Partei- Angelegenheiten.
selbst sagen. Jetzt ist eine allgemeine Verwirrung an gerichtet worden, da die Bezieher fast aller Berliner Zeitungen heute früh über die Herkunft des Flugblattes getäuscht worden sind, Es ist nicht schwer, sich hieraus einen Vers zu machen. Da
interessiert ist, weil sie ihm die Aufschließung der Domäne Dahlem ermöglichen helfen soll. Da aber andererseits Charlottenburg sich wohl faum mit dem Wilmersdorfer Beschluß zufrieden geben wird, Zur Lokalliste. Am Sonnabend, den 23. d. M. feiert der Gestreitverfahren in Sicht, das den Bau des für Wilmersdorf unser Blatt in der Hauptsache durch unsere Parteispeditionen bers so steht jetzt wahrscheinlich ein weitläufiges Verwaltungsfangverein Rütli" in den Räumen des Restaurans Hohen außerordentlich wertvollen Verkehrsweges sehr in die Länge ziehen breitet wird, fonnte dieser Unfug der Spediteure bei unserer Zeitung zollern" in Friedenau sein Stiftungsfest. Da uns im genannten tann. Daß der leidige Streit wie ein Hohn auf den bald sagenhaft nicht geübt werden. Orte seit längerer Zeit ein Lokal nicht mehr zur Verfügung gewordenen Groß- Berliner Verkehrszweckverband anmutet, steht, so ersuchen wir alle etwa angebotenen Billetts entschieden braucht wohl kaum auseinandergesezt zu werden. zurückzuweisen. Die Lokalfommission.
Dritter Wahlkreis. Heute Freitag, abends 812 Uhr, findet für den 18. Kommunal- Wahlbezirk eine Bersammlung in den ,, Rittersälen", Nitterstr. 75, statt. Stadtverordneter Dr. Alfred Bernstein und der Kandidat Emil kerfin werden über unsere tommunalen Forderungen sprechen.
Stelle zu sein.
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Sechster Wahlkreis. Auf die heute abend im„ Berliner Prater", Kastanien- Allee 7/9, stattfindende Frauenversammlung wird hiermit besonders aufmerksam gemacht. Genossin Luise Biez spricht über: Die neueste Ausraubung des Volkes und die Stellung der Frauen dazu." Nigdorf. Die Berechtigungsfarten zu der am Sonntag, 24. Oftober, stattfindenden Theateroorstellung, die noch nicht verkauft sind, müssen spätestens heute abend in der Spedition Neckarstr. 2 niedergelegt werden, anderenfalls gelten dieselben als verkauft. Ferner wird ersucht, daß die Partei- und Gewerkschaftsgenossen von den Eintrittskarten zum Vortragskursus des Genossen Julian Borchardt über " Die Grundbegriffe des wissenschaftlichen Sozialismus" recht regen Gebrauch machen. Der Kursus beginnt am Montag, 1. November, im Lokal von Hoppe, Hermannstr. 49( großer Saal) und erstreckt sich auf fünf Abende. Die Karte kostet 50 Pf., berechtigt für alle fünf Abende und ist bei den Funktionären erhältlich. Der Bildungsausschuß.
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Schule und Kinderschutzgesek.
Zu dem Mord in der Weberstraße wird berichtet, daß der Friseur Hans Jünemann noch nicht ermittelt ist. Der verfolgte Mörder soll bereits an verschiedenen Stellen gesehen worden sein, auch schon im Auslande. Das ist bei Kapitalverbrechen in der Regel so. Bisher aber haben sich alle Spuren als irrig erwiesen. Gestern hieß es, Jünemann fei in Trelleborg festgenommen worden. Auch das ist nicht richtig. Allerdings ward in Trelleborg ein Berliner angehalten, der dem Verfolgten etwas ähnlich sieht.
Wie wir
Drtsstatut über die Stundenpläne der Pflichtfortbildungsschulen. Der Magistrat hat der Stadtverordnetenversammlung jetzt den Entwurf zu einem Ortsstatut betreffend die Stundenpläne der städtischen Pflichtfortbildungsschule zu Berlin zugehen lassen. BerSonntag, den 24. Oftober, früh 8 Uhr, findet im gerichts gegeben, nach welchem eine Bestrafung der Arbeiter und anlassung hierzu hat ein Erkenntnis des Königlichen Kammer 17. und 18. Kommunal- Wahlbezirk eine Flugblattverbreitung der Arbeitgeber auf Grund der Reichsgewerbeordnung wegen Verstatt. Die Genossen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zur fäumnis der festgesezten Unterrichtsstunden einer gewerblichen Berlin oder Umgegend aufhalten fönute, veröffentlicht die KriminalMit der Möglichkeit rechnend, daß sich Jünemann doch noch in Der Vorstand. Fortbildungsschule nur erfolgen kann, wenn auch die Festsetzung der Unterrichtsstunden durch Ortsstatut erfolgt und diese Festsetzung polizei sein Bild an allen Anschlagssäulen. Auch auf allen Revier in der für Ortsstatute üblichen Form veröffentlicht ist. Die Reichs wachen kann es besichtigt werden. Möglich ist auch, daß sich der regierung hat nun zwar in der Gewerbeordnungsnovelle eine Be- Mörder irgendwo das Leben genommen hat. Das würde auch sein Stimmung vorgeschlagen, nach der die Festsetzung der Stundenpläne ganzes Verhalten unmittelbar nach der Tat erklären. den Gemeindevorständen übertragen wird. Da aber nicht abzusehen ist, wann diese Novelle vom Reichstag verabschiedet werden wird, mitteilten, hat Jünemann der Kasse seiner Geliebten 95 Mark entnommen. Andere Mittel wird er faum besessen haben, muß bis auf weiteres der umfangreiche, den Wünschen der verichiedenen Gewerbe im Sommer und im Winter Rechnung tragende weil er ja schon seit acht Tagen ständig in GeldverlegenWieviel er am Abend vor dem Morde mit seiner Stundenplan halbjährlich vom Magistrat und den Stadtverordneten heit war. beschlossen und veröffentlicht werden. Geliebten noch ausgegeben hat, ließ sich nicht feststellen. Am Morgen nach der Tat aber hat er, wie wir auch schon mitteilten, seiner Wirtin in Wilmersdorf 55 M. für sie und für einen Kellner, der er Die Bestimmungen des Kinderschutzgesetzes werden immer noch eine Weinzeche schuldig geblieben war, abgegeben. Das wäre taan zu wenig beachtet. Besonders wird gegen die Forderungen gefehlt, zu erklären, wenn er nicht die Abficht gehabt hätte, ebenfalls aus daß Kinder über zwölf Jahren nicht länger als drei Stunden täglich dem Leben zu scheiden. Außer in Berlin wird das Bild des Vers beschäftigt werden dürfen, daß ihnen um Mittag eine mindestens folgten auch in der engeren und weiteren Umgebung verbreitet. Die zweistündige Pause zu gewähren ist und daß am Nachmittage Polizeibehörde und die Gendarmerie der benachbarten Kreise haben Charlottenburg . Achtung! Am Sonntag findet eine Flug die Beschäftigung erst eine Stunde nach beendetem Unterricht es bereits erhalten. blattverbreitung an die Kommunalwähler statt. Wenn die Stadtverordnetenwahlen ein für uns günstiges Resultat ergeben sollen, ist beginnen darf. Auch die Bestimmung, daß das Austragen von es notwendig, daß die Genossen ihre Schuldigkeit in viel Beitungen, Milch und Backwaren, sofern es für Dritte geschieht, größerem Maße als bisher tun. Es wird daher jeder Ge- nicht vor 8 Uhr früh und nicht nach 8 Uhr abends erfolgen darf, Die Polizei ruft durch ihr gänzlich unmotiviertes Vorgehen gegen nosse hiermit nachdrücklichst auf seine Parteipflichten auf- wird nicht überall befolgt. Häufig werden auch Kinder ohne Arbeits- ruhig aus Versammlungen Kommende auf dem Nachhausewege bemerksam gemacht. farte beschäftigt. Rektoren und Lehrer, die sich bemüht haben, für griffene Staatsbürger immer mehr die Entrüstung weiter Kreise Ferner findet am Dienstag, den 26. d. M., eine öffentliche Kinder ihrer Schule oder Klasse die Beachtung der gesetzlichen Be- hervor. Und weil nun auch Bürgerliche, die an einer FerrerKommunalwähler Versammlung statt, in welcher die Genossen stimmungen durch die beteiligten Gewerbetreibenden zu erreichen, versammlung teilgenommen, in ähnlicher Weise wie am Sonntag Dr. Borchardt und Gebert sprechen werden. Außerdem haben durch ihre Bemühungen vielfach nur bewirkt, daß die Kinder unsere Parteigenossen von der Polizei attackiert wurden, ist selbst in werden in dieser Versammlung die Nejultate der Landtagsurwahlen entlassen wurden und daß die Geschäftsinhaber für ihre Dienste sich diesen Kreisen die Empörung über die Polizei groß. Frau Minna bekanntgegeben. Der Vorstand. Brit- Buckow . Heute findet im„ Landhaus" das Stiftungsfest Kinder aus anderen Schulen suchten, in denen die gewerbliche Be Cauer schreibt der Berliner Volks- Beitung" zu dem polizeilichen des sozialdemokratischen Wahlvereins statt. Billetts a 25 f. find schäftigung der Kinder weniger genau überwacht wurde. noch bei den Mitgliedern zu haben. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand.
Die forgfältige Beachtung der Bestimmungen des Kinderschutzgefezes ist aber im Interesse der Gesundheit unserer Volksschulkinder Rudow . Sonntag, den 24. Oftober, im Lokal des Herrn Nolle, dringend nötig. Die Schule ist ohne große Mühe in der Lage, festKöpenider Straße 86a: Generalversammlung des Wahlvereins. Borzustellen, ob und wie weit bei ihren gewerblich beschäftigten Schultrag des Genossen Jeserich. findern die Bestimmungen des Kinderschutzgeseges befolgt werden. wenn diese Kontrolle von allen Schulen gleichmäßig und konsequent durchgeführt wird, werden Uebertretungen des Kinderschutzgesetzes nur selten noch vorkommen.
Alt- Glienicke. Am Sonnabend, den 23. Oftober, abends 8 Uhr, findet im Lokale des Herrn Troppens, Terrassen Restaurant, Rudower Straße 54, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Bericht vom Parteitag. Referent Genosse Bagels- Aus diesen Erwägungen hat jetzt die städtische Schuldeputation Rigdorf. 2. Diskussion. 3. Bericht der Funktionäre und Gemeinde- den Reltoren eine übersichtliche Zusammenstellung der Bestimmungen bertreter. 4. Aufnahme neuer, Mitglieder. 5. Vereinsangelegenheiten, des Kinderschußgefeßes zugehen lassen, die im Konferenzzimmer ausVerschiedenes. Der Vorstand. gehängt werden soll. In der nächsten Konferenz werden die RekTreptow- Baumschulenweg. Heute abend 7 Uhr von den Bezirks- toren die Kontrolle der gewerblich beschäftigten Schulkinder zur Totalen im Ortsteil Treptow : Flugblattverbreitung. Morgen Besprechung bringen und Maßregeln zu ihrer genauen Durchführung Sonnabend: Stiftungsfest( Heiterer Kunstabend) bei Wanglick. vereinbaren. Billetts bei den Bezirksführern und den bekannten Stellen. Abendtasse findet nicht statt. Montag, den 25. Oftober, in der Renn
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bahn": Deffentliche Versammlung für Frauen und Männer. Vortrag
des Genossen Dr. Alfred Bernstein.
Boghagen- Rummelburg. Der Sozialdemokratische Wahlverein von Borhagen- Rummelsburg feiert morgen Sonnabend, den 23. Ottober, fein 19. Stiftungsfest, bestehend aus Stonzert, Vorträgen und Tanz im Café Bellevue. Entree 30 Pf. Da den Genossen ein genußreicher Abend bevorsteht, erwartet das Komitee zahlreiche Beteiligung.
Nieder- Schöneweide . Am Sonntag, den 24. d. M., findet eine Vorwärts"-Agitation von den bekannten Bezirkslokalen aus statt. Der Vorstand.
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Wenn Fälle von Uebertretungen des Kinderschutzgesetzes er mittelt werden, und Vorstellungen bei den Eltern oder bei den Gewerbetreibenden die Beseitigung des ungesetzlichen Zustandes nicht erreichen lassen, soll den Schulinspektoren Bericht erstattet und diefer an den Polizeipräsidenten weiter gegeben werden.
Diese Verfügung der städtischen Schuldeputation ist nur zu bes grüßen. Bekanntlich haben sich auch unsere Parteigenossinnen die Aufgabe gestellt, nach Möglichkeit auf Einhaltung der ohnehin minimalen Bestimmungen des Kinderschutzgesetzes zu achten.
Vorgehen:
Polizeijagd auf Menschenwild.
„ Die Protestversammlung am 19. Oftober hatte, wie mehrere Beitungen auch berichtet haben, ein Nachspiel auf der Straße. Von zahlreichen Augenzeugen bin ich gebeten worden zu erklären, daß dies Nachspiel auf der Straße dem Verhalten der Polizei zuzuschreiben ist. Die Versammlung war in durchaus würdiger Weise verlaufen, und ruhig verließ das Publikum den Saal. Da fanden wir auf der Straße ein riesiges Schuhmannss aufgebot und in bars chester Weise wurde jeder Vorübergehende von den Schußleuten angefahren. Den Höhepunkt erreichte das Verhalten der Schußleute dadurch, daß ein berittener Schutzmann ohne jede Veranlassung auf den Bürgersteig sprengte und eine Frau, die ruhig aus dem Hause trat, niederritt!
An das Polizeipräsidium ist eine Beschwerde über das Ver halten der Schußmannschaft abgegangen."
In ähnlicher standalöser Weise wie am Sonntag und Dienstag hat sich die Polizei gegen heimkehrende Versammlungsteilnehmer benommen, die aus einer Mittwochabend im Friedrichshain stattgehabten Ferrerversammlung heimkehrten, in der Karl Schneidt ge sprochen hatte. Augenzeugen schreiben der Wolfs- 3tg.":
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„ Nach Schluß der Versammlung wälzten sich die Massen, die noch durch eine große Menschenmenge verstärkt wurden, die in und vor dem Friedrichshain auf das Ende der Versammlung warteten, nach dem Königstor zu. Unter dem Gesange der Arbeitermarseillaise bewegte sich der Menschenstrom nach dem Königstor zu, wo er bon einem gewaltig großen Polizeiaufgebot erwartet wurde. Vergeblich versuchte die Schutz mannschaft die fest eingeteilte Menge, die fich immer mehr nachschob, zurückzudrängen. Die Neue Königstraße war ganz abgesperrt, so daß die Massen sich in die Greifswalder Straße, die Straße den Prenzlauer Berg hinauf und in die Friedenstraße bes geben mußten. Am Königstor selbst kam es zu einem stellenweise übertrieben scharfen Einschreiten der Polizei. Auf Unschuldige, die sich an dem Gesang gar nicht beteiligt hatten und nur zufällig in die ersten Reihen gekommen waren, wurde nicht nur eingedrängt, sondern mit Fäusten eingeschlagen. Nicht vereinzelt konnte man sehen, daß nicht nur ein Schußmann, sondern auch einmal mehrere auf einen Mann mit der Faust einschlugen. Mancher aus der Menge hat auch mit dem Erdboden Bekanntschaft machen müssen. Wer in die Neue Königstraße wollte, mußte den Umweg über den Prenzlauer Berg oder durch die Georgenkirchstraße wählen. Als im Rücken der Schußleute abermals Hochrufe und Gesang ers schallten, hielten einige Schußleute die elektrische Bahn an, um recht schnell gegen die 10 oder 20 Mann, die sich veranlaßt gefühlt hatten, hoch" zu rufen, einzuschreiten. Auch hier kam es wieder zu Zusammenstößen. Es wurden mehrere Sistierungen borgenommen. Auch der Zugang zum Alexanderplatz war völlig abgesperrt, um auch hier Massenansammlungen zu verhindern.
Das gefahrvolle Postamt 58. Neben der Einfahrt zum Postamt 58 in der Danziger Str. 3 ist jeßt ein mäßig großes Emailleschild angebracht worden, welches in schwarzer Schrift auf weißem Grunde die Inschrift trägt:" Vor dem Betreten der Durchfahrt wird wegen der damit verbundenen Gefahr gewarnt." Auf diese Zum Schnellbahnstreit der westlichen Vororte. schwere Gefahr für Hausbewohner sowie für Besucher der im ersten Der seit Monaten zwischen den kommunalen Körperschaften Jahren erst der„ Vorwärts" die Postbehörde hinweisen müssen. Die Stockwerk belegenen öffentlichen Bosträume hat bekanntlich vor drei Wilmersdorf und Charlottenburg geführte Streit um die Linien- Jahren erst der Vorwärts" die Postbehörde hinweisen müssen. Die führung der Schnellbahn bildete am Mittwoch in der Wilmers- unmittelbare Folge war der Ausbruch eines bis dahin in dem dorfer Stadtverordnetenversammlung den wesentlichsten Gegenstand mächtigen Mietshause überhaupt nicht vorhandenen Eingangs für der Beratungen und hat vorab ein Resultat gehabt, das Fußgänger und später die Verlegung der Rentenerhebungsstelle von dem Hofe nach einem Restaurationssaal in der Nähe. Damit ist, neuem eine Kriegsanfage an die Nachbarstadt be- wie ja die Boftbehörde selbst durch jenes Warnungsschild zudeutet. Um die Angelegenheit verfolgen zu können muß gibt, die Gefahr noch nicht gänzlich beseitigt. Einen man sich in kürze die nachstehenden Tatsachen ins Gedächtnis zurückrufen. Am 26. Juni hatte der preußische Verkehrsminister dem praktischen Zweck erfüllt nun aber das Schild auch nicht. Man wird Wilmersdorfer Magistrat in einem Erlaß mitgeteilt, daß er zum platt an der Wand befestigt ist. Soll es wirken und tatsächlich es nur zufällig gemahr, da es zusammen mit anderen Schildern Beginn der Bauarbeiten, die verkehrspolizeiliche Genehmigung vorwarnen, so muß es quer zur Mauerfront in die Straßenflucht hineinausgesetzt, seine Einwilligung gebe. Allerdings bezog sich diese Einwilligung zum Bau der Untergrundbahn nur auf ragen, auch viel größer und vor allem auffällig rot gestrichen sein. das Wilmersdorfer Stadtgebiet, und damit war insoweit werksverkehrs nicht zu unterschäzen. Weshalb bleibt eigentlich die Die Gefahr ist wegen des hier sehr bedeutenden postalischen Fuhrwenig geholfen, als bekanntlich der Anschluß an die Berliner Hoch- und Untergrundbahn nur zu erreichen ist, wenn die Bahn Postverwaltung an diesem Mietsgebäude, das ganz unhaltbare durch Charlottenburger Gebiet geht. Die hierzu erforderliche Er- postalische Zustände gezeitigt hat, so zähe fleben? Natürlich aus laubnis will Charlottenburg aber nur erteilen, wenn Wilmersdorf unangebrachter Sparsamkeit. Sowohl die Abfertigungsräume für entgegen seiner Absicht die Bahn durch die Uhlandstraße führt, damit das Publikum, als diejenigen für die Beamten, namentlich auch die fie am Sturfürstendamm in die von dieser Stadt geplante Bahn Briefträgerzimmer entsprechen aber nicht entfernt den Anforderungen münde. Wilmersdorf , das nebenher bemerkt, gleichfalls noch eine der Neuzeit. In diese Gegend, die fich folossal entwickelt, gehört zweite Untergrundbahn durch den Kurfürstendamm nach der Kolonie baldigst ein reichseigenes großes Postgebäude. Grunewald bauen will, erblickt in der von Charlottenburg ge- Der Herausgeber der Wahrheit", Herr Bruhn, hat ein Flugstellten Bedingung eine Benachteiligung, denn erstens ist blatt herausgegeben, in dem er sich gegen die wider ihn gerichteten die Wilmersdorfer Linienführung nach dem Nürnberger Angriffe zu verteidigen sucht. Die Art, wie dieses Flugblatt ver- In der Nähe der Bartholomäuskirche wurde ich zu meiner UeberPlatz die fürzere und dann verspricht diese Trasse der breitet worden ist, geht aus folgenden Erklärungen des Verlags der raschung plöglich von hinten gepackt und mit den Fäusten geschlagen. Einzelnen Exemplaren unserer heutigen Morgennummer Hat Ich wurde beschuldigt, dem Schutzmann zugerufen zu haben, er solle ein Flugblatt, enthaltend einen Rechtfertigungsversuch des Herrn rüber kommen, obwohl ich, wie ich bezeugen kann, auch nicht das Bruhn, des Herausgebers der Wahrheit", beigelegen. Die Bei- geringste gesagt oder getan hatte. Dann wurde ich sistiert." legung dieses Blattes ist ohne Wissen und Willen unserer Geschäfts- Ueber die Behandlung, die der Sistierte auf der Wache am stelle erfolgt und stellt sich als eine Eigenmächtigkeit des betr. Königstor erlitten haben will, und die Folgen hat ein Arzt folgendes Spediteurs dar, bei dem wir hiergegen energische Verwahrung Beugnis ausgestellt: eingelegt haben.
Bahn auch höhere Einnahmen. Auf Grund eines von der Stadtborordnetenversammlung zu Charlottenburg am 22. September gefaßten Beschlusses hat der dortige Magistrat sich abermals an den Minister gewandt und ihm nahegelegt, die Einwilligung von Wilmersdorf zur Verlegung der Untergrundbahn in die Uhlandstraße zu bewirken. Auf diese Eingabe hin hat der Berliner Polizeipräsident den Magistraten beider Städte mitgeteilt, daß eine Frist von vier Wochen für Einigungsverhandlungen von ihm angesetzt sei. Jedoch müsse es, wenn in dieser Zeit teine Verständigung zwischen beiden Städten erfolgt wäre, bei der am 26. Juni zugunsten Wilmersdorfs gefällten Bulajiungsentscheidung sein Bewenden haben. Selbstverständlich hat Wilmersdorf diesen Wink sich zunuze gemacht. Nachdem Stadtv. Dr. Heiniz als Referent noch einmal über die Eutwickelung der Schnellbahnangelegenheit einen Ueberblick gegeben hatte, beschloß die Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend dem Antrage des Magistrats gemäß, auf das von Charlottenburg gestellte Verlangen nicht einzugehen. Zugleich wurde ein Antrag angenommen, worin Wilmersdorf seine Geneigtheit ausspricht, wegen der geplanten Linie über den Kurfürstendamm mit Charlottenburg in Berhandlung einzutreten. Wir haben schon früher betont, daß der preußische Fiskus start an der Wilmersdorfer Untergrundbahn
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Bost" hervor. Er schreibt:
Und schreibt dann weiter:
Der Verlag der Post".
Am Königstor war noch zu beobachten, daß Schuh. mannstetten im Trab gegen die im Gedränge festgeteilte Menge borgingen, und daß hier und da auf die Massen, die sich nicht rückwärts bewegen konnten, eingeschlagen wurde."
Diese Schilderungen werden bestätigt durch Mitteilungen, die uns zugegangen sind. Ein Arbeiter schreibt uns:" Ich war mit einem Freunde bei einem Bekannten in der Jmmmauellirchstraße. wir gingen gegen 1/410 Uhr von da fort, um nach Hause zu gehen.
„ Herr N. N. stellt sich mir heute vor und gibt an, er fei gestern abend mißhandelt worden.
Ich finde eine starke Blutung im rechten Auge zwischen der Bindehaut und Augapfel, sowie Schwellung und Blaufärbung der Gegend unterhalb des linken Auges, im Mund Blutungen in die Ober- und Unterlippe gegenüber den Schneidezähnen; zwei untere Schneidezähne find gelockert."
B., den 21. Oftober 09.
Wir erfahren hierzu soeben folgendes: Das Flugblatt ist von Herrn Bruhn zahlreichen, wenn nicht fogar allen, Spediteuren in Berlin zur Berbreitung übergeben worden. Verschiedene Spediteure, welche anfangs Bedenken trugen, diese Massenverbreitung des Blattes zu übernehmen, sind miteinander in Verbindung getreten und haben sich entschlossen, den ihnen von den Zeitungen drohenden Reklamationen dadurch zu Für die Polizei scheinen die Berliner Bürger und Stenerzahler, begegnen, daß sie alle ihre Boten anwiesen, das Flugblatt nicht aus deren Mitteln die Polizei erhalten wird, einfach Freiwild zu den von ihnen zu bestellenden Zeitungen beizulegen, sondern für fein. Es muß die Frage aufgeworfen werden: Wer ist für diese fich einzeln, möglichst bei Nichtabonnenten, abzugeben. Daß nicht Zustände verantwortlich? Wer erteilt die Anordnungen für das oben alle Boten sich hiernach richten würden, konnten sich die Spediteure geschilderte Vorgehen der Polizei?