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Nr. 163. 28. Jahrgang.

3. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Sounabrud, 15. Juli 1911.

Partei- Angelegenheiten.

bis Mahlow.

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berufen sind, das eine ganze, die Menschenkraft lähmende undichtigkeiten hervorgerufen wird, erschwert. Doch hofft die Ver­Gesellschaftsordnung wie Unkraut aus dem Boden reißen soll.

Als Heiland der Taubstummen bezeichnet die" Tägl. Ndsch." den Vorwärts", der in seiner Dienstagsnummer den Versuch, die Taubstummen als Menschen zu stempeln, die weder berechtigt noch befähigt seien, sich am politischen Leben zu beteiligen, zurückgewiesen hatte.

waltung Freitagabend die Reparatur beendet zu haben und wieder Wasser in den reparierten Rohrstrang einlassen zu können, sodaß Sonnabend wieder voller Druck im Stadtrohrnez sein wird.

berichteten, hat ihre Aufklärung gefunden. Der Fremde", ein Bots­Die mysteriöse Badeaffäre bei Potsdam , über die wir gestern Damer Bürger, hat sich der dortigen Bolizei gestellt, nachdem er durch die Zeitung davon Kenntnis erhielt, daß er gesucht werde. Unfere Meinung, daß diejenige Wahltätigkeit, die nur unter ge- Der Vorgang ist nach seinen Angaben lediglich auf einen Unfall wissen Bedingungen angewendet werde, eine falsche und verächtliche zurückzuführen. Durch einen vorüberfahrenden Dampfer ſeien er Wohltätigkeit sei, bezeichnet das Blatt als Unsinn und Flunkerei. selbst und das Mädchen in einen Wellenstrudel geraten, wobei sie Nicht für dieses oder jenes habe die Tägl. Rdsch." geredet, sondern beide getrennt wurden. Das Mädchen sei untergegangen. Die von nur gegen die unsaubere Agitation der Sozialdemokratie, die sich ihm sofort angestellten Versuche, sich der Leiche wieder zu bemäch nicht schäme, so einander völlig fremde Dinge, wie die Fürsorge tigen, wären leider vergeblich gewesen. Er sei dann topflos ge­für die dringendste Rotdurft Bedauernswerter worden und an die Stelle zurückgeschwommen, an der er sich ent­und ihr grenzenloses Parteiagitationsbedürfnis geborgen werden. fleidet hatte. Bisher konnte die Leiche des Mädchens noch nicht miteinander aufs unnatürlichste zu verquicken.

