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Gewerkschaftliches.

Am Köder.

Verfammlungen.

fommen, daß die Abmachungen nicht innegehalten, die rechten Löhne nicht gezahlt, die Bestimmungen über die Arbeitszeit und die Zuschläge für Ueberzeitarbeit nicht befolgt werden. Es müssen natürlich baldigst Schritte getan werden, um diese tarifwidrigen Transportarbeiterverband. In der am Montag abgehaltenen Von dem Millionenüberschuß, den die bekannte Maschinen- Bustände zu beseitigen. Die Gesellen haben vor allem auch die Generalversammlung der Settion 2 hielt Genosse Gellier einen fabrit Augsburg - Nürnberg im abgelaufenen Geschäfts- Aufgabe, berartige Verstöße im Bureau ihrer Organisation zu Vortrag, in welchem er die Eindrüde schilderte, die er bei seiner jahre erzielte, wurde dem gelben Werkverein die Summe von melden. Aber auch im Interesse der Zwischenmeister selbst liegt fürzlichen Anwesenheit in Nordamerika von der dortigen Arbeiter jahre erzielte, wurde dem gelben Werkverein die Summe von es, daß sie den Tarif, wie er für ihre Werkstätten gilt, genau inne- bewegung erhalten hat. Im allgemeinen ist die Ansicht des Redners 100 000 m. überwiefen für Arbeiterwohlfahrtseinrich- es, für Arbeiterwohlfahrtseinrich- halten, denn die Lohnbrückerei und die überlange Arbeitszeit muß die: daß in der amerikanischen Arbeiterbewegung manches anders tungen", wie es in dem Geschäftsbericht heißt. Nun ist aber naturgemäß dazu führen, daß Zwischenmeister selbst sich ihren ist, als es die klassenbewußte Arbeiterschaft Deutſchlands für zweck­insbesondere die Direktion der Maschinenfabrit Aug 3- Arbeitgebern zu untertariflichen Löhnen anbieten. Gehören die mäßig hält. Er führt das zum großen Teil zurück auf die Zer­burg durchaus nicht willens, etwas herzuschenken, ohne eine Zwischenmeister dem Schneiderverband an, so haben sie natürlich splitterung sowohl der gewerkschaftlichen als auch der politischen entsprechende Gegenleistung zu fordern, und so folgte eine um so mehr die Pflicht, den Tarif und die Beschlüsse ihrer Orga- Arbeiterorganisation in Amerika und erwartet, daß der nunmehr ganz empfindliche Lohnreduzierung auf dem nisation hochzuhalten und überhaupt ihre Gesellen nicht als Unter- erfolgte Anschluß der amerikanischen Gewerkschaften an die gewert­schaftliche Internationale zu einer Verständigung und günstigen Be Fußze. Wie den Arbeitern angefündigt wurde, soll nach und gebene, sondern als Kollegen zu behandeln. Die Versammlung diente nun vor allem dazu, die Mißstände einflussung der amerikanischen Arbeiterbewegung führen werde. nach die Affordarbeit ganz abgeschafft werden und ist in der au besprechen. Es wurden Fragebogen ausgegeben, um eine Sta- Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Werfstätte für Schnellpressenbau bereits der Anfang gemacht fiftit über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse bei den Zwischen­worden. Um aber die gleiche Arbeitsleistung wie früher zu meistern der Branche aufzunehmen. Sodann wurde eine Kom­erzielen, ist das Aufsichtspersonal vermehrt mission gewählt, die weiter in der Angelegenheit tätig sein soll. worden. Diese neue Einführung bringt den davon betroffenen Arbeitern einen Minderverdienst von 20 bis 50 Prozent, da sie nun die gleiche Arbeit zu einem erheblich niedrigeren Stundenlohn leisten müssen.

Deutfches Reich.

Die zentralen Tarifverhandlungen im Malergewerbe haben nach einer Mitteilung des Zentralblattes für das Deutsche Auf so geniale Art versteht es die Direktion vortrefflich, Baugewerbe" über eine Reihe von Punkten eine Einigung ergeben, nicht nur die geschenkte" Summe herauszuschlagen, sondern so über die Arbeitszeit, Attordarbeit, Lohnzahlungen, Agitations­zu dieser noch das Drei- und Vierfache, während die in den flausel, Vertragskündigung, Bekämpfung der Schmuskonkurrenz Maßnahmen bei Tarifübertretungen, Tarifämter und Errichtung gelben Verein gepreßten Arbeiter wehrlos zusehen müssen, paritätischer Arbeitsnachweise. Die noch strittigen Bunfte, etwa 25, wie ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen von Tag zu Tag werden in Kommissionssizungen erledigt und voraussichtlich zu verschlechtert werden. Schiedssprüchen führen.

