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Gewerkschaftliches.

dem großen Kampfe, der ihr nach dem Beschluß der Unter- Jeis zu schaffen. Dagegen ist der Hamburger Cafételnerberein nehmer aufgezwungen werden soll, frohen Mutes und in un- dem obengenannten Nachweis angeschlossen. Dieser Verein ist nun zwar weit davon entfernt, sozialdemokratisch" zu sein; aber die Cafétiers hassen ihn nichtsdestoweniger, weil er es doch schon mehr fach verstanden hat, die Interessen der Gehilfen gegenüber den In einer außerordentlichen Generalversammlung der Ver- Die Versammlung trat dann in die eigentliche Tages- Unternehmern zu vertreten. Darum ist es schon lange der Wunsch waltungsstelle Berlin des. Deutschen Metallarbeiterverbandes ordnung ein. Es waren einige in der vorigen General- der Unternehmer, diesen Verein vernichtet zu sehen. Sie beschloſſen gab der Bevollmächtigte Cohen einen Ueberblick über die versammlung wegen Zeitmangel zurückgestellte Anträge zu deswegen im Laufe der letzten Woche, in Zukunft ihr Personal nicht durch den Aussperrungsbeschluß des Unternehmertums ge- erledigen. Beschlossen wurde unter anderem, daß in Spandau mehr bei dem kostenlosen Arbeitsnachweis, sondern bei den schaffene Situation. Der Redner führte unter anderm aus, versuchsweise ein besoldeter Bezirksleiter angestellt werden Stellenbermittlern zu bestellen. Zur Durchführung dieses daß bereits festgestellt werden konnte, daß in den Bezirken, foll. Die Versammlung nominierte zu diesem Posten den Beschlusses soll eine Stonventionalstrafe von 1000 M. feſtgeſetzt sein. Dringen die Cafétiers mit ihrem Beschluß durch, so würde das wo noch die vierzehntägige Kündigungsfrist besteht, die bisherigen Bezirksleiter Richter aus Spandau . Ferner den stellesuchenden Gehilfen nicht bloß große Summen Geldes Kündigung dem Beschluß des Unternehmertums gemäß wurde eine Kommission gewählt, die die Frage der Ein- tosten, sondern die Organisation selbst täme in Gefahr. Deswegen am Sonnabend erfolgt iſt. Aber die Unternehmer führung der Hauskassierung für Groß- Berlin prüfen und Vor- mußten die Gehilfen sich dagegen wenden und sie taten dies aller haben diesen Beschluß in so eigentümlicher Weise gefaßt, schläge dazu ausarbeiten soll. dings durch Vorlegung eines Reverses, durch den sich die Cafétiers daß man ihm außerordentliche Bedeutung nicht beimessen verpflichten sollten, ihr Personal nach wie vor( nicht in Zu fann. Ueberdies hat ja der Kommerzienrat Borsig nach kunft") von dem tostenlosen Zentralarbeitsnachweis( und nicht vom dem Berliner Tageblatt" erklärt, die Absicht der Arbeitgeber werks der Firma Siemensu. Halste am Nonnendamm haben jest 14 Betriebe mit 99 Kellnern und 15 Köchen bewilligt, 19 Be­Achtung, Metallarbeiter! In der Motorabteilung des Block- sozialdemokratischen") zu beziehen. Diese Forderung haben bis mit dem Aussperrungsbeschluß sei die, auf die Arbeitnehmer die Schlosser und Mechaniker die Arbeit niedergelegt. In der letzten triebe mit 168 Kellnern und 21 Cafétöchen haben sie abgelehnt. bei den Verhandlungen eine Pression auszuüben, und er sagte Beit wurden die Kommissionsmitglieder und Vertrauensmänner

Die Berliner Metallarbeiter und die Aussperrung. beugfamer Entschlossenheit entgegen geht.

Berlin und Umgegend.

