Nr. 48. 27. Jahrgang.
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Niesengehaltes.
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Damit sind die sozialdemokratischen Vorwürfe, daß die Eisenbahn- herangetreten, die meist zu Abschlüssen bei festerer Preislage führten. verwaltung nicht genügend für die Arbeiter sorgt, wieder einmal Das Inlandsgeschäft von Formeisen hält sich in dem seitherigen glänzend widerlegt"! Umfange. Der Eingang von Spezifikationen war fortgefeßt günstig. Für Unterhaltung, Erneuerung und Ergänzung von Inven- Dbgleich die allgemeine Situation hier derart ist, daß sie eine tarien, baulichen Anlagen und Fahrzeugen sind rund 700 Millionen Erhöhung der Preise gerechtfertigt hätte, wurde davon doch in Was geschieht mit den durch Streichungen im Etat ersparten Mark Ausgabe vorgesehen. Darunter befinden sich an Löhnen für Rücksicht auf die sehr niedrigen Zementpreise und im Interesse der Summen? Das war die schwierige Frage, mit der sich die Budget- 74558 Werkstättenarbeiter 95% Millionen Mark. Es sollen neu Unterstützung der Verwendung von Formeisen zu Bauzwecken abkommission in ihrer Freitagssigung beschäftigte. Von der Regie- gebaut werden 560 Lokomotiven, 750 Personen- und 7900 Gepäck- gesehen. Der Verkauf für das zweite Vierteljahr wurde demnach zu den rung wurde gewünscht, daß die in einem Ressort gestrichenen Sum- find 88 300 Arbeiter mit einem Lohnaufwand von 72 Millionen seitherigen Preisen und Bedingungen freigegeben. Im Auslande hat men anderen Refforts zur Verfügung gestellt werden, während Mark nötig. Die übrigen Millionen werden für Materialien, die Festigkeit des Marktes bei anziehenden Preisen angehalten und aus den Kreisen der Abgeordneten der Standpunkt vertreten wurde, daß die Anleihe um die Höhe der gestrichenen Summe Bahnhofsbauten usw. erforderlich. Bei Beratung dieser Ausgaben der Spezifikationseingang ist befriedigend. gekürzt werden solle. Einig war man darin, daß die Matriku - wurde eine Petition des Vereins zur Förderung der Verwendung farbeiträge jedenfalls nicht gekürzt werden sollen, denn so meinte Herr Erzberger wir arbeiten doch nicht hier und nehmen Streichungen vor im Interesse der Bundesstaaten, sondern um die Echuldenlast des Reiches nach Möglichkeit herunterzubringen. Die ganze Sorge über den Ausgleich im Etat wird sich voraussichtlich als höchst überflüssig herausstellen, weil die neuen Steuern nicht so viel bringen dürften, wie angenommen wurde. Für den Bau von drei großen Trockendocks in Wilhelmshaven find bereits 16 Millionen Mark ausgegeben worden. Es werden nochmals 3 300 000 m. gefordert, weil die Seitenwände vom Meerwasser angefressen sind und jetzt wasserdicht verblendet werden sollen. Genosse Severing teilt mit: Nach einem ihm bekannt gewordenen Gutachten seien die Mängel weniger auf die chemischen Eigenschaften des Meerwassers, als auf die schlechte Ausführung zurückzuführen! Es entsteht die Frage, ob und eventuell wie weit die Firma Holzmann, welche die Arbeiten ausgeführt habe, er fakpflichtig gemacht werden könne. Der Anregung wurde sicht Folge gegeben!
Im Laufe der Debatte stellte sich heraus, daß ein Dock bereits entsprechend umgeändert ist, obgleich Gelder hierfür gar nicht bewilligt waren! Ein Vertreter der Marineverwaltung meinte hierzu ganz naiv: Ja, wir haben dafür andere Arbeiten liegen laffen!" womit er zugab, daß die Gelder zu einem anderen Zwecke widerrechtlich verwendet worden sind, als für den sie bewilligt waren. Die Kommission strich von der ge= forderten Summe 600 000 m. ab.
