Einzelbild herunterladen
 
  

Friedrichsfelde.

wesentlicher Punkte

-

- -

außerdem mit rückwirkender Kraft noch weiter erhöht wurden.

-

bor

Betonte, daß die Feuerwehr nicht mehr in der Lage sei, die laufenden| schwebe bereits ein Ermittelungsverfahren wegen Verlegung der Roften aufzubringen, sämtliche Fonds seien aufgebraucht durch die Eidespflicht usw. usw. Von diesen und anderen kritischen Bemer Aus der Gemeindevertretung. Nach Erledigung einiger un- Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen. Die freiwilligen Spenden fungen über das Verhalten der Familie Heim in dieser Chetragödie unter anderem wurden die Mitglieder des der Einwohnerschaft find trog des starken Wachsens des sind nur die Stellen unter Anklage gestellt, in denen es heißt: es Sturatoriums der gewerblichen Fortbildungsschule, deren Wahlzeit Drtes nur wenig gestiegen; leider gäbe es einen großen werde wiederum von Heimscher Seite versucht, durch unlautere abgelaufen ist, einstimmig wiedergewählt wurde eine Abänderung Teil bon Hausbesizeru, die noch nicht einmal einen Mittel gegen den Grafen Hans Pfeil in der Oeffentlichkeit Stim­der Besoldungsordnung für die Lehrpersonen beschlossen. As im jährlichen Beitrag von 3 M. für die Wehr übrig hätten. mung zu machen und das Ermittelungsverfahren gegen den Ge­Vorjahre die neue Besoldungsordnung beschlossen wurde, war im Um die Ausgaben für das Jahr 1910 decken zu können, habe eine heimen Hofbaurat Heim wegen wissentlichen Meineides ist bereits Hinblick auf das sichere Aufrücken unseres Ortes in eine höhere Anleihe in Höhe von 1500 m. aufgenommen werden müssen. Er im Gange". Servisklasse-B- ein Paffus mit aufgenommen worden, dem bitte daher, den jährlichen Beitrag von 600 M. auf 1200 M. zu er- Der Angeklagte Dr. Leipziger bestritt das Vorliegen einer zufolge die höhere Mietsentschädigung auf die Ortszulagen an höhen. Bürgermeister Abraham befürwortete das Gesuch; er be- strafbaren Beleidigung. Er habe im August v. J. den Grafen gerechnet werden sollte. In der Praxis hatte das den Erfolg, daß merkte hierzu, wenn in den vertraulichen Sigungen, die sich mit der Pfeil kennen gelernt, der damals schon ein physisch und seelisch die unverheirateten Lehrer eine höhere Ortszulage erhielten als die Aufstellung des diesjährigen Etats beschäftigt haben, wiederum nur gebrochener Mann gewesen sei. Beim Studium der Akten sei es verheirateten, und die Rektoren die geringste. Dieses verkehrte Ber - die Summe von 600 M. eingestellt worden sei, so habe man teine ihm aufgefallen, daß, während sich die militärischen Gerichte durch­hältnis wird durch die Neuregelung berichtigt. Kenntnis von der schlechten finanziellen Lage der Feuerwehr gehabt, weg auf die Seite des Grafen Pfeil stellten, in den Zeitungen Weitere Mittel mußten bewilligt werden, weil zufolge eines aber für die Mehrausgabe von 600 m. werde sich Dedung schon fortwährend Berichte erschienen, die stets zuungunsten des Grafen Beschlusses des Provinzialrats der Ort nicht allein in eine finden lassen. Von der Einführung eines Ortsstatuts für zwangs- Pfeil ausfielen. Er habe gesehen, daß in der Presse immer gegen höhere Servistlaffe aufrückte, sondern die Mietsentschädigungen weise Seranziehung der Hausbefizer zu der Hausbesitzer zu den Kosten der diesen agitiert wurde; der Graf, der damals noch Offizier ge­Als es sich dann darum handelte, einige neue Lehrstellen zu er- Feuerwehr bitte er borläufig Abstand zu nehmen, um erst wesen, habe sich dagegen nicht wehren können, teils aus dem richten, ergab sich auf eine Anfrage des Genossen Pinseler, daß die festzustellen, wie sich in anderen Gemeinden derartige Ortsstatute Grunde, daß er noch aktiv war, teils weil er auch