Gewerkschaftliches.
freifinniger Terrorismus.
diesem Organisationsausweis!
Hus Induftrie und Bandel.
Kapitalistische Bielseitigkeit.
Der Gotthardtvertrag und die Reduktion der Bergtagen. Tarifvertrag im Braugewerbe Hamburgs. Im ersten Gotthardtvertrag vom Jahre 1869 berpflichteten sich Zwischen den Verbänden der Transportarbeiter, Böttcher, die Schweiz und Deutschland zu einer Subventionszahlung von je Maschinisten und Heizer einerseits und dem Brauereiverbande 20 Millionen, Italien zu einer solchen von 45 Millionen Frank. Für andererseits ist nach längeren Verhandlungen ein Tarifvertrag mit die gezahlten Subventionsbeiträge erlangten die beiden Mächte die rückwirkender Kraft, gültig ab 1. Januar 1911, zum Abschluß ge- Tarifmeistbegünstigung auf der Gotthardtlinie und die Vertragslangt. Da viele Arbeiterfategorien in Frage kommen, was die Ver- bestimmung, daß im Falle die von der Gotthardtbahngesellschaft zu handlungen sehr erschwert hat, sieht der Tarifvertrag ziemlich bunt verteilende Dividende 7 Proz. überſtiege, die Hälfte des sich dann aus. Die Arbeitszeit beträgt neun Stunden, ab ergebenden Ueberschusses unter den Subventionsstaaten im Verhältnis 1. Sanuar 1914 8 Stunden. Für Maschinisten, Heizer, Stall- ihrer Subsidien zu verteilen fei. Außerdem wurden die Tarifmarima leute und Kutscher besteht eine andere Arbeitseinteilung. Der festgelegt und der Gotthardtbahn dabei die Erlaubnis erteilt, für Minimallohn für Böttcher beträgt pro Woche 35 M., der nach Bahnstreden mit einer Steigerung von 15 pro Mille eine Zuschlagszwei Jahren auf 36 M. steigt, die Stalleute erhalten einen Minimal- tage von 50 Proz. zu erheben. lohn von 30 M.; Hilfsarbeiter beziehen einen Lohn von 28-29 M., Als im Jahre 1818 die Subventionsstaaten ihre Subventionen Flaschenfellerarbeiter 12-28 M., Maschinisten und Heizer im Minimum um 28 Millionen Frank erhöhen mußten( Deutschland und Italien 33 M Bei Löhnen bis zu 36 M. erfolgt eine Zulage von 2 M., je 10 Millionen, die Schweiz 8 Millionen), weil die Kosten des Baues bei falchen von 37 M. und darüber eine Zulage von 1 M. Bei bei weitem die Voranschläge überschritten, wurde ferner bestimmt, zwölfftündiger Arbeitszeit tritt eine besondere Zulage von 3 M. daß die geltenden Tagen zu ermäßigen feien, falls die Dividende wöchentlich ein. Für Handwerker beträgt der Minimallohn 32 M.; 3 Proz. übersteigen würde, der zur Zeit erhobene Bergzuschlag auf die bestehenden Löhne erfolgt ein Zuschlag von 2 M. usw. für Güter und Personen beträgt für die in Frage kommende Strecke Ferien erhalten unter Fortbezug des Lohnes Arbeiter, welche am Erstfeld - Chiasso 64 Kilometer, S. H. wer von Basel her über Erst1. April in einer Brauerei mindestens sechs Monate hintereinander feld nach Chiasso reist oder Güter expediert, muß für die Strecke befchäftigt find, je nach der Dauer der Beschäftigung einen Tag bis nicht die Tage für die wirkliche Distanz von 165 Stilometer bezahlen, eine Woche. sondern eine solche von 229 kilometer. Der Tarifvertrag ist bis zum 31. Dezember 1915 gültig; erfolgt nicht drei Monate vor Ablauf dieses Termins Kündigung, so bleibt er weitere zwei Jahre in Kraft. Braugetverbe von Hamburg und Umgegend. Diese Bestimmungen gelten für annähernd 2000 Arbeiter im
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Diese Bergzuschläge nun bildeten das Kompensationsobjekt, welches die Schweiz den beiden anderen Subventionsstaaten für die Aufhebung der alten Verträge von 1869/1878 anbieten wollte. An und für sich hat, so lange die Gotthardibahn besteht, der stipulierte Dividendenanspruch sowie die Tagreduktion für die Subventionsstaaten nur auf dem Papier gestanden. Denn troß Hochkonjunktur wurde ihnen in den Jahren 1894 bis 1904 ganze 333 333 Frant, also per Jahr 33 300 Frank Dividende ausgezahlt!
