als Volkswirtschafter aus der Schule des Professors diesem Gespräch nicht zugezogen worden sei. Nur das wisse Dr. v. Schulze- Gäverniz. Angeregt durch die Monographien des fie, daß ein Konservativer niemals sagen werde, ein Minister badischen Fabrikinspektors Wörishoffer und dessen Kollegen Dr. Fuchs, des Königs müsse gestürzt werden. Eine geradezu groteste berfaßte, der katholische Kaplan Dr. Feurstein in Achern die interessante Heuchelei nach der Ministermeuchelung, die unsere Abhandlung Lohn und Haushalt der Uhrenfabrit Streuz- Beitungs" Ritter bereits in der Versammlung des arbeiter des badischen Schwarzwaldes." Diese fozial Bundes der Landwirte angedroht hatten! ökonomische Untersuchung wurde im Jahre 1904 abgefchloffen und erschien im Verlage der G. Braunschen Hofbuchdruderei in Karls­ ruhe 1905. Sie ist besonders wertvoll durch die zahlreichen und systematisch aufgestellten Haushaltungsbudgets ber Ar­beiter und durch die Energie, mit der barin die Intereffen des arbeitenden Standes gegen die Unternehmer vertreten werden.

Ein amüsanter Reinfall.

Der Köln . Boltsatg." ist ein recht interessanter Neinfall passiert, der für die jebige Leitung des Blattes recht charakteristisch ist. Wie wir in Nr. 192 des Vorwärts" mitteilten, hat Professor Otto Harnad von der Technischen Hochschule zu Darmstadt in der Halbmonatsschrift März" einen Artikel veröffentlicht, in dem er fich mit der Frage beschäftigte, weshalb die Regierung nicht, als

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In den Kreisen der Zentrumskapitalisten wurde damals dem Herrn Dr. Feurstein die Herausgabe seiner Schrift sehr verdacht; doch scheint ihn diese Mißbilligung nicht furiert zu haben, denn er

Rede

Paris , 24. August.( Gig. Ber.) Das Ministerium Briand , das die Regierung unter einer sehr mäßigen Begeisterung der zur Seite gedrängten Radikalen übernommen hat, muß unter den Deputierten der Linken Stim mung für sich zu machen suchen. Eines der geeignetsten Mittel dazu ist der Strafnachlaß für politische Häftlinge. Die radikalen Deputierten, die während der ganzen Gesetzgebungsperiode von ihren Versprechungen so gut wie nichts eingelöst haben, können fich den demokratischen Wählern nicht zur Wiederwahl präsentieren, wenn die Regierung, der sie sich zur Verfügung gestellt haben, bietet. Diesem Interesse und nicht etwa prinzipiellen Erwägungen und den Ueberzeugungen" Briands find die neuesten Ent spannungs"-Maßregeln des Ministeriums zu danken. Borerst ist die Gesetzesbestimmung über die bedingte Berurteilung auf drei verurteilte Antipatrioten, Mitarbeiter der Guerre Sociale", und auf fünf wegen Gewalttätigkeit" anläßlich des Streifs von Meru Berurteilte angewendet worden. Manche von ihnen hatten freilich schon den größten Teil ihrer Strafe, bis zu einem Jahr, abgebüßt. Nun hat sich an diese Maßregel auch eine eigentliche Begnadigung gefnüpft, die Revolutionären und royalistischen Radaumachern, darunter auch dem berüchtigten Häuptling der Gelben", Biètry, zugute kommt. Vor allem aber dankt ihr ber Bauarbeiter March al die Freiheit, den ein ungeheuerliches laffenurteil der Geschworenen zu fünf Jahren Gefängnis ver Marchal war verantwortlicher Redakteur der

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die Konservativen die Nachlaßsteuer ablehnten, den Reichstag auf über die Reichsfinanzreform gehalten, in der er nach dem Bericht Guerre Sociale". Während er eine Waffenübung durchmachte,

gelöst hat.

Der Köln . Voltsatg." ist dieser Artikel ebenfalls zu Gesicht gekommen. Da aber durch den Streit um die katholische Welt. anschauung und dem konfessionellen Charakter des Zentrums zur­zeit ihre Gedankenwelt sich in größter Unordnung befindet, ver­wechselte sie den Geschichts- und Literaturprofessor Otto Harnac mit dem Theologen Adolf Harnad und benukte den Artikel im März", um an ihm den Verfall der protestantischen Theologie und der Bibelforschung nachzuweisen. Eo schreibt zum Beispiel das fleritale Kölner Weltblatt":

Die liberal- protestantischen Theologen richten heute mit berdoppelter Kampfluft ihre Waffen gegen den neuen Blod". An der Spike marschiert Professor Harnack, der im März" träftig dagegen vom Leder zieht. Aber Harnack spielt heute nicht mehr die maßgebende Rolle wie vor einem Jahrzehnt, teilweise jogar noch vor einem Lustrum. Die protestantische Theologie hat das mit der Philosophie gemeinsam, daß sie mit den Göttern", die sie anbetet, rasch wechselt. Professor Harnack ist heute schon überholt" und hat neuen Tagesgrößen Plaz gemacht; die Er­gebnisse seiner Forschungen werden immer mehr bestritten. Biela leicht sucht er sich jetzt auf anderen Feldern, auch in der Politik, neue Lorbeeren zu erwerben, aber auf diesem Gebiete kann man auch nicht Meister" werden, ohne Lehrjahre durchgemacht zu haben."

Wir zollen der Köln . Boltsztg." wegen dieses schönen Reine falls unfer aufrichtiges Beileid!

Junker und Arbeiter im Zentrum.

Jm Bayer. Vaterland" setzt der katholische Pfarrer und Schriftsteller Münsterer, aus dessen Urteil über die Steuerpolitik des Zentrums wir schon vor kurzem einige saftige Stilproben mitteilten, feine Angriffe auf die Taktik des Zentrums bei den Reichstags­Beratungen über die Reichsfinanzreform fort, indem er es als das Kreuz" des Zentrums bezeichnet, daß auf dessen Politik die degenerierten" schwarzen Junker einen ausschlaggebenden Einfluß erlangt haben.

der Breffe ausführte:

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erschienen in dem Blatt einige Artikel, die von der Staatsanwalt Die vollswirtschaftliche Tragweite der ganzen Besteuerungs- fchaft für aufreizend befunden wurden. Marchal, der die Artikel altion liegt weniger in dem absoluten Steuerdruck auf die unteren natürlich nicht gelesen hatte, wurde gleichwohl für schuldig be­Boltsteile, als vielmehr in der durch die Schonung der funden und zu der erwähnten Strafe verurteilt. Ueber ein Jahr oberen Klaffen und diese ist mit jeder indirekten Be- hat er abfißen müssen, bis ihm der Fall Clemenceaus das Tor Steuerung des Maffenfonfums gegeben bedingten Lasten des Gefängnisses öffnete. Eine lebhafte Kampagne in der Arbeiter­verschiebung nach unten, die doppelt ungerecht schaft und in der sozialistischen Presse hat die öffentliche Meinung wirft in dem Zeitpunkt, wo eine enorme Berteuerung zu feinen Gunsten aufgerüttelt. Die meisten Blätter der Links­aller Lebensmittel eingefezt hat. In derselben sowie der Rechtsparteien nahmen das Thema, das für die Recht­Richtung wirkt die Wiederherstellung der Zuckersteuer und stellung der ganzen Bresse große Bedeutung hatte, auf und traten die Beibehaltung der Schnapsliebesgabe, soweit sie den für die Begnadigung Marchals ein. Vielleicht gibt der Fall ostelbischen Brennern zugute tommt, und der Getreide Marchal doch noch Anlaß zu der längst fälligen Reform des Preß­einfuhrscheine, die nach Abschaffung des Identitätsnachweises rechtes.

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Italien .

Die Stadtverwaltung von Catania .

ihren 8wed verloren haben, ja geradezu als verdeckter Gyport prämie auf Getreide wirken. Ich suche die Gründe für die schlechte 2ösung der Finanzreformfrage im agrarischen Egoismus, für den auch der rechte Am 16. August traf eine Regierungskommission in Catania zurzeit maßgebende Flügel bes 8entrums Verein, um die Kaffen und Verwaltungsgefchäfte der Stadt, die be ftändnis gezeigt hat, in dem Bestreben, die Finangreform zu ge- tanntlich von Sozialisten geführt werden, Die Kommission wiffen innerpolitischen Wirkungen auszumußen und in einer bermuteten Revision zu unterziehen. arroganten Unwissenheit in Steuerfragen, die über Borstellungen mußte bestätigen, daß alles in bester Ordnung war, und die des ersten Vertreters der Steuertheorie, Adolf Wagner in Leistungen der Verwaltung anerkennen. Sicher zu ihrer großen Berlin , einfach zur Tagesordnung überging. Die Behauptung, Freude. Und schade nur, daß von den meisten figilischen Gemeinden, daß der Bundescharakter des Reichs durch die Einführung direkter die in den Händen der Regierungstreuen liegen, Reichssteuern erschüttert würde, ist eine Fittion. Kein anderer als ganz anderes gesagt werden muß. Diese Revision ist, seitdem die Bismarck, der geistige Vater des neuen Reiches, hat im Artikel 70 Opposition gegen die Wahlmogeleien der Regierung und die Un­der Reichsverfassung den provisorischen Charakter der indirekten tätigkeit der Regierung in der Erdbebenzeit eingesetzt hat, bereits Reichsbesteuerung anerkannt. Das Reichstagszentrum wird sich die fünfte. So foll jedenfalls, wie dem Tempo" geschrieben wird, auf sein volkstümliches Programm befinnen müssen, oder es wird die Deffentlichkeit auf irgend ein Vorgehen gegen die Stadt die moralische Verantwortung dafür übernehmen, daß sich die verwaltung vorbereitet werden. Db die Regierung damit Glüc breite Basis des Volkskörpers nach links verschiebt und den haben wird? bürgerlichen Parteien aller Schattierungen die Gefolgschaft ge­fündigt wird."

Die Organisationsversuche der Priesterschaft. Rom , den 21. Auguft.( Eig. Ber.) Wie wir seinerzeit be­richtet haben, haben in einem Teile Umbriens die Landgeistlichen einen Versuch gemacht, die Landarbeiterschaft zu organisieren und ihnen im Kampfe gegen den Kapitalismus beizustehen. Der Vatikan schickte einen Herrn an Ort und Stelle, der mit dem höchst anti­tleritalen Bürgermeister von Perugia , sowie mit anderen Groß­grundbesikern Rüdsprache hielt. Jetzt veröffentlichen nun die Geist­lichen in ihrer Beitung, daß sie gegenüber der Feindseligkeit der Grundbefizer genötigt find, die Organisation der Landarbeiter­schaft aufzugeben"!! Die guten Leute scheinen allen Ernstes ge­entgegenkommen würden, sobald sie bessere Löhne und Arbeitsver­bacht zu haben, daß ihnen die Grundbefiber mit offenen Armen hältnisse für die Bandarbeiter forderten. Statt dessen verstehen sich die antiklerikalen Grundbefizer sehr gut mit den hohen Kirchen­behörden, und beide tamen schnell überein, daß das Organisations. wert nicht Aufgabe des Priesters sei. Die innige Solidarität zwischen Kirche und Kapital ist wieder einmal der in harmlosen Idealisuus befangenen Landgeistlichkeit demonstriert worden.

Leutnant und Einjähriger. Eine eigenartige Berhandlung beschäftigte fürzlich das Seriegs­gericht der 20. Division. Unter der Anklage der Beleidi­gung und der Herausforderung zum Zweikampfe mit tödlichen Dieses Kreuz, so schreibt er in seiner urwüchsigen Weise, Waffen stand der Leutnant Hans Bajo hr von der 6. Kompagnie besteht nun darin, darin, daß gerade im Reichstagszentrum die des Infanterieregiments von Voigts- Rhetz ( 3. Sann.) Nr. 79( Gar­schwarzen Junker" noch immer die führende Rolle spielen, nison Hildesheim ). Ueber der ganzen Affäre lag eine schwere gegen welche der demokratische"( sprich volkstümliche) Flügel nicht Wolfe von Altohol, auch der Hintergrund mit dem Ewigweiblichen auftommen fann. Die Gesellschaft da oben" in Berlin wollte um usw. fehlte nicht. Beutnant B. amüsierte sich am 4. Juli d. J. mit jeden Preis wieder bei Hof lieb Kind werden und deshalb war dem Brinkopschen Junggesellenzelt, natürlich in Zivil. Beim Tan­mehreren Kameraben usw. auf dem Hildesheimer Schützenfest in ihr der süddeutsche demokratische" Flügel schon lange ein Dorn im zen verließ er wiederholt die Reihe, was ihn in einen Konflift mit Auge. Unter diesen schwarzen Junkern", die gerade so rüd- dem aus Hannover in Uniform herübergekommenen Einjährig ständig sind wie die blauen" im konservativen Lager, tuten Freiwilligen- Gefreiten Schäfer von der 4. Batterie des Felda Exemplare auf der Reichstagszentrums C- Trompete, welche um das Artillerieregiments von Scharnhorst brachte, gegen den er schließ­Linsenmus eines kaiserlichen Händedruds strupellos die Volkstümlich lich die Worte Sie dummes Luder" gebraucht haben soll. Hierauf feit der Partei verkaufen. Ja es ist sogar eine Tatsache, daß verlangte der sich schwer beleidigt fühlende Einjährige von dem diese schwarzen" Feudal progen gewissen süd- Leutnant, den er gar nicht kannte, die Zurücknahme der Aeuße > eutschen Demokraten" in der eigenen Partei rung. Leutnant B. weigerte sich und nannte dann auf Befragen seinen Namen und Rang. Für letztere Behauptung forderte der den Gruß verweigern. Höher geht es freilich nimmer. Einjährige eine Legitimation, und als dies nicht erfolgte, warf er Die Aufstände in Albanien und Yemen . Das sei einmal offen gesagt; denn Geschwüre muß man öffnen, dem Beutnant wiederholt einen Zump" an den Kopf, worauf der Saloniki, 25. Auguft. Von Serowitsch in der Nähe von damit sie sich enteitern können. Diese schwarzen" Junker mit Feldwebel Bartels von der 10. Kompagnie des 79. Infanterie- Monastir ist ein Bataillon Militär nach Mitrowika beordert worden. ihrem Parabelatholizismns auf den Ehrenregiments auf dem Blane erschien und die Personalien des Ein- Ferner werden hier Vorkehrungen getroffen, um weitere Ber tribünen unserer Ratholitentage haben in ihrer jährigen feststellte. Einige Tage später wurde letterer mit einer itärtungen, auch Artillerie, nach Oberalbanien zu senden. feudalen Rückständigkeit vom Monarchismus noch einen Begriff wie Pistolenforderung beehrt, die ihm Leutnant B. durch den inzwischen Bei Rogowo hat ein blutiger 3usammenstoß zwischen tür­etwa Hofmarschall Kalb in Kabale und Liebe " von Serenissi- hierfür zu 1 Tag Festungshaft verurteilten Oberleutnant Meyer fischen Truppen und Albanesen stattgefunden, wobei vom 79. Regiment überbringen ließ. Für die Dauer der ganzen erstere angeblich einige Geschüße verloren haben sollen. Verhandlung, die einen vollen Tag und einen großen Beugen- Konstantinopel , 24. August. Die von Said Idris geleitete Ich bin durchaus kein Gegner des Adels, aber den Adel, welcher apparat erforderte, war die Oeffentlichkeit ausgeschlossen, die Ver- auf ständische Bewegung in Yemen greift um fich. fich als Junkertum aufspielt, sei es mun, daß das feudale Juntertum teidigung führte Rechtsanwalt Leutnant b. t. Grumme- Hildes. Nach zuverlässigen Meldungen hat die Pforte die Entsendung von im Blut liegt oder mit dem gespickten Feuerfesten zusammenhängt, heim. Das Urteil wurde in vorgerückter Abendstunde verkündet. vier Kriegsschiffen, zwei Transportschiffen und zwölf Bataillonen den Adel kann ich von der Welt nicht leiden. Den Einfluß eines Danach traf Leutnant B. für die Herausforderung aum Zwei nach dem Schauplatz des Aufstandes beschlossen.

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Türkei .