Riga " freimaurerischer Ideen verdächtigt hatte. Die schroffel der Verhandlungen hatte nämlich eine besondere Ursache, die angenommen wurde, fand nur bei den Tschechischradikalen, die bein Abfuhr, die sich die„ Germania" dadurch von der römischen man außerhalb Desterreichs schwerlich begreifen wird: man der Obstruktion politisch leben, Widerspruch. Der Antrag lautet: Sturie holte, und der bald darauf folgende Bapsterlag be- befürchtete den Ausbruch der sogenannten lärmenden oder„ Es wird ein Ausschuß von 52 Mitgliedern gewählt mit dem Aus Yehrte das boreilige. Blatt aber bald eines Besseren.. Reuig technischen" Obstruktion, und um den Folgen, die diese nach trage, die nationalen Ungelegenheiten zu regeln, die hiermit au ging es in fich, und seitdem fucht es, um seinen Gesinnungs - fich gezogen hätte, nämlich der Schließung der Session, aus jammenhängenden Gesetzentwürfe und Anträge, die in Zukunft den wandel zu beweisen, eifrig nach jeder sich bietenden Gelegen- dem Wege zu gehen, hielt man lieber feine Sigung; wenn Ausschuß überwiesen werden, zu beraten und dem Hause hierüber heit, gegen den Modernismus wettern zu können. So hat keine Sigung stattfindet die Logit ist unbestreitbar zu berichten."
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cs auch jetzt wieder eine ansehnliche Portion Modernismus kann sie auch nicht gestört werden. Der Standal gegen die Für den Antrag stimmten auch unsere Genossen, für die Sei entdedt, und zwar bei Herrn Dr. Martin Spahn, Regierungsbank sollte ausbrechen als Antwort auf die die Zustimmung mit ihrem Intereffe an normalen parla dem Sohn des Reichstagsabgeordneten Peter Spahn , bekannt- Sanktionierung der jüngst erwähnten deutschen Schußgefege; mentarischen Verhältnissen und der Herstellung des lich wegen der politischen Dienste seines Vaters zum Pro- er hätte natürlich nicht die Regierung erreicht, nur das Haus nationalen Friedens begründete, Dieser Begründung fessor der Geschichte an der Straßburger Universität beför- felbst getroffen. Aber nach drei Wochen raucht der politische schloß sich auch Abg. Kramarz namens der Tschechen an, vo: dert. Herr Spahn jun., der Geschichtsprofessor hat nämlich Grimm schon aus, zumal dann, wenn er so gefünftelt ist wie den radikalen Schreiern, die in dem Schluß der Debatte einen im Hochland" der schon 1907 als Organ des moder- die Aufregung über jene harmlosen Landtagsbeschlüsse. Bruch der Geschäftsordnung" zu sehen behaupteten, fortwährend nistischen Statholischen Kulturbundes" bezeichneten Münchner Uebrigens wird man in Desterreich, das des parlamen - unterbrochen. Revue eine längere Besprechung eines Mutherschen Buches tarischen Standals schon so viel erlebt hat, daß nun alles auf Um 11 Uhr nachts wurde die zwölfftündige Sigung endlich veröffentlicht, und in dieser gesagt, die katholische Kirche habe diesem durchgeackerten Gebiete um seine Originalität ge- gefchloffen. Ob sie wirklich eine ueberwindung der Obstruktion be dadurch, daß sie in früheren Jahrhunderten zu möglichst kommen ist, des Spektakels und Geschreis allgemach mide, beutet, steht vorläufig noch dahin. Die nächste Sigung findet am lückenloser Einheit im Glauben, Denken und Fühlen und zur und was einstmal rechtschaffene Entrüstung sein mochte, wirkt Dienstag fiatt. Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung unbedingten Unterwerfung jedes einzelnen unter ihre Rei- heute nur als Grimaffe. Die Sigungen des Abgeordneten des Budgetprovisoriums. Gelingt es, diese Lesung zu tung drängte, die katholische Literaturbewegung beeinträch- hauses verlaufen sehr ruhig natürlich„ ruhig" nach öfter- abfolvieren, so ist damit immerhin schon einiges gewonnen. Freilic tigt. Wörtlich schrieb Herr Spahn jun.: reichischen Begriffen und die große Strise bekommt wieder fönnen die tritischen Erscheinungen zwischen der ersten und der entihr gewöhnliches Aussehen. scheidenden zweiten Lesung immer noch wiederkehren. Immerhi zeigt es sich, daß im Parlament des gleichen Rechts doch mehr Lebenskraft steckt, als die interessierten Pessimisten und die Negierung Bienerth zugeben wollen.