Der Deutsche Cafétiersverband, Siz Berlin, fuchte Streif weiter, daß die Arbeitgeber auf das bestimmteste hoffen, daß unserer Organisation entlassen, ohne daß ein berechtigter Grund brecher von hier nach Hamburg zu schicken. Obwohl der Vorsitzende es nicht zur Aussperrung kommen werde. Es wäre aber dazu vorhanden war. Diese fortgesetten Maßregelungen konnten Polt und der bekannte antisemitische Schriftsteller Sommer töricht, bemerkt der Redner hierzu, wollten wir annehmen, sich unsere Kollegen auf die Dauer nicht gefallen lassen. Da nun( Mitangeklagter des" Wahrheits"-Verlegers Bruhn) sich eifrigst bea daß der Aussperrungsbeschluß nicht ausgeführt wird. Denn alle Versuche seitens der Kollegen, die Direktion zu veranlassen, die mühten und selbst den Transport der Streifbrecher übernahmen, wenn der 8. Oftober herankommt, ohne daß der Kampf Entlassung einzelner Kollegen rückgängig zu machen, an der ab- gelang es doch nur 28 Mann für diese unsauberen Zwede zu er auf den Werften beendet ist, dann sind es die Arbeitgeber lehnenden Haltung der Betriebsleitung scheiterten, so mußte der halten. Die gewertschaftlich organisierten Café­Streit beschlossen werden. angestellten Berlins hatten sofort für Dienstagmorgen ihrem Ansehen schuldig, auszusperren. Wir können jedoch Die Motorabteilung des Blockwerks der Firma Siemens eine Versammlung einberufen, die sich mit der Sache zu beschäftigen erklären, daß es u. Halste ist für Metallarbeiter gesperrt. Die Kollegen werden hatte. Weitgehendste finanzielle Unterstübung wurde den Streifen­ersucht, in dieser Abteilung keine Arbeit anzunehmen. den zugesichert. Auch sonst war sofort alles geschehen, die Kämp fenden, namentlich durch Abhaltung des Zuzuges, tatkräftig zu unterstützen.

Jugendbewegung.

Gegen die Kinematographen- Theater

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Letzte Nachrichten.

Die Kämpfe in Moabit .

