Nr. 124. 27. Jahrgang.
Partei- Angelegenheiten.
Fünfter Wahlkreis. Heute Dienstag, den 31. Mai, 8 Uhr abends, findet in den Union- estfälen, Greifswalder Straße 222, eine fombinierte Sigung aller Bezirke der ersten Abteilung statt. Neben einem Vortrage des Genossen Stadtv. Karl Zeid über" Fürsorgeerziehung" stehen noch wichtige Vereinsund- Abteilungsangelegenheiten auf der Tagesordnung, welche das Erscheinen aller Genossen und Genossinnen bedingen.
Der Abteilungsführer. Charlottenburg . Heute abend 8 1hr, im„ Volkshause", Rosinenstraße 3, öffentliche Versammlung. Genoffin Rosa Zugem burg spricht über:" Der Wahlrechtskampf". Agitiere jeder für zahlreichen Besuch( besonders der Frauen). Der Vorstand.
Schöneberg . Die Mitgliederversammlung des Sozialdemo kratischen Wahlvereins findet heute Dienstag, abends 8 Uhr, in den„ Neuen Rathausfälen", Meininger Straße 8, statt. Die Genossin Quise Ziez hält einen Vortrag über: Die Gewinnung der Frauen für den politischen Kampf eine Notwendigkeit". Bu diefem Vortrage sind ganz besonders die Frauen eingeladen. Wilmersdorf . Die Monatsversammlung des Wahlvereins findet heute abend 82 Uhr im Gesellschaftshause, Wilhelmsaue 112, statt. Reichstagsabgeordneter Emil Eichhorn hält einen Vortrag: Erinnerungen aus der Zeit des Sozialisten gejeges".
Steglit. Heute Dientsag, 8 Uhr: Mitgliederversammlung bei Schellhafe. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Biel über Unsere Tattit" und Ergänzungswahlen zum Vorstand.
Groß- Lichterfelde . Heute Dienstag, abends 8 Uhr, bei Richter, Chausseestraße 104: Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Tages ordnung: Vortrag des Genossen Grunwald über" Industrie und Landwirtschaft"; Abrechnungen; Vereinsangelegenheiten.
Der Vorstand. Treptow - Baumschulenweg. Heute Dienstag, abends 8% Uhr, findet für den Ortsteil Baumschulenweg die Mitgliederversammlung bei Speer, Baumschulenstr. 78, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag: " Der Massenstreit". 2. Stellungnahme zur Vorstandswahl. Der Vorstand.
Dienstag, 31. Mai 1910.
Aus dem Wanufce gelandet wurde Sonntag nachmittag in der
für jede 100 Quadratmeter 4 M. mehr. Für Veranstaltungen die stehen, infolge von Luft- und Lichtmangel schlechtes Fortkommen. über 11 Uhr nachts sich ausdehnen, sollen doppelte Säße gelten. Die Deputation beschloß daher, der Gitschiner Straße durch BeDie Einführung einer Luftbarkeitssteuer für Berlin wird vor allen rantung der Hochbahnpfeiler einen neuen gärtnerischen Schmud zu Dingen die Gewerbetreibenden stark belasten, die ihrerseits wiederum verleihen. versuchen werden, die Steuer auf das Publikum abzuwälzen. Die Anlegung des neuen Zentralschulgartens in Blankenfelde Die Besteuerung von Theatern und Konzerten ist eine kulturfeindliche hat begonnen. Die Gartenanlage auf dem Fürst- Bülow- Plaz ist Maßregel, die um so schlimmer wirkt, als die Stadt Berlin für fertiggestellt. derartige Swede feinerlei Aufwendungen macht im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten. Der Magistrat rechnet auf eine Einnahme von 2 Millionen Mark. Nähe des Freibades ein unbekannter Mann von etwa 25 bis Nach der jegigen Stimmung in der Stadtverordnetenversammlung 30 Jahren. Der Ertrunkene ist 1,70 Meter groß und bartlos, hat dürfte diesmal mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Annahme der schwarzes Haar und trug einen dunklen Jadettanzug, mit braunen Magistratsvorlage zu rechnen sein. und grünlichen Streifen, schwarze Schnürschuhe. In seinem Portemonnaie befand sich noch etwas Geld, darunter eine alte deutsche Arbeiterentlaffungen in der Parfverwaltung. Ueber umfang- Münze aus dem 16. Jahrhundert, italienische und ungarische reiche Entlassungen wird uns aus dem Revier Treptow berichtet. Münzen. Außerdem fand man bei der Leiche SattlerhandwerkHier wurden am 21. Mai 24, am 28. Mai 18 Arbeiter entlassen. 