Was uns heute bewegt, ist ein einziger großer Prozeß des bewußt erstartten Wieberanschlusses der deutschen Statholiken Das heißt: man verhandelt vorläufig, was man in an das zeitgenössische und nationale Leben, nicht um irgend- diesem wunderlichen Parlament so ziemlich das ganze Jahr eines Stompromiffes mit der modernen Kultur willen, wie nicht verhandelt: Dringlichkeitsanträge. Aber diese Dringlich zu belehrender Unverstand es immer wieder behauptet, sondern keitsanträge sind nicht und wollen nicht Obstruktion fein; um zahlreiche mattgewordene Kräfte in unseren Katholiken man kann mit ihnen rasch zu Ende kommen, man fann freiwieder anzuregen und in Tätigkeit zu bringen. Die Zeit ist lich mit ihnen auch in die nackte, unverhüllte Obstruktion gekommen, wieder gut zu machen, was in mehr als drei Jahr- steuern. Die Frage ist nun, ob es gelingen wird, die HinderHunderten an den unseren gesündigt worden ist. Drei Jahr- nisse, die vor der Tagesordnung stehen, bald wegzuschaffen, hunderte waren wir nach der staatlichen Seite hin durch die oder ob sie noch getürmt werden, so daß die Tagesordnung Die Wähler des 2. weimarischen Reichstagswahlkreises Zugehörigkeit zu Kleinstaaten gebunden und gehemmt, von denen unerreichbar wird. Denn zur Tagesordnung muß man ohne doch die Führerschaft zu erlangen. Ebenjolang hat die( der provisorische Etat für sechs Monate) fertiggestellt ſein bas er doch nie mehr hätte ausüben können, niedergelegt. einer nach dem anderen verkümmerte, nur Bayern sich hielt, kommen, da bis Ende des Jahres das Budgetprovisorium( Eisenach Dermbach ) werden demnächst zur Ürne berufen werben- Herr Schad hat endlich das Reichstagsmandat, Kirche, um die Fehler in ihrem inneren Leben zu überwinden, muß, foll nicht eine außerparlamentarische Ermächtigung, bas er doch nie mehr hätte ausüben können, niedergelegt. durch die ihr Bestand in der religiösen Erschütterung des nämlich die mit dem§ 14, eintreten. So viel Schwierig. ehemaligen Fraktionsgenossen, sondern an die richtige Adresse, Da er sein Schreiben diesmal nicht wie früher an seine Da er ſein Schreiben diesmal nicht wie früher an seine 16. Jahrhunderts über alles Erwarten gefährdet worden war, feiten die augenblickliche Lage auch aufweist: es ist doch zunämlich an das Bureau des Reichstags gesandt hat, so habe: ihre Gläubigen zu möglichst lückenloser Einheit im Glauben, erwarten, daß für das Budgetprovisorium auf irgend eine nämlich an das Bureau des Reichstags gesandt hat, so haben Denken und Fühlen und zur unbedingten Unterwerfung jedes Weise Raum geschaffen wird. Denn das Parlament des all- die Herren Lattmann, Liebermann und Naab nicht die Geeinzelnen unter ihre Leitung gedrängt. Im 10. Jahrhundert gemeinen Wahlrechtes ist, troy aller Widrigkeiten und so legenheit gehabt, auch dieses Schriftstück in ihren Aften verDie Herren ist dann dieses Verlangen, als der freidenkerische Liberalismus wenig seine Entwickelung auch zu befriedigen vermag, ein schwinden zu lassen wie seine Vorgänger. bon allen Seiten in das kirchliche Leben einzubringen drohte anderes Ding als das zu Tode gehetzte Sturienhaus war. gaben bekanntlich vor, daß Schack wahrscheinlich geistesgestört und sowohl die wissenschaftliche Forschung, wie der wissenschaft. Sein Lebenswille wehrt sich gegen die Arthiebe des Beret und ein Geistesgestörter könne, so schloffen sie teď, fein liche Fortschritt eine firchenfeindliche Richtung einschlug, vieler- faffungsbruches und selbst den skrupellosesten Nationalisten Mandat überhaupt nicht nieberlegen. Weil es offenbar besser rührt es ans Gewissen, wenn bor das Parlament ist, daß deutsche