Bevölkerung in das Gebiet der steuerpolitischen Erwägungen hineinziehen, welche schließlich in Deutschland wie überall neun Zehntel der Tabatsteuer zu tragen haben wird. Auf die Forn der Besteuerung kommt es hierbei erst in zweiter Linie an, den teine Steuerre form, auch das Tabatsmonopol nicht ausgenommen, tann Werthe schaffen, sondern muß die Existenz von Werthen voraussetzen, deren Uebertragung aus der Privatwirthschaft des Steuerpflichtigen in die Wirthschaft des Staates zulässig erscheint."-
Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie. Als der Borwä rts" die erstaunliche Langfamkeit der amtlichen Wahlstatistik in Deutschland geißelte, die es bis zum heutigen Tage no ch nicht zu einer zahlenmäßigen Uebersicht der Wahlergebnisse gebracht hat, und auf die Raschheit hinwies, mit der in Frankreich , England, Amerita gearbeitet wird, polterte das offiziöse Zeitungsgesinde auf das heftigste gegen den anspruchsvollen Vorwärts". In der„ Norddeutschen Allgemeinen Beitung" vom 6. September liest
man nun:
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Ein Beweis dafür, bis zu welchem Grade Frankreich unter dem Zeichen des Verkehrs steht, fann auch in der Raschheit erblickt werden, womit das Ergebniß von Wahlen zusammengestellt und bekannt gegeben wird. Schon am Montag Abend wird von Paris aus telegraphirt, daß nach der amtlichen statistischen Zusammenstellung die neue Rammer aus 409 Republikanern( gemäßigten Liberalen) und Bürgerlich- Radikalen, 79 sozialistischen Radifalen und Sozialisten, 29 Ralliirten und 64 Konservativen, d. h. also Monarchisten, bestehen wird."
Wir Deutschen stehen also im Zeichen der Verkehrsstockung, da wir heute, fast drei Monate nach den Hauptund Stichwahlen, ohne Wahlstatistik sind. Auch das soeben erschienene neueste Heft der vom statistischen Reichsamt ver öffentlichten Monatshefte enthält keine Silbe über die Wahl statistik! Wird es den Herren am grünen Tisch so schwer, fich zum ziffernmäßigen Eingeständniß der Wahlniederlage, die der Militarismus erlitten hat, aufzuraffen? Denn es leuchtet ein, daß die Mehrheit der Wähler gegen die Vorlage gestimmt hat.
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Militärisches. In Berned( Oberfranken ) feuerte der Premier- Lieutenant von Burchtaff, der Sohn des durch seine sozialistengefeßliche Thätigkeit berufenen Bay reuther Regierungspräsidenten, auf Rurgäste, die einen von ihm mißhandelten Knaben schüßen wollten, fünf Revolver schüsse ab, ohne jedoch zu treffen. Die„ Bayreuther Abendzeitung" berichtet über den Vorgang folgendes:
eigenartig" zu behandeln, ließ an einem ber heißeften Tage während der Einquartierungszeit seine Leute eines Mittags zum Appell antreten und dieselben zwei Stunden in der glühendsten Sonnenhige stehen. Den Soldaten lief, troh des ruhigen Stehens, infolge der kolossalen Hite im wahren Sinne des Wortes das Wasjer am Körper hinunter. Diese Prozedur nahm der Herr Hauptmann vor, nachdem Morgens ein beschwerlicher Ausmarsch, verbunden mit Uebungen, vorausgegangen war. Aber der menschenfreundliche Hauptmann hatte damit noch nicht genug. Er ließ Abends nach 9 Uhr die Mannschaft nochmals zum Appell antreten, zu dem die Unteroffiziere mit brennenden Stalllaternen erscheinen mußten. Unter der hiesigen Einwohnerschaft rief diese Maßnahme eine große Erbitterung hervor, die sich dadurch Luft machte, daß, als kaum die Soldaten angetreten waren, mit Steinen auf die Laternen geworfen wurde. Der Hauptmann fowohl wie ein anderer Offizier wurden dabei durch Steinwürfe getroffen. Den Soldaten wurde daraufhin befohlen, ins Feld zu rücken, aber auch dahin folgte die inzwischen stark angewachsene Menge nach, aus der fortwährend Steine geschleudert wurden. Schließlich ließ der Hauptmann seine Leute abtreten und gab zwei Sergeanten den Befehl, einen Zivilisten, der in sehr derben Worten die Anordnungen des Hauptmanns tritifirt hatte, festzunehmen. Dieselben konnten aber den Befehl nicht ausführen, denn ehe sie den Mann recht gepackt hatten, lagen sie auf dem Boden und es blieb ihnen nichts übrig, als dem rasch Davoneilenden mit verblüfften Gesichtern nachzusehen. Später gelang es dem Hauptmann, den Namen des Biviliften festzustellen, der unter Klageandrohung aufgefordert wurde, seine Aeußerungen zurückzunehmen. Der Mann hat sich dessen geweigert und harrt heute noch der Schritte, die gegen ihn unternommen werden sollen.
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Aus München wird gemeldet:„ Der Brinz- Regent verfügte zur Verhütung weiterer Typhus - Erkrankungen die Aufhebung der Hofgarten- Raserne und der SeidenhausKaserne. Aus dem Erlös für die Kasernen werden die Neubauten bestritten." Und wie steht es mit der Vertöftigung, wie mit dem Dörrgemüse?-
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Die Lektüre dieser Worte wurde von der Klasse mit stürmischer Heiterfeit aufgenommen. Und als ich darauf bemerkte: Gewiß, die Franzosen haben wirklich etwas Ge scheidteres zu thun, als ewig Rache zu brüten", da meldeten sich mehrere Schüler, und es tamen recht vernünftige Anschauungen über unseren geschworenen Erbfeind" zu Tage. Ich muß gestehen, daß ich mich über dieselben aufrichtig gefreut habe. Auf jeden gefunden Sinn müssen derartige chauvinistische Redensarten in der That zum mindesten komisch wirken. Zu Hause nahm ich denn mein eigenes Exemplar des Lettfadens noch einmal vor, das etwas älteren Datums und schon 1885 erschienen war. Und was fand ich da? Das Wort rachebrütend" fehlte in dieser Ausgabe, es ist also ein neuerer Zusatz des jezigen Herausgebers des Buches. In der That wäre der alte Professor Daniel einer solchen Geschmacklosigkeit auch nicht fähig gewesen.
Die Sache hat aber noch eine prinzipielle Bedeutung. Man wirft den Franzosen häufig vor, daß in ihren Schulen Monsieur Chauvin das Szepter führe. Noch jüngst erzählte man mir, auf den französischen Schulfarten gehöre ElsaßLothringen noch immer zu Frankreich . Ich möchte die Richtigkeit dieser Behauptung bezweifeln. Aber selbst wenn sie wahr wäre soll man deshalb bei uns in den gleichen Fehler verfallen? Und sollten wir nicht auch in dieser Beziehung besser daran thun, vor unserer eigenen Thür zu fehren? Man sehe die landläufigen Geschichts- und Lehrbücher darauf hin nur einmal durch, und man wird staunen über die Fülle recht chauvinistischer Bemerkungen. Da ist es wirklich erfreulich, zu beobachten, daß die deutsche Jugend an der Schwelle des 20. Jahrhunderts dergleichen„ patriotische Phrasen" als solche betrachtet."
Zu dieser höchst vernünftigen Auslassung bemerkt die Kreuz- Zeitung ", die durch die Spaltung in ihrer Partei ganz rabiat geworden zu sein scheint:
Soweit das Pädagogische Wochenblatt". Zweierlei muß hierbei überraschen: erstens, daß es einen akademisch gebildeten Lehrer geben soll, der sich nicht entblödet, einen solchen Artikel zu übersenden; zweitens, daß das„ Pädagogische Wochenblatt", welches in den Kollegien der höheren Lehranstalten vielverbreitet ist, eine derartige Einsendung in feine Spalten aufgenommen hat. In der vorbehaltlosen Aufnahme liegt eine Beleidigung des gesammten höheren Lehrerstandes. Deshalb können wir nicht glauben, daß der verantwortliche Redakteur des Pädagogischen Wochenblatt", Universitäte professor Dr. Stengel zu Marburg , darum gewußt hat, vermuthen vielmehr, daß die Aufnahme von seinem Vertreter veranlaßt ist.
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Baterland":„ Wenn man die nationalliberal- offiziöse„ AugsUeber den Fall Seidl schreibt man dem Bayrischen burger Abendzeitung" und ähnliche Blätter liest, so möchte man glauben, Hauptmann Seidl wäre als Märtyrer gestorben. Von dem Unglücklichen, der durch seine Chikane in den Tod getrieben wurde, von dessen Vater 2c. 2c. ist nicht die Rede, als ob sie nicht auch von Fleisch und Blut wären und ebenso Herz und Gefühl hätten wie ein Offizier. Man sieht, auch ein bischen Denunziation darf bei dem Der Offizier ist der befehlende, der Soldat der gehorchende, Organ für ritterliches Junkerthum nicht fehlen. demnach leidende Theil. In Nr. 271 der Abendzeitung" Eines Kommentars bedarf die Sache an sich nicht. Am Sonntag Nachmittag war Premierlieutenant v. Burch- wird dem armen Opfer des Hauptmanns sogar zum Vor- Aber sie erinnert uns an den schmachvollen Zustand eines torff, der Sohn des Bayreuther Regierungspräsidenten, in wurf gemacht, daß er nervös crregt" war. Leider sind großen Theils unserer Schulbücher namentlich der Uniform von Bayreuth nach Berneck geritten. Im Reſtaurant nicht alle Ferienkolonisten mit Nerven wie die Kreuzerstricke Geschichtsbücher, in benen fast ausnahmslos die Geschichte Bube hielt er sich einige Zeit auf und ging dann auf die Bade- auf die Welt gekommen. Nervös erregt zu sein, Ehrgefühl auf das unverschämteste gefälscht, und der Geist und Anstalt der Mühle des Herrn Neidhardt zu, um zu baden. zu haben, ist denn dieses einzig ein Vorrecht der Offiziere? Sinn der Kinder durch Verherrlichung gemeiner Leidenschaften, Auf der Brücke standen Kinder, welche der angeheiterte Premier- Ich denke im Gegentheil, ein nervös erregter Mensch taugt Strebungen und Handlungen systematisch vergiftet wird. lieutenant fragte:" Ihr werdet mich doch nicht auslachen, nicht zum Befehlen, er ist ungerecht und stiftet Unheil, wie Wir wollen hier nur auf das verlogene Zeug aufwenn ich vorbeigebe?" Die Kinder liefen davon, nur ein Stnabe, der zwölfjährige Sohn des Photographen Klog, Kurt auch Figura gezeigt hat. Der Fall Seidl wirft wieder ein merksam machen, das in so ziemlich allen Schulbuchern von mit Namen, blieb stehen, nachdem ihm Herr v. Burchtorff grelles Streiflicht auf den Militarismus und eine gewisse der sogenannten Friedericianischen Periode( d. h. der Zeit zugerufen: Bleibe stehen, ich thue Dir nichts! Auf Ehren- Presse, welche nur nach oben schielt und alles vertuschen des alten alias" großen" Friz) und von der neueren Gewort!" Natürlich blieb der Knabe stehen, aber taum war der und entschuldigen möchte, wo es Pflicht dem Volke gegen schichte Deutschlands erzählt wird. Kaum ein Wort ist da Herr Premierlieutenant in seiner Nähe, so drehte er die Reit über wäre, rücksichtslos vorzugehen. zu finden, das nicht mit den Thatsachen im schroffsten peitsche um und versezte mit dem Knopf derselben dem Knaben einen Schlag auf den Kopf und einen Schlag auf die Schulter; Die Aufnahme, welche die Neden, die der deutsche Widerspruch wäre. Betreffs der nicht blos in Schulalsdann wurde der laut aufschreiende Knabe mit der Beitsche Kaiser gelegentlich der Wtanöver in Lothringen gehalten gut deutsch ausgedrückt Lügen, erfundige man sich in büchern kolportirten Friedericianischen" Legenden oder, im Rücken und an den Beinen bearbeitet. Als der Knabe hat, im Auslande fanden, spiegelt sich aus den nach gut deutsch ausgedrückt 2ügen, erfundige man sich in begann er zu weinen und versicherte, daß er ob der Schläge Dieselben lauten: " Abendzeitung" erzählte, ſtehenden Drahtnachrichten des Bureaus Herold" wieder. Mehring'sessing legende", wo diesem Lügengewebe unbarmherzig zu Leib gegangen wird. fast ohnmächtig geworden sei. Die Kinder und auch Brüssel , 6. September. Die Indep. Belge" bespricht Ein sehr gutes Werk aber wäre es, wenn jemand, der Kurt Kloz flüchteten dann in das Haus des Tapeziers Schlee und verriegelten die Thür. v. Burchtorff eilte ihnen nach und die legte Rede Raiser Wilhelms und sagt, der Kaiser spreche die nöthige Zeit und die nöthigen Renntnisse hat, sich einschlug 7 bis 8 Mal mit der Reitpeitsche an die geschlossene in einem Tone, der vermuthen läßt, man wünsche in Berlin mal der Mühe unterzöge, den Schund, der in unseren Schulen Thür und einmal in das Fensterkreuz. Allmälig sammelte den Ausbruch neuer Streitigkeiten zwischen Frankreich und als Geschichte" figurirt, auf seinen wirklichen Werth zu Deutschland und dementire die vom Kaifer oft abgegebenen Er- prüfen. sich eine große Menscheninenge um den Premierlieutenant, der es dann vorzog, nach dem Restaurant Bube zu retiriren, flärungen seiner Friedensliebe. wohin die Menge nachfolgte. v. Burchtorff nahm jetzt seinen geladenen Revolver und feuerte einen Schuß zum Saalfenster hinaus, der zweite Schuß ging, wie man sich überzeugen kann, in die Zimmerdecke. Noch dreimal gab v. Burchtorff Fener, bis der Hauptpolizeidiener Küneth erschien und ihm den Re volver entwand. Dann bestieg v. Burchtorff sein Pferd und ritt gen Bayreuth zu.
dies dem Gewährsmann der
Dem Bad, Landesb." entnehmen wir folgendes:
In der vorlegten Woche hatten wir in unserm Drte Einquartierung von einer Kompagnie des InfanterieRegiments Nr. 112. Der Hauptmann dieser Kompagnie, ber, wie man mir mittheilte, von Zeit zu Zeit das Bedürfniß fühlt, die ihm untergebene Mannschaft recht
Drangfal der allgemeinen Noth und Verwirrung ist alles verdächtig, man mag handeln, wie man will, wenn man nicht selbst sich zum Tyrannen aufwerfen und zum Henters tnecht erniedrigen mag."
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Die preußischen Landtagswahlen sollen, wie die Chauvinismus in der Schule. Mit dieser Ueber- Kreuz- Zeitung" berichtet, Ende Oktober oder Anfang schrift bringt das" Pädagogische Wochenblatt" für den November stattfinden. akademisch gebildeten Lehrerstand folgendes:
Zu diesem Kapitel wird uns geschrieben: Dieser Tage behandelte ich in der Tertia die Geographie Elsaß Lothringens . Dabei fiel mein Blick auf eine Stelle in dem bekannten Zeitfaden von Daniel, die ich den Schülern nicht vorenthalten wollte. Sie lautet:" Deutschland hat durch den siegreichen Feldzug von 1870/71 nur einen Theil des Verlorenen wiedergewonnen J., aber gerade denjenigen, der noch am meisten deutsche Sprachen und Sitten bewahrt hatte und der dem Reiche zum Schuß( Met!) gegen den ewig unruhigen, rachebrütenden westlichen Nachbar am unentbehrlichsten ist."
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Wer mag das fein? Die Tante Voß schreibt in einer Betrachtung über die Landtagswahlen:
Wer aber unter allen Umständen annehmen zu müssen glaubt, daß die freisinnige Partei auch im nächsten Abgeordnetenhause nur durch ein winziges Häuflein von Getreuen vertreten sein werde, der wird sich am ehesten gegen die beliebte Parole Wiederwahl" aussprechen müssen. Eine Kleine Fraktion muß, was ihr an Zahl abgeht, an geistigem Gewicht einzubringen suchen. Die Wählerschaft darf daher nicht aus Bequemlichkeit an bisherigen Abgeordneten festhalten, wenn
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ohne Bewegung an, mag manches nicht begreifen können. Scheuern werfen, als Kläger, Richter und Verfolger zuJch danke Gott , daß ich mich schon seit länger als zehn gleich auftreten: und wehe denen, die sein schwaches Jahren in diese Einsamkeit zurückgezogen habe; denn wäre Alter, sein verletzbares Gewissen und ihren Einfluß so ich noch im Amte, so würde mein Gewissen mich zwingen, mißbrauchen! Und wehe jedem, der sich zu diesen Diensten Wie unser Marschall", rief der Alte heftig aus, wie es jetzt abzugeben, und das möchte den beiden wackern gebrauchen läßt, gute und fromme Menschen zu schlachten; unser Intendant; wie die Herren dort in Nismes, die Herrn dann dann noch unbegreiflicher sein. Ich beneide am wehesten aber dem rechtlichen Manne, der aus Ehrgeiz um Gotteswillen ihre Brüder martern. Ich habe schon den ihnen weder, noch bewundre ich ihren Patriotis- oder misverstandener Pflicht ebenfalls hinzutritt und Leuten hingeschickt und will es ferner; es ist zwar nur ein mus, und Gott foll unsere Familie vor dem den Scheiterhaufen anschürt und die Folter noch grimmiger Tropfen im Meere, aber doch werden ein paar Herzen in Schicksal bewahren, dem Könige auf diese Art Dienste zu spannt." dieser Trübsal beruhigter sein." thun. Darum, mein theurer, mein geliebter Sohn, wieder-" Es thut mir weh, mein Vater," sagte Edmund mit Er ging hinaus, und als der Vater nach den Bergen hole ich noch einmal meine väterliche Warnung, Dich mit unterdrücktem Zorn, und immer wieder bewältigt mit einem wehmüthigen Blicke hinaufsah, drängte sich das diesen Menschen einzulassen, es würde mich zum Grabe mich der ungeheure Schmerz, daß ich im Liebsten, Heiligsten, Kind schmeichelnd an ihn, füßte seine Hand und sagte: führen, Dich auf diese Weise thätig zu sehen. Denn, was was meinem Herzen das Nächste und Eigenste ist, so durch Väterchen, werde Du und Franz nur nicht auch noch gott- verlangt man von uns? Keinen offenen, geraden Dienst, Welten von Ihnen getrennt mich fühlen muß! Seit ich los und Rebellen, sonst komme ich mit Bruder Edmund keine Hilfleistung, wie sie dem Bürger ziemt, wie sie den dente und mich empfinde, ist mir diese unsre alte heilige ganz allein in den Himmel, und das möchte ich nicht; denn edeln Menschen ehrt: sondern wir sollen uns zu Spionen Religion das Höchste und Göttlichste, nur in ihr lebt mein mit Edmund kann ich mich gar nicht vertragen, so schreck- hergeben, unsere eigenen Unterthanen und Landsleute ver- Herz, und alles, was ich wünsche und ahne, spiegelt sich lich fromm er auch ist, und Du bist viel besser, wenn auch rathen und auf die Folter und den Scheiterhaufen liefern, glänzend in diesem hellen Krystall. Dies, was die Liebe Dein Glaube nicht im besten Zustande sein mag." uns dieser Unmenschlichkeit freuen, das Land entvölkern, selbst verkündigt hat, dies, was die Liebe selbst ist, die " Jawohl, schrecklich fromm," rief der alte Mann aus; dent Haß Gottes und der Menschen auf uns laden und, ewige, unsichtbare, uns Armen, Verlorenen sichtbar geworden, ,, o Himmel, wann wird es dir doch gefallen, diese Ber wenn wir es genau betrachten, an unserem Vaterlande und als Kind, als Mitbruder zu uns niedergestiegen, als unser wirrung zu lösen?" Könige zu Verräthern werden." nächster Freund und Nachbar, und dann für unsere Ver
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Da kommt Edmund den Garten herunter," rief die Darf der Unterthan je fragen?" fiel Edmund haftig irrung so schmerzhaft gelitten und in liebevollster AufKleine; fage es ihm lieber nicht von dem gottlosen Eustach, ein; ich fenne diese Gesinnung an Ihnen, mein Vater, ich opferung nur unser und aller unserer Schwächen und Versonst haben wir wieder Lärmen und Bank; er kann der kenne und betrauere fie; aber darf der Unterthan so fragen? derbuisse gedacht, nur unser im Leben und Tode: gleichen gar nicht vertragen." Wo bleibt der Gehorsam, wo sind dann noch die Bande dies sollte ich je vergessen, verschmähen können, dies Edmund kam herein, grüßte, stellte sein Gewehr in die des Staates, wo das Heiligste, Höchste, Frommste und mein Herz, das in Dankbarkeit vergehen möchte, sollte es Ecke und legte die Jagdtasche ab; der große Hund machte Ehrenvollste, wodurch wir eben nur Menschen und Bürger dulden, daß man diese Welt von Wunder und Liebe verfich zum Kinde, das mit ihm tändelte und ihm dann die find, worauf alle unsere Tugend, unser Dasein ruht, wenn nichtete, in den Staub träte und hohnlachend frech das aufgehobenen Brocken zusteckte. ich sagen darf: hier fündige ich Dir meinen Gehorsam auf, Heiligste in Trümmer schlüge, um es dem Niedrigsten zu " Wo warst Du heute Mittag, mein Sohn?" fragte der dies darfst Du nicht befehlen, obgleich Du mein König bist, verbrüdern?" Bater. obgleich das Vaterland, der Himmel selbst durch Deinen Wer will das, mein Sohn?" rief der Alte;„ felbft Beim Intendanten, dem Herrn von Basville", ant geheiligten Mund zu mir spricht." Türken und Heiden wollen und können es nicht, geschweige wortete Edmund, ohne aufzusehen, drüben in Alais, wo Du hast nicht unrecht, mein Sohn," antwortete der unsere Brüder, die nur in einfacher, schlichter Weise sich er sich noch einige Tage aufhalten wird wegen des Verhörs Alte, und weil Du, wenn Du so fragst, immer im Rechte jenem unbegreiflichen Wesen nähern wollen, das uns der Nebellen. Er läßt Sie grüßen, aber er wundert sich, fein wirst, sollte der Herrscher mit frommer Scheu, mit allen, trotz seiner unermeßlichkeit, in Liebe und Demuth daß Sie die angebotene Stelle ausgeschlagen haben, und er Gottesfurcht, diese Schranken achten, das Gewissen seiner unseres Herzens so nah' befreundet und bekannt vertraulich meinte, der Marschall würde es noch weniger begreifen Unterthanen ehren, die Versprechungen und Schwüre, die wird." tönnen." edle Vorfahren gethan und er nach ihnen wiederholt hat, In dieser Schilderung," sagte der Sohn, wird man Der Marschall, mein Sohn", fing der Vater nicht heilig halten und nicht selbst die Wordfackel in seine freilich diejenigen nicht erkennen, die unsere Priester morden,