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und Antisemiten noch in den Haaren. Die dem schwarzblauen Block geschworene Fehde der Liberalen hält bei der Wandlungs­fähigkeit der Thüringer Liberalen allerdings höchstens bis zur Hauptwahl an. Das wissen Antisemiten und Konservative genau, deshalb schlagen sie auch rücksichtslos auf die Liberalen los. Mit einer wahren Barnumreklame künden schon jetzt die ver­einten Liberalen ihre Erfolge in den einzelnen Wahlkreisen an, als ob sie die Mandate der Thüringer Wahlkreise schon in der Tasche hätten.

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In Weimar - Apolda - Ilmenau hat Genosse Baudert. Weimar bereits den Kampf mit den vereinten Liberalen und den Antisemiten und Konservativen aufgenommen. Der Fortschrittler Enders, dem in seinem bisherigen Wahlkreise Sonneberg- Saal­feld der Boden zu heiß wurde, hat sich hierher geflüchtet, um, wie sein antisemitischer Gegenkandidat Graef , mit dem Durchfall für ihre Wahlsünden zu büßen.

In Eisenach - Dermbach hat Genosse Leber Jena zwei neue Gegenkandidaten erhalten. Die vereinten Liberalen haben sich den zweiten Vorsitzenden des Leipziger Handlungsgehilfen­verbandes, Marquardt, verschrieben, und die Konservativen haben den antisemitischen weimarischen Landtagsabgeordneten Kaiser , einen kleinen Landwirt, als ihren Mann auf den Schild erhoben. Marquardt will den Wartburgfreis von der Schmach" befreien, von einem Sozialdemokraten im Reichstage vertreten zu werden. In Jena - Neustadt kandidiert wieder Genosse Beutert. Apolda . Auch dieser hat es mit drei neuen Gegenkandidaten zu tun. Der streitbare Professor und Theologe Thümmel vertritt den Lehmannschen Nationalliberalismus. Da dieser sich aber zu stark nach rechts entwickelt hat, haben die Fortschrittler sich hier eine Extrakandidatur in der Person des ganz entschiedenen" Fort schrittlers Vershofen geleistet. Aber auch die Agrarier haben fich für ihren freiwillig abgedankten Lehmann eine besondere Kandidatur in der Person des antisemitisch angehauchten Amts­richters Schauer geleistet.

In Meiningen - Hildburghaufen kämpft Genosse Knauer. Sonneberg gegen den Fortschrittler Müller- Meiningen. Der Bund der Landwirte versucht es mit einem Antisemiten, dem Re­batteur Schaefer aus Karlshorst .

die denkbar berkehrteste Tatti! wäre, wenn man und die militaristisch verseuchte Tagespreffe hat in der letzten hier den Wahlkampf ausschließlich nach der rechten Seite richten Zeit die beabsichtigten Neuformationen usw. besprochen und wollte. Der Erfolg tönnte dann sehr leicht der sein, daß in einer dafür Stimmung gemacht. Es ist ja auch ein beliebter Sniff Anzahl von Wahlkreisen der Reaktionär mit dem Sozialdemo- der Heeresleitung, bei jeder Militärvorlage ücken" zu fraten in die Stichwahl käme, wobei dann die Wahl des Reat­

tionärs alle Wahrscheinlichkeit für sich hätte, da die schlesische lassen, um mit deren Hilfe das nächste Mal neue Forderungen Landbevölkerung nur zum geringen Teil dazu zu bewegen ist, begründen und noch etwas mehr als die Ausfüllung der auch in der Stichwahl ihre Stimme einem Sozialdemokraten zu Lücken" verlangen zu können.

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geben. Bei dieser Lage der Dinge, über die in Schlesien eine So hat man noch bei der letzten Festlegung des Quin­Meinungsverschiedenheit in der Partei, soweit wir unterrichtet quenats 32 Infanterieregimenter ohne dritte find, überhaupt nicht besteht, tann die Haltung des Bataillone gelassen. Um diese Lücke" etwas aus­Berliner Tageblatts" nur vermirrend zufüllen, sollen im nächsten Jahre 18 neue Infanteriebataillone schädlich wirken, und das war es, was in jener Sibung formiert werden. Es bleibt dann immer noch eine kleine des Fortschrittsvereins mit aller dankenswerten Klarheit zum Ausdruck gebracht wurde. Wenn das Berliner Tageblatt" es" üde", mit der man später wieder Forderungen be­nicht wahr haben will, daß der Tenor feiner Ausführungen dar- gründen kann. auf hinausläuft, daß wir in diesem Wahlkampf der Sozialdemo Eine weitere, sehr kostspielige Neuerung wird die Er­tratie im weitesten Umfange das Feld ohne Schwertstreich räumen richtung zwei neuer Generalfommandos und zwar in Allen­sollen, dann wüßten wir nicht, wozu es seine Artikel überhaupt it ein und Mülhausen i. E. sein. Damit würde beröffentlicht hat." das deutsche Seer 25 Armeekorps mit 50 Di­visionen zählen. Diese Neuformation würde aber auch die Errichtung von zwei neuen Divisionsstäben erfordern, also in beiden Fällen um Kommandoeinheiten, die ganz besonders teuer sind.

Die Wahrung des Wahlgeheimnisses. Aus einem Wirtshausgespräch mehrerer Agrarier im Inster­burger Kreise teilt die fortschrittliche Ostd. Bolfsztg." mit:

Als das Gespräch auf die Geheimhaltung der Wahr Man versichert zwar, daß die vorhandenen Infanterie­gelenkt und die Behauptung aufgestellt wurde, daß es jetzt un­möglich sei, festzustellen, wie der einzelne Wähler gewählt hat, regimenter für die Errichtung der zwei neuen Armeekorps widersprach ein als fonservativ bekannter Gutsbesizer, indem ec ausreichen, läßt aber durchblicken, daß die Neuordnung wieder erklärte, wie er es als Wahlvorsteher machen wird, um die eine Rüde" für die Artillerie offenlasse. Da wir zur­Bestimmung der Geheimhaltung zu durchbrechen. Er führte etwa zeit" nur" 94 Feldartillerieregimenter haben, für die Division folgendes aus: Das Kuvert des Wahlzettels des ersten Wählers, aber deren zwei gerechnet werden, müßten früher oder später von dem ich vermute, das e liberal wählt, kneife ich mit dem 6 neue Artillerieregimenter gebildet werden, um die 50 Di­Nagel des Daumes in der linken untern Ede ein, von dem zweiten

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Zentrum und Lothringer Block.

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vermutlich liberalen Wähler in der Mitte und von dem dritten visionen mit Artillerie zu komplettieren. Wenn Natürlich darf bei uns in Deutschland auch die in der rechten Ecke des Umschlags des Wahlzettels usw. ich dann die Kuverts aus der Urne nehme und öffne, kann ich Kavallerie nicht zu kurz kommen. Bei dieser Waffe foll unschwer feststellen, wer von den Verdächtigen liberal gewählt die erforderliche Bahl" an avalleriedivisonen be­hat. Der Betreffende kommt dann auf die Liste." reitgestellt und mit reitender Artillerie und Maschinenge­Der Minister sollte eine Berordnung erlaffen: Die Wahl- wehren ausgerüstet werden. Also auch hier neue Divi vorsteher haben mit beschnittenen Daumennägeln zu erscheinen! fionsstäbe, wobei die geplante Aufhebung der jetzt be­stehenden vier Kavallerieinspektionen kaum irs Gewicht fällt. Daß die Zahl der Maschinengewehrkon: pagnien beträcht­lich vermehrt werden soll, ist im Vorwärts" schon ausführ In Sonneberg - Saalfeld dürfte unzweifelhaft Genosse Reiß­Das reichsländische Zentrum trat fürzlich an den sogenannten licher mitgeteilt worden. haus- Erfurt diesmal wieder gewählt werden; deshalb können Lothringer Block mit dem Ersuchen heran, bei der Reichstagswahlen Auch auf die Vermehrung des Trains ist im Vorwärts" sich auch die bürgerlichen Parteien den Lurus der drei Kandidaten gemeinsam vorzugehen. Das Zentrum wollte sich mit dem Kreis hingewiesen worden. Außer dieser wird die neue Heeres­leisten. Die Fortschrittliche Volkspartei hat einen Geheimen Saargemünd - Forbach begnügen und die drei anderen Lothringer vorlage aber noch die vollständige Nenbildung von zwei Train­Justizrat, die Demokratische Vereinigung Dr. Breitscheid Streise dem Block überlassen. Nachträglich stellte das Zentrum bataillonen für die zwei neu zu formierenden Armeekorps und der Bund der Landwirte einen Gutsbesizer aufgestellt. In Gotha hat Genoffe Bod- Gotha sich mit zwei vom Reichs. indessen noch die Bedingung verschiedener Programmverpflichtun- vorsehen. Reichs- gen, Eine in der militärischen Preffe viel erörterte Frage ist Serband Hilfe verlangenden Kandidaten der Nationalliberalen, gen, in denen die konfessionelle Schule eine besondere Rolle spielte. für die auch die genannten Fortschrittler eintreten, sowie mit Darauf ging der Block nicht ein und beschloß, nunmehr in allen die Bildung von Radfahrertruppen. Auch für diese sieht die neue Heeresvorlage dauernde Friedensorganisationen voc. einem antisemitrahen Amtarichter, der für den Bund der Laud Kreisen selbständig vorzugehen. Heiteres zur Freisinnsschande. Der Entwickelung der modernen Kriegstechnik entsprechend wirte kandidiert, herumzuschlagen. Aussicht auf Erfolg haben seine Gegner nicht. Gin belustigender Streit ist im Wahlkreise Naumburg - werden dann auch für die Vermehrung der technischen und In Koburg kandidiert gegen den Genossen 8ietsch- Char- Weißenfels- Beit unter den bürgerlichen Parteien und Verkehrstruppen erhebliche Forderungen gestellt. In dieses Tottenburg ein Herr Quard, ein nationalliberaler Regierungs- ihren Reichstagskandidaten ausgebrochen. Dort haben die Fort- Gebiet fallen die erhöhten Aufwendungen für das mili. beamter, der schon in der Nachwahl, die uns den Sieg brachte, als schrittler, dem Antrage des reichsverbändlerisch- nationalliberalen tärische Flugwesen. Ferner spricht man davon, daß eine Bewerber um das Koburger Mandat auftrat; für ihn wollen sich Herrn Dr. Blantenburg folgend, schon im Mai d. J. ein ganz neue Art von technischen Truppen gebildet werden soll. Es sollen nämlich Scheinwerferabteilungen formiert werden, auch die größeren Landwirte ins Zeug legen. Die Fortschrittler Stichwahlabkommen mit den Konservativen und den National­präsentieren einen Lehrer Sander. Bei der Nachwahl schob liberalen abgeschlossen. Die beiden bürgerlichen Kandidaten, die die in einem Zukunftsfriege mit seinen Riesenheeren und die fortschrittliche Organisation diesen Sander beiseite, weil sie das Mandat zu erobern hoffen, der freisinnige Rektor Sommer, meit auseinandergezogenen Kampfstellungen das nächtliche Blaubte, mit dem Fabrikanten und Kammerpräsidenten Arnold der den Kreis feit 1907, bant reichsverbändlerischer und agrarischer Schlachtfeld beleuchten sollen. Das ist in großen Bügen das, was nach der erwähnten in Neustadt mehr Erfolge zu haben. Jetzt ist Sander wieder gut Silfe, vertreten durfte, und der Landbündler Madehn bekämpfen genug für den sicheren Durchfall. Die Situation für die Sozial- fich im Wahlkampfe nicht gerade höflich Gehässige, unwahrhaftige Korrespondenz die neue Heeresvorlage bringen wird. Die bemokratie ist nicht ungünstig; aber es muß alles aufgeboten Stampfesweise werfen fie fich gegenseitig bor. Besonders der fort- Sosten all dieser Neuformationen werden auf 60 bis 70 Millionen Mark werden, um den Kreis zu halten. fchrittliche Herr Sommer ist sehr erbittert über den agrarischen Seiß entbrannt ist schon seit Wochen der Kampf in Altenburg , Nebenbuhler und zieht in Versammlungen gegen das nimmersatte berechnet. Daß dieser Rüstungswahnwig, dessen Ende nicht wo Genosse Käppler Berlin den fonjervativen Kommerzienrat Junkertum" vom Leder. Da ist es denn schon mehrfach vor abzusehen ist, nene Steuerforderungen zur Folge hat, braucht Schmidt aus dem Reichstage verdrängen will. Die vereinten gefommen, daß Freisinnige ihren Kandidaten an das Stichwohl taum betont zu werden. Es ist allerdings nicht un­Liberalen treten für den Fortschrittler Peipelmann ein. Auswahlabkommen erinnerten, weil es ihnen nicht einleuchtet, daß möglich, daß diese Angaben vor den Wahlen noch dementiert sicht auf Erfolg hat diese Kandidatur nicht; sie kann höchstens zu derselbe Herr, der so mächtig gegen die Agrarier donnert, im Falle werden, nach den Wahlen werben die Forderungen aber einer Stichwahl demselben. Agrariertum seine Wähler auführen ficher fommen, denn die militaristische Rüstungstreiberei bewegt einer Stichwahl führen. Mag das Der Schwarzburg - Rubolstädter Kreis wird gegenwärtig durch will. Aber Herr Sommer wußte fich aus der Verlegenheit zu sich vollständig in den angegebenen Bahnen. den nationalliberalen Kommerzienrat Müller vertreten. Er wurde helfen. Er sagte, das Stichwahlabkommen sei ohne sein Wissen deutsche Volt am 12. Januar dafür sorgen, daß dem volls­1907 von allen bürgerlichen Parteien gegen unseren Genossen zustande gekommen. Da der Abgeordnete bei der Schließung des aussaugenden Wettrüsten ein Riegel vorgeschoben wird. Hofmann- Saalfeld gewählt, scheint aber kein rechtes Ver- Abkommens um seine Meinung offenbar nicht befragt wurde und trauen zu einem abermaligen Sieg zu haben, und hat sich deshalb sich auch die freisinnigen Stimmen mehren, die behaupten, von nicht wieder aufstellen lassen. Die bürgerlichen Parteien haben dem Stichwahlabkommen nichts zu wissen, so sieht sich das fich indessen wieder auf einen einzigen Kanonbaten geeinigt. Der agrarisdje Naumburger Sheisblatt genötig., das schöne vom 2. Mai Streis war früher schon in unserem Befits und kann, wenn auch mit datierte Dokument von Freisinns Schande zu veröffentlichen. Es laubet: Anstrengung, wieder geholt werden.

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In Schwarzburg - Sonberhausen arbeiten unsere Genossen schon feit Wochen rührig, um dem Genossen Kurt Rosenfeld - Berlin ben Sieg erringen zu helfen. Die Nationalliberalen und Fort­schrittler haben hier wieder den Landrat Dr. Bärwinkel auf­gestellt. Die Bündler sind mit dem antisemitischen Gutsbesizer Neil auf dem Plan erschienen.

Obgleich in Reuß j. 2. alle bürgerlichen Parteien sich wieder auf den nationalliberalen Regierungsrat Horn geeinigt haben, werden sie an dem voraussichtlichen Siege unseres Genossen Wurm Berlin nichts ändern können. Die unerhörten Be­lastungen haben die Bevölkerung in den industriellen Teilen des Wahlkreises aufgepeitscht.

Aehnlich liegen die Dinge in Neuß ä. 2., wo Genosse Förster Hamburg sich gegen die vereinten Liberalen und die anderen rechts stehenden Parteien zu wehren hat.

Ein Stab bürgerlicher Parteisekretäre und ein großes Auf­

Die unterzeichneten Borstände der fonservativen, national liberalen und fortschrittlichen Volkspartei verpflichten sich zu unbedingter Unterstübung des in die Stich: wahl tommenden bürgerlichen Kandidaten bei

der Reichtswahl.

Für die Fortschrittliche Vollspartei: Sprenger. Für die konservative Partei: Reinhardt. Für die nationalliberale Partei: Opel. Ginige nicht gefragte freifinnige Größen sind erbittert, daß man ohne sie ein solches Stichwahlabkommen abschließen konnte und schwören Stein und Bein, daß die Fortschrittler unter diesen Umständen nicht einmal für Herrn Sommer eintreten würden.

Die Sozialdemokratie gedenkt, gutmütig wie sie ist, die Herren nicht auf die Probe zu stellen. Sie will dafür sorgen, daß es gar nicht zu einer Stichwahl kommt.

gebot der Reichsverbändler überschwemmen Thüringen mit ber Meue Forderungen für das Landbeer.

übelduftenden Jauche bürgerlicher Verleumdungskünste. Der Wahl­tampf, der jekt schon äußerst heftig ist, dürfte unter diesen Um ständen sicher an Schärfe noch zunehmen.

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Der Krieg.

Da mit der Festsetzung der Italiener in Ainzara und durch den Rückzug der Türfen in das Innere die kriegerischen Attionen wieder ins Stocken gekommen find, liegen auch keine erwähnenswerten Nachrichten vom Kriegsschauplatz in Tri­ polis vor. In der Cyrenaika sind die Italiener offen­bar noch nicht über die nächste Umgebung der von ihnen be­setzten Küstenstädte herausgekommen. Daß man sich in Italien aber noch auf lange Rämpfe gefaßt macht, beweist die Meldung von der Umformung des Erpeditionsforps in eine Rolo. nialarmee. Die dem italienischen Heere entnommenen und nach Tripolis entfandten Truppeneinheiten sollen damit wieder für die europäische Streitmacht disponibel werden.

Ausweifung der Italiener aus der Türkei ? Konstantinopel , 10. Dezember. Nach Blättermeldungen er­hielten die Italiener in Gallipoli an den Dardanellen eine Frist von drei Tagen für ihre Abreise. Den Italienern in Smyrna , deren Zahl einschließlich der Frauen und Kinder un gefähr

setzt. Das deutsche Konsulat ersuchte um Verlängerung der Frist. Konstantinopel , 11. Dezember. Nach Blättermeldungen wird der Beschluß bezüglich des Aufenthalts der Italiener in der Türkei auch auf die befestigten Städte der Adria und auf den Inseln des Archipels Anwendung finden. Es handele sich nicht um cine

f000 beträgt, wurde eine Frift bis zum 16. Dezember ge­

Der Land-, Luft- und Waffer- Militarismus ist unersätt lich. Die Zaften, die das deutsche Volk infolge des ewigen Rüstungsfiebers schon zu tragen hat, sind noch nicht schner genug. Die Forderungen zum Ausbau unserer Streitmacht Der freisinnige Kampf gegen rechts. gehen immer weiter trotz aller Ministerreden und aller Ausweisung der Italiener, sondern um ihre Ver= Den meisten freisinnigen Blättern ist es durchaus nicht recht. Diplomatenverträge, So teilt jetzt das Berliner Tage- Thidung in andere Sanbesteile. Die Dardanellenfrage. Saß das Berliner Tageblatt" den ausschließlichen Kampf des blatt" nach einer" im allgemeinen sehr zuverlässigen Quelle" Freisinns gegen rechts fordert und eine Verständigung der Sozial- mit, daß eine neue Heeresvorlage in Vorbereitung sei Köln , 11. Dezember. Der Kölnischen 8eitung" wird demokratie mit der Fortschrittlichen Volkspartei zum Zwed der und im nächsten Jahre dem Reichstage vorgelegt werde. Ganz aus Konstantinopel gemeldet: Die Frage der Oeff­gegenseitigen Unterstüßung bei den Stichwahlen empfiehlt. Nach- unglaubwürdig flingt es aber, wenn dieselbe Korrespondenz nung der Dardanellen für russische Kriegsschiffe wird hier dem schon mehrmals die Wiemersche Freifinnige Zeitung" sich sehr behauptet, daß die Forderungen für die Flotte mit Rüd- nach dem Vorschlag des ruffischen Botschafters erwogen. Dieser grob gegen solche Wahltaktit ausgesprochen hat, haut jest auch die ficht auf diese Heeresvorlage für einige Jahre zurückgestellt Borschlag läuft im wesentlichen auf die Wiederherstellung des Ver­Breslauer Zeitung" auf das Berliner Tageblatt" los: werden sollen. Daß diese Einschränkung nur ein sehr durch- trages von Huntiar- steleffi vom 8. Juli 1833 hinaus, die Der ausschließliche Rampf gegen rechts unter fichtiges Manöver ist, um auf die Wahlstimmung einzuwirken, Haltung Oesterreichs - lingarns in dieser Frage ist ablehnend, in­Schonung dre Sozialdemokratie ist in dieser Woche bekanntlich liegt klar auf der Hand. Die Heze unserer Flottentreiber nach dessen liegt noch keine amtliche Aeußerung vor.( In dem Vertrag wiederum von dem" Berliner Tageblatt", und zwar in einer Reihe von Zuschriften und redaktionellen Bemerkungen, verkündet den legten Auseinandersetzungen mit der englischen Regierung von Hunfiar- Jakelessi ging die Pforte mit Rußland ein Defensiv­worden. Die Forderung geht diesmal sogar so weit, daß die werden unserer Regierung sicher Anlaß geben, mit vermehrten bündnis ein und verpflichtete sich, feinem fremben Striegsschiff die Fortschrittliche Boltspartei in den Wahlkreisen, in denen ihr die Forderungen für die Marine hervorzutreten. Sie kann dabei Durchfahrt durch die Dardanellen zu gestatten.) Sozialdemokratie bisher überlegen war, einen Gegenkandidaten der Zustimmung aller bürgerlichen Parteien bis auf den überhaupt nicht aufstellen soll. So müßten wir zum Beispiel linken Flügel der Fortschrittler sicher sein. So hat dieser Genoffe Parvus schreibt uns aus Sonstantinopel: hier in Breslau - West auf die Aufstellung einer eigenen Kandi- Tage der ehemalige Nationalsoziale Rohrbach in einem In Macedonien stehen sich die Banden und die Regierung batur verzichten! Gegen diese Auffassung hatten sich am vorigen Artikel der Hilfe" an Englandhetze und Flottentreiberei gegenüber. Die Bevölkerung ist der leidende Teil. Das Ganze Dienstag im hiesigen Fortschrittsverein im Anschluß an ein Referat unseres Dr. Oehlle, der diese Frage übrigens in seinem geradezu hervorragendes geleistet. Die deutsche Regierung wird sicher vor den neuen Reichs- spielt sich auf dem Rücken des Bauerntums ab. Die Bauern Vortrage nicht berührt hatte, eine Reihe von Diskussionsrednern gewandt. Es wurde darauf hingewiesen, daß wir hier in Nieder- tag mit Forderungen für das Landheer und für die Marine werden von den Banden gebrandschatt und terrorisiert. In der Zwischenzeit von einem zum andern Bombenwurf besteht die Tätig fchlesien, der Hochburg des entschiedenen Liberalismus, in allen treten. Das, was jetzt über die neue Seeresborlage be- feit der macedonischen Banden darin, daß sie den Bauern das Wahltreisen in Gefahr stehen, von der Sozialdemokratie aus der Stichwahl verdrängt zu werden, und daß es daher kannt wird, klingt ganz plausibel. Denn die militärische Fach- Vich abtreiben. Das ist es, was man von ihnen am häufigsten zu

Der Bandenkrieg in Macedonien.