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Kiautschou , das nicht als Kolonie, sondern als Marine station" betrachtet wird, ist infolgedessen nicht dem Kolonialamt, sondern dem Marineamt unterstellt. Analog den Gehaltsordnungen in den Kolonien sollen die Bezüge der Beamten auch in Kiautschou durch eine besondere Besoldungsordnung geregelt werden. Eine Subtommission hat eine Vorberatung gepflogen und die Kolonialqulage im allgemeinen um ein Geringes herabgesetzt.
Eine lange Debatte gab es beim Gehalt des Gouverneurs. Dieses beträgt jest: Gehalt 18 000 M., Kolonialzulage 22 000 m. und Repräsentationszulage 10 000 2.1 Die Subkommission hat mit knapper Mehrheit beschlossen, die Kolonialzulage auf 12 000. herabzusehen. Die Herren Liebermann von Sonnenberg , von Richthofen, Staatssekretär von Tirpik suchten nachzuweisen, daß die Ermäßigung der Einnahmen des Gouverneurs von 50 000 auf " nur" 40 000 m. es diesen nicht mehr ermögliche, die erforderlichen Repräsentationspflichten zu erfüllen! Man müsse sich vergegen wärtigen, daß er, wenn fremde Geschwader kommen, viel Besuche empfangen müsse, die er nicht zum Schöppchen Vier einladen könne, sondern denen er ein Diner geben müssel! Die Ausländer würden uns eine so schlechte Bezahlung" des ersten Beamten in Siautschou als Filzigkeit anrechnen....
Demgegenüber wurde von Zentrumsseite ausgeführt, daß die Repräsentationskosten von 10 000 m. nicht angetastet werden sollen; aber die Kolonialzulage sei viel zu hoch, wenn man bedente, daß der Gouverneur freie Wohnung in der Stadt, außerdem noch cine freie Sommervilla auf dem Lande und von Staats wegen ein Automobil gestellt erhalte!
Gegenüber einem Vertreter des Marineamts, der gesagt hatte, daß die Wertschäßung eines Europäers bei den Chinesen sich richte nach dem Krisch", die jener gebe, führte Ledebour aus, daß der Trinkgelderstandpunkt für uns nicht maßgebend sein könne; wenn wir die Menschen nach ihrem Einkommen und Vermögen einschäßen würden, dann entstehe sofort die Frage: der twievielte Mann sei dann der Reichskanzler, der sein Wahlrecht in der dritten Wählerklasse ausüben müsse?
Bei der Abstimmung wurde der Antrag auf Bewilligung der höheren Summe mit 12 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Die Mehrheit setzte sich zusammen aus: Zentrum, Sozialdemokraten und Freisinnigen mit Ausnahme eines Mitgliedes. Für die höhere Summe stimmten Konservative, Nationalliberale, je ein Mitglied der Wirtschaftlichen und der Freisinnigen Vereinigung . Dienstag: Beratung des Etats von Siautschou.
rücksichtigung der Holzschwellen gegenüber den Eisenfchwellen ver- Laurahütte in einer am Donnerstag abgehaltenen Aufsichtsratssitzung des Holzschwellen- Oberbaues verhandelt, die größere Be- Ueber die Geschäftslage äußert sich der Generaldirektor der langt. Die Regierung erklärte, daß ein abschließendes Urteil über folgendermaßen: Schon der Septemberversand blieb hauptsächlich die Brauchbarkeit oder Minderwertigkeit der einen oder der anderen infolge des ungünstigen Wasserstandes der Oder zurück und bereits Sorte noch nicht zu geben sei. Die Silage über Bevorzugung der im Oktober zeigten sich die ersten Anzeichen einer Ueberfättigung 33 Proz., 1906 32 Proz., 1907 33 roz. und 1908 35 Proz. Eisen- mancher Preisnachlässe die Unterbringung der erhöhten Förderung Eisenschwellen sei nicht berechtigt; denn 1904 seien 37 Proz., 1905 des Marktes. Da trotz aller Anstrengungen des Handels und schwellen vorhanden gewesen. Die Petition wurde schließlich der nicht möglich war, so mußten die Gruben einen erheblichen Teil der Regierung als Material überwiesen. Kohlen auf Lager nehmen und vielfach Feierschichten einlegen. Die Angeregt wurde die Verbesserung der Signalbeobachtung durch Million Tonnen. automatisch funktionierende Einrichtungen. Der Minister verspricht Bestände der oberschlesischen Kohlengruben betragen zurzeit über eine sich keine Verbesserung von automatischen Einrichtungen, erblickt vielmehr eine große Gefahr darin, daß die Aufmerksamkeit des Lokomotivpersonals sich dadurch vermindere.
Vom Metallarbeiterverband war eine Petition einMittel zur Erbauung von Waggons zur Verfügung stellen, damit gereicht, in der verlangt wird: die Eisenbahnverwaltung solle mehr die Arbeiter dauernd beschäftigt werden können. Die Petition wurde der Regierung als Material überwiesen, nachdem der Minister bekanntgegeben hatte, daß die Bestellungen nur bei preußifchen Fabriken erfolgen und nur insoweit in andere Bundesstaaten gehen, als diese am preußischen Eisenbahnbetrieb beteiligt find.
Aus der Partei.
Ein Parteitag der rumänischen Sozialdemokratie
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und
Die Eisenindustrie hat an der in der zweiten Hälfte des Jahres 1909 sehr langsam einfegenden Besserung der allgemeinen Wirt brüdt, noch nicht teilnehmen können. Zwar ist die lang anhaltende schaftslage, die sich hauptsächlich in der Zunahme von Arbeit ausden inzwischen eingetretenen geringen Preiserhöhungen aber große Abwärtsbewegung der Verlustpreise zum Stillstand gekommen, aus Hoffnungen auf Mehrgewinne der schwer um ihre Eristenz ringenden oberschlesischen Eisenhütten herzuleiten, wäre unzutreffend und
boreilig.
Ueber das voraussichtliche Ergebnis der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahre können Angaben noch nicht erfolgen. Die zurzeit recht unerfreuliche Lage des oberschlesischen Kohlenmarktes, die zur Einlegung zahlreicher Feierschichten auf den Gruben der Gefell schaft und Anfammlung großer Haldenbestände geführt hat, wird naturgemäß das Ergebnis des zweiten Halbjahres erheblich beeinflussen.
tagte bom 13. bis 16. Februar zu Bukarest . Er war von Die Aussichten für die nächste Zukunft tönnen deshalb als bessere 89 Delegierten besucht die Beschickung und die Verhandlungen zeigten, daß der Sozialismus in Rumänien trop der brutalen Ver- noch nicht bezeichnet werden. folgungen der Arbeiterbewegung, trotz der niederträchtigen Ausweisungen der Führer anderer ähnlicher Maßnahmen Tabaktrust. Nach einer New Yorker Meldung der Frankf. 3tg." vorwärts kommt. Die bisherige sozialistische Vereinigung fonnte wurden 22 Tabaksgesellschaften in Georgia und Florida mit einem in die Sozialdemokratische Partei umgewandelt werden. Genosse Kapital von 7 Millionen Dollars fufioniert. Georgesen erstattete den Tätigkeitsbericht, der zu dem Schlusse fam, daß alle Verfolgungen und Ausnahmegesetze die Bewegung nur gestärkt haben.
Sodann wurde ein Parteiprogramm angenommen, dessen theoretischer Teil im wesentlichen dem des Erfurter Programms der deutschen Sozialdemokratie entspricht. In der Debatte wurde die Judenfrage behandelt, die ja für Rumänien besonders brennend ist, da den Juden, die zum größten Teil Proletarier find, als " Fremden" das Bürgerrecht vorenthalten wird, so daß sie der absoluten Willfür der Regierung unterliegen. Es wurde beschlossen, daß die Sozialdemokratie Rumäniens die Befreiung der Juden fordere, weil sie, wie die Sozialdemokratie aller Nationen, nicht nur gegen die Ausbeutung der Arbeiterklassen, sondern gegen jede Ausbeutung und Unterdrückung fämpft, fie richte sich nicht gegen eine Klasse, Partei, ein Geschlecht oder eine Naffe.
Aus der Frauenbewegung.
Freifinn und bürgerliche Frauen.
Seine
Im Februarheft der Zeitschrift" Die Frau" schreibt Helene Lange über:" Reaktion im Liberalismus". Sie beklagt die Ablehnung und Nichtbeachtung der bürgerlichen Frauenforderungen bei der liberalen Einigung und konstatiert zum Schluß: werbende Kraft für die Masse der Frauen wird der Freifinn nach der Fusion eingebüßt haben." Und was wird die Folge sein? Was werden die Damen in Zukunft tun? Helene Lange fragt: " Sollen sie weiter nach lints gehen, wo ihre Ueberzeu gungen im übrigen nicht liegen, wo man aber für ihre Rechte mit Entschiedenheit eintritt?" Und sie antwortet:„ G3 erscheint mir fraglos, daß viele das tun werden. Das erscheint uns nun weniger fraglos, als fraglich. Diese Damen würden sich in einer demokratischen Partei gar nicht wohl fühlen. In der bürgerlichen Frauenbewegung ist es leicht, eine Rolle zu spielen. Weder besondere Kenntnisse, noch große Dem nächsten Parteitag soll ein Agrarprogramm bor Fähigkeiten gehören dazu. In der Sozialdemokratie aber heißt es, gelegt werden. in Reih und Glied marschieren; der einzelne tritt nicht hervor Einstimmig wurde ein neues Agitations statut für die es sei denn auf Grund seiner Leistungen. Und um hier etwas Partei angenommen.
Dem theoretischen Zeil des Programms schließt sich der praktische Teil an, der an der Spize Abfchaffung aller Gefeße fordert, die gegen das Streit- und Koalitionsrecht gerichtet sind; in Artikel 2 werden die Anerkennung der Gewerkschaften als juristische Personen und Tarifverträge verlangt.
Das Verhältnis zwischen Partei und Gewert schaften wurde einstimmig in der Weise geregelt, daß die Stutt garter Resolution angenommen wurde. Beratungen über die Presse, Genoffenfchaften und Arbeiterheime befchloffen die Verhandlungen.
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zu leisten, muß man etwas mehr wissen als anderthalb Schlagwörter der bürgerlichen Frauenbewegung. Und wozu sollten die Damen auch bei uns etwas leisten wollen? Ihre Ueberzeugungen", also ihre Klasseninteressen, liegen ja nicht bei der Sozialdemo tratie! Das aber ist der springende Bunkt. Und darum wollen wir hoffen, daß die Damen ihre Drohung nicht wahr machen werden! Wir verzichten auf UeberLäufer, die ohne Ueberzeugung" zur Sozialdemokratie kommen. Solche Elemente betrachten wir als Schädlinge schlimmer Art. Der Abmarsch diverser Nationalsozialer nach links anno 1903 ge
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Der Deutsche Sozialdemokratische Leseklub zu Paris im eigenen Heim. Nach 33 jährigem Bestehen ihrer Organisation bezogen unfere deutschen Genossen in Paris eigene Bereinsräume, bestehend aus einem 300 Personen fassenden großen Saal für ihre nügt uns noch für eine Weile! regelmäßigen Sonnabendversammlungen und einem kleineren für Wie der Freifinn mit dem Radikalismus droht und von den 50 Besucher, der ständig den Genossen als Unterrichtsraum, Lese-, Rechtsparteien mißachtet wird und zu Kreuze kriecht, so werden Sigungs- und Bibliothekzimmer dient. Die Näume sind geschmackvoll auch die Damen, nachdem ihre Drohung fühl zur Kenntnis ge In der Wahlprüfungskommission des Reichstags wurde und zwedentsprechend eingerichtet. Ein Mitglied der Ordnerkommission nommen wurde, sich zufrieden geben und obendrein noch für ein am Freitag die Nachprüfung für die Wahl des Abgeordneten ist allabendlich zur Auskunftserteilung anwesend. Einen Arbeitsnachweis paar winzige Einräumungen und ein paar gewaltige Verheißungen Enders im 2. Meininger Wahlkreise vollzogen. Bei befißt der Klub nicht. Die im Hause befindliche Restauration der für die Zukunft von Herzen dankbar sein. diefer Wahl war ein Wahlaufruf von den Gemeindevorständen fozialistischen Konsumgenossenschaft Maison Commune" liefert gute unterzeichnet worden. Der Reichstag hatte im Gegensatz zur Speisen und Getränke zu billigen Preisen. In Paris einzig dastehend früheren Praris beschlossen, dies für unerheblich zu er- ist die Abschaffung des Trinkgeldunwefens. Besuche von Museen und am bergangenen Sonntag sein Stiftungsfest. Es begann mit einer achten, aber über einzelne ungefeßliche Vorkommnisse Er- anderen Sehenswürdigkeiten finden jeden Sonntag unter Führung gut durchdachten Rede des Genoffen Grunwald, der auf die bedeut eines Sachverständigen statt; gesellige Zusammenfünfte und Ausflüge famen Aufgaben hinwies, die der Verein für das gesamte Prole hebungen anstellen zu lassen. Nach Prüfung dieser Erhe- werden unternommen. Es ist jedem nach Paris kommenden Genoffen tariat zu erfüllen habe. Nicht um der Faruen willen, auch nicht bungen kam die Kommission mit Mehrheit zu dem Beschluß, zu empfehlen, sich an den Deutschen Sozialdemokratischen Leseklub, um der Männer willen leiste er Bildungsarbeit, sondern darüber die Wahl Enders für gültig zu erklären. 49, rue de Bretagne, zu wenden.
Ferner wurde die Wahl des Abgeordneten Schwartübed geprüft. Die Erhebungen haben ergeben, daß nicht, wie im Plenum von einer Seite angenommen worden war, ein System von Wahlfälschungen vorliegt. Allerdings ist eine Berson wegen Wahlfälschung verurteilt worden, und in zwei anderen Fällen find für Wähler von anderen Stimmen abgegeben worden. Aber die Kommission konnte daraus nicht schließen, daß systematische Wahlfälschungen vorgekommen seien. Infolgedessen beschloß die Kommission einstimmig, die Wahl unseres Genossen Schwarz für gültig zu erklären.
Preußischer Eisenbahnetat.
Die Budgetkommission des Preußischen Abgeordnetenhauses sette am Donnerstagabend die Beratung des Eisenbahnetats fort und behandelte zuerst die Ausgaben für
darunter.
,, Wohlfahrtszwede"
im Betrage von rund 87 Millionen Mart. Unter diesem mertwürdigen Titel figurieren zunächst 50 Millionen Mark Pensionen, die auf Grund geseblicher Vorschriften gezahlt werden müssen! Ferner die gesetzlichen Beiträge für Kranken-, Invalidenund Unfallversicherung, einschließlich der Verwaltungstosten!! Auch eine Unterstüßung bezw. Beihilfe an den Verein Deutsche Volksschule" zu Dziedis in Desterreich befindet sich Vom Zentrum war ein Antrag gestellt: die Zuschüsse zur Bensionskasse für die Arbeiter der Klasse B zu erhöhen. Der Minister hatte viele schöne Worte für die Arbeiter übrig. Gr rechnete auch aus, daß seit 1895 die Leistungen der Kaffe gestiegen feien; im Jahre 1910 fönne aber diesem Antrage nicht entsprochen werden; er erfordere 1% Millionen Mark! Die Arbeiter würden dafür dankbar sein, wenn diese Summe erst im Jahre 1911 in den Etat eingestellt würde! Nachdem die Konservativen und Nationalliberalen sich gegen bie Erhöhung ausgesprochen hatten, zog das Zentrum den Antrag, burch den 30 000 ältere Beamte Vorteil gehabt hätten, zurüd!
Die Syndikalisten und die Partei.
Aus Industrie und Handel.
Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse feierte
hinaus ginge sein Streben, durch Heranbildung der Frauen zu denkenden, selbstbewußten und selbsthandelnden Persönlichkeiten ein höheres Gemeinschaftsleben herbeizuführen, und so eine Vereinigung von Mann und Frau auf gehobener sitt. licher Stufe zu schaffen. So wirke der Verein für den EwigkeitsDie Syndikalisten von Borgo S. Luca in der Provinz Ferrara gedanken. In unserer Zeit hat man sich gewöhnt, auf die Liebe haben dem Parteivorstand ein Schreiben übersandt, in dem sie ihren und ihre Erscheinungsformen herabzusehen. Nichts ist falscher als Gintritt in die Partei erklären. In dem Briefe heißt es, daß die dies. Wissen wir doch aus der Geschichte aller Zeiten, aus den Syndikalisten entschlossen seien, sich allen Parteibeschlüssen zu unter- Biographien der genialsten Menschen, welche Macht die Liebe stets Eintritt würde gewünscht, weil die Syndikalisten die Ueberzeugung und häßlich sind dank den äußeren Verhältnissen, unter denen werfen, ohne aber ihre theoretischen Grundsäge zu verleugnen. Der ausgeübt hat. Weil heute ihre Lebensäußerungen häufig ungesund hätten, daß ihr wirken nur im Einklang mit dem der Partei von mir leben Rugen fein tönnte. Der Parteivorstand hat sich mit dem Schreiben deutenden Energiefattor die Liebe im Leben des Men - dürfen wir doch nicht verkennen, welch einen be. beschäftigt, ist aber zu dem Schlusse gekommen, daß der Eintritt in schen darstellt. Wir alle wissen, wie start die Schaffenskraft gerade die Partei nicht gewährt werden könnte, nachdem der Parteitag von in den Perioden der Liebe angeregt wird, und wir vermögen uns Florenz ausdrücklich die Grundsätze und Methoden des revolutionären hiernach vorzustellen, welch hervorragende psychische und ökono Syndikalismus verworfen hätte. mische Leistungen ausgelöst werden könnten, wenn einmal die Liebe ungehindert von ökonomischem und traditionell übertommenem Zwange fich wird entfalten dürfen. Darum sollten wir wieder den Mut haben, zu bekennen, daß wir lieben. Weder Willkür, noch Raserei, noch Zwang ist Liebe, wie wir sie auffassen. Wohl bedeutet Liebe eine Bindung, wohl verlangt sie Aufgabe eines Stüds Persönlichkeit, doch liegt hierin keine Verkleinerung, sondern eine Erhöhung, weil die erhöhte Leistung das Verdienst der In Halbzeug fette fofort nach Eröffnung des Verkaufs für das Bereinigung beider Elemente ist. Unsere gegenwärtige Zeit verzweite Vierteljahr die Verkaufstätigkeit ein, so daß heute schon ein hüllt dies alles und zeigt uns nur die häßliche Außenseite. Auch großer Teil des Inlandsbedarfs für diesen Zeitraum gedeckt ist. berkennen die meisten Menschen, daß jede Zeit, jedes Alter einen Der Abruf erfolgte in zufriedenstellender Weise. Der Auslands- besonderen Ausdruck der Liebe hat, und daß ihr Wesen mit den markt ist weiter fest. In schwerem Eisenbahnmaterial find nun Jahren wechselt. Es herrscht in den Ansichten über die Liebe und mehr die Verträge mit allen deutschen Staatsbahnverwaltungen bis in ihrer Betätigung ein heilloser Wirrwarr, nicht nur in den 1912 verlängert. Die Bedarfsmengen halten sich in sehr bescheidenen Kreisen der Besitzenden, sondern auch im Proletariat. Darum Grenzen. Der Auslandsmarkt in Vignolschienen liegt nach wie vor müssen wir, die wir hohe Forderungen an die Gesellschaft stellen, günstig und weitere umfangreiche Aufträge wurden hereingenommen. auch die Forderungen gegen uns selbst nicht zu niedrig Das Grubenschienengeschäft hat von seiner Lebhaftigkeit nichts ein fein lassen und unsere Jugend dahin aufklären, daß ihre Liebe gebüßt, namentlich ist das Auslandsgeschäft recht befriedigend. Der nicht unabhängig ist von Zeit und Alter. Liebe in ihrer reinen Eingang von Spezifikationen ist sehr gut und auch die Preise er- und hohen Form ist ein unendlich wichtiger Erziehungsfaktor. Sie fuhren Aufbefferungen. In Nillenschienen hat sich entsprechend der bindet und stärkt, sie steigert das Pflichtbewußtsein; darum sollte tommenden Bausaison ebenfalls mehr Belebung gezeigt, sowohl das man sie nicht belächeln, noch weniger bekämpfen oder gar verheim Inland als auch besonders das Ausland find mit großen Anfragen lichen, sondern versuchen, sie au immer höheren Formen zu ent
Aus der Kohlen- und Eisengroßindustrie. In der Hauptversammlung des Stahlwerksverbandes Donnerstag wurde über die Geschäftslage u. a. mitgeteilt:
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