weil der Bergbau und die Industrie immer mehr in diese Bentrumsdomäne eindringen und damit die wirtschaftliche und soziale Struktur der Kreise fich allmählich jener des Industriereviers annähert. Es wird hier zukunftsreiches Neuland durch die In dustrialisierung erschlossen.
09
Zum Landesvertrauensmann wurde Genosse König Dort mund wiedergewählt.
Der Hofgang in Meiningen vor Sen Sonneberger Genossen. Am Sonntag fand in Sonneberg eine Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins statt, in der an zweiter Stelle„ Landtagsfragen" behandelt wurden. Der Bericht des" Thüringer Wolfsfreundes" fagt, daß sich eine lebhafte und äußerst interessante Debatte entspann.
" Auf Wunsch des Vorstandes gab Genosse eh der ein flares Bild über die Verhandlungen der Fraktion in ber Vizepräsidentenfrage. Genosse Snauer unterstützte die Ausführungen Wehders. In der Diskussion sprachen die Genossen Dobrich und Blechschmidt gegen die Stellung nahme der Fraktion, die Genoffen Latt und Greiner dafür. Am Schluffe der Debatte gab Genoffe Wehder die Erklärung ab, baß ihn jedenfalls seine jahrzehntelange Parteitätigkeit befähige, den richtigen Weg zu finden, sollte ihm als Vizeprä= fibenten irgend etwas zugemutet werden, was gegen die Grundprinzipien der Partei verstoße. Nach diefer Erklärung fah die Versammlung davon ab, einen Beschluß zu faffen."
Diese Erklärung des Genoffen Wehder ist ja gana fchön, ändert aber nichts an der Tatsache, daß der sozialdemokratische Vizepräsident sich verpflichten mußte, sich dem Herzog und dem Grbpringen vorzustellen. Es ist bedauerlich, daß Genosse Wehber und die ganze sozialdemokratische Fraktion des Meininger Land tages nicht empfanden, daß eine solche Verpflichtung fich mit den republikanischen Grundfähen der Sozialdemokratie nicht verträgt. Nun hat allerdings die graffion einen eigenartigen Troft für die Genoffen gefunden, die sich durch das Verhalten der Fraktion in der Bizepräsidentenfrage verlegt fühlen. Der Thüringer Wellsfreund" veröffentlichte in feiner Donnerstagsnummer folgende Buschrift aus Meiningen :
Sente mittag% 1 Uhr hat endlich der in der Parteipreffe so vielfach besprochene Hofgang" des Genossen Wehder als zweiter Bizepräsident des Landtages stattgefunden.
Die Schmerzen des Sallenfer Bolteblast", der Neukischen Tribüne", des" Hannov. Boltswillen", der Bremer Bürgerzeitung und des Thür. Volfsfreund", der sich den Anschauungen dieser Parteiorgane angeschlossen hat, waren diesmal umsonst!
-
Der sozialdemokratische Bizepräsident pilgerte nicht im Frad und Wichstaften sondern in seinem einfachen Bürgerrod ind Echlapphut nach dem Rundbau und zeichnete fich dort mit den beiden anderen Präsidenten in die vorgelegte Lifte als solcher ein.
-
Damit war für diesmal der Hofgang" für den sozialdemoIratischen Landtagsabgeordneten Wehder erledigt! Borläufig! Nun wird die Redaktion des Thür. Volts. freund" abwarten müssen, bis sich der Abgeordnete Wehder und mit ihm die gesamte fozialdemokratische Frattion, mit deren Zuftimmung Genosse Wehder die lehte Erklärung: Mit dieser Fassung einverstanden", unterschrieben hat, zu Fürsten fnechten " herabsinken und die Parteigrundsäke etwa bernachlässigen toerden!
" 1
Für diesen Fall hat allerdings Genoffe Wehder das Parteiprogramm in der Tasche, das ihm auch bei seiner ferneren parIamentarischen Tätigkeit stets als Richtschnur dienen wird.
Wieso die Schmerzen der genannten Blätter, zu denen übrigens auch der„ Borwäris" gehört, umsonst waren, bermögen wir nicht zu ectennenes Etiva weil der fojialdemokratische Bizepräsident nicht in Frad und Wichstasten zu Sofe ging? Uns ist die Sache keine in Frad und Wichstasten au Sofe ging? uns ist die Sache teine Sileiberfrage und den anderen Bartelblättern wohl auch nicht. Ober gar, weil der sozialdemokratische Vizepräsident fich mit der Einzeichnung in eine Liste begnügen mußte, das Angesicht des Herzogs aber nicht zu fehen befam? Wir müssen gestehen, daß uns dieser Umstand den Sofgang um nichts schmackhafter macht. Im Gegen teil, wenn der Herzog fo viel Stlaffenbewußtsein befigt, den Sozial Demokraten nicht zu empfangen, fo berührt es um so schmerzlicher, daß es auf der anderen Seite an diesem Alaffenbewußtsein gefehlt hat. Wir meinen, daß der Ausgang dieses Hofganges für den Genossen Wehder und die Meininger Fraktion die Sache nur noch
blamabler macht.
gut
Aus Induftrie und Handel.
Ein agrarisches Kunststückchen.
"
Allgemeine Elektr. Gesellsch. 21 Aufsichtsräte Berl. Elektrizitätswerke. Bant für elektrische Unter nehmungen, Zürich Deutsch - Ueberseeische Elektr. Gesellschaft
.
Rheinfelden
Schlej. Glettr. u. Gas- A.- G. 13 Compania Barcelonesa
・
.
10
J
0
6
Mann
Rapitalien fommen. Ferner: Sert 6. Wedel habe sich als Auratoriumsmit int glied dieser Bant ansehnliche Summen als Zantiemen zahlen Millionen laffen. Weiter wird eines vor zwei Jahren veröffentlichten offenen 157,0 133,5
19,1
Zantiemen
11
in Mart 400 000 130 883
9
16
194 683
•
80
256 601
4
"
12
132 724
•
"
7
43 815
87,2 150,0 80,0 25,0
" 1
12
22 225
"
60 918
"
Borst u. Beamte 12 Aufsichtsräte
68 528
19 493
43 183
17,6 17,2 18,7
"
68 000
11,0
4
17914
Gratifitationen 8000 11 Aufsichtsräte 180 888
3,5
24,0
4 10
11 500
"
800 000
"
26 756
10,5 110,0 100,0
831 995
42 031
93,0 55,5
?
129 115
42,0 35,0
Vorft. u. Beamte 129 115 8 Aufsichtsräte 87 742
13,5
60 797
"
5
17 283
28,0 22,0
"
Vorstand
189 582 236 978
31,0
15
13
14
226 906 64 605 125 541
55,5 50,0 60,0
37
8
38 781
" P
5,0
5
8140
2,0
17
11
Brown Boveri A.-G., Baden , Schweiz Brown Boveri A.-G., heim Siemens- Schuckert- Werke Schudert, El. Aft.- Gesellsch. 14 Siemens u. Halste 11 1.2icht- u. Kraftanlag. A.-G. 16 Cont. Gesellschaft für elefir. Unternehmung., Nürnberg 15 Hamburgische Elektr. Werte 5 Glette. Werk Berlin Südwest A.-G. Gesellschaft f. elektrische Ve
" 1
leuchtung St. Petersburg 10 Siemens", eltr. Betr. A.-G. Bergmann, Elektr. Werfe. 31 gelten u. Guilleaume,
•
Lahmeyerwerke A.- G.. Bahmeyer u. Co., A.- G.. Rhein- Westf. Gl. Wert A.-G. Stettiner Elektr. Werke. Eleftt. Gesellich. vorm. Föge Lech Elektr. Werke U.-G.
66
6 923 Vorst. u. Beamte 11 661 3 291 766
18,5 1465,8
An
Bei der Bank für elektrische Unternehmungen, Zürich , der Siemens- Schuckert - Werte und der Stettiner Elektrizitätswerte find an der Tantieme auch die Vorstandsmitglieder beteiligt. 30 der großen und größten Elektrowerke verfügen, so weit die vorliegende Busammenstellung ausweist, über 1465,3 Millionen Mart! antiemen, an sichtbaren natürlich, wurden im letzten Rechnungsjahre 3 291 766 M. ausgezahlt. Darunter sind Rieseniummen an wenige Leute. Bei der A. E.-G. 400 000 m. für 21 Aufsichtsräte, bei den Siemens- Schuckert - Werken 800 000 m. für 10 Personen. Von dieser Summe müssen mehrere hundert Arbeiterfamilien ein Jahr lang leben. So sieht's aus mit der göttlichen Weltordnung
Die bevorzugte Landwirtschaft.
Briefes der Deutschen Adelsgenossenschaft Erwähnung getan, worin gesagt wird, durch die Nachlässigkeit des Schahmeisters v. Wedel sei die Genossenschaft um 120 000 m. gebracht und die Direktorenstelle im Offiziersverein habe v. Wedel wegen Betruges nieberlegen be b. used müssen.
-
Wegen dieses Artikels hat May v. Wedel gegen den Verfasser Schwehnert eine Privatbeleidigungsklage erhoben, die gestern bor dem Schöffengericht Berlin- Mitte verhandelt wurde. Der AngeFlagte und fein Berteidiger, Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht, erboten sich, alle in bezug auf den Kläger behaupteten Tatsachen als wahr zu erweisen. Sie bemerkten, es sei doch bezeichnend, daß Herr b. Wedel , dem schon vor zwei Jahren in der Zeit am Montag" ganz dieselben Vorwürfe in viel schärferer Form gemacht worden seien, damals feine Klage erhoben habe und auch jetzt nur deshalb die Klage anhängig gemacht habe, weil ihn das Militäre ehrengericht, dem er als Offizier a. D. unterstehe, dazu gedrängt habe. Der Kläger entgegnete, er habe sich vor zwei Jahren, als der Artikel erschienen war, an diejenige Stelle gewandt, an deren Urteil allein ihm etwas liege. Das sei die Deutsche Adels. genossenschaft. Der Ehrenrat derselben habe entschieden, daß die Angaben des Artikels Verleumdungen seien. Er habe damals von einer Alage gegen die Zeit am Montag" abgesehen, weil die für ihn allein maßgebende Stelle der Ansicht sei, daß man ein derartiges Blatt" nicht berklage. Auf die Frage. warum er denn jekt entgegen dieser Ansicht doch ein derartiges Blatt" berklage, antwortete Herr v. Wedel , weil ihm in dem jebigen Artikel nachgesagt werde, daß ihn die Deutsche Adelsgenossenschaft beschuldigt habe. Der in dem Artikel erwähnte offene Brief sei gleich nach seinem Erscheinen vom Vorstand der Abelsgenossenschaft als Verleumdung bezeichnet worden. Wie Rechtsanwalt Dr. Liebfnecht bemerkte, soll diese Erklärung der Adelsgenossenschaft später widerrufen worden sein. Weiter behauptete der Kläger , er habe die gegenwärtige Klage nicht auf Drängen des Militärehrentates, sondern aus eigenem Antriebe eingereicht, und zwar habe er zunächst bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag gestellt. Diese habe ein öffentliches Interesse nicht für vorliegend erachtet. Darauf habe er die Privattlage anhängig gemacht. Er sei noch heute Schatzmeister und Vorstandsmitglied der Adelsgenossenschaft, die ihm erst in letzter Zeit ein Vertrauensvotum gegeben habe.
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Er
Als Zeuge wurde Rechtsanwalt Aßmann vernommen. hat als Aktionär und Mitglied des Aufsichtsrates der Vermögensverwaltungsstelle für Offiziere einen genauen Einblick in den Gee schäftsbetrieb dieser Bank bekommen und sagte aus: Die Bank fei 1894 von zwei Angestellten des Offiziersvereins gegründet worden. Diese seien jedoch nur Strohmänner gewefen. Aus den Atten der Bant habe er die Ueberzeugung gewonnen, daß der läger v. Webel und der gewesene Minister v. Bodbielski die eigentlichen Leiter des Geschäfts gewesen seien, obwohl sie der Berwaltung nicht angehörten. Die Bank habe in den Jahren, wo sie unter dem Einfluß des Herrn b. Wedel gestanden habe, sehr be denkliche Geschäfte gemacht mit faulen industriellen Gründungen, an denen Herr b. Wedel beteiligt gewesen sei. Diese Geschäfte hätten der Bank so große Verluste gebracht, daß sie im Jahre 1904 vor dem Nuin gestanden habe. Dann sei der Einfluß des Herrn b. Wedel beseitigt worden und das Geschäft gehe seitdem besser. Der Zeuge ist überzeugt, daß der Einfluß, den Herr b. Webel auf die Geschäftsleitung der Bant hatte, so bedeutend war, daß er alle berlustreichen Geschäfte hätte verhindern fönnen, doch sei es möglich, daß Here bebel in gubein Glauben gehandelt babo und der Geschäfte nicht gewachsen gewesen fei.
Bur Deckung der Strombautoften wird in der Form von Schiffahrtsabgaben nach der Denkschrift der preußischen Regierung von Handel und Verkehr von vornherein eine Verzinsung des Kapitalaufwandes in Söhe von 4 Proz. gefordert. Am Mittellandtanal brauchen da gegen die Provinzialverbände und Bremen die Kanalabgaben nitr in Göhe von 3 Pro des Antagefapitale zu gewährteiften, obwohl die vom Kanal durchschnittenen Landesteile dadurch meist überhaupt erst dem Wasserverkehr erschlossen werden. Und soweit schließlich der Der Kläger wehrte fich mit großer Entschiedenheit und mit Staat sehr beträchtliche Aufwendungen für Strombauten den Manieren eines echten preußischen Junkers gegen die Bezum Zwecke der Landeskultur, d. 5. in der Hauptsache zugunsten hauptung, daß er einen maßgebenden Einfluß auf die Leitung ber Landwirtschaft macht, wird den Beteiligten dafür eine der Vermögensverwaltungsstelle gehabt habe und für deren Ver Berzinsung von 0 Broz. auferlegt! Auch nach Einführung der lufte verantwortlich gemacht werden könne. Diese Angaben des Schiffahrtsabgaben sollen nämlich nur die Schiffahrtsbeteiligten, lägers fanden eine gewisse Bestätigung durch die Aussagen des nicht aber die beim Aufwand für Strombauten doch nicht minder Beugen Fortsch, der dem Aufsichtsrat der Vermögensverwaltungsbeteiligten landwirtschaftlichen Anlieger, zu den Roften herangezogen stelle angehört. Ein dritter Zeuge, Regierungsrat v. Strank, bewerden. Zur Vervollständigung dieses Bildes braucht man nur noch daran zu erinnern, daß der Staat zur Unterstützung der Landwirt- stätigte dagegen die Angaben des Zeugen Azmann. fchaft bekanntlich den landwirtschaftlichen Genossenschaften Kredit zu einem Binsfuße von 21%, Broz. an zur Verfügung stellt. Es wird also bei uns mit recht verschiedenen Prozentjätzen gemessen!
Nach mehrstündiger Berhandlung wurde die Sache vertagt. um die Rolle, welche v. Wedel in der Bermögensverwaltungsstelle spielte, völlig aufzuklären, sollen die Atten der letzteren herbei. geschafft und noch weitere Zeugen geladen perden, darunter aud Ferr v. Podbielski.
Der Deutschen Tagesztg." hat es unfere vergleichende Auf Das Reichs- Kaligeseh. Nach dem num vorliegenden Gefetz stellung über die Viehfchlachtingen angetan. Daß die Schweine entwurf foffen Kalijalze nur durch Vermittelung einer Vertriebs schlachtungen in den erffen drei Quartalen des Jahres 1909 im gemeinschaft abgefegt werden dürfen. Dem Syndikat tönnen die Vergleich mit der Parallelzeit 1904 um 241 391 gesunken find, Befizer der förderfähigen und der im Entstehen begriffenen StaliAus der Frauenbewegung. irritiert den Viehverständigen der Tagesztg." nicht. Weil gleichwerte beitreten. Der Syndikatsvertrag sowie die jedesmalige Breisfestsetzung für das Inland bedarf der Genehmigung des Bundesrats. zeitig eine Vermehrung der Rinder- und( 1) Kälberichtachtungen um für die einzelnen Raliwerte werden Beteiligungsziffern festgelegt. Die weibliche Berufstätigkeit in den Großstädten München und 254 589 eingetreten ist, und im laufenden Jahre auch noch für die nächsten fünf Jahre gelten die im neuen SalifynditatsNürnberg 62 000 Biegen mehr als vor fünf Jahren ihr Leben laffen mußten, vertrage festgelegten Beteiligungsziffern. Kaliabbauberechtigte, auf Grund der letzten Berufs- und Gewerbezählung ist Gegenstand darum glaubt er von einem sozialen Aufstieg der Arbeiter reden zu welche noch nicht mit der Anlage eines Kaliwertes begonnen haben, einer Veröffentlichung des fönigl. bayerischen Statistischen Landesdürfen. Wer lacht da- nicht? Wie die Arbeiter lebent, ob ihre erhalten eine Entschädigung. An Stelle einer Entschädigung tann amtes. Es waren demnach im Jahre 1907 in München 97 351 und das fann man fehr der Berechtigte den Ankauf der Abbaurechte gegen Erstattung der in Nürnberg 48 972 Frauen hauptberuflich erwerbstätig gegen 71878 Lebenshaltung fich hebt oder sentt, Kälber- und Kinder- Erwerbskosten oder des im letzten Jahre notierten durchschnittlichen refp. 24 082 im Jahre 1895. Auf die einzelnen Berufsflaffen veram Schweinefleischkonsum ablesen. fleisch kommt in der Hauptfache auf den Tisch der Leute Sturswertes verlangen. Die Geltungsdauer des Gesetzes foll zwanzig teilten sich diese Frauen wie folgt: mit höherem Einkommen. Daß diese sich trotz der Krise feine Jahre betragen. Berufsgruppen Die revolutionierende Tecnit. Die von der Allgemeinheit recht großen Einschränfungen aufzuerlegen notwendig hatten, das wiffen die Arbeiter auch ohne die Belehrung durch das Bündlerblatt. Aber er wenig beachtete Sefeindustrie hat in den legten Jabren sehr be- Land- und Forstwirtschaft steht darin doch teine Hebung feiner eigenen Lage. Der agtarische deutende Umwälzungen erfahren. Durch ein neues Berfahren ist es Pfiffifus hat zudem aus nicht unbekannten Gründen die Ninder gelungen, die Ausbeute um zirka 50 Prozent zu erhöhen. Durch Gewerbe und Industrie diese beränderten Verhältnisse wurde auch der Zusammenbruch des schlachtungen mit denen für Kälber zufammengerechnet; die Zu Hefeiyndifats herbeigeführt und bisher feine Neubildung verhindert. Handel und Verkehr nahme entfällt nämlich zum überwiegenden Teile auf Stälber um die Herstellung mit der Nachfrage in Einklang zu bringen, find schlachtungen. Diefe haben allein um 240 367 zugenommen. Das die Fabriken zu Produktionseinschränkungen gezwungen. Eine folche mußte der olle ehrliche Dertelmann verfchweigen, wollte er nicht nimmt jetzt auch die bekannte Sinnergesellschaft vor, indem sie eine ristieren, fogar bei den Lefern der Tageszeitung" Kopfschütteln zu von ihren drei Fabriken stillegt. erregen, wenn er aus diefer Steigerung eine Hebung der Lage der -Arbeiter fonftruiert hätte. Sein Manöver ist allerdings fo unMassenentlassungen von Arbeitern gefchidt, daß es eben nur in der Deutschen Tageszeitung" ver- follen gegentvärtig auf den in Scharley( Schlesien ) gelegenen, ber brochen werden fonnte. Selbst wenn die. dort vorgetäuschte Nind- Aftiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb gehörigen Gruben fleischverbrauchssteigerung eingetreten wäre, würde das doch noch und Erzwäschen stattfinden. Es sollen weit über 1000 Arbeiter zur teine Verbesserung der Lebenshaltung bedeuten, denn in den letzten wird von der Direktion schlechte Geschäftskonjunktur angegeben. Entlassung fommen. Als Begründung dieser Massenentlaffungen 5 Jahren ist die Bevölkerung Deutschlands um zirka 4 Millionen wird von der Direktion schlechte Geschäftstonjunttur angegeben. Röpfe gestiegen. Und trotz diefer Zunahme der Konsumenten ein Rückgang der Schweineschlachtungen um 241 891, was die Schlaumeier der„ Tageszeitung" nicht abhält, zu behaupten: Die Lebenshaltung der Arbeiterklaffe hat sich gehoben! Ein Dertel- Stunftstück!
57
Tantiemen in der Elektroindustrie.
Gerichts- Zeitung.
9
Jahr ( 1895 1907 ( 1895 1907 ( 1895 1907 11895
III
Lohnarbeit wechselnder Art Staatliche Dienfte und freie Berufe Häusliche Dienste
Zusammen
21 993 27 407 19 177 29 328 9457 9 956 4044 6 982
Nürnberg 1084 1091 10 788 25 601 4250 10 137
( 1895 1907
1 020 1741 618 1 336 7272
9 066
71 878
24 032
1907 ( 1895
1907
19 174
23 120
( 1895 ( 1907 97 851
48 972
Wie man sieht, hat sich in Nürnberg die weibliche Eriverbs. tätigkeit fast berdoppelt, während sie in München mur um zirka 35 Broz. gestiegen ist. Anders gestaltet sich freilich das Bild, wenn man die Bermehrung der Bevölkerung und der Erwerbstätigen überhaupt in Rechnung zieht. Dann ist in München der Anteil der weiblichen Erwerbstätigen an den Erwerbstätigen überhaupt bon 35,9 auf 38,0 Proz., in Nürnberg aber von 32,1 auf 33,2 Broz. ges stiegen. Neben den häuslichen Diensten, die fast ausschließlich von Frauen besorgt werden, ist der Anteil der weiblichen Erwerbstätigkeit Unter dieser Ueberschrift veröffentlichte der Schriftsteller besonders groß in der Gruppe Lohnarbeit wechselnder Art, wo er bei Der Elektrogroßbetrieb gehört zu den modernsten Kindern der Frit Schwennert in der Zeit am Montag" einen Artikel, der sich der letzten Zählung in München 59,7, in Nürnberg 86,4 Proz. bes Kapitalanhäufungen. Hier, wo in jeder Verwaltung die größten mit dem Schaumeister der Deutschen Adelsgenoffenschaft, Mag trug. Auch die Gruppe Handel und Verkehr weist in Nürnberg Banten ibre Size haben, Deutsche Bant, Berliner Handels- v. Wedel, beschäftigte. Dieser war fura vor dem Erscheinen des 27,6, in München 41,1 Bros. weibliche Erwerbstätige auf. gefellichaft usw., tann das zur Verfügung stehende Kapital überhaupt Artikels zum Stiftshauptmann von Löbichau ernannt worden nicht mehr nachgeprüft werden. Die Muttergesellschaft mit und bekleidet außerdem noch die Würde eines Rechtsritters vom 157 Millionen Kapitalien gründet Tochtergesellschaften mit Dugenden Johanniterorden. In dem Artikel wird ausgeführt, daß die Hand- den Großhandel in den Zentral- Marktballen. Marktlage: Fleild: von Millionen; diese segen Entellinder in die Welt und so fort; oft lungen des Herrn v. Wedel in schroffem Gegensatz ständen zu einer Sufuhr reichlich, Geichäft schleppend, Preise unverändert. 2ild: Bufubr genug, um der Stammutter einen neuen Auftrag für Ents Rede, die er beim Antritt seiner Würde als Stiftshauptmann nicht genügend, Geschäft lebhaft, Preise gut. Geflügel: Bufuhr Inapp, wickelung usw. zu sichern. Die sichtbaren Tantiemen stellen Fische: Bufuhr ziemlich genügend, fajt durchweg enorme Summen dar. Unter Kapitalien ist in der hielt. Insbesondere wird behauptet, die Vermögensverwaltungs- Geidoit fchleppend, Breife fteigend. Geschäft schleppend, Breise wenig berändert. folgenden Tabelle bas attientapital mit Anleihen usw. zusammen- ftelle für Offiziere, ein Bantinstitut für Offizierstreise, sei unter Geschäft ruhig, Breije unverändert. Gemüse, Obt und Südfrüchte: Butter und Kase : gerechnet. der Verwaltung des Herrn v. Wedel an den Rand des Ruins ge- Bujuhr genügend, Geschäft sehr still, Breise gebrüdt.
Amtlicher Marktbericht der städtischen Marttballen- Direktion über