Zweiter Wahlkreis, Friedrichstadt . Sonntag, den 16. Juli, bei Jul. Meyer, Oranienſtr. 103: 3 a h I morgen für Druderei Nachtarbeiter. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Tätigkeits­bericht. 3. Antrag auf Verlegung des Zahlmorgens. Regen Besuch erwarten Der Vorstand. Die Vertrauensleute. Dritter Wahlkreis. Morgen Sonntag, den 16. Juli, findet ein Ausflug mit Familie nach Johannisthal statt. Treffpunkt nach­mittags im Bartrestaurant, Inh. Heffe, Stubenrauchstr 12/13. Bahl reiche Beteiligung wird erwartet. Das diesjährige Sommerfest findet am 12. August in der Neuen Welt" statt. Der Vorstand. Tempelhof . Am Sonntag, den 16. Juli: Ausflug der Wahl bereinsmitglieder mit Familie nach Diedersdorf. Treffpunkt 3/412 Uhr an der Brücke zwischen Mariendorf und Tempelhof . Ab­fahrt vom Bahnhof Mariendorf 1221, für Nachzügler 1251. Fahrt Der Vorstand. Wilmersdorf- Halensee. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß Wie eine Potsdamer Korrespondenz meldet, ist der Potsdamer unser Ort für die Agitation zur Einsichtnahme in die Kommunal­Die nach Meinung der Tägl. Ndsch." zur Politik völlig un- Bürger ein hiesiger königlicher Obermaschinist. Gestern wurden sämt­wählerlisten gegenwärtig noch nicht in Betracht kommt, da hier fähigen Taubstummen werden, wenn sie so etwas lesen, entsegt die liche in Frage kommenden Kinder der Familien Schulz und Boissier, die Wählerlisten erst vom 1. bis 15. September öffentlich ausliegen. Hände ringen. die allein Augenzeugen des Vorganges waren, gehört. Ueberein­Der Vorstand des Wahlvereins. Bu unfähig, die Triebfräfte in der gesamten Arbeiterbewegung stimmend gaben dieselben folgende Schilderung: Die Kinder im Kanal an der Adlershof . Dienstag, den 18. Juli, abends 81 Uhr, im Lokal zu begreifen, stellt es das Blatt so dar, als hätte die Sozialdemo- badeten mit der Franziska Polednick des Genossen R. Kaul, Bismarckstr. 16: Generalversammlung des fratie, nur um ihr Organisationsbedürfnis zu befriedigen, jene von der ein Mann ins Wasser, der bald seine Aufmerksamkeit auf Am anderen Ufer stieg Mündung in den Weißen See . Wahlvereins. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der bürgerlichen Gnade abhängigen Taubstummen zu einer so stattlichen Sie Kinder lenkte. Ohne jegliche Veranlassung ging er Funktionäre. Der Vorstand. Versammlung zusammengetrommelt. Glaubt die Tägl. Rundsch." durch das Wasser auf die Kinder zu. Erst wollte er der 14jährigen im Ernst, daß, wenn unter den taubstummen Arbeitern nicht ein S. S. das Rückenschwimmen lernen. Das Mädchen verzichtete je­Teil zur Teilnahme am öffentlichen Leben vorhanden wäre, sich an doch hierauf. Nun wandte sich der Herr der Franziska P. zu. Er jenem Sonntag plöglich 300 Menschen zusammengefunden hätten? umfaßte fie, legte sie sich auf den Rücken und schwamm mit ihr. und wäre es möglich, eine leidenschaftliche Begeisterung unter den Dabei äußerte er: So rettet man Menschen"! Dann ſetzte er Bersammelten für eine völlig fremde, in keinem Zusammenhang mit seine Versuche mit der P. fort, die auf einen Buruf der Kinder dem inneren Bedürfnis stehende Sache zu entfesseln? feine Antwort gab. Plötzlich hörte Günter B. den Mann halblaut der Mann die Schulter des Mädchens und es bersank in den Hilfe rufen. G. B. schwamm sofort hinzu und fah die Polednic mit der einen Gesichtshälfte auftauchen. Jm selben Augenblick erfaßte Fluten. Den Knaben wehrte der Betreffende ab mit den Worten: Nun ist es schon vorbei, der Dampfer hat sie fortgerissen." Hoffentlich bringen die weiteren Untersuchungen Licht in das Dunkel dieses sonderbaren Vorganges.

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Inseratenplantagen der Scherl- und Uasteinpresse Inserate lesen, wonach Eheleute gegen eine einmalige Abfindungssumme ein Kind annehmen wollen.

Es mögen unter den inserierenden kinderlosen Eheleuten sicher eine ganze Anzahl sein, denen es ein Bedürfnis ist, ein Kind um sich zu haben. Andererseits hat sich leider schon nur zu oft herausgestellt, daß manche Eheleute ein Gewerbe aus der Kinder­pflege zu machen suchen. Ein Beispiel hierfür bietet folgendes Inserat aus der Nr. 186 der Berl. Morgenpost":

Niederschöneweide . Der Wahlverein veranstaltet mit dem Gesang­berein Eintracht" am Sonntag, den 16. d. M., im Walde zwischen alter und neuer Spindlersfelder Bahn( gegenüber Kyffhäuser ) ein Waldfest. Teilnehmer treffen sich mittags Uhr beim Genossen Bengsch, Briger Str. 17, und marschieren mit Musik zum Feſtplay. Der Vorstaud. Schenkendorf bei Königs- Wusterhausen . Am Sonntag, den 16., nachmittags 3 Uhr: Bezirksversammlung in Mozen bei Janiszewski. jedoch, denen die Arbeiterbewegung kein fremder Begriff ist, erblicken Leute von der Tägl. Rundsch." mögen dies glauben, diejenigen Auf der Tagesordnung steht u. a. ein Vortrag des Genossen Bagels Nirdorf. Der Vorstand. auch in dem Suchen der Taubstummen, herauszukommen aus ihrer Niederschönhausen - Nordend. Am Sonntag, den 16. Juli, findet doppelt qualvollen Misere, einen allzu natürlichen Vorgang. Private das Sommerfest des Wahlvereins im Restaurant Karl Liedemit Wohltätigkeit und Sympathie für bedauernswerte Menschen sind ( an der Kirche) statt. Darbietungen: Gartenkonzert, Gesangs - eble Eigenschaften, sie dem Hilfsbedürftigen aber zu entziehen, aufführungen der Gesangbereine Zukunft"-Niederschönhausen , Wach wenn derselbe erkannt hat, daß diese dankenswerten Zuwendungen Das Kind als Provisionsware. Alltäglich kann man in den auf" Franz. Buchholz und Männergesangverein der Lackierer; Berliner nicht sein alles ausmachen, ist wohltätigkeitsheuchelei. Humor- Quartett; Kinematograph; Kinderspiele, geleitet von Mit- Die Tägl. Rundsch." bemerkt am Schluß, daß ihr damaliger gliedern des Turnvereins Fichte"; Fadelzug. Jedes Kind erhält Siuweis doch mehr gewirkt zu haben scheine, als sie selber zu hoffen eine Stodlaterne gratis. Tanz. Eintritt 20 Pf. Anfang nachmittags gewagt, denn sonst hätte der Vorwärts" nicht das Bedürfnis ge­4 Uhr. Die Bezirksleitung. fühlt, so spät, so ausführlich und so zornig auf die Sache zurüd Reinickendorf - Oft. Die Genossen und Genossinnen veranstalten zukommen und eine so wenig lautere Vermischung des Tatbestandes am Sonntag, den 16. Juli, eine Partie nach Liebenwalde zur Teil­nahme am Sommerfest der dortigen Bahlstelle des Landarbeiterver­zu versuchen. bandes im Wagenfeilschen Lokale, Zehdenicker Straße. Die Teil Die Tägliche Rundschau" denkt zu hoch von sich selbst. Der nehmer bersammeln sich zwischen 91/2 und 10 Uhr vormittags auf Anlaß, weshalb wir uns erst so verspätet mit ihrer Notiz beschäftigt dem Bahnhof Reinickendorf- Schönholz der Kleinbahn nach Lieben haben, war, daß sich das angeblich unparteiische Organ der Taub­walde( Abfahrt pünktlich 10 Uhr), Billetts sind zu lösen: Rückfahr- stummen die Auslassungen des Blattes zu eigen machte, um gegen fatte nach Basdorf ( 95 Pf.). Von da ab einfache Fahrkarte nach die sozialdemokratischen Leidensgenossen Stimmung zu machen. Klosterfelde . Unter Beteiligung dortiger Genossen zu Fuß nach Wäre letzteres nicht geschehen, so hätten wir keinen Anlaß gehabt, Liebenwalde . Nachzügler fahren nachmittags um 1 Uhr direkt nach auf die Meinung der Täglichen Rundschau" zurückzukommen. Von Liebenwalde. ( Rückfahrkarte lösen!) Zahlreiche Beteiligung erwartet einer direkten Wirkung ihres Hinweises auf das Unsaubere dieser Die Agitationskommission. Tegel . Am Dienstag, den 18. Juli, abends 81 Uhr, im Lotal Methode" kann also keine Rede sein. von Jul. Klippenstein, Spandauer Str. 4: Generalversammlung des Bezirks. Bericht der Funktionäre und Neuwahl derselben. Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. Die Bezirksleitung. Oranienburg . Die am Sonntag, den 16. Juli, fällige General­versammlung des Wahlvereins findet des am selben Tage statt­findenden Radfahrerfestes wegen erst am Mittwoch, den 19. Juli, abends präzise 8 Uhr, im Lokal" Waldhaus Sandhausen" statt. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Neuwahl der gesamten Funktionäre. Die Genossinnen und Genossen werden ersucht, beide Veranstaltungen bollzählig zu besuchen.

Berliner Nachrichten.

Hochsaison in den Lauben.

