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1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Nr. 62.

Parlamentsberichte.

Deutscher Reichstag .

Sonnabend, den 14. März 1891.

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8. Jahrg.

um zu zeigen, was deutsche Industrie vermag. Die japanische fich nicht auf den istrischen Kalkstein fapriziren, sondern sich mit Regierung hatte mehrere Torpedoboote in Deutschland bestellt und dem schönen Material begnügen, das uns Deutschlands Stein­um sie zu montiren mußten deutsche Schiffsingenieure zur Stelle brüche bieten. Was dagegen die Ausschmückung mit fünstlerischen fein. Nun gäbe es noch ein drittes Mittel, von hier ein Schiff Werken betrifft, so soll man die Künstler aller Städte und nicht 88. Sigung vom 13. März. 1 Uhr. nach Chile zu senden. Dazu müßte ein neues Schiff gebaut werden nur Berlins heranziehen. Doch möchte ich vor einer Uebereilung Am Tische des Bundesrathes: von Caprivi, von und ich habe nicht das Gefühl, als ob der Reichstag mit einer in dieser Beziehung warnen. Man soll sich Zeit lassen und nicht Bötticher, von Malzahn, von Kaltenborn, von solchen Etatsüberschreitung einverstanden sein würde. Die drei zu sehr sparen. Marschall, Hollmann. als gangbar möglichen Wege zeigen sich also sehr bedenklich. Staatssekretär v. Bötticher: Ich bin dem Herrn Vorredner. Auf der Tagesordnung steht die dritte Berathung des Reich 3- Hierzu kommt die Frage, was würde die Entsendung für seine Anregung recht dankbar und kann nur erklären, Haushalts Etats für 1891-92. Eine Generaldebatte eines Schiffes nach Chile müßen? Das Zeigen der Flagge hat daß man an eine gleichmäßige Betheiligung der verschiedenen findet nicht statt. Beim Etat des Auswärtigen Amts doch mehr einen imaginären als thatsächlichen Werth. Was nützt Künstlerkreise denkt. Die Frage der Ausschmückung ist im Detail weist Abg. Richter darauf hin, daß er in der zweiten Lesung das eine Schiff an einer so überaus langen Küste? Selbst wenn noch nicht durchberathen. Was das sogenannte unechte Material die Vorlegung des mit dem Wolff'schen Telegraphenbureau ab- wir die Macht dazu hätten, uns in die Kämpfe einzumischen, so anbelangt, so möchte ich bemerken, daß der Stuck allein etwa geschlossenen Vertrages verlangt und der Reichstag sie beschlossen hätten wir doch kein Recht dazu und ob wir durch eine solche 1 Million Mark fosten würde. Es ist überhaupt noch die Frage, habe. Herr v. Stephan habe das Haus selbst an das Auswärtige Demonstration dem deutschen Export nach Chile genügt hätten, ob man den istrischen Kalfstein in genügender Menge finden wird. Amt gewiesen. ist doch sehr zweifelhaft. Ein realer Nutzen ist also in feinem Es wird Alles geschehen, um den Bau sparsam und zugleich ge­Staatssekretär von Marschall : Dem Antrage, den Vertrag Falle zu erwarten. Was dann die Geltendmachung der deutschen schmackvoll und solide aufzuführen. Der Etat des Reichsamts des Innern wird bewilligt. vorzulegen, kann ich nicht nachkommen, weil ein solcher Vertrag Schadensansprüche betrifft, so werden wir den diplomatischen Bei dem Etat der Heeresverwaltung, Kapitel Kriegs­nicht besteht. Er hat bestanden, ist aber 1869 abgelaufen und es Weg vorziehen, mit dem wir stets gute Erfahrungen gemacht besteht nur ein thatsächlicher, schriftlich nicht firirter, jederzeit haben. Und so hoffe ich auch jezt, daß wir damit Erfolg haben ministerium" bemerkt Abg. Bebel: Die Frage der Mißhandlung widerruflicher modus vivendi; für gewisse Leistungen des Wolff- werden. Nun hat man in der Presse die Frage aufgeworfen, der Soldaten im aktiven Dienst hat den Reichstag wiederholt schen Bureaus ist seitens der Regierung zugestanden worden das warum wir nicht mehr Stationen anlegen, auch in Chile . Es beschäftigt und erregt immer noch die öffentliche Meinung. Un­Vorrecht der Wolff'schen politischen Telegramme innerhalb liegt dies an der Ausdehnung unseres Kolonialwesens, das unsere mittelbar, nachdem wir uns im vorigen Jahre über die Miß­derfelben Kategorie von Telegrammen. Es ist flar, daß die Flotte in Anspruch nimmt; auch könne man bei der Anlage von handlungen von zu Reserve- und Landwehr- Uebungen eingezogenen deutsche auswärtige Politik ein dringendes Interesse daran hat, Stationen nicht wissen, wo einmal ein Aufstand ausbricht.( Leb- Lehrern beschwert hatten, erschien die bekannte Broschüre von Kurt Abel: Vier Wochen Vize- Wachtmeister". Diese Broschüre über alle Vorgänge unterrichtet zu werden, und daß sie eine Er hafter Beifall.) gänzung der diplomatischen und konsularischen Berichte nicht Abg. Jebsen: Einen Krieg mit Chile will auch ich nicht, hat ein ungeheures Aufsehen erregt. Man hielt die darin be­entbehren kann. Das Auswärtige Amt muß auch jeden Augen- ich will nur eine Beruhigung der Gemüther, da wo der Pöbel haupteten Thatsachen für unglaublich und meinte, sie würden blick in der Lage sein, eine Nachricht, deren Veröffentlichung es herrscht. Die Wiederherstellung der südamerikanischen Station sich bei gewißlicher Untersuchung als unrichtig herausstellen. Die militärgerichtliche Untersuchung hat aber in der Hauptsache diese für nothwendig hält, in der authentischen Form möglichst rasch wäre im Interesse des Handels durchaus geboten. und allgemein zu verbreiten. Wenn es sich um eine diplomatische Abg. Liebermann v. Sonnenberg ( Antis.) warnt vor der Thatsachen bestätigt und dem Verfasser eine 14 tägige Arreststrafe Aktion der deutschen Regierung handelt, welche nicht geheim ge- übermäßigen Besezung der Konsulate mit Leuten jüdischer Ab- eingetragen, weil er die ihm zur Kenntniß gekommenen Mißhand­halten werden soll und gehalten werden kann, so liegt es im funft und bemängelt an der Hand eines Artikels in der Freien lungen nicht der vorgesetzten Behörde angezeigt hätte! Es ist nun Interesse, daß die Verbreitung der Nachricht zuerst von deutscher Presse" die Einrichtungen unserer Konsulate. In dem Artikel charakteristisch für unsere Verhältnisse, daß der Rittmeister, der Seite geschieht und zwar so, daß ein richtiges Bild entsteht. wird dem Konsul in Chikago gerathen, sich liebevoller mit den Jahre lang seine Soldaten in unmenschlichster Weise maltraitirt An anderer Stelle besteht ein entgegengesettes Interesse. Wer Schweinen zu beschäftigen, die im dortigen Schlachthause für den hatte, nach Veröffentlichung jener Broschüre im Irrsinn gestorben mit der Presse vertraut ist, weiß, wie schwer der Vorsprung Export nach Deutschland geschlachtet werden. Der Zustand in ist. Das erinnert an einen ähnlichen Fall in Graudenz in den wieder einzuholen ist, wenn eine Nachricht von anderer Seite diesem Schlachthause scheine auch dem Abg. Barth unbekannt ge- 60er Jahren, wo ein Hauptmann Besser ebenfalls seine Unter­zuerst in falscher Form verbreitet wird. Es gab nun zwei Wege, wesen zu sein, als er seinen Antrag auf die Wiedereröffnung der gebenen so schlecht behandelte, daß sie ihm den Gehorsam verweigerten. Die Soldaten wurden sehr hart bestraft, der Hauptmann wurde das Bedürfniß zu befriedigen: entweder ein eigenes staatliches Schweineeinfuhr stellte. Bei dem Titel des Gouverneurs für Kamerun fragt später irrsinnig. Auch Unteroffiziere hatten sich nach jener Telegraphenbureau zu errichten oder mit einem bestehenden tele­graphischen Bureau in Verbindung zu treten. Damals bestand Abg. Richter an, ob sich die Nachricht bestätige, daß die Re- Broschüre der ärgsten Mißhandlungen schuldig gemacht, ohne daß Dieses Bureau allein, man hatte keine Wahl. Auch jetzt ist dieses gierung die Aufnahme einer Anleihe von 1/2 Millionen unter fie bis jezt zur Berantwortung gezogen worden sind. So be­Bureau noch das angesehenste und vermöge seiner vielen Ver- Berpfändung der Zölle in Kamerun beabsichtige. Eine solche Anleihe schimpfte und mißhandelte eines Tages ein Unteroffizier einen Soldaten und sagte dann: nachher stellst Du Dich hin und dann bindungen allein im Stande, das zu leisten, was die Re- wäre doch nur mit Zustimmung des Reichstages möglich. rütteln sein.

gierung verlangt. Deshalb wird an dieser Einrichtung nicht zu handlungen über eine solche Anleihe. Nach dem Gesez über die soldat wurde angehalten, im Stalle fortgesetzt zu rufen: Ich bin

an

Geh. Legationsrath Kayser: In der That schweben Ver- muß die ganze Abtheilung Dir ins Gesicht spucken! Ein Train­Abg. Richter: Herr v. Stephan wollte es so darstellen, als Rechtsverhältnisse der Schutzgebiete hat in den leyteren der ein dummes Luder! Daß das Zustände sind, die mit unserer wenn für das Reich ein läftiger Vertrag vorliegt, der nicht ge- Raifer die oberste Finanzhoheit, eine Mitwirkung des Reichstages Kultur und Zivilisation nicht in Einklang zu bringen sind, brauche ändert werden kann. Ein solcher Vertrag besteht also nicht, wie wäre also bei einer Anleihe nicht nöthig. Man erwartet von ich nicht auszuführen. Ein Premierlieutenant ließ einen Mann wir auch schon von vornherein angenommen haben. Es der Entwickelung in Kamerun in nächster Zeit so hohe Ein- in der Reitbahn auf einem Düngerfarren umherfahren und ihm handelt sich also lediglich um eine Zweckmäßigkeitsfrage. Daß fünfte, daß sie nicht nur zur Deckung nur zur Deckung der Zinsen der eine Pferdetrense umlegen, und befahl ihm, wie ein Hund zu ein Bedürfniß, wie es der Vorredner geschildert hat, vor- Anleihe, sondern auch sämmtlicher Verwaltungskosten ausreichen bellen. Es ist kaum zu glauben, daß man so mit Menschen um­handen ist, erkenne ich an. Aber deswegen ist die Verbindung werden. Die Regierung wird also mit einer Forderung für die geht, und noch unglaublicher, daß dieser Offizier an die Stelle mit dem Wolff'schen Bureau noch nicht gerade nothwendig. Das letzteren an den Reichstag nicht herantreten. jenes irrsinnig gewordenen Hauptmanns befördert wurde. Es Wolff'sche Bureau reicht für den Nachrichtendienst nicht aus; Abg. Frhr. v. Stauffenberg( dfr.): Ich frage: Wer nimmt heißt ja, daß Mißhandlungen Untergebener dem Avancement der jede größere Zeitung muß sich noch nach anderen Nachrichten die Anleihe auf und wer wird der Schuldner? Offiziere nicht hinderlich sind, während gegen Untergebene mit umsehen. Wenn die Regierung authentische Nachrichten tele- Geh. Legationsrath Kayser: Die Anleihe soll nicht so aller Strenge verfahren wird. Die Soldaten wagen es bei dem graphisch verbreiten will, so kann das ebenso durch ein staat- aufgenommen werden, daß das Reich der Schuldner wird. Das heutigen Meldesystem taum, sich über ihre Vorgesezten zu be liches Bureau geschehen, wie es durch eine staatliche Beitung, Reich will nur eine bestimmte höhere Summe zur Verfügung schweren. Abel selbst ist über die Berechtigung der Mannschaften zur Beschwerde von seinem Offizier garnicht instruirt worden, es durch den Reichs- und Staatsanzeiger" geschieht und vielleicht hoben, ohne eine Haftung für die Berzinsung. im Anschluß daran. Die Verhältnisse bei der Begründung des Abg. Richter: Ich bin erstaunt über die Antwort des fei ganz gut, hieß es, wenn die Soldaten nicht wissen, in welcher Wolff'schen Bureaus find durch die Veröffentlichungen des Herrn Kommissars. Ich hätte die Nachricht für eine aus der Weise sie ihre Beschwerden anzubringen haben. Leider besteht ja Polizeidirektors Stieber bekannt geworden; es handelte sich irrigen Ansicht eines Kolonialschwärmers hervorgegangene ge- feit mehr als einem Jahrhundert die traditionelle Anschauung darum, daß ein offiziöses Telegraphenbureau von Geld- halten. Das Reich kann doch billiger Anleihen aufnehmen, als unter den Offizieren, die gemeinen Soldaten seien Menschen einer leuten begründet wurde, wie dem Reichskanzler von einer ein Konsortium, das letztere muß 5 pCt. bezahlen, das Reich nur besonders niederen Gattung. Im Laufe des vorigen Monats Hamburger Firma ein offiziöses Blatt zur Verfügung ge- 3 pet. Ginnahmen des Reiches zu verpfänden, ist ein ganz ging aus der Ostfriesischen Post" die Notiz durch die Presse, daß Die Zoll eine Anzahl von Lanwehrmänner, die zu einer zehntägigen Land­stellt wurde. Es ist bekannt, daß die Nachrichten des Wolff'schen barbarisches, afrikanisches Verfahren.( Heiterkeit.) Bureaus den betheiligten Bankhäusern früher zugegangen sind einnahmen aus der Schnapseinfuhr follen zu Kreditzwecken des wehrübung einberufen wurden, von dem Hauptmann so ange als den anderen Abonnenten. Das ist einmal bezüglich der Reiches verwendet werden! Solche Hinterthüren sollte man nicht redet wurden: Ihr ochfigen Ostfriesen fühlt Euch Ihr vier Stunden auf Eurem Mist Thronrede geschehen, die zwei Stunden früher, als sie gehalten für Zwecke verwenden, die man auf geradem Wege nicht er- Wohlsten, wenn vier Stunden auf Eurem Torf fitt. Nächstens war, einem Bankhause zugegangen ist. Unter den Telegrammen reichen kann. Vorschläge wie dieser können nur von Herrn und des Wolff'schen Bureaus befindet sich höchstens 1 v. H. solcher, Wörmann gemacht werden. Was heute in Kamerun geschieht, fommt Ihr auf die Rindviehausstellung wo Ihr die goldene an welchen das Auswärtige Amt ein Interesse hätte; dagegen fann leicht in noch höherem Maße in Ostafrika für Eisenbahn Medaille bekommt. Glücklicherweise bin ich kein Ostfriese, sondern befinden sich darunter viele Telegramme, an welche sich ganz zwecke geschehen. Ich stelle daher den Antrag, den Titel des Brandenburger und dort sauft man feinen Schnaps.( Heiterkeit.) andere Interessen knüpfen. Die Regierung hat kein Interesse an Gouverneurs im Kolonialetat und eine Resolution, in Gine so empörende Behandlung von Familienvätern kann unmög­der Unterstüßung der Schienenkartelle; trotzdem ist dies von welcher erklärt wird, daß der Regierung verfassungs- lich bei den Soldaten Gesinnungen hervorrufen, welche der Unter­Seiten des Wolff'schen Bureaus geschehen, ebenso wie die Berl. mäßig nicht das Recht zusteht, Anleihen aufstüßung des herrschenden Systems förderlich sind. In Zittau ließ Pol. Nachr." hat auch das Wolff'sche Bureau zwei Herren. zunehmen, an die Budgetkommission zu verman einem Gemeinen ein Stück Eis so lange auf dem Kopfe, bis es schmolz. In Nürnberg ließ ein Unteroffizier in der Kaserne Neben der Regierung benutzt der Zentralverein deutscher In- weisen. dustrieller die B. Pol. Nachr." für seine Zwecke. Infolge eines Abg. v. Bennigsen( natl.): Ich muß meinen Freund einen Mann bis auf die Haut entkleiden, goß ihm wiederholt groben Mißbrauchs hat das Wolff'sche Bureau sein Vorrecht für Wörmann gegen den Vorwurf des Herrn Vorredners in Schutz Kübel eiskalten Waffers über den Kopf und zwang ihn, barfuß politische Telegramme benutzt für Börsentelegramme; erst neuer nehmen. Woher hat denn Herr Richter feine Kenntniß über über die Kaserne zu gehen. Infolge dessen mußte der Mann ins dings ist infolge der Erörterung darüber im Reichstage Herrn Wörmann? Auch ich halte diese Maßregel nicht für eine Hospital geführt werden, weil er die Sprache verloren. Das eine Besserung eingetreten. Man wird bei der Berathung des solche der bloßen Verwaltung. Zur thatsächlichen und rechtlichen sind einfach barbarische Brutalitäten, wie sie nimmermehr in Telegraphengefeßes dafür sorgen müssen, daß solche Vorrechte Prüfung der Sache bitte ich, die Resolution Richter, aber nicht einem zivilisirten Staate, wo die allgemeine Dienstpflicht den Titel, an die Budgetkommission zu verweisen. und das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht als Grund­nicht gewährt und nicht mißbraucht werden. Abg. Richter: Es ist eine Deputation in Berlin gewesen lage unseres Staates angesehen werden, vorkommen dürfen. Staatssekretär v. Bötticher bestreitet, daß die Berliner Politischen Nachrichten" irgend welche Artikel seitens der Regie- unter Fuhrung des Herrn Wörmann, die gerade diese Angelegen Danach ist es nicht verwunderlich, wenn die Zahl der Selbst­rung erhalten. Bezüglich der Thronrede ist allerdings einmal eine heit betrieben hat. Man beabsichtigt schon in den nächsten Tagen mörder in der Armee in stetem Wachsen ist. Nach dem amtliche Beschwerde laut geworden; sie ging von einem entlassenen Be- an der Börse diese Anleihe aufzulegen, sollte das nicht der Fall Sanitätsbericht der königlichen preußischen, sächsischen und württä­amten des Wolff'schen Bureaus aus und hat Anlaß gegeben, noch sein, so wäre ich mit der Verweisung meiner Resolution allein bergischen Armee von 1888 haben sich 948 Mann selbst der leibt. Die Zahl der Selbstmorde verhält sich zu der zivilen größere Vorsicht anzuwenden. Die Thronrede wird zur Verfügung an die Rommission einverstanden. Die Resolution Richter wird demnächst an die Budget- übrigen Todten in der Armee wie 22,5: 100. Erreichte so würde gestellt, um die schnelle Verbreitung in den verschiedenen Formen fommission verwiesen, der Titel bewilligt. Leben die Zahl der Selbstmorde ein Viertel der Todestrebt sein, vorzubereiten. Der Titel des Germanischen Museums in Nürn - ein allgemeines Entsetzen ausbrechen und Jeden. In jenem berg giebt dem Abg. v. Meyer- Arnswalde( konf.) Veranlassung dieſem furchtbaren Zustande ein Ende zu mtmorde sehr ver­zu der Bitte, im nächsten Etat größere Summen für Kunstzwecke Sanitätsbericht werden die Gründe dieser als Gelbstmörder fchleiert wiedergegeben. Bezeichnend ist, n.( Hört! hört! bei Beim Etat des Reichs Gesundheitsamts fragt aus Furcht vor Strafe 314 genannt w Strafgesetzbuch ist ja Abg. Barth( dfr.) an, ob sich die Regierung nicht infolge des den Sozialdemokraten.) Das Milisjäg! bei den Sozial­barbarisches,( Sehr nen Zeit nicht entspricht. neuen amerkanischen Schlachthof- Gesezes entschließen wolle, andere auch ein Verordnungen über die Einfuhr amerikanischen Schweine- demokraten), welches unserer moren, nur in Bayern ist fleisch es zu treffen. Soweit wir von Bestrafungenm Uebrigen besteht gewisser­Staatssekretär v. Bötticher: Sobald wir die Sicherheit ja das Verfahren öffentlich werden die Vorgesetzten sehr ge Bei den Ausgaben für die Gesandtschaften fommt Abg. haben, daß das amerikanische Schweinefleisch nicht gesundheits- maßen eine geheime Behme en aber mit grausamer Härte. E3 Jebsen auf seine frühere Bitte zurück, die Deutschen in Chile gefährlich ist, werden wir das Verbot der Einfuhr aufheben. Zur linde bestraft, die Untergste Militärverwaltung sich endlich ein­durch deutsche Schiffe zu schützen. Man hat gesagt, es sei fein Beit haben wir nach den angestellten Untersuchungen diese Uever- ist die höchste Beit, dafebt, wie diesem Mißbrauche ein Ende Schiff entbehrlich. Das Kreuzergeschwader ist furz nach meiner zeugung noch nicht. Die dem amerikanischen Geseze gemäßen mal mit der Frage wenn man jene Berichte Durchlieft, so Anfrage in China angekommen, man hätte es nach Chile Einrichtungen genügen uns nicht. Danach ist die Untersuchung gemacht werden karber Befürchtung erwehren, daß die Militär­ganz in das Belieben des Züchters gestellt und eine mikroskopische kann man sich nitellung der Thatsachen den Offizieren zu Liebe schicken fönnen, und vielleicht thut man es noch. Reichstanzler v. Caprivi: Wenn die Reichsregierung die Untersuchung des Fleisches, die allein Sicherheit gewährt, ist über- arzte bei der Ffo dargestellt haben, wie sie eigentlich find. Es Abficht gehabt hätte, Kriegsschiffe nach Chile zu senden, so würden haupt nicht vorgeschrieben. Für das Dienstgebäude des Reichs Ver- fommt von Möglichkeit zu bieten, den betreffenden Hauptmann die Dinge njas Militarärzte ein Attest ausstellen, um den Vor­fich ihr dazu mehrere Wege dargeboten haben. Sie fonnte Schiffe von Australien schicken, die Reise hätte dann 1/2 Monat gedauert. ficherungsamts beantragen die Abgg. Frhr. v. Huene und gesezten Die Meinung des Vorredners, es wäre gut, wenn in Samoa Graf v. Behr, die in zweiter Berathung gestrichene erste for mit Anstand aus dem Dienst entlassen zu tönnen. eweist, daß die Stellung der Militärärzte im Großen und weniger deutsche Schiffe ständen, theile ich nicht; wir haben in Baurate zu bewilligen( nebit Brunberwerbs- Kosten, Dasen eine unwürdige ist, daß sie vielfach genöthigt find, Samoa deutsche Interessen zu vertreten und können dort fein die mit 1 500 000 m. bewilligt worden sind, 1 900 000 m.). Schichten zu nehmen, die mit ihrer wissenschaftlichen Neber­Nach kurzer Bejürwortung des Vorschlages durch Abg. Grafen Schiff entbehren. der gewesen, Der zweite Weg wäre zeugung und ihrer Stellung nicht zu vereinbaren sind. Selbste ein Schiff entfenden, v. Behr und den Staatssekretär v. Bötticher wird die Be Im Kreuzergeschwader ersten Dienstjahr betrug die Zahl der Dieses Geschwader hat aber jetzt genug zu thun- es befindet willigung in diesem Umfange ausgesprochen. sich jetzt in den chinesischen Gewässern, weil unsere Geschäftsträger Zum Fonds für das neue Reichstags- Gebä- be morde 405, im 2. 192, im 3. 112, im 4. 144 und in den höheren Dienstjahren 188. Diese lettere Zahl ist über­in China und Japan das Erscheinen des Geschwaders dringend bemertt verlangt haben. Für die Entwickelung unseres Handels ist uns Abg. Frhr. v. Stauffenberg( freis.): Der neue Rchstags: raschend. Die Chargirten nehmen sich oft das Leben aus Furcht außerdem China und Japan viel wichtiger, als Chile . Wollen bau muß mit Allem, was die kanst bietet, ausgestet werden. vor Strafe wegen Mishandlung der Untergeoenen, wie dies nod bies dürste letthin in Erjurt passirt ist. Man schärft den Soldaten ein, ihr wir unserem Handel dort neuen Boden gewinnen, so ist es noth- Ich will keine Warmorbekleidung der Wände, eta wendig, daß unser Gesch vader dort von Zeit zu Beit erscheint, auch zu technischen Schwierigkeiten führen. Dagegen sollte man Bjerde menschlich zu behandeln, weil die Thiere so am beste

Abg. Nichter: E3 fann doch leicht durch die Formen der Beförderung der Telegramme eine Bevorzugung der einen oder der anderen Firma stattfinden. Die Berliner Politischen Nach richten" haben, nach einem Eingeständniß des Herrn v. Scholz, auszuwenden. direkt offiziöse Nachrichten erhalten. Hat Herr von Bötticher die Erklärung im Namen der Reichsregierung oder auch im Namen der preußischen Regierung at gegeten? Ich behalte mir vor, auf die Angelegenheit in der Form eines Antrages oder in anderer Weise zurückzukommen. Damit schließt die Diskussion.

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