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modernen Lebens richtig einschäßt und sich nicht darauf versteift, 1 blauen Blod, dessen Aufgabe es nach eigener Versicherung prinzipiellen Gründen Einspruch erhoben wurde. In der Berhand Verknöcherungen Rechnung zu tragen, die bei der ganzen großen feiner Geistesgrößen ist, nicht nur das Baterland vor der lung bor dem Schöffengericht wollte der Polizeikommissar Entwickelung, die das Deutsche Reich genommen hat, nicht mehr vaterlandslosen roten Rotte zu schüßen, sondern auch die unter angemessenen Plaz" auch Sizgelegenheit verstanden wissen. am Blake find." bölkischen" Eigenheiten der deutschen Bevölkerung zu erhalten. Das Gericht war anderer Meinung. In der Begründung führte der Das Kuriose ist nur, daß die Herren Junker, Klerikalen und Borsigende, Amtsgerichtsrat Ulrich, aus, daß ein die wer­sammlungen überwachender Beamter durchaus Polen etwas ganz Verschiedenes unter Vaterland" und tein Recht habe, bom Leiter der Versammlung völkischer Eigenheit" verstehen. eine Siggelegenheit oder gar einen Tisch zu verlangen. Wenn der Beamte eine Siggelegen Kröcher bleibt dem Reichstag erhalten. heit haben will, dann muß er sich dieselbe ente Einige liberale Blätter wiffen zu melden, daß, Herr Jordan weder selbst mitbringen ober durch dritte Per v. Kröcher, Birkt. Geh. Nat, Nittmeister a. D. und Rittergutsbefizer, fonen besorgen lassen. Wegen Nichtbeschaffung einer Siz aus seinem bisherigen Wahlkreise Salzwedel- Gardelegen herausgelegenheit kann eine Berurteilung nicht erfolgen, wohl aber des wegen, weil der Leiter dem Ueberwachenden den Plaz nicht aus­gewählt worden sei. Das stimmt nicht. Das Wolffsche Telegraphen- brüdlich angewiesen hat. Daß mußte mit 5 M. geführt werden. Bureau meldet:

Der Reinfall der Stichwahltaktiker. Das eigenartige Verfahren, die Stichwahlen nach drei besonderen Gruppen, die offenbar nach einem ganz bestimmten System sortiert waren, auf drei verschiedene Termine zu verlegen, findet in der nationalliberalen Königsb. Allg. 3tg." folgende Beurteilung:

" Es iſt unzweifelhaft, daß Herr v. Bethmann Hollweg fic über die Stimmung der Wählerschaft arg getäuscht hat; doch kann er fich gut damit trösten, dass es sehr vielen anderen Leuten ebenso gegangen ist, z. B. Herrn Bebel, der ja auch ein allgemeines Zu­sammenrücken der Bürgerlichen nach der Hauptwahl prophezeit hat. Die Verbitterung zwischen rechts und links hat sich aber vielfach als zu start erwiesen, um die Furcht vor der roten Gefahr wirksam werden zu lassen. Der fein eingefädelte Plan, durch die Vers teilung der Stichwahlen auf drei Termine die Eini­gung der Bürgerlichen zu ergwingen, ist völlig mißglidt; ja, er hat die gegenteilige wirtung aus geübt, wie die von den konservativen und dem Zentrum be­triebene Auslieferung zahlreicher liberaler Mandate an Welfen und Sozialdemokraten beweist. Man darf alfo die dringende Er­wartung aussprechen, daß diese Praxis, die nur das Unmoralische des Stichwahlsystems hervorhebt, nie wiederkehren wird." Kein Zweifel, daß das saubere Plänchen der reaktionären Stich­wahlstrategen total mißlungen ist. Auch wir glauben deshalb an­nehmen zu dürfen, daß man es mit diesem ebenso untauglichen, wie unanständigen Trid nicht wieder versuchen wird.

Db freilich die Anberaumung der Stichwahlen auf einen ein­heitlichen Termin der Reaktion mehr nügen wird, ist eine andere Frage. Der Erfolg des Zusammengehens von Freifinn und Sozial­demokratie hat- troz des anfänglichen Versagens des Freisinns- bewiesen, wie gewaltig die Linke gestärkt werden kann, ivenn nur der Freifinn entschlossen ist, die Front gegen rechts zu richten. Für feine Verluste an die Sozialdemokratie vermag sich der Freisinn durch die sozialdemokratische Unterstützung reichlich schadlos zu halten in Wahlkreisen, die der Reaktion entrissen werden können. Der Gewinn der Linken würde in Zukunft aber noch weit größer sein können, wenn der Freifinn es über sich gewönne, schon vor der Hauptwahl feinen Ziveifel darüber zu lassen, wie er in der Stich­wahl zu schlagen gedenkt. Jedem realtionären Block wäre damit das Schidial besiegelt.

Bei einem Rüdfall in die alte Zweifrontentaftif" würde sich der Freifinn nur die Verantwortung dafür aufbürden, reaktionäre Majoritäten zu ermöglichen. Ein solcher Rückfall würde sich aber am Freifinn unfehlbar bitter rächen und zu einer abermaligen Desertion seiner Wähler führen. Wir glauben deshalb einstweilen nicht, daß der Freifinn die Wahllehren von 1912 so bald in den Wind schlagen wird!

Nach vorläufiger amtlichen Feststellung erhielten v. Kröcher( f.) 13 478 Stimmen, Dr. Böhme( Bbd.) 13 143 Stimmen; v. Kröcher ( t) ist demnach gewählt.

Oefterreich. Aehrenthal geht.

Das ist eine erfreuliche Meldung. Herr v. Kröcher ist ein so Der Minister des Aeußern, Graf Lega b. Aehrenthal, drastischer Repräsentant preußischer Junkerbildung, Junkergefittung wird, wie die Wiener Arbeiter- Zeitung " erfährt, fein Amt und des ostelbischen Pferdestollhumors, daß wir ihn im Reichstag in den nächsten Tagen niederlegen und zwar wirklich wegen nicht missen möchten, zumal sein Rivale auf diesen Gebieten, Herr schwerer Krankheit und trok des Vertrauens des Kaifers und der Feindseligkeiten der Thronfolgerpartei. E. v. Oldenburg- Januſchau, nicht wieder gewählt worden ist.

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Bethmann als Sündenbock.

Die ganze Rotia erivedt den Anschein, als solle nunmehr mit dem Feldzug gegen den Reichskanzler eingesetzt werden, dem es die Konservativen nicht vergessen können und nicht vergessen werden, daß er sie im Reichstag bloßgestellt hat.

Gatower Wahlterrorismus.

Zu dem ungeheuerlichen, in Gatow gegen den Genossen Hornig verübten Gewaltaft, über den wir gestern bereits furz berichteten, wird uns noch folgendes mitgeteilt.

Rußland.

Berbrüderung des englischen und russischen Kapitals.

Eine den Konservativen nahestehende Korrespondenz berbreitet, Seit der politischen Annäherung zwischen Großbritannien wie die Berliner Volks- Zeitung" meldet, folgende Nachricht: Der Kaiser hatte anläßlich der letzten Stichwahlen die An- und Rußland , die 1907 mit dem Vertrag über die Abgrenzung weisung gegeben, ihm sofort von dem Gesamtergebnis der Reichs- der Einflußsphären in Vorderasien eingeleitet wurde, haben ein­tagswahlen Meldung zu erstatten, sobald das Ergebnis bekannt flußreiche Kreise der Politik und der Hochfinanz in beiden Staaten fet. Am Donnerstagabend gegen 10 Uhr konnte dem Monarchen energische Anstrengungen gemacht, um auch auf wirtschaftlichem die Mitteilung gemacht werden, daß das Resultat aus allen Wahl- Gebiet eine Annäherung zwischen den beiden Entente- Mächten freijen eingelaufen wäre. Natürlich ist der Kaiser von dem Aus- herbeizuführen. Die von Sir Edward Greh inaugurierte fall der Wahlen nicht sonderlich erbaut. Er hat schon nach dem Ergebnis der Hauptwahlen sich dahin geäußert, daß die Zunahme Politik lief darauf hinaus, Rußland wieder zu einer Großmacht­der sozialdemokratischen wie der fortschrittlichen Stimmen ein stellung zu verhelfen, um es in dem Konkurrenztampfe untrügliches Zeichen für Fehler in der Regierung sei. gegen Deutschland auf seiner Seite zu haben. Und die Diese Ansicht wiederholte der Monarch jezt bei der Entgegennahme englische Hochfinanz unterstützte diese Bestrebungen, da sich ihr in des Berichtes über die Zusammensetzung des neuen Reichstages dent geknechteten fonterrevolutionären Rußland ergiebige Profit­ind bemerkte dabei, daß bei der Festlegung sozialpolitischer Gefeß- quellen eröffneten. Die bankerotte russische Regierung suchte bestimmungen mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der werktätigen diesen Stimmungsumschwung nach Kräften zu fördern, und der Bevölkerung genommen werden müffe." Zar beeilte sich, nach England zu reisen und in höchst eigener Person für die finanzielle Annäherung zwischen der Londoner City und seinem" pumpbedürftigen Staate Stimmung zu machen. In diefelbe Serbe hieb auch die Deputation der bürgerlichen Duma­abgeordneten, die 1909 nach England reiste, um für die Annäherung an den Zarismus Reklame zu machen. Damals scheuten sich auch nicht die Vertreter der liberalen Opposition, mit Professor. Miljukow an der Spize, an dieser schmählichen Farce teilzunehmen, um sich vor der europäischen öffentlichen Meinung als" Sr. Majestät Opposition" ausgeben zu können. Der feige boltsberräterische Der Wahlvorsteher, Gemeindevorsteher Wolter, hatte Charakter des durch die Kadettenpartei repräsentierten russischen Vor Nerger übergeschnappt. bereits am Tage der Hauptwahl, entgegen der ausdrück Liberalismus war dadurch schlagend erwiesen und sein Kredit in Der fromme Reichsbote" ist über die Schlußabrechnung vom lichen Anweisung des Ministers, die Wahlkuverts aufeinander den Volksmassen gründlich untergraben.. Dafür aber waren die 25. Januar ganz aus dem Häuschen geraten. Ein Beisitzer führte eine Liste über die Ab- Interessen der englisch - russischen Kapitalsverbrüderung gerettet, Giebt er doch geschichtet. stimmenden, deren Namen er aufschrieb und mit fort die seitdem in der Börsenpresse Rußlands und Englands, vor folgenden Wutergruß eines übergeschnappten Einsenders wieder: Is gestern abend die letzten Ergebnisse der Wahl bekannt laufenden Nummern versah. Gegen das ungefeßliche, auch allem in der Londoner Times", wahre Orgien gefeiert hat. wurden, schlossen sich mehrere Hundert der Zuschauer zu einem festen eine strafbare Urkundenfälschung darstellende Verfahren legten Die politischen Ereignisse verhinderten es in den verflossenen Buge zusammen, zogen unter lautem Gefange der Arbeiter unsere Genossen sofort telegraphisch Beschwerde zwei Jahren, daß der Englandbesuch der Dumaabgeordneten von marseillaise und anderer revolutionärer Lieder( Stampfgefänge" ein. Der Wahlkommissar, Oberbürgermeister den englischen Parlamentsmitgliedern ermibert nennt sie der Borwarts, sowie unter mehrfachen Hochs lösche( Spandau ), untersagte darauf auch dem wurde. Aber länger als bis zu diesem Jahre fonnte der Besuch auf die revolutionäre Partei und ihre Führer vom Lofal a hlborsteher dies Verfahren. Troydem schlug nicht aufgeschoben werden, da nach einigen Monaten die Sterbe Anzeiger zum Vorwärts". Kein Schußmann oder Vertreter der der Wahlvorsteher Wolter and am Stichwahltage am stunde der dritten Duma schlägt. Jibessen ließ sich trotz aller Staatsautoritat trat ihnen eitigegen! Nachbem fie am Borivärte" ihre Huldigung dargebracht hatte, zerstreute sich die Masse wie auf Donnerstag, dasselbe gesetzwidrige Verfahren ein. Mehrere Bemühungen der interessierten Streise gerade jetzt ein solcher Be­Berabredung in ruhiger Weise. Wahrlich, es ist weit gefommen in Beisiger notierten, wie bei der Hauptwahl, die Namen der fuch nicht in Szene feßen. Die Hunnenpolitik des Berlin ! Die Schutzmanner werden als Wangen " öffentlich beschimpft, Abstimmenden nach der Reihenfolge ihres Stimmens. Der offiziellen Rußlands in Persien , die nebelung aber man schweigt und überläßt den Revolutionären das Feld. Wer Wahlvorsteher hatte den Genossen Stresse erst zugelassen, nach innlands und endlich das aggressive Vorgehen Rußlands diese Arbeiter einhermarschieren sah, dem mußte sich das Herz dem diefer aus Charlottenburg die amtliche Bestätigung, daß in der Mongolei hat nicht nur die englische Demokratie aufammentrampfen in dem Bewußtsein, daß die staatliche Autorität er wahlberechtigt ist, herbeigeschafft hatte. Nach Ablauf der gegen den Zarismus mobil gemacht, sondern auch einflußreiche felbst keinen Gebrauch mehr machen will von den ihr zustehenden Wahlzeit nahm der Wahlvorsteher die Wahlkuverts, die Kreise der liberalen Partei, vor allem die durch die Erstarkung gefeßlichen Mitteln. Wir haben gestern nacht den Beweis aufeinandergeschichtet in der Wahlurne lagen, Rußlands in Vorderafien geschädigte Handelsbourgeoisie gegen die gesehen, daß wir in Berlin nicht mehr vor, sondern bereits heraus und zwar so, daß sie aufeinandergeschichtet ruffenfreundliche Politik des Ministeriums aufgebracht. Noch mitten in der Revolution sehen! Einst hieß es: Die Straße liegen blieben, daß mit Hilfe der Ab- unlängst schrieb die Nation", die führende liberale Wochen gehört dem Verkehr". gestern aber fühlte sich die Umsturzfoliegen partei als Herrin der Straße. Das Nachtbild vom 25. Januar in stimmungsliste genau aut fontrollieren schrift, indem sie alle Sünden der Greyschen Politit zu

diesen Straßen Berlins wird hoffentlich vielen, die gestern noch den war, wie die Wähler gestimmt hatten! Hier fammenfaßte: Wir liehen Rußland Geld, und das Resultat war, fozialdemokratischen Siegen zujubeln halfen, die Augen über die gegen protestierte Genosse Kresse. Wolter erwiderte: daß die Duma zerstört wurde. Wir garantierten die Unabhängig­borhandenen Gefahren öffnen, hoffentlich aber auch der Obrigkeit! Das fümmert Sie gar nichts. Da griff ein anderer teit Berfiens, und Rußland besetzte drei Viertel des Landes. Wir Dieser Schrei nach Jagow verrät die geradezu beängstigende Genosse so in die Kuverts hinein, daß die Reihen- feierten hier die russischen Abgeordneten, und die russische Re­Geistesverfassung, in die der Wahlausfall und der Volksjubel folge verändert war. Der Wahlvorsteher schlug gierung zerstörte die Freiheiten Finnlands . Wir nahmen Ruß­über die Bertrümmerung des Blods der Ritter und der diesem Verhinderer der Urkundenfälschung ins Gesicht, kam land mit in die alte Gruppe auf, die die Unabhängigkeit Chinas Heiligen die armén Leibtragenden versetzt hat. Weil etliche hierbei dem Tisch zu nahe und warf die Lampe um. garantierte, und Rußland nahm sich die Mongolei ... Die besten tausend Menschen die paar hundert Scritte vom Lolal- Hierauf rief er: Wachtmeister ziehen Sie blank und schlagen Leute Rußlands sind noch immer in Sibirien oder im Gefängnis. Anzeiger" bis zum Vorwärtshaus gezogen sind und ein paar Hochs Sie zu! Der Gendarm Merkel schlug hierauf blindlings auf Troßdem fonnte man in Petersburg solche Erfolge erreichen." ausgebracht haben, soll Jagow gleich mit der Plempe breinhauen zwei völlig unbeteiligte Zuschauer los. Dem Genossen Hornig, Angesichts dieser Stimmung in den führenden liberalen Kreisen, oder gar mit blauen Bohnen dazwischenschießen lassen! Dabei wäre einem älteren, sehr ruhigen, besonnenen Mann, brachte er die durch die Protestbewegung gegen die persische Politik noch bera der Biedermann, der sich so fläglich über die Herrschaft der Revo- eine schwere Wunde am Hintertopfe bei und schlug schärft worden ist, fonnte eine Deputation des englischen Parla lution" entrüftet, wahrscheinlich selbst im Zuge mitmarschiert, wenn ihn dann mit dem Säbel noch über den Rücken, so ments nach Rußland nicht zustande kommen. Die Deputation, es diesmal wieder ein Niederreiten" gegeben hätte! Wir empfehlen daß hier eine tiefe Fleischwunde entstand. Alle Zu die in diesen Tagen in Petersburg eintrifft, kann keineswegs als dem Gewährsmann des Reichsboten" und der gleich schier mit schauer wurden dann aus dem Lokal gewaltsam ent Vertreterin des englischen Parlaments oder gar des englischen genommenen Redaktion des Blattes eindringlichst Kaltwasser- fernt, mit Ausnahme des Gendarmen und des Genossen Barlaments oder gar des englischen Boltes angesehen werden. Ihr behandlung! Kresse. Dann wurde die Tür verschlossen. Unter gehören die Vertreter verschiedener Körperschaften an, vor allem Ausschluß der Deffentlichkeit wurde dann aber die Repräsentanten des englischen Börsentapitals, das- das Resultat ermittelt. Die Deffentlichkeit wurde wie der frühere Sekretär des russischen Empfangskomitees in Das Wolfffche Telegraphen- Bureau meldet aus Schweb: erst nach wiederholtem Protest des herbeigeholten Genossen London , Sir M. Scott, in der" Times" festgestellt hat an dem Nach dem Belamitwerden des Wahlergebnisses entstand gestern Grünberg, der mehrmals Ginlaß begehrte, wieder hergestellt. Bau der transpersischen Bahn interessiert ist. Das eng gegen Mitternacht auf dem Markiplage vor dem Kaiser Wilhelm­Der Wahlvorsteher selbst erklärte am Abend, es täte lische Stapital ſendet seine Leute nach Rußland , um in trautem Dentmal ein Aufruhr, an dem mehrere hundert Bolen teil ihm leid, daß gerade der Mann, der sich Ginvernehmen mit dem Zarismus sein Profitintereffe zu funs nahmen. Die Menge stürmte ein Café, in dem sich deutsche absolut ruhig verhalten habe, verlegt sei dieren. Es versteht sich von selbst, daß die arbeitenden Klassen Bürger aufhielten, zertrümmerten dort die Marmortische und Es sei nun aber mal geschehen. Englands und Rußlands dieser Verbrüderungskomödie vollkommen richteten auch an dem übrigen Inventar großen Schaden an. An- Die Staatsanwaltschaft wird gegen den Wahlvorsteher fernstehen. Die Vertreter des englischen und russischen Brole­Lag des Tumultes war, daß die polnischen Wähler erfahren hatten, und die Beisiger, die die Listen führten, Anklage wegen ver- tariats haben vor zwei Jahren gegen die schmähliche Mission der daß Danziger Studenten, die zur Wahlhilfe nach Schweb fuchter Verlegung der Geheimhaltung der Wahl, bezüglich Dumaabgeordneten in England laufen Protest erhoben. Sie getommen waren, fich in dem Lokal befänden. Als aus einer wegen Wahl- und Protokollsfälschung, und gegen den Gemeinde werden auch jeht ihre Stimme erheben und den berräferischen anderer Wirtschaft den Bedrängten Hilfe wurde, entstand eine vorsteher Bolter außerdem wegen schwerer Körperverlegung Charakter der jetzt eingeleiteten Farce vor dem Wolfe entlarven. große Brügelei, bei der auch gefchoffen wurde. Zwei unter Mißbrauch seiner Amtsgewalt einzuschreiten haben. Studenten wurden schtver verletzt. Nach dem Tumult durchzogen Petersburg, 25. Januar. Die aus Parlamentariern, In­duftriellen, Kaufleuten und Journalisten bestehende englische

Wahlkrawalle in Schweh.

wurden verhaftet.

beamten eintritt.

Sicherung der Beamtenrechte.

Hungerrevolten in Russisch- Polen. Fünftausend aime Juden in Warschau haben vor einigen Tagen, durch die Not und Arbeitslosigkeit zur Verzweiflung ge­trieben, vor dem Gebäude der Gemeindeverwaltung Protest erhoben gegen die ungeheuerlichen Maßnahmen der Gemeindes berwaltung, die die Armienunterstübungen noch mehr herab­gedrückt hat. Diese Haltung der Verwaltung, die angesichts der zunehmenden Zeuerung wie blutiger Sohn erschien, führte schließlich zu turbulenten Szenen. Die Menge drang in das Ge­

die Polen die Stadt, zertrümmerten die Schaufenster ber deutschen Kaufleute und schlugen die Türen Der Zentralverband der bayerischen Gemeindebeamten beschloß Deputation ist heute, aus London fommend, hier eingetroffen. ein. Dann begaben sie sich nach dem Landratsamt, in dem der in zwei Vertrauensmännerfonferenzen, die sich mit der Befragung Abends fand in der englischen Botschaft ein Diner statt, bei deni Reichstagsabgeordnete von Halem wohnt, und warfen dort die der Landtagskandidaten wegen ihrer Stellungnahme zum kommenden Ministerpräsident Kokowhow und der englische Bote Fenster ein. Es wurde Sturm geläutet. Endlich gelang Gemeindebeamtengesez beschäftigten, die Forderung zu schafter herzliche Trinksprüche wechselten. es der Polizei, die zunächst der Menge gegenüber macht erheben, es dürfe kein Kandidat unterstützt werden, der sich nicht Los war, diese zu zerstreuen. Die Bürgerschaft ist in großer offen und rüdhaltlos dafür ausspricht, daß er für Gleichstellung der Erregung, da sie weitere Belästigungen durch die Polen befürchtet. Gemeinde- und Polizeibeamten in bezug auf politische Freiheit, Es ist militärische Hilfe requiriert worden. Mehrere Personen Freizügigkeit, Gehalt, Benfion und Disziplinarrecht mit den Staats­Für Kaisers Geburtstag planen die Polen weitere Kund. gebungen. Ferner: Schweh, 26. Januar. 150 Mann vom 2. Bommerschen Jäger- Mit diefer Angelegenheit hatte fich das fönigliche Schöffengericht bataillon sind aus Stulm hier eingetroffen. Auch die Schwetzer zu Trebniz i. Schl. zu befassen. Am 14. Dezember v. J. fand dort Sanitätsfolonne, die gestern abend helfend eingreifen wollte, eine von den Sozialdemokraten einberufene Wählerversammlung meindehaus ein, Polizei wurde herbeigeholt, und das Ergebnis wurde in ihrem Samariterwerk durch die Polen behindert. ftatt, die außerordentlich stark befucht war. Alle Singelegenheiten waren zahlreiche Verhaftete und Verwundete. Trotz dieser Maka Einzelne Mitglieder derfelben wurden in Ausübung ihrer Tätigkeit waren bergriffen und viele Versammlungsbesucher mußten beshalb nahmen, der einzigen, die die russische Administration gegenüber Dem furz vor der Eröffnung zur Ueberwachung er­fcheinenden Polizeifommiffar fonnte der Bersammlungsleiter weder den Hungernden unternimmt, dauern die Unruhen fort. Tausende Bekanntlich gehören die Polen mit den Ultramontanen einen angemessenen Blat, noch eine Sihgelegenheit anteifen. Die Männer und Frauen belagern das Gemeindehaus und bitten und den Konservativen zu dem nationalen" schwarz- Folge war ein Strafmandat über 18., gegen das aus um Brot,

schwer verletzt.

Muf dem Neberwachenden in Versammlungen Sik gelegenheit beschafft werden?

ftehen.