Partei- Angelegenheiten.
Bur Lokalliste!
In Wilhelmsruh N.-B. hat der Besiger des Lokals Seebad Wilhelmsruh" gewechselt. Der jezige Inhaber Otto Pätsch stellt uns fein Lolal zu den bekannten Bedingungen weiter zur Verfügung. Außerdem weisen wir darauf hin, daß in Rosenthal heute der Rauchflub„ Kaiserblume" sein Stiftungsfest im Lokal von Dettmann abhält. Da uns das Lokal nicht zur Verfügung steht, aber versucht wird, in Arbeiterfreifen Billetts umzusehen, ersuchen wir, dieselben zurückzuweisen. Sämtliche Lokale in Rosenthal, außer Kablik, GastHof zur Mühle, sind streng zu meiden. Die Lokalkommission.
Zweiter Wahlkreis( Friedrichstadt ). Der 3ahImorgen für Buchdruckerei Nachtarbeiter findet der bekannten Umstände wegen nicht statt. Der Vorstand. Sechster Wahlkreis. Die Genossinnen der 9., 10., 11. und 12. Abteilung des sechsten Wahlkreises veranstalten am Montag, den 19. Juni, im Jusel- Restaurant, Plößensee, ein allgemeines Staffeekochen, zu welchem auch die Parteigenossen freundlichst eingeladen sind.
Charlottenburg . Am Dienstag, den 20. Juni, abends 8 Uhr, im kleinen Saale des Volkshauses: Versammlung der 1. Gruppe. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Schubert über Konsum genossenschaften. 2 Stellungnahme zur Wahl des Vorstandes. 3. Gruppenangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. Tempelhof . Dienstag, den 20. Juni, abends 8 Uhr, bei Thiel, Berliner Straße 41/42: Mitgliederversammlung. Vortrag: Moderne wirtschaftliche Organisationsfragen. Referent: Genosse Simon Katzenstein . Verschiedenes. Wildan- Hoherlehme. Mittwoch, den 21. Juni, abends 7%, Uhr: Deffentliche Versammlung für Männer und Frauen im Lokale von Heiser, Wildau . Tagesordnung: Die Sünden der Reichstagsmehrheit und die bevorstehenden Wahlen. Referent: Reichstagsabgeordneter Frig Zubeil. Diskussion. Die Parteigenossen wollen zu der am Montag, den 19. d. m., abends 7 Uhr, vom Bezirkslokal Otto Schumann aus stattfindenden Flugblattverbreitung vollzählig zur Stelle sein. Der Vorstand. Reinickendorf - Ost. Dienstag, den 20. Juni: Mitgliederversamm= Lung bei Sadau, Residenzstr. 125. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Rich. Seidel:" Der Mensch zur Eiszeit in Europa". 2. Diskussion. 3. Parteinachrichten. 4. Verschiedenes.
Die Bezirksleitung.
Die langen Tage
Sonntag, 18. Juni 1911.
Wohnung zu verlassen. Als der eine ging, hörte K. ihn in der und vertrauensvoll aussehen, Original- Zeugnisse aus den Händen Zür noch etwas sagen, was er so verstand:" Man müßte doch gleich zu geben. Viele Stellungssuchende sind der Meinung, daß sie damit die Betten herausholen!" Was das bedeuten sollte, weiß er nicht. auf die Stellenvergeber erhöhten Eindruck machen. Das ist jedoch Meinte der Agent, daß er wegen der 6 M. pfänden lassen wollte? nicht immer der Fall. Erfahrungsgemäß schicken sehr vale die St. ließ sich nicht verblüffen sondern brachte den Menschen im Eil- Original- Zeugnisse selbst dann nicht zurück, wenn das Rüdporto tempo zur Tür hinaus. beigefügt ist. War das Inserat unter Chiffre aufgegeben, so ist ein Agent der Bremen - Hannoverschen Lebensversicherungsbank fordern, da auch die Zeitungsexpedition den Namen des Inserenten Bei einem Arbeiter 2. in Nixdorf fand sich schon im März dann gar feine Möglichkeit vorhanden, die Zeugnisse zurückzus Aktiengesellschaft" ein. Er sagte, daß er von der Versicherung nicht fennt. Manche Arbeitvergeber behalten allerdings die Zeug fomme", gab aber auf 2.3 Frage nicht an, welche Gesellschaft das nisse nicht in böser Absicht, sondern aus Bergeßlichkeit zurück. Auch sei. Der Agent fragte nach 2.3 Police nahm von ihm eine Kinder- kommt es nicht selten vor, daß, wenn Hunderte von Offerten einversicherungspolice sowie eine Feuerbersicherungspolice entgegen gehen, nur ein Teil geöffnet und gelesen wird, die übrigen aber und sah sie sich an. 2. wunderte sich nicht weiter darüber, weil er ungeöffnet in den Papierkorb wandern, mit ihnen also die Zeug ihn nach seinem Auftreten für einen Revisor hielt. Erst hinterher nisse. Es genügt vollständig, Zeugnisabschriften einzusenden, die kam der vermeintliche Revisor" mit dem Angebot heraus, 2. nicht mal amtlich beglaubigt zu sein brauchen. Wer auf die bes möchte auch für sich eine Lebensversicherung abschließen, wozu er treffende Person reflektiert, wird ja später doch persönliche Vor seine Bremen - Hannoversche usw." empfehlen könne. Auch hier stellung verlangen und sich bei dieser Gelegenheit die Original wurde das Lockmittel angewendet, die Aufnahmegebühr Zeugnisse vorlegen lassen. auszulegen. 2. nahm die ihm überreichte Quittung über die Aehnlich verhält es sich mit Photographien. Man soll auch von ihm gar nicht bezahlten 1,50 M. an, erklärte aber, er werde diese nur dann einsenden, wenn man den Namen des Inserenten fich erst über die Gesellschaft erkundigen. Das wiederholte er auch, genau fennt und somit in der Lage ist, sein Eigentum zurückzuals der Agent eine Bemerkung machte, die er dahin verstand, im fordern. Mit Photographien, die auf diesem Wege verlangt werden, Aufsichtsrat sei ja Bebel. Wenn's nicht wahr sei, so wird überhaupt viel Mißbrauch getrieben. In den weitaus meisten Tage später kam ein anderer Agent zu der allein anwesenden Frau wird nur zu dem Zweck inseriert, um eine Fülle von Photographien brauche er, fügte der Agent hinzu, nichts zu zahlen. Vierzehn Fällen gelangt sie an den Absender nicht wieder zurück. Zuweilen 2. und sagte ihr, er bringe die Police . Frau 2. war so verständig, und zugehörigen Namen zu erhalten. Es besteht der sehr dringende sie nicht anzunehmen. Es wurde dann in der nächsten Woche noch Verdacht, daß sich dieses Mittels besonders gewisse anrüchige Hei mehrere Male von verschiedenen Personen, die sich nacheinander ratsvermittelungsbureaus bedienen. erreichen. Einer kündigte Klage an, ein anderer aber berief sich der sich bekanntlich im Moabiter Kriminalgericht selbst gestellt hat, bei 2. einfanden, der Versuch gemacht, die Annahme der Police zu In der Schrammschen Mordsache ist jetzt für den Dreher Boigt, wieder auf Bebel, der ja ebenfalls in der Gesellschaft sei. Doch das half alles nichts: 2. lehnte ab. Schließlich kamen zwei Herren, ein Haftentlassungsantrag gestellt worden. Dieser liegt augenblicklich die von diesen ganzen Verhandlungen nichts zu wissen schienen, dem Untersuchungsrichter zur Entscheidung vor. Der Verteidiger des und empfahlen sich ihm zum Abschluß einer Lebensversicherung, Boigt stützt seinen Antrag darauf, daß weder Fluchtverdacht noch nachdem auch sie sich damit eingeführt hatten, daß sie, 2.3 Police zu Berdunkelungsgefahr vorliege. Voigt habe einen festen Wohnsitz bei schen wünschten. Der eine jagte im Zusammenhang mit seinen feinen Eltern in Tegel und außerdem habe ihn sein Meister, bei dem Anpreisungen etwas von Partei", fragte nach L.s Zugehörigkeit er früher gearbeitet, das beste Beugnis ausgestellt und sogar im zum Wahlverein und zeigte eine Liste von Namen angeb= Strankenhaus besucht. Verdunkelungsgefahr sei insofern nicht vorlicher Wahlvereinsmitglieder. Und auch er erzählte von handen, als Voigt den Tatbestand zugäbe und es sich nur darum Bebels angeblichen Beziehungen zu ihrer Gesellschaft. Ach, Sie handele, inwieweit eine Ueberschreitung der Notwehr vorgekommen sei. find wohl," fragte jetzt 2.,„ von der Bremen - Hannoverschen!?" Ein total zertrümmertes Automobil der Firma Balzer u. " Jawohl". Nun klärte L. fie darüber auf, welche Erlebnisse er mit Bedyr wurde in Treptow abseits vom Wege aufgefunden. Der Agenten dieser Gesellschaft bereits gehabt hatte, und so wurde er Chauffeur Kurt M. hatte eine Spritzfahrt unternommen und dann die lästigen Gäste los. nach einem Unfall das Auto einfach im Stich gelassen. M. ist verschwunden.
"
"
"
Ginen besonders frechen Mißtrauch mit dem Namen unseres Genossen Bebel trieb ein Agent derselben Gesellschaft, der in Rig= dorf einen Arbeiter H. Ende März besuchte. Auch er wollte zunächst mal die Police sehen" und rückte erst dann mit dem Angebot einer Lebensversicherung heraus. Er gab an, in der BremenHannoverschen Gesellschaft sei Vebel im Vorstand. Jeden Nachmittag von 3-4 Uhr können Sie," plauderte er, ihn sehen und sprechen; da ist er im Bureau." Ohne mit der Wimper zu nicht zu sprechen, er ist seit 14 Tagen frank!" Er war unermüdzuden, fügte er im nächsten Augenblick hinzu:„ Aber jetzt ist er lich im Erzählen, blieb bis 10 Uhr abends und entschloß sich nur schiver zum Aufbruch, weil er nichts ausgerichtet hatte. Ein Bewohner desselben Hauses, bei dem er bereits vorher gewesen war, hatte ihn als Schindler tagiert.
heit dieses Geschäftsbetriebes sagen soll. Man weiß in der Tat nicht, was man zu der Unverfroren
"
Polizeilich beschlagnahmt wurde die Leiche des 52 Jahre alten Arbeiters Karl Helbig , der in der Schönhauser Straße 7 in Schlaf. stelle wohnte. Sein Wirt fand ihn vorgestern mittag tot im Bette liegen. Ein Arzt konnte die Todesursache nicht feststellen. Es wird vermutet, daß H. einem Herzschlag erlegen ist.
Als Vermittelungsschwindler wurde ein 49 Jahre alter Ar Schankwirte abgesehen hatte. Quizz schrieb sich aus den Zeitungen beiter Friedrich Quizz dingfest gemacht, der es besonders auf die Wirte heraus, die anzeigten, daß sie ihre Geschäfte zu vers taufen beabsichtigten. Er suchte dann die Leute auf, prahlte mit Erfolgen, die er als Verkaufsvermittler gehabt habe und versicherte, daß er auch jest wieder geignete und zahlungsfähige Käufer an der Hand habe. Daß er über die Vermittlergebühr im Klaren sein wollte, erschien begreiflich. Auch dagegen hatten die Berkäufer selten ettwas einzuwenden, daß er sich gleich einen kleinen Vors schuß auf die ausbedungene Vermittlergebühr geben ließ; auch be zahlte der Herr Vermittler, von dem man einen günstigen Abschluß erwartete, die Zeche nicht. Ein Betrogener ließ den Schwind ler endlich festnehmen.
spinnen nun ihren Zauber um die Welt. Das Jahr hat wiederum seine Höhe erstiegen und in üppiger Fülle Blüten, Blumen und Blattgrün über die Erde gestreut. Nun will der Frühling dem Sommer das Feld räumen und die Säfte, die er gebraut, an der Sonnenglut zur Reife kochen lassen. Von einer eigenen Schönheit ist jetzt die Natur. In den Hausgärten unserer Vororte leuchten die Rosen. Die Linden blühen und die Jasminbüsche find mit weißen Silberkelchen geMuß- Begeisterung für die Jahnfeier. Unsere Mitteilung, daß sternt. Wohl sind die Felder am Rande der Großstadt in einigen der Fachlehranstalten der Berliner Kauf selten geworden. Aber dort, wo sie noch ihre Ge- mannschaft an die Böglinge die Zumutung gestellt worden ist, vierte dehnen und has fast mannshohe Korn im Juniwinde sich an der hurrapatriotischen Jahnfeier zu beteiligen und hierzu weht, grüßen roter Wohn, blaue Raden und gelbe Kamillen- ihren sonst unterrichtsfreien Sonntag herzugeben, wird durch Ein eigenartiger Konzertautomat hat sich in der Friedrich blumen von jedem Rain. Schmale Gänge führen durch das mehrere Briefe ergänzt, die inzwischen noch an uns gelangt sind. nickende Aehrenmeer, und die Halme rauschen und raunen, den man da mehr oder minder deutlich auf die Zöglinge ausgeübt ein aus einem umfangreichen Konzertprogramm ausgewähltes Sie äußern sich sämtlich zustimmend zu unserer Kritik des Zwanges, straße unter dem Namen" Bapheton" aufgelan. Man bestellt sich wenn sie sich vor dem Schreitenden öffnen oder hinter ihm hat. Wir erfahren, daß auch noch in einigen anderen Fachschulen Stück durch entsprechende Regulierung und Aneinanderreihung be zusammenschlagen. der Berliner Kaufmannschaft ganz ähnlich die 3öglinge zur weglicher Zahlen, wirft ein Geldstück in einen Schlitz und nimmt Die Wälder stehen still und starr dahinter im Sonnen- Beteiligung an der Feier tommandiert wurden. den Hörer an das Ohr, um gemütlich auf einem Stuhle sigend eine glanz. Die rotbraunen Stämme der Niefern hauchen herb- Hiernach gewinnt unsere bereits ausgesprochene Bemerkung, daß in Arie aus" Troubadour" oder" Carmen" anzuhören. harzige Düfte. Wo cin paar Birken Wache halten, da sämtlichen Fachschulen dieser Korporation eine gleichartige VerDer Admiralspalast hat nun auch eine große Lichtbildbühne wispern die harten Blätter und flingen leicht gegeneinander, fügung ergangen ist, noch mehr an Wahrscheinlichkeit. In einer eröffnet, die bei Errichtung des großartig angelegten Baues in wenn ein Windstoß sie in Schwingungen versetzt. Der Sang Klasse der Schule in der Inselstraße wurde erflärt:„ Wer nicht der Vögel, die das Brutgeschlift hinter sich haben, ist auch der Albrechtstraße wird uns berichtet, daß in einer Atlaſſe den zwei Stock hoch belegenen Theatersaal. Die Ausstattung ist vors mitmacht, der wird ja sehen, was wird!" Auch aus der Schule in Aussicht genommen war. Mittels Fahrstuhl gelangt man in den allmählich stiller geworden. Dafür hat das sommerliche Schülern in Aussicht gestellt worden sei, es werde etwas palieren, nehm gehalten und trägt einen recht intimen Charakter. Die Vors Grillenzirpen eingesetzt. Wohl rust noch der Kuckuck seinen wenn sie nicht mitmachen. Aus der Schule in der Elisabethstraße, führungen find gut ausgewählt und eine melodiöse Konzertmusik umrahmt das Ganze. Glockenruf über die Heide. Aber auch er wird die bereits in jener früheren Mitteilung erwähnt wurde, hören wir bald verstummen. Um so Laster summen dafür jetzt, daß in einer Klasse neun Schüler ihre Nichtbeteiligung ange. Der Gesangverein Kreuzberger Harmonie"( M. d. A.-S.-B.) Bienen und Käferbolt. Und die Falter jagen einander fündigt und schriftliche Zustimmung der Eltern beigebracht haben. veranstaltet am heutigen Sonntag, den 18. Juni, nachmittags in und wiegen sich schaukelnd auf jedem Blumenstern, Einige andere Schüler begnügten sich mit der mündlichen Er- der Brauerei Friedrichshain sein Sommerfest. Der Verein der ihnen lachend entgegenleuchtet. Der sommerfrohe Tag lärung, daß sie nicht teilnehmen würden. Der Lehrer pries dann rechnet darauf, daß die Arbeiterschaft das durch ein gutes Proaber will der Nacht nicht mehr weichen, Morgengrauen und Turnerschaft" als den größten aller existierenden Turnverbände. die geplante Feier als überaus großartig und rühmte die" Deutsche gramm ausgezeichnete Arrangement unterstützt. Abenddämmerung fließen ineinander zu einem matten Zwie- Wochen hindurch sind in den Fachschulen der Kaufmannschaft turnelicht, das mit braunen Schletern ein paar armselige Stunden rische Uebungen gemacht worden, durch die die Schüler zur Jahnder Dunkelheit umhüllt. Das sind die linden, furzen Juni- feier gedrillt werden sollten. In der Inselstraße hatten sich nur nächte, in denen es sich gut wandert, unbehelligt von der wenige Schüler zur Teilnahme an diesen Uebungen freiwillig herHitze, der Sonne entgegen! Und wenn auch dem Großstadt- beigelassen, darum tam die Verfügung, daß alle teilzunehmen Im wissenschaftlichen Theater der Urania gelangt der Vortrag proletarier die Natur immer fremder und ferner geworden ist, hätten. Denen, die sich weigern wollten, wurde Arrest in Aussicht von Herrn Professor Dr. Heck, d: m Direktor des Zoologischen jetzt sollte er sie zu erhaschen suchen an einem freien Tage. gestellt. Eine Zuſchrift, die nicht aus den Kreisen der Schüler Gartens, Lebende Tierbilder von nah und fern", in dieser Woche oder ihrer Eltern stammt, bedauert, daß auch die Turn- noch allabendlich und außerdem am Sonnabend nachmittag um Denn besser sind im ganzen Jahre die Feierstunden nicht auslehrer gar nicht erst gefragt worden sind, ob sie mit 4 Uhr zur Darstellung. zunuzen, als in dieser Zeit, da den Nächten die eigentliche machen wollen oder nicht. Die Verfasser dieses Schreibens heben Dunkelheit fehlt, und sich die Tage licht und lang dehnen! hervor, daß auch unter den Turnlehrern sich manche befinden, die aus dem Volke hervorgegangen sind. Sie tadeln es, daß Gelder der Stadt für Sondertvecke der Deutschen Turnerschaft" verwendet
Vorsicht vor Versicherungsagenten!
"
werden.
" 1
Montag, den 19. Juni, abends 9 Uhr, im Restaurant Daſe, Die Arbeiter- Samariter- Kolonne Groß- Berlin veranstaltet am Brunnenstr. 154 einen allgemeinen Uebungs- und Lehrabend. Gäste hierzu willkommen.
in Südost.Kleinafien.
Rigdorf.
Vorort- Nachrichten.
Dem Zoologischen Garten ist ein stattliches Paar Kleinasiatische Wildschafe geschenkt worden, das dieser Tage in Begleitung eines Gemsberges bewohnt. Diese sehr hochläufige, am Körper fast ein türkischen Wärters eingetroffen ist und ein Gehege des neuen Zu unseren Mitteilungen( in Nr. 123) über die Geschäftsfarbig gelbliche Form, die bisher wohl noch niemals lebend nach Iniffe, die von Berliner Agenten der Bremen - Hannover . Eine Hundestatistik. Der Betrieb des Tierdepots in der Europa gelangt ist, unterscheidet sich von den verwandten Arten schen Lebensversicherungsbant Attiengesell Dircksenstraße, das bekanntlich dem Deutschen Tierschutzverein hauptsächlich dadurch, daß die Hornspitzen des Bockes sich nicht nach schaft" angewendet worden sind, um Arbeiter zum Abschluß von gehört, ist im vergangenen Geschäftsjahr recht umfangreich ge- born sondern nach der Schulter zu wenden. Die sehr zahmen, jetzt Lebensversicherungen zu bewegen, haben wir neue Zuſchriften er- wesen. Nicht weniger als 15820 Hunde passierten im Saarwechsel befindlichen Tiere stammen vom Taunus - Gebirge halten. In Tempelhof wurde ein Zimmerer S. im Mai von zwei das Depot. An Fanghunden wurden eingebracht 6357, Herren besucht, die sich als Agenten dieser Gesellschaft auswiesen. Findlinge mit Maulkorb und Steuermarke 264, ohne MaulAuch hier versuchte der eine, der das Wort führte, durch hinein. forb und ohne Marke 2887, zur Verfügung gestellt 1221. Zur