Eine
Selbsterkenntnis.
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Mit Berlaub: wo waren denn beim Zentrum im Jahre 1896 die Männer, die speziell die Interessen der Arbeiter tennen und vers treten"? In der Reichstagsfraktion des Zentrums faß ein eins aiger der Arbeiterklasse angehörender Abgeordneter: Herr In der Testen Nummer der Theologisch- Klassischen Monats. Stößel. Und dieser war im Jahre 1877 gegen den Willen schrift", dem Bentralorgan der fatholischen Geistlichkeit Bayerns , find des 3entrums in Essen gewählt worden, und zwar mit auf Seite 362 folgende erbaulichen Säge zu finden: Hilfe der Sozialdemokraten in der Stichwahl gegen den Man sehe nur das rohe, raffiniert Berlegende in der Preß- offiziellen Zentrumskandidaten. Und Herr Stögel blieb bis 1905, polemit, die schamlose Lüge und das niederträchtige Totschweigen wo ihm Herr Giesberts folgte, der einzige Arbeiter. gelehrter Werte und Personen, die nicht zur Partei gehören, vertreter im Zentrum. 1907 gab es dann fünf solcher andererseits das Hinaufloben kläglicher Machwerke von Freunden.
Die latholische Preise ist hier nicht beffer, vielmehr Männer, die gewiß als ehemalige Arbeiter die Intereſſen ihrer noch fchofler, als die gegnerische." Selaffengenossen gründlich kennen, aber als Zentrumsabgeordnete fie Das Blatt scheint die Zentrumisjitten und Zentrumsmethoden ebenso gründlich verraten. gründlich zu kennen.
praktisch mitzuwirken. Unsere Genossen hatten sich früher bekannt
Literarhistorische Raffentheoretik.
Ueber Friedrich Spielhagen schreibt Adolf Bartels im April- Heft feines Deutschen Schrifttums":
Auch die Tagesordnung der J. 2. P. ist sehr reichhaltig; nicht, sind, um der Sozialdemokratie, der Partei ihres Vertrauens, die weniger als 129 Anträge und Abänderungsanträge sollen während Stimme zu geben, mußten diesmal zu Hause bleiben. Der Terro. der beiden Kongreßtage verabschiedet werden. Die wichtigsten be- rismus ihrer Vorgesetzten hinderte fie, das freie" Wahlrecht, ziehen sich auf die Frage des Militarismus und der das ihnen von Gesezes wegen zusteht, auszuüben. internationalen Polifit. Daneben wird auch die Parteitaktit einer gründlichen Debatte unterzogen werden. Kurios flingt die Resolution der Ortsgruppe Harborne, die die Parlamentsvertreter der J. 2. P. beauftragen will, an feiner Aktion zur Einschränkung der Rüstungen teilzunehmen, solange das Recht auf Arbeit nicht verwirklicht ist. Die Orts. gruppe Bethnal Green verlangt, daß die Leitung der äußeren Politik und namentlich der Abschluß internationaler Verträge mehr der Kontrolle dés Parlaments unterliegen foll. Ueber die Frage der Parteitaktit, über die Beziehungen der J. 2. P. zur Arbeiterpartei einerseits und zur G. D. P. ( Sozialdemokratische Partei ) andrerseits, wird sich, wie es scheint, Nach unserer Einschätzung der flerifalen Arbeiterpolitik müssen eine eingehende Debatte entwideln. Eine Resolution will der wir für die Ehre danken, mit dem Zentrum auf eine Stufe gestellt Arbeiterpartei das Vertrauen der Konferenz ausdrücken. Was ist's mit der Gleichberechtigung in Baden? zu werden. Immerhin wollen wir uns den Ausspruch des führenden andere Resolution dagegen will angesichts der fortgeschrittenen Dieser Tage hatten unsere badischen Genossen, die als Ver- Zentrumsorgans aus dem Jahre 1896 merken: daß erstens es der sozialistischen Meinungen im Bande den Vorstand beauftragen, treter der Stadt Mannheim in die Kreisversammlung gewählt Sozialdemokratie wirklich ernst ist mit der Berihre Delegation von der Arbeiterpartei zurückzuziehen. Gine worden waren, zum erstenmal Gelegenheit, in der Kreisverwaltung tretung der Arbeiterinteressen und daß zweitens die dritte Resolution schlägt die Vornahme einer Urabstimmung der lich an den Wahlen zu dieser verstaubten Körperschaft nie beteiligt; ozialdemokratischen Abgeordneten Männer sind, die Parteimitglieder über die Frage vor, ob die J. 2. P. noch weiter als in diesem Jahre die Mannheimer Genossen mit dieser alten speziell die Interessen der Arbeiter kennen und im Verbande der Arbeiterpartei bleiben soll oder nicht. Die Gepflogenheit brachen, gelang es ihnen, gleich auf den ersten An- energisch vertreten. Ortsgruppen von Chapel- en- le- Frith und Shefford sturm fieben sozialdemokratische Hechte in den Karpfenteich hineinhaben Resolutionen, die den Vorstand beauftragen, Maßnahmen zubringen. Von diesem Besuch der ungebetenen roten Gäste waren zu treffen, um eine Einigung zwischen der 3. 2. P. und die bürgerlichen Herrschaften begreiflicherweise sehr wenig erbaut, der S. D. P., bezw. eine Verschmelzung aller Zeile Sie hatten sich daran gewöhnt, die Kreisverwaltung als ihre under sozialistischen Bewegung Englands herbeiguführen. bestrittene Domäne zu betrachten und gaben ihrem Unmut gleich in der ersten Sizung der alljährlich nur einmal tagenden KreisSigung den Reigen der Redner mit der Begründung eines Anversammlung Ausdruck. Genosse Remmele eröffnete in dieser trags, der eine gerechte, der Bevölkerungsziffer entsprechende Aenderung der Wahlkreisbezirke fordert. Ferner fordern die Sozialdemokraten das Eintreten des Kreisausschusses für das gleiche, allgemeine, direkte und geheime Wahlrecht mit Proporz für die Kreisversammlung. Der Regierungsrat Beder bezeichnete eine Abstintmung über die sozialdemokratischen Anträge als unzulässig, weshalb Berlin , den 13. April 1911. fie einstimmig dem Kreisausschuß überwiesen wurden. Als aber Die Wahl des Kreisausschusses borgenommen wurde, gewährte man Noch einmal der Termin der Reichstagswahlen. der Arbeiterschaft teinen Vertreter; der sozialdemokratische KanWie die„ Bost" erfährt, besteht in Regierungskreisen der Wunsch, 9 Stimmen. Ebenso erging es bei der Wahl des Sonderausschusses didat Geiß( Kammervizepräsident) fiel glatt durch, er erhielt nur die für den 10. Ottober in Aussicht genommene Herbsttagung des bent Genoffen Böttger( Arbeiterfekretär), der nur 8 Stimmen er Reichstags noch bis in den Januar 1912 hinein auszudehnen. Der hielt. Infolgedessen konstatierte der sozialdemokratische FraktionsReichstag würde dann am 25. Januar fein natürliches Ende finden redner, daß unsere Genossen für unwürdig erklärt wurden, praktisch und die Regierung wäre damit der Einhaltung der Fristen enthoben, in der Kreisversammlung miizuarbeiten. Sie beteiligten sich dann die bei einer Auflösung des Reichstags vorgesehen sind. Sehr lange auch nicht mehr an den weiteren Wahlen der Sonderausschüffe. Und das trotz des Großblocks! allerdings fönnten die Wahlen dann nicht hinausgeschoben werden, schon weil der Etat für 1912/13 fo rasch als möglich erledigt werden müßte. Die„ Dftpreußische Zeitung" läßt sich von einem Freunde er Allem Anschein nach ist hier der Wunsch wieder einmal der Eine neue Wahlkreiseinteilung für Elsaß- Lothringen . zählen, warum die opferwilligen Agrarier die Erbschaftssteuer ver water des Gedankens, denn es unterliegt doch nachgerade feinem Es bestätigt sich, daß, wie bereits die Germania " werfen mußten. Der" Freund" meint:" Die Folgen diefer Steuer Zweifel, daß gerade die Angestellten der Rechtsanwälte gum meldete, die Regierung einen neuen Wahlkreiseinteilungsplan fann sich ein gewöhnlicher Sterblicher kaum ausmalen.... Gs wäre größten Teil neben langer Arbeitszeit ganz miserabel bezahlt nicht dabei geblieben, falls die Erbanfallstener Gesek geworden wäre, für Elsaß- Lothringen ausarbeiten läßt, der den Wünschen des baß der Reichsfistus bei jeder Erbschaftsauseinandersetzung feine festZentrums entspricht. Auch die Köln . 8tg." meldet in ihrer gejezten Abgaben erhalten hätte, vielmehr wäre die natürliche heutigen Morgennummer: Folge gewesen, daß sehr biele Besiger eines steuer Zur Frage der Wahllreiseinteilung in Elsaß- Lothringen verpflichtigen Vermögens danach gestrebt hätten, Lautet, daß gegen die ursprünglich, vorgeschlagene Abgrenzung das Vermögen so anzulegen, daß es sich beim nicht nur in den Streifen des Zentrums, sondern auch in Todesfalle dem Steuerfistus leicht entziehen sen die Bergarbeiter im houbbatale seit dem 1. November gegen tönnte."
Da auf der fast gleichzeitig stattfindenden Jahreskonferenz der S. D. P. ganz ähnliche Resolutionen zur Berhandlungen gelangen werden, so ist es nicht ausgeschlossen, daß die brennende Frage der sozialistischen Ginigkeit in England einen Schritt vorwärts tommt.
Politische Ueberlicht.
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Agrarischer Patriotismus.
, Er ist eine interessante Erscheinung und hat zweifellos ehrlich gekämpft; wenn ihn aber die liberalen Blätter nach seinem Tode zum typischen deutschen Romandichter stempeln wollten, so muß doch fräftig dagegen protestiert werden: Spielhagen hatte eine jüdische Blutzumiischung, und das verrät sich auch in dem fensationellen und manchmal geradezu advokatorischen Charakter feiner Werte.
Also auch Spielhagen ein Judenablömmling! Natürlich eine Erfindung des Herrn Bartels. Wenn er mit seinen Rasseschnüffe leien fo fortfährt, wird die Zahl der Dichter rein arischer Abstanimung immer fleiner.
Reichsjuftizamt und Rechtsanwaltsgehilfen.
anlagt über die wirtschaftliche Lage der Angestellten in den RechtsDas Reichsjustizamt hat vor längerer Zeit Erhebungen veranwalts- Bureaus. Die ausgegebenen Fragebogen sind nunmehr an bas Reichsjuftizamt zurüdgelangt und wie von scharfmacheriſcher Seite behauptet wird, hat sich bei der Bearbeitung der eingegangenen Antworten ergeben, daß die Lage dieser Angestellten erheblich günstiger ist, als man vorher angenommen hat, weshalb eine gefezliche Regelung der Arbeitsverhältnisse als nicht nötig zu er adhten fei.
werden.
England. Liberalismus und Arbeiterschaft. Lenbon, 11. April 1911.( Gig. Ber.) Der erbitterte Kampf, denen der Regierung nachträglich Bedenken Der Freund gibt also ohne Scheu zu, daß die Antwort der das„ Cambrian Combine", ein mächtiges Bechensyndikat führen, hab Servorgetreten feien. Das Bentrum verlangt bekanntlich, Opferwilligen auf die Erbschaftssteuer der verstärkte Verfuch zu jenen au einer großen Verschärfung der Gegenfäße zwischen dem liberalen daß statt der vorgeschlagenen Wahlkreisgliederung eine folche Steuermogeleien großen Stils gewesen wäre, die bereits bei vielen walisischen Bürgertum und der Arbeiterschaft geführt. Der nach den politischen Streifen erfolgen folle und daß in der Edelsten und Besten zu den heiligsten Traditionen ihres Standes grimmige Kampf zwischen Kapital und Arbeit hat naturgemäß auch denjenigen Kreisen, die auf Grund ihrer Bevölkerungszahl auf gehören. die Geschäfte des Bürgertums beeinträchtigt. Aber anstatt sich der givei oder drei Abgeordnete Anspruch hätten, durch Listen Die Sozialdemokratie im Urteile des Zentrums. Born des Krämertums gegen das halsstarrige Syndikat richtet, wahl gewählt werden soll. Diesem Antrage gedenkt die Ne Wenn man die heutigen Sentrumsagitatoren im geistlichen oder nicht zugestehen will, richtet sich sein ganzer Haß gegen die Arbeiter das seinen Kunden, den Arbeitern, eine menschenwürdige Existenz gierung nicht nachzugeben, wohl aber wird ein neuer Enttourf ausgearbeitet. Als Grundlage für die neue Wahlkreiseinteilung weltlichen Gewande hört, dann ist die Sozialdemokratie der Ber- und ihre Führer. Namentlich den Genossen Stanton, der die Bergfollen dabei die politischen Kretse gelten. Die derb der deutschen Arbeiterbevölkerung. Nicht nur ist die Sozial leute des Aberdaretales zum Sympathieftreit bewog, und den Ge jenigen unter ihnen, die mehrere Abgeordneten zu wählen haben, demokratie in ihrem Wirken vollständig unfruchtbar gewesen, es iſt noffen keir Hardie, der sich im Parlament unabläffig der Sache der follen aber in sich in besondere Wahlbezirke eingeteilt werden, ihr auch gar nicht ernstlich um die Hebung der Arbeiterklasse au von der Polizei brutal mißhandelten Bergleute angenommen hat, von denen ein jeder für sich, also unter Ausschluß der tum; fie lebt nur der Schürung der Unzufriedenheit, des Klanenhaffes, tägt man seinen Unwillen fühlen. Der erstere kann sich in den Listenwahl seinen eigenen Abgeordneten zu wählen und das einzige, was sie erreicht, besteht darin, daß sie Siegierung walifischen Städten kaum sehen lassen, ohne ausgezischt und beund Barteien in ihrer Abneigung vor einer wirksamen Sozialreform schimpft zu werden. Dem letteren versucht man nun sein Mandat bestärkt. Es gab eine Zeit, da dachte das Zentrum weniger schlecht über band des Wahlkreises Merthyr Tydbil, den Keir Hardie vertritt, streitig zu machen. Vor einigen Tagen beschloß der liberale Verdie Sozialdemokratie. Damals hatte es allerdings noch nicht den ihm bei der nächsten Wahl einen liberalen Kandidaten entgegenzuBund mit den Konservativen geschlossen und die Sozialdemokratie stellen. In Arbeiterkreisen erblidt man in diesem Beschluß den Anals den einzigen seind erkannt, der unter allen Umständen zur fang eines erbitterten Kampfes zwischen dem Liberalismus und der Strede gebracht werden muß. So konnte man denn Mitte 1896 in organisierten Arbeiterschaft. Man erwartet, daß die liberalen ber Germania , dem führenden Sentrumsorgan, folgenden Organisationen in vier weiteren südwalisischen Wahlkreisen, die Satz lesen: jekt von Arbeiterparteilern vertreten werden, ähnliche Beschlüsse
haben wird.
Im wesentlichen gibt also die Regierung nach. Höchst tomisch mutet der Sag an, daß der Regierung selbst Bedenfen aufgestiegen feien. Sollten diese Bedenken nicht erst dann den erleuchteten Köpfen der Regierungsbureaukratie zum Bewußtsein gekommen sein, nachdem das Zentrum mit Ablehnung der Verfassungsvorlage drohte?
Zum Zwift im bayerischen nationalliberalen Lager. Die Caffelmannsche Richtung in der bayerischen nationalliberalen Bartei bleibt die Antwort auf die gestern von uns wiedergegebenen Anschuldigungen des Herrn Tafel gegen den Bassermannschen Nabitalismus" nicht schuldig. Die parteiamtliche Liberale Landtagskorrespondenz" entgegnet ironisch:
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" Aus diefer Darstellung wird zur Gewißheit, was auf der Nürnberger Tagung des Landesausschusses feineswegs mit dieser Selarheit zum Ausdrud gekommen ist, daß Herr Tafel nichts Ge ringeres angestrebt hat, als die Politik der Nationalliberalen Partei im Reiche von Bayern aus zu durchkreuzen. Mit anderen Worten, in Bayern eine neue ,, Wormser Ede einzurichten.
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Bon allen größeren Parteien haben bisher nur zwei bewiesen, faffen werden. Die treibenden Kräfte in diesem liberalen Vorstoß daß es ihnen mit der Vertretung der Arbeiterintereffen sind die Jungliberalen, die die Köpfe der Arbeiter durch die Prowirklich ernst ist: das Zentrum und die Sozialdemos
tratie. Die anderen Parteien haben erst ihre Arbeiterfreunde pagierung des walisischen Partitularismus zu verwirren suchen. lichkeit gezeigt, als die Regierung voranging und die Haltung Hand in Hand mit der Verbreitung nationalistischer Ideen geht der breiten Maffen des Boltes ihnen die Reich seine rege und ungemein gehässige Agitation gegen den Sozialismus, tagsmandate gefährdete. Da, wo diefe Gefahr nicht der in den letzten Jahren in Wales viele Anhänger gefunden hat. vorhanden war, wie im preußischen Abgeordneten. Die Gehässigkeit, mit der dieser Kampf geführt wird, erklärt sich hause, hat man bon einer arbeiterfreundlichen zum Teil aus dem Umstande, daß die Führer des walisischen Libe Bolitit bei den Parteien außer dem Zentrum nicht allzuralismus vielfach neufonformistische Geistliche, Prediger der Reli biel bemerkt. gion der Liebe, find. Kämpfe zwischen den organisierten Arbeitern und den liberalen Parteiorganisationen gehören in Südwales nicht zu den Seltenheiten; diesmal scheint es fich aber um, einen energischen allgemeinen Angriff der Liberalen zu handeln, dem die Arbeiterschaft hoffentlich erfolgreich begegnen wird.
Die Meinung, die die Germania bon dem Ernst und dem Für eine Politik nach dem Rezept des Frhrn. v. Heyl ist. Verständnis des Zentrums in der Arbeiterfrage bat, ist ohne Zweifel wenn ja unter den Großindustriellen Bayerns wirklich derartige fehr hoch, und wir fönnten uns geschmeichelt fühlen, in dieser Be Neigungen bestehen sollten, worüber Herr Tafel besser unterrichtet fein muß als wir, die große Masse auch der bayerischen National- ziehung dem glorreichen Zentrum als ebenbürtig an die Seite liberalen nicht zu haben. Unter solchen Umständen wäre aller gefegt zu werden. Leider müssen wir den Vergleich ablehnen, pings Herrn Tafels Berbleiben, darin mag er recht haben, ein nut- denn wir wir schägen die fozialpolitische Verläßlichkeit des lojes Opfer feinerseits getvefen, ja vielleicht sogar mehr: Eine Zentrums sehr gering ein. Gerade auf auf das Zentrum Gefahr für die Partei."
Nochmals die Wahl in Berlin IV.
Eine Ausdehnung der Osborne- Entscheidung. trifft es zu, was die Germania " anderen Parteien zum Sen Verein der Bleicher und Färber einen Einhaltsbefehl Das Kanzleigericht von Lancashire in Manchester hat gegen Vorwurf macht, daß ste nämlich ihr arbeiterfreundliches erlassen, der ihm die Erhebung der beschlossenen jährlichen Auflage Herz erst entdedten, als die Maffen fich auflehnten von Schilling für parlamentarische und örtliche Arbeitervers In der bürgerlichen Preffe will man es nicht anerkennen und ihnen die Reichstagsmandate gefährdeten. tretung untersagt. Die Beklagten brachten zur Sprache, daß der oder stellt sich wenigstens so, daß durch das Fehlen eines ernst. Die erste fozialpolitische Tat des gentriuns, der vielgerühmte läger, ein Bleicher- Vorarbeiter, eine Vergütung von der„ Ge= haften Gegenkandidaten im vierten Berliner Reichstagswahlkreise die Antrag Galen, erschien, als am Niederrhein und an der Ruhr werkschafts- Verteidigungs- Liga"( der Vereinigung Bahl in der Tat zu einer öffentlichen geworden war, bon der die katholischen Arbeiter fi gegen das Zentrum aur Bekämpfung der politischen Gewerkschaftsbetätigung) erhalte. die Beamten sich fernhalten mußten. Wie recht wir aber mit unserer erhoben und bei der Wahl im Jahre 1877 in Aachen und Eiſen Der Nichter erklärte das aber für völlig gesetzlich. Da die EntAuffassung in diefer Beziehung haben, geht deutlich aus der Bufchrift eigene Kandidaten aufgestellt hatten. Und dann scheidung hinsichtlich der örtlichen Arbeitervertretung über das Oseines Genossen hervor, der bei der Wahl in einem Bezirke tätig möchten wir einmal wiffen, wo und wann denn das Zentrum im borne- Urteil hinausgeht, soll Berufung eingelegt werden. war, in dem eine außerordentlich große Zahl von Beamten wohnt. preußischen Abgeordnetenhause„ arbeiterfreundliche Politit" getrieben Der Genosse schreibt: hatte. Genau wie die anderen Parteien blieb auch das Zentrum untätig, weil es im Dreiflaffenhause nichts von der Sozialdemo fratie zu fürchten hatte.
Won 041 eingeschriebenen Wählern famen nur 215 zur Wahl. Von den zahlreichen Beamten beteiligten sich nur fünf daran. Das Wahlrefultat war folgendes: Für Büdner wurden 206 Stimmen abgegeben, 3 Stimmen erhielt der Zähltandidat bes Bentrums, 2 Stimmen waren zersplittert und 4 Bettel waren ungültig. Angenommen, die fünf Beamten hätten sozialdemokratisch gewählt, so hätten fie hier gerade noch knapp die Möglichkeit gehabt, fich darauf hinauszureden, daß die nicht sozialdemokratischen bezw. die ungültigen Stimmzettel von ihnen herrühren. Durften die Beamten aber denn mit Sicherheit damit rechnen, daß sie, soweit fie fozialdemokratische Zettel abgeben, durch genügend andere gegnerische Stimmzettel gedeckt werden? Nein! Es bleibt dabei, die Beamten, die sonst bei früheren Wahlen zu Taufenden zur Wahlurne gegangen
Sat:
Cürkei.
Rußland und der albanische Aufstand.
Weiter fanden wir in demselben Artikel der Germania " den Die türkische Regierung, die mit dem Aufstand in Arabien noch nicht fertig ist, ist durch das Wiederaufflammen der albanischen Alle Parteien find Intereffenbertretungen, mögen nun die Empörung nun auch in Europa wieder von Verlegenheiten umInteressen geistiger oder materieller Natur sein oder mögen geben. Wird auch berichtet, daß die türkischen Truppen, dank ihrer fie beide Arten von Intereffen vereinigen. Wenn nun alle Maschinengewehre und Schnellfeuergeschüße, in den Gefechten siegIntereffentreise darauf bedacht sind, Bertreter ihrer Inter - reich bleiben, so kann von durchschlagenden Erfolgen gegenüber dem effen in den Reichstag zu bringen, wer will es dann den gut bewaffneten und tapferen Feind noch lange keine Rede sein. Arbeitern berargen, daß sie bestrebt find. Ist es doch den Aufständischen gelungen, die Verbindung zwischen Manner in den Reichstag au wählen, welche I
speziell ihre Interessen fennen und energif den Eruppen und der Landeshauptstadt Stutari zu unterbrechen. bertreten? Wo aber find in ben Parteien mit Ausnahme Auffällig ist dabei besonders der starte Rüdhalt, den der Aufstand des Zentrums und der Sozialdemokratie folche Männer? an Montenegro findet, Nicht nur haben nach der borjährigen