Wähler durch einen Geisteskranken im Barlament vertreten oder gar nicht vertreten sind, denn daß die Ueberdies ist diesmal die Bedie Lebensfrage tritt. willigung des Budgetprovisoriums eine eminente Boltenot- antisemitische Fraktion in der Nachwahl ein Mandat einbüßt. Das durchsichtige Manöver der Herren Antisemiten ist wendigkeit und insbesondere eine wichtige Sache für die Arbeiterschaft. Die Regierung verlangt nämlich die Ermächti- mun durch die Handlung des Herrn Schack durchkreuzt worden. gung, eine Anleihe von 90 Millionen Stronen zum Zwecke der Die gefürchtete Nachwahl läßt sich nicht mehr bis zu einen Aber diese Ueberspannung Uebermaß des Objektiven Investitionen für die Staatsbahnen aufzunehmen, und sie hypothetischen Zeitpunkte verschieben, wo die Aftien der Antinennt es Dr. Spahn erreichte im Stathetizismus ihre höchste fönnte mangels dieser Ermächtigung die Anleihe nicht machen, ſemiten vielleicht wieder etwas besser stehen könnten. Daß sie jetzt, mit dem Verbrechen der SchnapsblockSteigerung, die nach seiner Meinung mehr die Schwäche aller müßte also, da die Kassen durch die Vorschüsse auf die Kulturäußerungen der katholischen Völker verschuldet, als die Annexionskosten ausgepumpt sind, und eine Anleihe ohne Finanzreform und ihrem Verhalten im Falle Schack beladen, äußere Bekämpfung; denn unter ihrem Drude wurde den in. Gesetz nicht möglich ist, die Investitionen unterlassen. Tatas Mandat, das sie nur mit ganz fnapper Mehrheit in der Stichwahl gegen die Sozialdemokratie gewonnen haben, nid) t dividuellen Sträften die ihnen unentgeltliche Bewegungsfreiheit sächlich vergibt die Regierung schon heute keine Bestellung halten können, daß ist den Herren um Liebermann nur allzu versagt. Nun müssen wir hier gleich bekennen, daß wir uns und die großen Lokomotivfabriken gehen bereits mit zahllar. Am liebsten möchten sie sich deshalb ganz aus der verwahren gegen bie behauptete Notwendigkeit des Wieder reichen Entlassungen vor. Was es nun angesichts der wirtSchon vor längerer Zeit hieß es, anschlusses der Katholiken an das zeitgenössische und nationale fchaftlichen Strife bedeuten würde, wenn in einer einzigen Schußzlinie zurückziehen. Leben; denn wenn dieser Mangel bestand, fand er sich in an Branche an 100 Millionen Staatsbestellungen ausblieben, daß in Eisenach - Dermbach Graf Posadowsty für die ,, natioderen Kreisen nicht weniger, ja weit mehr, als in fatholischen. kann man sich vorstellen; die Metallarbeiter greifen auch be- nalen" Parteien kandidieren solle. Aber der Erstaatssekretär Es ist auch nicht schön, daß ein Katholikimmer- reits ein und hielten gestern auf der Wiener Stingstraße eine lehnte ab und auch von der Kandidatur des Erministers fort in den Gebrauch der Katholikenfeinde von vielen Tausenden besuchte Versammlung ab, die einen. Berlepsch wurde es bald wieder still. Ob die Antisemiten berfällt, seinen Glaubensbrüdern natto leidenschaftlichen Verlauf nahm. An der Arbeitsfähigkeit des test versuchen werden, sich mit den Nationalliberalen des Wahlnalen Sinn abzusprechen. Noch mehr befrembet es Abgeordnetenhauses bängen also auch die stärksten wirtschaft- treifes auf eine andere nationale" Kompromiskandidatur zu einigen? uns aber, aus der Feder eines fatholischen Schriftstellers unter lichen Interessen und ihr Gewicht wird sich zum Schluß durchDas Berliner Tageblatt" rät dem Freisinn, den Wahlblendenden Redensarten eine so lieblose Behandlung seiner setzen, wenngleich es ohne schmerzliche Konvulsionen nicht freis, der von 1881 bis 1887 und von 1890 bis 1898 ſtets Kirche fließen zu sehen. Drängen", überspannen". gehen wird.
oris überspannt worden."
Das ist sicherlich eine sehr milde Fassung; die Ger mania " aber ist entfekt über folche Mißachtung des jegens reichen Wirkens der römischen Sturie. Sie fühlt ihre jung. fräulichen Bulse pochen. Erregt wendet sie sich gegen Herrn Spahn jun.:
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Wenn das
nur so leicht wäre! Schon 1898 hat die Sozialdemokratic, die in dem Wahlkreis seit 1884 stetig gewachsen ist, den reisium überflügelt, in der Stichwahl unterlag sie den bereinigten Bürgerlichen allerdings. 1903 blieb der Freiinn fogar hinter den Nationalliberalen zurück; nicht besser ging's ihm 1905, wo Schack zum erstenmal in einer Sachwahl gewählt wurde, und 1907 trat der Freifinn schon: gar nicht mehr auf, doch vermochten seine Stimmen nicht einmal die Nationalliberalen in die Stichwahl zu bringen, die fowohl 1905 wie 1907 zwischen Antisemiten und Sozialdemefraten ausgefochten wurde.
Die Sozialdemokratie steht schon seit 1898 unter den im Wahlkreise vertretenen Parteien als die stärkste voran. 1903 musterte fie 6018 Stimmen, während auf die Nationalliberalen 3585, auf den Freifinn 2049, auf das Zentrum 1313 und auf die Antisemiten 2145 Stimmen fielen; in der Stichwahl siegte der Nationalliberale mit 8560 Stimmen gegen 7885 fozialdemokratische. Im Jahre 1905 erzielte der Sozialdemokrat 6799, demokratische. Im Jahre 1905 erzielte der Sozialdemokrat 6799, der Nationalliberale 2782, der Freisinnige 2692, der Zentrumsfandidat 1112, der Antisemit 4049 Stimmen; in der Stic wahl siegte Schad mit 10 235 Stimmen gegen 8621 fozialdemokratische. Jm Januar 1907 steigerte die Sozialdemo fratie ihre Stimmen auf 7875, der Antisemit erhielt 6985, der Nationalliberale 6089; in der Stichwahl siegte Schack mit 9884 Stimmen über den Sozialdemokraten, der 9509 erhielt. Den Sozialdemokraten des Wahlkreises winkt ein harter
. Uebermaẞ" bezeugen nicht ein Uebermaß von Liebe au Aber mit einer gefetgeberischen Bagatelle, wie es die Er- freifinnig vertreten war, wieder zu erobern. thr. Noch mehr beanstanden wir aber das Sachliche in diesen ledigung des Budgetprovisoriums ist, kann schließlich die Nebensarten und fragen den Herrn Dr. Spahn: Hat die Kirche Wirksamkeit des Parlaments nicht erschöpft sein und das ein Recht, Iüdenlose Ginheit im Glauben, Denken und Problem bleibt weiter, wie und wodurch das Haus auf baltFühlen von den Gläubigen zu beanspruchen? Und bekennt bare Grundlagen gestellt werden könnte. Denn an sich fich Herr Dr. Spahn als Katholit nicht auch zu fehlt der Volksvertretung gar nichts; die Abgeordneten find diefer lüdenlosen Einheit? Wo hat die Anwendung als Individuen verständig, arbeitseifrig, und das Haus ist der Lehrautorität der Kirche bie wissenschaftliche Forschung und geradezu von Reformeifer befelt. Die unnatürliche Lage, wirtschaftlichen Fortschritt behindert? Und wo hat fie die in der das österreichische Abgeordnetenhaus seit einem Jahre Schwäche aller Kulturäußerungen tatholischer Völker verschuldet? steckt, seitdem es sich der berühmten Regierung Vienerth erWill Herr Dr. Spahn sich dazu hergeben, die freut, besteht im Grunde darin, daß ohne Not der Grundsats oberflächlichen Anschuldigungen und Behaup- berlassen wurde, der seit einem Jahrzehnt vormaltend war tungen firchenfeindlicher Geschichtsschreiber und nach der Zusammensetzung Desterreichs der einzig mögnachzubeten? Müssen wir auch bei ihm seine Wahrhaftig- liche ist: daß nämlich ohne feine Nation, mit allen und für teit in Beurteilung des fatholischen Boltes anrufen? Wie fann alle regiert werden müsse. Dabei kommt es eigentlich aber ein katholischer Schriftsteller ohne Grröten seiner weniger auf Tatsachen wie auf Stimmungen an, und die Kirche vorwerfen, unter ihrem Drucke bestehe für die Sta- Stimmung, die die Regierung Bienerth hervorruft, ist die, tholiken nicht mehr die Freiheit, sich dem Stulturfortschritte an daß fie eine Regierung für die Deutschen , gegen die Tichechen zuschließen? Und wie soll die Kirche schuld sein, daß die Geister ist. Wir halten beides für falsch und übertrieben; mehr als auf manchen Gebieten erlahmten, wenn die Teilnahme der Ka- das landläufige, hin- und herpendelnde Beamtenregieren ist tholiken abgenommen habe und im Wettbetriebe des staatlichen auch dieses angeblich neue System nicht. Aber es ist so, daß und wirtschaftlichen Betriebes ermattete? Stennt Herr Dr. die Deutschen in Bienerth ihren Mann, die Tschechen in ihm Spahn nicht die wahren Ursachen? ihren Feind erblicken, was die Bestrebungen der einen er Das sind ja alles recht schöne Rebensarten, wenn nur vor- klärt, die Regierung Bienerth unversehrt zu erhalten, der her nicht so viel von dem Druck der Kirche, von der Uebermacht anderen, sie zu stürzen oder wenigstens ins Tschechische zu des Objektiven, von der Ueberspannung der Einheit die Rede transponieren. Nun können die Deutschen schon deshalb wäre. So aber kann man aus allen diesen Worten nur das eine nicht hoffen, die Krippe im Parlament allein mit Beschlag zu Wahlkampf. Die Bürgerlichen werden, erschreckt durch die Bestreben hervorleuchten sehen, die emmungen zu belegen, weil fie, ebenso wie im Staate, auch im Parlamente lange Lifte fozialdemokratischer Siege, die sich täglich verlodern", welche die Kirche der Bewegungsfrei- nur eine Minderheit sind, und die Allianz mit den Polen , die längert, alle Weinen gegen die Umsturzpartei springen lassen. heit zu strebsamer Geister anlegt; sonst haben alle jene den Deutschbürgerlichen nun eine knappe, faft nur theore- Aber nur um so fröhlicheren Mutes werden unsere Genossen Ausführungen teinen Sinn. Wir würden weniger Mißtrauen tische Mehrheit schafft, auf den allerschwächsten Füßen steht. mit ihrem erprobten Kandidaten Lebcr- Jena in die Schlacht hegen, wenn wir nicht täglich dieses Lied fingen hörten:" Die übrigens fich immer mehr verflüchtigt. Freilich ist es auch Hände weg! Die firchlichen Personen haben nichts da hinein- feine Kleinigkeit, daß aus der Saat des Sasses dieser natioziehen. zureden". Wir wissen genug und erfahren es täglich, für nalen Stämpfe plöglich, wie auf Rommando, eine Koalition melche zukunftverheißende Aussaat der Boden entsprießen soll, die Deutsche und Tschechen zum gemeinbereitet und erweitert werden soll, die geistige Geh famen Regieren vereinigt; und es ist um so schwieriger, als traft zu stärken, die seelischen Horizonte au erweitern, die Sicher die Tschechen, statt die Koalition zu bewirken, indem sie eine heit des Verstehens zu erhöhen" alles das finden wir in der allmähliche Annäherung vorbereiten und ermöglichen, die Einnahmen aus Zöllen, Steuern und Gebühren. zweideutigen Phraseologie des Modernismus. Rekonstruktion des Kabinetts, die Koalitionsregierung, durch Insgesamt sind diese Einnahmen auf 1441 620 000 m. verSchließlich wird Herrn Dr. Martin Spahn noch vorge- die Obstruktion gleichsam erpressen wollen. Aber auch in der anschlagt. Davon entfallen auf Zölle 631 900 000 m., auf worfen, daß er sich die Förderung der von firch Politik ist es schwer, den anderen zur Liebe zu zwingen. Zabatsteuer 14 413 000 m., Zigarettensteuer 23 711 000 m., licher Autorität gana freien christlichen Ge- Trotzdem muß die nächste Entwickelung die Koalitionsregie- Buckerſteuer 147 178 000 W., Salzsteuer 58 048 000 r., werkschaften" angelegen sein läßt. rung zeitigen, wenn dem Parlamente eine gewiffe Stabilität Branntweinsteuer 180 000 000., Effigfäureverbrauchsverschafft werden soll; ob dies aber gelingt, steht, bei der Bor- abgabe 503 940 m., Schaumweinsteuer 10 210 000.. niertheit der Nationalisten im Ungemissen. Hangen und Leuchtmittelsteuer 15 013 000 M., Zündwarensteuer bangen in schwebender Bein" wird wahrscheinlich noch längere 15 010 000 M., Brausteuer und Uebergangsabgabe von Beit der Zustand des österreichischen Abgeordnetenhauses sein. Bier 111 500 000.. Spieltartenstempel 1819 200., Wechselstempelsteuer 20 000 000 M., Reichsstempelabgaben: Wien , 27. November. ( Privatdepesche des„ Bortvärts".) Die A. von Wertpapieren usw. 49 000 000 M.; B. von Kauf- ujw. Lage zeigt heute einen fleinen Schritt zur Besserung. Die Geschäften 13 520 000 m.; C. von Lotterielofen a) für Staatsgroßen Barteien haben sich auf einen gemeinsamen Antrag lotterien 31 325 500 m., b) für Privatlotterien 10 850 000 M.; Nach einer mehr als dreiwöchigen Bause hat sich das Ab- seeinigt, durch den die Dringlichkeitsanträge über die Nationalitäten- D. von Frachturkunden 14 700 000 M.; E. von Personengeordnetenhaus entschlossen, wieder eine Sigung zu halten frage beendigt wurden. Der Antrag, der gestern vom deutsch fahrkarten 18 620 000 W.; F. von Erlaubniskarten für Kraftund siehe da, es ist ganz gut gegangen. Die Ausfegung I nationalen Abgeordneten Stölzl gestellt und mit großer Mehrheit| fahrzeuge 1960 000 M.; G. von Vergütungen an Mitglieder
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Armer Spahn! Modernist, das ist ein furchtbarer Schimpf. Herr Spahn jun. ist gerichtet, und nicht nur er, sondern auch sein Erzeuger, der alte Spahn, der solches Spähnchen in die Welt sezte.
Zoll- und Steuereinnahmen des Deutschen Reiches.
dem Reichshaushaltsetat für das Rechnungsjahr 1910/11 fort. Die Nordd. Allgem. 3tg." seht ihre Mitteilungen aus Besonders interessant ist der Voranschlag der
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