wahrscheinlich abfichtlich nicht getan, benn es ist doch möglich, daß! in Rheinland- Westfalen fich Nationalliberale und Zentrum gegen feitig aus dem roten Meer herausbelfen müssen.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Vielleicht kommt es doch zu einem schwarz- rosa Block
im Sinne des Sammelrufes des Reichskanzlers. Der Angstblock, der geschaffen wird, wird ein Block der Arbeiterfeindlichkeit sein. ( Sehr wahr bei den Sozialdemokraten.) Schon beginnt der Rubel zu rollen, der Hansabund läßt sein Gold fließen, der Bauern bund rückt mit Geld heraus, der Bund der Landwirte verteilt seine Kaliprovisionen, der Wahlfonds des 8entral berbandes der Industriellen wird verteilt, aber mit all dem Gelde fönnen Sie feine Ueberzeugungen schaffen. Die Arbeiterklasse ist gerüstet auf den Wahlkampf, der ein Klassen. tampf fein wird.
Rechtsanw. Heinemann: Dann können auch wir nicht auf unsere Beugen verzichten. An uns liegt es also nicht, wenn die Beweis aufnahme noch weiter ausgedehnt wird. Zum
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Rechtsanw. Heinemann: Vielleicht setzt sich das Gericht mit den forderung an die Menge gehört? Beuge: Die gingen ja alle Herren Geschworenen in Verbindung, damit sie fagen, ob sie noch einzeln. Der Wachtmeister forderte Hartmann persönlich auf, zu weiterer Beweise bedürfen. gehen. Für betrunken hat Lausch ihn nicht gehalten. Bors Staatsanwalt Borzelt: Nein, nein, wir können nicht auf unsere figender: Aber so, wie der, benimmt sich doch kein nüchterner, verBeugen verzichten. nünftiger Mensch! Daß mit Steinen geworfen wurde, hat Beuge nur zu dem Zeitpunkt gehört, wo der Sistiertentransport vorbeikam. Rechtsanwalt Cohn: Wir hörten gestern hier von den Offizieren, daß die Steinwürfe eigentlich immer das Signal zum Vorgehen mit Waffengewalt war. Nun hörten Sie den Wachtmeister gütlich zureden. Halten Sie es für möglich, daß der Wachtmeister, wenn auch da noch geworfen worden wäre, nur gütlich zu geredet hätte? Beuge: Das tann ich nicht sagen. Den Beugen Nies fragt der Vorsitzende: Haben Sie gesehen, daß dort von Be amten die Säbel gezogen wurden? Zeuge: Das weiß ich nicht.
allgemeinen Teil
werden nunmehr noch mehrere Zeugen vernommen. Kammergerichtsrat Daberkow hat keine Erzeffe gefehen, sondern nur die Vorgänge vor und nach Erzessen. Die Polizei habe das Bublifum mit größter Rücksicht behandelt. Rechtsanwalt Edmund Ballieu, der als geuge vernommen wird, hat folgende Beobachtungen gemacht: Nachts gegen 12 Uhr war Es gilt, der Freiheit eine Gaffe zu bahnen und vor allem die die Straße, soweit der Blick reicht, völlig menschenleer. Da stürmten nichtsnuzige Juntertlasse in Breußen zu be- vier bis sechs Menschen, berfolgt von mindestens ebensoviel Schutzzimieren.( Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) leuten, vorüber. Die Schutleute schlugen die Fliehenden nieder und Ein Schlußantrag der Konservativen wird anhieben und stachen auch noch auf die am Boden Liegenden ein. Diefe grauenhafte Szene sagt der Zeuge- empörte mich aufs Abg. Frhr. v. Zedlik( fl., persönlich): Meine Behauptung, daß tiefste. Ich habe nie etwas gegen die Polizei gehabt, es wäre mir ein Teil der Zeugen in Moabit unter der Suggestion der Sozial- lieber gewesen, wenn ich diese Aussage nicht hätte machen brauchen, demokratie ihre Aussagen gemacht haben, war nur eine Schluß- da ich Herrn v. Jagow seit meiner Studentenzeit kenne. Als sich die folgerung aus der Begründung des Urteils und ich halte sie boll aufrecht.
genommen.