Golcher provokatorische Uebermut der Viktoria" wird den Widerstand der Arbeiterschaft finden. Das Ersuchen des Ver= bandes der Bureauangestellten, NO. 43, Linienstraße 8, die organi sierten Versicherungsangestellten in ihren gewerkschaftlichen Bea strebungen zu unterstützen, wird von der werktätigen Bevölkerung Die Harpener Bergbau Attiengesellschaft in Danzig , den 6. Februar 1911. gerne beachtet werden. Vor allem wird von jedem Gewerk Westfalen hat bereits eine eigene Schweinemastanstalt errichtet, auch Der aus dem Greifswalder Landratsprozeß bekannte freisinnige fchaftler Gewicht darauf gelegt werden müssen, nur mit will sie ein Schlachthaus bauen. Nun wird gemeldet, daß auch das Rittergutsbesiker Becker- Barthmannshagen bemüht sich in Süd- ge wertschaftlich organisierten Einnehmern und son- Stahlwerk Hösch in Dortmund sich landwirtschaftlich versuchen will. deutschland agitatorisch als Ankläger des ostelbischen Junkerterroris- ftigen Angestellten geschäftlich zu verkehren. Die organisierten Die Firma Hösch hat eigene Werkstüchen für die Arbeiter einmus, dem er als Märtyrer seiner politischen Ueberzeugung zum Einkassierer führen als Ausweis eine Kontrollkarte des Verbandes, gerichtet; um diese aus ihren Betrieben zu versorgen, soll nun der Opfer gefallen sein will, für den schnöde vergewaltigten Liberalis- die nur dann erhältlich ist, wenn der laufende Monat abge- Grundbesitz des Werkes landwirtschaftlich bearbeitet mus moralische Eroberungen zu machen. Mit allen Freisinnsblättern stempelt ist. Deshalb: Fragt die Versicherungsangestellten nach werden. benutzte besonders die dem Kampfplab sehr nahe" Danziger Zeitung" die Gunst der Stunde, um im Schatten jenes Prozesses die wahre Freiheitlichkeit und politische Toleranz des Freisinns gegenüber der unduldsamen Brutalität der agrarischen Junker Ostelbiens herauszustreichen. Besonders verfiel dem vernichtenden Urteil des braven Blattes das Raffinement, mit dem die agrarische Bekämpfung Beders so geführt war, daß ihm der gerichtliche Nachweis dafür mehr als schwer wurde. Ob solcher politischer Niedertracht schüttelte sich das Danziger Börsenblatt, dem ein so ausgezeichnet toleranter Mann wie der Kommerzienrat Münsterberg, der sogar im Vorstande der Fortschrittspartei fikt, sehr nahe steht, vor ehrlichster Entrüstung. Dieser schöne Abscheu vor agrarischer Verworfenheit hielt das Blatt resp. seinen Verlag aber nicht ab, den konservativen Terrorismus, wenigstens moralisch, durch eine Handlung zu übertrumpfen, die für die jesuitische Doppelnatur des Freisinns typisch ist. In seiner Offizin ist bereits über 11 Jahre ein parteigenössischer Schriftseter Sch. tätig, über dessen fachlicher Tüchtigkeit angesichts dieser Beschäftigungsdauer nichts mehr gesagt werden braucht. Am Schluffe des alten Jahres erhielt der Genosse plößlich die Kündigung. Eine Drudereiversammlung stellte einstimmig fest, daß keinerlei geschäftliche Differenzen vorlägen und daß nur eine Maßregelung