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Nr. 205. 28. Jahrg. Beilage des Vorwärts" Anzeigen für Often, Süden, Weften. 2. September 1911.

Verbandstag der Porzellanarbeiter.

Nach der fortgesetzten Debatte über die Anträge auf Anstellung weiterer Gauleiter wurde in der gestrigen Sitzung zunächst, ein Antrag Wollmanns, die Anträge dem Vorstand zur Berück­fichtigung zu überweisen, abgelehnt. Sodann wurde einstimmig, und zwar in namentlicher Abstimmung, beschlossen, einen Gau­leiter für Schlesien und Sachsen anzustellen, und weiter wurde mit knapper Mehrheit die Anstellung eines Gauleiters für Rhein­ land- Westfalen beschlossen. Der Antrag auf Anstellung einer Hilfs kraft für den Gauleiter Thüringens wurde mit starker Mehrheit ebenfalls angenommen. Von verschiedenen Zahlstellen lagen An­träge, vor, in den Zahlstellen, wenn die Mitgliederzahl eine be­stimmte Höhe erreicht hat, Lokalbeamte anzustellen. Diese all­gemein gefaßten Anträge wurden abgelehnt, angenommen wurde dagegen ein Antrag, für die Zahlstelle Selb in Oberfranken , die über 1100 Mitglieder zählt, einen Lokalbeamten anzustellen. Die Stellungen der neuen Gauleiter sollen spätestens bis Ende dieses Jahres zur Bewerbung ausgeschrieben werden.

Eine kleine Debatte über

Parteischule und Gewerkschaftsschule

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In der Nachmittagssigung berichtete Dresia- Vordamm über die Arbeit der Kommission zur Vorberatung der

Wasserstand

Wasserstands- Nachrichten

Der Antrag wird schließlich mit starker Mehrheit abgelehnt. I genommen werde, feine Aussicht vorhanden sei, die Verschmelzung Angenommen wurde ein Vorschlag, wonach auf die Zusammen-| mit den beiden anderen Verbänden herbeizuführen. Darüber müsse fassung einander naheliegender kleiner Zahlstellen zu einer Zahl- man sich erst einmal flar werden. In ähnlichem Sinne äußern stelle hingewirkt werden soll. fich auch die Verbandsvorsitzenden der Töpfer und der Glasarbeiter. m weiteren Verlauf der Debatte, an der sich eine große Anzahl der Delegierten beteiligt, wird der Antrag gestellt, die Vorlage Anträge über die Beiträge und Unterstübungen. nochmals an die Kommission zu verweisen, jedoch abgelehnt. In­zwischen werden verschiedene Abänderungsanträge zur Koms Die Vorlage der Kommission, die den Delegierten vervielfältigt missionsvorlage gestellt, von denen einer, die Dauer der Kranken­borliegt, weicht in verschiedenen Punkten von den Vorstands- unterstübung im Höchstfalle auf 18 Wochen zu bemessen, Annahme anträgen ab. In der Arbeitslosenunterstüßung hat die Kommission findet. Mit dieser Abänderung wird die Vorlage in namentlicher die Säße für die Mitglieder, die erſt 52 Wochenbeiträge geleistet Abstimmung mit 46 gegen 3 Stimmen angenommen. Der Vor­haben, gegenüber den Vorstandsanträgen noch um 50 Pf. bis 2 M. fizende Wollmann erklärt, daß auf dieser Grundlage die Fort­die Woche herabgesetzt in den verschiedenen Klassen, schlägt dafür sehung der Verhandlungen über die Verschmelzung möglich sein jedoch höhere Säße für die Mitglieder mit mindestens 416 Bei- werde. trägen vor und außerdem für diese und für die Mitglieder mit Nachdem man noch eine Reihe von Beschwerden erledigt hatte, 156 Beiträgen eine um zwei und um eine Woche längerer Dauer wurden die Verhandlungen vertagt der Unterstützung. Bei der Krankengeldzuschußkasse empfiehlt die Vorstand nur drei Klassen bestehen lassen will. Außerdem aber Kommission die bisherigen vier Klassen beizubehalten, während der schlägt die Kommission für die älteren Mitglieder eine längere der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Dauer der Krankenunterstützung vor, und zwar bis zu 26 Wochen bei 520 Wochenbeiträgen, während nach den Vorstandsanträgen die Unterstübung höchstens 15 Wochen dauern kann und man nach dem alten Statut schon bei 260 Beiträgen 26 Wochen lang die Unter­stützung erhalten konnte. Im allgemeinen stellen die Kommissions­vorschläge wohl eine Ermäßigung der Unterstüßungen dar, sind jedoch nicht so weitgehend, wie die Vorstandsanträge. Bei der Wöchnerinnenunterstützung schlägt die Kommission vor, daß in der 1. Beitragsklasse 10 M., in der 2. 15 M., in der 3. 20 M., in der 4. 25 M. gezahlt werden, während der Vorstand als Höchstsatz 20 M. zu sehen wünscht. Gegenüber dem alten Statut bedeuten beide Dill- Gelb führt aus, daß der Antrag nur eine Anregung Anträge eine Erhöhung, da bisher nur die Säße von 10 und 15 M. 15e, Leitmeriz un den Vorstand sein solle. Es müsse dafür gesorgt werden, daß Es schloß sich an den Kommissionsbericht eine lebhafte Debatte, vor allem die Mitglieder, die einmal als Angestellte für den Ver­band tätig sein sollen, eine gründliche Kenntnis der wirtschaftlichen die den ganzen Nachmittag dauerte. Der Verbandsvorsitzende und sozialen Verhältnisse sowie ihrer Ursachen gewinnen, um allen Wollmann erklärt, daß wenn die Vorlage unverändert an­Anforderungen gewachsen zu sein. Es lägen jedoch Gründe dafür bor, anzunehmen, daß in der Gewerkschaftsschule eine gewisse Richtung bevorzugt werde, und man müsse sich fragen, ob hierdurch nicht systematisch diese Richtung in die Massen der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter hineingetragen werde. Wenn man in der Gewerkschaftsschule einen Mann wie Bernhard beschäftige, der in der bürgerlichen Presse aufs wärmste für die Marokkopolitik ein­trete, so könne das zum Schaden der Gewerkschaftsbewegung bei­tragen. Es komme aber darauf an, Gewerkschaftsbeamte heran­zubilden, die vom Klassenbewußtsein durchtränkt sind.