Abg. Leinert( Soz.): Wenn auch Herr v. Gedlig feine Ausführungen als Schlußfolgerung aus dem Urteil bezeichnet, so find fie doch dadurch nicht wahr geworden.
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Schuhlente
nach dem Niederschlagen der Menschen wieder gesammelt hatten, ließen sie ein schadenfrohes, wicherndes Gelächter
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Der Etat geht an die Budgettommission. über ihre Opfer erschallen. Am anderen Tage wurde in der Nächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr( Interpellation der leeren Straße ein einzelner Mann von mehreren Schußleuten mit Freifinnigen über den Beder Prozeß). Säbeln niedergeschlagen. Eine Dame, die in Gesellschaft eines Schluß 4 Uhr. Herrn an der Haltestelle stand, wurde von einem Schußmann gestoßen. Ich hatte den Eindruck, daß die Schuhleute, welche die Menschen niederschlugen, verbrecherisch handelten.
Die Moabiter Vorgänge
vor dem Schwurgericht.
Achter Tag.
Vor Eintritt in die Verhandlung macht der Vorsitzende eine furze Mitteilung über die geschäftlichen Dispofitionen des Gerichts. Die Anwürfe im preußischen Dreillaffenparlament vor dem Schwurgericht.
Im Anschluß daran erklärt Rechtsanw. Heine: Wir hatten die Absicht und auch die Hoffnung, die Beweisaufnahme heute zu Ende zu führen. Aber ich weiß nicht, ob das möglich sein wird nach dem, was sich gestern ereignet hat. Wenn auch für die Herren Geschworenen und Richter juristisch nur das existiert, was hier im Saale erörtert worden ist, so leben fie doch nicht außerhalb der Welt. Sie lejen Zeitungen, und es läßt sich gar nicht berechnen, wie auf sie solche Aeußerungen wirken, wie sie gestern im preußischen Abgeordnetenhause gemacht worden find.
Aeußerungen eines beschränkten Fanatikers.
Rektor Schröder teilt seine Beobachtungen mit, die dahin gehen, daß das Verhalten der Polizei, aber nicht das des Publikums einwandfrei sei.
Schloffer Unverzagt ist bei der Ausräumung des Lanzeratschen Lokals gleich den anderen Gästen von Schußleuten hinausgeworfen, nachdem er vorher durch Fußtritte von einer Ecke in die andere geschleudert wurde. Auf der Straße hieben die Schuhleute mit Säbeln auf ihn ein, so daß er ohumächtig wurde. Als er sich wegen der Mißhandlungen auf der Mache bei einem Leutnant beschwerte, erhielt er als Antwort: Das schadet Ihnen gar nichts. Warum gehen Sie dahin. Es kommt noch viel schlimmer.
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Spigel an der Arbeit.
Bei anderer Gelegenheit fab der Zeuge hinter einer von Schuß Leuten zurückgetriebenen Menge einen einzelnen Mann, der Bluthunde" rief, wenn die Schußleute auf ihn zukamen die Hand erhob und dann unbehelligt blieb. Daraus schließt der Beuge, daß der Bluthund"-Rufer ein Kriminalschuhmann war.
