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Spreepiraten. Eine Bande von Näubern treibt feit einiger Beit Druckrohres durch den Ort und über die Trestotörüde gestattet beschäftigung durch einen Gemeindebeamten. auf der Oberspree ihr Unwefen. Die Verbrechergesellschaft sucht be- wird, wohingegen die Stadt Berlin für den Ortsteil Ostend und die Genosse Oehlert widersprach dem Anfinnen ganz entschieden, fonders die Drte Nieder- und Ober- Schöneweide , Köpenick , Eriner usw. neuen Straßenzüge Wasser zum Preise von 15 Pf. zu liefern hat. indem er auf die erst fürzlich erfolgte Gehaltserhöhung und das heim. Die Räuber haben sich allmählich zu Spreepiraten ausgebildet. In der nächsten Zeit werden sich die maßgebenden Instanzen mit große Angebot freier Arbeitskräfte hinwvies. Leider fanden unsere Sie führen die Einbrüche zumeist von der Wasserseite aus und be- der Angelegenheit zu befassen haben. Genossen trotz der emphatischen Beteuerunger des Herrn Schäfer nutzten dabei Ruderboote, in denen sie auch die Beute fortschaffen. Grünau . nicht das mindeste soziale Verständnis bei den bürgerlichen Ver Mit Vorliebe dringen die Täter in die Bootshäuser der Ruderklubs tretern. Im Laufe der Diskussion tam es dann durch den völlig ein. So statteten sie beispielsweise dem Bootshaus des Berliner Die Gesundheitspflege in den Gemeinden war das Thema, über unberechtigten Vortvurf der Wortentstellung, der unserm Vertreter Ruderklubs Wifing" mehrere Male hintereinander nächtliche Visiten das Genosse Dr. Alfred Bernstein in einer gutbesuchten Volks- Pinseler gemacht wurde, zu einer heftigen Kontroverse, in die der ab. Ju der gestrigen Nacht schleppte die Bande für mehr als 1000 berjammlung im Jägerhaus unter starkem Beifall referierte. Redner Bürgermeister Ungewitter in durchaus ungehöriger Weise eingriff. Mart Beutestücke davon. Der Verein hat sich schließlich veranlaßt geißelte vor allem das gleichgültige Verhalten des Staates und der Sichtlich verärgert darüber, daß ihm durch das Auftreten unserer gesehen, für die Ermittelung der Einbrecher eine Belohnung von Gemeinden gegenüber den verheerenden Volkskrankheiten, namentlich Genossen eine Gelegenheit zu entschwinden drohte, sich seinen 500 M. auszufezen. Auch die an der Oberspree belegenen zahl der Lungentuberkulose. Gegenüber den vielen Millionen, die die Unterstellten gegenüber als den Großmütigen aufzuspielen, weigerte reichen Gartenlokale werden von den Piraten heimgesucht. Landesversichungsanstalten aufgehäuft haben, sei der Aufwand des er sich, alle Regeln parlamentarischen Anstandes vergessend, unserm Staates für Hygiene und Volksgesundheit geradezu beschämend. Das Vertreter das Wort zu einer persönlichen Bemerkung zu erteilen In die Räume des Sanssoucisaales hat die leichtgeschürzte Muse Vorwärtsschreiten der Sozialdemokratie garantiere auch hier nur eine und erst nach heftigstem Protest, dem sich auch bürgerliche Vera ihren Einzug gehalten. Unter der technischen Zeitung des früheren vernünftige Reform. treter anschlossen, kam er wieder zu sich. Zur Beruhigung wurde Geschäftsführers des Deutschen Theaters Herrn Emil Hartmann hat Hierauf referierte Genosse Mizner über die bauliche Ent- ihm dann die erbetene Einwilligung von seinen Getreuen gegeben. sich in der Kottbuser Str. 6 ein Varieté aufgetan, durch dessen wickelung Grünau 3. Der Nedner fritisierte, daß die Gemeinde­Gründung man glaubt ein Bedürfnis der Bevölkerung des Süd- vertretung die Bebauung der neu erschlossenen Terrains so hinaus- Genossen ihre Zustimmung gern gegeben haben. Es sollen nämlich Schließlich sei noch ein Beschluß erwähnt, dem auch unsere oftens zu befriedigen. Zu diesem Zweck ist der geräumige Saal schiebe. Dies sei allerdings zu verstehen, wenn man bedenke, daß das allen im Ort wohnenden Feldzugsteilnehmern, so weit geschmackvoll renoviert worden; er macht einen recht anheimelnden Gemeindeparlament nur aus Hausagrariern bestehe. Die Arbeiter- fie ein Einkommen von weniger als 1500 W. haben, 25 M. als Eindruck. Auch die Bühne ist neu ausgestattet und mit schönen schaft am Drt habe jedoch mit Rücksicht auf die gesundheitsschäd- Ehrengabe aus Gemeindemitteln überreicht werden, weil nun ein­Dekorationen versehen worden. Die Eröffnungsvorstellung fand am lichen Wohnungsverhältnisse energisch die baldige Bebauung des er- mal das Reich seine Pflicht so schmählich vergessen hat. Zu diesem Sonnabend statt, nachdem sich der am Freitag in Aussicht ge- schloffenen Terrains zu fordern. In der sich an diese Ausführungen Zwede ist es notwendig, daß sich die Betreffenden bis zum 10. d. M. nommenen Eröffnung einige Schwierigkeiten entgegengestellt hatten. fchließenden lebhaften Diskussion wurde auch über die mangelhafte mit entsprechender Legitimation schriftlich beim Gemeindevorstand Das Spezialitätenprogramm fann sich sehen lassen. Als eine Straßenreinigung Klage geführt. Dieser Mißstand mache fich für oder mündlich im Militärbureau, Schloßstraße 24, 8immer 3, äußerst geschickte Jongleuse führte sich Käti Gültini ein, während die die Bewohner, namentlich des Sonntags, unangenehm bemerkbar. wochentäglich zwischen 8 und 3 Uhr melden. Schent- Truppe ihre Afrobatentunst in erafter und formbollendeter Der Vorsitzende, Genosse Fechner, forderte die Versammelten auf, Weise ausführte. Der zweite Teil des Programms bringt eine von sich dem Wahlverein anzuschließen, um den bürgerlichen Parteien Weißensee. Defar Sabo nach älteren Stoffen neu herausgeputzte Bosse: Nu endlich einmal geschlossen entgegen treten zu können. hat's geschnappt!", in der der Stientopp eine große Rolle Gemeindevertretung gerichtete Resolution, in welcher die Ber­spielt und einen vielgeplagten Rentier von seinen Beinigern befreit. fammelten gegen das Verhalten derselben Protest erheben und ihre Paul Linde hat einige fleine Sachen dazu komponiert. Gelacht und Forderungen geltend machen, wurde zum Schluß einstimmig an­geflascht wurde am ersten Abend nicht zu knapp.

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Straßensperrung. Die Dircksenstraße von der Königstraße bis zur Voltairestraße einschließlich des Kreuzdamms der Dircksen- und Grunerstraße ist wegen Kanalisationsarbeiten für den durchgehenden Wagenverkehr gesperrt.

Nigdorf.

Vorort- Nachrichten.

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genommen.

Eine an die

Aus der Gemeindevertretung. Dem Antrage des Pferdemarkt­pächters, bei der Regierung wegen Vermehrung der Pferdemärkte vorstellig zu werden, wurde zugestimmt. Die Sagungen über das freie Umberlaufen der Hunde wurden dahin geändert, daß die Plätze und Anlagen, wo Hunde an der Leine zu führen sind, namentlich aufgeführt werden. Mit der Deutschen Kiost- Gesellschaft wurde ein Vertrag abgeschlossen, wonach diese am Antonplatz und am Schloßplat je einen Kiosk zum Verkauf von Beitungen usw. aufstellen. Auch foll mit diesen zugleich eine automatische Fernsprechstelle verbunden werden. Die Gemeinde erhält als Entschädigung pro Jahr und tiost 100 m. für die ersten fünf Jahre, 150 M. für die zweiten fünf Jahre. Zur Durchführung von Straßen nach dem Säuglings­frankenhaus mußte von zwei Besizern je ein Streifen Land zum Preise von 275 und 270 m. die Quadratrute angekauft werden. Zur Grundwertsteuer waren diese Grundstücke mit je 150 m. verſteuert. Unsere Genossen nagelten dies feft, um auf diese Unbescheidenheit der Herren Grundbefizer gelegentlich wieder aufmerkiam zu machen. Bei der zweiten Straße liegen die Verhältnisse ähnlich, hier ver­langte der Eigentümer beim Eintausch von Gemeindeland die Hälfte mehr als er abgetreten hatte. Botsdam.

Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer lehten Sigung in sehr lebhafter ausgedehnter Debatte zunächst mit dem vom Forstfiskus vorgelegten Umgemeindungsvertrag. Es handelt sich um das Terrain, das von der Görlizer Bahn und dem Kanal bis zur Köpenider Kanalbrüde begrenzt wird. Dasselbe soll par­zelliert und der Bebauung erschloffen werden. Die Vertretung lehnte den Vertrag ab, da durch denselben die Interessen der Ge­meinde nicht genügend berücksichtigt werden. Für den Bau eines Aus der Situng der Deputation für das Feuerlöschwesen, Fuhr- Unterkunftsraumes auf dem Sandfang wurden 1270 M. ausge­wesen usw. Gemäß dem Beschlusse vom 16. November 1909 hat eine worfen und für die notwendige Erweiterung des Gebäudes bis Prüfung der Frage stattgefunden, ob in den Bedürfnisanstalten am 15 Proz. Zuschlag bewilligt. Die Arbeiten wurden der Firma Maybachufer und Kranoldplay Fernsprechanschlüsse herzustellen find. Rerger übertragen. Herr Kerger nahm als Gemeindevertreter an Die Deputation erachtet dies nach dem Ergebnis der Prüfung nicht diefer Sißung teil. für erforderlich. Die Projekte des Hochbauamts vom 1. und Die Neupflasterung der Köpenider Straße, die sich in ganz 20. August 1910 über den Neubau einer Bollbedürfnisanstalt auf unhaltbarem Zustand befindet, wurde auf spätere Zeit verlagt, dem Gelände der St. Thomas- Kirchengemeinde nach einem Kosten- es wurden nur die Mittel zu den notwendigsten Reparaturarbeiten Gegen Fleischtenerung und Kaiserrede protestierten mehr als anschlage von 9250 M. und einer Bolbedürfnisanstalt auf dem bewilligt. Die Pflasterung der Lahmertstraße, welche im Oftober Herrfurthplatz nach einem Kostenanschlage von 6000 M. werden ge- begonnen werden soll, wurde der Firma Arndt- Adlershof mit 14 970 700 Personen im Viktoriagarten. Nach einem mit großem Beifall aufgenommenen Referat des Genossen Eichhorn wurden beide Berliner nehmigt. Die Stellmacherarbeiten in der Straßenreinigungsanstalt Mart übertragen, und in dem Omnibusbetriebe werden der Firma A. Luchterband auf Herr Ohlrich wendete sich sehr energisch gegen die geplante Resolutionen( gegen Fleischwucher und Absolutismus ) einstimmig das Angebot vom 80. August 1910 übertragen. Mit der Ver- Erschließung zur Bebauung der dem Forstfistus gehörenden Part. angenommen. Nach einigen Ausführungen des Vorsitzenden Genossen steigerung von 18 ausrangierten Omnibuspferden nach den auf- anlagen zwischen dem westlichen Ortsteil und dem Bahnhof. Er Staab legte die Versammlung Protest ein gegen die Verwendung gestellten Bedingungen erklärt sich die Deputation einverstanden. Die bezeichnete es als eine Lebensfrage für Grünau , daß diese An- städtischer Gelder zum Sedanrummel. Fühle man durchaus das Bersteigerung foll am Dienstag, den 6. September 1910, durch die lagen erhalten werden und beantragte, daß die Gemeinde das Bedürfnis, patriotische Feste zu feiern, so solle man in die Tasche Pferdeantaufstommiffion vorgenommen werden. girta 40 Morgen große Gelände nicht nur pachte, sondern unver- greifen und selbst die Kosten bezahlen, nicht aber Steuergroschen züglich Schritte unternehme zum Ankauf des Terrains. Die Ver- dazu verwenden. tretung ftimmte nach erregter Debatte dem Antrag zu. Zuletzt Bor einigen Tagen berichteten wir, wie der Magistrat in wurden wieder weitere Mittel gefordert für die Privatschule. Zur die Koalitionsfreiheit seiner Arbeiter eingreift, indem er in die Balanzierung des Schuletats für das laufende Rechnungsjahr sind Arbeitsordnung einen Bassus einschiebt, wonach es den Feuerwehr­von der Gemeinde 3648 M. Buschuß erforderlich. Die Schule hat leuten streng verboten ist, ohne Einwilligung des Magistrats einem jetzt einen Bestand von annähernd 50 Kindern. Die Mittel wurden Verbande beizutreten. Jest tommt ein neuer Fall hinzu, der sich bewilligt, jedoch soll in Zukunft eine strenge Beaufsichtigung der nicht nur auf die Feuerwehrleute sondern auch auf die Mülltutscher Verhältnisse an der Privatschule plakgreifen. und Straßenreiniger erstreckt. Diese drei Kategorien müssen von jetzt ab pro Mann 10 Mart Raution stellen. Die Kaution soll dazu dienen, daß der Magistrat beim Fehlen von Kleidungsstücken, die er den Leuten liefert, beim eventuellen Abgange derselben gedeckt ist. Den Feuerwehrleuten hatte man, als man ihrem Verbande das Leben nahm, einen Arbeiterausschuß als Pflaster auf die Wunde ge­geben. Dieser Ausschuß trat jetzt in Aktion und verlangte Rückgängig machung dieser neuen Bestimmung. Doch das half nichts. És wurde eben kommandiert unterschreiben und in einer kleinen Un­sprache betont, daß man beim Verweigern der Unterschrift mit Folgen zu rechnen habe. Wer nicht pariert, der fliegt" ist der Grundsatz vieler Unternehmer und wie der Fall lehrt, auch des Daß letzterer durch solche kleinlichen Bes hiesigen Magistrats. stimmungen nur Unfrieden und Erbitterung unter die Reihen seiner Arbeiter fät, scheint ihn wenig zu fümmern.

Aus der Mugistratssitung. Der Zentralfommission der Stranken­kassen Berlins und der Vororte soll für ihre Vorträge die Aula der 9. Gemeindeschule, Kaiser- Friedrichstr. 4, unter den bisherigen Be­dingungen zur Verfügung gestellt werden. Gegen die Errichtung einer Autodroschfenhaltestelle vor dem Hause Emiserstr. 1 hat der Magistrat feine Einwendungen zu erheben. iro Charlottenburg .

Aus der zweiten Etage gestürzt ist gestern mittag der 25jährige Klempner Walter Gäbelhof, Blücherstr. 67 wohnhaft. G. war auf einem Neubau in der Hardenbergstraße damit beschäftigt, an der Außenseite des Gebäudes die Fenstersimse mit einem Blechbeschlag zu verfehen. Der junge Mann hatte es jedoch unterlassen, fich an­aufeilen. Blötzlich verlor der Klempner das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. G. brach bei seinem Sturze mehrere Hand- und Fuß­wurzelfnochen und mußte mittels Droschte nach dem Krankenhaufe am Urban übergeführt werden. Lankwik.

Ertner.

Es gibt Freibier! Die Mitglieder der hiesigen beiden Militär­bereine haben, wie auch in anderen Orten, am Sonnabend, den 3. d. Mts., im Alten Schützenhause" eine Sedanfeier abgehalten, zu der dieselben von einem vereinigten Festkomitee per Karte ein­geladen wurden. Allem Anschein nach war sich das Festkomitee nicht ganz sicher, ob die Herren Kameraden auch vollzählig dem Herren­abend mit Effen à la carte" wie es in der Einladungskarte heißt beiwohnen würden, denn am Schlusse der Einladung steht der Say: Es gibt Freibier. Das Freibier hat das patriotische Herz höher schlagen lassen. and so M. Friedrichsfelde.

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Die letzte Gemeindevertretersitzung bewilligte zunächst als Kranten foften zum Armenetat 500 M., besgleichen 2500 W. für Einrichtungen in der Gemeindeschule II, welche hauptsächlich durch die neue Hilfs­Ilasse entstanden sind. Mit der Verpachtung eines Gemeindegrundstücks an der Marienfelderstraße, auf welchem von zwei Amerikanern Ver Aus der Gemeindevertretung. Die ersten drei Punkte der suche mit einer neuen Art drahtloser Telegraphie vorgenommen Tagesordnung betrafen Verträge bezw. deren Abänderungen mit werden sollen, erklärte sich die Vertretung einverstanden. Ein Miets zwei Bodengesellschaften, durch die diesen einige zum Teil recht bertrag mit der Bostdirektion wurde mit der Bedingung genehmigt, nennenswerte Vergünstigungen gewährt werden sollen. Die ge­daß ein Bollpostamt für Lankwiz errichtet wird, welches das ganze ringen Vorteile, die der Gemeinde hierbei zufallen, durch Auf­Gemeindegebiet umfaßt. Der Postbehörde werden im Rathausnahme entsprechender Bedingungen zu erhöhen, war neben einem leider neubau vom 1. April nächsten Jahres ab auf fünf Jahre Räume von bürgerlichen Vertreter auch unser Genosse Pinseler bemüht. Es will uns scheinen, als ob insgesamt 100 Quadratmetern fostenlos zur Verfügung gestellt. Ferner mit negativem Erfolg wurde beschlossen, aus der Brandenburgischen Witwen- und Waisen sich erheblich mehr zugunsten der Gemeinde erreichen ließe, wenn bersicherungsanstalt, in welcher die Gemeinde ihre Beamten ver- der Bürgermeister Herr Ungewitter das Entgegenkommen der Ge­fichert hat, auszutreten, da die Beiträge sehr hoch sind; es meinde gegenüber dem, was die Bodengesellschaften bieten, ihrem joll für die neu anzustellenden Beamten ein Fonds Werte nach etwas besser abzuschäßen verſtünde. für diese Unterstützungen angefammelt werden. Eine Für die Um pflasterung von Straßen wurden in längere Debatte entspann sich über die Einführung einer einer anderen Vorlage 325 000 mit. gefordert, wovon 276 000 W. neuen Hundesteuerordnung; nach derselben soll vom 1. April n. J. durch eine Anleihe gedeckt werden sollen. Der himmelschreiende für einen Hund 20 m.( bisher 10 M.), für jeden weiteren 30 M. Bustand vieler Straßen, namentlich im Ortsteil Friedrichsfelde , entrichtet werden. Dieser Satz war jedoch den Bürgerlichen zu hoch. hatte eine derartige Vorlage schon längst dringend notwendig ge­Es wurde beschlossen, für einen Hund 15 M., für jeden weiteren macht und man hatte sich auch bereits bei Aufstellung des Haus­25 M. Steuern zu erheben. Für die bedürftigen Veteranen wurden haltsplanes mit dieser Materie eingehend beschäftigt. Die Ge­bem Kriegerverein 300 M. zur Verteilung überwiesen. Ein Antrag meindevertretung hielt es damals jedoch für zweckmäßig, daß unserer Genossen, die Verteilung von einem Ausschuß der Gemeinde- zunächst einmal ein Plan ausgearbeitet würde, um einen ge­bertretung vorzunehmen, wurde abgelehnt. Ferner wurde beschlossen, nauen Ueberblick über Umfang und Kosten der erforderlichen Um­den Veteranen, welche mindestens fünf Jahre im Orte wohnen, pflasterungen zu erhalten und nach welchem dann die Arbeiten einen eigenen Hausstand führen und nicht über 800 m. Einkommen systematisch in Angriff genommen werden sollten. Ein solcher haben oder ohne eigenen Hausstand nicht über 500 M. Einfommen Plan lag bisher noch nicht vor, dafür tam zunächst diese Vorlage. haben, passende Beschäftigung von der Gemeinde zu geben und ihr Nach ihr sollen im Ortsteil Friedrichsfelde die Schloßstraße und Einkommen bis zu dieser Summe zu erhöhen; wenn sie arbeits- ein Teil der Rummelsburger Straße neu hergestellt werden und unfähig sind, sollen sie einen lebenslänglichen Ehrensold in derselben zwar wird die Schloßstraße zwischen Wilhelm- und Friedrichstraße Höhe erhalten. Der Etat wird durch diese Unterstützung bis zu Asphalt und von da bis Berliner Straße Reihensteinpflaster er­3000 m. belastet werden. Mit dem Ausbau der Frobenstraße von halten. In Karlshorst sind die Auguste- Biftoria- und die Gundel Go notwendig die Der Bieten- bis Seydligstraße, sowie dem Erwerb von Straßen- fingerstraße zur Umpflasterung bestimmt. land an der Mühlenstraße erklärte sich die Bertretung ein- schleunigste Umpflasterung einer weiteren Anzahl von Straßen 3. B. der Prinzen- Allee ist, muß man doch anerkennen, daß die verstanden. Vorlage im Rahmen der Leistungsfähigkeit der Gemeinde das Mögliche bringt.

Ober- Schönetveide.

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Witterungsübersicht vom 5. September 1910, morgens S hr.

Stationen

Baromeler.

stand mm

-Quiz

Swinembe. 759 S gamburg 760 Still 759 D Berlin Franti.a M. 759 S München 761 S Wien

richtung

Windstärke

Wetter

Xemp. n. T.

5° C.= 4°.

Stationen

Barometer

fland mm

qui

richtung

Bindstärke

770 AND 771

Better

Kemp. n. G.

380 EUR

4 bebedt 12

2 wolfig 12

2 heiter

13

1 wolfig 14 Habaranda 763 NND Nebel 11 Betersburg 765 SO 1 halb bb. 11 Scilly 2 bedeckt 12 berbeen 2 bebedt 10 4 bededt 8 Baris 766 NW 3 bedeckt 13 760 Still bebedt 10 Wetterprognose für Dienstag, den 6. September 1910. Nachts sehr fühl, am Tage etwas wärmer bet meist schwachen östlichen Winden und veränderlicher Bewölkung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner etterbureau.

Reste

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Die Frage der Wasserversorgung wird in fürzester Zeit für die Auf Grund einer weiteren Vorlage wurde die Verpach Gemeinde recht ernst verden. Durch den Anschluß des Kranken- tung des Riefelgutes Münchehofe beschlossen. Aus hauses und der im neu erschlossenen Ortsteile sich schnell mehrenden der Begründung sei hervorgehoben, daß das Riefelgut bisher nur Wohngebäude an das Gemeindewasserwerk wird diese seinerzeit mit Verlust gebracht hat, der sich buchmäßig mit 6958,56 M. als recht einem Sostenaufwande von 90 000 M. für den Ortsteil Ostend er geringfügig präsentiert, der jedoch unter notwendiger Berücksich richtete Anlage bald am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt tigung aller in Betracht kommenden Umstände von sachverständiger fein, so daß in fürze eine Stalamität eintreten tönnte. Für den Seite und unwidersprochen auf insgesamt mindestens 50 000 m. fogenannten alten Ortsteil befigt die Gemeinde Rummelsburg einen geschätzt wurde. Hinzu kommt, daß in allernächster Zeit ganz be. Monopollieferungsvertrag, nach welchem der horrende Wasserpreis trächtliche Aufwendungen für Umbauten usw. nötig sein würden, bon 30 f. für den Kubikmeter zu zahlen ist. Ein Anschluß so daß wohl nie daran gedacht werden könne, auch nur die Zinsen der übrigen Ortsteile an dieses Werk dürfte unter feinen herauszuwirtschaften. Deshalb hat man sich zur Verpachtung ent­Umständen stattfinden. Eine Erweiterung des Gemeindewerkes schlossen. Sin in der Bewirtschaftung von Rieselfeldern erfahrener wird mit großen Schwierigkeiten verbunden sein, weil durch die von Landwirt hat sich erboten, das Riefelgut Münchehofe zum Preise der Stadt Berlin nach Ankauf der Wuhlheide geplante Anlage einer bon jährlich 9000 m. bis 1915, 12 000 m. bis 1920 und 14 000 m. Tiefbrunnengalerie für ein Wasserwerk in der Wuhlheide infolge bis 1925 zu pachten. Bei dieser Sachlage fand die Vorlage ein­ihrer gewaltigen Fördermengen dem Gemeindewerk das Grundwasser stimmig Annahme. Ein anderer Bunft verbient wegen feiner prinzipiellen Bea entzogen wird. Auf Grund von Verhandlungen zwischen der Ge­meinde und der Stadt Berlin liegt nun der Entwurf eines Ber- deutung hervorgehoben zu werden. Erbeten wurde die Einwilligung trages vor, nach welchem der Stadt Berlin die Verlegung eines der Gemeindevertretung zur Webernahme einer Neben. Verantwortlicher Redakteur Richard Barth , Berlin . Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin , Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW

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