der
Wirtschaftlicher Wochenbericht.
-
-
ift.
9
Sonntag, 8. Mai 1910.
ber Rohmateriallieferanten hat sicherlich die Aufwärtsbewegung ge hemmt. Ohne die bewußte Stimmungsmacherei, als Mittel der Preistreiberei, wäre die Unternehmungslust wohl stärker hervor- nnamdesmend Berlin , 7. Mai 1910. getreten. Sie wurde abgeschreckt, da es nicht möglich war, in Barallelbewegung mit den verteuerten Rohmaterialen, die Preise für Börsenstimmung und Arbeitsmarkt Rückschlag in den Bereinigten Gertigerzeugnisse zu erhöhen. Zurzeit lauten die Marktberichte vom Erzeugnisse der Land- u. Forstwirtschaft, Staaten Banken und Preispolitik der Rohstoffverbände Deutsch Eisen- und Kohlenmarkt recht unbefriedigend. Zum Teil ist die Nahrungs- und Genußmittel lands Außenhandel im ersten Bierteljahr 1910. Abschwächung, besonders in den Walzwerken und in der Kleineisen- Mineralische u. fossile Rohstoffe. Zubereitetes Wachs, Fette, Dele 2c. Die Hoffnungen auf eine fräftige Belebung in der Waren- industrie auf das Konto der Bauarbeiteraussperrung zu setzen. erzeugung haben einen neuen Stoß erhalten. Die Baumwollindustrie leidet unter der unerhörten Preistreiberei Chemische Erzeugnisse, Farben 2c. Die Enttäuschung an der New Yorker Baumwollbörse. Die Nachrichten von der Ver- Spinnstoffe u. Waren dar., Fächer u. Hüte geht von den Vereinigten Staaten aus. Als zugkräftiges Argument für die Hauffeftimmung an den kontinentalen Börsen mußte bis- nichtung eines Teiles der Ernte haben der Hauffe neue Nahrung Leder u. Waren daraus, Kürschnerwaren In Bremen notierte Middling wieder 75% f., lang die in allen Tönen verkündete glänzende wirtschaftliche Ent- gegeben. Kautschukwaren. widelung in Amerita dienen. Die Rh.- Westf.- 3tg." wies im ver- daß der Höchststand des Vorjahres bereits wieder erreicht Geflechte u. Flechtwar. aus pflanzl. Stoff. Falls der hohe Preisstand für Rohwolle noch längere Besen, Bürsten, Pinsel 2c. gangenen Herbst schon darauf hin, daß die unter dem Eindruc der Waren aus Schnizstoffen Börsenstimmung ausgelöfte Erwartung auf steigenden Beit anhält, dürfte auch die Betriebseinschränkung in berarbeitenden Industrie noch größeren Umfang annehmen. Papier , Pappe u. Waren daraus Begehr und steigende Preise Käufe beranlaßt hätten, die Verhältnismäßig günstiger Verhältnisse erfreut sich die Elek- Bücher, Bilder, Gemälde zu einem großen Teile auf spekulativer Basis beruhten. Daß Der Kupfertrach brachte trizitätsindustrie. ihr billige Roh- Waren aus Steinen diefer Ansicht kein unberechtigter Beffimismus zugrunde lag, materialpreise, was wohl ein wesentliches Moment für sie war, die Tonwaren hat sich mittlerweile ja herausgestellt. Zunächst allerdings war die Strife leichter zu überwinden. Einen Anhalt für die Veränderung Glas und Glaswaren Sauffeftimmung start genug, um nicht schon nach kurzer Zeit einen des Beschäftigungsgrades in den einzelnen Gewerben gibt die Mit- Edle Metalle und Waren daraus Rückschlag in die Erscheinung treten zu lassen. Und auch ein realer gliederbewegung in den Betriebs-( Fabrik-) Krankenkassen. Die Unedle Metalle und Waren daraus Faftor war vorhanden, der den Glauben an eine entschiedene Auf folgenden Angaben beziehen sich auf die an das„ Reichsarbeitsblatt" Maschinen, elektrotechnische Erzeugnisse, wärtsbewegung stärken konnte. Eine ziemlich lebhafte Ausfuhr. Und da an dieser hervorragend Amerika beteiligt war, fanden auch die angeschlossenen Kassen. Da deren Bahl wechselt, haben die Angaben Hinweise auf eine dort neu einfegende Prosperität ein williges Dhr. natürlich nur bedingten Wert. Am 1. April waren Mitglieder vor- Feuerwaffen, Uhren, Tonwerkzeuge, Kinderspielwaren In Wirklichkeit war die Ausfuhrsteigerung nach Amerika weniger die Ursache gesteigerten Konsums, vorwiegend handelte es fich um Vorversorgung aus Anlaß der bevorstehenden Zollerhöhungen. Stieg doch die Ausfuhr Deutschlands nach den Vereinigten Staaten bon rund 128 Millionen Dollar auf rund 162 Millionen Dollar. Und da Amerika nicht nur seine Einfuhr aus Deutschland , sondern aus allen Ländern steigerte, gab es am Weltmarkt eine Belebung, die als Anzeichen einer neuen Hochkonjunktur galt. Weil die größere Inanspruchnahme des Weltmarktes zur Befriedigung des Begehrs ameritanischer Exporteure nur aus dem Bestreben resultierte, furz vor dem Inkrafttreten höherer Bölle größere Warenmengen zu den billigeren Sätzen hereinzubringen, mußte naturgemäß nachher eine Ermattung eintreten. Da zudem drüben der künstlich hervorgeloďte Optimismus auch die dortige Produktion zu erhöhten Leistungen an reizte, wofür fein Konsum vorhanden war, trat der Rückschlag umso schärfer in die Erscheinung.
handen:
1909 1910 Hütten, Metallverarbeitung, Maschinenindustrie 544 936 581 132 Elektrische Industrie Chemische Industrie
Textilindustrie
Industrie der Holz- und Schnitzstoffe Nahrungs- und Genußmittel Bekleidung und Reinigung Baugewerbe .
43 239 35 386 197 477
51 603 39 536 203 767
13 971 32 308
15 625 44 624
Fahrzeuge.
Ein Aus Cin Aus fuhr fuhr fuhr fuhr
1909 in 1000 Dz.
1910 in 1000 Dz.
41 270 10 011 45 876 11 479
4268 6118
70 199 75 458 68 267 79 208
·
72 78,8
921 5 447
83,3
9 054
607 746
679)
875
89 94
47
111
4,7 18
7,7 21,5
15 9,5
15,5 10,8
5,2
5,8
4,9 6,6
89,6 176
100 211
183
915
205 1110
14
55
15,6 55,3
838
161 669 266
277 826
860
935
41 331
52,5
371
8,8
1,8
4,8 1,6
1994 11 563
139 1 005
157 1 106
1 596 9 599
3 103 8,6 129 Unvollständig angemeldete Waren 10,7 15,3 11,4 17 Insgesamt[ 119570 105720| 124011[ 116615
•
Wie aus der Tabelle ersichtlich, ist die Einfuhr von Nahrungs. mitteln stärker geftiegen als die Ausfuhr. Zurückgegangen ist die Einfuhr von mineralischen und fosfilen Rohstoffen, während die Ausfuhr darin eine Steigerung aufweist. Die Zunahme des Ausfuhrüberschusses entfällt in der Hauptsache auf Erze. Unerfreulich ist auch die Ausfuhrsteigerung bei Roheisen. Nach den Spezialausweisen gestaltete fich der Außenhandel in Roheifen wie folgt:
1. Vierteljahr
em
1909
1910
Ausfuhr Ueberschuß 575 471
Einfuhr 266 632 244 228
Ausfuhr 842 103
1919 191
1 674 963
Betrachtet man den Wirtschaftsmarkt unter dem Gesichtswinkel des Außenhandels, dann läßt sich für das laufende Jahr im Vergleich mit dem Vorjahre eine mäßige Besserung konstatieren. Die Gesamteinfuhr ging im ersten Viertel des laufenden Jahres gegen119 569 868 Doppelzentner auf über Januar- März 1909 von 124 010 915 Doppelzentner hinauf, die Ausfuhr stieg von 8war ist ja auch die Roheisenerzeugung gewachsen, die GeDie größere Einfuhr Amerikas war aber nicht der Hauptfaktor 105 719 806 Doppelzentner auf 116 614 766 Doppelzentner, gleich- ftaltung des Außenhandels zeigt aber, daß nicht die heimische Weiter bei der Hausse an den heimischen Märkten. Das treibende Moment zeitig stieg die Zahl der eingeführten Pferde von 35 248 auf 44 647 bei verarbeitung das Mehr aufgenommen hat. Hier hatte sich die Lage war eine Stimmungsmache, an der Börse und Rohstoffverbände einer Ausfuhr von 1821 respektive 2101 Stüd. Wasserfahrzeuge wurden am Arbeitsmarkt noch nicht durchweg verbessert. In der Ausfuhr wechselseitig und aus gleichem Interesse beteiligt waren. Was früher eingeführt, 1909 69 Stüd, 1910 104 Stüd, ausgeführt, 1909 82 Stück, von Maschinen, elektrotechnischen Erzeugnissen, Fahrzeugen, Feuereine Einzelerscheinung war, daß sich eine Bank in der Industrie fest 1910 121 Stüd. Der Menge nach stieg der Einfuhrüberschuß von waffen, Uhren, Mufitwerken usw. ist eine Steigerung eingetreten, die engagierte, wie z. B. die Diskontobant bei der Union - Dortmund , das 3 850 062 Doppelzentner auf 7396 149 Doppelzentner. Die wohl auf etwas verbesserte Verhältnisse schließen läßt. ist jetzt die Regel. Die großen Verkehrsunternehmen sowohl als Steigerung macht fast 100 Prozent aus. Ein etivas anderes Bild Bietet das erste Vierteljahr in feiner Gesamtheit ein etwas auch die großindustriellen Werke stehen heute mehr oder minder ergibt sich, wenn man den Wert der Ein- und Ausfuhr betrachtet. freundlicheres Bild, so wird dieses wieder verdunkelt, wenn man unter der Kontrolle mächtiger Banken. Diese treiben eine von Während z. B. der Wert der Einfuhr einschließlich Edelmetall- bie Verhältnisse im Monat März allein berücksichtigt. Da zeigt sich ihren Geschäftsintereffen diktierte Kurspolitik. Die von Amerika verkehr bon 2040,5 Millionen Mark auf 2201 Millionen Mark bei verschiedenen Waren wieder eine Verschlechterung. Die Einfuhr ausgehende und bewußt geförderte optimistische Auffassung benuzten hinaufging, stieg der Ausfuhrwert von 1585,6 Millionen Mart auf ging von 45 793 686 Doppelzentner auf 45159016 Doppelfie dazu, hier eine regelrechte Hausfestimmung anzublafen. nur 1783,7 Millionen Mart . Demnach ist der Einfuhrüberschuß von gentner zurück. Die Ausfuhr unedler Metalle stieg von 3 677 434 Die Kurse der Industriepapiere wurden hinaufgetrieben, und rund 455 Millionen Mart auf 417 Millionen Mark zurückgegangen. Doppelzentner auf 4 296 986 Doppelzentner. Hiervon entfallen allein das gab den Rohproduzenten den erwünschten Anlaß, die Um die Verschiebung im Außenhandel nach Hauptgruppen zu zeigen, 4098 648 auf Eisen und Eisenlegierungen. Das fann heute wohl Breise zu erhöhen. So greift ein Rad ins andere, wohl zum Segen geben wir die folgende Zusammenstellung. Sie stellt die Ein- und schon konstatiert werden: eine Frühjahrsbelebung, wie man sie er der Banken, aber zum Nachteil für die allgemeine wirtschaftliche Ent- Ausfuhr in den ersten drei Monaten der beiden lezten Jahre in wartet hatte, ist nicht eingetreten und die nächsten Monate werden widelung. Die von der Börse gestützte und geförderte Preispolitit| Bergleich: faum eine entschiedene Besserung bringen.
-
-
D.
Sehr preiswert! Loden- Pelerinen
Mit Kapuze u. Tragbändern.
Für Herren u. Damen.
M. 24.- 21.- 18.- 15.- 12.- 8.
BS
Besonders günstige
Pfingst- Angebote
Herren- Kleidung
Knaben- Kleidung
3.- 4.- 5.- 6.
Herren- Artikel
Anzüge M. 11-15-18-24-27-30.- Knab.- Anzüge M. 250 Kragen 4fach, in 12 neuest. Formen 95 PL.
M. 33-36-45-50-55-60
Paletots M. 15-18.- 21.- 24.- 27.- 30.
M. 33-36-40.- 45.- 50.- 60.
M. 40.- 45-50.- 60
Ulster:***. M. 18-27-30-36 Beinkleider M. 3.20 4.50 6& 9-
M. 10-12-15-18-20
Jüngl.- Anzüge
M. 8.- 12.- 16.- 20.- 25.
M. 9.- 12.- 15.- 18.- 20.M. 24.- 27.- 30.- 36-39.
Pelerinen für Knaben, Mädchen
und Jünglinge von M.
5.50
an
Krawatten Neueste
Fassons
Dutzend
50, 75, 95 PL. Bunte Oberhemden M. 2.- 3.25
M. 4.50 5.50
Behte Kieler Anzüge. Pyjacks sehr big Bunte Garnitur. Serviteurn. Manschetten
Stroh- Hüte
mit gerader Krempe 0.75 0.95 1.50 2.50
Kniffform 0.75 1.50 2.50 3.50
Sporthemden, Schirme, Stöcke Rucksäcke, Hosenträger::
Echte Panama- Hüte
Moderne Maẞ- Schneiderei Maß
M. 0.85 u. 1.45
M. 8.- 10.- 12.- 14.- 16.M. 18.- 21.- 24.- 27.- 30.
Westen- Gürtel, Trikotagen Sport- Mügen, Stockschirme
BaerSohn
Chausséestraße 29-30 11 Brückenstraße 11 Gr. Frankfurterstr. 20 Schöneberg, Hauptstr. 10
Der Haupt- Katalog No. 39( neueste Moden) auf Wunsch Rostenlos und portofrel.
Heute, Sonntag, bis 6 Uhr geöffnet.
RH
C