rief folgender Antrag der Zahlstelle Selb hervor:

Die Generalversammlung beauftragt den Hauptvorstand, in Erwägung zu ziehen, ob nicht im Gewerkschaftsinteresse von einer Weiterbeschidung der Gewerkschaftsschule Abstand zu nehmen ist und dafür nach Möglichkeit von zwei zu zwei Jahren ein Genosse auf die Parteischule entsendet werden soll. Begründung: Verschiedene Artikel der Parteipresse lassen die Schlußfolgerung zu, daß in der Gewerkschaftsschule nach einer gewissen Richtung hin gelehrt wird.

Wollmann erklärt, daß die Gewerkschaftsvorstände dauernd über die Gewerkschaftsschule wachen und erklärt haben, daß der Unterricht durchaus einwandsfrei sei, was auch vom Ge­werkschaftstongreß anerkannt wurde. Man könne es nicht gut­heißen, daß die Gewerkschaftsschule diskreditiert werde. Die Auf­fassungen, die ein Lehrer in der Presse äußere, hätten mit der Schule nichts zu tun. Die Mitglieder des Porzellanarbeiterber­bandes, die die Gewerkschaftsschule besuchen, müßten stets schrift­lichen Bericht über den Unterricht geben, und auch aus diesen Be­richten sei ungweideutig hervorgegangen, daß nichts gegen den Unterricht einzuwenden sei.

Im selben Sinne äußert sich Hoffmann- Ilmenau im eigenen Namen wie im Namen Bredows- Marktredwig und Sawinskys- Magdeburg auf Grund des in der Gewerschafts­schule genossenen Unterrichts.

bestehen.

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cm

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55

0

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am feit 31.8. 30. 8.

cm 42

cm ¹)

+-2

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Havel , Spandau³) Rathenow³)

-44

81

-1

Spree, Spremberg²)

6

Beeslow

50 80

16

0

Beser, Münden

-124+1

-50

0

Minden

-62

-68-1

Rhein, Marimiliansau 356

-42-1

Staub

140+1

Köln

99

-214+6

Nedar, Heilbrom

15

Barby

-20

0

Main , Wertheim

79

Magdeburg 1)+ bedeutet Buchs, Fall.

-4

Mosel, Trier

-20

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