Einen blutigen Kampf zwischen Schwiegervater und Schwieger. sohn gab es gestern mittag auf dem Grundstück Posener Straße 26. Dort wohnt der 50 Jahre alte Sattler Walter bei seiner Tochter, die mit einem 32 Jahre alten in einer Automobilgarage in der Köpenider Straße beschäftigten Monteur Drees verheiratet ist. Walter mißhandelte in der Trunkenheit häufig seine Tochter. Drees untersagte ihm das, mit der Androhung, daß er ihn auf die Straße sehen werde, wenn er es nicht lasse. Aber auch das half nichts. Am Sonnabend schlug Walter seine Tochter wieder so schwer, daß sie polizeilichen Schutz holen mußte. Jezt machte Drees seine Drohung wahr. Seitdem tam Walter jeden Tag nach der Bosener Straße, um seinem Schwiegersohne aufzulauern und drohte ihm, daß er ihn erschießen werde. Gestern morgen war er schon um 6 Uhr da. Drees hatte jedoch Frühschicht und kam erst um 12 Uhr nach Hause. Walter wartete so lange und empfing ihn mit Schimpfereien und schweren Drohungen. Als ihm Drees darauf ein paar Schläge versetzte, zog Walter einen Revolver aus der wundete wurde von der nächsten Unfallstation nach dem Kranken­Tasche und schoß ihm eine Kugel in die Brust. Der Schwerver­haus am Friedrichshain gebracht. Hier stellten die Aerzte fest, daß das Geschoß die Lunge durchbohrt hat. Walter wurde auf der Stelle festgenommen.

Der Sand aus der märkischen Streubüchse" in den Berliner Laubenkolonien gibt nicht übermäßig viel her. Es ist stets von neuem ein hartes Stück Arbeit, dem mageren Boden das Menschenmögliche abzuringen, auch hier zu zeigen, daß unter der zähen Arbeiterfaust neues Leben blüht aus den Ruinen". Alle die Tausende kleiner Leute vor den Toren der Stadt freuen sich herzlich dessen, was sie auf enger Scholle aus eigenem Kraftbewußtsein mit geringen Mitteln geschaffen Ueber den Berliner Fremdenverkehr haben, phantasieren sich mit Humor in die Rolle des imitierten aus dem ganzen Jahre 1910 hat das Statistische Amt der Ur­Rittergutsbesizers hinein. Wenn die goldigen Aehren reif zeitung" eine Zusammenstellung zur Verfügung gestellt, aus der sind zum Sensenschnitt, bricht auch in der Laubenkolonie hervorgeht, daß der Höhepunkt des Fremdenverkehrs in die Monate die Hochsaison an. Viele der im Frühjahr noch so Juli und August fällt. Von den 1278 609 Fremden des letzten schmucklosen hölzernen Miniaturwohnungen scheinen fast Jahres tamen die meisten im August, nämlich 136 865. Die meisten Wilder Wein Ausländer kamen dagegen im Juli mit 35 649. erdrückt vom üppigen Grün der Ranken. Der Reichsdeutsche

400 Mark demjenigen, der mir Kind mit Abfindung bon 4000 Mart nachweist. F. F. 319", Filiale Fenn straße.

Inserat aufzugeben, unverständlich aber ist es, wie eine Annoncen­Es gehört schon eine Portion Dreistigkeit dazu ein solches Expedition so etwas aufnehmen kann.

Ein Opfer der Narkose ist der 25 Jahre alte Bostanwärter Richard Schmidtte aus der Ludenwalder Straße 11 a geworden. Der Mann suchte gestern einen Zahnarzt auf, um eine Operation Kaum war mit der Narkose begonnen bornehmen zu lassen. orden, als er plößlich am Herzschlag verschied. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht.

Geldschrankknacker im Heiligenseer Gemeindeburean. In der letzten Nacht haben Einbrecher dem Gemeindeverwaltungsgebäude von Heiligensee , dem beliebten Ausflugsorte der Berliner , einen Besuch abgestattet. Die Verbrecher drückten von der Straße aus einige Scheiben ein, öffneten dann ein Fenster vollständig und brangen bis zu dem Kassenraum, dessen Tür sie mittels Stemmeisens erbrachen. Während brei der Einbrecher sich daran machten, den eisernen Geldschrant aufzutnaden, stand der bierte draußen Schmiere. In dem Augenblick, als die Spizbuben ihre Tätigkeit fast von Erfolg getrönt sahen, wurden sie von dem Ges meindediener Zübbide überrascht, der von einer Gesellschaft kommend, gegen 2 Uhr nachts an der Rückseite des Gebäudes vorüberging. Vorhänge dringende Lichtschimmer auf und er wollte sich in das Dem Beamten fiel der aus dem Kassenzimmer durch die zugezogenen Haus begeben, um der Ursache nachzuspüren. Auf ein Zeichen des Wachthabenden" sprangen die drei Komplizen aus dem Fenster und alle vier ergriffen die Flucht. Tübbicke nahm zwar die Ver folgung der Verbrecher auf, mußte jedoch bald davon abstehen, da die Flüchtenden ihn mit dem Revolver bedrohten. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Geldschrankknacker, die zweifellos aus Berlin stammen, zu ermitteln.

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Ein Betriebsunfall ereignete fich am Donnerstag nachmittag 3 Uhr in der Turbinenfabrik der A. E. G., Huttenstr. 12-16. Der Stromstr. 39 wohnhafte Anbinder Alb. Steinert geriet mit dem linken Bein unter zwei umfallende, etwa 12 Zentner schwere Eisen­leichtere Berlegungen an beiden Händen zu. Der Verunglüdte er platten und zog sich einen Bruch des linken Unterschenkels, sowie hielt in der Verbandstube der Fabrik die erste Hilfe. Unwillen unter den Arbeitern des Betriebes erregte es, daß über eine Stunde berging, ehe ein Strantenwagen erschien, der den Verunglückten nach

und türkische Bohnen sind am beliebtesten, häufig sieht man bevorzugt also den August für den Besuch von Berlin , der Aus­schon das Geisblatt mit seinen gerade jezt herrlich duftenden länder den Juli. Den geringsten Fremdenverkehr des ganzen Jahres weißgelben Blütenbüscheln und die japanische Sletterrose. Wer hat der Januar mit 89 157 Fremden. Von allen fremden Nationen einen fühnen Versuch machte mit Spalierobst an der Lauben- stellen die Russen die meisten Besucher Berlins mit 97 683 wand, braucht nur den Arm aus dem winzigen Fensterchen im letzten Jahre. Nicht halb so biel tamen aus Dester- einem Krankenhause überführte. zu strecken, um sich die Kirschen zu pflücken. Neben den reich, nämlich 39 555. Noch nicht ein Drittel so biel Das Opfer eines Hitschlages ist allem Anschein nach der Baus schmalen Gängen laden Stachelbeeren, Johannisbeeren, Him- wie Nussen tommen Amerikaner nach Berlin , nämlich 30 550. Die meister geworden, der gestern von einem Schußmann auf einer beeren zum Zugreifen ein, Kartoffeln und Gemüse sind hoch einzelnen Länder dieses Weltteils werden dabei nicht weiter unter- Bant im Tiergarten hilflos aufgefunden und nach der Charité ins Kraut geschossen, Radieschen, Salat und Spinat feierten schieden. Es folgen England mit 16 600 Besuchern, Schweden mit gebracht wurde. Als der Arzt ihn hier untersuchen wollte, war er bereits die zweite Aussaat, und auf dem Mistbeet räkeln sich 13 721, Dänemark mit 11 176 und Frankreich 11 070.

Alle anderen schon tot.

