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Rellungsgürtel und mehrere Ladungsgegenstände und Schiffs, fuchten Betrug Ser Bermittler Josef Gugen Margolin und die Säne frümmer der Palermo " an der Küste von Corrubedo angetrieben; gerin Ernestine Fröhlich. Beide sind auf Ersuchen des Gerichts von neuerdings ist auch das Wrack des Schiffes an der genannten Küste Rußland ausgeliefert. Margolin ist am 10. Oftober 1868 in Ruß­entdeckt worden. Die gesamte Mannschaft wie die Passagiere haben land, die Fröhlich am 24. März 1868 in Brag geboren. ihren Tod in den Wellen gefunden.

Der Dampfer Genua ", 1877 in England erbaut, war 882 Registertons groß und hatte eine Maschine von 600 indizierten Pferdekräften; die Mannschaft zählte 20 Köpfe. Das Schiff berließ am 8. Dezember 1910 den Hamburger Hafen , um nach Barcelona zu fahren, und ist seit dieser Zeit verschollen. Am 29. Dezember hat der russische Dampfer Bellorassia" im Biscabschen Meerbusen ein zur Genua " gehörendes Boot gefunden und an Bord genommen. Zwei andere Boote der Genua " wurden später im Meere treibend gefunden.

Der Dampfer Savona " ist im Jahre 1875 in England aus Gifsen gebaut, er war 948 Registertons groß und hatte eine Maschine bon 700 indizierten Pferdekräften; die Mannschaft bestand aus 21 Mann. Das Schiff verließ am 3. Dezember 1910 den Hafen von Swansea mit dem Bestimmungsort Torre del Annunziata. Auch von diesem Dampfer und dessen Besatzung fehlt jede Spur. Bei diesen drei Schiffbrüchen haben also 60 Seeleute und fünf Passagiere ihren Tod in den Wellen gefunden.

Zu den Aufgaben der Seeämter gehört die Feststellung der Ursachen irgend eines Schiffsunfalles. Da fein Heberlebender vor­handen ist, vermochten nur zur Aufklärung" Bertreter der Reederei Slomann, des Germanischen Lloyd, der Seeberufsgenossenschaft, verschiedene Ingenieure und frühere Führer und Maschinisten der untergegangenen Schiffe geladen zu werden. Sämtliche Sach­

berichtet wird, vor Turzem int Broo! Ihner Nachlaßgericht, wo eine Frau Mary Müller, die man, wie allgemein geglaubt wurde, am 14. März begraben hatte, munter und gesund auftauchte, als man gerade beim vierten Absatz in ihrem legten Willen" angelangt Die Antlage legt den Angeklagten zur Last, etiva 500 000. war. Auf dringendes Erfuchen der Dame wurde die Verteilung des burch Fälschungen auf den Namen der Frau Kommerzienrat Hen- Nachlaffes auf unbestimmte Zeit verschoben. Des Rätsels Lösung fam, riette Hecht zusammengegaunert zu haben. Die Fälschungen sollen als man ermittelte, daß in dem Hospital, wohin sich Frau Müller teilweise in dem Gebrauch des Namens der Frau Kommerzienrat gewandt hatte, um eine Operation an sich vollziehen zu lassen, eine Hecht auf Wechseln bestehen, teils sind sie dadurch zustande ge- andere Frau Müller war, die dort starb. Es kam dann eine Ver kommen, daß auf Veranlassung des Angeklagten Margolin die Mit- wechselung vor, die dadurch nicht behoben wurde, daß Emil angeklagte Sängerin Fröhlich sich als Frau Hecht beim Justizrat Wüller, der Gatte der Lebenden, geholt wurde und nun die Tote Dr. Georg Mühsam vorstellen ließ und Bürgschaften und andere frischweg als seine Frau reklamierte. Wahrscheinlich Notariatsatte als Henriette Hecht geb. Koppel" unterschrieb. wilede die Hofpitalverwaltung nicht besonders viel auf diese Jdenti­fizierung gegeben haben, wenn sie gewußt hätte, daß der Mann mehrfach im Irrenhaus gewefen ist. So aber wurde Frau der mit gebührenden Ghren begraben und als sie im Nachlaz gericht auftauchte, fiel eine ihrer dort befindlichen Verivandten prompt in Ohnmacht.

Margolin will durch den Grafen de la Ramé, den Schwieger­sohn der Frau Kommerzienrat Hecht, zu den Fälschungen bewogen sein. Die Angeklagte Fröhlich erklärt, sie lebe seit 5 Jahren mit Wargolin zusammen, habe nicht geglaubt, daß dieser etwas un­rechtes tue oder was ihr zum Schaden gereichen könne, und habe sich bei den Unterschriften nichts gedacht. Der Angeklagte Margolin behauptet, diese Angabe sei richtig, die Fröhlich habe von den Ge­schäften keinerlei Ahnung gehabt und habe aus Liebe zu ihnt ge handelt, ohne zu wissen, um was es sich handele. Sie hätte auch auf sein Verlangen ihr Todesurteil unterschrieben.

verständige erklären, daß die drei Schiffe sich in seetüchtigem befundet, er sei intildert dann, wie Margolin und die Fröhlich

Kleine Notizen.

Dit- Koblenzeche in Westvirginia( V. St. v. N.-.) 28 Bergleute Schweres Grubenunglück. Durch eine Explosion sind in der In der Beweisaufnahme erklärt der Medizinalrat Dr. Goff- eingeschlossen. Man vermutet, daß alle umgekommen sind. Die Furcht vor der Juftig. In der französischen Ortschaft mann: Margolin, deffen Geisteszustand er auf Veranlassung der Verteidigung untersucht habe, jei ein nervenfchwacher und nervöser leben bei Breeft ertränkte fich die des sein desmordes vers Mensch mit phantastischen Plänen. Von einer Geistesfrankheit dächtige Frau Nillier mit zwei Töchtern von sechzehn be fönne aber bei ihm teine Rede sein. Justizrat Dr. Georg Mühsam ziehungsweise vierzehn Jahren und einem siebenjährigen 1908 zum erstenmal mit Margolin be- na ber. Berhängnisvoller Hauseinfturs. Jn Barcelona stürzte auf ihm die Komödie vormachten. Da Margolin in die Hechtschen Fa- einem großen Koblenlager die Giebelmauer ein und begrub eine milienverhältnisse sehr eingeweiht war, habe er die Ueberzeugung Anzahl Arbeiter. Nach mehrstündigen Rettungsversuchen gelang es, erhalten, er sei eine Art Vertrauter der Hechtschen Familie, Die vier der Verschütteten i chio er verlegt hervorzuziehen, während notariellen Atte feien alle verlesen worden. Er habe die Beglaubiget anbere tot geborgen tvurden. gung einiger Werträge abgelehnt, weil er den Eindruck gewonnen In der Sandgrube verschüttet wurden in Philippsbille batte, daß die angebliche Frau Hecht in übertriebener Liebe zu fünf algerische Eingeborene. Troy sofort vorgenommener ihrer Tochter sich berleiten ließ, alles zu unterschreiben und sich Stettungsarbeiten fonnten die Verunglückten nur als Leichen ausbeuten zu lassen. Unter den Notariatsaften befand sich auch geborgen werden. einer, der das Grundstück der Frau Kommerzienrat Hecht mit einer bypothet belastete und für den Fall nicht rechtzeitiger Zahlung das Grundstück der Zwangsvollstreďung unterwarf.

befanden daß die bei fannt geworden und raturen und Neuanschaffungen nie Schwierigkeiten gemacht habe. Die Maschinen seien ebenfalls gut erhalten gewesen und hätten fich im richtigen Verhältnis zur Größe der Schiffe befunden. Der Kapitän des Bremer Dampfers Roma" hat ausgesagt, daß in jener Zeit, als er die Palermo " sichtete, ein so beftiger Sturm vütete, twie er ihn nie zubor erlebt habe. Sehr merkwürdig ist das Verhalten der spanischen Behörde gewesen. Ueber die Befeuerung ( Leuchtfeuer) der spanischen Küste sind schwere Klagen erhoben worden. Wie der Vorsitzende, Rat Dr. Schoen, mitteilt, soll der deutsche Konful bei feiner Umfrage bei den spanischen Behörden sehr wenig Entgegenkommen gefunden haben. Namentlich ist über das Funktionieren des Feuers bon Galvora in der fraglichen Nacht nichts ermittelt worden. Die Seewarte hat mitgeteilt, daß in den genannten Dezembertagen an ber spanischen Küste schwere Orfane und hoher Seegang ge­herrscht haben.

Der Taucher, der das Brad der Palermo " untersucht hat, ist der Meinung, daß eine Er plo: fion stattgefunden habe, eine Meinung, der man keine besondere Bedeutung beizulegen scheint, obwohl das Gegenteil nicht zu erweisen ist.

Aus aller Welt.

Automobilunfall spanischer Offiziere. General. Marva, drei Obersten und der Generalstabschef erlitten auf der Rückfahrt aus Charabanchel, wo sie an der Eröffnungsfeier ber drahtlosen Telegraphiestation teilgenommen hatten, einen Automobilunfall, wobei fämtliche Offisiere mehr ober minder schwer berlegt wurden. Die schwersten Verlegungen hat General Marba dabongetragen.

Marktpreise von Berlin am 24. April 1911, nach Ermittelung des Königlichen Polizeipräsidiums. Maritballenpreise.( seleinhandel.) 100 Stilogramm Erbfen, gelbe, sunt sochen 30,00-50,00. Speiſebohnen, meiße 30,00-50,00. Linfen 20,00-60,00. Kartoffeln 5,00-9,00. 1 Kilos gramm Rindfleisch, von der Steule 1,60-2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,20 bis 1,70. Schweinefleisch 1,20-1,90. Stalbfleisch 1,50-2,40. gammelfleisch 1,40-2,20. Butter 2.20-2,80. 60 Stud Gier 2,80-4,40. Rilogramm Rarpfen 1,20-2,40. Male 1,60-3,00. 3anber 1.40-3,60. Sedte 1,40 bis 2,80. Barije 1,00-2,00. Schleie 1,40-3,40. Bleie 0,80-1,60. 60 Stüd Krebje 2,50-30,00.

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Briefkaften der Redaktion.

Die Juristische Sprechstunde fiubet Lindenstraße 69, voru vier Treppen Fahrstuhl, wochentäglich von 4% bis 71 Uhr abends, Sonnabends

Was ein Ehrentrunk zuwege bringt. Wie Wilhelm II. österreichischen Liberalen unfreiwillige Wahrhilfe leistete, ist in ergöblicher Weise in der Wiener Arbeiter- Zeitung" zu lesen. Es heißt dort unter der Ueberschrift Haugsdorfer oder Gumpoldskirchner": Und Wilhelm II. stand mitten zwischen den Ratsherren und das weißbärtige Oberhaupt der Der Reichskommissar, Vizcadmiral z. D. Frei Stadt, genannt der Neumaher, reichte ihm einen Pokal boll eblen herr von Bodenhausen, meint, alle Schiffe hätten sich in Weince. Der Kaiser nahm den güldenen Becher in die Rechte, öff guten Zustande befunden. Man müsse es als ein recht unglückliches nete den Mund, hielt eine Rede und das Malheur wat fettig. Zusammentreffen betrachten, daß in dieser Sturmperiode brei Jawohl, dieser Augenblick, da Wilhelmt den edlen Trunk durch die Dampfer einer Reederei verloren gegangen feien und man müsse Stehle jagte, hat die Christlichsozialen gestern ein anerkennen, daß die Ereignisse zu einer Kritik Bandtagsmandat gekostet! Denn jener gleizende Botal, Anlaß gegeben hätten; aber man müsse auch anerkennen, er enthielt augsdorfer Wein... O gewiß, auch der daß durch das Ergebnis der heutigen Verhandlung dieser Kritik Haugsdorfer hat seine Blume; aber sind nicht eigentlich die Gum von 4% bis 6 1hr abends statt. Jeber für den Briefkasten bestimmten Anfrage der Boden entzogen sei. Nicht aufgeklärt sei der Zustand des boldstirchner Weine die edleren? Wäre es nicht die hellige ist ein Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort Feuers von Salvora in der fraglichen Nacht und ob das Feuer Pflicht der Wiener Chriftlichsozialen gewesen, Wilhelm mit alt- wird nicht erteilt. Gifige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. tatsächlich gebrannt habe. berühmtent Gumpoldstirchner zu aben! Sie aber migachteten die 5. S. 110. Die Buchhandlung Borwärts" liefert 3hnen das Ge. In allen drei Fällen gab das Secamt seinen Spruch" dahin edelste Rebe des Landes und setzten dem deutschen Kaiser einen wünschte. 2. J. 30. Bor ähnlichen Einrichtungen ist wiederholt ge­ab, daß die Schiffe bei ihrer Ausreise in gutem, feetüchtigen Emporkömmling unter den Weinstöden vor, einen gerebelten warnt. Diese Stassen sind in der Regel nur Erwerbsquelle ihrer Gründer. Zustande waren, daß sie nicht überladen und genügend bemannt Haugsdorfer. Und weshalb die schmählichen Ränte gegen Gum- 3. S. 10. Berliner Kinderschutzverein, Geschäftsstelle W. 57, Bülow. auf die Reise geschickt wurden, und daß nicht festzustellen sei, to- poldsfirchen? Weil Herr Mayer, der Landesausschus, ein Bock- ftraße 70 I. Sausameisen. Petroleum oder bestes Insektenpulver. durch sie zugrunde gingen. fließer ist und überhaupt die nördlich der Donau wachsenden. B. 28. Freier Ruderbund, Charlottenburg , Sophie- Charlotten- Str. 47 Trauben bevorzugt. Die Zurüdfegung der Gumpoldstirchner Rebe, Dolle)... 35. Die Ursachen können fehr verschieden sein, daher ihre Unterdrückung vor den Augen des deutschen Kaiserst das invaße 8nd stottbuser tier 83. N., lebomftr. 7. Geöffnet von 12-2 und empfiehlt es sich, einen Arzt zu befragen. war gestern ein wichtiges Agitationsmittel bei der 6-10, Sonntags und Sonnabends von 4-10 ur. Landtagswahl im Mödlinger Begirt. Die deutschfreiheitlichen schrien: Nieder mit dem Haugsdorfer!" und so wurden die Gain­poldekirchner Weinbauern für die Gache des Deutschtums und der Freiheit gewonnen. Die Herren im Rathause werden sich es fünftighin überlegen, was fie ihren faiserlichen Besuchern vor­jesen. Wilhelms augsdorfer Trunk ist nun gerät!" haft geredet: Die Deutschnationalen haben den Christlichsozialen bie Sniffe und Pfiffe der Demagogie abgegudt, fie sind nun ge­wißter im llebertreiben als ihre Vorbilder, fie verstehen sich schon beffer auf die Aufbauschung der den Philifter aufregenden leinigkeiten. Im Kampfe der Gumpoldstirchner gegen die Haugs­borser ertviesen sich die Chriftlichsozialen als arme, wehrlose Waisen= knaben. Aber auch die Haugsdorfer werden sich wieder aufraffen.

Ueber die angebliche Seetüchtigkeit der drei alten Schiffe gehen die Meinungen denn doch weit auseinander, wie aus den seinerzeit in unserer Presse veröffentlichten Zuschriften, von denen wir eben falls Notiz genommen haben, hervorgeht.

Gerichts- Zeitung.

Verfrommungsverordnung und Luftbarkeit.

Ernst­

$ 366 3iffer 1 des Reichs- Strafgesetzbuches bedroht mit Strafe Sen, der den gegen die Störung der Feier der Sonn- und Festtage erlassenen Anordnungen zuwiderhandelt. In Preußen können nach der Rechtsprechung trok der Verfassung in den neueren Probingen nach dem Gesek vom 9. Mai 1892 und in den alten Provinzen nach der Kabinettsorder vom 7. Februar 1887 Anordnungen erlaffen werden, die erforderlich sind, um die äußere Heilighaltung der Sonn- und Festtage zu bewahren. Das heißt nach der Jubitatur, das Handlungen berboten werden können, die geeignet sind, die äußere Heilighaltung der Sonn- und Festtage zu stören oder zu hindern. Derartige Verordnungen sind in allen Probingen durch Ein entfehliches Dampferunglückt hat sich in den chinesischen die Oberpräsidenten erlassen. Gewäffern, etiva hundert Seemetlen südlich Sch anghai, zu­Die Oberpräsidialverordnung für Schleswig- Holstein bom getragen. Dort stießen in voller Fahrt ble beiden chinesischen

Schivere Dampferkatastrophe in den chinesischen Gewässern.

. 9. 50. SO., Brilden

Deutscher Transportarbeiterverband

Sektion Berlin I.

Bureau: Engelufer 14/15, II, Zimmer 33. Fernsprecher: Amt IV

Nr. 2882 unb 4747. Arbeitsnachweis: Alte Leipziger Str. 1. Fernfør.: Amt I, 2632.

Packer, Hansdiener, Kutscher usw.

aus der Glas-, Porzellan-, Beleuchtungs-, Galanterie-, Kurz, Lederwaren und Exportbranche. Donnerstag, den 27. April 1911, abends 6 Uhr:

20. Februar 1888 beſtimmt nun im§ 11 Abſak 4: Tanzmusit, Dampfer stwang- li" und Mi- fu" zuſammen. Die Mi- fu" Große öffentliche Versammlung

Bälle und ähnliche Lustbarkeiten in Gasthäusern, Schankwirtschaften wurde buchstäblich in zwei Teile zerschnitten und und sonstigen Vergnügungslokalen, auch wenn sie in gefchloffenen fant innerhalb weniger Minuten. Ueber 40 Chinesen Gesellschaften stattfinden, müssen an Sonnabenden spätestens um sind ertrunten. Alle ausländischen Passagiere des 12 Uhr nachts geschlossen werben." Eine Tangluftbarkeit des Ge- Dampfers fonnten gerettet werden. fangbereine Alfenfund" hatte in behoe am Sonnabend nicht um 12 Uhr nachts ihr Ende erreicht, sondern bis Sonntag früh um 315 Uhr gebauert. Deshalb war Fed angeklagt worden, die Straf. tammer in 3sehoe als zweite Instanz hatte ihn aber freigesprochen. Das Gericht erachtete die fragliche Vorschrift für ungültig.

Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein und verlangte, daß die Bestimmung als gültig angesehen werde. Sie diene ebenso der äußeren Heilighaltung der Sonn- und Feiertage, wie die für gültig angesehenen Vorschriften für die Vorabende der großen Feste, bes Bußtags usw.

Tie Entvölkerung Frankreichs .

Um der Entvölkerung Frankreichs ein Ziel zu sehen, hat sich bor einiger Zeit eine Liga der finderreichen Familien Frankreichs " gebildet, die eine Propaganda zugunsten staatlicher Unter­itügung finderreicher Familien betreibt. Ein dahingehender An­trag ist bei der Kammer eingebracht worden. Aus einem dem Kabinette chef unterbreiteten Bericht geht hervor, daß in Frankreich ) 1 350 000 Junggesellen leben, die mehr als 30 Jahre alt find. Diese Zahl wird bom weiblichen Geschlecht noch übertroffent. Weiter Das Nammergericht verwarf jedoch am Montag die Rebifion gibt es in Frankreich 1804 710 Familien ohne Kinder, ber Staatsanwaltschaft mit folgender Begründung: 2966 171 Familien mit einem Kinde, 2 661 978 Familien mit Nach§ 366 Ziffer 1 des Reichs- Strafgesetzbuchs werde bestraft, 2 Kindern, 1643 415 mit 3 Kindern, 987 393 mit 4 Kindern, wer den gegen die Störung der Sonn- und Festtage erlaffenen An- 566 768 mit 5 Stinbeen, 827 341 mit 6 Kindern, 182 998 mit ordnungen zuwiderhandelt. Eine solche Polizeiverordnung könne 7 Kindern, 94 719 mit 8 indern, 44 728 mit 9 tindern, 20 639 mit sich also nur richten gegen die Störung der Feier der Sonn- und 10 Kindern, 8305 mit 11 Rinbern, 8508 mit 12 Kindern, 1487 mit Festtage. Nun habe allerdings das Kammergericht entschieden, daß 13 Kindern, 554 mit 14 Kinderit, 202 mit 15 Kindern, 70 mit Tanzluftbarkeiten, Bälle usw. verboten werden können an den Vor- 16 Kindern, 89 mit 17 und mehr Kindern.

abenden der hohen Festtage, zum Beispiel auch am Vorabende des Ob diese Maßnahmen, die von Zeit zu Beit angeregt werden, Bugtags. An hohen Festtagen sei aber nach allgemeinen An- Aussicht auf Erfolg haben, erscheint uns höchst zweifelhaft. Gine schauungen eine Vorbereitung des Innern nötig, die schon am Tage große Rolle spielen babet die wirtschaftlichen und sozialen Verhält­vorher stattfinde. Es würde also das Publikum in seinem religiösen niffe Frankreichs . Der franzöfifche Bourgeois und Kleinbürger hat Empfinden gestört, wenn an den Vortagen der großen Feste der- das Bestreben, durch Einschränkung der Kinderzeugung sich seine artige Luftbarkeiten stattfänden. Anders läge es aber bei den fogiale Stellung zu erhalten. Andererseits till er aber auch bers Borabenden der gewöhnlichen Sonn- und Festtage. Das Publikum hüten, daß das Vermögen bei der Erbteilung sich in allzubiel fleine in Deutschland habe im allgemeinen nicht das Gefühl, daß für die Teile zersplittert. Feier der gewöhnlichen Sonntage aut Tage vorher eine innere Bor­bereitung notwendig sei. Die Feier des Sonntags beginne erst mit den Morgenstunden, ungefähr um 9 1hr, wenn die Leute zur Kirche ais der Bischof bon Agen nach der Ortschaft a plume gehen wollten. Die hier fragliche Vorschrift, wonach allgemein an zur Brebigt fuhr, wurde sein Wagen, wie ein Telegrann aus Paris Sonnabenden die genannten Lustbarkeiten spätestens um 12 Uhr meldet, in der Nähe der Gendarmentaferne mit einem Stein­nachts ihr Enbe erreichen sollen, sei ungültig. Auf die Frage, wie hagel überfüttet. Die Glasscheiben des Wagens wurden es in überwiegend Katholischen Gegenden sei, wo Frühmessen statt- gertrümmert und ein Diener des Bischofs erheblich verlegt. fänden, brauche hier nicht eingegangen werden. Der Angeklagte Der Bischof fuhr unter Begleitung bon Gendarmen weiter. Die müsse wegen ungültigkeit der Vorschrift freigesprochen werden. Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung eingefeltet.

Shape

Hochstapeleien in großem Umfange

beschäftigten gestern das Schwurgericht des Landgerichts 1. Ange­

Ein gesteinigter Bischof.

Die geprellten Erben.

Recht selten dürfte es sein, daß jemand sich zur Bertefung feines tlagt waren wegen schwerer Urkundenfälschung, Betrug und ver- eigenen Testaments einstellt. Dies gefchah, wie aus Neio Dort

der obengenannten Branchen

in Berchts Rittersalen, Ritterstraße 75. Tages Ordnung:

Die heutigen wirtschaftlichen Verhältnisse und wie können wir unsere Lage verbessern? Referent: Kollege Otto Franke .

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