Berlin und Umgegend. Achtung, Schlächtergesellen!

Die Delegiertenwahlen zur Ortsfranfenfasse des Schlächter

Lehrlingszüchterei im Tapezierergewerbe.

Zu den Berufen, in denen die Lehrlingszüchtung und Lehrlings­ausbeuterei noch einen recht großen Umfang erreichen, gehört auch Hier herrscht noch der Kleinbetrieb vor,

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thes erstattete den Geschäftsbericht für das dritte Quartal. Gr teilte unter anderem mit, daß 8 Lohnbewegungen in verschiedenen Betrieben und Branchen stattfanden, von denen 7 ohne Streit er folgreich beendet wurden. Außerdem wurden 5 Abwehrbewegungen geführt. In einer Reihe von Betrieben gelang es, Lohnerhöhungen die Bestimmungen des Tarifs nicht innehielten, ist durch Arbeits­Surchzusehen. Bei einigen Firmen der Speditionsbranche, welche niederlegung von kurzer Dauer dem Tarif Anerkennung verschafft worden. 19 Brauereien haben infolge einer Vorstellung des Ver­bandes den Bierfahrern Entschädigungen gewährt als Ersak für den Ausfall, den sie durch die Biersteuererhöhung erlitten haben. 17 299, am Schluß des dritten Quartals 18 326, und zwar 16 357 Der Mitgliederbestand betrug am Ende des zweiten Quartals männliche, 1324 weibliche, 645 jugendliche. Das ist eine Zunahme bon 1027 Mitgliedern. Der Kassenbericht zeigt eine Einnahme bon 106 351,18 M., eine Ausgabe von 92 414,02 M. und einen Be stand von 13 937,16 M. Für Unterstützungen wurden 2844,40 M. ausgegeben.

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gewerbes finden Sonntag, den 28. November, bon 3 bis deren Inhaber ihre ganze Griſtenz zum Teil dadurch fristen, daß fie Letzte Nachrichten und Depefchen.

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den Lehrling als billiges Ausbeutungsobjeft, sozusagen als Mädchen für alles, benügen.

Aus der Fülle fraffer Fälle, die der Verband der Tapezierer durch eine statistische Erhebung feststellte, sollen nur einige der Deffentlichkeit unterbreitet werden.

7 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jafobitraße 75 statt. Die Berliner Schlächterinnung hat auch dieses Jahr die Führung sowie die Wahl­unfosten für ihre Schüßlinge, die Gelben" übernommen. In einem Aufruf an die Meister, der auch auf dem Berliner Schlachthofe wo der Freifinnige" Fischbe d Plakate der Organisation nicht buldet angeschlagen ist, werden dieselben aufgefordert, ihre In Iehoe beschäftigte die Firma Blamböd( Jnhaber Gesellen nach gelber" Art aufzuklären. Wörtlich heißt es: C. Horn) einen Werkführer, einen Gehilfen, fünf Volontäre" und 4 Lehrlinge. Die Meister werden dringend ersucht, die bei ihnen be­Die Volontäre erhalten Kost und Logis sowie 3 M. schäftigten Gesellen zu veranlassen, diese Versammlung zu besuchen ohn pro Woche. Im Norden Deutschlands ist das Kost- und Logis­wefen allgemein längst abgetan. Man wird also die große Liebe er­und in ihrem eigenen Jnteresse den Kandidaten ihre Stimme zu messen fönnen, mit der die Firma sich der billigen Arbeitsfräfte annimmt. geben, welche von dem Gesellenausschuß( gemeint sind die Noch schlimmer sieht es in Neumünster aus. Gelben". D. B.) auf den von demselben ausgegebenen Stimm- Stadt wurden am 1. Oftober 1909 in 10 Betrieben insgesamt In diefer zetteln genannt werden." 16 Gehilfen beschäftigt. Davon beschäftigen 9 Betriebe 14 Gehilfen Durch die organisierten Gesellen im Staffenvorstande find in und 31- einunddreißig!- Lehrlinge. Die Firma Beder be­diesem Jahre bedeutende Verbesserungen eingeführt worden; das schäftigt neben 3 Gehilfen 5 Lehrlinge; die Firma Schumann Krankengeld wurde von 10.50 auf 15,75 M. erhöht, der ortsübliche Tagelohn von 3 auf 4, 50 M. usw.

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Dadurch haben ste sich den besonderen Haß der Innungsprozen, die den Gefellen absolut nichts gewähren wollen, zugezogen. Wir richten an alle diejenigen Partei- und Gewerkschafts­genoffen, die mit Fleischergefellen zusammenkommen, das Ersuchen, dieselben auf die Wahl sowie die Bedeutung derselben aufmerksam zu machen.

Alle Vertrauensleute und Funktionäre werden dringend erfucht, alles aufzubieten, damit ihre Arbeitskollegen voll zähtig zur Wahl er scheinen. Die Verbandsleitung. Achtung, Metallarbeiter, Rohrleger und Schlosser!

Wie schon bekannt, befinden sich die Jiolierer seit einiger Zeit im Streit. Wie uns nun die Streifleitung mitteilt, ist es nicht aus­geschlossen, daß die bestreiften Arbeitgeber verfuchen werden, die Arbeiten der Jfolierer von Schlossern, Rohrlegern, über­haupt von Metallarbeitern ausführen zu lassen.

Deshalb machen wir ausdrücklich darauf aufmerksam, daß der artige Arbeiten als Streifarbeit zu betrachten sind und erwarten wir von unseren Mitgliedern, daß sie derartige Arbeit ohne weiteres verweigern.

Außerdem fordern wir alle Metallarbeiter auf, denen Jolier arbeiten zur Ausführung angeboten werden, dieses sofort in unserem Verbandsbureau zu melden.

Es ist selbstverständlich, daß die Metallarbeiter Berlins und Umgegend den streifenden Jfolierern in jeder Hinsicht die Solidarität bezeugen werden.

Deutscher Metallarbeiterverband, Drtsverwaltung Berlin .

einen Gehilfen und 5 Lehrlinge; die Firma Saggau 5 Gehilfen und 6 Lehrlinge, andere Firmen, wie Schröder, beschäftigen einen Gehilfen, einen Volontär und 4 Lehrlinge. In einigen diefer Musterbetriebe werden die Lehrlinge mit Haus- und Feldarbeit be­schäftigt. Wie die Ausbildung der Lehrlinge beschaffen ist, erhellt daraus, daß eine Anzahl nach beendeter Lehrzeit sofort als Arbeiter in die Fabriken der Stadt eintraten.

Aehnliche Verhältnisse finden wir in einer ganzen Reihe anderer Mittel- und Kleinstädte. Daraus geht wohl mit aller Deutlichkeit hervor, in welcher Weise mit der billigen Arbeitskraft der Lehrlinge gewirtschaftet wird. Diese Zustände find den Innungs- und Hand­werkskammervorständen nicht unbekannt, troßdem tun sie nichts zu ihrer Beseitigung. Alle Hinweise feitens der Gewertschaft auf Ab­änderung dieser Zustände blieben bisher unbeachtet.

Husland.

der Jahreskongreß der American Federation of Labor. Am 8. November wurde der 29. Jahreskongreß des ameri­tanischen Arbeiterbundes in Toronto , Kanada , eröffnet. Der tana­dische Arbeitsminister, der Bürgermeister von Toronto und andere staatliche und städtische Beamte waren anwesend und hielten an die Delegierten, die in der Zahl von mehr als 500 erschienen waren, Begrüßungsansprachen. Zum erstenmal fand ein Kongreß des Arbeiterbundes in Kanada statt, da die einzelnen Verbände sich zu­gleich über Kanada erstrecken und man Wert darauf legte, die gegenseitigen Beziehungen zu stärken.

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Die Finanzreform im englischen Oberhaus. London , 23. November. ( W. T. B.) Das Oberhaus sette heute bei dicht befeptem Hause die Beratung der Finanzreformvorlage fort. Lord Cromer führte aus, er wolle sich der Abstimmung enthalten; er könne nicht für die Resolution Lansdowne stimmen und wenn er gegen sie stimmen wollte, so würde dies als Zeichen der Zustimmung der Bill angesehen werden, die er aber ablehne. Obwohl England gegenwärtig glücklicherweise mit aller Welt im Frieden lebe, so könne er doch nicht sagen, die allgemeine Lage in von Zwiftigkeiten in England würde das Land lähmen, wenn es Europa wäre so, daß man nicht befürchten müßte, das Auftreten einmal in Gefahr geraten sollte und die Ablehnung der Bill würde zweifellos langandauernde heftige Kämpfe hervorrufen, denn sie würde auch die gemäßigsten Liberalen zwingen, sich nicht eher zu­frieden zu geben, bis nicht nur die Zusammenfeßung, sondern auch die Befugnisse des Oberhauses geändert würden. So verwerflic auch die Finanzreformvorschläge der Regierung feien, so fönnten fie doch nicht abgelehnt werden, ohne daß man anderen schrecklicheren Gefahren entgegenginge.

Für die Regierung sprach hierauf Lord Pentland und erklärte, daß sie geschlossen für das Budget eintrete, und stellte in Abrede, daß sie der Angreifer im Streit sei. Das von Lansdowne vorges schlagene Vorgehen sei ohne Prezedenzfall, und wenn er auch darauf hingewiefen habe, daß ein Chaos, wie es die Ablehnung des Finanz­gefeßes zur Folge haben werde, durch ein Zusammenarbeiten der Regierung mit der Opposition vermieden werden könne, so müsse Lansdowne doch sehr gut wissen, daß die Regierung fich niemals an einem Schritte beteiligen könne, der auch nur den leifesten An­schein erwecke, an den Privilegien des Unterhauses rütteln zu wollen. Die Ablehnung des Finanzgesezes bedeute die Lahmlegung der Grekutive und eine sich daraus ergebende Stodung der Ge. revolutionäre Aenderung der Verfassung. Er fönne nicht glauben, shäfte, zu deren Beseitigung es feinen Ausweg gebe als eine daß das Bolt es dulden würde, daß 600 Beers fich die Kontrolle über die Besteuerung anmaßten, die es tragen solle, und er gebe tun müßten; sei er einmal getan, so könne der Zustand, wie er zu erwägen, ob die Lords diesen nicht zu widerrufenden Schritt cinst gewesen, nie wieder hergestellt werden.( Beifall bei den Ministeriellen.)

Deutsches Rapital in Rußland .

Petersburg, 23. November. ( W. T. B.) Heute ist vor dem Betersburger Bezinfegerichte die Papierfabrit Gebrüder Wargunin öffentlich für 1 600 000 Rubel versteigert worden. Eine deutsche Firma bat die Fabrik erworben.

Weitere Eingriffe der russischen Regierung. Petersburg, 23. November. Der Kaiser hat einem Befchluffe

nehmen.

Zur Kretafrage.

Konstantinopel , 23. November. ( W. T. B.) Die Antwort der Kretaschußmächte auf das Zirkular der Pforte ist fertiggestellt, fie wird feine Andeutungen bezüglich der subsidären Frage enthalten. Wie der Pforte telegraphisch mitgeteilt worden ist, ist die Ueber­reichung der Antwort um einige Tage verschoben worden. Der auf die in der Türkei ansässigen Bulgaren bezügliche Teil der Rede der Minister Malinow und Baprifow in der Sobranje beschäftigt die Bforte gegenwärtig in hohem Maße. Heute verlangte das Mia nisterium des Aeußern von dem türkischen Gesandten in Sofia die authentischen Texte der Reden Malinows und Paprikows, damit sich der Minister des Aeußern bei der Beantwortung der Inters pellation in der Kammer danach richten könne.

Samuel Gompers erstattete seinen Jahresbericht, in welchem er erklärte, daß die Organisation troß der schlechten Zeiten eine neue Stärkung erfahren habe. Er besprach dann die bekannte Bontottangelegenheit und das ergangene Urteil und führte aus, daß damit die wichtigsten Rechte der amerikanischen Arbeiter in Ein Reinfall der Gelben". Frage gestellt würden. Er wendete sich dann der arbeiterfeindlichen Bei der Wahl des Gesellenausschusses der Bäderinnung Gesetzgebung in den Vereinigten Staaten zu und gestand, daß trotz Germania " erhielt die Liste des Verbandes der Bäder und Non- der vielen Anstrengungen von seiten der Arbeiterorganisationen, ditoren 512, die der Gelben 167 Stimmen. Lettere geben auch hier die schlimmsten Auswüchse der kapitalistischen Klassengesetzgebung mehr und mehr den Krebsgang trotz der Päppelung und der zu beseitigen, nur wenig Erfolge erzielt worden seien. Er vertraue des Ministerrates feine Zustimmung erteilt, wonach in Zukunft auf aber darauf, daß eine befriedigende Lösung der Schwierigkeiten ge- ausländischen Kongressen, Konferenzen, Ausstellungen und inter­Protektion seitens der Innungen. Sie erhielten im Vorjahre funden werden würde; Präsident Taft habe ihm Versprechungen nationalen Feiern, iobald sie politischen Charakter tragen. Bertreter 30,3 Proz, diesmal nur 24,6 Proz. aller abgegebenen Stimmen, gemacht. Die Arbeiter müßten aber unparteiisch bleiben der finnländischen Regierungsrefforts nicht mehr selbständig während der Verband das prozentuale Stimmenverhältnis von und nur für ein Prinzip, nicht für eine Partei tämpfen. auftreten dürfen. Wenn derartige Kongreffe und dergleichen 69,7 Proz. auf 75,4 Proz. erhöhte. Die Wahlen der Beisiger zum Er sagte: Wir üben mit unserem Wahlrecht teine Er nicht politisch sind, dürfen Finnländer nur als Privatpersonen oder Jnnungs- Schiedsgericht wurden daraufhin gar nicht mehr erst ge- pressung aus. Die Arbeit muß endlich verstehen als Vertreter privater Vereinigungen fungieren. Sofern es nötig heim, sondern per Afflamation vollzogen und ergaben mit sehr lernen, daß sie die Parteien im Interesse ihrer erscheint, daß offizielle Vertreter zu irgend welchen internationalen Prinzipien ausnügt, und darf den politischen Versammlungen abzuordnen sind, können solche Vertreter als Wit starter Majorität den Sieg der Verbandsliste. Parteien nicht erlauben, von ihnen ihren glieder russischer Abordnungen auftreten. Wenn diese jedoch fehlen, 3weden dienstbar gemacht zu werden." Das ist das baben finnländische Vertreter an den Verhandlungen nicht teilzu Die Zwischenmeistergesellen der Herrenmaßschneider alte bekannte Lied, nach welchem die Arbeiterklasse politisch hatten sich am Montag im Saale von Krottendorfer in der Mark- unfruchtbar bleiben soll. In seinem Bericht über die Reife grafenstraße versammelt, um über ihre Lohn- und Arbeits- nach Europa verweilte Gompers besonders bei der Pariser Kon­berhältnisse zu sprechen. Für die Herrenmaßschneider be- ferenz und meinte, daß die Konferenzen außer ihrem Wirken für steht seit Jahren ein fester Tarifvertrag mit fünf Tarifflafsen den Frieden und der Aufstellung von internationalen Arbeiter­für die Affordarbeit. Dieser Tarifvertrag, der von allen irgend statistiken wenig Brattisches schaffen. Dann sprach er über mie bedeutenden Geschäften anerkannt ist, hat sehr günstig auf den Anschluß an die Internationale und erklärte:" Ich bin davon die Verhältnisse eingewirkt. Er gilt selbstverständlich auch für die überzeugt und zögere nicht mit der Empfehlung, daß die Interessen Zwischenmeister der Branche und für die Gesellen, die sie be- der amerikanischen Arbeiter am besten durch Anschluß an das schäftigen, jedoch mit der Einschränkung, daß der Zwischenmeister Internationale Sekretariat gewahrt werden, obgleich dasselbe noch für seine Unkosten sowie für seine Mühewaltung mit Heranholung viel zu wünschen übrig läßt. Die Kosten würden sehr gering und und Ablieferung der Arbeit usw. bestimmte Abzüge von den die greifbaren Erfolge außerordentlich flein sein, dagegen würde Tariflöhnen macht, die er von dem eigentlichen Arbeitgeber erhält. der brüderliche Geist der Internationalität, der dadurch gestärkt Diese Abzüge sind seinerzeit nach Abschluß des Tarifvertrags in werden müßte, unschäzbaren Nußen bringen." einer Versammlung, an der auch die im Schneiderverband organis sierten Zwischenmeister teilnahmen, festgelegt worden und sind dementsprechend auch in dem gedruckten Tarifvertrag aufgeführt. Es zeigt sich jedoch jetzt, daß ein Teil der Zwischenmeister höhere Abzüge macht, hier und da auch im Zeitlohn beschäftigte Gesellen Nach dem Kassenbericht des Sekretärs Morrison unter Tarif bezahlt; und ferner fommt es vor, daß die festgesetzte schloß das Geschäftsjahr des Bundes am 1. Oftober 1909 mit einem Arbeitszeit weit überschritten und die Buschläge für Ueberzeit Bestand von 167 303 Dollar ab. Die Einnahmen beliefen sich auf und Sonntagsarbeit nicht bezahlt werden. Daß solche Zustände 203 702 Dollar. Das Gehalt von Gompers beträgt 5000 Dollar, einreißen konnten, beruht zum Teil darauf, daß die Zwischen- wozu noch 1271 Dollar für allerlei Unkosten tommen; der erste meister meist junge Gesellen beschäftigen, die, oftmals erst aus der Gefretär erhält 4000 Dollar Gehalt. leber die Mitglieder­Provinz zugereift, mit den Verhältnissen Berlins nicht Bescheid bewegung fehlen die näheren Angaben. Die Zahl der Mitglieder wissen. Zuweilen sind diese Gesellen in der Lehre mehr ausge- foll am 1. Oftober höher gewesen sein als je zuvor. beutet als ausgebildet worden und können dann in der ersten Zeit nicht das leisten, was in Berlin selbst von einem jungen Mann im Schneidergewerbe verlangt wird. Das scheint dann dem Zwischenmeister ein hinreichender Grund zu sein, nicht einmal den doch für minimale Leistungen berechneten Minimallohn der Aus­gelernten zu zahlen, obwohl es der junge Geselle in der Regel sehr bald dahin bringt, allen Ansprüchen zu genügen, die billigerweise an ihn gestellt werden können. Er wird es um so leichter dahin bringen, wenn der Zwischenmeister oder dessen Frau, die ja auch Berichtigung. In unferer gestrigen Notiz über die Federation manchmal in der Werkstatt viel zu sagen hat, sich nicht in of Labor befindet sich ein Fehler. Es heißt dort:" Die Organis Schimpfereien über seine ungeschicktheit ergehen, sondern ihm statt fierten der gewerkschaftlichen Landeszentralen, die der Internationale deffen einige Anleitung geben. Aber auch tüchtigen Gesellen und angeschlossen sind, umfassen jeßt die Summe von 2563 000 in 17 älteren gegenüber, die ganz ganz selbständig arbeiten, soll es vor- Ländern." Es muß heißen 5 563 000!

Am Schlusse seines Berichts betonte Gompers, daß in keinem Lande Europas eine Arbeiterorganisation besteht, die besser geeignet wäre, dirette Erfolge für die Arbeiterschaft zu erzielen als der amerikanische Arbeiterbund.

Im Laufe der Verhandlungen des Kongresses tamen viele Streitfälle von Gewerkschaften untereinander zur Erledigung. Gegen den Stahltrust will der Bund energisch vorgehen, weil der Truft den Arbeiterorganisationen sehr feindlich gesinnt ist. Die Einwanderungsfrage, die Altersversicherung, die bessere industrielle Ausbildung der Arbeiter und andere Fragen wurden lebhaft bes sprochen.

Zwei Personen verbrannt.

Kansas ( Missouri), 23. November. ( W. T. B.) In dem Hause eines der ältesten demokratischen Mitglieder des Kongreffes De Armond brach heute nacht Feuer aus, dem De Armond mit einem Oufel zum Opfer fiel. Frau De Armond konnte sich retten.

Einen Bizekönig zum Teufel gejagd.

Beting, 23. November. ( W. T. B.) Heute ist ein faiferliches Editt erlassen worden, wodurch der Bizekönig von Tschili Tuan- Fang entlassen wird. Der Vizekönig von Hufuang, der Mandschu Chen- Kueilung, wird fein Nachfolger. Der Gouverneur von Kiangiu, der auch Mandichu ist, wurde zum stellvertretenden Bizefönig von Huluang ernannt. Ihm folgt im Amte der Gouver neur von Schanfi. Die Ernennung Chen- Kueilungs findet nicht die allgemeine Billigung, da seine dienstliche Tüchtigkeit gering geachtet wird und er im Rufe stebt, fremdenfeindliche An fichten zu haben. Bei den Chinesen ist er nicht beliebt.

Verantw. Redakt.: Richard Barth , Berlin . Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchbr. u. Verlagsanftals Baul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungs