von tmfewn Genossen beantragter, namenilicher Msiimmung mit großer Majorität ab.--- Hierauf wurde über den Antrag auf Erteilung der Genehmigung zur Anlegung eines Sportplatzes mit Radrennbahn verhandelt. Stach- dem die Vertretung in einer früheren Sitzung sich im Prinzip für die Errichtung einer Radrennbahn erklärt hatte, lag jetzt ein spezialisierter Antrag des Direktors Knorr von der Radrennbahngesellschaft vor. Danach solle die Bahn auf dem Mertenschen Terrain in der Nähe des Bahnhofs Mariendorf erreicht werden. Die vom Direktor selbst in Aussicht gestellte Aillellsteuer lehnte die Genieindevertretung ab. letztere würde sich nur auf Zahlung einer Pauschaliuinme einlassen. Vor allem wurde von den Südcnder Vertretern Einspruch gegen die Errichtung aus Sndeuder Gebiet erhoben, weil Südcnde ein Villenort und dort niait einmal Fabrikbelrieb gestattet sei. Im iibngen würde die Gemeinde durch die Bahn keine großen Vorteile haben. Nach längerer Debatte versagte die Versammlung die Genehmigung mit dem Beinerten, daß die Ablehnung nicht für alle da�u geeigneten Plätze gilt. Günstiger dazu liegt das Terrain der englischen Gasanstalt in der Ringstraße, Wogegen kein Einspruch erhoben wird. Die letzte nichtöffentliche Sitzung, die sich mit der Regelung der Beamtengehälter und Gemeindcarbeiterlöhnen beschäftigte, hat den Gemeindearbeitern wesentliche Aufbesseningen gebracht. Unsere Ge- nassen hatten sich die Aufgabe gemacht, einen Arbeileretat aufzustellen und konnten an der Hand desselben nachweisen, wie unzulänglich bei den heutigen Lebensmittelpreisen die Löhne sind. Den bürgerlichen Herren schienen die Gründe auch einzuleuchten, denn sie bewilligten den Straßenarbeitern einen Anfangslohn von 4,25 M. pro Tag. nach zwei bis fünf Jahren steigend auf 4,75 M. Der Anfangslohn bei der Spnlkolonne beträgt 4,35 M.. steigend nach fünf Jahren auf 4,75 M. Wenn nun auch diese Löhne keineswegs stir ausreichend gelten können, so ist es doch wenigstens dem ständigen Drängen unserer Genossen gelungen, die Löhne der Gemeindearbeiter so zu gestalten, daß man sie mit als die höchsten in den Borortgemeiuden bezeichnen kann. Nixdorf. Das letzte vom Magistrat veranstaltete BolkS-Sinfonickanzert am 28. März in der.Neuen Welt' unter Leitung des Hofkapellmeisters E. v. Strauß wird u. a. Mendelssohns Musik zum.SommernachtS- träum', die Peer-Gynt-Suite und die Ouvertüre zu„Rienzi ' bringen. Die königl. Sängerin Frau Kurth und der königl. Kammersänger Sommer haben ihre Mitwirkung zugesagt. Letzterer wird die GralS-Erzählung aus.Lohengrin ' mit Begleitung deS Orchesters singen. Die Preise für dieS Konzert, über welches demnächst das Nähere durch Sänlenanschlag bekannt gegeben werden wird, sind auf 75 Pf. und 1 M. festgesetzt worden. Gegen die Schundliteratur. Die Rektoren sind ersucht worden, die von den verschiedenen Schreibwarenhändlern usw. erhobenen Ein- sprllche auf ihre Berechtigung zu prüfen und nur bei nachweisbarer dauernder Entfernung der betreffenden Schriften die gegen den Ge- fchäflSinhaber getroffenen Maßnahmen wieder aufzuheben. Ferner ist die Schuldeputation mit dem Kunstausschuß der Rixdorfer Lehrer- schast mit dem Ersuchen in Verbindung getreten, in den Kreisen der Geschäftsinhaber aufklärend über den Begriff der Schundliteratur zu wirken und ihnen einwandfreie und billige Jugendliteratur und deren Bezugsquellen nachzuweisen. Wie gewissenlos einige Ge- fchäftsinhaber auch jetzt noch handeln, beweist, daß von zwei hiesigen Geschäften Leihbibliotheken für Schnndschristen, speziell für Schüler, eingerichtet sind. Gegen Hinterlegung von 50 Pf. als Pfand und gegen eine Leihgebühr von 1—5 Pf. können die Schüler dort dauernd ihren Bedarf an ausreizender usw. Lektüre decken. Der Kampf gegen diese Schäden muß von Schule und HauS mit allem Nachdruck durch- geführt werden. Ober-Schöneweide. Die Gemeindevertretung wird sich in ihrer am heutigen Dienstag- achmittag 5 Uhr in der Schulaula, Frischenstrahe, außer mit den von unseren Genossen eingebrachten Anträgen betr. Arbeitslosen- Unterstützung und Arbeitsnachweis noch mit der Beratung des Etats für 1911 beschäftigen. Es liegen dazu eine Reihe von Be- schlüssen der Etatskommission vor. So ist dort unter anderem gegen die Stimnien unserer Genossen die Subventionierung des Vater- ländischen Frauenvereins mit 300 M. zur Errichtung eines Kinderhortes beschlossen worden. Dem Antrage unserer Genossen, den Arbeitern des KanalisationSwerkeS in Anbetracht der gesundhcitS- schädigenden Arbeit statt deS dreitägigen einen achttägigen Ferien- urlaub zu gewähren, wurde zugestimmt; ein weiterer Antrag. die Beihilfen an die Kirchengemeinden im Betrage von 4000 M. aus dem Etat zu streichen, wurde abgelehnt. Ein An- trag der Hausbesitzer, die Hundesteuer von 20 auf 30 M. zu erhöhen, wurde abgelehnt: jedoch soll jeder zweite Hund eines Besitzers mit 30 M. besteuert werden. Eine Petition der Stand- inhaber deS Wochenmarktes um Verlängerung der Verkaufs- zeit im Sommer bis 8 Uhr abends wurde abgelehnt. Von Wichtig- keit ist der Beschluß betreffend den Kinderhort; der vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz will zunächst 10—15 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren während des TageS in einem Heim Aufnahme gewähren, wenn ihnen zu Haufe die nötige Aufwartung fehlt. Vergebens haben unsere Genossen darauf hingewiesen, daß es Pflicht der Ge- meinde sei. sowohl das Kindergartenunternehmcn als auch die Krippe sowie diese Einrichtung in Gemeinderegie zu nehmen: es müsse gegen die Vordrängung der Privatwohliätigkeit protestiert werden, welche vielfach nur zur Befriedigung widriger Eitelkeit ge- übt werde. Zudem könne die allgemeine Kritik hier nicht fördernd eingreifen wie beim Gcineindeinslilut, ganz abgesehen von der Un- zulänglichkeit der geplanten Einrichlung, welche befürchten lasse, daß hier nur die Würdigsten ausgesucht würden. Die Armen wollen nicht Wohltaten an den Hals geworfen bekommen, sondern sie Ver- langen Besserung ihrer elenden Lage durch die Allgemeinheit. Boxhagen-Rummelöburg. DaS Resultat der KcnifmannSgerichtStvahl am Sonntag, den 12. März schließt sich den bisherigen Erfolgen des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands würdig an. Auch hier hat sich die Zahl seiner Beisitzer verdoppelt. DaS genaue Resultat ist folgende?(die Zahlen von 1908 in Klammern): Liste I, deutschnational..... 27 Stimmen(17), 2 Beisitzer(2) , n, Zentralverband.... 20,(11), 2,(1) 0, m, Verein d. deutsch . Kauileute 19.(25). 1.(2) Der von den Handelsangestellten beantragten gänzlichen Befeiti- gung der Sonniagsarbeit im Handelsgewerbe ist von der Korpo- ratiön der Gewerbetreibenden wie vom KefaintkaufmannSgericht nnr insoweit beigetreten worden, als man zwar erklärte, im Prinzip für die vollständige Sonntagsruhe einzutreten, für die UebergangSzeit aber dafür sei, den Verkauf in allen Geschäften ohne Ausnahme einer Branche in der Zeit von 7—10 Uhr vormittags zu gestatten. Der Eemeindevorstand hatte demzufolge der Gemeindevertretung ein Ortostalut über die Beschränkung der SonntagSarbeit in offenen Verkaufsstellen zur Beschlußfaffung unterbreiter, welches in seinem § 1 besagt:«In offenen Verkaufsstellen des HaudelSgewerbeS dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter— abgesehen vom ersten Weih- nachts-. Oster- und Pfingsttoge, an welchem ihre Beschäftigung überhaupt untersagt ist— an Sonntagen und Festtagen nur in der Zeit von 7 bis lOUhr vormittags beschäftigt werden, soweit picht Ausnahmen durch die hierfür zuständigen Behörden festgesetzt Unser Vertreter Günther trat in überzeugender Weise für die Ein- fübruna der vollständigen Sonntagsruhe«in; von bürgerlicher Seite wurde dagegen geltend gemacht, daß man augenblicklich die vollständige Sonntagsruhe ohne Schädigung der hiesigen Geschäftsleute nicht ein- führen könne, da selbst verlin hierfür zurzeit noch nicht zu haben sei Auch wandten sich einige bürgerliche Vertreter wegen der Ab- weichungen der hiesigen Bestimmungen gegenüber den zu er- wortenden Berliner Bestinmiungen gegen dre sofortige An- nähme des vorgelegten Ortsstatuts und verlangten, daß mit der Beschlußfaffung so lange zu warten sei, bis Berlin endgültig hier- über beschloffen hätte. Unsere Vertreter widersprachen dem ent- schieden und beantragten sofortige Beschlußfaffung mit der Moti- Vierung, daß bei etwaigen in Betracht kommenden Abweichungen des Berliner OrtSstatutS von den hiesigen Bestimmungen, das hiesige OrtSstatut dann eventuell entsprechend revidiert werden könne. In diesem Sinne wurde nach kurzer Debatte das vorgelegte Orlöstaiut einstimmig gutgeheißen. Die geplante Erhöhung der Friedhofs- gebühren verfiel der Vertagung. Es wurde dann noch in bezug auf die ReichSwertzuwachSsteuer beschlossen, den von der Regierung an die Hand gegebenen Weg zu wählen, wonach die Bestimmungen des ReichSwerlzuwachsfteuergesetzeS sofort für unsere Gemeinde An- Wendung finden sollen. Hiernach erhält unsere Gemeinde außer 40 Proz. noch die PluSdifferenz zwischen diesen 40 Proz. und dem DurchschnitlSbetrag, welcher sich auf 53 500 M. stellt. Friedrichshagen . Dir Frage der ArbeitSlosenverficheruug sowie die deS kommunalen Arbeitsnachweises wird in einer am Mittwoch, den 15. März, abends 8'/, Uhr, bei Lerche(Rundteil) staltfindenden öffentlichen Versamm- lung behandelt. Referent ist Stadtverordneter A. Ritter- Berlin . Die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft möge für den Besuch dieser Versammlung rege agitieren. 5?riedri«k,sfelde. Der Wahlvcrejn beschäftigte sich erneut mit den beiden Anträgen: Einführung eines MontagSblatteS und Bildung eines Maifonds. Die Einsührung einer Montagsausgabe mit gleichzeitiger Erhöhung des AbonnemenlspreiseS wurde nach lebhafter Diskussion mit 87 gegen 2 Stimmen abgelehnt. Auch die beiden vorliegenden Resolutionen, die Regelung der Maifeier betreffend, wurden ab- gelehnt. Hierauf hielt Gemeindevertreter Genoffe Pinseler einen beifällig aufgenommenen Vortrag über den alten und neuen Etat in der Gemeindevertretung. Der Redner bat die Gcnoffen. falls sie noch Material über Mißhandlungen der Kinder in der Schule besitzen, sich unverzüglich an ihn zu wenden. Zu dem am 19. März stattfindenden Frauentag versammeln sich die Genossinnen und Genossen im Bezirkslokal von Bartholain mittags 1'/, Uhr und gehen nach Lichtenberg zur Versammlung. Zehlendorf (Wannseebahn ). Da nach einem Beschluß der Gemeindevertretung die Michaelis- klaffen in Fortfall kommen, werden bei der diesjährigen Oster- einschulung nur die Kinder als schulpflichtig angenommen, die bis zum 1. Juli des Jahres sechs Jahre alt werden. Zum Oktober finden keine Einschulungen mehr statt. Alle Kinder, die nach dem 1. Juli sechs Jahre alt werden, kommen erst für das am 1. April 1912 beginnende Schuljahr in Betracht. Alt-Glienicke. Die letzte Gemeindevertreterfitzung nahm den ersten Bericht des Schularztes Dr. Lindhorst entgegen. Der Bericht bemängelte die unhygienischen Zustände der Schulräume: bei einem Kinde wurde Tuberkulose festgestellt. Der Anpflanzung des Germanenplatzes nach den Plänen des Obergärtners Hübner wurde zugestimmt. Der Kosten- Punkt ist 650 M.. wovon 200 M. durch Stiftungen gedeckt werden. Das Schulhausbauprojekt hat bei der vorgesetzten Behörde eine Aenderung erfahren. Dieser wurde zugestinimt, weil durch sie die Bauausführung beschleunigt wird. Als Bauplatz kommt das Ge- meindegrundstück Köpenicker Str. 31 in Betracht. Das Gebäude wird dreistöckig, massiv und mit 14 Klassenräumen gebaut. Die Baukosten betragen 200 000 M. Zu diesem Betrage leistet die Regierung aus PatronatSpflichten Zuschüsse. Die aus Anlaß deS Straßenbahnbaues vorgenommenen Straßenänderungen wurden genehmigt und die Kosten bewilligt. Petershagen bei Fredersdorf . In der letzten Gemcindevertretersitzung wurde zunächst dem An- trag einer Bodenspekulationsfirma, eine größere Anzahl von Straßenparzellen an die Gemeinde aufzulaffen, zugestimmt. Nach Erledigung einiger kleiner Sachen wurde dann der Etat-Voran- schlag für 1911/12 vorgelegt. Derselbe beträgt in Einnahme und Ausgabe 18 800 M. Die Mehreinnahme ist mit 2300 M., die Mehr- ausgäbe mit 2250 M. veranschlagt. Gerügt wurde von unseren Genossen, daß die Etataufstellung nur in zwei Exemplaren her- gestellt wurde, sie ersuchten zur ordentlichen Etatbcratung jeden einzelnen Gemeindevertreter ein Exemplar der Ausstellung auSzu- händigen. Der Etat selbst wurde mit 9 gegen 2 Stimmen an- genommen. Um endlich einmal die leidige Straßenangelegenheit mit dem Grundbesitzerverein„StienHburg' aus der Welt zu schaffen, wurden von der Gemeindevertretung hierzu b Personen nominiert. Wahlsieg in der zweiten Abteilung. Bei der am Sonnabend, den 11. d. MtS., stattgefundenen Ersatzwahl der zweiten Klaffe für den Gemeindevertreter Lange erhielt von den abgegebenen 34 Stimmen der Sozialistentöter Emil Kunze 8. unser Genosse Alexander Claas 25 Stimmen. Letzterer ist somit gewählt und zieht als dritter Genosse in die Gemeindevertretung ein. Weistensee. Die alte bürgerlich« Fraktion und ihre.Wähler' haben sich vom Regierungsbaumeister Granitza über den ZwangSzweckverband Groß- Berlin einen Vortrag halten lassen. Die Ausführungen de» Re- ferenren verdienen den Lesern sckon wegen ihrer urkomischen Auf- machung wiedergegeben zu werden. So sprach er u. a. vom so- genannten.Liberalismus' in den OrtSverwaltungen. Die HauS- und Grundbesitzer hätten keine Veranlassung, städtischen und staatlichen Behörden irgendwelches Vertrauen entgegenzubringen. AuS.ZweckmäßigkeitS'prinzipien habe man den Grundbesitzer überall in unerhörter Weise geschunden und geplagt. Ein sozialer Taumel, ein sozialer Dusel sei in die Verwaltung der Großstädte gefahren (Lebhafte Zustimmung); das koste aber mächtiges Geld und da würden einfach die Realsteuern in unzulässiger Weise erhöht. Zum § 1 deS ZweckverbaudSgefeyeS sagte er: Der Standpunkt der Aktionäre der Großen Berliner sei nicht zu verkennen, denn es bandle sich hier um eine Erwerbsqefellschaft und man könne von den Aktionären beim besten Willen nicht verlangen, daß sie zu einem Ledigenheim oder Säuglingskrankenhaus beisteuern sollten.(Große Heiterkeit.) Der heulige kommunale .Freisinn' unterscheide sich nur in wenigen Punkten von der Sozial- demokratie(Sehr richtig!) und wer sich einmal dagegen wende, der werde als reaktionär verschrien.(Zurufe: Ganz wie in Weißensee.) Der heutige kommunale.Freisinn' habe die HauS- und Grundbesitzer an den Rand deS Verderbens gebracht. Doch immer mehr komme man mit sogenannten sozialen Projeklen; neuerdings mit einer Arbeits« loienvcrsicherung. Eine solche Arbeitslosenversicherung einführen, hieße eine Prämie auf die Faulheit setzen.(Lebhaftes Bravo!) Den Herren, die solche Projekte ausarbeiten, koste die Sache nichts. aber fie schmeichle ihnen. Da« Glück der Kommunen liege solchen Herren nicht am Herzen, mehr da» Großkapiral und der eigene Vorteil. Es versteht sich von selbst, daß dem Referenten am Schlüsse seiner Rede von den Zuhörern reicher Beifall gespendet wurde. Die .Allen' und ihr winziger Anhang haben in Punkts Rückfländi�ieit bereits das Menschenmöglichste geleistet. Und der Leiter dieser kleinen Schar, der Großgrundbesiyvertreter Könitz, hat für seine ioziale Tugend nicht umsonst den erhofften Orden erhalten. Nun heißt es bloß noch, die stark ins Wackeln geratene Position wieder zu festigen. Pankow . Dir Frist zur Eintragung in die Wählerliste der HandlnngS« gehilfen für da« KaufmannSgericht läuft am 17. März ab. Wahl- berechtigt ist jeder Handlungsgehilfe, der in Pankow beschäftigt ist, bis zum Tage der Wahl. 2. Mai 1911, das 25. Lebensjahr vollendet hat und in der Wählerliste steht. Die Eintragung in die Wählerliste geschieht nur auf Antrag. Dieser ist im Rathaus zu Pankow , Breite« straße 25/26, Zimmer 43, werktäglich 8— 3 Uhr, Sonntags 9— 12 Uhr, bis spätestens 17. März anzubringen. Hierzu ist eine Bescheinigung deS Prinzipals erforderlich, daß der Antragsteller in Pankow als Handlungsgehilfe beschäftigt ist. Formulare für diesen Zweck sind an obengenannter Stelle im Rat- bans sowie in der Berliner Geschäftsstelle des ZcntralverbandeS der Handlungsgehilfen, Neue Kvuigstr. 36(VII 1622), geöffnet 9—6 Uhr, zu haben. Wird die Eintragung abgelehnt, so ist innerhalb acht Tagen Be- schwerde beim Gemeindevorstand zu erheben. Wer seine Einwägung nicht beantragt, verliert sein Wahlrecht l Auskunst erteilt bereitwilligst der genannte Verband. Wilhelmsruh -Rosenthal. Sind die hiesige» Grundbesitzer zur Herstellung deS VürgersteigS verpflichtet? Diese Frage hat jetzt daS OberverwallungS« g e r i ch t als letzte Jiistanz bejaht. ES wieS endgültig die Klage ab, durch welche der Eigentümer Wendland zu Wilhelmsruh eine Vor« füguug des AmtSvorsleherS angefochten halte, welche ihm die Her» stellung des BürgersteigS vor»einem Grundstück aufgab. Das Ober- verwaltungSgericbt nahm a», daß sich in WilbelmSruh hinsichtlich der Herstellung der Bürgersteige eine Observanz zu Lasten der Straßen- anlieger(Grundbesitzer) gebildet habe. Eine Reihe von ZeugenauS- sagen sprächen dasi'ir. daß in der Gemeinde in längerer gleichmäßiger Uebung die Grundbesitzer Bürgersleige hergestellt hätten in der Ueberzeugung, daß eine RechtSpflicht dazu besiehe. Damit seien die Voraussetzungen für die Annahme einer Observanz gegeben. Die Verfügung deS AmtSvorsteherö sei deshalb gerechtfertigt, da auch die Art der Herstellung, wie sie der Amlsvorsteher forderte, zweckmäßig und notwendig sei. Spandau . Stadtverordnetenversammlung. Zur Beschaffung einer Kohlen- verlade� und TranSportanlage wurden von der Versammlung 110 000 M. gefordert, welche aus der Anleihe zur Erweiterung der Gasanstalt genommen werden sollen. Gleichzeitig sollte die Ver- sammlung den Zuschlag zur Ausführung dieser Anlage an die deutsche Maschinenfabrik Akt.-Gesellschaft in Duisburg erteilen. Diese Kohlenverlade- und Transportanlage wurde schon vor einigen Jahren gefordert, als man sich noch gar nicht darüber einig war, welche Art von Oefen verwendet werden sollten. Die Versamm- lung hatte aber immer abgelehnt. Jetzt, nachdem nun die neuen Ocfen fertig sind und gut funktionieren, wie der Referent Hannemann erklärte, stimmte die Versammlung einstimmig der Magistratsvorlage zu.— Eine ziemlich ausgedehnte Debatte zeitigte die Vorlage betreffend Bewilligung von 121 400 M. aus dem Kana- lisationsfondS zur Erweiterung der Kläranlage in der Adamstratze. Der Referent Stadtverordneter S i e ro w hielt die Vorlage noch nicht für genügend durchgearbeitet und beantragte Rückverwcisung an die Kanalisations-Deputation. Entgegen den sonstigen Gepflogenheiten stimmte die Versammlung diesem Antrage auf RückVerweisung nicht zu, weil die Sache große Eile habe und auch schon von der Regierung gefordert werde, sondern genehmigte die MagistratSvorlags.— Ohne Debatte bewilligt« die Versammlung 25 000 M. zur Verlegung einer Gasleitung in der Kolonie Haselhorst. — Nach längerer Debatte genehmigte die Versammlung die Vergrößerung der Wagenhalle der Straßenbahn und bewilligte die Summe von 6000 M. dazri. Von den sozialdemokratischen Stadtverordneten erklärte Genosse Pieper, daß er die bestehende Wagenhalle noch für ausreichend halte und er und seine Freunde deshalb gegen die Vorlage stimmen werden. Nach Erledigung einiger weniger wichtiger Vorlagen über GaSrohrverlegung, Lieferung von Privatgaseinrichtungen durch die städtische Gasanstalt usw., gelangte dann noch in letzter Stunde die bereits einigemal vertagte LustbarkeitSstcuerordnung zur Ver» Handlung. Nach stundenlanger Debatte wird diese Vorlage, die keine Gnade vor den Augen der Stadtverordneten fand, dem Ma» grstrat zurückgegeben. Natürlich wird die Borlage wieder ein» gebracht und später auch mit einigen kleinen Nenderungen angc- nommen werden. Arbeiter-Samariter-Kolonne. Am Mittwoch, den 15. März: UeblingZabend bei Böble, Havelstr. 20. Bortrag über Blitzschlag und Beschädigung durch Elektrizität. Sind Stnatsdctriebe wirkliche Musterbetriebe? lautet daS Thema, daS heute, Dienstag, den 14. März, abends 8>/z Uhr, in einer im Spandauer Dock stattfindenden Volksversammlung Reichstags- abgeordneter Severing behandeln wird. Es wird ersucht, für diese Versammlung eine umfassende Agitation zu entfalten. Potsdam . Die Wahlvereinsversammlung erklärte sich nach reger Dis- kussion mit den auf der Kreisgeneralversammlung gefaßten Be- schlüssen einverstanden, insbesondere mit der Beitrags«!» h ö h u n g. Die Art der Beitragserhcbung soll in dem nächsten Zahlabend(22. März) besprochen werden. Zur Maifeier wurde, nachdem sich alle Redner für die Arbcitsruhe als würdigste Feier aussprachen, folgende Resolution angenommen:„Der Wahlvcrein erachtet es für notwendig, einen bestimmten Betrag von denjenigen Genossen zu erheben, welche nicht in der Lage sind, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. Die Höhe desselben zu bestimmen, überläßt derselbe dem Gewerkschastskartell, und erwartet, daß sich die politisch Organisierten den Beschlüssen fügen. Ferner erwartet der Wahlverein eine nähere Verständigung mit den Gewerkschaften.' Wie in den früheren Jahren geschieht die Veranstaltung gemeinsam mit dem Gewerkschaftskartell: vormittags findet die Versammlung bei Wilhelm, Kaiser Wilhelmstraße, statt. Aufgenommen wurden 16 neue Mitglieder._ Fleischergcsellcn! Mittwoch, den 15. März, abends 3 Uhr: Große öffentliche Versammlung in Keller« Festsälen(gr Saal), Koppenstraße 29. Tagesordnung: 1. Warum müssen die Fleischergesellen bei der Delegierten- wähl zur JunungSkrankenkasse die Liste des ZeiitraloerbandeS wählen? Res«, ent: Kollege Paul Bergmann. 2. DaS Komödicuspiel im JnnungS- arbettSnachweiS und Dräbert al» Agitator der„Gelben'. Rcscrent: Kollege Joj. Oo ermann, Mitglied deS Gesellenausschusses. 3. Freie Aussprache. zvtt«rrnnqSul>erN-t» vom 13. März 1911. Mamburg Berlin Wien «wtlonen ~ S V- £= i51 Wetter ** C"* f- Savaranda 756323 2 bedeckt—2 eterSburg—— Sctllh|7569!N2B; 7woMg 6 �lderdeev 75» NNW 4 Schnee 2 VarrS 740 W i 8 bedeckt 4 Ii Ii «vettrrvrognose für Dienstag, den 14. März 1911. iemlich mild, vorherrschend wollig mit Niederschlägen und lebhastm südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. «»afferttanvs-Raltiricd»»» vafferstand M e m« l. Tilsit Bregel, Jnfterbmg Weichsel, Tbom Oder. Rattbor , Kroffen , Frantlurt Warth«, Schrimm , LandSberg Netze, Vordamm Elb«, Leitmcritz , Dresden « Bardo Magdeburg am 123. am 465') 218') 412«) 220 329 '34 303 318 153 124 20 377 324 'eil 11.3. am') -14 —19 —16 0 —1 —1 +1 0 0 -10 —17 —15 -10 Wasserstand Saal«. Grochlltz Havel. Svandau') , Ratbenow') Spree. Svrcmberg') , BeeSlow Weser, Münde» , Minden R h e i u, MaximllianSau » Kaub » Köln Neckar , Heilbrom, Main , Wertheim Mojel. Trier 1+ bedeutet Wuchs,— Fall.—•) Unterpegel.—•)
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