ziehung der Person unseres Genossen Bebel seine Tötung gelangten 3979 und 785 wurden in Pension gegeben. Gesellschaft zu empfehlen. Wir haben bereits mitgeteilt, daß Bebel Aus Pflege famen 155 zurück und vom Tierasyl sind 132 über vor jezt 36 Jahren bei der Bremen - Hannoverschen Gesellschaft eine liefert worden. Der Ausgang an Hunden gestaltete sich Lebensversicherung genommen hat, aber selbstverständlich niemals Ein Schlittenfahrer wurde gestern unschädlich gemacht. Der in eine Beziehung zu ihr getreten ist, die irgendwem ein Recht folgendermaßen: Ausgelöst wurden von ihren Besitzern 5176, 37 Jahre alte Kaufmann Moriz Wolfssohn mietete sich in Rigdorf geben könnte, den Namen Bebel als Empfehlung zu benutzen. Die in Pflege gegeben 639, getötet 6845, aus Pension 658, ge- eine fleine Wohnung von Stube und Küche und ließ sich Geschäftsoben erwähnten beiden Agenten besuchten den Zimmerer K. zwei storben 46, dem Tierasyl übergeben 2469, insgesamt also farten mit der Aufschrift Kunstverlag Elite" drucken. Wolfsjohn mal. Beim ersten Besuch wurde, als er ihre Vorbringen abivies, 15 833 Hunde. sandte nun seine schönen Geschäftsfarten an große Luguspapiers ihm gesagt, er brauche teine Aufnahmegebühr zu zahlen, Auch Katzen und andere Tiere passierten als Findlinge fabriken und bestellte beträchtliche Posten Waren aller Art, Ansichtss die werde man für ihn auslegen. Sie können," antwortete oder zwecks Tötung das Depot. Es waren dies: 5973 Stagen, poftfarten, feine Schreibwaren usw. Die Zahlung sollte sofort bei K.,„ auslegen, was Sie wollen; ich bezahle nichts." Darauf wurde 11 Pferde( darunter war eins vor einen Wagen gespannt), ieferung erfolgen. Wenn aber die Boten mit den Sachen tamen, thm eine Quittung überreicht, die er nicht genauer prüfte. Wit 2 Efel, 6 Affen, 2 Füchse, 1 Schaf, 6 Meerschweinchen, 2 Igel, in Wilmersdorf , und dort werde auch bezahlt werden. Er habe sich so schwindelte ihnen der„ Kunstverleger" vor, sein Hauptgeschäft liege baben uns diese Quittung zeigen lassen, und durch uns ist K. dann 5 Kaninchen, 2 Frettchen, 4 Eichfätzchen, 3 Kakadus, darüber mit dem Fabrikanten schon durch den Fernsprecher ver Darüber aufgeklärt worden, daß er für sich und seine Frau einen 21 Papageien, 1 Dompfaff, 11 Stanarienvögel, 1 chinesische ständigt. Einer der Fabrikanten machte eine Angestellte, die die Aufnahmeantrag gestellt haben soll. der auf das Leben von( Namen des Ehepaares) in Tempelhof be- Nachtigall, 3 Eichelhäher, 1 Lachtaube, 4. Tauben, 1 Henne, Ware ohne Barbezahlung hatte abgehen lassen, ersagpflichtig. Diese antragten Bolfsversicherung die bedingungsgemäß zu zahlende Auf- 1 Bussard, 1 Hänfling, 3 Sittige, 1 Fint. Die Tötung wandte sich nun an die Kriminalpolizei und so tam das gange nahmegebühr von 1,50 M. erhalten zu haben, bescheinigt Tempel. der Tiere fand bisher durch Einspritzen von Blausäure in die Treiben ans Licht. Wolfsjohn hatte sich schon für mehrere 1000 m. hof, den 18. Mai 1911, A. Wofchibky Direktionsbeamter, Potsdamer Lunge statt, was eine schmerzlose und sehr humane Methode Waren erschwindelt, als er gestern festgenommen wurde. Straße 97 II." Die Bedeutung dieses Schriftstückes wurde von K. sein soll. Charlottenburg . nicht erkannt. Als dann die Agenten zum zweiten Male zu ihm
Die Quittung lautet: 3u
" 1
tamen, sagten sie ihm, sie hätten ihn bereits angemeldet Keine Original- Zeugnisse fortgeben! Hierzu wird uns ge- Eine Stellenvermittelung für Verkäuferinnen der Lebensmittel und einstweilen 6 M. für ihn bezahlt, die er nun zurückerstatten schrieben: Es kann nicht eindringlich genug davor gewarnt werden, brauche hat der städtische Arbeitsnachweis Charlottenburg , Wittenberg müsse. St. lehnte das selbstverständlich ab und ersuchte sie, seine lauf Grund von Stelleninferaten, mögen sie auch noch so verlockend play 4( Fernsprecher Amt Charlottenburg 1487), seinem Betriebe an