ohne Entgegenkommen der Arbeitgeber keine Deutscher Metallarbeiterverband. Ortsverwaltung Berlin . Beendigung jenes Kampfes geben kann, und daß wir vor der Drohung der Unter- weißensee, der inzwischen beendet ist, beschäftigte auch Der Streik in der Palmenfabrik von Seibt u. Beder in nehmer nicht zurückweichen. Der Redner legte weiter dar, die letzte Gemeindevertretersizung bortselbst. Genosse Taub. wie die Arbeitgeber bei Beginn des Kampfes jedes Eingehen mann brachte zur Sprache, daß seit den letzten acht Tagen auf die Forderungen der Arbeiter ablehnten, wie sie die Be- morgens und abends in der Lehderstraße sich ein unwürdiger gründung ihrer Ablehnung den Vertretern der Arbeiter Aufzug zeige. Des Morgens werden vom Bahnhof Weißensee mündlich vortragen wollten, worauf die Arbeiter jedoch ver- ein Trupp Menschen, Männer und Frauen, alt und jung, zichteten, und wie die Unternehmer dann, als von dritter in Begleitung von Schußleuten bis an die Grenze gebracht, nahm eine Versammlung aller Abteilungen der Freien Jugend in Seite Einigungsversuche gemacht wurden, verlangten, daß auch hier erfolgt die Uebergabe an Gendarmen und Polizeisergeanten, Söln Stellung. Einstimmig nahm man eine Resolution an, Vertreter der Gelben an den Verhandlungen teilnehmen sollten, um mit dem Trupp in eine Fabrit zu verschwinden. Des Abends worin es heißt: Die Versammlung sieht in der Mehrzahl der findet dasselbe Schauspiel in umgekehrter Reihenfolge statt. Es heutigen Kinematographen Theater eine schwere Schädigung der findet dasselbe Schauspiel in umgekehrter Reihenfolge statt. worauf die freien Gewerkschaften selbstverständlich nicht handelt sich um den Schutz von Arbeitswilligen, dessen regelmäßige geistigen und moralischen Bildung der Jugend. Die in jenen eingehen konnten. Nun haben die Unternehmer selbst durch Straßenaufzüge natürlich Aufsehen erregen müssen. Unser Genoffe Theatern gebotenen Vorführungen haben gleich der Schmu ihre telegraphische Anfrage Verhandlungen angeknüpft, aber verlangte vom Amtsvorsteher Aufhebung der Verfügung an die und Schundliteratur meist nur den Erfolg, bei der leicht die Vertreter der freien Gewerkschaften find nicht eher zu den Aufsichtsbeamten, da durch solche Maßnahmen die Erregung unter erregbaren Phantasie der Jugendlichen ungesunde und schädliche Verhandlungen gegangen, als bis sie die Sicherheit hatten, den Beteiligten gesteigert wird. Vom stellvertretenden Amtsvor- Empfindungen zu wecken, ja durch manche Darbietungen direkte An­daß die Gelben unter keinen Umständen daran teilnehmen steher verlangte er, daß er als Vorsitzender des Gewerbegerichts ver- leitung zum Verbrechen zu geben. Die Hauptursache des Be fuches der Kinematographen Theater durch die follten. Die Verhandlungen haben am Montagnachmittag be- mittelnd fich der Sache bemächtigen soll. Die Antwort auf diese Arbeiterjugend erblickt die Bersammlung einerseits in der mangel. gonnen und dauerten am späten Abend noch an. Soviel steht Bolizeiaufgebot wollte feiner der Herren unter haften Volksschulbildung, andererseits in der für die Anfragen waren eigentlich verblüffend. Von dem täglichen fest, daß an eine bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit richtet sein. Die Sache wird sich ganz einfach zugetragen Arbeiterjugend geringen Möglichkeit, in der freien nicht gedacht werden kann. Die Tatsache, daß die Herren haben. Der Unternehmer wird die Polizeiwache telephonisch um Beit billige und gute bildende Veranstaltungen jett ordnungsgemäß berhandeln, beweist, daß sie Schuß gebeten haben, und dieser wird ihm gewährt. Das tönne zu besuchen, Von polizeilichen Verboten allein, wie fie von ihren Standpunkt gegenüber den freien Gewerkschaften jeder machen, wenn er sich bedrängt fühlt. Und dann handelt es Lehrervereinigungen verlangt würden, verspricht sich die Versamm nun doch geändert haben. Wer unsere Arbeitgeber, die sich um einen Streit, an dem zumeist Frauen beteiligt find, und lung keinen durchgreifenden Erfolg. Wünschenswert wäre dagegen, Größten der Großen, fennt, weiß, daß Außerordentliches dazu die betragen sich wie hänen.(!) Ein Ruffe, der die daß mehr als bisher der Arbeiterjugend Gelegenheit zu toften­gehörte, sie dahin zu bringen. In Berlin zeigen die Arbeit- Fabrik als Kunde besuchen wollte, wurde von den Streitenden nicht losem Besuch fünstlerischer und bildender Ber Als solche tommen in Bes in die Fabrik gelassen, so daß derselbe sich damit beschwerte, daß anstaltungen geboten würde. geber der Metallindustrie jezt an einzelnen Stellen großes diese Zustände noch toller wie in Rußland seien. Der Vor- tracht: Theateraufführungen, künstlerische und literarische Abende, Interesse daran, zu erfahren, wo die einzelnen Arbeiter orga- fiende des Gewerbegerichts habe von nisiert sind. Wer aus unseren Reihen danach gefragt wird, Streit, der bereits sieben Wochen dauert, auch mag dreist und offen erklären, daß er Mitglied des Deutschen erst jest erfahren(!), als er vom Verband der Blumenarbeiter Metallarbeiterverbandes ist. Das schadet nichts; wir sind so dieser Tage aufgefordert sei, das Gewerbegericht als Einigungs­stark geworden, daß wir uns nicht zu verstecken brauchen. amt eintreten zu lassen. Herr Mewes von der neuen Fraktion Mit der Wirkung, die jene Anfragen und die nahm sich der Arbeitswilligen warm an, er will aus Erfahrung der Aussperrungsanschlag in den Betrieben auf unsere wissen, daß diese Leute des polizeilichen Schubes sehr bedürfen. Die durch die. Polizei gespeisten Berliner Neuigkeiten" teilen Das Ende der Debatte war: es bleibt bei dem polizeilichen Auf- mit: Gestern abend gegen 10 Uhr fam Polizeipräsident von Ja Kollegen ausüben, fönnen wir sehr zufrieden sein. Unfere agitatorisch tätigen Kollegen tönnen sich nun einmal gebot. gow, im Automobil durch die Menge fahrend, um sich nach dem Der Streit in der Berliner Etuisindustrie scheint nunmehr un- Stand der Sache zu erkundigen. Je später, desto heftiger und ein bißchen ausruhen, denn jetzt besorgt der Verband der Metallindustriellen die Agitation für uns. Es sind in unserem bermeidlich zu sein. Schon in der Sihung der Schlichtungsfom- häufiger wurden die Zusammenstöße mit der Menge. In der Bureau noch an feinen Tage so viele Karten und Mitglieds- mission am 12. September lehnten die Fabrikanten jede weitere aldstraße wurde aus einem Fenster auf die Polizei. Verhandlung über die ihnen von den Arbeitern unterbreitete Tarif. bücher ausgestellt worden, wie an diesem Montag. Unserer borlage ab. Sie stützten sich auf den Beschluß ihrer Vereinigung, mannschaften mit Nachtgeschirren und Blumentöpfen ge Organisation hat also der Aussperrungsbeschluß bisher nur wonach sie bereit seien, ein neues Vertragsverhältnis auf drei worfen. Ein Kommando unter einem Polizeileutnant drang in bas zum Vorteil gereicht. Dagegen fann andererseits festgestellt Jahre einzugehen und in jedem Vertragsjahr eine Erhöhung von Haus ein, um die Werfer festzustellen. In einer Wohnung, die werden, daß dem Verband der Metallindustriellen, 2 Broz. auf die Löhne geben wollen; doch sollen die Minimallöhne sie betraten, wurde den Mannschaften von einer Frau eine und namentlich auch der start beschäftigten Gelb- nur einmal um 2 Broz. erhöht werden. Dieses Zugeständnis war brennende Petroleumlampe entgegengeworfen, die jedoch verlöschte. metallindustrie Berlins , nichts so unangenehm und schon zubor am 11. August von der Arbeiterschaft als unzureichend Die Personen wurden festgestellt und werden sich vor Gericht zu Daß unsere abgelehnt worden. Nachdem die Verhandlungen in der Schlich verantworten haben. Zu einem heftigen Zusammenstoß kam es an ungelegen kommt, wie jener Beschluß. Kollegen bereit sind, den Kampf aufzunehmen und jedes er- tungskommission ergebnislos verlaufen waren, beantragten die Ar- der Ede der Wald- und Turmstraße. Hier wurde aus der Menge beiter beim Gewerbegericht die Anberaumung einer Sigung des forderliche Opfer zu bringen, zeigt sich auch darin, daß am Einigungsamtes. Dieses trat gestern( Dienstag, den 27. September) auf die Polizeimannschaften geschossen und Steine auf fie ge­heutigen Tage auf unserm Bureau eine große Anzahl von zusammen. Die Fabrikanten find jedoch zu der Sizung nicht er­Anfragen, Anregungen und Aufforderungen ergangen sind. schienen, sondern entsandten den Generalsekretär Nasse von den Wie der Kampf geführt werden soll und welche Maßnahmen Metallindustriellen, der die Erklärung abgab, daß die Herren Fabri­ergriffen werden, darüber können und wollen wir hier in tanten weitere Verhandlungen ablchnen. Auch er selbst als gleich dieser Versammlung, ohne die mitbeteiligten Organisationen seitiger Vorsitzender des Verbandes Berliner Etuisfabrikanten gehört zu haben, keine Vorschläge machen. Aber so viel steht lehnte jede Verhandlung ab. Das Einigungsamt fällte darauf nach kurzer Beratung eine fest, daß die Meinung unserer Mitglieder dahin geht, daß sie, stimmig den Schiedsspruch dahingehend, daß nach dem noch geltenden wenn die Aussperrung kommt, für die ersten 14 Tage auf Tarifvertrage die Barteien zu verhandeln haben. Den Parteien Unterstütung verzichten, und es ist unter diesen Umständen wurde aufgegeben, sich bis zum 29. September zu erklären, ob sie später nach dem Polizeipräsidium geschafft. selbstverständlich), daß dann auch die Angestellten der diesem Schiedsspruch nachkommen werden. Drganisation auf ihr Gehalt verzichten. Endigen die Während von den Vertretern der Arbeiter die Bereitwilligkeit Verhandlungen ohne befriedigendes Resultat, so werden zu weiteren Verhandlungen fofort erklärt wurde, glaubte der noch vor dem 8. Oftober in Berlin 25 bis 30 Metall- Generalsekretär Rasse schon jetzt erklären zu können, daß die Fabri­mit sich arbeiterversammlungen stattfinden der fanten zu den Verhandlungen nicht erscheinen werden. Bemerkt sei hierzu, daß bei Schaffung des Tarifes im Jahre Die Auf­Frage beschäftigen, was nun zu tun ist. 1905, der dann 1907 erneuert wurde, auf Antrag der Fabrikanten forderung der Unternehmer zu den jetzigen Verhandlungen ist eine Bestimmung in den Vertrag aufgenommen wurde, die da Als das feft- lautet: nur an die freien Organisationen ergangen. gestellt war, sagten sich unsere Vertreter: Nun wollen wir und es den Hirsch- Dunckerschen den Christlichen an­heimstellen, sich ebenfalls daran zu beteiligen und, wenn Sie haben sich fie wollen, je einen Vertreter zu entsenden. bei dem Kampf auf den Werften bis jetzt korrekt verhalten, und so lag kein Grund vor, fie von den Verhandlungen aus­zuschließen.

