Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Nr. 233.
Tokales.
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Mittwoch, den 4. Oktober 1893.
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10. Jahrg.
gerade Bergnügen bereitet, seine freie Zeit zu Korrespondenzen Die Arbeiter- Bildungsschule beginnt den Unterricht zum mit Behörden zu verwenden. Wintersemester in ihren Markusstr. 31, Reichenbergerstr. 133 und Von den Gemeindeschullehrern u. f. w. Etatsmäßig s. Bei dieser Gelegenheit möchten wir an die Gesellschaft die Müllerstr. 179a belegenen Schullokalen am 8. Oktober. Das sind in unseren Gemeindeschulen 201 Rektoren, 2151 Lehrer, Frage richten, ob denn noch immer keine Aussicht vorhanden ist, Weitere besagt das Inserat. Damen und Herren, die sich an 1019 Lehrerinnen, insgesammt in Postschaltern Automaten aufzustellen, welche Groschenmarken einem Kursus der neueren Geschichte betheiligen wollen, werden abgesehen von den technischen Lehrkräften also 3371 Lehrkräfte angestellt. Die Rektoren erhalten und Postkarten ausspucken. In den Berliner Postämtern muß gebeten, sich heute 82 Uhr Abends im Restaurant Fischer ein baares Gehalt von 3360 m. bis 4160 M. und freie Dienst man wegen weniger Briefmarken oft Viertelstunden warten, weil( früher Leopold), Markgrafenftr. 88, einzufinden. wohnung oder an deren Stelle eine Miethsentschädigung von ein Großkaufmann 20 Geldbriefe und 30 Postanweisungen auf Marktpreise in Berlin am 2. Oktober, nach Ermittelungen 800 M. Die Gehaltsstufen der ordentlichen Lehrer beginnen einmal zu jeder beliebigen 3eit am Schalter präfenmit 1600 M. und enden mit 3600 m., die der Lehrerinnen be- tiren darf. der Arme kann ja warten, Briefmarken- des töniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von ginnen mit 1200 m. und steigen bis 1950 M. Die Hilfslehrer Automaten wären so recht geeignet für den Unbemittelten 15,10-14,70 M., mittlerer von 14,60-14,30 M., geringer von ( insgesammt 36) erhalten 1200 M. Diese Gehälter stehen, wie der Karten und Marken einzeln fausen muß, Nußen zu 14,20-13,80 M., Roggen per 100 Kg. guter von 12,90 bis wir wiederholt dargelegt haben, weit unter dem, was fleinere stiften durch den großen Zeitgewinn, und zwar um so mehr, als 12,60 m., mittlerer von 12,50-12,30 M., geringerer von 12,20 deutsche Städte ihren Lehrern zahlen. Hinzu tritt, daß Herr Stephan schon seit Jahren für dringliche den wachsenden bis 12,00 M. Gerste per 100 kg. gute von 19,00-17,40 m., troz alljährlichen Drängens unserer Vertreter im rothen Bostwesen sehr schwer zugänglich und dann auch mit der Auf- Hafer per 100 Kg. guter von 18,80-17,60 m, mittlerer von Verkehrsbedürfnissen entsprechende Verbesserungen im gesammten mittlere von 17,30-15,70 M., geringe von 15,60-14,00 m. Haus noch immer nicht das Surchgeführt ist, Sulterszulagen Syſtem befferung der Gehälter für die untersten Postbeamten zu ſehr 17,50-16,30 m., geringer von 16,20 bis 15,00 M. Stroh, sondern die Erhöhung Richt per 100 Kilogramm von 6,30-5,40 Mark. Heu per hälter von einem gut Theil Belieben der Verwaltung abhängt. beschäftigt ist.--- Insgesammt werden von Berlin für Besoldung des Lehrer100 Kilogramm von 10,80-6,60 M. Erbsen, gelbe zum Kochen personals der Gemeindeschulen und gegen 8 Millionen Mark Schloßfreiheit als Eisbahn? Eine hiesige Korrespondenz per 100 kg. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße per jährlich verausgabt. Wenn die städtische Verwaltung ihr Augenmerk meldet:" Die Schloßfreiheit oder richtiger" Die Freiheit am 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 kg. von 80,00 bis weniger auf Niederreissung alter und neuer Häuser, die Niemand Schlosse", wie die im Jahre 1672 entstandene Straße ursprünglich) 30,00 M. Kartoffeln, per 100 kg. von 7,00-4,00 M. Rind= im Wege sind, und dergleichen Kinkerlitzchen, für die annähernd auch hieß, wird, wie wir hören, in diesem Winter den Berlinern, fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch 8 Millionen aus dem Gemeindesäckel gefordert werden, richten wenn auch nur vorübergehend, Gelegenheit zur Wahrnehmung per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von würde, so könnte ihr nicht entgehen, daß eine bessere und des Eissports bieten. Wie bestimmt verlautet, ist das ganze 1,50-1,00 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,70-0,90 m. gerechtere Besoldung der Männer und Mädchen, die unsere Terrain an einen Pächter übergeben worden, der dort eine fünft- Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. Jugend erziehen sollen, der Würde einer großen Stadt nicht liche Rieseneisbahn zu schaffen beabsichtigt. Die Planirungs- von 2,80-2,00 m. Gier per 60 Stück von 4,80-2,60 m. Fische widerspricht. Allerdings: wer pekuniär weniger abhängig da- arbeiten haben bereits begonnen und ebenso die Anlegung eines per 1 Kg.: Karpfen von 2,20-1,20 m. Aale von 2,80 bis steht, lehrt mit größerer Liebe und Sorgfalt und mit weniger Röhrensystems, mit welchen das ganze Terrain aus den 1,20 M. Zander von 2,40-1,20 m. Hechte von 2,00-1,00 m. Prügel und Nachbetung dessen, was irgend ein Vorgesetzter vor- Leitungen der städtischen Wasserwerke überschwemmt werden Barsche von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,10 m. Bleie gelaut hat. Selbst der preußische, doch nicht lehrerfreundliche soll." Eine Bestätigung der Meldung bleibt abzuwarten. von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 13,00-1,50. Staat zahlt mehr: das Anfangsgehalt der staatlichen Vorschullehrer z. B. beträgt 2140 m. Auf dem Gebiete des Berliner Barmherzige Wirthe. Der Arbeiter Ypsilenti besitzt eine Polizeibericht. Am 2. d. M. Nachmittags wurde auf dem Schulwesens sind dringend, wie wir häufig gezeigt haben, Frau und 6 Kinder. Er hatte das Unglück, im August ein Kind Terrain der Stettiner Eisenbahn, an der Badstraße, ein dort ausführliche Reformen nothwendig, damit die Kinder unserer, durch den Tod zu verlieren. Infolge der durch Krankheit und beschäftigter Arbeiter durch