Gewerkschaftliches.
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Reptilienfonds. Werksvereine gelbe Gewerkschaften erhalten als Preis für die Bekämpfung der freien Verbände zu Wohlfahrtszweden" aus der Schatulle der Unternehmer beträcht liche Alimente. Die Beiträge der Gelben selbst tommen vielfach kaum in Betracht. Es ist daher zu begreifen, daß die Herren ihre Leistungen schämig verschweigen. Der Kassenbericht der Gelben bei Krupp dokumentiert die Harmonie" zwischen Unternehmer und Arbeiter, indem er die Beiträge der Firma und der Mitglieder in einer Summe aufführt, für das Jahr 1910 mit 132 761,34 Mart. Da wir fein Interesse daran haben, den Wohlfahrtssinn der feinen Firma nicht gebührend zur Geltung kommen zu lassen, sei festgestellt, daß nach den Beiträgen der Gelben auf diese selbst höchstens ein Betrag von 12 000 m. entfällt. Die Firma hatte demnach in dem einen Jahre zur Förderung der gelben Bewegung 120 000 M. geopfert. Danach kann man ermessen, wie wertvoll die Arbeiterzersplitterung dem Kapital erscheint. Daß solche Reptilienfondsspenden die Arbeiter forrumpiert und demoralisiert, ist für das Unternehmertum natürlich kein Grund, die Ausbreitung der gelben Seuche nicht zu fördern.
nun mit Bestimmtheit, daß sie feinerlei Versicherung dieser Ark gegeben haben.
der Kündigung, die Arbeit nicht wieder aufnehmen. Die Reifung der Ausgesperrten hat sich bereit erklärt, im Sinne dieses VerTangens zu wirken unter der selbstverständlichen Bedingung, daß In dem Manifest, das das Streiffomitee nach Beendigung des der Vorstand des westfälischen Zigarrenfabrikantenverbandes die Kampfes beröffentlichte, heißt es:„ Es ist wichtig, im Auge zu beVerpflichtung übernimmt, auch seinerseits dahin zu wirken, daß halten, daß sich die Eisenbahngesellschaften schriftlich verpflichtet diejenigen Firmen, die einen Teil ihrer Arbeiter ohne Einhaltung haben, die Beschlüsse der Kommission anzuerkennen, selbst wenn der Kündigung auf die Straße setten, diese Entlassungen zurüd- diese die Anerkennung der Gewerkschaften beschließt." Von einer nehmen und die Gewähr bieten, daß feine Auslese bei Wiederein- ähnlichen Verpflichtung der Gewerkschaften ist nicht die Rede. Wie kommt nun die Regierung dazu, das Gegenteil zu behaupten? stellung dieser Arbeiter vorgenommen wird. Die Ausgesperrten sehen mit Ruhe und Entschlossenheit allen Genosse Keir Hardie hat in einer Flugschrift über den GeneralMaßnahmen der Zigarrenfabrikanten entgegen. Die in den vielen ſtreif der Eisenbahner erklärt, daß die Regierung den Gewerkübrigen, dem Unternehmerverband nicht angehörenden Zigarren- fchaftsbeamten die Zusicherung gegeben habe, sie werde die Komfabriten beschäftigten organisierten Tabatarbeiter arbeiten weiter. mission schon so besetzen, daß diese sich unbedingt für die AnTabatarbeiter aller Orte, übt Solidarität, meidet streng das west- erkennung der Gewerkschaften aussprechen werde. Daß etwas fälische Zigarrenindustriegebiet! Aehnliches stattgefunden habe, glaubte man nach der Beendigung In Hamburg beschloß eine vom Tabafarbeiterverband des Streits in Arbeiterkreisen allgemein. Die ganze Sache gibt einberufene Versammlung in Hamburg , Altona und Bremen viel zu denken. Hat die Regierung den Eisenbahndirektoren von nächster Woche ab die Arbeit ruhen zu lassen, wenn andere Versicherungen gegeben? Wie kamen die Direktoren dazu, nicht bis Sonnabend der Kampf in Westfalen und Lippe eine be- fich schriftlich zu binden, und wer hat der Regierung die Vers sicherung gegeben, daß die Gewerkschaften die Beschlüsse der Kom friedigende Beilegung erfahren hat. mission unter allen Umständen anerkennen würden?
Zum Kampf in der Dresdener Schokoladenund Zuckerwarenindustrie.
Die Hoffnung der Unternehmer, daß am Montag besonders die Arbeiterinnen in großer Zahl reuevoll in die füßen Zwangsanstalten zurückkehren würden, find gänzlich zuschanden geworden das bewies die Versammlung der Streifenden am selben Tage, in der von allen Seiten konstatiert wurde, daß der Abfall aus den Reihen der
In dem von dem Streiffomitce nach dem Kampfe herausgegebenen Manifest heißt es:" Die Vorsicht gebictet, daß wir bereit bleiben müssen, den Kampf wieder aufzunehmen, sollten es die Umstände nötig machen." Nach den von allen Landesteilen cinlaufenden Berichten scheint es, daß die Eisenbahner die Wiederaufnahme des Kampfes für nötig halten.
Streifenden nur ein ganz geringer ſei. Dafür werben aber einzelne Eine neue Tiederlage des Zentrums.
Berlin und Umgegend. Der Ausstand der Berliner Eisenkonstrukteure dauert nun be- Fabrikanten mit Hochdruck in den Kreisblättern Arbeitswillige, und reits vier Wochen, ohne daß zurzeit ein Ende abzusehen ist. Alle es fammelt sich in der Tat besonders aus Thüringen , Provinz Konstanz , 27. Oktober. ( Privattelegramm des VorVersuche zur Herbeiführung von Einigungsverhandlungen sind Sachsen , Schlesien und Böhmen eine Kolonne unsauberer Subjekte bisher an dem Widerstande der Unternehmer gescheitert, die sich nicht an, die hier Schokolade und Leckerbissen unter Leitung einiger Abwärts".) Bei der heutigen Reichstagsstichwahl im ersten dazu verstehen wollen, der Bestellung eines Unparteiischen zuzu- teilungsleiter herstellen sollen. Die Streikleitung ersucht, überall die badischen Wahlkreis erhielt Gärtner Schmid( liberaler Arbeitsnachweise und Vermittler streng zu beobachten! Block) 15 114 Stimmen, Landgerichtsdirektor Freiherr stimmen. Wie wir nun erfahren, hat die Ortsverwaltung Berlin In den letzten Tagen wurde wieder mit vier mittleren Firmen von Ruepplin( 3entrum) 14 045 Stimmen. Schmid bes Hansabundes beschlossen, den streitenden Parteien ihre verhandelt( Seim, Lippold, Kynast und Königs Nachfolger), die zuDienste anzubieten. Es sollen auch bereits Schritte unternommen fammen 276 Leute beschäftigen. Es wurden dort teils Einigungen ist so mit gewählt. worden sein, um die maßgebenden Persönlichkeiten auf Arbeit- erzielt oder sie stehen in bestimmter Aussicht. Es werden dann geberseite für eine anderweitige Stellungnahme gegenüber ihren neun Betriebe mit 1478 Personen geregelt sein und noch 2582 Arbeiter Angestellten zu gewinnen. Auf den Erfolg dieser Bemühungen wird und Arbeiterinnen im Streit stehen. man gespannt sein dürfen. Von allen anderen Firmen setzt Hartwig u. Vogel A.-G. einer gemeinsamen Verständigung den größten Widerstand entgegen und provoziert die Streifenden am meisten. Am letzten Freitag, als der
Die Tarifbewegung in der Geschäftsbuchbranche war in ihrem Ausgang von der bürgerlichen Fachpresse im Buch
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rückständige Lohn an diese ausgezahlt werden sollte, hingen im Betriebe Blafate aus, in denen es hieß: Lohnzahlung erfolgt nur an Personen unter 18 Jahren sowie an diejenigen, deren vierzehntägige Probezeit noch nicht ab= gelaufen war.
Die Arbeiter sollen also erft ihr wohlverdientes Geld heraus flagen. So behandelt man die Arbeiterschaft, deren Kundschaft man auf der anderen Seite mit heißem Bemühen sucht. In einem Schreiben der Firma an die Herren Vertreter und Reisenden fagte sie u. a.:
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Wir legen besonderen Wert auf die Gewinnung neuer Abnehmer aus der großen Zahl der Beamten -, Fabrik- und ArbeiterKonsumvereine Die Konsumvereine sind durchweg angenehme Abnehmer, selbst bei großem Bedarfe zahlen sie gute Preise und regulieren prompt."
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Es gehört ein großer Teilsagen wir Unbefangenheit dazu, zu glauben, die Arbeiterschaft werde sich auf die Dauer vollständig nach Willkür bei Hartwig u. Bogel ausbeuten lassen und obendrein durch ihre wirtschaftlichen Organisationen der Firma reiche Gewinne in den Schoß werfen.
Husland.
Ein neuer Eisenbahnerstreik?
Bei der am 19. Oftober stattgefundenen Hauptwahl erhielten das Zentrum 13 410, die Liberalen 11 234 und die Sozialdemokraten 3064 Stimmen.
Die sozialdemokratischen Wähler sind demnach rest Ios für den liberalen Blockkandidaten eingetreten. Manchent wird die Entscheidung nicht leicht gefallen sein, aber das Gebot der Stunde lautet: Nieder mit den reaktio. nären schwarzblauen Volksverrätern! So hat auch bei dieser Nachwahl das Zentrum die gebührende Antwort für seine heuchlerische Politik erhalten. Mit Riesenschritten geht es abwärts mit den schwarzen Bolfsbeglückern" und selbst das wüste Feldgeschrei von der in Gefahr schwebenden Religion verfängt nicht mehr. Das Volt übt Vergeltung!
mäne des Zentrums. Während im Jahre 1903 das Zentrum Der Wahlkreis galt seit langem als absolut sichere Donoch mit 5000 Stimmen Mehrheit siegte, schrumpfte diese Majorität im Jahre 1907 auf zirfa 500 Stimmen zusammen und bei der heutigen Wahl fehlen dem Bentrum an der absoluten Mehrheit rund 900 Stimmen. Dagegen war die Stimmenzahl der Reichspartei 1907 um 1600, der Sozialdemokratie um 500 und der Polen gar um 2100 gewachsen.
1907 wurden abgegeben für den Zentrumskandidaten 11 411, für den Reichsparteiler 5105, für den Polen 4591 und für den Sozialdemokraten 1294 Stimmen.
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Nach einem neueren Telegramm erhielten von 18257 abgegebenen Stimmen Grundbesitzer Sapletta Ratibor( Bentrum) 8675, Pfarrer Banas Lubowitz( Pole) 4341, Quedte, Regierungsrat a. D., Ratibor ( Reichspartei), 3445, Gewerkschaftssekretär Schwob Kattowis( Sozialdemokrat) 1793 Stimmen. Zersplittert sind 3 Stimmen. Ein Wahlbezirk steht noch aus.
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bindergewerbe und den Organen der Scharfmacherverbände als ein boller Erfolg der Unternehmer hingestellt worden. Selbst die Wertmeisterzeitung", das Drgan des Werkmeisterverbandes für das Buchbindergewerbe eine Organisation, die stets vorgibt, die gleichen Interessen wie die Arbeiterverbände zu verfolgen ging hier mit den Scharfmacherorganen fonform. Insbesondere ist es der viertägige Streit, der als ein gewissenloses Unterfangen der Organisationsleitung" hingestellt wurde. Am Donnerstag beschäftigte sich nun die Arbeiterschaft dieser Branche mit dem neuen Tarifvertrage, der erst in den letzten Tagen druckfertig geworden ist. Betrachtet man nun borurteilslos den Letzte Nachrichten. materiellen Erfolg, den der neue Vertragsabschluß den Arbeitern brachte, so muß er als durchaus zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Konjumbereine sind also durchweg angenehme Abnehmer, Reichstagserfahwahl in Ratibor . Die Arbeitszeit hat eine sofortige Herabfeßung von 54 auf selbst bei großem Bedarf zahlen fie gute Preise und regulieren 531/2 Stunden erfahren und vom 1. Januar ab wird dieselbe nur prompt! Nur Hartwig u. Vogel felber zahlen trog großen Bedarfs wärts".) m 1. schlesischen Wahlkreise Ratibor fand Ratibor , 27. Oktober. ( Privattelegramm des„ Vor53 Stunden betragen. Da aber in der Branche die englische an Arbeitskräften feine guten Arbeitslöhne. Mit den KonsumentenTiſchzeit üblich ist, so sind die Unternehmer infolge des neuen, organisationen möglichst gute Geschäfte machen und dieſe ſelben heute die Nach wahl für den im Sommer verstorbenen Tarifes fogar gehalten nur 52 Stunden arbeiten zu lassen. Ronsumenten in der Fabrik schlecht entlohnen, das wird auf die Dauer Bentrumsabgeordneten Domherrn Frank statt. Es erDie Löhne in der Branche standen immer noch um einige wohl faum gehen. Darauf fann sich die Betriebsleitung berlassen! hielten Grundbefizer Stadtrat Sa pletta( Bentrum) 7897, Pfennige pro Stunde hinter denen in den Buchbindereien Besonders hinweisen wollen wir auch noch, daß Hartwig u. Pfarrer Banas( Pole) 4773, Landschaftssyndikus Regiezurück; jetzt sind diese überholt worden. Die in der Branche be- Vogel in fast allen Gewerkschaftshäusern ihre bekannten Brunt- rungsrat Ad. Lüdfe( Reichspartei) 3265, Gewerkschaftsschäftigten 137 Beitlohnarbeiter haben eine Lohnerhöhung von durch automaten aufgestellt haben auch dadurch beweist die Firma, daß sekretär Schwob( Sozialdemokrat) 1609 Stimmen. Somit schnittlich 2 M. pro Woche erhalten. Im Jahre 1913 tritt eine aber die organisierten Arbeiter angenehme Abnehmer sind. findet Stichwahl zwischen Sapletta und Banas malige Erhöhung der Löhne ein. Bezüglich der Affordarbeiter läßt statt. fich der Erfolg noch nicht in Zahlen ausdrücken, da die Revisionen der Werkstuben- Affordtarife, die bis zum 1. November beendet sein muß, noch im Gange sind. Insbesondere ist gerade durch den Streit eine Befferstellung der Spezialgruppe der Liniierer erfolgt, indem diese, was vordem nicht der Fall war, die für Spezialarbeiter festgesetzten höheren Löhne erhalten. Desgleichen sind eine Reihe Teuerungszulagen für städtische Arbeiter in Fürth i. B. anderer Verbesserungen gerade auf das Konto des Streiks zu setzen. Diese doch immerhin beträchtlichen Lohnsteigerungen würden die In der Magistratssigung vom 26. Oftober wurde beschlossen, Geschäftsbücherfabrikanten nie bewilligt haben, wenn nicht die den Arbeitern auf die Zeit vom 1. Oftober 1911 bis 31. März 1912 Arbeiterschaft der Verlegung des Ablaufstermins vom 30. September folgende Teuerungszulagen zu gewähren: Ledigen Arbeitern und auf den 31. Dezember den allergrößten Widerstand entgegengesezt verheirateten Arbeitern ohne Kinder 20 M., verheirateten Arbeitern hätte. Dieser Umstand war es allerdings, der den Streit vornehm mit 1-2 Kindern 40 M., mit 3-4 Kindern 50 m. und mit 5 und lich veranlagt hatte, und die Unternehmer zwang, sich unter die mehr Kindern 60 m. Die Zulage wird in zwei Raten ausgezahlt, schützenden Fittiche des Vereins Berliner Buchdruckereibesizer zu und zwar die erste kurz vor Weihnachten und die zweite Mitte März flüchten. Wäre arbeitgeberseitig die Vereinigung der Buchbindereibefizer des Geschäftsbücherfaches der Träger der Tarifgemeinschaft geblieben, so wäre an dem alten Ablaufstermin unter allen Umständen festgehalten worden, weil sonst die Arbeiterschaft für die Zukunft der Macht der Arbeitgeber ausgeliefert worden London , 24. Ottober 1911. wäre. Anders ist es jetzt, wo der Verein Berliner Buchdruckerei- Der Bericht der Eisenbahnkommission hat unter den Eijen befizer der Träger der Vertragsgemeinschaft ist und ein gemein bahnern große Entrüstung hervorgerufen. An vielen Orten im famer Bertrag für die Buchbindereiperionale in den Buchdruckereien Lande haben sie schon Massenversammlungen abgehalten. Der und den Geschäftsbücherfabriken in Geltung gekommen ist. Da Bericht wird als gänzlich unannehmbar zurückgewiesen und die konnte dem Verlangen der Arbeitgeber auf Berlegung des Ablaufs- Vorstände der Gewerkschaften werden aufgefordert, sofort Schritte Die französische Regierung will nichts wissen. termins stattgegeben werden, ohne daß der Buchbinder zu tun, um die Anerkennung der Gewerkschaften und die Durch- Paris, 27. Oktober. ( W. T. B.) In bezug auf die von dem berband eine Einbuße feines Einflusses auf die zukünftige führung des nationalen Programms zu erzwingen. Man verlangt, holländischen Sozialisten Troelstra vorgebrachte Behauptung, Gestaltung der Lohnverhältnisse erlitt. Aber die Werhält daß den Gesellschaften ein Ultimatum gestellt werde, nach dem daß sich zwei europäische Mächte während der jüngsten nisse im Unternehmerlager, die das ermöglichten, sind ja wiederum, sollten sich die Eisenbahngesellschaften weigern, die Krisis zur Beschwörung der Kriegsgefahr an das Internationale gerade erst infolge des Streits herbeigeführt worden. Diese Aus- Forderungen ihrer Angestellten zu bewilligen, innerhalb 24 Stunden führungen des Branchenleiters Klar wurden von der Versammlung der Generalstreit erklärt werden soll. Die Vorstände der Gewerk- fozialistische Bureau gewandt hätten, meldet der„ Temps": Man beifällig aufgenommen, und es zeigte sich, daß nun auch die Arbeiterschaften werden nächsten Montag in London zusammenkommen, erffäre in den offiziellen Kreisen Frankreichs , daß von diesem anschaft, die bekanntlich mit dem Ausgang der Bewegung feineswegs um den Bericht der Kommission zu beraten und zu beschließen, geblichen Schritt durchaus nichts bekannt sei. zufrieden war, die neue Situation begriffen und den Wert des Tarif- was unter den Umständen zu tun ist. bertrags richtiger einzuichätzen gelernt hat. Die Verfammlung nahm Was das nationale Programm der Eisenbahner anlangt, das dann die Wahl der Bertreter für den Schlichtungsausschuß vor, aus in der Krise des Jahres 1907 den Kernpunkt des Streites bildete Murden, 27. Oftober.( Meldung der Petersburger Telegraphender Goldapfel, Teutscher und Wagner als Vertreter und und das auch heute noch in keiner Weise trotz der Einigungsämter Agentur.) Die Absendung von Truppen, Waffen und Munition Czerny, Keese und Sauerteig als Erfaßmänner hervor seiner Verwirklichung näher gebracht worden ist, so besteht es aus nach dem Süden dauert fort. Gestern wurden 200 Patronenkisten gingen. unmittelbar mit dem Transport beschäftigten Arbeiter; ein zehn- und 150 Artilleriegeschosse sowie mehrere Berggeschüße abgesandt. stündiger Maximalarbeitstag für alle anderen Arbeiter, außer Der Generalgouverneur hat auf das strengste die Ausfuhr von Schienenlegern; jeder Arbeiter darf nur einmal jeden Tag zur Silber verboten. Im Zusammenhang damit fand gestern am Arbeit abberufen werden. 2. Eine neunstündige Ruhepause Stadttore ein Zusammenstoß zwischen chinesischer Polizei zwischen zivci Schichten. 3. Jeder Tag muß für sich gerechnet und Japanern statt, die für 40 000 Dollar Silber ausführen werden; Ueberstunden müssen mit fünf Vierteln des Rohnes be- wollten. Ein Japaner wurde dabei ernstlich verwundet, zahlt werden. 4. Besondere Berechnung der Sonntagsarbeit, zu die übrigen wurden verhaftet, jedoch auf Verlangen des japanischen der auch die Arbeit am Weihnachtstage und am Karfreitag zu Ronfuls wieder freigelassen. rechnen ist; für Sonntagsarbeit ist das Anderthalbfache des Lohnes zu zahlen. 5. Jedem fest angestellten Arbeiter muß ein voller Wochenlohn garantiert werden, wobei die Sonntagsarbeit nicht in Betracht gezogen werden darf. 6. Eine sofortige Sohnausbesserung bon 2 Schillingen die Woche für alle Arbeiter, die nicht den AchtDie Aussperrung der organisierten Tabakarbeiter im West- stundentag fordern( d. h. für olle Eisenbahner, außer den Lokofälisch Lippeschen Industriegebiet dauert unver- motivführern, Heizern, Zugführern, Rangierern und Bahnwärtern ändert fort. Insgesamt sind über 8200 Arbeiter, die dem Tabak-( Signalmännern); der Minimallohn der Arbeiter in London muß arbeiterverband, dem Verband der Zigarrensprtierer und Kisten- für alle Arbeiterklassen um 3 Schilling die Woche höher sein als in bekleber Deutschlands , dem Holzarbeiterverband und dem christlichen den Provinzen. 7. Das auf elektrischen Bahnen übliche System, Tabatarbeiterverband angehören, ausgesperrt. Viele mitarbeitende nach dem nur ein Mann den Motor bedient, muß abgeschafft nichtorganisierte Frauen der Ausgesperrten und ein Teil nicht werden New York , 27. Oktober. ( B. H. ) Die Klage auf Auflösung des organisierter Bigarrenarbeiter schlossen sich den Ausgesperrten an, Die Agitation für diese Forderungen hat nie geruht. Bei Stahltrusts, die sich auf die Shermanatte stützt, ist gegen 37 so daß die Zahl der an der Aussperrung Beteiligten zurzeit dem Generalstreit im August wurde das Programm durch die Gesellschaften und 23 Einzelpersonen gerichtet. Die erste Verhand9000 beträgt. Mit dem Schluß dieser Woche werden noch mehr Frage der Anerkennung der Gewerkschaften etwas verdunkelt. lung wird zu Anfang des Dezember erwartet. Die Ergeb als 500 Arbeiter, die ihr Arbeitsverhältnis selbst fündigten, um Dadurch, daß die Eisenbahner die Vorschläge der Kommission nisse der Untersuchung werden einen Teil der Klage begründen. Solidarität zu üben oder gekündigt wurden, weil sie sich den Or- abgelehnt haben, ist die Regierung in eine eigenartige Lage ge- Die Klage behauptet, der Stahltrust unterhalte direkte Verbindungen ganisationen anschlossen, die Arbeit niederlegen. Die von der ein- kommen. Am Tage nach der Beendigung des Streifs veröffentlichte mit allen großen Eisenbahnen und Dampferlinien, dem Oeltrust gesetzten Neunerfommission eingeleiteten Verhandlungen sind die Regierung außer dem Wortlaut des Friedensschlusses noch ein unterbrochen, da der Vorstand des westfälischen Zigarrenfabrikanten- Begleitschreiben, das folgenden Eah enthielt:„ Beide Parteien und anderen Unternehmungen, wodurch er den Verkehr und Handel berbandes es ablehnt, weiter zu verhandeln, solange diejenigen haben die Versicherung gegeben, daß sie die Beschlüsse der Kom- beherrsche. Im allgemeinen scheint das Vorgehen noch nicht ers Ausgesperrien, die angeblich die Arbeit einstellten ohne Einhaltung mission annehmen werden." Die Gewerkschaftsbeamten erklären wartet gcivesen zu sein.
Tarifabschluß im Gastwirtsgewerbe. Zwischen dem Verband der Gastwirtsgehilfen und dem Inhaber Zwischen dem Verband der Gastwirtsgehilfen und dem Inhaber der Brachtsäle Alt- Berlin" Herrn D. Baaz. Blumenstr. 10, ist durch die Vermittelung der Gewerkschaftskommission ein für beide Teile befriedigendes Abkommen getroffen worden. Zu der in der Nr. 242 des„ Borwärts" angegebenen Notiz über ungenügende Beköstigung sei hier bemerkt, daß sich diese Angaben nicht auf die Jestzeit, sondern auf frühere Zeit beziehen. Zwischen den Parteien wird ein Tarif abgeschlossen.
Deutfches Reich.
din Schreckenstat eines wahnsinnigen Mädchens.
Troyes , 27. Oftober.( B. H. ) In einem Anfalle von Wahnfinn durchschnitt ein 16jähriges Mädchen ihrem sechsjährigen Brüderchen die Gurgel, brachte der dazwischenspringenden Mutter fchwere Verlegungen bei und tötete sich dann selbst durch mehrere Stiche in die Brust.
Die Stahltrustaffäre.