keine flüssigen bewährt haben. Die hierauf folgende Diskussion gestaltete sich sehr Mittel hatte. Da habe er geglaubt, die Pflicht zu haben, die Rechte Klaffenfrequenz in einigen Schulen eine recht hohe ist. Genosse interessant, indem der Vertreter der Beamten, Herr Becker, darauf des Grafen Pfeil nach der Richtung hin wahrzunehmen, indem Dehlert forderte die Einrichtung einer besonderen Klasse für schwach hinwies, daß wenn das Gesuch 14 Tage später eingegangen wäre, er versuchte, der Oeffentlichkeit die richtige Meinung über den befähigte Kinder, damit die Lehrer entlastet würden und ihnen auch die Feuerwehr nur 600 M. erhalten hätte, wie ja in der vertrau- Grafen Pfeil und dessen Ehegeschichte beizubringen. In Gerichts­der letzte Scheingrund zur Rechtfertigung der beliebten Prügel- lichen Etatssitzung beschlossen worden sei. Damit sei erwiesen, daß urteilen sei schon festgestellt worden, daß die Gräfin Pfeil mit pädagogik genommen werde. Es sei leider eine nicht zu leugnende die Beratungen doch nicht so geheim geblieben seien; er sehe auch illoyalen Mitteln gekämpft habe und von Heimscher Seite die Tatsache, daß die Prügelei und sonstige sehr zu mißbilligende Er- gar nicht ein, weshalb ein Vertreter sich nicht Auskunft und Rat bei öffentliche Meinung durch tendenziöse und unwahre Zeitungs­be­ziehungspraktiken troß unserer wiederholten Kritik feinen Wählern holen sollte. In erregtem Tone machte der Bürger- artikel beeinflußt werde. In dem kriegsgerichtlichen Verfahren feitigt find. meister ihn darauf aufmerksam, daß es von ihm eine Gepflogenheit seien alle diese Zeitungsartikel gesammelt worden und befänden Die Verbreiterung der Schloßstraße bedingt, daß einige Anlieger fei, alljährlich den Etatsentwurf in vertraulichen Sizungen vor- sich bei den Aften des Landgerichts Graudenz . Er berufe fich auf einen Streifen Land abtreten müssen. Hierfür soll ausnahms- beraten zu lassen, um dadurch Differenzen zwischen dem Gemeinde- die den Fall Pfeil betreffenden Artikel, die, ausgeherd von der weise eine Entschädigung gewährt werden. Begründet wird dies vorstand und der Gemeindevertretung zu vermeiden. Der Etat liege Deutschen Journalpost" in den Berliner Blättern veröffentlicht damit, daß die Befizer in früheren Jahren bereits einmal Land ab- 14 Tage öffentlich aus, daher könnten immer noch in der öffentlichen worden sind und behaupte, daß den Inhabern der Deutschen Jour­getreten haben und ihr Grundstück bei weiterer Verkleinerung an Etatsberatung Einwendungen erhoben werden.( Leider wird in nalpost" Geldmittel mit dem Auftrage zur Verfügung gestellt wor bebauungsfähiger Fläche verlieren, also entwertet würde. Alle Be- der öffentlichen Sizung über den Etat nur noch abgestimmt den seien, Stimmung gegen den Grafen zu machen. Es kam zu mühungen, den erforderlichen Boden unentgeltlich zu erhalten, und damit ist die Etatsberatung erledigt. ist die Etatsberatung erledigt. Gerade das ist heftigen Zusammenstößen, als Justizrat Biebig mit großem Nach­feien erfolglos geblieben. Genoffe Pinseler sprach sich gegen für die Wähler von Wichtigkeit, der Deffentlichkeit die druck darauf hinwies, daß es bei der Strafabmessung von Interesse die Vorlage aus. Durch die Verbreiterung der Straße Ansicht ihrer Vertreter über den Etat zu hören. D. B.) Dr. Pratsch sei, zu erörtern, ob bei dem Angeklagten nicht vielleicht andere würden die anliegenden Grundstücke erheblich im Werte steigen, verurteilte es scharf, daß ein Vertreter sich bei seinen Wählern Rat Motive, als er angibt, für sein Vorgehen maßgebend gewesen seien. so daß der geringe Verlust an bebaubarer Fläche mehr als aus­holt, ein Gemeindevertreter müsse einen tlaren Er nennt die Namen des Geheimrats Guttmann, Kommerzienrats geglichen werde. Was man hier dem einen zubillige, könne man an Blid und eine selbständige Meinung haben. Dem Jandorf, Generaldirektors Eltan, Carl Freund zum Beweise, daß anderer Stelle dem anderen schwerlich verweigern. Bürgermeister Herrn Doktor scheinen die Ansichten seiner Wähler gleichgültig zu der Angeklagte in ähnlichen Fällen auch an diese herangetreten Ungewitter entgegnete, die Gemeinde befinde sich in einer Zwangs fein. Nach längerer Debatte sah denn die Vertretung ein, daß es sei und ihnen bei Nichterfüllung von persönlichen Anliegen, Unan­Lage, weil die Schloßstraße als Zugangsstraße zur Brachtstraße des ein fläglicher Zustand für die Gemeinde wäre, wenn sie nicht eine nehmlichkeiten in Aussicht gestellt habe. Diese Andeutungen fetten Drtes unbedingt ausgebaut werden müsse. Diese einmalige Ab- aktionsfähige Feuerwehr besigen würde, fie beschloß deshalb den den Angeklagten in so hochgradige Erregung, daß er mit der Faust weichung von der Regel, daß Abtretung von Land zur Straßen Beitrag auf 1200 M. zu erhöhen. Die Durchlegung der Wald- und auf den Tisch schlug und mit lauter Stimme erklärte: Das sind verbreiterung unentgeltlich zu erfolgen habe, geftatte feine Schlüſſe Hermannstraße wurde von der Tagesordnung abgefeßt, da die Ver- unerhörte unwahrheiten! Jedes Wort, das hier soeben gesagt auf die Zukunft, weil bei anderen Straßen die Gemeinde einfach handlungen noch nicht abgeschlossen find. In den Steuerausschuß worden, ist von Anfang bis zu Ende objektiv unwahr. Der Vor­fagen fönne, wenn die Anlieger kein Entgegenkommen zeigen, so wurden die bisherigen Mitglieder wiedergewählt. Der öffentlichen fizende mußte den Angeklagten nachdrücklich zur Ruhe ermahnen. wird die Straße eben in ihrem Zustand liegen bleiben müssen. Herr folgte eine nichtöffentliche Sigung. Dr. Leipziger erklärte noch: er würde mit der Vernehmung der Schäfer machte den beachtenswerten Vorschlag, bei der fünftigen soeben benannten Herren sehr einverstanden sein. Vom Geh. Steuereinschäzung den Wert der Grundstücke nach dem Preise zu Baurat Heim behauptet der Angeklagte: Dieser habe ihn um bemessen, den die Befizer von der Gemeinde forderten. Gemeindewähler! Bom 6. bis 10. März finden die Er- 60 000 m. betrogen Gegen diese Behauptung erhoben die Justiz gänzungswahlen zur Gemeindevertretung statt, und zwar in folgen- räte Biebig und Dr. Flatau lauten Widerspruch und erklärten diese der Ordnung: Die Wähler der 3. Abteilung mit den Anfangs- Behauptung für jeder Begründung entbehrend. Lange und sehr buchstaben A bis& wählen am Montag, den 6. März, diejenigen lebhafte Erörterungen knüpften sich an die Behauptung des An­von I bis am Dienstag, den 7. März und diejenigen von R getlagten und des Rechtsanwalts Frankfurter , daß der Heraus bis 3 am Mittwoch, den 8. März, nachmittags von 4% bis 7% Uhr geber der Deutschen Journalpost" sich in den Dienst des Geh. im Restaurant Port Arthur", Lindenstr. 34/35. Die Wahlen zur Baurats Heim gestellt und von diesem Geld erhalten habe, um Ferner follte die Kanalisationsgebühr auf 4 Proz. festgefeßt 2. Abteilung erfolgen am Donnerstag, den 9. März, nach fortgesett falsche Nachrichten in die Zeitungen zu lancieren. Es und außerhalb der Statsberatung einen derartigen Beschluß zu verlangen. find: in der 3. Abteilung die Genossen Ernst 3öllner, Her: Vertreter des Privatklägers bestritten ganz entschieden, daß werden. Genosse Pinseler erhob Einspruch gegen das Verfahren, vormittags von 5 bis 7 Uhr, im gleichen Lokal:- Unsere Kandidaten werde nicht behauptet, daß die" Journalpost" die ihr überbrachten Angaben, wissend, daß sie falsch waren, veröffentlicht habe. Die Er müsse seine Stellungnahme von der Vorlage des Etats abhängig mann Hähnchen und Mar Singer; in der 2. Abteilung die lekterer mit den Zeitungsnotizen etwas zu tun oder dem Heraus­machen. Herr Beigeordneter Caffebaum entgegnete: eine Gebühr sei nur dann rechtmäßig zu erheben, wenn sie die Genehmigung des Genossen Ernst Kraus paul, Wilhelm Leonhard und Albert geber der" Journalpost" Gelder zur Verbreitung unrichtiger Nach Arbeiter und Parteigenossen! Nutt die kurze Zeit, richten gegeben habe und beriefen sich auf den im Saale anwesen. Kreisausschusses gefunden habe. Wolle man bis zur Etatsberatung Deder. warten, dann sei die Genehmigung bis 1. April nicht mehr zu er die uns noch zur Verfügung steht, in emfiger Agitation für unsere den Herausgeber der" Journalpost", Schweder, der ihnen soeben langen und es bestehe die Gefahr, daß die Erhebung der Gebühr Kandidaten aus und sorgt dafür, daß keiner eurer wahlberechtigten noch erklärt habe, daß er den Geh. Hofbaurat Heim überhaupt angefochten werde. Gegen die Stimmen unserer Genossen wurde Arbeitskollegen der Wahl fernbleibe! Es gilt nicht nur, die 3. Ab- nicht kenne und nie die behaupteten Beziehungen zu diesem gehabt die Gebühr festgesetzt. Unter Mitteilungen erstattete der Bürgermeister Bericht über die der Wahlausfall foll gleichzeitig ein flammender Protest sein gegen b. Pfeil, des Rittmeisters Grafen v. Gersdorff, des Rechtsanwalts teilung gegen den vereinten Ansturm der Gegner zu halten, sondern habe. Von beiden Seiten wurden Anträge gestellt, darunter der Antrag auf Vernehmung des Hauptmanns a. D. Grafen Hans Schritte, welche die Kommission für die Zweckverbandsfrage unter­nommen hat. Eine Petition ist abgesandt worden, in der im wesent das elende Kommunalwahlrecht, das 21 Wählern der 1. Abteilung Greßo, die Vorlegung der Chefcheidungsaften des Oberlandes lichen gefordert wird: Beschränkung des Verbandes auf das Wirt die gleichen Rechte gibt, wie 4564 23ählern der 3. Abteilung! gerichts Breslau , der Graudenzer Aften usw. usw.- Das Gericht schaftsgebiet Groß- Berlins; Einbeziehung der Schullaften, des Aber auch um die 2. Abteilung gilt diesmal der Kampf. Und beschloß, den Parteien aufzugeben, genau formulierte Beweis Armenwesens und der Wohnungspolitik in den Aufgabenkreis; die wenn alle Wähler, denen an einer freiheitlichen Weiterentwidelung anträge innerhalb 14 Tagen einzureichen. Der Vorsißende behielt Landgemeinden mit 10-000 Einwohnern sollen einen Vertreter er- unserer Gemeinde gelegen ist, ihre Stimme unseren Kandidaten sich vor, alsdann diese Anträge weiter zu prüfen und zu entscheiden, halten und die Gemeinden mit weniger vereinigt werden zu Wahl geben, muß es uns gelingen, in diese Abteilung, die uns bisher welche Beugen vorgeladen werden sollen. Bezirken; die Beiträge sollen nach dem Steuersoll in Verbindung verschlossen blieb, Bresche zu legen. Die Demokratische Vereinigung mit der Einwohnerzahl berechnet werden. hat uns in dieser Abteilung ihre Wahlhilfe zugesichert. Jedem, Arbeiter: Wanderbund Die Naturfreunde". Wanderfahrten am Wahlberechtigten wird vor dem Wahltermin eine Legitimations- Sonntag, den 5. März: I. Groß- Besten- Päger See- Halbe. Görlizer Bahnhof 655 vorm. II. Spandau - Schwanenfrug- Seegefeld. karte zugestellt, die dann dem Wahlborstand auszuhändigen ist. Abf.: Lehrter Hauptbahnhof 6 vorm. III. Jungfernheide- Saatwinkel­Sollten Wahlberechtigte bis zum Wahltage noch nicht im Befit Tegel . Treffpunkt 2 Uhr Bahnh. Jungfernheide. Gäste willkommen. einer solchen Wahlfarte sein, so sind sie berechtigt, dieselbe im Arbeiter Samariter- Bund Kolonne Spandau . Heute abends Bimmer 18 des Rathauses, Priesterstraße 82, abzuverlangen. 8 Uhr Uebungsabend bei Böhle: Vortrag. Spandau .

Dann wurden noch einige dringliche Angelegenheiten auf die Tagesordnung gesetzt. Vor kurzem war bekanntlich beschlossen worden mit der Firma Bouch in Vergleichsverhandlungen zu treten. Jetzt verlautet nun, daß die Firma lediglich wegen der Zinsen sich mit der Gemeinde einigen wolle. Die Gemeindevertretung beschloß die Berhandlungen abzubrechen, weil es sich vor allem um die Haupt­summe handele. Die Prozeffierung geht also weiter.

-

Nowawes .

-

Die letzte Mitgliederversammlung beschäftigte sich hauptsächlich mit den Anträgen zur Generalversammlung von Groß- Berlin. Nach dem hierauf erstatteten Geschäftsbericht vom letzten halben Jahr hat sich der Mitgliederstand um 45 Genossen erhöht, die Genoffinnen haben in einer unternommenen Agitation 19 Frauen für den Wahl berein gewonnen. Es wurde der Wunsch ausgesprochen, daß die Genossen mehr für die Aufklärung der Jugend sowie für Gewinnung von Vorwärts"-Lesern agitieren möchten. Der nächste Zahlabend Wie berichtet wird, hat der Magistrat den Stadtverordneten der soll gemeinsam abgehalten werden. Genoffe Dehlert als Gemeinde­bertreter ersucht die Versammelten, bei wichtigen Angelegenheiten die dritten Abteilung, Betriebsschreiber Simon zum Inspektor des Hallen­Gemeindevertretersizungen zu besuchen. Am Schluß der Versamm- schwimmbades mit einem Anfangsgehalt von girla 3000 m. gewählt. lung forderte Genoffe Schwent die Genoffinnen auf, für den all- Herr Simon war bisher Betriebsschreiber in einer hiesigen Staats­werkstätte und wurde bei der letzten Stadtverordnetenwahl von den gemeinen Frauentag am 19. März rege zu agitieren. Wählern der dritten Wahlabteilung in seinem Bezirk gewählt. Kaulsdorf . erste Stadtparlament hervorragende Betätigung im Die am Sonnabend stattgefundene Bolksversammlung, die sehr bestand darin, daß er bei Behandlung einer Frage bon Notstandsarbeiten den Ausspruch tat, die Arbeiter zahlreich auch von auswärts Wohnenden besucht war, zeigte wiederum, daß die Bevölkerung darauf brennt, mit dem blauschwarzen Blod haben nichts zu fordern, sondern nur zu bitten!" und der ihr verfippten Regierung gründlich abzurechnen. Die vor- Es ist dies der zweite Fall, daß ein Vertreter der dritten Abteilung zügliche Stimmung in der Versammlung hatte nicht zulegt das ein Amt erhielt. Der erste Fall betraf den Schlosser Lamprecht, Referat des Genoffen Stadthagen über:" Her mit Freiheit und der vom Hirsch- Dunderschen Gewerkverein zum Kandidaten vor­Gerechtigkeit" ausgelöst. In feinem zweistündigen Vortrage ließ der Referent die Taten des gegenwärtigen Reichstags Revue passieren. Distuffion fand nicht statt. Einem Appell des Borsitzenden, sich dem Wahlberein anzuschließen und dadurch die Reaktion zu bekämpfen, folgten 12 Personen. Niederlehme.

Seine

geschlagen und von den bürgerlichen Wählern der dritten Abteilung bor mehreren Jahren gewählt wurde. Er ist jetzt Klärmeister bei dem städtischen Kanalisationswert. Die Ruzanwendung dieser Ge schichte sei den denkenden Arbeitern für die nächste Stadtverordneten­wahl überlassen. Einem sozialdemokratischen Stadtverordneten wäre es wohl taum passiert, in ein städtisches Amt zu rutschen. Jugendveranstaltungen.

Gerichts- Zeitung.

Graf Pfeil.

Einen Reichsverbandsschüler hatten sich die hiesigen Bürger. lichen nach einer am Sonnabend stattgehabten Versammlung ber- Schöneberg . Freitag, den 3. März, abends von 8-9%, Uhr, Spiel­Der Ausschuß. schrieben. Der Sprößling zeigte denn auch in seinem zirka ein- und Unterhaltungsabend bei Poschmann, Borbergstr. 9. stündigen Referat, daß er die abgedroschenen Reichsverbandslügen gegen die Sozialdemokratie und deren Führer in einer Weise meisterte, daß einem Teil der anwesenden Bürgerlichen selbst die Ausführungen anwiderten. In der Diskussion flopfte Genosse Kaiser , gestüt auf authentisches Material, dem Reichsverbändler ge= hörig auf die Finger. Zugleich ersuchte Redner die Versammlungs­Die bekannte und vielbesprochene Affäre des früheren Haupt­besucher sowohl wie auch den Referenten, eine demnächst am hiesigen Ort stattfindende sozialdemokratische Versammlung zu manns Grafen Pfeil und Klein- Ellguth hat zu einer Privatflage besuchen, dabei sicherte er ihnen die größtmöglichste Redefreiheit zu. des Geh. Hofbaurats Heim gegen den Herausgeber des Roland Alsdann unternahm es der hiesige Lehrer Herr Haupt, sich in Ver- von Berlin ", Dr. Leo Leipziger geführt, zu deren Verhand­dächtigungen gegen Kaiser sowie anderen in der sozialdemokra- lung gestern vor dem Schöffengericht Charlottenburg Termin an tischen Partei tätigen Personen zu ergehen. Genosse Kaiser er- stand. Dem Privatkläger standen die Justizräte Dr. Flatau und widerte, daß er Herrn Haupt Gelegenheit geben werde, vor Gericht Biebig zur Seite, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. Frank­feine ihn beleidigenden Ausführungen, durch das nötige Beweis- furter. Den Vorsiz führte Assessor Dr. Brecht. material zu stüßen. Zum Schluß rechnete Genosse Lorenz noch gebührend mit den Ausführungen der Gegner ab. Im großen und ganzen fann man fagen, daß die Herren den Kampfplak verlassen mußten in der Ueberzeugung, daß für sie die Trauben in Nieder­lehme doch wohl etwas zu hoch hängen. Nieder- Schönhausen.

Hofbaurat Heim ist der Vater der ersten Frau des Grafen Pfeil, die sich von dem letzteren wegen fortgesetter Mißhandlungen hat scheiden lassen. Als dann zwischen den Ehegatten der Kampf um den Besitz der Kinder entbrannt war, veröffentlichte der Ro= land von Berlin" Artikel, durch die sich Hofbaurat Heim beleidigt fühlt. Es wurde darin ausgeführt, daß der Privatkläger einen verderblichen Einfluß auf seine Tochter Stephanie ausgeübt habe, In der letzten Gemeindevertretersizung wurde beschloffen, die es tomme ihm und seiner Tochter nicht so sehr auf die Wieder­Hundesteuer von 18 auf 20 m. pro Jahr zu erhöhen. Unsere Ver- erlangung der Kinder an, als vielmehr um die Ausschließung des treter stimmten dagegen. Von der freiwilligen Feuerwehr lag ein Grafen Pfeil aus dem Heere, er habe den Detektiv Graeger, dem Gesuch um Erhöhung der jährlichen Beihilfe der Gemeinde vor. Der er ein großes Honorar gezahlt, damit beschäftigt, Zeugen und Ma­ in der Sigung anwesende Vorsitzende der Feuerwehr, Herr Rüdert, terial gegen den Grafen herbeizuschaffen, gegen Herrn Heim Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin . Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts

8

Abfahrt:

Lese und Diskutierklub Süd Oft". Heute Mittwoch, abends Uhr bei Neidhardt, Görlizer Straße 58: Sizung( Vortrag). Sozialdemokratischer Lese- und Diskutierklub" Heinrich Heine ". Heute, Mittwoch, abends 8%, Uhr: Sigung bei Grünberg, Rodenbergstr. 8. Amtlicher Marktbericht der städtischen Marttballen Direktion über Marktlage: Fleisch: den Großhandel in den Bentral- Marttballen. Bild: Bufubr Zufuhr reichlich, Geschäft ruhig, Preise unverändert. unbedeutend, Geschäft ruhig, Breise fest. Geflügel: Bufuhr genügend, Geschäft etwas lebhaft, Preise, unverändert. Fische: Zufuhr sehr mäßig, Geschäft ruhig, Breife wenig verändert. Butter und Käse: Geschäft ruhig, Breite unverändert. Gemüse, Obh und Südfrugte: Zu­fuhr genügend, Geschäft ziemlich lebhaft Breise feſt.

Stationen

Witterungsübersicht vom 28. Februar 1911.

Sminembe 762 Damburg 759 SSD Berlin 763 S Frank.a M 762 SW Münden 767 S Bien

Better

Stationen

1 beiter-1 Haparanda 756 S

Better

T

Kemp. n.

8.= 9.9

450

2 bedeďt

-14

1 Schnee-15

5 Nebel

10

4 bebedt 1 Betersburg 760 SSD 1 halb bd.- 1 Scilly 750 SW 738 SS 4 halb bb. 7 760 SS 4 bededt

1 Nebel

2 berdeen 2 wolfen!-3 Baris

766 WNW 4 heiter

9

Wetterbrognose für Mittwoch, den 1. März 1911. Etwas wärmer, vorherrschend wollig mit Regenfällen und lebhaften füdwestlichen Winden.

Berliner Betterbureau.

Wafferstands.Vajrichten

der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau.

Bafferstand Memel, Tilft

am

feit

27. 2. 26.2.

cm cm) 487)+54

Bafferftand Saale , Grohli

am

feit

27. 2. 26. 2.

cm cm)

297+7

152+6

Rathenow³) Spree , Spremberg ) 208

160

1

Bregel, Insterburg 386-12 avel, Spandau ) Beifel, Thorn

5205) 4-34 Dder, Ratibor 367-11 Stroffen 360+49 Frankfurt 321+22 258+18 Barthe, Schrimm Landsberg 188+6 Reze, Bordamm 122<-20 be, Reitmeriz 232 +16 140

+33

412<-1

364

+18

Minden

<-2 Beeskow 187<-1 eser, Münden 277+36 332+62 Rhein , Marimiliansau 500 +-64 328+54 413

Raub

Stoln

+64

Redar, Heilbronn

3127) 4-62 360+38 327

-

-

Dresden Barby Main , Wertheim Magdeburg Mofel, Trier 4-72 1)+ bedeutet Buchs, Fall. 3) Unterbegel. Eisstand. Eistreiben. 5) Eistreiben, bis zum 28. morgens auf 494 cm ge allen.) bis zum 28. morgens auf 324 cm gefallen..) am 26. um 10 Uhr abends höchster Wasserstand: 326 cm. Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW

-