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in behäbiger Faulheit Gurken und Kürbisse, die Lecker- Länder oder Weltteile stellen weniger als 10 000 Fremde in Berlin . Das weiße Gespenst im Hotel. In einem Hotel der Grenadier­bissen der leider unausrottbaren Laubendiebe, unter der Von den Monaten wird der Mai in Berlin bevorzugt von den straße stieg vor einigen Tagen ein Kaufmann S. Rabinowitsch endlich beständiger gewordenen warmen Witterung zu erstaun- Norwegern und Engländern, der Juni von den Portugiesen und aus Memel ab. In der Nacht zum Mittwoch weckte ihn ein leises licher Körperfülle. Mit der Hochsaison macht sich der Wett- Asiaten, der Juli von den Desterreichern, Dänen, Schweden , Russen, Geräusch. Zu seinem Entseßen bemerkte er, wie eine geister­beiverb der Kräfte noch mehr geltend. Allmutter Natur hat Afrikanern, Amerikanern und Australiern, der August von den hafte Erscheinung in weißem Gewande vom Bett nach der Tür auch diesmal die Monatsrollen ein wenig vertauscht. Die Holländern, Spaniern und den Bewohnern der Balkanstaaten, der zu huschte. Vor Schred stand Rabinowitsch der Atem still. Bald Hize im Mai tam zu früh, der Regen im Juni zu spät. So September von den Schweizern, Belgiern, Franzosen und Italienern, aber faßte er wieder Mut, drehte das elektrische Licht an und sah nun gerade noch wie ein Wesen, dessen Geficht dem einer Leiche können selbst die schönsten Hundstage" vieles nicht mehr gut der Oftober endlich von den Türken. glich, ganz in ein weißes Gewand gehüllt durch die Tür ver­machen. Gar viele Kolonisten, die nach allen Regeln der schwand. Vor Schreck fast gelähmt, wagte der Kaufmann nicht, Stunft säten, wird die Ernte nicht recht befriedigen. Am Neber den vorgeftrigen Wasserrohrbruch in Charlottenburg ärm zu schlagen. Am nächsten Morgen sah er, daß er statt eines besten steht nach alter Bauernregel die grüne Pracht da, wo wird aus dem Nachrichtenamt jetzt gemeldet: Vorgestern fiel Gespenstes einen Hoteldieb gestört hatte. Seine Hose und sein man keine Arbeit scheute, fast einen Meter tief rajolte" und 2 Minuten nach 12 Uhr mittags das Manometer im Betriebs- Portemannaie lagen auf dem Fußboden, während er sie abends bureau der städtischen Wasserwerke start, sodaß das Läutewert unter das Kopfkissen gelegt hatte, weil die Brieftasche, die die mit mühsam herbeigeschafftem Dung nicht sparte. in Tätigkeit trat, welches einen großen Rohrbruch ankündet. Hose enhielt, einen größeren Geldbetrag und Wertsachen barg. Allenthalben werden bereits im stillen Vorbereitungen zu 6 Minuten später traf die telephonische Nachricht ein, daß der Süd- Der Inhalt des Portemonnaies lag berstreut umher. Die Krimi­den Ernte- und Laubenfesten getroffen. Klein und groß strang der beiden 900 mm weiten von Charlottenburg nach Berlin nalpolizei stellte fest, daß der Dieb schnippert und klebt an den bunten Papierwimpeln, die in führenden Hauptrohre in der Berliner Straße in Charlottenburg Bimmer nur von einem Nebenzimmer aus durch ein Fenster, in das im ersten Stock gelegene wenigen Wochen dem Laubendorf den Anblick eines Märchen- gebrochen sei. Die Station Charlottenburg stellte sogleich die das Rabinowitsch aufgelassen hatte, eingedrungen sein konnte, idylls geben. Beim fühlen Trunt am windstillen, lauen Maschine still und hatte 10 Minuten nach Eintritt des Bruches weil eine Reiter nicht benutzt worden war. In dem Nebenzimmer Sommerabend steden die Kolonialältesten die Köpfe zu- die Absperrungsschieber von der Spandauer Seite geschlossen, wohnte seit drei Tagen ein Mann, der sich für einen am 3. De sammen zur Beratung, wie man das langersehnte Fest wo- während die Absperrung von der Berliner Seite 25 Minuten später zember 1892 zu Lodz geborenen Schauspieler Adler ausgab. beendet war. 20 Minuten nach beendeter Absperrung hatte das Dieser wurde festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt. möglich noch schöner gestalten kann, als in den Vorjahren. Berliner Stadtrohrennet wieder vollen Druck, sodaß der Druck- Er behauptet, Schlafwandler zu sein und nicht zu wissen, wie er Und wenn erst der große Tag gekommen ist, leuchtet aus mangel nach Ausweis der vom Manometer verzeichneten Dia- in das Zimmer seines Nachbars gekommen sei. Ueber seine Per­allen Augen freudiger Stolz... der Stolz der Pioniere der gramme im ganzen 55 Minuten gedauert hat. Die Ursache, welche sönlichkeit verweigert er jede weitere Auskunft. Nach dem, was Arbeit, die hier im kleinen sich ihr Freudenreich zurecht- den Bruch des Rohres herbeigeführt hat, ist noch nicht festgestellt. man bei ihm gefunden hat, scheint er ein internationaler Dieb atmmern und auf der Lebensbühne zu noch viel Größerem Die Reparatur wird durch Wasserandrang, der durch Schieber- und Schwindler zu sein. Vom 7. zum 8. Juli wohnte er in einem