Gewerkschaftliches.
Katholische Arbeiterdemonftrationen.
lich- nationalen Gewerkschaften aus. Achtung, Respekt vor dem Are[ 2ohnerhöhungen eintreten zu laffen!" beiter und ein auskömmlicher Lohn für ihn, das sind allerdings Es bleibt abzuwarten, ob alle wieder eingestellt werden. Dinge, die dem Gutenbergbund fremd find, für die aber um so Das ist die Wohlfahrtsfirma Krupp", die noch immer mehr Verständnis im Verbande der deutschen Buchdruder vor- hie und da als" human" gilt. Wieviel Hunderttausende an handen ist. Beschwert sich der christlich- national gesinnte Gutens Was dem einen recht ist, ist dem anderen nicht billig. bergbund aber darüber, daß in der Provinz die Verbandsmitglieder Extraprofit mag der Lohnabzug wieder einbringen? An diesen Fundamentalsat preußischer Regierungspraris er feinen Agitationsversammlungen vielfach fernbleiben, so ist dies innert recht deutlich ein Geschehnis des vergangenen Sonntags, zwar verständlich von den Verbandsmitgliedern. Wir raten ihm das in der Zentrumspresse eifrig kolportiert wird. Die taaber, in Berlin , etwa in der Neuen Welt", eine solche Ver tholischen Arbeitervereine, bekannt durch ihre sammlung einzuberufen. Die Verbandsmitglieder werden sicher erabsolute Abhängigkeit von der Kirche und durch ihre anti- scheinen und der Gutenbergbund kann sich schon jetzt gratulieren sozialistische, im Interesse des Zentrums getriebene Tätig- zu dem zu erwartenden Erfolge. feit, haben am 13. Februar, dem Wahlrechts- Sonn
die Sperre:
Achtung, Glaser! Infolge rigoroser Handhabung der Betriebsordnung haben die Bleiglafer im Zugfer- Prismen- Syndikat in Weißensee die Arbeit niedergelegt. Da die Firma ein Entgegentommen nicht zeigt, ist die Sperre über die Firma verhängt worden. Die Ortsverwaltung Berlin des Zentralverbandes der Glafer.
tage, ihre Schäflein im Kreise Düren nach Düren wilden und Hirschen verhängen wir hiermit über folgende Firmen Achtung, Töpfer! Wegen Tarifbruch und Beschäftigung von ชิน einer Straßendemonstration zusammenberufen, die nach den Mitteilungen der Zentrumspresse glänzend ausgefallen sein soll. Die„ St. V." spricht wörtlich von einem Reinickendorf , und Ernst Siebrecht, W., Kyffhäuserstr. 28, Bau Mar Meißner, Reinidendorferstr. 48, Bau Residenzstr. 7/8, imposanten" Straßenumzuge. Die katholischen Arbeiter Friedrich- Wilhelmstr. 32, Tempelhof. bereine, ein Anhängsel der deutschen Zentrumspartei , haben also Meißner zieht 1 M. pro Ofen oder Herd und Siebrecht an demselben Sonntage, wo in Halle, Neumünster , Frankfurt 5 Proz. bom Tarif ab. Bei beiden Firmen arbeiten aber borties usw. der Polizei ,, geist" Triumphe feierte, ungehindert Straßen- gend Hirsche, unter anderem bei Siebrecht der Vorsitzende der demonstrationen veranstalten dürfen! Wir gönnen es ihnen, Hirsche, Mar Brauer, Weißensee , Schönstr. 6. Die Verbandsleitung. wir berlangen aber auch für uns das gleiche Recht, und hoffen, daß uns das Zentrum, als ebenfalls start interessiert, im Kampf um das Recht auf die Straße unterstüßen wird. Wer über den Charakter der Versammlung noch nicht im flaren ist, mag daran erinnert werden, daß das Hoch auf Kaiser und Papst durch einen leibhaftigen Pfarrverwalter ausgebracht wurde, und daß in der Versammlung ein Arbeitersekretär über die Achtung, Schuhmacher! Am Mittwoch früh wurde in der Aufgaben der katholischen Arbeiter in unserer Zeit gesprochen Schuhfabrit von Jakobius Söhne Bergstr. 38/35, die hat. Für den Fall, daß das Zentrum nichts von diesen Arbeit wieder aufgenommen, nachdem den Tag vorher noch eine Demonstrationsluftigen wissen will, sei hier gleich noch eine Verhandlung mit dem Fabrikantenverbande stattgefunden hatte. Stelle aus dem Buche des bekannten Dr. Otto Müller In dieser Verhandlung wurde die vorher mit den Fabrikanten verüber die katholischen Arbeitervereine, das 1907 im Verlage des einbarte Reduzierung des ursprünglichen Lohnabzugs von 10 auf Boltsvereins für das katholische Deutschland erschien, mitgeteilt. 5 Pf. pro Dußend gutgeheißen. Die noch strittige Frage der Wiedereinstellung wurde dahin geregelt, daß statt 15 Arbeiter, wie in der ersten Berhandlung, nun acht im Betriebe tein fofortige Unterkommen finden. Diese letteren sollen durch den Arbeitsnachweis des Fabrikantenverbandes fofort bei anderen Firmen cin gestellt werden.
Sie lautet:
"
Die Arbeitervereine werben auf politischem Gebiete die geistigen Kräfte für die Zentrumspartei heranbilden, werden aber nicht selber praktische Politik treiben, sondern vielmehr ihre mit glieder anweisen, innerhalb der Zentrumsorganisation entsprechend den im Arbeiterverein erlernten Grundsägen praktisch das zu verwirklichen, was sie in politischer Hinsicht für notwendig halten." Es ist also unumstritten Zentrumspolitit, die da durch Straßendemonstrationen unterstützt wurde.
Verband der Schuhmacher. Ortsverwaltung Berlin , Schrecken unter den Berliner oberen Zehntausend. Das Stallpersonal der Rennställe in Hoppegarten und Dahlwiß ist in den Streit getreten. Die dort beschäftigten 500 Leute wollen mit einem Durchschnittslohn von rund 21 M. nicht mehr zufrieden sein. Ihre Forderung lautet auf 25 M. Lohn. Und auch dieser würde immer noch einen genügend großen Raum zum Nachdenten über die Differenzen zwischen der eigenen Existenz und dem Sportlugus gestatten.
Deutfches Reich.
im Ruhrrevier ab.
Lohnbewegung der Militärsattler. Die Sattler der Militärbranche haben am Donnerstag eine Bertrauensmännerfizung abgehalten, in der die Berichte aus den einzelnen Betrieben entgegengenommen wurden. Die Fabrikanten haben am Dienstag in einer Sigung die Arbeitsbedingungen selb= ständig festgesetzt und wollen sich in diesem Puntte überhaupt auf Die bürgerliche Preffe sagt den Bergarbeiterausstand nichts mehr einlassen. Nur in bezug auf die Preise der einzelnen Stüde wollen sie verhandeln. Sämtliche Herren, mit Ausnahme Unter der sensationellen Ueberschrift: Kein Bergarbeiterder Herren Beder und Wunderlich( Inh. Badhaus), waren ausstand im Ruhrrevier" läßt sich die bürgerliche Presse in am Montag bereit, mit der Tariffommission zu unterhandeln. In einem Privattelegramm aus Essen melden, daß die Gefahr der Dienstagfißung wurde nun direft entgegengesett beschlossen, demnach hatten die Scharfmacher die Oberhand gewonnen. Die Arbeiter sind nun der Auffassung, daß die Fabrikanten einen Streit provozieren wollen, um ihre Preise erhöhen zu können, eine Auffaffung, die durch gelegentliche Aeußerungen von Fabrikanten bestärkt wird. Allen in Betracht kommenden Betrieben ging am Mitta woch der Beschluß der Fabrikanten zu, in dem diz Arbeitsbedingungen festgelegt waren und die Wertstuben- Vertrauensleute aur Beratung der Akkordfäße zum Freitag, den 18. Februar eingeladen tourden. Die Vertrauensmännerfißung beschloß, an der Sigung teilzunehmen. Sollten jedoch die Fabrikanten an den völlig un zulänglichen Arbeitsbedingungen festhalten, so ist wenig Aussicht auf eine Ginigung vorhanden.
Achtung, Sattler! In den Militäreffektenfabriken August Loh Söhne, Wilhelmstr. 22, und Franz Coban, Dresdener Straße 82/83 wurde wegen Nichtanerkennung des Tarifvertrages für die Militärsattler die Arbeit eingestellt. Zuzug nach diesen Betrieben ist streng fernzuhalten.
Verband der Sattler und Portefeuiller. Die Ortsverwaltung.
,, Chriftlich- nationale" Buchdrucker.
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Bon Zeit zu Zeit ist es für die Berliner Arbeiterschaft von Intereffe, auch über die gelbe Gewertschaft, genannt Guten bergbund", die neben dem Verband der deutschen Buchdrucker im Buchdrudgewerbe bescheiden ihr Dasein fristet, etwas zu erfahren. Zumal diese christlich- nationale Vereinigung unter dem Zeichen der jetzt herrschenden politischen Reaktion, die das arbeitende Bolk zu Knechten und Sklaven degradieren will, und unter der Herr schaft der Scharfmacher im Buchdrudgewerbe sich mehr in den Vordergrund wagt und die Zeit für gekommen erachtet, um für ihre reaktionären Bestrebungen Propaganda zu machen. Diese Gefellschaft, deren Eristenz aus dem Jahre 1892, nach Beendigung des Neunstundenkampfes der Buchdruder herrührt, versucht durch Verteilung eines Flugblattes in den Vororten Berlins , das an Gehilfen und Lehrlinge gerichtet ist, von neuem die Aufmerksamkeit auf sich zu lenten. Daß sie dabei keine Seide spinnt, ist nur allzu felbstverständlich; aber der Versuch muß gewagt werden, um wenn möglich die bei den Gehilfen verlorene Position an Lehrlingen wiederzugewinnen. Im Jahre 1896 berfügte der Gutenbergbund noch über 3900 Mitglieder, im Jahre 1910 find es im ganzen Reiche nur noch 2700, wobei aber nicht allein Gehilfen in Frage fommen, fondern ganze Komtor- und Dienstpersonale.
eines Ausstandes der Ruhrbergleute als beseitigt gelte, Vertreterversammlungen von Arbeiterdelegierten sollen beschlossen haben, mit Rücksicht auf die warme Witterung von einem Streit abzusehen.
Wie wir durch eine Anfrage beim Vorstand des Bergarbeiterverbandes in Bochum in Erfahrung bringen konnten, ist an der Geschichte fein wahres Wort. Diese Notiz ist lediglich ein Produkt der warmen Witterung. Weder ist ein solcher Beschluß gefaßt worden, noch haben überhaupt Vertretersigungen stattgefunden. Der Verband steht vielmehr nach wie vor auf dem Standpunkt, daß, wenn das Ver halten der Bergherren es erfordert, bei günstiger Konjunttur die Bergarbeiter den Abwehrkampf aufnehmen werden.
Konservative gegen die Zechenbefizer.
In den konservativen Preußischen Jahrbüchern" des Prof. H. Delbrück bringt jetzt Dr. C. Frante- Berlin einen bes achtenswerten Artikel über den Zechenarbeitsnachweis der Bergherren. Nach einer genauen geschichtlichen Darstellung kommt der Verfasser zu dem Schluffe:
" Ich könnte mir denken, daß die Aktionäre einmal recht dringend erklären: es ist uns einerlei, wie Ruhe und Frieden im Bergbau geschaffen wird. Aber wenn es nicht anders geht, als daß die Führer der Arbeitgeber mit den Führern der Arbeiter miteinander verhandeln, und so zu Vereinbarungen lommen, dann in Gottes Namen! Und ich wüßte keinen anderen Weg als den einer Verständigung, der zum Ziele führen könnte. Auf die Dauer ist auch im Ruhrrevier der Herrenstandpuntt nicht aufrecht zu erhalten. Mögen die Arbeiter noch so oft Niederlagen erleiden, sie werden immer wieder aufstehen, um sich zu erkämpfen, was sie für ihr Recht halten." Die Regierung hat es natürlich trot solch mahnender Stimmen aus dem eigenen Lager nicht nötig, sich um das Wohl und Wehe bon rund 300 000 Ruhrbergarbeitern zu fümmern, dies besorgen schon die Herren Zechengewaltigen.
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Die plötzliche Arbeitsniederlegung der Hochofenarbeiter der Ser uppschen Friedrich Alfred- Hütte in Rhein hausen , die am Montag ganz spontan eintrat und am Bezeichnend ist es zunächst für den„ Charakter" dieser Gefell - Dienstag früh sich über den gesamten, 5000 Personen umschaft, wie sie sich dem Unternehmertum in Nr. 47 ihres Organs fassenden Betrieb auszudehnen schien, ist ebenso plöglich, wie für einen eventuellen Kampf der Buchdruder schon jet anbietet: fie eintrat, wieder aufgehoben bedingungslos! Ein Nur durch die Existenz einer zweiten Gehilfenorganisation wird Strohfeuer, wie es nach Lage der Sache nicht anders sein konnte. Die Berbandstaftit auf dasjenige Maß zurückgeschraubt, das( wie Die Kruppiche Hüttenverwaltung wußte, was sie den Arbeitern, das Bentil an einer überhißten Dampfmaschine) naturnotwendig ift, um die Segnungen der Tarifgemeinschaft aufrechtzuerhalten." die nur zum sehr geringen Teile der Organisation angehören, Mit der Maste eines Tarifgemeinschaftsfreundes bedeckt man sich, bieten konnte, und wie sie andererseits in den Tausenden von um zu gegebener Zeit dem Unternehmertum Arbeitswilligendienste Ausländern eine Rückendeckung hat. Und so tonnte sie in zu verrichten. Offener ist nie eine gelbe Gewerkschaft mit Streit dem Augenblicke, als alle Räder still" zu stehen bruchsgedanken hervorgetreten, und muß man sich nur wundern, drohten, es wagen, folgenden Utas an die Pforten der Hütte daß unter den in Berlin arbeitenden Bündlern auch noch nicht zu schlagen: einer hervorgetreten ist, der gegen derartige Machenschaften des Bundes ankämpft.
Bekanntmachung.
Husland.
G
bon
Ein beendeter Arbeiterkampf in Belgien . Brüffel, 16. Februar.( Eig. Ber.) Die neun Monate währende Aussperrung der Steinbruch Arbeiter Ecaussinnes in Belgien , mit der die dortige Unternehmers anzusehen. Es war einer jener hartnäckigen, zähe dahinſchleichenden, schaft die Forderungen der Arbeiter beantwortete, ist als beendet für Belgien typischen Kämpfe, die ebenso das unnachgiebige stand, daß sich in den trüben Kampfgeiten die Mitgliederzahl des Prozentum des Patronats wie den ausharrenden Opfermut des Proletariats fund tun. Für das letztere bezeichnend ist der Um Syndikats um 100 gehoben hat.
Der Hauptkampf ging um die Anerkennung der sozia Iistischen Gewertschaft und die Abschaffung der istischen Gewerkschaft und die Abschaffung der Stüdarbeit. Mit der ersten Forderung sind die Arbeiter gänzlich durchgedrungen, auch ihr Vertrauensmann ist anerkannt. Damit ist dem Unternehmertum ein besonderer Schmerz widerfahren, denn das Hauptziel vom Anbeginn des Konflikts war die Bernichtung der gewerkschaftlichen und wirtschaftlichen Organisation der dortigen Arbeiter: des Syndikats ebenso wie der Kooperative. Auch die Forderung nach Abschaffung der Stüdarbeit ist bis auf einige Firmen durchgesezt, so daß im ganzen der tapfere Kampf als fiegreich beendet betrachtet werden kann. Außerdem haben die Arbeiter die Anerkennung des 1. Mai, eine Verbesserung der Werkstättenordnung und anderes durchgefeßt. Ob sich die Unternehmer nicht bei der Neueinstellung der Arbeiter von Rachegelüften werden keiten laffen, ist freilich eine Frage. Für die Gesamtheit der belgischen Arbeiter, die während der neun Monate mit ihren Unterstützungen nicht geipart haben, ist mit der Beendigung dieses Kampfes der Weg wieder etwas freier.
Letzte Nachrichten und Depefchen.
Die rote Hochburg im Goetheländle.
Ilmenau i. Th., 17. Februar.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Bei der heutigen Gemeinderatsersatzwahl siegte unser Genosse Ranitsch mit 100 Stimmen Majorität über den bürgerlichen Kandidaten. Der aus 20 Mitgliedern bestehende Gemeinderat setzt sich jetzt aus 15 Sozialdemokraten und 5 Bürgerlichen zusammen.
Die Verfassung für Bosnien und die Herzegowina.
Wien , 17. Februar. ( W. T. B.) Der Kaiser hat die Ver. fassungsgesegentwürfe für Bosnien und die Herzegowina genehmigt, und zwar das Landesstatut, die Wahlordnung, die Geschäftsordnung des Landtages, das Vereins- und Versamm. lunggesetz und das Gesch über die Bezirksräte.
Mltimatum an die athenische Presse. Konstantinopel , 17. Februar.( B. H. ) Nach Depeschen, die dem hiesigen Minister des Auswärtigen zugegangen sind, hat die Militärliga der athenischen Presse ein Ultimatum zugestellt mit der Aufforderung, ihre Sprache zu mäßigen! Die Zeitungen protestieren dadurch, daß sie ihr Erscheinen einstellten. Die Offiziere der Marine wie die Marine überhaupt zeigen die Tendenz, die Journalisten zu verteidigen. Die Lage in Athen gilt neuerdings als sehr ernst.
Keine Einigung.
London , 17. Februar.( W. T. B.) Die Verhandlungen zwischen den Anhängern Redmonds und der Regierung sind heute den gana zen Nachmittag eifrig fortgefekt worden. Nach denselben erklärte Redmond, daß mit der Regierung kein Uebereinkommen erzielt worden sei. Dieses Ergebnis hat die durch die Mitteilungen Bar nes hervorgerufene Aufregung noch mehr gesteigert.dent
London , 17. Februar.( W. T. B.) Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Aden haben 2500 im Solde des Mullah stehende Reiter den Stamm der Midjertins im Somalilande an gegriffen, eine Stadt zerstört, viele Leute getötet und 14 000 Kamele geraubt. Die Reiter des Mullah verloren 40 Mann und 90 Pferde. Eisenbahnzusammenstoß.
Troppau , 17. februar.( B. H. ) Auf der Station Erbersdorf fand ein Zusammenstoß zweier Züge statt, wobei ein Bahn. bediensteter schwer und vier leichter verletzt wurden.
Tödlicher Unfall im Steinbruch.
Marienberg ( Westerwald ), 17. Februar.( B. H. ) In dem Steinbruch der Firma Westerwaldbruch sind heute durch einstürzen. des Gestein vier Arbeiter verschüttet worden. Sie konnten erst nach zweistündiger Arbeit von den Steinmassen befreit werden. zwei starben unmittelbar nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus an den erlittenen schweren Verlegungen. Die beiden anderen sind mit leichteren Verlegungen davongekommen.
Eine Schiffskatastrophe.
Brest , 17. Februar.( W. T. B.) An Bord des Schoners Jeanne d'Arc " entzündete sich eine Ladung Zelluloid. Der Kapitän und ein Schiffsjunge verbrannten. Das Schiff ist fast vollständig vernichtet.
Eine gefährliche Explosion. Oakland ( Kalifornien ), 17. Februar.( W. T. B.) Durch eine Explosion ist das Pulverwert von San Lorenzo zerstört worden; zwanzig Angestellte werden vermißt.
Unwetter und Ueberschwemmungen. Paris , 17. Februar.( B. H. ) In Tarbes herrscht furchtbares Wir machen darauf aufmerkiam, daß diejenigen Hochofen- Unwetter, welches bereits großen Schaden angerichtet hat. In vielen arbeiter, welche am Montag, den 14. d. M., die Arbeit nieder- Ortschaften wurden Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. In gelegt haben bezw. vom Werte ferngeblieben sind, sofern diefelben Tarbes selbst wurden die öffentlichen Parkanlagen vollständig ver bie Arbeit nicht spätestens Mittwoch, den 16. d. M., morgens nichtet. Man befürchtet einen plöblichen Wettersturz, wodurch die beato. abends 6 Uhr, aufgenommen haben, nach§ 19 unserer Arbeitsordnung als widerrechtlich aus dem Arbeitsverhältnis aus geschieden betrachtet werden.
Rheinhausen- Friemersheim, den 15. Februar 1910. Friedr. Krupp A.-G.
im Gebirge angehäuften Schneemassen zum Schmelzen gebracht und große Ueberschwemmungen hervorrufen würden. Der Verkehr ist in vielen Stellen durch Lawinenstürze sowie durch umgestürzte Bäume gestört.
Ein Beispiel möge aber zeigen, wie diese christlich- nationale Organisation ihre monarchische Gesinnung auffaßt: In einer mittleren Berliner Buchdruderei, wo gemischtes Personal arbeitet und der Faktor Gutenbergbündler ist, fündigte derselbe einem Gehilfen, der bereits fünf Jahre bei der Firma tätig war, als er auf drei Wochen zu einer militärischen Uebung einberufen wurde. Dem Gehilfen schien das unglaublich. Als ihm aber acht Tage später seine Bücher in die elterliche Wohnung zugeschickt wurden, sah er, daß es dem christlich- national gesinnten Faktor bitterer Ernst war. Größerer Hohn und Spott auf das Denken, Fühlen und Handeln dieser monarchischen Gewerkschaft tann ja gar nicht gehäuft werden, als durch die Entlassung eines nach fünfjähriger Tätigkeit auf einige Wochen aur Fahne des Königs" berufenen Gehilfen. Wenn die Firma nach langen Verhandlungen mit dem Entlassenen nach Absolvie Silbers nicht nur rundweg die Zurücknahme der Lohnreduktion ab- London , 17. Februar.( W. T. B.) In ganz England herrschte rung seiner Dienst pflicht sich dennoch veranlaßt sah, ihn wieder einzustellen, so geschah dies nicht aus Liebe zu der monarchischen gelehnt, sondern auch noch hinzugesetzt, daß innerhalb heute ein starker Südwest- Sturm, durch den zahlreiche Schiffe be Gesinnung des Herrn Fattors, sondern aus Respekt vor den tarif- eines Zeitraumes von zwei Jahren nicht schädigt und mehrere Häuser abgedeckt wurden. In Jrland wurden lichen Instanzen, wohin sich der Gehilfe sonst gewendet hätte, und daran zu denken set, die Lohnreduzierungen eine Maschine und zwei Wagen eines Buges aus dem Gleis ges wo ihm sein Recht auch geworden wäre. So sieht es in den christ. rüdgängig zu machen bezw. anderweitige worfen. Verantw. Redatt.: Richard Barth , Berlin . Inferatenteil verantw.:.Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanftab Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl,
Baris, 17. Februar. ( W. T. B.) Infolge des neuen HochDen Drganisationsleitern, die telephonisch um eine Unter- waffers ist in die Kellerräume, namentlich in der Rue de Lille, aber redung ersuchten, wurde die echt kapitalistische Brozenantwort, mals Wasser eingedrungen Im Kellergeschoß der deutschen Botschaft daß man bedanere, mit den Vertretern der Arbeiterorgani- steht das Waffer 20 Zentimeter hoch. Nach Ansicht der zuständigen fationen nicht verhandeln zu können". Der von den Hoch- Behörden dürfte das Hochwasser der Seine jetzt den Magimalstand ofenarbeitern gewählten Deputation hatte der Direktor Dr. erreicht haben.