herabstürzende Erdmassen verschüttet ihr färglich Brot mühsam erarbeitenden Bevölkerung nicht in Tod erwachsenen Kosten vermag er die Zahlung der Miethe und am Kopfe und an den Beinen so schwer verletzt, daß seine Mehr Schulen, bessere Schulen, fretere Stellung unserer Lehrer, hin wird er auf grund der bekannten Berliner Halsabschneider- dem Küchenfenster der im 2. Stock des Hauses Reichenbergerauch geistiger Verelendung ihre Jugendjahre zubringen müssen.( 16,25 M.) erst am 9. September, statt am 1. zu leisten. Darauf- Ueberführung nach dem Lazarus- Krankenhause erforderlich wurde. Ein 13 jähriges Mädchen lehnte sich beim Hinaussehen aus Beköstigung unserer Schultinder, unentgeltlichkeit der Lehrmittel Miethsverträge auf Ermission und Miethszahlung verklagt. Er und ein Unterrichtssystem, das nicht der fünftigen Ausbeutung, kann die Arbeit nicht verlassen, schickt seine Frau zum Termin. Straße 49 belegenen Wohnung feiner Eltern auf das vor dem sondern der Ausbildung der Jugend vorarbeitet, sind einige der Diese wird vom Amtsgericht zurückgewiesen, er zur Zahlung und Fenster angebrachte Blumenbrett, dasselbe brach ab, und das leicht auch in der jetzigen Gesellschaft bei gutem Willen erfüll- Räumung und Tragung sämmtlicher Roften verurtheilt, einer Berlegung am Kopfe einen Bruch des Oberschenkels.- Mädchen stürzte auf den Hof hinab. Es erlitt dabei außer baren, aber lebhaft vernachlässigten Pflichten einer Stadt- wiewohl er vergeblich am 9. September die Miethe angeboten Vor dem Hause Köpnickerstraße 121 gerieth Abends ein Arbeiter verwaltung, die nicht meilenweit hinter den elementarsten Forde- hatte. Er zahlt, erhält zwei Tage später die Aufforderung vom beim Besteigen eines in der Fahrt befindlichen Pferdebahnrungen der Zeit hinterher humpeln will. Wie wäre es, Herr Rechtsanwalt Friedländer, noch 9,20 W. Kosten innerhalb Wagens mit dem Fuße unter die Räder und wurde so schwer Belle: statt Schloßplatz- Reformen endliche Inangriffnahme einer spätestens drei Tagen zu zahlen, widrigenfalls er ermitirt verlegt, daß er nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden gefunden Schul- Reform ohne Kniehosen? arme Familienvater bittet, ihm mußte. zahlungen von je drei Mark zu gestatten. Der Anwalt erhängt vorgefunden. Vor dem Hause Naunynstr. 39 fiel ein Ein Kaufmann wurde in seiner Wohnung am Plan- Ufer Die„ Deutsche Bauzeitung" über die Gestaltung der gestattet- innerhalb 24 Stunden endlich zu bezahlen. Es geht mann infolge eines Fehltritts zur Erde und erlitt eine schwere Umgebungen der Marienkirche. Das Fachblatt räth sowohl nichts über großmüthige Barmherzigkeit. Wo der Arbeiter Verlegung am Kopfe. In der Nacht zum 3. d. M. wurde ein gehört? Der Professor Stein, Eigenthümerin mehrerer der Sanitätskommission Verlegungen an den Beinen aufgefunden und nach der Charitee nicht völlig verborgen gebliebener Häuser. gebracht. Er ist angeblich am Bahnhof Börse" durch einen Bierwagen überfahren worden. Im Laufe des Tages fanden drei Brände statt.
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würde. Der
Raten
Anlage gärtnerischen Schmuckes ab und äußert sich dahin: Wäre es möglich, an die zu deckenden Stellen hochragende und dicht bebaute Bäume im Alter von mindestens 100 Jahren zu verPflanzen und ihr Gedeihen daselbst zu sichern, so wäre dies das befte Auskunftsmittel. Junge Anpflanzungen werden sich gegen- Eins der trüben Bilder großstädtischen Elends ent über den Massen des alten Baudenkmals ebensowenig behaupten, rollte sich gestern Abend in der Eberswalderstraße. Dort sah wie die vorgeschlagenen Arkaden. Es bleibt nichts anderes der Kutscher Gustav B. einen Greis in hilflosem Zustande auf übrig, als die Kirche wiederum mit Häusern einzuschließen und dem Bürgersteige liegen, näherte sich ihm und erfuhr, daß der die Kosten einer solchen, selbstverständlich nach künstlerischen Ge- Alte Friedrich Weber heiße und bis zum gestrigen Tage im fichtspunkten zu gestaltenden Anlage dadurch auszugleichen, daß Siechenhause an der Prenzlauer Allee untergebracht gewesen sei. man den betreffenden Häusern einen Nutzungszweck giebt. Eine Er fühlte sich, so erklärte er weiter, derart schwach, daß er nicht Aufgabe, die sich wie felten eine andere zum Gegenstande eines von der Stelle tommen könne und habe kein Obdach. Der mitöffentlichen Wettbewerbes eignet. Muß aber zwischen den beiden leidige Kutscher lud ihn auf seinen Wagen, um seine Ueber einander bisher gegenüber stehenden Vorschlägen gewählt werden, führung nach einem Krankenhause durch das 88. Polizei- Revier so verdient jedenfalls die Ausführung von Gartenanlagen den herbeizuführen. Als er hier anlangte, war aber der Greis entschiedenen Vorzug, da sie nur geringe Rosten in Anspruch bereits todt. Ob die Angaben des angeblichen Weber auf nehmen, eine spätere Lösung im monumentalen Sinne aber nicht Wahrheit beruhen, hat sich nicht gleich ermitteln lassen. ausschließen würde. Der Ausschuß der Stadtverordneten hat gestern Abend einstimmig die Magistratsvorlage abgelehnt. Es bleibt der reichen Kirchengemeinde überlassen, die oben mitgetheilten Anregungen aus eigenem Säckel Folge zu geben.
Zur Ziehzeit. An der Kreuzung der Linienstraße mit der Rosenthalerstraße stieß am Montag Abend ein Möbelwagen mit einem anderen Fuhrwerk dermaßen zusammen, daß ein Theil der verladenen Möbel zertrümmert wurde.
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Gerichts- Beifung.
Kammer I. Vorsitzender: Assessor Für st. Gewerbegericht. Sizung vom 29. September.
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Riedetzki in der betreffenden Woche 10 Pfennig pro Mantel abgezogen wurden und daß die Meisterin öfter geäußert haben folle, sie ziehe„ einen Groschen" für jeden Mantel ab und zwar für die Droschte", die man zum Liefern" brauche.
der Schneidermeister Riedegti vier Zeuginnen nach dem GewerbeUm 2,80 m. hatten die Schneiderin Frau Lapschies und gericht zitirt. Es handelte sich darum, festzustellen, ob Frau 2. Samit einverstanden war, daß ihr Herr L. 2,80 M. von dem Arbeitslohn für 28 Mäntel- 10 Bf. pro Mantel- abzog. Bergeblich bemühte sich der Vorsitzende, Meister Riedetzki zu be egen, doch die kolossale Summe einfach zu zahlen, der ließ fich jedoch nicht dazu bewegen. Ich will mein Recht" haben, meinte der Meister von der Nadel. mußten wirklich erst vernommen werden, um den Beweis( anDie vier Amazonen der Industrie Sieg in Rigdorf. Bei der Stadtverordneten- Ersahwahl zutreten, daß ihr wirthschaftlicher Herr und Gebieter ste wurden die beiten von der sozialdemokratischen Partei aufarbeiten noch bei dem Beklagten ihre voraussichtlichen Ausgestellten Kandidaten Zimmermeister Hesse mit 278 und Restau : 2 Uhr Nachmittags bis zum späten Abend zwei Giger! und eine hauptung des Einverständnisses der Klägerin gehalten hatte. Ein geprellter Droschkenkutscher erster Güte, der von sagen irrthümlicher Weise für beweisträftig betreffs seiner Be rateur Fricke mit 271 Stimmen gewählt. An der Wahl hatten Fleischbörsendame herumgefahren hatte, sollte mit einer Mart Sie wußten nämlich darüber gar nichts auszusagen. Befich 851 Wähler betheiligt, so daß es den Sozialdemokraten ge- abgespeist werden. Mehr hatte das Gigerl nicht bei sich" lungen ist, für jeden ihrer Standidaten rund 100 Stimmen über seine Begleiter waren verduftet. Der biedere Roffelenker machte Abzug einverstanden gewesen sei, schuldig. Die Klägerin flagter blieb somit den Beweis dafür, daß Klägerin mit dem die absolute Majorität zu erzielen. nunmehr dem Gauner so handgreiflich klar, dnß dieser blut hielt ihre gegentheilige Behauptung aufrecht und Herr Kontraktbruch der Billet- Automaten. Uns geht folgender überströmt auf dem Damm liegend um Hilfe rief. Einige Nacht- Riedekki wurde durch ein gerichtliches Erkenntniß verNothschrei zu: Am vergangenen Sonntag Nachmittag war auf schwärmer standen dem gelynchten Betrüger in soweit bei, als pflichtet, 2,80 Mart an seine Gegnerin und die ProzeßNothschrei zu: Am vergangenen Sonntag Nachmittag war auf dem Bahnhof Friedrichstraße der eine Automat ganz außer sie deſſen und des Kutschers Ueberführung nach der Polizeiwache fosten zu zahlen. Bemerkenswerth ist noch aus der Aussage Thätigkeit gesezt und der andere versagte unter zeitweise falscher veranlaßten. Wann endlich werden die geplagten Droschfen- einer Beugin, daß allen Arbeiterinnen des Schneidermeisters gefeßt Behandlung den Dienst. Ein einfacher Arbeiter hatte seinen tutscher von dem Wahn ablassen: Kleider machen Leute. Groschen in den Automaten gesteckt, betam aber kein Billet. Während wir den Portier suchten, um für das Geld die ver Beim Absteigen von einem im Lauf befindlichen sprochene Waare zu erhalten, hatten Andere durch Rütteln den Pferdebahnwagen stieg ein junges Mädchen am Blücher- Platz Automaten wieder dienstfähig gemacht und es waren plöglich in der bekannten verkehrten Art( statt das Gesicht nach der zu 12 M. fordert die Schneiderin Frau Kuno von dem einem Herrn zwei Billets zugefallen, der sich mit dem unrecht befahrenden Strecke, das Gesicht rückwärts gewendet) ab und kam Schneidermeister Rusigall, bei dem sie sechs Tage gearbeitet hat. mäßigen Besitz aus dem Staube machte. Der Arbeiter hatte für so unglücklich zu Falle, daß sie beide Unterschenkel brach, innere Sie ist nach Breslau verzogen und infolge dessen nicht im Termin seinen Groschen noch immer kein Billet. Plöglich stockte der Verlegungen erlitt und nach dem Krankenhause am Urban ge- anwesend. Der Beklagte will ihr für die Arbeitswoche 9 M. Automat wieder in seiner Thätigkeit. Der inzwischen herzu- schafft werden mußte. geben, davon aber 5 M. abziehen, welche sie nach seiner Aussage getretene Portier holte mit zwei Fingern aus der unteren Deffals Borschuß" schon weg haben" soll. Als Zeuge ist ein nung ein Billet hervor, das sich vermuthlich eingequetscht hatte Arbeiterrisiko. Bei dem Auseinandernehmen einer Buch- Schneider erschienen, den der Beklagte als den Bräutigam der und den Automaten am regelmäßigen Auswurf verhinderte. Die druckpresse hatte am Montag Vormittag ein damit beschäftigter Klägerin bezeichnet. Dieser er hat zusammen mit der Frau Thätigkeit des Billetspeiers versagt nämlich gewöhnlich dann, Monteur in der Rohde'schen Buchdruckerei das Malheur, daß Kuno bei Rusigall gearbeitet sagt aus, daß er wohl einen wenn man den Groschen nicht vollständig hineinfallen läßt, son ihm das Fundament auf eine Hand fiel und einen Finger durch-„ Vorschuß", und zwar von 10 M. erhalten habe, nicht aber dern vorzeitig zieht. