Nr.
Partei- Angelegenheiten.
S
Zahlmorgen! Zweiter Wahlkreis, Friedrichstadt . Buch bruckerei Nachtarbeiter. Sonntag, den 12. Dezember cr., bei Jul. Meyer, Oranienstr. 103: Christentum und Sozialdemokratie." Referent: Genosse Heinrich Kunert.
"
Der Vorstand.
der Bestellpostanstalt angegeben werden. Bei dem lebhaften Verkehr besonders zu Festzeiten können Sendungen ohne Angabe des Postbezirkes und der Bestellpostanstalt nicht so rechtzeitig zur Bestellung gelangen wie Sendungen, in deren Aufschrift jene Angaben enthalten sind.
-
Beamte
Bernstein in der Aleranderstraße. Dieser hatte den Posten von einer Schneiderin erhalten, die eine eigene Werkstatt betreibt und eigene Stoffe auf eigene Rechnung verarbeitet. Die Schneiderin stellte Jacketts dieser Art vor zwei Jahren her und verkaufte die 30, die sie nicht gleich absetzte, später an Bernstein . Sie erkennt Anläßlich der Unterschleife bei der Stadtsynode wird in der das einzige, das schwarzes und nicht besonders gutes Futter hatte, am ganzen Zuschnitt, an den Nähten, am Umstoßen des Kragens Tagespresse eine Auskunft des geschäftsführenden Ausschusses der am ganzen Zuschnitt, an den Nähten, am Umstoßen des Kragens Berliner Stadtsynode mitgeteilt, in der gesagt wird, daß der er immer noch nicht ermittelt, aber wenigstens sind die Bekundungen und anderen Merkmalen wieder. Damit ist nun zwar die Käuferin mittelte Diebstahl von Beranlagungsmaterialien für des Schneidermeisters und seiner Ehefrau bestätigt. Sie wurden Sechster Wahlkreis. Heute abend findet in den Prachtsälen einige bestimmte Persönlichkeiten entweder schon im noch einmal vernommen und ergänzten nach dieser und jener Nordwest, Wiclefftr. 24, ein zweiter und legter Vortragsabend Bureau der Steuerdeputation des Magistrats oder auf dem Richtung ihre Aussagen. Sie halten es für wahrscheinlich, daß der Künstlervereinigung Münchener Scharfrichter" statt. Transport nach dem Synodalbureau bewirkt sei. Billetts sind für Mitglieder noch bei Nichter, Wiclefstr. 24, Fröhlich, schreibt der Magistrat: Die in dieser Mitteilung offen ge- Ladens, Brißer Straße 21, wohnten. So weit sie sich erinnern, Dazu die beiden Frauen, die das Jackett kauften, in der Nähe des T.schen Bittstoder Str. 23, und im Bureau Ravenéstr. 6 zu haben. Anfang lassene Möglichkeit, daß der Steuerdeputation hier gingen sie nach der Admiralstraße zu weg. Beide waren ohne eine Mitschuld trifft, nötigt zu einer Darstellung des Geschäftsganges. Kopfbedeckung. Daraus tann man zwar feinen sicheren Schluß 8½ Uhr. Auf Grund gesetzlicher Verpflichtung stellt das Einkommensteuerbureau ziehen, aber immerhin macht es auch dieser Umstand wahrschein Sechster Wahlkreis . Sonntag, den 12. Dezember, abends 6 Uhr, Listen nicht einzelne Personenblätter von den bei Bernhard Raabe, Stolberger Straße 28: Deffentliche politische firchensteuerpflichtigen Personen, soweit sie der evangelischen Kirchen- die Kleidung der beiden Kundinnen haben die Geschäftsleute und lich, daß die beiden Frauen nicht allzuweit entfernt wohnten. Auf Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: Vortrag gemeinde Berlin angehören, auf. Diese von der Stadtdes Redakteurs Genossen Wermuth über Fichte und sein Erziehungs- fynode gelieferten Formulare werden Besuch nicht besonders achten können. Es war gerade um die an der Zentralstelle des problem". Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein Einkommensteuerbureaus, Zeit, daß man begann, das Gaslicht anzuzünden. Es brannte nachdem fte ausgefüllt sind, fammelt und von dort aus durch Beamte der Stadtfynode abgeholt. nicht besonders hell. Die Leute glauben aber, daß beide dunkel ges aber während der Verhandlungen erst eine Lampe, es war also mit Tanz. Lichtenrade . Am Sonnabend, den 11. Dezember, abends 81%, Uhr, Erst von Beamten der Synode werden die Listen in fo viel gekleidet waren. Bei der älteren ist das aber weniger sicher. Die Lichtenrade . Am Sonnabend, den 11. Dezember, abends 8 Uhr, Streifen zerschnitten, als fie steuerpflichtige Jüngere hatte nach der Erinnerung der Leute schlicht gescheiteltes findet in dem Lokale von Rudolf Deter, Bahnhofstraße, der regel- Perionen nachweisen. Da nach der eingangs genannten Saar . Sie wurde von der älteren, die ziemlich redselig war, bemäßige Zahlabend statt. Mitteilung der Stadtfynode nicht ganze Listen gestohlen worden muttert" und war im Gegensatz zu ihr wortfarg. Sie sprach nur find, was ja auch bei oberflächlicher Kontrolle fofort hätte bemerkt wenig oder gar nicht. Ihrer Aussprache nach stammte sie wohl werden müssen, sondern Veranlagungsmaterial für einige beſtimmte aus der Provinz, aus welcher Gegend aber können die Leute nicht Persönlichkeiten", so können städtische Beamte nach dem geschilderten sagen. Etwas besonders Auffallendes haben sie an der Sprache Geschäftsgange hieran nicht beteiligt sein. nicht wahrgenommen. Daß sie vielleicht schwanger gewesen sei, haben die Leute nicht gemerkt, es scheint ihnen nicht so. Aufgefallen ist aber allen das gedrückte Wesen. Die Kaufverhandlungen führte die ältere Person. Sie bezahlte auch mit einem Zehnmarkstück und bekam darauf 1 Mt. heraus.
"
V
Erfner. Sonntag, den 12. Dezember, nachmittags 2 Uhr, findet im Degebrodtschen Gesellschaftshause eine öffentliche Verfammlung statt. Tagesordnung: 1.„ Die Wirkung der neuen Steuern für die Hausfrau". Referentin: Berta Lungwi Berlin . 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es wird ersucht, für regen Besuch namentlich unter den Frauen zu agitieren. Friedrichshagen . Wie alljährlich im Winterhalbjahr, so werden auch in diesem Jahre jeden zweiten Sonntag im Monat vormittags 10-11 Uhr Bibliothekstunden abgehalten; die nächste Bücherausgabe ist am Sonntag, den 12. Desember cr., bei Witwe Lerche( Rundteil). Die Genossen und Genossinnen werden ersucht, die Bibliothek rege zu benutzen. Die Bibliothekkommission.
"
Das hätte der Vorfizende der Berliner Stadtsynode, Herr Faber, der die in Frage kommende Erklärung veröffentlicht hat, auch wissen sollen. Schlimm genug, daß der Vorsitzende der Synode den Geschäftsgang im Bureau der Synode nicht beffer tennt.
Die Nachforschungen nach weiteren Reichenteilen und KleiUnberechtigte Kirchensteuerveranlagung und kein Ende. dungsstücken sind bisher erfolglos geblieben. Kriminalbeamte Die Zahl der zu Unrecht zur Kirchensteuer Veranlagten will haben mit den Spürhunden, die sie von den Polizeidampfern aus noch immer kein Ende nehmen. Fortgesetzt erhalten toir Beschwerden überall, wo es möglich war, am Lande ansetten, die Spreeufer Zoffen. Sonntag, den 12. Dezember, nachmittags 2 Uhr, findet von Personen, die seit Jahren der Kirche Valet gesagt und gericht- auf- und abwärts bis Köpenick und zurück, dann auch das ganze in Dabendorf im Lokal Zum deutschen Kaiser" lich ihren Austritt erklärt haben, trotzdem aber Kirchensteuer- Veran- Tempelhofer Feld, die Rixdorfer Gegend und das Gelände bis ( Inh. Neudorf, früher Fiedler) eine Boltsversammlung statt. Tagungen erhalten. Die Erbitterung gegen diese Belästigungen ist Charlottenburg gründlich abgesucht, aber nicht eine Spur gefunden. Auch in der Heide bei Wittenau an der Chaussee nach ReinidenAls Referent ist Genosse Reichstagsabgeordneter Fri 3ubeit im Wachsen begriffen. Aus der Fülle des uns neuerdings zuge- dorf sind gestern die Nachforschungen erfolglos geblieben. Das gewonnen worden, der über das Thema:" Die Steuerlast auf den gangenen Materials wollen wir einen besonders charakte- Absuchen mit den 14 Spürhunden der Kriminal- und uniformierten Schultern der arbeitenden Bevölkerung" sprechen wird. Die Genossen ristischen Fall herausgreifen. Der Arbeiter M., Köpenicker Polizei ist jetzt eingestellt worden. Es ist anzunehmen, daß der werden ersucht, für diese Versammlung recht rege zu agitieren. straße 79 wohnhaft, ist im Jahre 1907 aus der Kirche Täter die Zeichenteile und Kleidungsstücke noch bei sich verborgen Sieran fchließt sich in demselben Lokal die Mitglieder ausgetreten und hat auch seine Kirchensteuer bezahlt. Im Juli dieses hält. Die Müllpläge werden von Zeit zu Zeit mit Spürhunden bersammlung des Wahlvereins. Der Vorstand. Jahres erhielt M. die Veranlagung zur Kirchensteuer für die Zeit noch abgesucht werden. vom 1. April 1908 bis 31. März 1909. Er reklamierte am Gestern vormittag verbreitete sich das Gerücht von einem 13. August 1909 durch Einschreibebrief, schichte auch auf Aufforderung Herz. Lunge und Leber der unbekannten Frau gefunden haben. neuen wichtigen Funde im Tiergarten. Dort sollte ein Arbeiter im Oktober die Urkunde über die Austrittserklärung ein. Nach Die Tiergartenwache stellte aber bald fest, daß es eine Hafenschlinge Berlauf von einigen Wochen erhielt er die Nachricht, daß er das war und ließ es bergraben. durch bom 1. Januar bis 31. März 1909
Französisch- Buchholz . Am Sonntag, den 12. Dezember, nach mittags 4 Uhr, findet bei Kähne, Berliner Straße 39, eine Volfsbersammlung statt. Tagesordnung:„ Ein Schandfleck der heutigen Kapitalistischen Gesellschaft". Referent: Stadtverordneter Paul Dupont. Die Versammlung muß umständehalber pünktlich eröffnet werden. Die Bezirksleitung. Buch.( Bezirk Französisch- Buchholz .) Heute Sonnabend, abends 81 11hr, findet bei Starte, Schönower und Bahnhofstraßen- Ecke, der Zahlabend statt.
zuviel gezahlte Geld
-
die Post zurückerhalten würde. Das Familiendrama in der Weinstraße hat auch den Tod der Am 4. Dezember erhielt M. bereits eine neue Einschätzung fleinen Lucie Poboß zur Folge gehabt. Lucie ist gestern vormittag für das Steuerjahr 1909/1910, obgleich kaum einige Wochen ver- ihren Eltern und ihrer Schwester in den Tod gefolgt. Das älteste strichen waren, daß die Synode Einsicht in die Austrittsurfunde M.'s Kind, der vierjährige Berty, hat sich in den letzten Tagen so erholt, genommen hatte. M. wird zugemutet von neuem zu reklamieren. Daß er außer Lebensgefahr zu sein scheint. Wann werden endlich in der Stadtsynode Einrichtungen beziehungs- Arbeiterbildungsschule, Berlin . Der Unterricht in Geweise Vorkehrungen getroffen werden, um das Publikum vor solchen schichte muß heute wegen Erkrankung des Lehrers ausfallen. Die nächste Stunde wird hier bekannt gegeben unerhörten Belästigungen zu bewahren! 6 smo odour
Unter Deckadresse
finden sollte, leider ausfallen. Die nächste Veranstaltung des Jugendausschusses ist die am Sonntag, den 19. d. M., abends 6 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße 58/59, stattfindende Weihnachtsfeier.
die
Eine Ausstellung von Sonneberger Spielwaren befindet sich neben der Jugendschriften Ausstellung im Gewerkschaftshause, Bei dieser Gelegenheit wollen wir noch besonders darauf aufwerden dat sport or Engelufer 15. Produkte der Heimarbeiter des Meininger Ober- merksam machen, daß diejenigen, die er noch vor Schluß des Jahres Der Berliner Jugendausschuß teilt mit: Umständehalber muß die Landes sind es, die hier zur Ansicht und zum Kauf ausgestellt. 1908 ihren Austritt aus der Landeskirche gerichtlich zu Protokoll er- Versammlung, die am nächsten Sonntag im Saale der Brauerei werden. Von der Berliner Heimarbeiter- Ausstellung her ist klärt haben, nur bis Schluß des Jahres 1909 Kirchensteuer zu Friedrichshain mit einem Vortrage des Genoffen Dr. Frank stattbielen Lesern und Leserinnen bekannt, unter welch miserablen Be- zahlen brauchen. Da die Veranlagungen vom 1. April bis zum dingungen die Heimarbeiter im Sonneberger Spielwarengewerbe 31. März lauten, muß darauf geachtet werden, daß nur bis dahinvegetieren. Lange Arbeitszeit, niedrige Löhne sind die 31. Dezember bezahlt zu werden braucht. Merkmale, unter denen die Spielwaren hergestellt werden. Frauen und Kinder helfen mit, und trotzdem nagen die Leute Großfeuer in Stralau. In der zweiten Morgenstunde fam am Hungertuche. Um der furchtbaren Ausbeutung, unter der sucht die„ Deutsche Warte" Leute zum Sammeln von Abonnenten. gestern Alt- Stralau 64/65 ein großer Brand aus, der den östlichen Himmel tief rötete. Neben der Ortswehr eilten mehreзe Nachbardie Heimarbeiter der Spielwarenindustrie seufzen, zu ent- In mehreren Zeitungen erschien folgendes Inserat: gehen, haben sich Heimarbeiter zusammengetan und ihre Reisende, tüchtige, für Figum und Provision verlangt sofort wehren zum Brandplaße und auch von Berlin erschienen die LöschSiemers, Friedrichstr. 18.. züge 5, 6, 7. Das Feuer wütete auf dem zehn Morgen großen selbstgefertigten Erzeugnisse unter Umgehung des Zwischenhändlers ausgestellt, um sie auch gleich verkaufen zu können. Daraufhin meldeten sich eine ganze Anzahl Personen. Sie Solzplatze der Gebrüder Ebeling und hatte bei Ankunft der Wehren schon große Ausdehnung erlangt. Dabei hoffen sie auf die Unterstützung der Berliner Arbeiter- mußten gewahr werden, daß die angegebene Adresse eine Deckadreſſe wind günstig, so daß von vorn herein mit einer Lokalisierung war. Siemers ist Inhaber eines Bigarrengeschäfts und schickte die des Brandes gerechnet werden konnte. schaft. Su Saal 10 und 11 des Gewerkschaftshauses( of Bewerber nach der Expedition der Deutschen Warte", wo ihnen Stralaner Wehr mit fünf, die Berliner mit zwei Rohren vor. Immerhin ging parterre) befinden sich Geschenkartikel in Hülle bedeutet wurde, daß man Abonnentensammler anstellen zu verhüten, daß noch stark gefährdete große Holzstapel von den und Fülle für unsere Kleinen. Zahlreich vertreten ist das wolle. Täglich müssen drei Abonnenten gesammelt werden, Flammen ergriffen würden, wurde einer von ihnen teilweise abTierzeich. Vom niedlichsten Hausfäßchen bis zum plumpen wenn ein Figum gezahlt werden solle. Die Leute, die getragen und so eine Lücke geschaffen. Nach dreistündigem WasserRüffeltier, dem Elefanten, sind wohl fast alle Gattungen ver- die Auskunft erhielten, waren empört über die Art, wie mit geben war die größte Gefahr beieitigt, so daß die Berliner Löschtreten; mit größter Sorgfalt in Gestalt und Farbe dem Stellungslosen verfahren wird: züge wieder abrücken konnten. Anscheinend ist das Feuer an der lebenden Tier nachgeahmt. Ställe, gefüllt mit Kutscher, Fürchtet sich der Verlag der Deutschen Warte", wenn er offen Nachbargrenze entstanden, wo sich eine Schmiede befindet. Da zwei Pierden und Wagen, Wagen mit und ohne Pferde sind in und ehrlich sagt, was er will? Warum versteckt er sich hinter einer Stapel Ruthölzer vernichtet wurden, so ist der Schaden beträchtlich. verschiedenen Ausführungen und Größen vorhanden, Trommeln, Ueber die Entstehung des Brandes ist nichts ermittelt. Die Berliner Wehr hatte früh 5 Uhr in der Gericht Pyramiden, Kasperletheater u. a. m. bieten ein buntes, ab- Aus Not in den Tod. Erschossen und ertränkt hat sich der straße 23 zu tun, wo eine Automobilgarage und eine Benzinwechselndes Bild der Ausstellung. Buchhalter Erich Mewes aus der Schlesischenstraße 14. Mewes war droschke in Flammen stand. Durch den Luftdruck des explodierten Im Haupteingang, eine Treppe, finden die Besucher sauber feit längerer Zeit stellungslos. Er geriet bald in große Not, die Benzins wurde eine Rabigwand eingedrückt. Mit zwei Nohren gekleidete Puppen in jeder Qualität und Größe. Weih von Tag zu Tag empfindlicher wurde. Um alledem ein Ende zu fonnten die Flammen erstickt werden. Zu gleicher Zeit war Inter nachtsmänner, Christbaumschmuck und anderes ist vorhanden. bereiten, nahm er sich das Leben; er jagte sich, dicht am Karpfen- den Linden 51 ein Kellerbrand abzulöschen, der Kisten und GeFür Vereine bietet sich zu Verlosungen und Weihnachts- teich im Treptower Park stehend, eine Revolverfugel in die Schläfe rümpel einäscherte. bescherungen eine außerordentlich günstige Einkaufsgelegenheit. und stürzte dann vornüber ins Wasser. Die Leiche des Lebens. Wer seinen Kindern Spielwaren schenken will, sehe sich die müden wurde bald von einem Barkwächter gefunden und geborgen. Ausstellung an. Er wird sicher etwas finden. So wird nicht nur den Kindern durch den Kauf guter Spielwaren eine Weihnachtsfreude bereitet, sondern auch Hunderte von gefnechteten Proletarierfamilien werden den Käufern dankbar sein und am Feste der Freude ihrer gedenken.
Deckadresse!
Zum Frauenmord
Rigdorf.
-
Vorort- Nachrichten.
und
wird berichtet, daß ein in der Briker Straße wohnender Schneidermeister T., der in einem fleinen Laden ein Konfektionsgeschäft Stadtverordnetenversammlung. In der Sigung am Donnerstag betreibt, sich das ausgestellte Jadett angesehen hat und es bestimmt abend standen an erster Stelle der Tagesordnung die Neuregelungen wiedererkennen will. Er hat dieses Jackett nicht persönlich ange- der Beamtengehälter und der Arbeitsverhältnisse in den städtischen Die Post am diesjährigen Weihnachten und Neujahr. Für fertigt, aber verkauft. Er faufte im August v. J. 30 Stück dieser Betrieben. Stadtv. Bagels( So.) beantragte, die Vorlage über den Postdienst zu Weihnachten und Neujahr werden jetzt in jedem Jackette. die Arbeiterlöhne vor derjenigen über die Beamtengehälter zu beraten, Jahr neue besondere Bestimmungen getroffen. Seit der Durch Vor 4 bis 5 Wochen, Ende Oktober oder Anfang November um zu sehen, wie weit man den Arbeiterwünschen entgegenzukommen führung der Sonntagsruhe bei der Post ist es den Oberpost- dieses Jahres, famen zwei Frauen in seinen Laden, um ein Jadett bereit ist. Die Mehrheit lehnte aber den Antrag ab. Hierauf empfahl Direktionen überlassen, in jedem einzelnen Falle zu bestimmen, zu kaufen. Die ältere war etwa 50 Jahre alt, unterfeit, mittel- Stadtv. Rosenow die von der Kommission unterbreiteten Vors für welche Tage an den Festzeiten die Sonntagsruhe aufgehoben groß und sehr dick. Die jüngere zählte höchstens 30 Jahre, war schläge für die Gehaltserhöhungen der Beamten und wird und in welchem Umfange ausnahmsweise ein Postdienst im etwa 1,60 Meter groß und auch sehr start. Das verlangte Jackett beantragte die Enbloc Annahme derselben. Die ungleichmäßige BeVerkehr mit dem Bublifum einzurichten ist. Für den Berliner war für die jüngere bestimmt.. legte den Frauen verschiedenes handlung der Schuldiener in den höheren Lehranstalten und in den aber die eter troffen: Am letzten Sonntag vor Weihnachten, am 19. Dezember, person, die es tragen sollte, im Verhältnis zum Brustumfang einen werden als die ersteren, bemängelt Stadtv. Butth fönnen Patete bei allen Bostanstalten des Bezirks, die werktags anormal großen Hüftenumfang besaß. Nach vielem Suchen fand flärt diese Maßnahme für völlig unbegründet. Nachdem Stadtv. Batete annehmen, in den Stunden von 8 Uhr morgens bis 1 Uhr man endlich ein einziges Jackett, das paßte, und dieses ist, wie T. Gröpler einen durch den Widerspruch seiner eigenen Parteifreunde mittags aufgeliefert werden. Die Paketausgabestellen sind bestimmt erklärt, das jetzt gefundene. Die ältere Frau schien nicht mißglückten Versuch unternommen hatte, die Deckungsfrage für die demselber Sonntag, den 19. Dezember, von 8 bis die Mutter der jüngeren zu sein, wenn auch die Figuren einander Kosten der Gehaltserhöhungen zu behandeln, fanden die Kommissions1 Uhr geöffnet. Am Weihnachtsfest selbst werden die Aus- ähnlich waren. Es machte den Gindrud, als wenn die jüngere bei vorschläge einstimmige Annahme. gabestellen für Pakete wie für Pakete wie an Werttagen geöffnet. Be- der älteren wohnte. Im allgemeinen machte die jüngere den Ein- Danach erhalten: Oberstadt- und Bausekretäre 485 M., Stadtstellung von Pateten findet nicht nur an den beiden Weihnachts- druck eines Dienstmädchens oder einer Fabrifarbeiterin. Be- feftretäre 425 Mt., Magistratssekretäre, Bauassistenten 840 M., feiertagen, sondern auch am Sonntag, den 12. Dezember, in Berlin merkenswert ist noch, daß dieses Jackett das einzige mit schwarzem Bureauaffiftenten 335 Mt., Stanzlisten 275 Mt., Vollziehungsbeamten, und einigen Vororten, am Sonntag, den 19. Dezember, und am Futter war, alle anderen hatten graues Futter. Es stimmt auch, Boten 245 Mt. Zulage. Sonntag, den 2. Januar, allgemein statt. Sie ruht dagegen am was die Sachverständigen sagen, daß das gefundene Jadett noch Die Dienstkleidung der Vollziehungsbeamten wird abgeschafft. Neujahrstage. Eine einmalige Geldbestellung wird am 25. De- nicht lange im Gebrauch gewesen sein könne und nur wenig ge- Gine beachtenswerte Verbesserung der Besoldungsordnung liegt auch zember sowie am 1. und 2. Januar ausgeführt. Ferner läßt die tragen sein müsse. Der Kauf liegt ja erst 4 bis 5 Wochen zurück. in der auf Antrag der sozialdemokratischen Kommissionsmitglieder Oberpostdirektion darauf hinweisen, daß es im eigenen Interesse Auch die Frau des Schneidermeisters, die beim Verkauf zu- getroffenen Bestimmung, daß erkrankten Bediensteten die ihnen eventuell der Absender liegt, die Postsendungen möglichst genau zu gegen war, bestätigt die Angaben. Auch die Anfertigerin des zustehenden Bezüge aus der reichsgefeßlichen Kranken- und Unfalladressieren. Auf Brieffendungen nach Berlin muß außer der Jacketts ist ermittelt worden. Der Schneidermeister T. hatte das versicherung während der ersten sechs Wochen nicht vom Gehalt geWohnung des Empfängers noch der Postbezirk und die Nummer Jackett mit 29 anderen gekauft, und zwar von einem Händler kürzt werden dürfen.
7117