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Nr. 220.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

26. Jahrg

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Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin '

Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Leipzig

im Spiegel der bürgerlichen Preffe.

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Dienstag, den 21. September 1909.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.

drängen. Doch schon in Jena und Nürnberg stellte sich die Voraussetzung für die Berechnung der Wiederkehr des Halleschen heraus, daß sich weder der Süden nach preußischem Muster regle- Kometen nicht beeinflusse." mentieren ließ, noch daß die Gewerkschaften auf ihre Selb­ständigkeit zu verzichten geneigt waren. Auch sprachen die Miß­

Nun wird wirklich

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wieder der

Rhein.- Westf. 3tg.": erfolge der sozialdemokratischen Partei bei den Januarwahlen von Dieses Zurückweichen vor den Gewerkschaften 1907 gegen die Dresdener Tattit. Und da die Gewerkschaften von und das Aufkommen der Revisionisten erfordert die Jahr zu Jahr mehr erstartten, so vollzog sich allmählich innerhalb rege Aufmerksamkeit der nationalen Politiker. Denn viel der Sozialdemokratie ein Prozeß der Umbildung, der seine ichroffer als die Sozialdemokratie bedrohen Nachdem wir unsere eigene Meinung über den Parteitag Wirkungen auch auf die sozialdemokratische Reichstagsfraktion er die Gewerkschaften unser Wirtschaftsleben, und das viel gefährlicher als gesagt haben, geben wir heute- die Stimmen der Partei- ſtreckte. Treiben der rotesten Genossen presse liegen erst in geringer Zahl vor einer Anzahl " Daß sich in der Parteistimmung ein voller Umschwung mit ihren radikalsten Zukunftsutopien sind für die bürgerliche Ge­bürgerlicher Blätter das Wort. Wir können natür- Bebel hervor, er würde für die Erbschaftsstener auch in dritter ihren hohlen Phrasen und unerfüllbaren Forderungen werden von den vollzogen hat, das ging auch aus der Erklärung des Abgeordneten sellschaft die Revisionisten. Die lärmenden radikalen Agitatoren mit lich bei der Masse dieser Stimmen nur eine beschränkte Aus- Lesung gestimmt haben. Damit ist Klargestellt worden, daß der denkenden Wählern früher oder später doch nach ihrem richtigen Werte ein­wahl typischer Stimmen geben. Bei dieser Auswahl ließen zwanzigjährige Kampf um die Taktik innerhalb der Sozial- geschäßt und abgelehnt. Dagegen muß befürchtet werden, daß in den wir uns von dem Grundsatz leiten, nur solche Aeußerungen demokratie gegen die radikale Richtung, von der sich auch der aus irgend einem Grunde verärgerten oder verstimmten Kreisen die mit zit geben, aus denen die Partei etwas lernen kann. Dumm Abgeordnete Bebel schließlich abgewendet hat, entschieden worden ist. der Märtyrerkrone geschmückten Revisionisten, die ihre Endziele schlau zu polternde und albern höhnende Stimmen haben wir aus- Auch das nachträgliche Bekenntnis zu dem Taktikbeschlusse des verschleiern wissen, in wohlberechneter Absicht die Forderung nach einem geschaltet und nur solche Aeußerungen wiedergegeben, Dresdener Parteitages ändert daran nichts. Es ist ein Streit um Bufunftsstaat in ein Verlangen nach zeitgemäßen gemeinnützigen in denen sich der wirkliche Eindruck des des Parteitages Worte, ob man schlechtweg von einem Siege des Revisionismus Reformen umwandeln und die Revolution durch die Evolution zu je nach dem politischen Standpunkt des Blattes widerspiegelt. prechen will, oder ob man die eigentliche Ursache in dem wachsenden ersezen, leichter Eingang finden können und viel leichteres Spiel bei Uebergewicht der gewerkschaftlichen Bewegung suchen soll. der Ausbreitung der sozialdemokratischen Gedanken haben werden." Uebergewicht der gewerkschaftlichen Es ist dabei nicht uninteressant, wahrzunehmen, wie die Die Hauptsache bleibt, daß die revolutionäre Phrase Urteile über den Sieg der Revisionisten" auseinandergehen, innerhalb der organisierten Sozialdemokratie viel von ihrem