wegen der gewerkschaftlichen und politischen Tätigkeit, die Sch. außer halb des Geschäfts ausübte, erfolgt sei. Die freisinnigen Chefs bestritten den Vertrauensleuten, daß eine solche Maßregelung vorliege, verweigerten aber zugleich die Mitteilung ihrer Entlassungsgründe. Der Geschäftsführer habe eben die Entlassung vorgeschlagen! Die Generalversammlung des Ortsvereins des Buchdruderverbandes erkannte ebenfalls einstimmig an, daß die Entlassung eine Maßregelung sei. Inzwischen hatte sich der freisinnig Gemaßregelte bei einer anderen Firma ein Engagement besorgt. Am nächsten Tage bestellte ihn der neue Chef noch einmal zu sich und erklärte ihm, daß er ihn nicht einstellen könne, weil er wegen der Gründe seiner Entlassung aus der Danziger Dienstag follen erneut Verhandlungen stattfinden. Beitung" wirtschaftliche Nachteile befürchten Firma versucht, durch zahlreiche Annoncen Arbeitswillige anzumüsse! Wenn er der Gemaßregelte- jedoch erklären wolle, werben. aus der sozialdemokratischen Partei auszu= Bei der Firma Göz u. Fischer in Großsch( Sachsen ) bestehen treten und mit allem zu brechen, dann könne er sofort eingestellt ebenfalls Differenzen. Verhandlungen sollen im Beisein von Verwerden. Diese Zumutung lehnte Sch. selbstverständlich ab. Hiernach tietern des Verbandes sächsischer Induſtrieller und des Zentralscheint es aber so, daß der freisinnige Verlag nicht nur die Existenz verbandes der Schuhmacher Deutschlands stattfinden. Arbeitsangebote dieser Firma sind bis auf weiteres abzuweisen. eines Angestellten aus politischen Gründen vernichtete, sondern ihm noch durch eine schwarze Liste oder ähnliche Einwirkung die Erlan- Ein Textilarbeiterstreit, der wenigstens mit einem mora gung einer neuen Arbeitsstelle unmöglich zu machen suchte. lischen Erfolge geendet hat, wenn er auch nicht sofort einen Gegenüber diesem echt freisinnigen Terrorismus müssen die oft materiellen Erfolg brachte, ging nach fünftägiger Dauer am leßten Gegenüber diesem echt freisinnigen Terrorismus müssen die ost- Freitag in Mülhausen i. Glj. zu Ende. Es handelt sich um Durch diese Tarreduktion wird ein Einnahmeausfall von 1 bis elbischen Junker doch wohl beschämt die Segel streichen. Wenigstens zirka 250 Arbeiter der Stoffbruderei Gebrüder 1 Millionen pro Jahr herbeigeführt. Außerdem hat die Schweiz bürfte es dem Rittergutsbesiker Beder nach diesem unerhörten Fall oechlin in Mülhausen , größtenteils Drudereihilfsarbeiter, die die Laſt einer Schuldverzinsung von 110-115 Millionen Aftientaum noch gelingen, auf Kosten der konservativ- agrarischen Gewalt- wegen der erbärmlichen Löhne bon 2,40 bis 2,60 m. täglich die fapital. Der Bund figuriert auch hier nur als Hausknecht der herrschaft für den duldsamen Liberalismus agitatorische Erobe- Arbeit eingestellt hatten, nachdem man ihnen an Stelle der ver- Kapitalisten. Schon heute stecken jene von dem 64 Millionen berungen zu machen. Uebrigens zeichnet sich der ostelbische Danziger langten