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ferenzeit an. Die nächste Besprechung des Staats werden auch hier militärisch- strategische Gründe ins Fels gej fetretärs mit dem französischen Botschafter führt. Diese Gründe werden dem kriegerischen russischen Natio­wird voraussichtlich heute abend oder morgen früh nalismus" stets bei der Hand sein, wenn es sich darum handeln erfolgen." wird, das finnische Staatsgebiet unter die unumschränkte Gewalt Ueber den französischen Vertragsentwurf macht der der russischen Knute zu bringen. Temps" folgende Angaben:

Staaten gegenüber mit einer neuen, starkett, wirkungsvolleren zu vertauschen. Dann aber muß Deutschland , endlich dem erfolg­reichen Beispiel mancher anderer Staaten folgend, sich als Waffe einen viel höheren Generaltarif schaffen, nicht, um den so lange gegen uns berübten Druck und Zwang zu vergelten, sondern um Schon jetzt hat die Veröffentlichung des erwähnten Regie- zu bewirken, daß dieser zuweilen tatsächlich entwürdigende Zu­Den fünftigen französischen Residenten in srungsbeschlusses dahin geführt, daß in dem Gouvernement Wiborg stand endlich aufhöre, um zu erreichen, daß auch die andern foll eine Anzahl franzöfifcher se ommissare unterstügen, welche die finnischen Geseze außer Kraft gesetzt und die Staaten höchsten Wert darauf legen, mit Deutschland zu an den scherifischen Behörden für alle Zweige der Verwaltung, der russische Polizeiwillkür proklamiert worden ist. Der neue Gou- gemessenen und günstigen Handelsbeziehungen zu gelangen." Finanzen und der Justiz als Stontrollorgane beizugeben berneur von Wiborg , eine Streatur des Säbelsenate, die Hand in Die Ausführungen sind höchst wertvoll, denn was Herr find. Die diplomatischen Beziehungen Marokkos stehen gleichfalls unter der Kontrolle bes Residenten, der Hand mit dem schurtischen Polizeimeister Petonen die Bevölfe- Bued hier fordert, ist zugleich die Forderung des Barüber zu wachen hat, daß alle früheren Verträge Maroltos mit rung terrorisiert, hat die Verfügung erlassen, daß feinerlei Reden 8entralverbandes deutscher Industrieller. europäischen Mächten respektiert werden. Eine von Frankreich zu oder Referate, die die Regierungsmaßnahmen kritisieren, gehalten Noch vor furzem wurde von diesem bestritten, daß eine schaffende marokkanische Staatsschuldenkommission sichert dem werden dürfen. Infolge dieser vollkommen ungefeßlichen Wer- wesentliche Erhöhung der jetzigen Schutzölle geplant jei; in Sultan die Zivilliste und wird mit der Konverfion bezw. fügung des Gouverneurs, die mit einem Federstrich die ver- seiner obigen Aeußerung bestätigt Herr Bued jedoch klar und Liquidation der älteren Staatsschulden betraut. Franfrei be- faffungsmäßig garantierte Nede- und Versammlungsfreiheit auf- deutlich, daß der Zentralverband eine weitere Hinauf­hält sich die oberste Kontrolle aller zu vergebenden öffent- hebt, ist es bereits zu einem blutigen Zusammenstoß der schraubung der Industriezölle erstrebt. lichen Arbeiten vor, doch will Frankreich diese Arbeiten protestierenden Arbeiterschaft Wiborgs mit der Polizei gekommen,

teineswegs monopolisieren. Was die von Deutschland

richten.

Damit erledigt sich zugleich die unwahre Versicherung beanspruchten Grubentonzessionen betrifft, so will sich wobei diese bei dem Versuch, den sozialdemokratischen Redakteur des Zentralverbandes, er wolle feine weitere Erhöhung der Frankreich in diesen Punkten durchaus entgegenkommend zeigen, irola wegen der Verlesung einer Protestresolution au ver- Lebensmittelzölle; denn sein Vorstand wird sich selbst nicht doch nur unter zwei Bedingungen: 1. darf das Interesse eines haften, einige Arbeiter verwundet hat. Auch die Abgeordneten- einreden, daß er eine Erhöhung der Industriezölle durchzu­Dritten feineswegs verlegt werden, 2. würde Deutschland sich immunität ist bereits von der ruffischen Polizei für nichtig erklärt jeten vermag, wenn er nicht zugleich durch reichliche Kon­zu verpflichten haben, den Preis für diese Kongeffionen zu ent- worden. Nach dem vergeblichen Versuch, Airola auf der Straße zeffionen an die Agrarier diese für seine Pläne gewinnt. Wer zu verhaften, drang die Polizei in die Redaktion unseres Partei- heute, unter den gegenwärtigen Verhältnissen, eine Erhöhung Der Temps" meint, daß dieser Preis nicht in Geld blattes Thö" ein und verhaftete ihn, trobem er als Mitglied der Industriezölle fordert, sagt damit zugleich, daß er eine entrichtet zu werden brauchte; Deutschland folle mit einem des Landtages für die Polizei unantastbar ist. Diese Proben weitere Erhöhung der Lebensmittelzölle billigt. geringeren Gebietszuwachs im Kongo vorlieb nehmen. zeigen, daß die Petersburger Regierung nicht nur entschlossen ist, Dieser Auszug des Marokkostatuts wird von dem offiziösen über den Rahmen des Erdrosselungsgesetzes vom 30. Juni 1910 Lok.- Anz." als im allgemeinen richtig bezeichnet. Nur weit hinauszugehen und die Offupation Finnlands stückweise Jn ber, Täg 1. Rundsch." wendet sich der Potsdamer Gym­die auf die Grubenkonzessionen sich beziehende Stelle dürfte sich praktisch zu betreiben, sondern auch absichtlich die schärfften nastaldirektor Rassow, der die Flottenreklame zu seiner Spezialität mit den amtlichen Anschauungen nicht vollständig decken. Ferner fei noch verzeichnet, daß ein englisches Blatt eine mitter anwendet, um die finnische Arbeiterklasse offen zu provo- entwickelt hat, gegen Delcaffés Worte bon der Kriegsbereitschaft der französischen Flotte. Die französische Marine möge ja wohl kriegs­Aeußerung bringt, die Herr v. Kiderlen Waechter zu Diese Gesichtspunkte müssen unbedingt im Auge gehalten fertig in See stechen können, aber einen Kampf mit der deut zwei Vertretern einer auswärtigen Macht, offenbar der werden, um die nachfolgenden Phasen des jetzt eingeleiteten en Flotte werde fie gleichwohl nicht aufnehmen können. Denn Vereinigten Staaten ", gemacht haben soll. Danach hätte der Kampfes in ihrer Tragweite zu würdigen. Freilich wird die Baren- Deutschland habe zielbewußt und ununterbrochen neue Kriegsschiffe Staatssekretär gejagt:

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gieren.

Alldeutsche Prahlereien.

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Es wird feinen Krieg geben. Eine Erledigung regierung, nach ihrem allau durchsichtigen Rechtfertigungsgeftammel gebaut, während Frankreich bei dem sprungiweisen Ausbau seiner unferer Differenzen mit Frankreich ist im Gange. Wir erhalten über die militärisch- strategische Notwendigkeit des jeht vor- Flotte arg ins Hintertreffen geraten fei. Den neun Dread­die offene Tür in Marotto und ein Territorium im Stongo. Sein genommenen Rechts- und Länderraubes, auch jetzt hinter dem noughts, die augenblidlich in Deutschland friegsbereit feien, deutscher Reichskanzler könnte vor den Reichstag treten, um einen Rücken der gefügigen Duma Deckung suchen. Aber die darauf habe Frankreich nicht ein einziges gleichwertiges Schlachtschiff Strieg wegen einiger marokkanischer Sandberge zu rechtfertigen. zielende Regierungsvorlage, die nur eine einseitige Beschluß- entgegenzufegen. Die 6 Schiffe der Patrie- Klasse feien böllig Das Blatt fügt hinzu, daß der Reichskanzler und Kiderlen- fassung der russischen Institutionen vorsieht und sich dabei veraltet", und die 6 Schiffe der Danton - Klaffe wiesen zwar ein Waechter bestrebt seien, die Marokkoverhandlungen so zu auf das Gesetz vom 30. Juni 1910 beruft, kann und darf von großes Deplacement und Geschütze schwersten Kalibers auf; allein beschleunigen, daß sie vor den Reichstag bei dessen Wieder- ber Duma überhaupt nicht erledigt werden. Wie fie feien trotzdem feine Dreadnoughts", weil sie nur mit zufammentritt am 10. Oktober mit einer fertigen Tat- Professor Th. Kokosch fin, Staatsrechtslehrer an der Universi- ie vier Riesengeschügen armiert seien, statt wie die deutschen sa the treten könnten. tät Moskau , nach einer gründlichen juristischen Analyse nachweist, Dradnoughts mit 10-12. Frühestens in zwei Jahren würde Frank­Die deutschen nationalistischen und reaktionären Organe tommt das Gesetz vom 30. Juni 1910 bei dieser Gelegenheit gar reich seine ersten zwei Dreadnoughts aufzuweisen haben; bann fahren übrigens fort, die Regierung scharf zu machen und die nicht in Betracht, da ein derartiger Eingriff in die finnischen aber befize Deutschland deren bereits 17! Frankreich habe eben Situation ungünstig zu schildern. Hoheitsrechte nicht einmal in diesem Erdrosselungsgesetz vorgesehen niemals Aussicht, den deutschen Vorsprung einzuholen. Es sei Die internationale Solidarität. ist; außerdem würde die Regierungsvorlage nur dann gesetzliche von Deutschland zu Lande und zu Wasser ein für allemal überholt. Unter der Ueberschrift Der Friede ist gesichert", bespricht Straft erlangen, wenn sie zu gleicher Zeit von dem finnischen Land- Schon heute gebe Deutschland 100 Millionen mehr für seine Land­Genosse Dubreuilh in der Humanité" die Wiederaufnahme der tage angenommen werden würde, was natürlich als vollkommen armee und 116 Millionen mehr für seine Flotte aus als Frankreich . Verhandlungen zwischen den Herren Jules Cambon und ausgeschlossen angesehen werden muß. Diese verwickelte Situation Wollten die Franzosen wirklich in absehbarer Zeit den maritimen Berhandlungen zwischen den Herren Jules Cambon und wird die Regierung des Meineidszaren natürlich nicht hindern, Abstand vermindern, so müßten fie nicht nur 100, sondern 200 v. Kiderlen Waechter . Er meint, der Weg der Verhandlungen der Diplomaten sei lang und umständlich. Für uns aber liegt die den begonnenen Rechtsraub zu Ende zu führen, wie fie die Millionen jährlich zu ihrem gegenwärtigen Flottenetat hinzufügen, Antwort Deutschlands bereits vor, und sie ist deutlich. europäischen Mächte nicht veranlassen wird, Väterchen an die Ein- und dazu lange es doch wohl nicht in Frankreich ! Es ist wunderhübsch, daß dieser alldeutsche Flottenpatriot haltung seiner Schwüre und feiner eigenen Gefeße zu erinnern. Diese Antwort lag in der gewaltigen Demonstration, die in Berlin am Sonntag veranstaltet wurde. 400 000 Arbeiter haben Sie ist aber bezeichnend für den jekt inaugurierten Finnlands . Deutschlands Flottenstärke der maritimen Schwäche Frankreichs furs", im Treptower Park mit einer Festigkeit, wie sie noch nicht da war, furs", dem die Methode der friedlichen Durchdringung"( mit gegenüber so energisch herausstreicht. Nimmt man noch hinzu, daß Gilfe eben des vorjährigen Erdrosselungsgesetzes) als zu langsam von allbeutscher und flottenpatriotischer Seite auch Englands ihren Wunsch nach Frieden und ihren festen Willen, fich, dem Kriege erscheint, und der darum alle Vorkehrungen trifft, um aufs& lottenstärte als, tönternet Solo" bezeichnet worden ist, weil

mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu widersetzen, aus­gesprochen.... Das bedeutet, daß der Krieg unmöglich ist, daß das Arbeiterdeutschland entschlossen ist, dieses Verbrechen zit ver­hindern, und daß demgemäß seine Regierung gezivungen fein wird, fich verträglich zu zeigen. Wunderbares Schauspiel, das schönste vielleicht, das zu schauen und zu bewundern den Menschen seit langer Zeit vergönnt war!

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Ganze" zu gehen.

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Ein Protest.

Nikolaistadt, 6. September. Alle Zeitungen veröffentlichen einen an den Staatssekretär für Finnland in Peters­ burg , anghoff, gerichteten offenen Brief, worin darauf hin gewiesen wird, daß das Volk seit langer Zeit von seinem Ver­Mögen aber unsere französischen Chauvinisten treter beim Throne Schritte erwarte zur Abwehr der auf das und Imperialisten nur nicht versuchen, daraus für ihre Waterland fallenden Schidialsschläge. Daß solche Schritte Zwede Nutzen zu ziehen! Wenn die alldeutschen Patrioten" Haß nicht erfolgt seien, habe im ganzen Lande Erregung herbors berdienen, wenn ihre Hetzereien und ihre Gier der normalen Ent- gerufen. In dem Schreiben wird an den Staatssekretär bie Frage widlung der menschlichen Gefittung entgegenstehen, so sind unsere gerichtet, was er zum Schuße der Rechte Finnlands und eigenen Patrioten" nicht minder hassenswert, ihre Setzereien nicht aur Abwehr der dem finnischen Volte drohenden Gefahren unter besser und menschlicher. Wir französischen Gozialien nommen habe oder zu unternehmen beabsichtige. steden beide in benselben Sad. Wir fenn Unterbessen dauern die Proteftversammlungen im Lande fort. zeichnen fie gleichermaßen der Verurteilung des Proletariats, Dabei geht, dem B. T." zufolge, die Polizei immer häufiger der Verachtung der Völker, die nach eiiter] besseren Bus zu den Demonstranten über. Go gingen auf einer großen funft streben. Und mögen unsere Regierenden nur nicht sozialdemokratischen Versammlung in ott a zwei berittene und zu sicher sein, weil die öffentliche Meinung Frankreichs sich jetzt vierzehn gewöhnliche Schuhleute zu den Demonstranten über, so ziemlich ruhig zeigt. Wäre eine offenbare Kriegsgefahr vorhanden, daß der alleingebliebene Polizeimeister, der mit zwei Schuhleuten fähe die Arbeiterklasse unseres Landes nicht, daß auch unsere Res nichts ausrichten konnte, von der Menge verhöhnt wurde. In gierung schon zum Nachgeben entschlossen ist und nur noch die Einzel- Wiborg reichten 26 Schußleute eine Erklärung ein, daß sie sich heiten der Berständigung erörtert: sie würde sich wie ein Mann nicht mehr zur Verlegung der Versammlungs. erheben und die Leiter wegfegen, die so verwegen wären, fie in freiheit durch den Gouverneur mißbrauchen lassen würden. einen ruchlosen und brudermörderischen Kampf zu stürzen. In Kuokkala und Terrijoki zerrissen die Polizisten den Befehl des Das sozialistische Deutschland hat dem sozialistischen Generalgouverneurs, feine Versammlungen zuzulassen, und ge= Frankreich gezeigt, daß es unter den furchtbarsten Umständen auf ftatteten fie. Daraufhin hat der Generalgouverneur feine handelnde und heldenhafte Solidarität bauen lann. Das russische Schuhleute aus Rußland erbeten, um alle Demon­fozialistische Frankreich wird nicht hinter ihm zurüd- ftrationen zu unterbrücken. Für den 17. September sind in allen stehen, wenn die Stunde des entscheidenden Entschlusses schlagen Städten Finnlands Wassen demonstrationen geplant. sollte."

Folgen des Kriegslärms.

In Wiesbaden werden zahlreiche Einlagen der Sparkasse gekündigt. Auch von der Reichsbank und der Norddeutschen Landesbank werden Einlagen in so hohem Maße abgehoben, daß sich diese Bankinstitute genötigt sehen, Kriegsgerichte zu dementieren. In Stettin ist Beruhigung eingetreten. In anderen Städten werden die Sparkassen mit Anfragen überhäuft, ob im Falle einer Mobilmachung der Staat die Gelder mit Beschlag belegt.

Die Zerfleischung Finnlands .

Politifche Ueberlicht.

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dieser starken Flotte ja das geeignete Bemannungsmaterial fehle, so ergibt sich aus diesen Auslassungen unzweifelhaft, daß die deutsche Flotte fo start ist, daß eine geradezu unbegreifliche Dreiftigteit selbst für einen Flottenfanatiker dazu gehört, nun abermals gleich dem Flottenverein eine weitere Berstärtung unserer Marine zu verlangen!

Der Uebermut und die progige Händelsucht unserer Mordspatrioten find ja jest igon night mehr zu bändigen!

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Die Flottenfege an der Arbeit.

Die Hamburger Nachrichten" begrüßen die Sundgebung des Flottenvereins aufs wärmste. Sie schreiben: " Diese Rundgebung ist nichts anderes als ein neues Bes tenntnis zu dem Nürnberger Beschluß und eine Ankündigung, daß der Flottenverein jegt bei dem Ernst der Zeit mit allem Nachdruck dafür arbeiten will, daß seinen begründeten und voll berechtigten Forderungen in der Kreuzerfrage entsprochen wird. Bu irgend welcher Aufregung, wie sie sich in freisinnig- demokra tijchen Blättern ob dieser ruhigen, fachlichen Darlegung äußert, ist nicht der geringste Grund vorhanden, im Gegenteil, man fönnte fich höchstens wundern, daß der Flottenberein trotz seinem Beschluß in Nürnberg bisher io zurüdhaltend gewesen ist, diesem Beschluß zur Verwirklichung zu helfen...

Die bitterste aller Nöte ist heute die Streuzernot. Darum: Wenn je der Deutsche Flottenverein mit seinen Forderungen recht gehabt hat, so ist es mit jeinem Nürnberger Beschluß. Die jetzt so ernste Beit ist ber benkbar stärkste Beweis dafür."

So wird der Marofforummel systematisch für die Durch­brechung des Flottenprogramms, für die abermalige Ver­stärkung unserer Marine ausgeschlachtet. Und nicht einmal die freisinnige Presse findet den Mut, dem Rüstungs­wahnsinn entschieden entgegenzutreten!

Bekämpfung der Lebensmittelteuerung.

Berlin , den 7. September 1911. Wie das Berliner Tageblatt" hört, schweben zurzeit zwischen Die Schutzollpläne des Zentralverbandes deutscher Sem Reichsamt des Innern und dem Reichsschabamt, sowie dem Industrieller. preußischen Landwirtschafts- und Handelsministerium und den zu­Jm roten Tag" beschäftigt sich Herr Dr. A. Bued, ständigen Ministerien der anderen Bundesstaaten Verhandlungen der frühere Generalsekretär des Zentralverbandes deutscher über die Maßnahmen, die zu treffen sind, um angesichts der jetzigen Industrieller, mit der Aenderung der deutschen Handelspolitit. gespannten Berhältnisse am Getreidemarkt sobald als möglich Ab­Er tritt dafür ein, daß nach Ablauf der jetzigen Handels- hilfe zu schaffen. Es sei sicher, daß die zu treffenden Maßnahmen vertragsperiode am 31. Dezember 1917 die heute geltenden zur Abhilfe der hohen Getreidepreise sofort nach Wiederbeginn des Tarifverträge mit Belgien , Italien , Desterreich- Ungarn, Ruß Reichstages dort zur Sprache kämen. Die unverantwortlichen Leiter der russischen Politik haben die land, Rumänien , Serbien und der Schweiz nicht einfach ver- Diese Ahnung wird die Regierung nicht trügen, denn es kann politische Saison mit einem von langer Hand vorbereiteten Schlage längert oder erneuert werden, sondern daß die Regierung als zweifellos angenommen werden, daß die sozialdemokratische gegen die Integrität Finnlands eingeleitet. In einer offiziellen versucht, inzwischen auf Grund eines wesentlich erhöhten Reichstagsfraktion sofort eine Interpellation stellen wird. Sundgebung wurde dieser Tage der Beschluß des Ministerrates Generalzolltarifs mit jenen Staaten neue Handelsverträge veröffentlicht, wonach zwei Kirchspiele des Gouvernements abzuschließen, welche verschiedenen deutschen In Wiborg dem Petersburger Gouvernement angegliedert werden dustriezweigen einen höheren 80llschut sollen. Der Form wegen soll diese allerhöchst" sanktionierte Vor- sichern als bisher. Tage der Duma und dem Reichsrate vorgelegt werden, in Wirklich teit ist aber die Frage durch den Beschluß des Ministerrates bereits entschieden. Nach einigem Zögern, das durch die innerpolitischen Berwickelungen im Frühjahr hervorgerufen worden war, hat die Regierung Stolypin nun den entscheidenden Schritt getan und die Berfleischung des finnländischen Staatskörpers begonnen. Die gewaltsame Lostrennung zweier finnischer Kirchspiele tann als eine Art Probemobilisation des russischen Vergewaltigungsappa­rates angesehen werden, dem zweifellos weitere räuberische Aftionen folgen werden. Schon wird in offiziellen Streisen die Lostrennung gtveier weiterer Stirchspiele der Gouvernements Wiborg - Björte und Kuolema- Njarvi ernstlich erwogen. Ebenso wie bei den ersten zwei Stirchspielen, Myfyrfa und Kiwinebb,

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Wie sich Herr Bued diese neue Handelspolitik vorstellt, schildert er folgendermaßen:

Die erste Forderung muß die Aufhebung des Unfugs mit den Getreibeeinfuhrscheinen sein. Dieses System ist nichts anderes als die Gewährung von Ausfuhrprämien für Getreide. Dem deutschen Markt wird dadurch eine Menge Getreide entzogen, und dieser Umstand beeinflußt natürlich die Preisbildung sehr erheblich. Gleich­zeitig müssen auch die bei den preußischen Eisenbahnen bestehenden Exporttarife beseitigt werden, die es ermöglichen, deutsches Ge­treide zu billigsten Frachtjähen an die Grenzen des Reiches zu schaffen.

Wie sie nach meiner persönlichen Ansicht beschaffen sein müßte, will ich hier unbeirrt durch irgendwelche Rücksichten darlegen. Deutschland müßte feinen mit Unstimmigkeiten und Fehlern bepadten, aber auch in vielen Beziehungen durchaus ungenügenden, d. h. bedeutenden Industrien den erforderlichen Ein Angriff auf die Abgeordneten- Immunität. Schuh nicht gewährenden Konventionaltarif Die B. 8. am Mittag" und einige Abendblätter erzählen von gründlich revidieren, also bon den Fehlern befreien einem Mißgefchid", das dem Mittelstandsvereinler Reichstags= und auch besonders im Jnteresse zahlreicher Fertigindustrien abgeordneten Rieseberg aus Quedlinburg passiert sei. erhöhen. Solche Erhöhungen werden auch unerläßlich sein, Danach fuhr der Abgeordnete von Halberstadt in einem Eisenbahn­unt die so außerordentlich dünn und brüchig gewordene abteil erster Klasse. Ein Eisenbahnassessor, der in demselben Abteil Rüstung für den Neuabschluß der Tarifverträge den andern fuhr, veranlaßte in der Bahnhofswirtschaft in Braunschweig , wo der