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Bei Wachtmeister Beckers Vernehmung wiederholt sich in umständlichster Weise die Befragung über die Art der Aufforderung und den Zeitpunkt der Steinwürfe. Vorsitzender: War die Aufforderung förmlich oder war sie nur ein gütliches Zureden?- Beuge: Gütlich war sie anfangs, nachher aber sagte ich energisch ( Beuge spricht jest in scharf kommandierendem Ton):„ Gehen Sie gefälligst weiter!"- Er gibt an, daß seine Aufforderung Erfolg hatte, weil auch vernünftige Leute darunter waren". Hartmann aber habe sich von der Menge losgelöst und an sie eine Aufforde rung gerichtet. Steinwürfe hat Beuge bemerkt auch zu dem Zeitpunkt, wo er Hartmann schon sah. Er gibt aber an, daß die Steine gar nicht aus der Menge tamen, von der H. sich losgelöst hatte. Rechtsanwalt Cohn: Das ist ja ganz neu! Woher und aus welcher Entfernung tamen dann die Steine? Zeuge: Das weiß ich nicht. Trotz eingehenden Verhörs Beders und der anderen beteiligten Schußleute ist eine sichere Feststellung hier über nicht zu erreichen. Beuge meint, daß H. nicht betrunken, nicht mal angetrunken gewesen sei.
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Zu der Frage der Trunkenheit werden mehrere andere Zeugen vernommen. Hartmann behauptet, viel getrunken zu haben und zuletzt beim Gastwirt Seefeld in der Schulstraße gewesen zu sein. Seefeld erinnert sich nicht, ob H. an jenem Abend bei ihm war. Am Sonnabend könne er sich nicht um jeden Gast kümmern. Bauarbeiter Müller war bis 8 Uhr mit H. zusammen, besuchte mit ihm verschiedene Lokale, ließ ihn schließlich in einem Lofal allein zurück, weiß aber nicht mehr, ob das bei Seefeld war. H. fei Getrunie da schon angetrunken gewesen und habe geturfelt. hatten sie verschiedene starke Schnäpse und das nötige Bier dazu H. sei sonst ein sehr ordentlicher Mann, aber in der Trunkenhe wiffe er nicht, was er tue. Staatsanwalt Linde: Was haben Sie denn unterwegs über den Streit bei Morgenstern gesprochen? Rechtsanwalt Cohn: Ich beanstande diese Frage. Ich bitte, nicht in dieser Form zu fragen, nicht zu fragen: Was haben Sie gesprochen? Staatsanwalt Linde: Haben Sie unterwegs über den Streit gesprochen? Zeuge kann nichts Bestimmtes darüber sagen.
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Ueber Hartmanns Alkoholkonsum macht Bauarbeiter Reinide noch genauere Angaben als Müller. Reinide und Hartmann haben am 29. Oktober nach Feierabend getrunken, wie es bei jedem Maurer ist". Er gibt an, daß sie so 8 bis 10 Schnäpfe" und etwa ebensoviel Glas Bier zu sich genommen haben. Beide seien schließ lich stark angetrunken gewesen. S. sei sonst ein sehr ruhiger und ordentlicher Kollege. Demgegenüber bleiben die Schuhleute dabei, S. sei nicht angetrunken gewesen, er habe ja auf der Wache noch seinen Namen angeben können. noch seinen Namen angeben können. Die Angeklagten Bagel
Benge Bösenberg, der nie nach 7 Uhr abends auf der Straße war, gibt an, daß Publikum habe die Polizei durch Schimpfen, Borsitzender( unterbrechend): Dadurch wird sich niemand beein- Werfen und Scheien gereizt. Mißhandlungen des Publikums habe flussen lassen. er nicht gesehen, die Beamten hätten nur mit der flachen Klinge Rechtsanwalt Heine( fortfahrend): Ich will gar nicht von den geschlagen. dreisten, die Wahrheit auf den Kopf stellenden Angriffen gegen die Frau Heidemann ging abends nach 10 Uhr mit ihrem Manne Berteidigung reden. Ich beabsichtige nicht, mich mit Herrn b. Bedlig nach Hause. Sie waren die einzigen Menschen auf der Straße und Friesner haben Gelegenheit gehabt, Hartmann auf der Wache auseinanderzusehen, obgleich ich ein Intereffe daran habe, mich außer einem jungen Mann, der gerade eine Haustür aufschloß. zu sehen. Bagel sagt, H. habe gefchwantt wie ein Betrunkener. gegen den öffentlich erhobenen Borwurf der frivolen Handlungsweise Da tamen Schuyleute mit gezogenen Säbeln hinter ihnen her- Friesner gibt an: Meiner Ansicht nach war er sehr betrunken. Er zu wehren. Die Worte des Herrn v. Zeblik werden überall auf- gestürmt. Das Ehepaar flüchtete in die Haustürnische, wo gefaßt werden als das was sie sind: der junge Mann stand. Die Schußleute prügelten die beiden Männer fagte 8.., man habe ihm sein ganzes Geld gestohlen. Er fing ins Haus binein, der junge Mann verschloß die Tür, die Frau blieb dann auch an zu stänkern und wir wurden aus ihm nicht flug Der Teilnahme am Aufruhr wird auch der draußen. Jetzt wandten sich die Schußleute gegen die allein dastehende Frau. Mit den Worten: Berfluchtes Nas, was treibst du Angeklagte Bauarbeiter Giersch dich auf der Straße rum", führte ein Schugmann einen scharfen beschuldigt, außerdem ist er der Polizeibeleidigung angeklagt. Säbelhieb nach dem Kopfe der Frau. Sie hielt zum Schuß den Giersch sagt, er sei am 29. Oktober abends, vom Barbier kommend Arm vor, der nunt bon dem Säbelhieb getroffen wurde und seiner Frau entgegengehend, an der Ede der Mar- und Antonund eine tiefe Wunde erhielt, die eine mehrwöchentliche Straße in eine Menge hineingeraten. Gerufen habe er nur Ruh Behandlung erforderte. Als fich die Frau gegen die kopp", weil ein Schußmann mit dem Fuß nach den Leuten gestoßen mighandlung zu verwahren fuchte, schrie fie der Schußmann an: habe. Halt die Fresse, du Sauftück, sonst kriegst du eins, daß du nicht Kriminalschuhmann Nies, der Giersch festnahm, bekundet die wieder aufstehst." Als ein Schußmann rief:" Da brin ist der Kerl Schimpfworte Kuhtöppe" und" Bluthunde". Ob G. wirklich in von dem Weibstück, der muß raus", da verleugnete die Frau ihren einer Menge war, geht aus den Angaben dieses Zeugen nicht hervor. Mann, in der Hoffnung, ihn dadurch vor Mißhandlungen zu schützen. Er sagt, die Menge sei schon auseinandergetrieben gewesen, aber Nun schlugen die Schuhleute die Türscheiben ein. Gruppen seien wiedergekommen. Steine seien schon vorher auf die Polizei geworfen worden, etwa eine Biertelstunde vorher, und da sei auch die Aufforderung ergangen, sich zu entfernen. Beuge wird gefragt, ob er der Beamte sei, der dem sistierten Giersch bei der Einlieferung zur Wache einen Fußtritt gegeben habe. Zeuge Ries: Das fonnte ich ja gar nicht. Ich ging ja vor ihm und zog
Aber es ist nicht gleichgültig, was der Minister des Innern gefagt hat. Es könnte uns zu neuen Beweisanträgen führen, daß der Minifter fagte, die Beugen, welche polizeiliche Ausschreitungen befundet haben, gehören zu den Betroffenen, die die Vorgänge auf gebauscht, wenn nicht gar zum Teil mit Absicht entstellt haben. Borfitender( unterbrechend): Wenn Sie Anträge zu stellen haben, werden wir uns darüber schlüffig machen. Die Politik gehört nicht hierher. Die Herren Geschworenen find gereifte Männer, sie werden sich durch Vorgänge außerhalb dieses Saales nicht beeinflussen lassen. Rechtsanwalt Heine: Auch ich habe das feste Vertrauen, daß die Geschworenen sich durch solche Aeußerungen im Landtage nicht werden beeinflussen laffen, aber ich will die Frage aufwerfen, ob noch eine weitere Beweisaufnahme nötig ist zur Widerlegung dieser grundlosen und frivolen Verdächtigung der Zeugen.
Borsigender( unterbrechend, mit erregtem Ton): Aber, bitte, das gehört nicht hierher. Ich entziehe Ihnen das Wort.
Rechtsanwalt Heine: Ich habe einen Antrag zu stellen. Nach Feststellung der Anwesenheit der geladenen Beugen erhält
Nach der Vernehmung dieser Zeugen verzichteten Staatsanwalt fchaft und Verteidigung auf weitere Beweiserhebung. Das Gericht beschloß, den Angeklagten Marquard aus der Untersuchungshaft zu entlassen, da Fluchtverdacht nicht mehr angenommen werden kann. die Verhandlung fortgefeßt.
das Wort Rechtsanwalt Heine: Wenn mich der Herr Vorfigende Am Donnerstag ist teine Sigung. Am Freitag 10 Uhr wird ihn die Trepe rauf.
der
nicht unterbrochen hätte, würde ich mit der Begründung des Antrages schon fertig sein. Nur für den Fall, daß bei den Herren Herren Geschworenen Geschworenen und Richtern Zweifel an Glaubwürdigkeit der nachbenannten Zeugen bestehen, die ich beispielsweise herausgegriffen habe, beautrage ich deren nochmalige Bernehmung. Es sind dies die Zeugen: Kaufmann Preuß, Kaufmann Jordan, Schneidermeister Delath, Kgl. Förster a. D. Trebor, Kaufmann Britschau, die Architekten Woitsched und Rod mann, sowie Zimmermeister Otto. Die Herren Geschworenen fönnten ja dem Gericht mitteilen, ob sie an der Glaubwürdigkeit der Zeugen zweifeln.
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Borsigender: Das ist doch nicht zulässig. Rechtsanw. Heinemann: Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts ist es zulässig. Borsigender: Wir werden den Antrag als Anregung entgegenSierauf wird eine große Zahl von Zeugen vernommen über Prügelfall,
nehmen.
einen
Die Wedding - Ereigniffe vor Gericht. Giersch bei der Einlieferung einen Fußtritt bekommen hätte, iſt
Klagefälle
Der
Dritter Tag.
Angeklagte Bauarbeiter Hartmann
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Auch Kriminalschuhmann Lausch weiß, daß die Steinwürfe und die Aufforderung nicht zu der Beit erfolgten, wo Giersch rief. Beuge hat nur das Wort„ Stuhröppe", aber nicht Bluthunde" gehört. Daß dem Zeugen nicht bekannt. Rechtsanwalt Cohn: Auch die Frau des Giersch kam doch da an? Beuge: Ja, mit einem Jungen von 12 oder 13 Jahren. Rechtsanwalt Cohn: Die ist doch mit raufGestern begann die Beweiserhebung über die einzelnen Angekommen? Zeuge: Sie wollte mit rauffommen. Rechtsanwalt Cohn: Haben Sie die Frau angefaßt? Zeuge: Nein.- Rechtsanwalt Cohn zu Kriminalschußmann Ries: Haben Sie sie angefaßt?- Zeuge: Nein. Rechtsanwalt Cohn: Die Frau besoll in zusammengerotteter, Gewalttätigkeiten begehender Menge hauptet, von einem der beiden, die den Mann transportierten, geblieben, die Polizei beschimpft und bedroht und sich seiner einen Schlag ins Gesicht bekommen zu haben, so daß sie mit einem Sistierung widersetzt haben. Er erklärt, ohne Schuld auf dem Stoß auf den Korridor flog. Beide Zengen( zugleich): Nein, Heimweg hineingeraten und damals finnlos betrunten gewesen zu nein! 3ft ausgeschloffen!