Krenz- Zeitung": wenn man von links nach rechts geht. Der Links- Freifinn faszinierenden Zauber verloren hai. Nachdem die Parteigenossen so es ist schwer zu begreifen feiert diesen Sieg mit überschwenglichen Tönen und knüpft lange umsonst auf den von Bebel prophezeiten großen Kladderadatsch" Mauserungsoptimismus obenaufgebracht und mit ernster daran die weitgehendsten Hoffnungen für den Liberalismus. gewartet haben, sind sie zu der Einsicht gekommen, daß ihre wichtigste Miene verkündet, die Sozialdemokratie fei im Begriff, fich in Die freisinnigen Blätter freilich, die an politischem Einfluß Aufgabe sein müsse, sich im Gegenwartsstaat möglichst wohnlich ein- eine pofitive Partei, in eine soziale Reformpartei umzuwandeln. warnen vor solchen Anschauungen. Die Sozial. etivas hinter sich haben, die Freis. 3tg." und die zurichten und deshalb auch an seiner Verbesserung im positiven Sinne Wir mitzuarbeiten." demokratie bleibt auch unter revisionistischer Weser 3tg.", warnen bereits vor einer Ueberschätzung Mehrheit was sie war: eine unversöhnliche Klassenkampf­der Bedeutung des revisionistischen Sieges und wollen von partei, die die Vernichtung der monarchischen Staatsordnung und ciner Veränderung der freisinnigen Frontstellung gegen Gerade die Anhäufung der revisionistischen Elemente innerhalb der heutigen Gesellschaft anstrebt. Das haben alle revisionistischen die Sozialdemokratie nicht das geringste wissen. der Sozialdemokratie hat bedauerlicherweise zu den beklagenswerten Führer wiederholt und feierlich versichert. Aber die Taktik der Sozial In dieselbe Kerbe haut die nationalliberale Presse, und irrtümlichen Hoffnungen geführt, in denen sich ein Teil liberaler demokratie würde unter revisionistischer Leitung schlauer, gefährlicher die von dem ja auch von ihr zugegebenen Sieg des Revisionis- Politiker wiegte, und die erst nach ernsthaftem Kampfe der maß werden, als sie es jetzt unter der Leitung der immerhin ehrlicheren und mus doch keinerlei Vorteile für den Kapitalismus erhofft. Die gebenden Persönlichkeiten innerhalb der Partei endgültig aus freimütigeren Radikalen ist. Statt offener Revolutionstaktit, bei der gemerzt werden konnten. Leider hat tonservative Presse vollends befürchtet von den revisio- Revisionisten auf dem Leipziger Parteitag wiederum taftit getrieben werden. der Sieg der doch jeder weiß, wo und wie", würde heimtlickische Aushöhlungs­In der Bevölkerung würde man vielfach nistischen Schafen im Wolfspelz" eine womöglich noch ein Echo diefer längst berflungenen Träume und Spekulationen auf den in allen Farben schillernden Revisionisten nichts Böses zu schlimmere Bedrohung der" goftgewollten" Ordnung, als von geweckt, dem glücklicherweise das führende Organ der Frei trauen, sondern auf den Gedanken tommen, mit solchen Leuten dem Radikalismus. sinnigen Boltspartei fofort in der entschiedensten und schließlich mit der ganzen Sozialdemokratie müsse sich auss Wir glauben aus diesem Reflex der bürgerlichen Preffe eife entgegengetreten ist. Diesen Warnungen des fommen lassen. Und zu spät würde man erkennen, daß man Wölfen nur das eine feststellen zu sollen: Es wäre eine arge Herzen anschließen können, wo man ein aufrichtiges Intereffe wirklicher Sieg des Revisionismus in der Sozialdemokratie würde offiziellen Parteiorgans wird man sich überall nur mit ganzem im Schafpelz sein Vertrauen geschenkt hat. Mit einem Wort: Ein Illusion, von den bürgerlichen Schichten ohne an der Entwickelung und Erhaltung eines reinen, von fremden auf keinen Fall eine Verminderung, sondern im Gegenteil eine Unterschied ihrer Parteifärbung dadurch Einflüssen unabhängigen Liberalismus hat. So sehr auch die per- Verstärkung der sozialdemokratischen Gefahr bedeuten." irgend ein Entgegenkommen zu erhoffen, fönliche Sympathie mit einigen hervorragenden revisionistischen daß die Sozialdemokratie von ihren Grundsägen irgend Führern der Sozialdemokratie verständlich ist, so gehört doch jeder etwas abließe. So lange die politische Vertretung des aft oder auch nur die leiseste Annäherung an

Weser- Zeitung":

"

Proletariats auch nur entschieden die wirtschaftlichen ihre Mitglieder zu einer Unmöglichkeit. Der Eines Verfehens wegen Zehntaufende

entrechtet!

Gegenwartsinteressen wahrte, würde der Block von artige Utopien sollte man doch heute längst überwunden Wiemer bis Wangenheim und von Heds cher bis Sozialdemokratie bestehen Gegensäße, die durch angeb haben. Zwischen dem Liberalismus und der Heydebrand ebenso unerschütterlich sein, als liche vermittelnde Gruppen, wie sie für manche die Revisionisten bei der konsequentesten Wahrung der sozialdemokratischen sind, niemals überbrüdt werden können. Die Entwickelung Das sächsische Pluralwahlgefez enthält neben vielen Grundsätze! der Anhänger Barths ist das beweiskräftige Beispiel dafür. Nach solchen Wiederholungen sollte heute fein wirklicher Liberaler Ver­langen haben." ,, National- Zeitung".

anderen auch im§ 10 eine bösartige Stelle, die dazu ge­führt hat, daß Wähler eines geringfügigen Steuerrückstandes wegen unter Umständen auf Lebenszeit ihres Landtags­wahlrechts beraubt werden können! Wörtlich heißt dieser Bassus:

Ausgeschlossen vom Stimmrecht sind: Personen, die bei Abschluß der Wählerliste mit den seit länger als ein Jahr fälligen direkten Staats- oder Gemeinde steuern im Rückstande find."

v. Gerlach in der Welt am Montag": " Immer weitere Kreise der sozialdemokratischen Arbeiterschaft überzeugen sich davon, daß der Beschluß des internationalen Arbeiter­fongresses, die Maifeier durch Arbeitsruhe zu begehen, ein Schlag" Der Vorwärts" ist von dem Verlauf der Tagung befriedigt. ins Wasser war. Seine Durchführung fostet zu viel Geld. Es feiert Das besagt, da die Ansichten des Zentralorgans jetzt mehr als je mur ein so kleiner Teil der Arbeiter den 1. Mai, daß alles andere maßgebend find, genug und für den Augenblick alles. eher als demonstrative und propagandistische Wirkung von dieser Denn er läßt seinem Urteil gleich den Satz folgen, in Form der Maifeier ausgeht. Deshalb wächst von Jahr zu dem wir das Gesamtergebnis aller Reden der Radikalen Jahr die Zahl der Gewerkschaftler und Revisionisten, die da er- und Revisionisten zu sehen haben: Den Spekulanten auf Dem Wortlaute nach heißt das zweifellos, daß Steuer­flären: machen wir ein Ende mit diesem Schein einer Maifeier! bie Mauserung der Sozialdemokratie ist eine bittere Entre ste in unbegrenztem Maße und auf unbegrenzte Beit Bringen wir lieber die Arbeitsruhe mit einem fühnen Griffe selber täuschung bereitet worden." Der Vorwärts" hat hier ein eine wahlentrechtende Wirkung ausüben. Mit Mühe und Not ist es um, als daß wir sie langsam absterben lassen! Nicht weniger als nicht nur wahr scheinendes, sondern innerlich wahres Wort ge- jetzt allerdings den sächsischen Parteigenossen gelungen, diese bös­drei Wahlkreise hatten offen einen dahin gehenden Antrag gestellt. sprochen. So manchen gewichtigen Verteidiger fand er in Leipzig . Daß eine Parteien, die schon Jubelhymnen über den angeblichen Sieg artige Bestimmung wenigstens soweit einzuschränken, daß für Steuer­Reihe gerade der mächtigsten Gewerkschaften mit ihm sympathisieren, der Revisionisten angestimmt haben, werden um dieses Wort nicht rückstände die dreijährige Verjährungsfrist anerkannt wird. ist bekannt. herumfommen, das ihnen, wie auf dem Parteitage schon vor Doch ist auch diese noch keineswegs gesichert, denn eine Entscheidung Aber noch kann sich die Partei zu dem entscheidenden Schritt ahnend geäußert wurde, das Konzept verdorben hat". Die der obersten Instanz liegt noch nicht vor, ebensowenig haben außer nicht entschließen. Menschlich begreiflich. Niemand gesteht offen einen Fanatiker der Mauserungstheorie in den linksliberalen und freifinnig- der Kreishauptmannschaft Dresden andere derartige Oberbehörden Irrtum ein. Immerhin, was in Leipzig beschlossen wurde, das be- demokratischen Kreisen sind durch den Verlauf des Parteitages in eine Entschließung gefaßt. Soweit Gemeinde steuern in Be­deutet das Ende der Arbeitsruhe in absehbarer Zeit. Bisher wurden ihrer Ueberzeugung gefestigt worden, daß die Sozialdemokratie sich tracht kommen, ist es noch sehr fraglich, ob man die dreijährige nämlich die wegen der Arbeitsruhe Ausgesperrten nur von den jetzt im Gegenwartsstaate möglichst wohnlich einrichten wolle und Verjährungsfrist anerkennt. Geschieht das aber nicht, dann können Gewerkschaften unterstützt. In Zukunft sollen sich Partei und deshalb als angenehmer Flurnachbar betrachtet werden könne, mit Gewerkschaften in die Unterſtügung teilen. Die Partei wird dem man zum eigenen Vorteil freundschaftlichen Verkehr unterhalten auch wähler des Stimmrechts beraubt werden, die vor 30 Jahren also am eigenen Leibe spüren, wie viel schönes Geld, das müsse. einmal Steuern unbeglichen gelassen haben! Tatsächlich lag vom Kreisausschuß Dresden ein Fall aus Riesa bor , wo ein Wähler von der Liste gestrichen worden war, weil er vor 23 Jahren 7 Mark Gemeindesteuern unbeglichen gelassen hatte!

man für Wahlzwecke so gut gebrauchen kann, für Unterstützungen Ein schwankendes Laufbrett ist immer eine höchst unsichere und draufgeht. Und wie werden die Unterstützungssummen wachsen, für Leute, die sich nicht ganz fest fühlen, besonders gefährliche Sache. wenn die Unternehmerverbände wissen, daß jeder am 1. Mai aus- Wie leicht kann man stürzen und fällt dann in den Graben. So gesperrte Arbeiter eine direkte Schwächung des sozialdemokratischen wird es auch dem Freisinn gehen, wenn er sich dem Laufbrett an Striegsschatzes bedeutet! Hat erst Finanzminister Gerisch ein paarmal vertrauen sollte." die Wirkung der Arbeitsruhe auf seine Stasse gespürt, so wird wohl auch der Parteivorstand in puncto Maifeier die goldene Praxis der grauen Theorie vorziehen.

" Kölnische Zeitung ":

Jetzt hat sich nun aber herausgestellt, daß mit dem oben zitierten§ 10f ganz etwas anderes gemeint war ,, als was der Wortlaut besagt, daß man so ziemlich das Gegenteil damit gewollt, nämlich nur die Anrechnung der Steuerreste auf ein Jahr!

" Der sozialdemokratische Parteitag hat den Antrag Ditt " Leipzig bedeutet einen Wendepunkt in der Geschichte der mann in letzter Stunde einstimmig angenommen. Es Sozialdersokratie. Auf ungünstigstem Boden brachten es die Revisio- fand darüber eine furze, aber bedeutsame Auseinandersetzung Tatsächlich ist dieser Paragraph sowohl in der Ersten wie in der nijten fertig, zum ersten Male die Mehrheit des Parteitages dar- statt. Unter dem Antrag Dittmann ist bekanntlich der Zweiten Kammer auch so aufgefaßt worden. Als man ihn annahm, zustellen. Bisher, selbst in Nürnberg noch, waren sie, von der kom- Versuch zu verstehen, dem Erfolg der Revisionisten in der war man in dem Glauben, nur diejenigen Steuer. patten Masse der Süddeutschen abgesehen, ein geographisch ver- Frage des Zusammengehens mit den Liberalen die Spitze abzu- restanten vom Wahlrecht auszuschließen, die Sprengtes Häuflein. Jetzt stand die Sache umgekehrt: der Block der brechen. Ein Berliner Antrag hatte die Partei festgelegt, die im legten Jahre vor Abschluß der Wählerliste Stadifalen war gesprengt. Selbst die Berliner, sonst der Revisionisten erzielten eine nochmalige Abstimmung, und mun Sort des Radikalismus, waren gespalten. Ge- wurde der Antrag, wie man weiß, abgelehnt. Darauf wurde der An- ihre Steuern nicht bezahlt hatten! Das ist schlossen traten dagegen zum Beispiel die einst überwiegend so trag Dittmann eingebracht: Der Parteitag foll erklären, daß diese in der Sitzung des Ausschusses der Kreishauptmannschaft radikalen Westfalen an die Seite der Süddeutschen. Ja, im Kampfe Ablehnung des Berliner Antrages teine Abschwächung des Beschlusses Dresden auch von dem Präsidenten des sächsischen gegen das Zentrum lernt man praktische Politit." bom Dresdener Parteitage bedeute. Die Revisionisten Landtages, dem Sofrat Dr. Mehnert ausdrücklich be nahmen diesem eigenartigen Antrage jede weitergehende Wirkung, stätigt worden! Mehrfach versicherte Mehnert, der doch bei der ,, Berliner Tageblatt": indem sie ihm zustimmten. Durch die unvorhergesehene Bu­" Der Dresdener Parteitag entschied den Kampf zugunsten Stimmung zu einer Resolution, die ihnen einen Strid breben fächsischen Wahlrechtsreform eine leitende Rolle gespielt hat, es habe des radikalen Nordens. Auf den folgenden Parteitagen fehlte sollte, haben die Revisionisten nicht zum ersten Male die Radikalen ganz bestimmt im ganzen Landtage niemand daran es dann nicht an Versuchen, einmal die füddeutschen Sozial- entwaffnet; wir erinnern nur an den Ausgang der Bernstein­Steuerrestanten auf so lange Zeit demokraten in das radikalere Fahrwasser zu bugsieren und be- Debatte in Hannover . So wurde heute der Antrag Ditt- hinaus zu entrechten! Er versicherte immer wieder, der. sonders jedes Paktieren mit dem Gegenwartsstaate als Partei- mann einstimmig angenommen, und man kann wohl annehmen, daß ganze Bassus sei ihm ein Rätsel. Schließlich ließ er sich die verrat zu brandmarken, in zweiter Reihe aber auch die Gewerk die Revisionisten auch nichts dagegen gehabt hätten, wenn noch fest- Landtagsakten über die Wahlrechtsverhandlungen kommen und stellte ichaften mehr in das politische Fahrwasser bineinzugestellt worden wäre, daß die Ablehnung des Berliner Antrages auch daraus fest, daß der Berichterstatter der zweiten kommer

gedacht,