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Nr. 137. 27. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Berliner Nachrichten.

Parkbild.

Mittwoch, 15. Juni 1910.

uns jedoch zugeben, daß auch das noch kein unbedingtes Verbot Warum nicht gleich? Auf der Tegeler Sechserbrüde hat sich, bedeutet, sondern höchstens als freundliche Mahnung aufgefaßt wie man uns schreibt, am legten Sonntag nach dem schweren Ge werden kann. Immerhin ließ aber der Anstaltsvorsteher Budert witter der Verkehr ziemlich glatt und ganz bedeutend besser als den Patienten G. jezt nicht im Zweifel darüber, daß in Hohen- bisher abgewickelt. Die beiden Brückentore waren zwar auch an Reichstagswähler des Wahlkreises Ueckermünde - Usedom - else es als ein unerhörtes gilt, hier den Vorwärts" lesen diesem Nachmittag und Abend nicht ständig geöffnet, womit die be­Wollin, die in Berlin arbeiten, werden darauf aufmerksam zu wollen. Der Herr war geradezu erschrocken, als er hörte, zeigers" abermals widerlegt sind, aber man besaß doch endlich die fannten Unwahrhaftigkeiten des reichsverbändlerischen Tegeler An­gemacht, daß am Freitag, den 17. Juni, die Stichwahl statt- daß G. das als unverkürzbares Recht beanspruchte. Als G. den Einsicht, jedesmal auch dieses zweite Tor zu öffnen, sobald der An findet und dringend aufgefordert, an diesem Tage in ihrem anderen Vorwärts" lefern mitteilte, was ihm widerfahren war, drang zunahm. Auch wurde bemerkt, daß die Brückenwärter in Wohnort ihr Wahlrecht auszuüben. traten diese sofort zusammen und beschlossen, sich mit ihm solida- ihrem Benehmen gegen das Publikum schon wesentlich höflicher ge­risch zu erklären. Noch an demselben Abend verhandelten sie mit worden sind. dem Vorsteher durch eine Kommission von drei Patienten und Die Waisendeputation beschloß in ihrer gestrigen Sitzung die Aus schwerbelaubten Büschen glänzen weiße Blüten- forderten, daß die Entlassung G.3 zurückgenommen werde. Auch Frage der zahnärztlichen Fürsorge für die Waisenlinder einer be­scheiben. Der Hollunder steht im Flor. Ein echter Strauch die Kommiffion wurde vom Vorsteher dahin belehr, daß der Vor- fonderen Kommission zur Beratung zu überweisen. - Die aus Ver der Heimat, den Kindern lieb durch die Rolle, die der Holler- wärts" nicht in der Anstalt gelesen werden dürfe. Die drei er- mächtnissen zugunsten der Waisenanstalt Rummelsburg für das busch im Märchen spielt, und durch die Pfeifen und Knall- flärten, daß selbstverständlich auch sie den Vorwärts" bezogen und Jahr 1910 zue Verfügung stehenden Zinsen sollen zur Deckung von büchsen, die man aus seinen Zweigen nach Entfernung des gelesen hätten und sich das nicht nehmen lassen würden. Als der Kurkosten für Nummelsburger Waisenkinder im Seehospiz Noderney, weichen Inhalts fertigen kann. So flein die Blütchen auch Borsteher ihnen sagte, er werde auch sie entlassen müssen, ant- au Wanderfahrten Rummelsburger Böglinge während der Sommer­schilder für das fliegende Kleinzeug, das als Blumengesindel Moigen waren nicht nur sie, sondern noch 11 andere entschlossen, wendung finden. find, so bilden sie durch ihre Masse doch gewaltige Aushänge- worteten sie ihm, sie würden ohnedies mit G. gehen. Am anderen ferien und zu einer Studienreise des leitenden Anstaltsarztes Ber­sein Dasein fristet, so lange der Sommer währt. Die gleiche mit G. die Anstalt Hohenelse zu verlassen, so daß von den Wirkung erreichen auch die Blüten der Robinie, im Volfe all- 23 Vorwärts" Lesern im ganzen 15 gingen. Alle gemein Atazie genannt. Von den mittelhohen Bäumen hängen nahmen aus den Erklärungen des Vorstehers die Ueberzeugung sie jetzt aus dem fein zerteilten Laube in weißen duftenden mit hinweg, daß ihres Bleibens in der Anstalt nicht Trauben herab. Die Robinie ist kein Heimatbaum, sondern länger sein konnte, wenn sie nicht auf den Vor ein Fremdling aus nordamerikanischen Wäldern, wo Bäume wärts" berzichten wollten. mit lebhaften Blumen etwas Gewöhnliches sind, während sie bei

Die Eisnot auf dem Schlachthofe.

Das Kuratorium des Städtischen Vieh- und Schlachthofes ge­nehmigte in feiner gestrigen Sigung den Entwurf zum Neubau eines Schlachthauses für Kinder und Kleinvieh auf dem Schlachthofe mit einem Kostenanschlage von 515 000 M.

Ueber die in den letzten Tagen von der Tagespresse gemeldeten der Kühlmaschinen des Städtischen Außerbetriebsetzung

Die Verwaltung des Genesungsheims Hohenelse wird gut tun, uns nur bei Linde und Ahorn etwas Blumenartiges erreichen. fich öffentlich über dieses Borkommnis zu äußern. Wir bitten aber Sonst ist die Robinie, geschäßt wegen ihrer Schnellwüchsigkeit von vornherein, uns zu verschonen mit einer Berufung auf die und ihrer Fähigkeit, auf dem dürftigsten Boden hochzukommen, obenerwähnten Verhaltungsratschläge, in denen die Fernhaltung nicht gerade ein schöner Baum, und nur in den furzen Wochen parteipolitischer Blätter empfohlen wird. Diese Ratschläge fönnen, der Blütezeit wirkt dieser eingebürgerte Fremdling bestechend wie gesagt, ihrer ganzen Fassung nach nicht einer bindenden Bor­unter so viel dunklen einfarbigen Baumkronen. schrift gleichgeachtet werden, deren Nichtbefolgung streng zu ahnden Regelmäßig im Juni steht auch die Rose im Flor. Wie wäre. Auch werden keineswegs alle parteipolitischen" Blätter anders wirkt dies Zeichen auf uns ein! Der Rose fehlt der dem Genesungsheim ferngehalten; beispielsweise wird dort von Duft der Märchenflänge nicht, auch der Reiz des Fremdartigen etlichen Patienten ganz offen ein Blättchen gehalten und gelesen, liegt über ihren Büschen. Denn die heimischen Heckenrosen das einer bestimmten politischen Partei dient und durch wütendes sind bei aller Verwandtschaft nicht die Stammarten der Geschimpfe auf die Sozialdemokratie sich hervorzutun sucht. Unter. Gartenrosen und noch Botanifer des Mittelalters haben brüdt werden soll eben im Genesungsheim Hohenelse nicht die diese nichtgefüllten Blumen unserer Hecken und Waldränder Barteipolitik überhaupt, sondern die Parteipolitit, die der Ar überhaupt nicht zu den Rosen gezählt. Die Königin der beiterklasse dient und im Vorwärts" zum Ausdruck Blumen", wie eine Dichterin der alten Griechen sie zuerst fommt. Wenn nur alle Patienten, die durch den Vorwärts"-Haß nannte, entstammt dem Morgenlande. Nicht eine, sondern der Anstaltsverwaltungen sich belästigt fühlen, fich energisch wehren größten Teil wieder in Gang gebracht waren, ftellte mehrere Rosenarten sind ihre Stammeltern und man muß an wollten gegen den dreisten Versuch, ausgewachsene Männer zu be­China und Indien , an Persien und Kleinasien denken, wenn vormunden und ihnen die gewohnte Lektüre zu verbieten. Der man an ihren Siegeszug denkt. Wie das Menschengeschlecht, Partei hader", vor dem die Anstalten und ihre Insassen be­so find auch die Gartenrosen aus dem heißen Asien gekommen wahrt bleiben sollen, wird gerade durch die gegen eine be und bis heutigen Tages die unzertrennlichen Begleiter der stimmte Partei sich richtenden Maßregeln und kultivierten Rassen geblieben. Dabei ist den Rosen außer Maßregelungen gewedt und genährt. dem wunderbaren Geruch und der klassischen Schönheit der

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Schlachthofes und ihre Folgen wurde Bericht erstattet. Die Still­legung der Kühlmaschinen des Städtischen Schlachthofes hat am 9. d. Mts. erfolgen müssen, weil sich Störungen im Gange der Maschinen zeigten. Schon in den letzten Tagen vorher machte sich an den Kontrollapparaten der Maschinen eine leichte Unruhe bemerkbar, die die Verwaltung veranlaßte, die Anlagen durch einen Sach verständigen der Maschinenlieferantin, der Firma A. Borfig, Tegel , untersuchen zu laffen. Dabei wurde der Fehler leider nicht entbed auch nach Außerbetriebsetzung der Maschinen am vergangenen Donners tag fonnte er nur schwer und nach langen Mühen gefunden werden Sicher war nur, daß in die Schwefligfäureleitung an irgend einer Stelle Wasser oder vielmehr Salgsole eingedrungen war. Die Unter­etwa 2 Millimeter weiten Loches an einer Biegungsstelle, welches suchung der Kupferrohrschlangen ergab endlich die Bildung eines gelötet wurde. Die Reinigung und Instandsetzung der Maschinen erforderte aber mehr als eine vollständige Tag und Nachtarbeit eines größeren Personals. Nachdem die Maschinen fich leider heraus, daß neben der ersten Deffnung noch eine neue vorhanden oder frisch entstanden war, wodurch eine nochmalige Auseinandernahme der Maschinen bedingt wurde. Auf diese Weise und obgleich wegen der jetzt herrschenden hohen Temperatur Reinigung möglichst schnell erfolgen mußte, verzögerte sich die Arbeit bis Montag abend. Es kann aber jegt mit Sicherheit darauf ge­rechnet werden, daß der volle Betrieb von nun an wieder durch­geführt werden kann und die Notlage der Fleischer im Schlachthofe damit behoben ist. Die Betriebsstörung sei nicht eine durch Ueber­laftung der Maschinen erfolgte.

zum

Die Arbeiter

F

Blüte und des Laubes die erstaunliche Abänderungsfähigkeit Ein alter Bopf als Unterstübung der Berliner Staubplage, zustatten gekommen, die sie auf Stulturboden entwickelt. Unter der in allen fleineren Städten Mode ist, ist auch bei uns so den Händen des erfahrenen Rosenzüchters verwandelt sie wird uns geschrieben-noch immer nicht abgeschnitten; er wird sich in immer neue Spielarten; es sind immer dieselben gepflegt bei den zahlreichen Pflasterarbeiten, die das Buddeln in Im Sonnenbrande arbeiten, ist in dieser Beit der tropischen Rosen seit einer Reihe von Jahrtausenden und es sind doch Berlin mit sich bringt. Wasser- und Gasleitung, Telegraphen Sige wahrlich keine Kleinigkeit. In manchen Fabriten liegt es oft immer neue Formen. Den Griechen, selbst den praktischen, und Telephonanlagen und vor allem die Straßenbahnarbeiten ver- Size wahrlich keine Kleinigkeit. In manchen Fabriken liegt es oft an einer Kleinigkeit, den Arbeitern ihr Los in der jetzigen Zeit nüchternen Römern war kein Fest ohne verschwenderische Rosen- ursachen jahrein jahraus das Aufreißen des Pflasters. fülle denkbar. In der römischen Kaiserzeit aber gedieh der die Unfitte, das fertige Pflaster mit Sand zu bestreuen, unter sorgen biefe ſelbſt dafür, daß die nötigsten Maßnahmen getroffen Wird mit Kopffteinen wieder zugepflastert, dann herricht etwas zu erleichtern. Wo organisierte Arbeiter vorhanden sind, Rosentult zu wahnsinniger Verschwendung und lebertreibung. bem Borivande, der Sand müsse die Fugen ausfüllen. Das geschieht werden. Anders dort, wo das Unternehmertum unumschränkt herrscht. Vielleicht ist es ein bitterer, unbewußter Nachgeschmack an aber nur, wenn er sofort bei der Arbeit mit der Gießkanne hinein Charlottenburger Wert, wo die Gelben ihre Heimat haben, be­Uns wird aus der Weltfirma der Siemens- Schuckertwerte im diese Zeit, wenn die heutige Römerin, wie behauptet wird, gespült wird. Oft unterbleibt das, dann bleibt der Sand auf dem richtet, daß die Arbeiter der Werkzeugabteilung( Abteilung 17) sich mit Abscheu von der Rose wendet. Pflaster liegen, trocknet in der Sonne, wird von den Lastwagen zu Hollerbusch, Robinie und Rosenstrauch, drei grund. Staubmehl zermahlen und vom Winde in die Wohnungen und auf ſtundenlang dem Sonnenbrande ausgefegt find, weil die Bug­verschiedene Zierden unserer Parks und Gärten, blühen zu der Straße in die Lungen und auf die Kleider der Fußgänger gardinen durch den Zahn der Zeit nicht mehr gebrauchsfähig gleicher Zeit, führen den Frühling zum Schluß, deuten des getrieben. In manchen Straßen ist man auf diese Weise wochen- find. Die Bugschnuren find mürbe geworden und von manchen Sommers Beginn. lang in undurchdringlichen Staub gebüllt. Hausfrauen und Fuß- Fenstern abgeriffen, aber nicht erneuert worden. gänger leiden heute um so mehr darunter, als die Automobil- müssen nun die Sonne mehrere Stunden auf ihren Stopf brennen raferei die Staubplage berbielfacht. Mit einigen Pfennigen könnte Ganz ähnlich ist es bei laffen, bis sie verschwunden ist. Der Borwärts" im Genesungsheim Hohenelse. Mosaikpflasterarbeiten auf den Bürgersteigen, wo auch nicht immer diesem Uebelstande abgeholfen werden. Auch mit dem Wasser im In Krankenhäusern, Heilstätten, Genesungsheimen usw. ist bei sofort abgefegt, sondern der Arbeitssand liegen gelassen und seine Waschraum scheint gespart werden zu sollen. Im Winter ist das nicht den leitenden Personen der Vorwärts" nicht beliebt. Wir wissen Beseitigung der Straßenreinigung aufgehalft wird. Oft dient das der Fall, aber jetzt scheint der Haupthahn etwas mehr zugedreht zu diesen Schmerz zu ertragen, weil dafür um so größer das Ver- Sandstreuen dazu das schlechte löcherige Stopfsteinpflaster eines werden, denn die einzelnen Hähne geben nur wenig Waffer her. Gs trauen ist, das die Pfleglinge solcher Anstalten uns entgegen auf einen zu niedrigen Preis bekommen hat. Unternehmers zu verdeden, der in der Submission den Zuschlag ist schlimm genug, daß wegen solcher Kleinigkeiten öffentlich Klage erhoben werden muß, zu deren Abstellung doch nur ein wenig guter bringen. Auch in dem Genesungs he im Hohenelse( bei Es ist eine Pflicht der städtischen Straßenbauvertvaltung, Wille genügen sollte. Rheinsberg ), einem Unternehmen der Landesversiche diesem über ganz Berlin und alle Vororte verbreiteten eingewur Bei der Gewitterkatastrophe am letzten Sonntag find auch rungsanstalt für die Provinz Brandenburg , sehen gelten alten Uebelstande mit aller Energie entgegenzutreten, d. h. noch zwei Kinder vom Bliß getroffen und dem Rudolf Virchow­wir das gwohnte Bild, daß der Vorwärts" von Patienten freudig dafür Sorge zu tragen, daß Steinpflaster stets nach seiner Fertig Krankenhause überwiesen worden. Es sind dies Gustav Brüning, willkommen geheißen, aber von der Verwaltung grimmig gehaßt stellung besenrein abgefegt wird. Alle Rebensarten bon der Sohn des Schloffers Brüning in der Rostocker Str. 37 und Mar­wird. Wir würden ihr ihren Haß gönnen und kein Wort darüber schützenden Sanddecke" entspringen dem alten läftigen Zopf der garete Heyde, Tochter des ebenfalls verunglückten Arbeiters Karl Heyde berlieren, wenn sie sich nicht herausnähme, den Vorwärts" ollen ehrlichen Steinfegerinmung( falls fie noch eriftiert). Die aus der Adolfstr. 6. Die Kinder sind nur leicht verlegt. Die Mar überhaupt aus ihrer Anstalt auszuschließen und mehrfach im Vorwärts" erhobenen Klagen über Wassersparfam- garete Heyde ist gestern nachmittag entlassen worden. feit sind gewiß teilweise auf die Staubentwickelung durch das ihn auch denjenigen Patienten zu verbieten, denen er in gesunden zopfige Sandstreuen zurückzuführen. In solchen Staubstraßen ist Intereffe, das die Allgemeine Städtebauausstellung in immer Allgemeine Städtebauausstellung. Das unerwartet große Tagen die gewohnte Lektüre war. nämlich selbst eine ausgiebige Straßenbesprengung fast fruchtlos. weiteren Kreisen findet, sowie eine Reihe von Gesuchen und zahl. In Hohnelse wurde in letzter Zeit der Vorwärts" von 23 Patienten gehalten. Ob die Verwaltung das wußte, steht nicht ganz einer entfeßlichen Katastrophe gewesen ist, hat ihren Namen davon, gen und Genossenschaften hat die Leitung der Städtebauausstellung Die Jungfernheide, die am letzten Sonntag der Schauplak reichen Bitten von deutschen und ausländischen Stadtverwaltun feft. Die Vorwärts"-Leser haben mit Absicht sich bemüht, jedes daß sie ehemals dem Jungfernkloster Spandau gehörte. Sie er- beranlaßt, bei dem Direktor der Akademischen Hochschule für die Aufsehen zu vermeiden. Zwar war ihnen von einem eigentlichen strecte fich noch im 18. Jahrhundert von der Pulvermühle an, bildenden Künfte um die Erlaubnis zur Verlängerung der Aus­Verbot, den Vorwärts" zu lesen, bisher nichts bekannt. Sie längs der Spree bis an das Spandauer Gebiet, nördlich bis an die stellung nachzusuchen. Diesem Ersuchen ist stattgegeben worden. wußten aber, daß in solchen Anstalten mindestens die Weiterver- Dörfer Tegel , Reinickendorf und Schönhausen . Bei der Refor. Die Ausstellung wird bis zum 26. b. M. geöffnet bleiben. breitung des Borwärts" ungern gesehen wird. Darum wurde mation fiel die Heide an den Kurfürsten. An verschiedene Orte Raubanfall auf Berliner Ausflügler. Ein dreister Ueberfall darauf geachtet, daß jeder möglichst seinen Vorwärts" für sich las, in der Seide knüpft die Ueberlieferung an. So foll der durch die ist, wie nachträglich bekannt wird, am Sonntag auf zwei Ber ihn nicht weitergab und ihn auch nicht umherliegen ließ. Die Heide führende ältere Weg nach Tegel noch im 17. Jahrhundert liner Damen in der Nähe von Schulzendorf verübt worden. Die 23 Exemplare wurden regelmäßig auf dem Bostamt im benach den Namen" Heiliger Bilbugsweg" geführt haben und zwar, wie Frau eines hiesigen Kaufmanns war mit ihrer 14jährigen Tochter 23 Gremplare wurden regelmäßig auf dem Postamt im benach auch Nicolai behauptet, nach einem Tempel des Bilbug, des guten nach Tegel gefahren und hatte von dort aus den neben der barten Rheinsberg abgeholt und zwar immer alle zusammen von Gottes der Wenden, der in den Rehbergen gestanden und nach Ein- Chauffee herführenden Waldweg eingeschlagen. Als sich die Damen einem der Bezieher, wobei ein für allemal das Abkommen getroffen führung des Christentums in eine Kirche umgewandelt worden sein etwa 500 Meter von der Ortschaft befanden, wurden sie von einem worden war, daß einer nach dem anderen dieses Amt übernahm. soll. Diese Ueberlieferug ist indeffen taum richtig. Bunächst pflegt Manne eingeholt, der ihnen schon geraume Zeit unauffällig ge­Am lebten Sonnabend wurde nun in Rheinsberg ein Patient G. man den Heidengöttern nicht das Prädikat Heilige" beizulegen, folgt war. Als Frau B. fich umwandte, stürzte der Fremde auf vom Sekretär Jawersta dabei betroffen, wie er die Zeitungen ab- dann aber ist die Existenz eines Tempels oder einer Kirche in den fie zu, warf sie zu Boden und würgte fie, indem er Portemonnaie holte. Auf die Frage des Sekretärs, was für Zeitungen denn das Rehbergen nicht erwiesen. Wahrscheinlich handelt es sich um eine und Schmucksachen zu rauben versuchte. Die Ueberfallene sette feien, nannte G. selbstverständlich in aller Offenheit den Bor. Wortverdrehung aus Heiliger Blutsweg", also um die alte sich jedoch ganz energisch zur Wehr und auf die Silferufe von wärts". Jawerska wies ihn an, in Hohenelſe die Zeitungen an Gage wollte man darin finden, daß die beiden Blößenseen früher Annäherung der Täter in den Wald flüchtete, ohne irgendwelche Straße nach Wilsnad zum Wunderblut. Eine Bestätigung der Mutter und Tochter eilten mehrere Personen herbei, bei deren den Anstaltsvorsteher Budert abzuliefern. G. hielt aber mit Recht Teufelsfeen genannt worden seien, man sie also mit dem Gegner Beute gemacht zu haben. Frau B. ist infolge des ausgestandenen fich für verpflichtet, sie den Beziehern zu übergeben, deren Eigen Bilbugs, dem Zernebog, in Verbindung bringen fonnte. Dagegen Schredens schwer ertranft und mußte nach Berlin transportiert tum sie waren, und handelte danach. Er wurde dann auf Ja- befand sich an der Landstraße nach Spandau , in der Nähe des alten werden. Die nach dem Straßenräuber sofort aufgenommene Ver­werstas Anzeige noch an demselben Abend von Zuckert in ein Ver- Hofes auf dem Casowschen Werder, eine alte Klause mit einem folgung blieb leider erfolglos. hör genommen, das damit endete, daß er seine Entlassung überdachten Heiligenbild, bon ihr erhielt ein daneben befindliches Beim Angeln ertrunken ist der 12jährige Schüler Richard Keil, betam. Herr Budert wird gewiß in der Lage sein, für diese Luch den Namen laufefenn", den die Berliner indessen bald in Ackerstr. 137. St. hatte am Mühlenfluß auf Tegeler Gebiet kleine Maßregelung einen ihm triftig erscheinenden Grund anzugeben. Laufefenn" verdrehten. In den vierziger Jahren des vorigen Fische geangelt und in dem Augenblid, als er nachsehen wollte, ob Zunächst möchte man annehmen, daß nicht die Vorwärts" lektüre Jahrhunderts stand an der Straße noch ein Kreuz zur Erinnerung ein Fisch angebissen habe, verfor er das Gleichgewicht, stürzte vorn­an die alte Klause. Nicht weit von der Unglücksstätte ziehen sich über und ertrant, bevor Hilfe zur Stelle sein konnte. Die Leiche der Grund sein kann; wir haben wenigstens in der Hausordnung die Nonnenwiesen hin, ehemals gleichfalls dem Kloster Spandau des bedauernswerten Knaben konnte bald darauf gelandet werden. nicht eine Silbe von einem Verbot des Vorwärts" oder überhaupt gehörig, die dem hindurchziehenden Weg den Namen Nonnendamm politischer Blätter gefunden. In einer Liste von Verhaltungs- gegeben haben. Und nördlich hiervon findet man in der Jungfern- Als tollwutverdächtig in die Charité eingeliefert wurde die ratschlägen, die den Patienten neben der Hausordnung überreicht heibe das Denkmal für Hintelbey, die Stelle bezeichnend, wo der Frau des Dampferbefibers Ziegler. Auf dem Dampfer des 3. hält worden ist, steht allerdings folgendes: Insbesondere muß angesichts frühere Polizeipräsident von Berlin im Duell erschossen wurde. sich als Wächter ein Hund auf, bei dem plötzlich die Tollwut zum der vielen nervösen Naturen unter den Pfleglingen auch jeder Jm 18. Jahrhundert stand in der Heide noch eine hölzerne Gedenk- Ausbruch kam. Das Tier brachte der Ehefrau des Besizers Bisse Parteihader unterbleiben, da solcher Nervenkranken durchaus tafel mit Versen, zur Erinnerung daran, daß August II. am bei. Die Verwundete wurde daraufhin sofort nach der Charité schädlich ist. Parteipolitische Blätter, welcher Richtung fie auch 29. Mai 1728 hier, hinter der alten Pulvermühle, einen Becher gebracht, wo sie beobachtet werden wird. Der Hund wurde getötet. Wein auf die Gesundheit des Königs von Preußen getrunken und Aus dem Polizeibericht. Der 7jährige Sohn Surt des Gloffers immer angehören, sollen deshalb dem Genesungsheime ferngehalten feinem anwesenden Surprinzen, dem späteren Könige August III., Albert Winkel aus Tegel wurde beim Ueberschreiten des Fahr werden. Die Pfleglinge wollen zur Vermeidung von Unzuträg beständige Freundschaft mit Preußen anempfohlen hat, was dieser dammes vor dem Hause Müllerstr. 12 durch einen Straßenbahn. lichkeiten das Hereinbringen solcher Blätter verhüten." Man wird auch zu halten versprach. wagen umgeriffen und etwa 6 Meter mitgeschleift. Sein Vater

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