Lohnaufbefferung ein ganz phantastisches Prämiensystem tragenden Betriebsüberschuß der Bundesbahnen den Löwenanteil in Freifinn nicht zum ersten Male durch die schnöde Vergewaltigung für die Zukunft in Aussicht gestellt hatte. Die Leute, die größten Gestalt von 47 Millionen in ihre Tasche! andersdenkender arbeitender Staatsbürger aus. Bei der Landtags- teils unorganisiert waren, nahmen die Arbeit wieder auf, wahl 1908 maßregelte ein freisinniger Wahlmann und Böttcher als ihnen die Fabrikleitung versprach, keine Maßregelungen vor- Hohe Heringspreise. Obwohl die Heringspreise vor girta einem meister gleich sechs sozialdemokratische Wahlmänner, ohne daß die zunehmen und die Frage der Lohnerhöhung den Unternehmern vor Jahre feineswegs besonders tief standen, gehen sie doch schon äußerst von unserer Parteileitung angerufenen freisinnigen Führer zum anwendung aus dem Konflikt, indem sie zum großen Teile dem fteigerungen von mehr als 40 Broz, unter 10 Broz. ftellt fie fich zutragen; die Leute zogen aber auch gleich die gebotene Nuz start über die damaligen hinaus Zum Teil finden sich PreisSchuß der politischen Meinungsfreiheit auch nur einen Finger Deutschen Tegtilarbeiterverband beitraten. Für nur bei schottischen Er. Maifulls- Beringen in Stettin , von denen rührten. die Bedienung, die der Frankfurter Beitung" von Mül- eine Tonne( 150 Kilogramm) rein mit Faß Ende 1910 40 m. toftete haufen i. Elf. aus zuteil wird, ist bezeichnend, daß dieses Organ gegen 38 M. Ende 1909. Mit einer überaus scharfen Preissteigerung der bürgerlichen Demokratie im zweiten Morgenblatt vom Sonn- ragen besonders zwei Sorten hervor. Es sind dies norwegische abend, den 4. Februar, also nach erfolgter Beilegung des Fett R. K.- Heringe, in Hamburg gehandelt, unverzollt, und norStreiks, eine Meldung ihres ständigen Korrespondenten in Mül- wegische Reellmittel, in Stettin notiert. Bei ersteren ist der Preis hausen veröffentlichte, wonach der Streik wahrscheinlich von 21.50 M. Ende 1909 auf 31,50 m. Ende 1910 gestiegen, bei mit einer Gesamtaussperrung( 1) in diesem und legteren stellt sich der Preis auf 84 M. gegen 24 M. zur entanderen( 1) Betrieben dieser Branche" enden werde, sprechenden Vorjahrszeit. Ende 1908 hatte der Preis diefer Sorte wenn die Arbeiter auf die Prämienvorschläge der Firma nicht ein- erst 16,50 m. betragen. Die Preissteigerung der Sorte Fett R. N. gehen sollten". Die Drohung war auch dem Streiffomitee gegen- beträgt 46,5 Proz., die der Marke Neellmittel beläuft sich auf 41,7 über ausgesprochen worden; aber wer die Verhältnisse dieser Firma Prozent. Bei einigen Sorten reichen die Preise fast wieder an die und der Stoffdruckereien in Mülhausen und Umgebung wirklich höhe vom Jahre 1907 heran, ja vereinzelt, wie z. B. bei schottischen fennt, nahm sie von vornherein nicht ernst. Will die Frankfurter Cr. Fullbr. Heringen in Stettin , geht der Preis schon wieder über Beitung" unter die Scharfmacherorgane gehen? den damaligen hinaus.
