Gewerkschaftliches.
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Christliche Ehrlichkeit.
Bei der Aktiengesellschaft für Waffen und Fahrradteile von
Bureauangestellten organisierten Rol. Deutfches Reich. Legen der Verband ist der Generalfommission der freien Der Streit Ser Glühlampenarbeiter in Oberweißbach , Thür., Gewerkschaften angeschlossen erklärten sich wegen ist beendet. Die bis zu 25 Prozent betragende Lohnreduktion, die falfchspielerei! dieser unerhörten Probotation mit dem den Arbeitern aufgezwungen werden sollte, wurde durch die Fabrik In der Bremer Waggonfabrik, die rund 300 Sollegen solidarisch! In einer Versammlung direktion zurückgenommen. Daraufhin nahmen die Arbeiter die Arbeiter beschäftigt, mußten in der legten Beit infolge wurde eine Kommission, bestehend aus Vertretern der freien, Arbeit wieder auf. Sie erzielten nach einer dreitägigen Arbeitsschlechter Geschäftslage in einzelnen Abteilungen 30 Mann christlichen und Hirsch- Dunderschen Gewerkschaftskartelle be- einstellung einen durchschlagenden Erfolg. ausseßen. Blößlich erschien an Stelle eines Aus- auftragt, mit dem Vorsteher der Zentrale über die Wiedersezenden ein Hirsch- Dunderscher Arbeiter. Er einstellung des Gemaßregelten zu verhandeln. Die Direktion war durch die Gemertvereinsleitung berlehnte jedoch jede Verhandlung brüst ab! In dem Schreiben au sozialen Institutionen stets Einmütigkeit zwischen den ver In Breslau herrschte bei Lohnbewegungen und bei Wahlen mittelt worden! Schon dies wirft ein eigenartiges heißt es mit der größten Offenbe: schiedenen Gewerkschaftsrichtungen, mit Ausnahme der katholischen Licht auf die Fähigkeit des gewerkvereinlichen Arbeitsnach" Die Suspension vom Dienste erfolgte Fachabteiler, die ihren eigenen Weg gingen. Demzufolge unterblieb weisverwalters. Wenn er in seinem Fache etwas fonnte, so wegen seiner mit den geschäftlichen Interessen unverein- auch eine besondere Agitation bei solchen Wahlen. Das ist jetzt bei baren Agitation im Kreise unferer Beamten der Wahl der Vertreter für die Driskrankenkasse der Schneider dem mußte er sich erst genau erkundigen, ehe er Kollegen in den für die Organisation." Betrieb schickte. Dies tut man aber in jenen Kreisen nicht Zentralverband der Schneider schlecht bekommen. Hinter dem Da die Einnehmer nochmals mit der Direktion zu ver- Rüden des Schneiderverbandes schlossen die Christen mit den feind gern. Kommen doch oft genug nur auf die Art HirschDunderiche Arbeiter in Betriebe hinein, daß sie Momente Dunckersche Arbeiter in Betriebe hinein, daß sie Momente handeln verlangten, wurde allen zum 28. Februar gekündigt. lichen Brüdern, den Fachabteilern, ein geheimes Kompromiß, und so aussuchen, wo anders organisierte im Kampfe liegen. Zu- elles wegen dieses einen Gewerkvereins follegen!! gelang es ihnen, auf ihre also geeinte Liste bei der Wahl 300 Stimmen gleich wurde bekannt, daß noch weitere Gewerkvereinler ein Aber noch mehr, der Verband der Bureaugehilfen zu vereinen, während auf die Liste des Schneiderverbandes nur gestellt werden sollten, man sprach von 20 Arbeitern! Die ging sogar dazu über, die" Viftoria"-Dortmund zu 262 Stimmen entfielen. Bisher hatten die Christlichen 40 Vertreter arbeitenden Freigewerkschaftler legten darauf im ersten Groll sperren! Wer die Organisation und den Umfang der in der Krankenkasse. Der Fall mag als Lehre dienen für alle die Arbeit nieder, ohne mit ihrer Bentvalleitung, dem" Biktoria" und die deswegen möglichen Konsequenzen fennt, diejenigen, die in solchen Fällen auf chriftliche Ehrlichkeit bauen. die Arbeit nieder, ohne mit ihrer Bentvalleitung, dem Sie entstehen können, und auch durchaus in Berechnung geDeutschen Metallarbeiterverband, in Verbindung getreten zu sein. So wenig richtig dies gewesen sein mag, so sehr ist es zogen worden sind, der kann ermessen, welche Bedeutung diese Weyersberg, Kirschbaum u. Co. in Solingen sind Diffe doch verständlich. Den Arbeitern persönlich und fachlich nahe- Solidaritätskundgebung für einen Hirsch- Dunckerschen Ar- renzen ausgebrochen. Die Firma beschäftigte in ihren drei Fabriken in Solingen und Bald bei Solingen inkl. der Heimstehende Kollegen werden wegen angeblichem Arbeitsmangel Und dieselben Gewerkvereinler, um deretwillen in Dort- arbeiter zirka 1500 Personen. In einer Anzahl auswärtiger entlaffen, und plötzlich erscheinen an ihren Stellen trupp- mund die freiorganisierten Arbeiter in einen schweren Kampf Beitungen und Zeitschriften der: Fahrradindustrie sucht die Firma weise Gewerkvereinler. Daß in solchem Moment angenommen Fahrradschlosser, Fahrradmonteure, Fahrradpader, Radspanner, werden muß: hier will die Fabrikleitung irgendeinen Streich eintreten, stellen sich in Berlin hin und flagen bor breitester fomie Arbeiter zum Bedienen von Dreh- und Fräßbänken und gegen uns führen, ist so selbstverständlich, daß darüber über- effentlichkeit", daß die freien Gewerkschaftler fie nur wegen automatischen Maschinen. Da die Differenzen noch ihrer Grhaupt nicht geredet zu werden braucht. Und noch weniger ihrer Zugehörigkeit zur Hirsch- Dunckerschen Organisation" ledigung harren, wird dringend ersucht, Zuzug von Arbeitskräften muß es notwendig erscheinen, auf solch wackeligem Boden eine terrorifieren. In Dortmund streiken die freiorganisierten nach Solingen und Wald fernzuhalten. sogenannte Protestaktion aufzubauen. Der Deutsche Metall- Arbeiter wegen nichts anderem, als weil sie nicht zulassen Berichtigung. In Nummer 27 des Vorwärts" in der 3. Beis arbeiterverband schrieb fogar, nachdem der Gewerfvereins- wollen, daß ein Gewerkvereinler nicht ungeniert für seine tage hat sich in der Notiz„ Eine Niederlage der Gelben" ein Fehler leiter an ihn eine Anfrage gerichtet hatte, deutlich und klar: die Führer der Gewerfvereine: Helft uns vor dem Staub des Gelben muß es heißen 839( 830) und nicht umgekehrt. Aus dem Text Organisation Propaganda machen darf, und in Berlin schreien eingeschlichen. Bei der Angabe der abgegebenen Stimmen der ... Hals über Kopf, ohne uns vorher zu informieren, legten sie die Arbeit nieder. Wir beriefen sofort eine Ber- Koalitionsrechts, den die sozialdemokratischen" Gewerf werden die Leser schon den Fehler ersehen und selber forrigiert waltungssigung ein, begaben uns in das Bersammlungslotal schaftler an uns durchführen wollen! Das ist doch wahrhaftig haben. der Kollegen. Wir erläuterten den Streifenden unseren ein Spiel mit falschen Karten! Standpunkt, der dahin ging, daß sowohl nach dem Verbandsstatut als auch aus fachlichen Gründen die Arbeitsniederlegung nicht anerkannt werden könne, da seitens des Deutschen Metallarbeiterverbandes auf keinen Fall eine Arbeitsniederlegung gutgeheißen werden würde, die sich als gegen einen anders. organisierten Arbeiter gerichtet fruttifizieren lassen könnte. Die Berliner Lichtdrucker haben an die Unternehmer Forde Den Standpunkt nahm auch die Ortsverwaltung ein und verrungen auf Abschluß eines Lofaltarifes gestellt. Da die Unterweigerte die Streifunterstüßung aus lokalen Mitteln. Auf nehmer nicht darauf eingingen, reichten die Gehilfen am 21. Januar Grund dieser Stellungnahme wird die Arbeitsniederlegung nicht ihre Kündigungen ein. Diese erfolgten nahezu einstimmig; auch die anerkannt." unorganisierten und die weiblichen Gehilfen, sowie die meisten Abteilungsleiter schlossen sich diesent Vorgehen an. Die Kündigungen würden heute, den 4. Februar, abgelaufen sein.
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beiter hat.
Klarer, bündiger und unzweideutiger konnte eine Antwort gar nicht ausfallen. Da die Situation so lag, so war höchstens noch für die scharfmacherische Presse Gelegenheit gebracht. Am 22. Januar fand im Papierhause zu Berlin eine VerDadurch wurden die deutschen Unternehmer auf die Beine gegeben, wieder einmal, da sie gerade nichts anderes und fammlung statt, die außerordentlich start besucht gewesen sein soll; " besseres" hatte, von den„ verhetten" Arbeitern zu zetern, fast alle bekannten Lichtdrudanstalten, besonders die Firmen aus über die die Führer dann, wenn sie erst eingeheizt haben", Berlin , Leipzig , Dresden und den größeren Städten Süddeutschdie Herrschaft verlieren", und wie es sonst immer so schön lands sollen vertreten gewesen sein. Diese Versammlung beschloß heißt. Jeder denkende Arbeiter weiß ganz genau, wie leicht die Gründung eines Verbandes Deutscher Bicht in momentaner Erregung der Zorn mitunter den Verstand brudereibefiber" mit dem Size in Berlin , dem schon alle überflügelt, und es ist ihm auch bekannt, daß die Leitungen Das erste, was dieser Verband getan hat, war die Einladung der Lichtdruckereibefizer Deutschlands bis auf drei angehören sollen. aller Arbeiterorganisationen in solchen Fällen sehr energisch Gehilfen zu Berhandlungen zweds Abschluß eines Bentraltarifes nach dem Rechten sehen. Bumeist ist es ja so, daß, wenn die erste Erbitterung verschwunden ist, sich von ganz allein eine Ordnung der Dinge wieder anbahnt.
für ganz Deutschland . Diese fanden am 28. und 29. Januar im Berliner Papierhause statt und waren von Vertretern beider Barteien aus den wichtigsten Zentren des Lichtdrudgewerbes beschidt. So lagen die Verhältnisse in Bremen . Und die Leitung Außerdem nahmen Vertreter des Unternehmerverbandes und der der Gewerkvereine? Sie erklärt in einer Protestversamm- Gehilfenorganisation( des Verbandes der Lithographen, Steinlung, die sie in Berlin zusammengetrommelt hat:„ Die drucker und verwandten Berufe) an den Verhandlungen teil. Ein Arbeitsniederlegung der 72 Metallarbeiterverbändler wegen pofitives Ergebnis haben lettere noch nicht gezeitigt. Es wurden der Einstellung eines(?) Gewerfvereinlers( Offen zuge zentrale Tarifverhandlungen, zu denen die Vertreter der beiden nur eine Reihe Richtlinien gezeichnet, die die Grundlage für weitere geben wurde in der Versammlung, daß 10 Gewerkvereinler Barteien in 14 Tagen erneut zusammentreten werden, bilden sollen. bermittelt worden find! D. R. ) charakterisiert sich Bis dahin sollen die festgesetten Grundlagen in Versammlungen als ein Versuch, den anders organisierten der Unternehmer und Gehilfen zur Diskussion gestellt werden, Arbeitern die Roalitionsfreiheit zu damit dann die endgültige Entscheidung gefällt werden kann. Die nehmen."(!!!) Kündigungen der Berliner Gehilfenschaft bleiben bis zu dieser Entscheidung in der Schwebe.
Die Zentralorganisation der Wiener Gemeindearbeiter, der Straßenbahner usw. nimmt tras allem christlich- sozialen Rathausterrorismus einen glänzenden Aufschwung. Sie gibt ein eigenes Blatt heraus, das Weckruf" heißt, wie das Organ der nords deutschen Staatsbahner, denen man auch das Koalitionsrecht tonfisziert.
Verfaminlungen.
Der Zentralverband der Steinarbeiter hielt am Sonntag vor. Bericht für das Jahr 1910 zeigt, daß der Verband eine reiche Tätig mittag seine Generalversammlung in den Arminhallen" ab. Der teit entfaltet hat. Für die Geftion I ist der Tarifvertrag mit einigen Aenderungen auf drei Jahre verlängert worden. Bu be achten ist, daß der Stundenlohn vom 1. April d. J. ab um 5 Pf. erhöht wird, also 90 Pf. betragen muß. Wiederholt war das Ein greifen des Verbandes notwendig, um die tariflichen Bestimmungen durchzuführen. Für die Seftion II, die Marmorarbeiter, fonnte gelang es, mit einer großen Reihe von Firmen bestimmte b noch fein allgemeiner Tarif zur Anerkennung gebracht werden, doch machungen zu treffen. Ueber die Bohn- und Arbeitsverhältnisse ist eine Statiftit aufgenommen worden, an der sich 476 Stein arbeiter beteiligten. Der Durchschnittsverdienst pro Jahr betrug für Sandsteinmeßen 1745 M., für Marmorsteinmeßen 1743 M., für Marmorschleifer 1495 M. Arbeitslos waren 342( im Vorjahre 392) Arbeiter in 1095( im Vorjahre 1287) Fällen. Erkrankt waren 155 Arbeiter in 202 Fällen. Die große Mehrzahl der an der Statistik beteiligten Arbeiter ist verheiratet. Ein großer Teil der Frauen Familie beitragen. Von den 401 Verheirateten find 98 finderlos, muß, wie festgestellt wurde, durch Nebenarbeiten zum Unterhalt der Die übrigen haben 728 Kinder. Die meisten Familien müssen sich mit sehr fleinen Wohnungen beginügen; 200 M. bis 350 M. Jahres miete zahlen 273 Arbeiter. Die Mitgliederbewegung zeigt eine Erhöhung des borjährigen Bestandes von 732 auf 855 am Schlusse des Jahres. Die Kassenverhältnisse werden als günstig bezeichnet. Muß nicht das Herz jedes rechten Scharfmachers bei Die Einnahme infl. Bestand vorn vorigen Jahre betrug 37 294,97 folchen Redensarten, die aus den Reihen sogenannter Hirsch Versammlung abgehalten, in der er auch zu den Forderungen der 1991,59 M. An Streit und Gemaßregeltenunterſtüßung wurden Der neue Unternehmerverband hat inzwischen eine weitere Mart, die Ausgabe 25 303,38 M., somit verblieb ein Bestand von Dunderscher Arbeiterführer fommen, die lustigsten Sprünge Gehilfen Stellung genommen hat. Ob dabei die Strömung unter 1351,40 M., an Krantenunterftigung 3153,75 M., an Reiseunter machen? Da reden die braven Volksparteiler im Reichstag den Unternehmern, durch ein einfichtiges Entgegenkommen auf stüßung 759 M. ausgezahlt. Dazu tamen noch Unterstützungen aus und in den Landtagen mit Feuereifer- allerdings auch da die Tarifforderungen der Gehilfen den gewerblichen Frieden zu der Ortstasse im Betrage von 2790,25 M. Die Frage der Orga manchmal nur mit„ wenn“ und„ aber" gegen jedes Aus- wahren, oder die scharfe Richtung wegen der Forderungen der nisation der Kunst steinarbeiter tam zur Sprache; die Gau nahmegesetz, und die in ihren Bahnen und unter ihrem Ein- Berliner Gehilfen sämtliche Gehilfen Deutschlands auszusperrenleitung ist nicht einverstanden damit, daß die Kunststeinarbeiter, fluß marschierenden Gewerfvereine verschaffen den Scharf- ausschlaggebend gewesen ist, werden die weiteren Verhandlungen 150 Mann start, eine Settion des Fabrikarbeiterverbandes bilden, machern und den Konservativen Material" gegen den lehren. die Gauleitung will zur Regelsing dieser Angelegenheit bestimmte Schritte unternehmen. sozialdemokratischen Terrorismus"! Die Tiraden des GeZu dem nächsten Punkt der Tagesordnung, Stellungnahme werfvereinsmannes, der in jener Versammlung sprach, Mit den Tarifverhältnissen der Steinholzleger beschäftigte sich am Mittwoch eine Versammlung derselben. Der Vorsitzende beaum 8 mischenmeistersystem, wurde nach kurzer Diskussion spotten jeder Beschreibung. Da erklärte er, daß die Gewerf richtete über die Verhandlungen betreffs Anerkennung des Lohntarifs die Angelegenheit ist bereits in den Sektionsversammlungen er bereinler durch Zwang, Schikane und Bedrohung" aus ihrer mit der Firma Berliner Steinholz- Gesellschaft Adler, Schöne örtert worden der folgende' Beschluß angenommen: Organisation herausgetrieben würden, daß dieses Treiben berger Straße 7. Das Ergebnis der Verhandlung war, daß die ein System" illustriere, daß durch diesen Terrorismus der Inhaber den Tarif schriftlich anerkannten. Des weiteren foziale Fortschritt gehemmt" werde, und daß eben deswegen wurden die Verhältnisse bei den Firmen Burbs u. huber, ,, in voller Deffentlichkeit gegen dieses Treiben Stellung genommen" werden müsse!
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Und zum Schlusse, nachdem noch verschiedene Redner Terrorismusmaterial" herbeigeschleppt hatten, votierte die Busammenkunft:
" Die große Gewerkvereinsversammlung erklärt ihr volles Einverständnis mit den Maßnahmen, die vom Generalrat des Gewerkvereins der Maschinenbauer und Metallarbeiter getroffen worden sind, um die Koalitionsfreiheit der Gewerkvereinsmitglieder zu wahren.
Die Arbeitsniederlegung eines Teiles der Mitglieder des Deutschen Metallarbeiterverbandes auf der Waggonfabrik zu Bremen , die auch die Zustimmung der maßgebenden Instanzen des Deutschen Metallarbeiterverbandes nicht gefunden hat, richtet sich nicht auf die Gestaltung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse, sondern nur auf die Brotlosmachung( sic!) der Gewerkvereinsmitglieder in jenem Betriebe. Sie bedeutet einen unerhörten Angriff(!?) auf die Roal tionsfreiheit der Arbeiter, der um so verwerflicher ift, weil er von organisierten Arbeitern, die stets betonen, daß fie die Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der Arbeiter schüßen wollen, gegen andersorganisierte Arbeiter unternommen worden ist. Im Munde jener Leute wird der Freiheitsbegriff zur Phrase.
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" Bei Zwischenunternehmern darf nur in Lohn gearbeitet werden. Lassen die Verhältnisse eines Zwischenunternehmers befürchten, daß den Arbeiter der Lohn nicht sicher ist, so wird Sallmann 11. die Arbeit nur dann ausgeführt, wenn die betreffende Haupts Balidal, Otto Fauser scharf fritisiert. Es wurde jedoch festfirma die Garantie für den Rohn übernimmt. Dasselbe gilt für die Einhaltung der gefeßlichen und tariflichen Bestimmungen. gestellt, daß die Schuld an den dortigen Mißständen die dort beschäftigten Kollegen selbst trifft, weil sie nicht den Mut haben, den Der erste Bevollmächtigte, Ernst Windler, wurde in ge Herren in gebührender Weise entgegenzutreten. Da aber bei der heimer Abstimmung wiedergewählt und sein Gehalt um 200 M. Firma Purbs u. uber in lezter Beit der Tarif umgangen erhöht. Die in den beiden Sektionen vorgenommenen Vorstandss wurde, erhielt der Vorstand den Auftrag, dort vorstellig zu werden. wahlen erhielten die Zustimmung durch die Generalversammlung. Ferner wurde bekannt gegeben, daß die Firma Senning aus In Settion I find die Leiter Bennede und Nitsche, in GetBotschapel bei Dresden , Zweiggeschäft Leipzig , welcher die Arbeiten tion II 8unf und König. auf dem Neubau der Berliner Konsumgenossenschaft in Lichtenberg übertragen sind, durch das Vorgehen des Verbandes veranlaßt wurde, den Leipziger Lohntarif anzuerkennen.
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Drei Arbeiter verbrüht.
Die Versicherungsgesellschaft Victoria ", deren ertragreichster München , 8. Februar. ( B. H. ) Ein mit heftigen Ver. Versicherungszweig die sog. Boltsversicherung darstellt und die auch wehungen verbundener, die ganze Nacht anhaltender Schnees in der Arbeiterschaft Groß- Berlins recht viele Ver- sturm führte heute früh im Straßenbahnverkehr beträchtliche Stü ficherungen abgeschlossen hat, entpuppt sich jest immer mehr als eine rungen herbei. Auf den neusgefallenen Schnee tam in der HirtenFeindin der Roalitionsfreiheit ihrer Angestellten. Arbeitergroschen sind ihr zur Vermehrung ihres Millionengewinnes traße ein zehnjähriger Anabe zu Fall, wurde von einem sehr willkommen, Arbeiterrechte tritt die" Victoria " mit Füßen! Fuhrwerk überfahren und auf der Stelle getötet. Früher duldete sie schmunzelnd, daß besonders ihre Außenbeamten, die Einnehmer und Acquisiteure, fich organisierten; begünstigte das doch gleichzeitig die Einführung ihrer sog," BoltsDie Versammlung erwartet bom Generalrat, daß er in berficherung" in die Reihen der organisierten Arbeiter. Nachdem Mons, 3. Februar. ( B. H. ) Drei junge Arbeiter, die mit dem Zukunft bei ähnlichen Anlässen alles daran seben wird, aber ihre Angestellten von ihrer gewerkschaftlichen Organisation Reinigen eines Fabriffeffels beschäftigt waren, sind verunglückt. um auch fernerhin die Koalitionsfreiheit der Gewerkvereins für die Berbesserung ihrer recht dürftigen Arbeitsbedingungen Ge- Während sie sich in dem Kessel befanden, wurde versehentlich Dampf mitglieder zu schüßen, und spricht den Kollegen, welche die Ges bauch machen, da greift die„ Victoria " zur Maßregelung or- und heißes Wasser in den Kessel gelassen. Einer der jungen Leute wertvereinssache in Bremen bisher verteidigt haben urd verganisierter Ginnehmer. teidigen werden, ihre volle Sympathie aus." wurde als Leiche hervorgezogen, während die beiden anderen so So der Gewerkvereinsprotest, zu dem wir gar nichts maßregelt und dieser Tage hat sie in Berlin zwei Einneh. fchwer verbrüht wurden, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird, weiter sagen wollen. Es sei nur die folgende fleine Fest- mer furzer and auf die Straße gefeßt. Offen wird stellung zur Illustrierung" beigegeben: als Entlassungsgrund angegeben die gewertschaft. Die Biftoria" Direktion hat einen Einnehmer liche Betätigung der Entlassenen für den Berband der Bureau angestellten. der Dortmunder Zentrale, der Mitglied des Hirsch- Die Einnehmer führen als Ausweis ihrer Organisations. baten, die der Grenzwache auf dem hohen Gipfel des Karahurum Dunderschen Gewerkbereins ist, wegen augehörigkeit eine Kontrolltarte des Verbandes, die an der türkisch - bulgarischen Grenze Lebensmittel zutragen wollten, feiner Organisationszugehörigkeit ge nur dann gültig ist, wenn der jeweilige Monat mit dem Verbands- wurden auf ihrem Wege dorthin von einem heftigen Schneesturm maßregelt. Die übrigen, im Verbande der stempel abgestempelt ist. überrascht und haben sämtlich ihren Tod gefunden. Baul Singer& Co..Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl
Berantw. Rebalt.: Richard Barth , Berlin . Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt
noted Erfrorene Soldaten. Softa, 8. Februar.. H.) Mehrere türkische Sol.