und

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Dieser Vertrag hat Gültigkeit bis zum 30. September 1910 und läuft stets auf ein Jahr weiter, wenn derselbe nicht drei Monate vor Ablauf gekündigt wird. Tritt dieser Fall ein, so ist die Schlichtungskommission verpflichtet, sofort in Verhandlungen über einen neuen Tarif einzutreten, damit derselbe rechtzeitig an Stelle des alten Tarifes perfekt wird und auf dem Gewerbe­gericht festgelegt werden kann. Für den Fall, daß es den Par teien nicht gelingt, einen neuen Vertrag zustande zu bringen, soll das Einigungsamt zur Schaffung eines neuen Tarifes angegangen verden.

Heute weigert sich dasselbe Arbeitgebertum, die von ihm selbst beantragte Tarifvorschrift zu beachten und einzuhalten.

Es ist möglich, und manches deutet darauf hin, daß die Arbeitgeber, wenn der Tag der Aussperrung da ist, im all­gemeinen nicht mehr so fest zusammenstehen, wie es, als sie ihren Beschluß faßten, den Anschein hatte. Uebrigens be­Der Streif der Klempner und Rohrleger in Spandau ist weisen ja die Tatsachen, daß sie heute nicht mehr in der Lage find, über die Arbeiterorganisationen hinwegzusehen. Das ist durch Abschluß eines Tarifvertrags mit der Innung nach vier­ein beachtenswerter Erfolg unserer Bewegung. Hat doch der wöchigem Kampf beendigt. Gesperrt ist noch der Betrieb der Verband der Metallindustriellen noch vor wenigen Jahren Firma Friedrich u. Comp., Hatenfelde bei Spandau , da diese alle unsere Briefe und Schreiben entweder ganz unbeantwortet Firma den Tarifvertrag nicht anerkannt hat. gelassen oder glatt ablehnend beantwortet. Das starke Wachs­fum unserer Drganisation bürgt auch dafür, daß wir vor­wärts fommen. Der Juli und August dieses Jahres haben uns so viele neue Mitglieder gebracht, daß wir in Berlin jetzt schon

die 75 000 überschritten

haben. Wenn wir die jeßige Situation richtig ausnuten, werden wir das Jahr sicherlich mit 80 000 Mitgliedern ab­schließen können. Es gilt nun, unsere ganze Straft aufzu­bieten, um aus der gegenwärtigen Lage für unsere Betvegung den besten Erfolg herauszuholen.

Deutscher Metallarbeiterverband. Ortsverwaltung Berlin . Deutfches Reich.

Zum Streit der Hamburger Caféhauskellner bringt der Ber­liner Vokalanzeiger" wieder Berichte, die in der bei diesem Blatte üblichen Art die Arbeiter ins Unrecht zu sehen sucht. Die Tatsachen werben dabei direkt auf den Kopf gestellt. Die Ursachen des Streiks stellt das Scherlblatt wie folgt dar:

schleudert.

Die Polizei machte hier von der blanken Waffe Gebrauch und nahm verschiedene Siftierungen vor. In der Beusselstraße beim Zurüddrängen des Janhagels fielen nochmals drei Schüsse aus der Menge, ohne daß es möglich gewesen wäre, die Täter zu er. mitteln. An der Zwinglistraße tam es noch zu einem zweiten Zusammenstoß, wobei aus dem Publikum auf die Polizei­mannschaften geschossen wurde. Es wurden verschiedene Berhaf tungen vorgenommen und die Personen nach dem Revier und

Nach einer weiteren Meldung sind insgesamt etwa 90 Personen verlegt worden, darunter 13 schwer, der Arbeiter Wegner sehr schwer. Zwei der Verlegten haben im Kranken­hause Moabit Aufnahme gefunden. Von der Schußmann­schaft sind, wie bisher bekannt geworden ist, zwei verlegt wor den, der eine durch einen Steinwurf am Kopf, der andere durch einen Sturz auf das Pflaster.

Gegen 12 Uhr ließen die Ansammlungen etwas nach. Verschiedene Läden sind auch heute abend wieder demoliert worden. Auf dem Kohlenplatz in der Sickingenstraße waren cin Leutnant, drei Wachtmeister und 58 Mann konfigniert. Wir machen unsere Leser besonders darauf aufmerksam, daß obiger Bericht von polizeilicher Seite stammt und auch danach zu bewerten ist.

Der Fernflug Trier- Met.

Mek, 27. September. ( W. T. B.) Zu dem heutigen Fernwett fliegen Trier - Mets war Jeannin um 3 Uhr 50 Minuten in Trier aufgestiegen; er passierte in glatter Fahrt um 4 Uhr 50 Min. Sierd und 5 Uhr 1 Min. Diedenhofen . In Metz wurde er um 5 Uhr 45 Min. gesichtet; er erreichte eine Höhe von etta 500 Meter und landete glatt auf dem Flugfelde um 6 Uhr 8 Minuten. Thelen, der mit Leutnant v. Moßner aufgestiegen war, landete in Grevenmacher furz vor 5 Uhr, stieg aber bald wieder auf und kehrte zum Flugplatz in Trier , zurüd. Engel­hard stieg zweimal auf, tehrte aber beide Male nach einigen Minuten zurüd.

Verhaftete Anarchisten.

..Sie( die Cafétellner) haben ohne jede Veranlassung dem Hamburger Cafétierverein einen Revers vorgelegt, in dem sie ihn Wien , 27. September. Wie der N. Fr. Pr. aus Borszczot zwingen wollten, ihr Personal in Zukunft mur von dem Stellen gemeldet wird, wurden auf der Fahrt nach Stala drei russische nachweis des sozialdemokratischen Gehilfenvereins zu beziehen." Anarchisten nach heftiger Gegenwehr von Gendarmen festgenommen. Das genaue Gegenteil von allem trifft zu: In Hamburg besteht In ihrem Besitz wurde eine große Menge von Waffen und ein Kostenloser Zentralarbeitsnachweis", errichtet und unterhalten Die Ausführungen des Redners wurden wiederholt bon von den dortigen Gehilfenvereinigungen mit Ausnahme aber Munition sowie eine große Anzahl anarchistischer lebhaften Beifallsäußerungen unterbrochen. Das Verhalten gerade des sozialdemokratischen Gehilfenverein". Dieser strebt Broschüren gefunden. Die drei Verhafteten hatten aus der der Versammelten bewies, daß die Metallarbeiterschaft Berlins dahin, an Stelle des obigen einen paritätischen Arbeitsnach Bukowina einen bedeutenden Waffenschmuggel nach Rußland betrieben. Berantw. Redakt.: Richard Barth , Berlin . Inseratenteil verantw. Ch. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl

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