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Achtung, Töpfer! In einem Schreiben teilt uns Töpfermeister Engler, Rirdorf, Berliner Straße 83, mit, daß er in Zukunft, da feine Firma wegen Beschäftigung von Wilden gesperrt ist, nun mehr nur Verbandskollegen einstellen will. Der Sachverhalt, warum Engler gesperrt ist, liegt jedoch nicht allein in der Beschäftigung von Wilden, sondern es mußte die Sperre wegen Nichtbezahlung des Tarifes verhängt werden. Diese Differenz ist jedoch noch nicht erledigt und bleibt Engler nach wie vor gesperrt.
Deutfches Reich.
Die Verbandsleitung.
In der Schuhfabrik von Grebe u. Sasser in Wurzen haben die Arbeiter und Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt. der Schuhmacher und dem Firmeninhaber stattfanden, hatten zu Verhandlungen, die zwischen dem Gauleiter des Zentralverbandes teinem Ergebnis geführt.
Ausland.
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Die
Achtung, Metallarbeiter! In der Maschinenfabrit und Eisengießerei, Phönig zu Gorau haben die Metallarbeiter wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Die Arbeiter Tarifbewegung der Chemigraphen in Wien . Der seit dem im Phönig in Sorau werden geradezu erbärmlich entlohnt; gelernte Jahre 1902 bestehende Tarif wurde im Jahre 1907 das erstemal Arbeiter, wie Schlosser, Modelltischler, Sesselichmiede erhalten einen revidiert und jetzt erneut zwischen der Gehilfenorganisation Stundenlohn von 22-25 Pf. Die Arbeitseinstellung erfolgte, weil,( Deftereichischer Senefelderbund) und den Besitzern der chemiden Affordarbeitern( Drehern, Formern) bedeutende Verschlechterungen graphischen Anstalten Wiens abgeschlossen. Er hat Gültigkeit bis ihrer Attorde zugemutet wurden. Die Betriebsleitung hat diese Ende Februar 1916 und weist gegenüber dem früheren Tarif Abzüge vorgenommen, nachdem die Arbeiten bereits fertiggestellt wesentliche Verbesserungen auf. Festgelegt wurde die täglich waren. Die bescheidenen Forderungen der Arbeiter, die Altordpreise achtstündige Arbeitszeit, Mindestlöhne im ersten Gehilfenjahre zu belaffen, wie sie bisher waren und den Stundenlohn für 24 Kronen, im zweiten 27 Kronen per Woche. Für Farbenarbeiter gelernte Arbeiter auf 30 beziv. 35 Pf. und für Hilfsarbeiter auf 32, 36 und 40 Stronen wöchentlich. Die Feiertage werden bezahlt; 28 Pf. festzulegen, hat die Betriebsleitung des Phönig abgelehnt mit der Erklärung: Wer ohne jedes Bugeständnis weiter arbeiten will, lann dies tun, wer dies nicht will, der mag gehen. Die Arbeiter, einschließlich der Mitglieder des Gewerfvereins, haben daraufhin einmütig den Betrieb verlassen. Zuzug von Metallarbeitern aller Branchen ist streng fernzu. Buzug von Metallarbeitern aller Branchen ist streng fernzu halten. Bu diesen fürstlichen Löhnen werden sich auch wohl schwerlich Streitbrecher finden.
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Die
Das Scharfmacherbekenntnis der„ Viktoria". Ueber die Maßregelungen der Versicherungsgesellschaft „ Viktoria" gegen organisierte Angestellte haben wir schon berichtet. Was dieser Unternehmerwillkür besondere Beachtung verschafft, ist die rücksichtslose Offenheit, mit der sich die Direktion zu diesem Terrorismus befennt. Sonst vermeiden Scharfmacher mit vieler Sorgfalt, eine Maßregelung wegen gewert schaftlicher Betätigung als solche erkennen zu lassen. So zimperlich ift die Direktion der Biftoria" nicht. Einer Vertretung ihrer Dortmunder Angestellten, die wegen eines gemaßregelten Kollegen borstellig wurde, hat sie mit dürren Worten brieflich erklärt:
Die Suspension vom Dienste erfolgte wegen seiner mit
Frank pro Jahr bedeutete. Die Subventionsstaaten aber forderten Anfänglich bot die Schweiz eine Reduktion der Bergtaren von 20 Broz, die schon einen jährlichen Einnahmeausfall von 600 000 nicht weniger als eine 65 proz. Reduktion mit einem jährlichen Einnahmeausfall von 1 825 000 Frant.
