.
1840 1900.
Rinder 88 69
Schafe 113 52
Schweine 154 83
Der Fleischborrat ist pro Kopf verrechnet in den sechzig Jahren um über 40 Broz. gefumfen! Dabei ist die Ausfuhr des amerika nischen Fleisches in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen. Die jährliche Ausfuhr von Rind- und Schweinefleisch gestaltete sich folgendermaßen: Rindfleisch Schweinefleisch
1891-1895 1896-1900
1901-1905
1906
1907
1908
1909
in Millionen Pfund
521
601
617
733
1061 1462 1242 1465
690
1268
579 419
1237
1053
Die Ausfuhr ist demnach stark gefallen! Eine der Ursachen ist der Umstand, daß der amerikanische Grundbesizer im Getreidebau jezt mehr verdient als bei der Viehzucht. Die amerikanischen Weidebezirke sind Jahr um Jahr eingeschränkt worden. Getreide ist jetzt Trumpf! Dazu kommt noch die völlige Vertruſtung des Vertriebes.
Kommunales.
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Kommunales Frauenwahlrecht in Italien .
Die italienische Stammer hat am 19. Februar cr. fast einstimmig
Versammlungen
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Veranstaltungen.
Eingegangene Druckfchriften.
22. Deit des" 28. Jahrgangs erschienen. Die Straßenfundgebungen.
Von der Neuen Zeit"( Stuttgart , Paul Singer) tft foeben das Es hat folgenden Inhalt: Herrn Tugan Baranowskys Marr- Kritit. -
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Dbwohl Amerika an erster Stelle steht, ist die Gewinnung von| im letzten Zeil seiner Rede auch auf die Polizeiattaden den Ausschluß der Preffe hat man jedoch dem Verdachte unlauterer Fleisch gegenüber dem Wachstum der Bevölkerung doch schon start zu sprechen, die die Bevölkerung Berlins bei Gelegenheit der Praktiken Vorschub geleistet. Das ist schon im Interesse der Sache aurückgegangen. Auf je 100 Einwohner wurden nämlich gezählt: Ferrerprotestversammlungen sich hat bieten lassen müssen, zu bedauern. Hoffentlich ist es dem Ausschuß, der den Auftrag erund bedauerte, daß der Oberbürgermeister nichts getan habe, prüfen, recht bald möglich, einen flärenden Bericht zu erstatten, hielt, die gegen Dr. Helene Stöcker erhobenen Beschuldigungen zu die Rechte der Bürgerschaft zu wahren. Die beiden bamit der höchst peinliche Eindruck, den die Affäre hinterlassen muß, folgenden Redner, Herr Gelpke von der sogenannten der guten Sache selbst nicht allzusehr schadet. Freien Fraktion" und Herr Cassel von der„ Alten Rinken", machten allerlei Vorschläge, von deren Ausführung zu erwarten sei, daß man die Erhöhung der Steuerfäße noch einmal werde umgehen können. Als Herr Gelpke beschlossen, den Gesetzentwurf des Abgeordneten Gallini zur Ausin seiner Sparsamkeitspredigt, dem Kämmerer zustimmend, dehnung des kommunalen und provinziellen Wahlrechts auf die über die Höhe der Arbeiterlöhne lamentierte, antworteten Frauen in Erwägung zu ziehen. Der Entwurf will das Wahlrecht ihm aus den Reihen der sozialdemokratischen Fraktion ent- unter den heute herrschenden Bedingungen( Glementarschulbildung rüstete Zwischenrufe, in die die Besucher der vollbesetzten Tri- oder ein gewiffer Steuerzensus) auf die über 25 Jahre alten Frauen büne zumeist Arbeiter der Stadt Berlin lebhaft ein- ausdehnen. Weiter sollen alle öffentlichen Aemter ohne Ausnahme stimmten. Herr Cassel suchte vergeblich sich zu wehren gegen den Frauen offen stehen und die eheherrliche Autorisation, von der einen Vorwurf, den Borgmann ihm gemacht hatte, gegen die heute die Rechtsfähigkeit der verheirateten Frau abhängt, abgeschafft Festnagelung, daß Cassel im Abgeordnetenhaus die werden. Der Ministerpräsident Sonnino erklärte, der Reform symBolizeitaten beschönigen zu sollen geglaubt hat. pathisch gegenüberzustehen. Oberbürgermeister Kirschner, der sodann in die Debatte eingriff, machte der Polizei sogar das Kompliment, daß man in Berlin mit ihr zufrieden sein könne. Zum Etat sprach er Brit- Budow. Montag, 28. Februar, 81, Uhr, im Lokal Rofenfee in längeren Ausführungen, in denen er mit Entschiedenheit terrasse", Chauffeestr. 69/70. Vortrag. Genosse M. Groger. die namentlich von Borgmann vorgebrachten Angriffe abzuwehren suchte. Den Sparsamkeitspredigern antwortete er mit dem offenen Bekenntnis, an den Ausgaben lasse sich ohne Schädigung der Stadt nichts mehr streichen, das habe Erste Lesung des Stadthaushaltsetats für 1910. Der Stadthaushaltsetat ist diesmal für unsere schon der Magistrat mit einer das zulässige Maß vielleicht Gemeindebehörden eine ertra harte Nuß. Gestern machte die überschreitenden Gründlichkeit besorgt. Die Redner, die nach dem Oberbürgermeister noch zum Worte kamen, fanden nur ihren ersten Bersuch, sie zu knaden. Der Stadtfämmerer Steiniger noch wenig Aufmerksamkeit; die Debatte schleppte sich hin legte fein Berk vor mit einer einführenden Rede, deren bis in die zwölfte Stunde. Der Etats ausschuß wird Taschen zu!" Die Taschen zu gegenüber den immer gebenen Anregungen akzeptabel scheinen. Wird er einganzer Inhalt fich zusammenfassen ließ in den Ruf: Die nun zu prüfen haben, welche der in der ersten Lesung genenen Ansprüchen, die an die Stadtperwaltung herantreten! stimmen in das" Streichkonzert", von dem der Kämmerer Die Taschen zu vor allem auch gegenüber den Forderungen, sprach? die von den Arbeitern der Gemeinde gestellt werden! Herr Steiniger bekam es fertig, den Ausspruch zu tun, daß die Werke der Stadt doch nicht nur dazu da seien, Arbeiter zu ..versorgen". Und er schloß mit der Erklärung, es sei höchſto In einer vom Bund für Mutterschutz für Mittwoch abend nach Zeit, daß die Stadt Berlin ihre Politik ändere. Die Freisinnsmänner dankten ihm mit stür- dem Architektenhause einberufenen Versammlung fam es zu schweren Vorwürfen gegen die eigentliche Leiterin Dr. Helene Stöder. mischen Bravorufen und begeistertem Händeklatschen. Unser Substantiierte Angaben können wir allerdings nicht machen, da die Memel, Tilfit Genosse Borgmann fragte, ob dieser Beifall vielleicht unter dem Einfluß von Frau Schreiber Krieger stehende Mehrheit Bregel, Insterburg Freude über das„ graue Gespenst" bekunden solle, das der die Zulassung der Breffe verweigerte. Gegen Dr. Helene Stöder Beifel, Thorn Herr Kämmerer gemalt hatte, um graulig zu machen. Dem wird der Borivurf erhoben, in selbstherrlicher Weise, ohne geordnete Kämmerer entgegnete Borgmann mit einem von ihm ent- Kaffenführung gewirtschaftet zu haben. Formell find die worfenen Bild unserer Gemeindeverwaltung, das sehr viel Monitas anscheinend vollauf berechtigt, denn der nominelle Raffierer Barthe, Scrimm Landsberg 134 weniger rühmlich für den Stadtfreisinn war. Den Ar- der Berliner Ortsgruppe des Bundes, Dr. Arendt, gab folgende Erbeitern der Stadt feien ihre berechtigten Forderungen lärung ab:" Einen Stassenbericht kann ich nicht geben, ich bin feit Reze, Bordamm bisher so wenig erfüllt worden, daß man fürchten müsse, ihnen anderthalb Jahren Kassierer, habe aber nie etwas von der Kasse zu Elbe , Leitmerit sehen bekommen. Ich habe in jeder Sigung darauf gedrungen, daß werde endlich die Geduld reißen. Auch in der all- die Sache endlich geregelt werde, aber ist nicht gefchehen." Die von gemeinen Arbeiterfürsorge, in der Schaffung eines Arbeits- Dr. Stöder beliebte Wirtschaft ist ganz zweifellos entschieden zu nachweises und einer Arbeitslosenversicherung habe die Stadt verurteilen. Wir sind aber überzeugt, daß ihre falschen Maßnahmen Berlin ihre Pflicht noch immer nicht getan. Borgmann tam des persönlich materiellen Beigeſchmads vollständig entbehren; burch Eisfret. bedeutet Buchs,- Fall.- Unterpegel.- l
Stadtverordnetenversammlung
Aus der Frauenbewegung.
Konflikt im Bund für Mutterschuh.
D
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Bon Ant. Bannefoel.- Steuerprobleme. Bon 3. Narsti.- Bie fönnen wir den Gefahren der ungelernten Frauenarbeit entgegenwirten? Von Hulda Maurenbrecher. Literarische Rundschau: Albert Scobel, Geographisches Handbuch. Bon M. N. Notizen: In eigener Sache. Bon st. Stautsty. Budget eines lebigen Arbeiters. Bon A. R.- Zeitschriften bandlungen, Boſlanſtalten, und Kolporteure zum Preise von 3.25 M. pro fchau. Duartal zu beziehen; jedoch fann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft tostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung.
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Verantwortlicher Redakteur Richard Barth , Berlin . Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.
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