- Rechtsanwalt Cohn: Sie nehmen das sein, so daß er sich an die Vorgänge nicht mehr erinnere. Gegen ihn befundet Kriminalschuhmann Mühlenbed, daß am auf Ihren Eid? Beide Beugen: Jawohl! Den Transport des Giersch hat der 29. Oktober, abends um 10 Uhr, eine an der Ecke der Max- und Antonstraße versammelte Menge, aus der vorher Steine geworfen Angeklagte Milchhändler Pagel worden waren, trop wiederholter Aufforderung nicht ausein mitangesehen. Er soll dabei„ Bluthunde" gerufen und gegen einen an dem die Angeklagten Rohde, Albrecht, Minor und Scharfenberg ander gegangen sei und der in ihr befindliche Hartmann fortgesett Schuhmann die Hand wie zum Schlagen gehoben haben und ist beteiligt find. Die Beugenaussagen ergeben im wesentlichen folgendes geschimpft habe:„ Euch Staatsbummler, Euch Laufejungen, Euch deshalb der Teilnahme am Aufruhr und der Polizeibeleidigung Bild. Vor dem Hause Waldstr. 45 standen mehrere Personen. Sie Berbrecher müssen wir ja ernähren!" Trob Mahnung aus dem angeklagt. Bagel erklärt, er habe mitangesehen, wie in der Nähe es waren Frau und wurden von Kriminalbeamten in das Haus hineingeprügelt. In der Publikum habe er weiter geschimpft, so daß er festgenommen des Siftierten eine Frau mit Kindern Erregung hierüber sowie über andere Mißhandlungen, welche sie gesehen wurde. Unterwegs habe er sich gegen den Boden geftemmt und den Kinder des Giersch, der da soeben zur Wache geführt wurde von Da habe er nur bes hatten, warfen die Angeklagten Rohde und Albrecht je einen Stein in eine Wachtmeister Becker geschimpft: Laufejunge, wenn ich Dich mal einem Schußmann zurückgestoßen wurde. Laterne. Das geben sie zu. Scharfenberg soll, wie einige friege, fteche ich Dich tot!" Angetrunken sei H. gewesen, aber dauernd gesagt:" Die Frau mit den Kindern kann mir leid tun!" Sofort habe er einen Schlag über den Kopf bekommen, so daß er Zeuginnen angeben, die Steine zum Werfen herangetragen und den seiner Sinne noch vollständig mächtig. anderen gegeben haben. Minor hat von Rohde einen Revolver be- Kriminalschuhmann Dettbarn macht über die Schimpferei die mit der Hand nach der Müze fuhr. Den Ruf„ Bluthunde!" befunden die als Belastungszeugen kommen und damit zweimal in die Luft geschossen. Das gibt er zu. selben Angaben. Unterwegs habe H. fich wiederholt losgerissen, so Der 18jährige Angeklagte Marquardt hat sich den vorgenannten daß die Menge erregt wurde und" Bluthunde" rief. Selbst von vernommenen Schußleute. Das Handheben wäre nach ihrer DarAngeklagten zugefellt und mit einem Stein, den ihm Scharfenberg der Handfeffel habe er sich losgeriffen und er habe dann fozusagen stellung ein zweimaliges gewefen. Ginmal soll Bagel versucht gab, nach einer Baterne geworfen. Borher hatte er im Auftrage geschleppt werden müssen“. Trotzdem meint Zeuge, sehr betrunken haben, nach Schumann Pakke zu schlagen, doch weiß er hierüber nichts aus eigener Kenntnis. Nachher soll Bagel vor der Tür der feines Arbeitgebers einen Gang zu gehen und ist dabei, wie er an- fei H. nicht gewesen. gibt, von Schuhleuten gefnufft, getreten, mit dem Gesicht auf einen Beide Zeugen werden vom Vorsitzenden und von der Ber Polizeiwache nochmals die Hand hinter Schumann Starczifowsti Rieshaufen gedrückt und am Ohr hochgezogen worden. Der Arbeit teidigung eingehend darüber verhört, in welcher Form aufgefordert gehoben haben. Da rief diesem der Kriminalschutzmann Ries au: geber des Angeklagten hat die Spuren dieser Mißhandlungen geben Worten:„ Bitte, gehen Sie weiter!", nachher mit dem bernehme gibt an, dabei sei dem Bagel die Jacke zerrissen worden. Bagel wurde, auseinanderzugehen. Das soll geschehen sein zunächst mit Baßt auf!", und nun ergriff Karczikowski den Paget. Karczikowski fehen. Damit ist die Beweiserhebung über die Einzelfälle erledigt. lichen, mindestens dreimaligen Ruf: Ich fordere Sie auf, ausein meint, die Jade sei ihm aufgeplakt von der Wucht eines SäbelRechtsanwalt Die Staatsanwaltschaft widerspricht dem Schluß der Beweisaufnahme sönlich aufgefordert worden sein. Die Steinwürfe trafen den Gohn( zu Ries): Schlugen Sie am Eingang zur Wache einen Mann anderzugehen!" Hartmann, der weiterschimpfte, soll noch per- hiebes, den er auf der Treppe bekommen habe. Rechtsanwalt Heinemann bemerkt: Nachdem nummehr die wesent- gegenüberliegenden Bauzaun; es klappte ordentlich", sagt Dett mit dem Stod?-3euge: Nein. Angeflagter Bagel: Ries kam lichsten Zeugen zum allgemeinen Teil vernommen sind und die Ge- barn. Wann eigentlich geworfen wurde, darüber gehen die Aus- hinter mir her und schlug mich über den Kopf. Zeuge( erregt): schwornen zu erkennen gegeben haben, daß sie ein hinreichend flares jagen auseinander. Mühlenbeck weiß nur, daß hier schon vorher Ich hatte ja gar keinen Stod bei mir. Ich konnte ihn ja gar nicht Bild von den Vorgängen genominen haben, sind wir bereit, auf gegen Schußleute, die einen Sistierten vorbeiführten, geworfen schlagen, ich hatte ja mit Giersch zu tun. Borsigender: Hatten weitere Beweisaufnahme zu verzichten. Die Beugen, welche die wurde. Als sie von der Wache zurückkehrten, saben sie Hartmann Sie einen Gummischlauch bei sich? Beuge( sehr bestimmt): Staatsanwaltschaft noch geladen bat, fönnen doch nur befunden, was und hörten ihn schimpfen. Dettbarn spricht von Steinwürfen, die Nein! Giersch müßte ja wissen, ob ich ihn losgelassen habe.- wir nie bestritten haben, uämlich daß sich die Polizeibeamten zu er auch jetzt bemerkt habe. Nach welcher Richtung die Menge Angeklagter Giersch: Ja, losgelassen haben Sie mich, Sie hatten manchen Zeiten und an manchen Orten forreft benommen haben. Front machte, versucht Rechtsanwalt Cohn aufzuklären, doch wird ja einen Stod. Rechtsanwalt Buppe: Hat der Zeuge Ries fonft Oberstaatsanwalt Preuß: Ich würde nichts gegen den Schluß über diesen Punkt volle llebereinstimmung nicht erzielt. einen Gummifnüppel bei sich? Seuge: Nein! Niemals! Ich Kriminalschuhmann Ries kann die Frage nach dem Zeitpunkt trage nur einen Revolver. der Beweisaufnahme einzuwenden haben, wenn nicht gegenüber Rechtsanwalt Buppe: Tragen Sie 80 Zeugen der Verteidigung nur 12-14 Beugen der Staatsanwalt der Steinloürfe gleichfalls nicht sicher beantworten. Daß. sinn einen Spazierftod bei Ihren Patrouillen?- Beuge: Seit einem schaft vernommen worden wären. Unter diesen Umständen ist es los betrunken gewesen sei, glaubt auch er nicht. Jahr trage ich gar keinen Spazierſtock. Schuhmann Lausch, der dem Transport boranging, weiß über nicht zu viel verlangt, wenn ich auf der Vernehmung von noch sechs Den Schuhmann Lausch fragt, nachdem er über H.3 Schimpfereien ausgesagt hat, der Borfigende: Haben Sie die Auf- die dem Bagel zur Laft gelegten Straftaten nichts aus eigener anferer Beugen bestehe.
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