Schließlich kam der Handel zustande. Die Schweiz mußte einwilligen, die Zuschläge vom 1. Mai 1910 an bis 30. April 1920 um 35 Proz., von da ab um weitere 15 Proz., zusammen also um besondere Tarreduktion für Südfrüchte im inneren Verkehr mit der 50 Proz. herabzusehen. Den Italienern wurde außerdem noch eine pflichtung, die gegenwärtig für den deutsch - italienischen Güterverkehr Schweiz zugebilligt. Zudem übernimmt die Schweiz noch die Vergeltenden Tranfittagen in Zukunft so lange nicht zu erhöhen, als nicht die beiden Vertragsmächte ebenfalls eine Erhöhung ihrer Tranfittagen vornehmen.
Letzte Nachrichten.
Nachklänge zum Eisenbahnerausstand.
Paris , 7. Februar. ( W. T. B.) Dreizehn Eisenbahnangestellte und Journalisten, welche in den letzten großen Eisenbahnerausstand verwickelt sind, sind heute vor das Schwurgericht verwiesen worden.
solche sind im Tarif 16 vorgesehen. Am 1. Mai, Heiligen Abend, Bevölkerung des Kaukasus wurde eine weitverzweigte boll bezahlt. Für Ueberstunden gibt es bis 9 Uhr abends 2½ Seller revolutionäre Berschwörung entdeckt, welche auf eine Losreizung Karsamstag und Pfingstfamstag wird bis Mittag gearbeitet und und nach 9 Uhr abends 6 Heller per Lohnkrone Zuschlag. An Lehr- der Provinz vom Reiche hinarbeitet. In Tiflis und Kutais wurden lingen dürfen gehalten werden: Bei 1 bis 3 beschäftigten Gehilfen zahlreiche angesehene Bersönlichkeiten verhaftet, welche an der 1 Lehrling, bei 4 bis 8 Gehilfen 2 Lehrlinge, bei mehr beschäftigten Spitze der Bewegung standen. Außerdem wurden geheime WaffenGehilfen auf je 4 Gehilfen 1 Lehrling. Volontäre werden zu den und Munitionsdepots(?) entdeckt. Es geht daraus hervor, daß Lehrlingen gerechnet. Bei über 30 Gehilfen sind auf je 15 Gehilfen eine bewaffnete Erhebung geplant war. 1 Lehrling zugelassen. Die Lehrlinge erhalten eine Entschädigung von 2, 4, 6 und 8 Kronen per Woche im ersten, zweiten, dritten und vierten Lehrjahre. Für beste Ausbildung der Lehrlinge foll Der bevorstehende italienische Eisenbahnerstreik. gesorgt werden. Die Gehilfen erhalten auf Wunsch Musterabdücke ihrer selbstgefertigten Arbeiten, die ihre Leistungsfähigkeit erkennen beschloß in seiner lebten geheimen Sizung im Einvernehmen Nom, 7. Februar. ( B. H. ) Das Komitee der Eisenbahner lassen. An Ferien werden gewährt: nach dreijähriger Beschäftigung mit dem Mailänder Zentralkomitee verschiedene Maßregeln, über drei Tage und nach fünf Jahren sechs Tage gegen volle Bezahlung. welche bis jetzt das größte Stillschweigen beobachtet wird. Seitens Am 1. Januar 1914 tritt in allen Berufsabteilungen eine Lohn- der Regierung befürchtet man den plönlichen Ausbruch des erhöhung von zwei Stronen und eine Erhöhung des Ueberstunden- Streits. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat infolgedessen zuschlages ein. Die Arbeitsvermittelung geschieht tariflich durch die verfügt, daß gewisse Züge in Zukunft nur noch unter militärischer Gehilfenorganisation, den Desterreichischen Senefelderbund. Bewachung abgehen. Das Fachorgan der Eisenbahner besteht auf den Forderungen, welche seitens der Eisenbahner geltend gemacht worden sind. Die Eisenbahner verlangen auch die Wiedereinstellung der wegen Streifvergehens im Jahre 1907 gemaßregelten