6eug. Für den kommenden Sonnabend sind weitere Entlassungen an- Ein entsetzlicher Unglücksfall trug sich am Sonnabenabend in gekündigt. Da haben nun die Arbeiter den ganzen Winter hin- der Warschauerstraße zu. Der 30jährige, bei seinen Eltern in der durch auf ihre Einstellung gewartet, und jetzt nach einigen Wochen Löwestraße wohnende Gärtner Jäde, versuchte an der Ecke der liegen sie wieder auf dem Pflaster. Bei den Entlassungen soll sehr Revalerstraße gegen 7 Uhr abends auf den Vorderperron eines in nach Willtür verfahren sein. So sind Arbeiter entlassen worden, voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagens der städtischen Zus die seit Jahren regelmäßig im Sommer beschäftigt werden, bringerbahn, Hochbahnhof Warschauerstraße- Zentralviehhof, aufwährend kürzlich eingestellte Arbeiter in Arbeit blieben. Beson- zuspringen. Er glitt vom Trittbrett ab und geriet unter das rechte deren Unwillen erregt es, daß Familienbäter ihre Entlassung be- Vorderrad. Der linke Arm wurde ihm vom Schulterblatt an glatt tamen und die jungen Leute von 17 bis 20 Jahren weiterbeschäftigt abgetrennt. Der Unglückliche wurde nach der nahen Unfallstation werden. Es hat den Anschein, als ob die geringfügige Lohn in der Warschauerstraße geschafft, wo ihm ein Notverband an erhöhung, 15 Pfg. pro Tag für einen Teil der Arbeiter, durch Ent- gelegt wurde. Mitglieder der Sanitätskolonne brachten ihn dann lassungen wieder wett gemacht werden sollte. Arbeit dürfte doch nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain . jetzt in den Parks und Anlagen in Hülle und Fülle vorhanden sein. Die Entlassungen ohne Berücksichtigung des Dienstalters und der Familienverhältnisse müssen als rigoros und willkürlich bezeichnet werden. Die Bewegungsfreiheit der Revierleiter in dieser Hinsicht ist kein Vorteil für die Arbeiter. Vielleicht interessiert sich für diese Fragen der neue Gartendirektor, der ja im Geruche eines sozialdenkenden und empfindenden Mannes steht.
Die Baukatastrophe in der Alexandrinenstraße hat bisher glüdlicherweise fein weiteres Menschenleben gefordert. Der Zustand der Arbeiter Grüßmacher, Stenzler, Fieseck und Mirzwa ist nach wie vor recht besorgniserregend. Die Verunglückten haben jetzt sämtlich das
Bewußtsein wiedererlangt.
D
Einem Straßenschwindler ist in der Brunnenstraße ein Anabe in die Hände gefallen. Der Knabe sollte von dem Rabatt- Sparverein Eine Beschwerde über das Freibad Wannsee hat die Vereinigung Norden für 50 M. Sparmarken holen. Ein junger Bursche, der den Märkischer Naturbadeanstalten an den Amtsvorsteher von Grunewald- Schein in seiner Hand sah, fragte ihn erst, ob er etwas verloren Forst, Oberförster Hillenkamp in Zehlendorf , gerichtet. Es wird habe, und dann, ob er 50 f. geschenkt haben wolle. Er ging dant darin gerügt, daß die für das Freibad erlassenen Vorschriften nicht bis zur nächsten Querstraße mit ihm, gab ihm auch die 50 Pf., innegehalten werden. Nichtbadenden werde beſtimmungswidrig der wickelte sie in Papier und steckte sie in die Tasche. Dann meinte er, Biesdorf . Heute Dienstag, den 31. Mai, abends 8 Uhr: Bahl- Butritt zum Freibad gestattet, und bekleideten Personen werde nicht es wäre gut, wenn er ihm auch den Geldschein einwickele. Der abend bei Gustav Berlin, Marzahner Straße. Bericht des Genossen untersagt, innerhalb des Freibadrayons zu lustwandeln und im Junge ließ das geschehen und erhielt auch ein Baketchen zurück. Müller über die legten Vorgänge in der Gemeindevertretersizung. Sande zu ruhen. Der Forstmeister wird gebeten, für die Durch- uls aber der Bursche sich rasch entfernt hatte, sah er, daß der Die Bezirksleitung. führung der Vorschriften Sorge zu tragen. 50 Mark Schein sich nicht darin befand. Der Bursche ist nach der Nieder- Schönhausen- Nordend. Heute Dienstag, den 31. Mai, Absperrungen wegen der Parade. Der Polizeipräsident erläßt Beschreibung, die der Knabe von ihm gibt, etwa 16 Jahre alt. abends 8 Uhr, findet im„ Lindengarten", Lindenstraße 43, die folgende Bekanntmachung: Aus Anlaß der am 1. Juni d. J. vorDas Schicksal einer Näherin ruft in der Grünthaler Straße allMitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: mittags 8 Uhr auf dem Tempelhofer Felde stattfindenden Parade Die Näherin Berta Bescholowski, 1. Vortrag über:" Unsere Freiheitsdichter", mit anschließenden wird die Tempelhofer Chaussee von etwa 7 Uhr an bis zur Be- gemeines Bedauern hervor. Rezitationen. Referent Genoffe Davidjohn. 2. Wahl eines endigung der Parade für jeden Verkehr gesperrt. Die Belle- Alliance- Grünthaler Straße 7, war auf ihrer Hände Arbeit angewiesen. In Jugendausschusses. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. straße und die Lichterfelder Straße dürfen von Lastwagen während der letzten Zeit hatte sie aber so gut wie gar feine Aufträge und Die Bezirksleitung. der Zeit vom Ausrücken der Truppen bis nach deren Einmarsch in obwohl sie unermüdlich wegen Arbeit auf den Beinen war, vermochte Franz.- Buchhholz. Am Mittwoch, den 1. Juni, abends 81%, Uhr, die Stadt nicht befahren werden. Nur den mit Passierscheinen sie nicht so viel zu verdienen, um sich ernähren zu können. Da sie feine Aussicht hatte, daß sich ihre findet bei Kähme, Berliner Str. 39, eine öffentliche Bolleversammlung versehenen Personenwagen ist das Befahren der Belle- Alliance- Aermste mußte hungern. statt, in der Reichstagsabgeordneter Genosse Stadthagen über straße bis zum Steuerhause gestattet. Alle übrigen Personenwagen Lage bessern würde, so nahm sie sich in der Verzweiflung das Leben; Zum Kampf des Voltes um Freiheit und Recht" fprechen wird. haben bei der Kreuzbergstraße in die Lichterfelder Straße einzu- fie bergiftete sich mit Leuchtgas . Aller Genossen und Genoffinnen Pflicht ist es, für guten Besuch der biegen und durch diese auf das Tempelhofer Feld westlich der Versammlung Sorge zu tragen. Chauffee zu fahren. Der Betrieb der Straßenbahnlinien wird auf Spandau . Heute abend 8 Uhr findet bei Böhle, Havelstr. 20, der Tempelhofer Chauffee und den aus Berlin nach dem Tempeleine öffentliche Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Die Be- hofer Felde führenden Straßen mit dem Beginn des Ausmarsches handlung der Steuerzahler durch die Stadt. Referent: Gen. Gent. der Truppen( etwa von 6 1hr ab) bis zur Aufhebung der AbBerlin. 2. Bericht über den 7. Ausschuß. Referent: Stadtverordneter sperrung abgelenkt, eingeschränkt oder ganz eingestellt. Der BeWilhelm Pieper. 3. Diskussion. Die Genossen werden ersucht, trieb der Omnibuslinien wird erst mit dem Beginn des Einmarsches der Truppen eingeschränkt oder abgelenkt. für guten Besuch der Versammlung zu agitieren.
Der Direktor der Städtischen Taubstummenschule, Herr Schulrat Albert Gußmann, ist am 27. Mai in Teupig gestorben. G. hat sich auf dem Gebiete der Taubstummenbildung und Sprachheilpflege große Verdienste erworben.
Ein bedauerlicher Vorfall ereignete fich Sonntagmittag gegen 12 Uhr in dem dem städtischen Arbeitshause zu Rummelsburg anift in greifbare Nähe gerückt. Zwar wurde die Erhebung einer geschlossenen Hospital. In einem Anfalle von Schwermut stürzte folchen Steuer im Jahre 1906 schon einmal vom Magistrat vor- sich der lungenkranke 56 jährige Hospitalit Paulus aus einem gefchlagen, damals aber von der Stadtverordnetenversammlung ab- lofettfenster der dritten Etage des Lazarettpavillons. rozdem gelehnt. Die gegenwärtige Finanzmisere glaubt aber der Magistrat sogleich ärztliche Hilfe zur Stelle war, starb der Unglückliche bereits Benutzen zu sollen zur Wiedereinbringung der 1906 abgelehnten Vor- nach drei Stunden. Ein beinahe jahrelanges Krankenlager und die lage. Er glaubt, daß die Stadtverordnetenversammlung der Er- Aussicht, von seinem Lungenleiden doch nicht geheilt zu werden, hebung einer Steuer auf Lustbarkeiten jetzt geneigter sei und bezieht mögen das Motiv zu der Tat des Unglücklichen gewesen sein. Schon sich auf zustimmende Aeußerungen von Mitgliedern der Stadt- bor geraumer Zeit hat er anderen Kranken gegenüber Selbstmord. berordnetenversammlung gelegentlich der Etatsberatung in diesem gedanken geäußert. Jahre.
Die Berliner Jnnungen fühlen sich sehr geehrt. Bei der gestern stattgefundenen Einweihung des Handwerkerhauses der Berliner Handwerkskammer hat der anwesende Kronprinz auf das Wohl der Berliner Innungen getrunken und sie hoch leben lassen. Lieb' Vaterland, kannst ruhig sein!
Die
Mit einem Blumentopf arbeitete zuletzt die alte Ladendiebin Haupt, über die wir früher schon berichtet haben. Die 65 jährige Frau nahm irgendein Kind von der Straße in den Laden mit, ließ es dort umherlaufen. Wenn dann der Ladeninhaber oder der Verkäufer nach dem Kinde sah, griff auch sie ein und verstand es, dem Manne wie zufällig mit dem Blumentopf ins Gesicht zu fahren. Dadurch lenkte sie seine Aufmerksamkeit von den Waren ab und benußte dann rasch die Gelegenheit, einzusteden, was ihr gerade zur Hand lag. Ein Juwelier in der Warschauer Straße, bei dem ihr der Kniff zuleßt gelungen war, erkannte die alte Sünderin aus dem Verbrecheralbum wieder. Als sie nun zur Vernehmung nach dem Polizeipräsidium bestellt wurde, wußte sie schon, um was es sich handelte, und brachte die gestohlene Kette gleich mit, um sich mildernde Umstände zu erwirken.
das aussichtslose Rennen auf. der Berlauf des Stundenrennens. Hier
Während
Sportpark Treptow. Die Radrennen am Sonntag, den 29. Mai, hatten infolge des ungünstigen, zweifelhaften Wetters unter schwacheni Besuch zu leiden. Das Programm, das drei Dauerrennen aufwies, erfuhr indessen durch die Ungunst des Wetters eine Verkürzung und wurde nur das 50 Kilometer- und das Stundenrennen ausgefahren. Der Veriauf des ersteren Rennens ergab einen leichten Sieg von Hugo Przyrembel vor dem Neuling Pawke und einem Während Pawke zeitweise Veteranen der Treptower Bahn, Heinh. achtbar fuhr, versagte Heiny vollständig und gab in der 75. Stunde Spannender und reicher an Nach der vom Magistrat Berlin beschlossenen LuftbarkeitssteuerZwischenfällen war standen sich sich Bruni, Demte und Hermann Brzhrembel Drdnung unterliegen der Steuer: Theatervorstellungen, deklama gegenüber. Demte hatte die Führung und ging seinen torische Vorlesungen, Rezitationen und andere Vorträge, Konzerte, fann Gegnern davon, aber bei dem guten Fahren der Birtusvorstellungen, Spezialitäten- und Variétévorstellungen, defla beiden anderen nicht viel Boden gewinnen und muß des öfteren matorische, Gesangs und sonstige musikalische Darbietungen, fineWiederum ein Erpressungsopfer auf Grund des§ 175. Wie Angriffe von Przhrenibel abwehren. Auch Bruni wehrt sich gegen matographische Vorstellungen, Schaustellungen von Personen, bereits mitgeteilt, hat sich vor einigen Tagen der Student Werner Demte und so geht das Rennen bis zur 86. Runde. Demte hat Tieren und ähnliche Darbietungen; ferner: Tanzbelustigungen, Hilbert im Freibad Wannsee mit Zyantali vergiftet und alsdann Reifenschaden und muß Przyrembel den Vortritt laffen, bis auch Mastenbälle, Redouten Wettrennen, Wettfahren, Kostüm feste und Bazare ſowie Panoramen und Ausstellungen jeder Mann, der zu den besten Hoffnungen berechtigte, Philologie und Demke durch nochmaligen Nadwechsel zurückfällt, benutzt Przyrembel ertränkt. Wie uns mitgeteilt wird, studierte der 22jährige junge diesen ein Defekt zwingt, den Italiener vorbeizulassen. Art. Auch die von Vereinen, Korporationen, geschlossenen Philosophie an der Universität Jena. Dort soll er eine homo- eine Schwäche seines Gegners zum Vorstoß und siegt nun unange Gesellschaften veranstalteten Luftbarkeiten unterliegen der Steuer. Vis feguelle Handlung begangen und von einem Kellner überrascht worden fochten. Bruni muß dann auch noch Demte passieren lassen. Steuerfrei sollen bleiben: Unentgeltliche Veranstaltungen, sein. Der Kellner hat infolgedessen längere Zeit Erpressungen gegen zum 30. Kilometer wurde das Rennen so scharf gefahren, daß neue die ausschließlich wissenschaftlichen oder belehrenden Zwecken dienen, Veranstaltungen, die von Schülern hiesiger Unterrichtsanstalten den jungen Mann ausgeübt. Der Student hat dem Kellner den Rekordzeiten geschaffen wurden. fast alle WertBetrag seines ganzen Monatswechsels und Resultate. 50 Kilometer Rennen. 1. Hugo oder hauptsächlich für solche Schüler dargeboten werden; ferner fachen geopfert. Es blieb ihm nur noch ein kleiner Betrag übrig, Przyrembel 46 Min. 08 Sek.; 2. Pawke, 2800 Meter; Veranstaltungen zu wohltätigen oder gemeinnützigen Zwecken, wenn Stunden- Rennen. 1. Hermann der Nachweis erbracht wird, daß der gesamte Reinertrag so daß er in der Lage war, nach Berlin zu fahren und sich hier bei 3. Heiny, aufgegeben. angegebenen 8wede verwendet verwendet wird. Außerdem guten Freunden Rat zu holen. Diese boten alles auf, um den jungen Przyrembel 67,488 Stilometer; 2. Demite, 64,530 Kilometer; Mann, der dicht vor dem Doktoreramen stand, von dem Selbstmord, 3. Bruni, 63,300 Stilometer. Vorgabefahren. 1. Ergleben, geschlossene Tanzunterrichtsstunden; jedoch müssen die Tanz den er ankündigte, abzuhalten. Die Freunde, ehemalige Schul- 2. Stops, 3. Nikolcizig. Lehrer die einzelnen Tanzstundenzirkel vor Beginn unter kameraden und Landsleute, erklärten sich auch bereit, ihn mit dem Angabe der Zeit und des Ortes bei der Steuerbehörde anmelden; Bater, einem höheren Beamten in Remscheid , auszusöhnen und ihn Bem Chormeister Herrn Suchsdorf erhalten wir folgende 311andernfalls find diese Veranstaltungen wie Tanzunterhaltungen mit Geld zu unterſtügen. Der junge Mann lehnte jedoch die Geld- schrift: In der Nr. 120 des„ Borwärts" vom 26. Mai d. J. finde Die Besteuerung soll in der Form der Kartensteuer unterstügung mit dem Bemerken ab, daß seine vorhandenen Geld- ich in dem Bericht über die lezte Ausschußfißung des Arbeiterfängererfolgen, wenn Eintrittskarten usw. verkauft werden, andernfalls als mittel noch für einige Tage ausreichten. Bereits nach zwei Tagen bundes den Passus:„ Scharf gerügt wurde die Mitwirkung mehrerer Bauschalsteuer. Die Startensteuer soll beginnen mit fünf erfuhren seine Freunde, daß der junge Mann seine Absicht, sich das Vereine unter Leitung des Herrn Suchsdorf bei einem Konzert in Pfennig für Billetts von 25-50 Pf., steigend um je 5 Pf. für Bater in Verbindung gesetzt hat, konnte bisher nicht festgestellt Leben zu nehmen, ausgeführt hatte. Ob er sich vorher mit dem der Brauerei Friedrichshain , wobei eine Militärkapelle mitwirkte." 50 f. bis auf 30 Bf. für Billetts von 3 M. und steigend um werden.
zu
dem
abgabepflichtig.
10 Pf. für jede weitere angefangene Mark. Auf den Eintrittstarten muß der Preis und der Betrag der Steuer Chinesischer Besuch weilt zur Zeit in Berlin . Der Prinz sei angegeben sein. Die Bauschalsteuer beträgt für Tanz- Tao und die Mitglieder der chinesischen militärischen Studienbelustigungen 3 M., wenn die Räume 100 Quadratmeter kommission wollen das deutsche Heerwefen studieren. Anfang dieses Grundfläche umfassen, 4% 2. bei 200 Quadratmeter, 6 M. bei Jahres hatte ein Bruder des Prinzen Tsai Hsun die Einrichtungen 300 Quadratmeter, steigend um 2 M. für jede weitere 100 Quadrat- der deutschen Marine studiert.
meter. Für Tanzbelustigungen über 12 Uhr nachts sollen Der Magistrat hat einer Polizeiverordnung zugestimmt, nach doppelte Säße erhoben werden. Kinematographen sollen mit 3 M. besteuert werden bei 50 und weniger Blägen, 6 M. bei der der städtische Viehmarkt vom 1. Juni ab schon um 12% Uhr 100 Blägen und 10 m. bei mehr als 100 Blägen uit. für jeden geschlossen wird. Borstellungstag. Stabaretts sollen 30 M. pro Abend zahlen. In der letzten Sitzung der Park- Deputation wurde u. a. von Für Konzerte sollen 2 M. in Räumen( geschlossene) bis 100 Quadrat- mehreren Mitgliedern der Deputation die Raupenplage im meter Grundfläche entrichtet werden, bis 200 Quadratmeter 3 M. und Tiergarten zur Sprache gebrachi. Da die jungen Raupen so für jede weiteren 100 Quadratmeter 1 M. mehr; ferner in leicht sind, daß sie durch den Wind auf benachbarte städtische AuGartenlokalen usw. 2 M. für 500 Quadratmeter, 4 M. bei mehr als lagen, die sonst von dem Raupenfraz völlig freigeblieben sind, ver1000 Quadratmeter, für je 500 Quadratmeter 2 M. mehr, für alle weht werden können, soll zur Abwehr dieses Schadens eine Vorfonstigen steuerpflichtigen Luftbarkeiten sind 4 M. zu zahlen sofern stellung an die Königliche Tiergartenverwaltung gerichtet werden. Räume von 100 Quadratmetern Grundfläche in Betracht kommen, In der Gitschiner Straße, dem Schmerzenskind der Park8 m. bei 200 Quadratmeter und 12 M. bei 300 Quadratmeter und Deputation, finden die Bäume, die unter dem Hochbahnkörper
9
Der Passus in dieser Form könnte den Glauben erweden, als hätte ich das Konzert arrangiert und dazu cine Militärkapelle engagiert. Im Gegenteil: Am 13. April d. J. habe ich mir von dem Ockonom des Ausschanks die schriftliche Bescheinigung geben lassen, daß an diesem Tage nur eine 3iviltapelle mitwirken dürfe. Dieses Schreiben ist auch in der Ausschußsizung verlesen worden. Infolge der Anwesenheit der Militärkapelle am Stonzertabend warcu also die Vereine von ihrer Zusage entbunden; sie brauchten nicht auftreten, um so weniger, da sie überhaupt nicht auf dem Prowerden, wurden einige Lieder im Saal gesungen, während die Militärkapelle im Garten ohne Unterbrechung weiter fonzertierte. Cb dieses Verfahren eine scharfe Rüge verdiente, möge dahin. gestellt bleiben. Jedenfalls trifft die Schuld an dem verfehlten bend weder mich, noch die Vereine, sondern ganz allein den Wirt, welcher sein schriftlich gegebenes Wort gebrochen hat."
gramm standen. Um aber den eingeladenen Gästen gerecht zu
Zeugen gesucht, die gesehen haben, wie Freitag, den 20. Mai früh 6 Uhr, am Görlizer Bahnhof ein Mann von einem Bostauto totgefahren wurde. Mitteilungen werden an Liese, Schliemannstraße 9, erbeten.