den geschäftlichen Interessen unverträglichen Agitation im Kreise Wie aus Hull berichtet wird, ist der Ausstand der Eisenbahner Kameraden. Sollte sich die Regierung diesen Forderungen nicht unserer Beamten für die Organisation. Wie wir uns weder um für beendet erklärt worden; die Streifenden beschlossen, Montag fügen, so feien sie entschlossen, die Feier der fünfzigsten Wiederkehr die politischen( 1) noch die religiösen Anschauungen(!) unserer die Arbeit wieder aufzunehmen. 3000 Arbeiter waren ausständig, fügen, so seien sie entschlossen, die Feier der fünfzigsten Wiederkehr Beamten irgendwie fümmern, so fönnen wir ebensowenig irgend und zwar zum zweiten Male im Laufe eines halben Jahres. Der des Jahrestages der Proklamierung der Einheit Italiens auf ihre eine Agitation im Kreise derselben gestatten, und deshalb hat sich Streit stand im Gegensatz zu den Ratschlägen, welche den Arbeitern Weise zu begehen. Herr.... für die Stellung eines Einnchmers unmöglich ge von der Organisation gegeben worden waren. Die Eisenbahner macht." hatten die Arbeit ohne Kündigung verlassen. In der Hauptsache Unterzeichnet ist dieses Schreiben von dem Generaldirektor setzten sich die Streifenden aus Transportfutschern zusammen, auch Beking, 7. Februar. ( W. T. B.) Die Lage in dem von der Gerstenberger, dessen unschätzbarer Arbeitskraft sich die ein Teil der Hilfsarbeiter war ausständig, auch die Heizung der Beft ergriffenen Teil der Mandschurei zeigt wenig VerAktionäre der" Viktoria"( die Versicherungsnehmer haben be- Lokomotiven mußte von anderen Beamten besorgt werden. Die änderung. Im ganzen sind bis jekt 7000 Personen an der Best fanntlich in solchen privatfapitalistischen Versicherungsunternehmun- Schiffahrt der North- Eastern- Gesellschaft hatte unter dem Aus- gestorben, insbesondere in der Chinesenstadt von Charbin . Der gen nichts zu sagen) für einige 100 000 M. gesichert haben. stande ebenfalls zu leiden. Die Direktion gab den Ausständigen Mangel an Geldmitteln zur Bekämpfung der Best wird schwer Mit diesem unglaublichen Anschlag auf ein bedeutsames Recht Bebentzeit bis Montag, andernfalls sie durch andere Arbeiter ersetzt empfunden. Unterstützungen von auswärts würden den Notstand aller Arbeiter will die Direktion der„ Vittoria" wohl die Arbeit würden, jedoch erklärte die Direktion sich bereit, die 6 verabschiedeten empfunden. Unterſtützungen von auswärts würden den Notstand geberallüren des verjunkerten preußischen Staates topieren. Der Hilfsbeamten wieder einzustellen, unter der Bedingung, daß sie mildern. Es sind bis jetzt 3800 Leichen verbrannt, weitere 1000 -gestattet" bekanntlich auch weder Koalition noch Agitation. sich einem Schiedsspruche unterwerfen würden. harren der Berbrennung, es fehlt jedoch an Brennmateriai. Berantw. Redakt.: Richard Barth , Berlin . Inseratenteil verantw.:
Th. Glocke, Berlin . Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl.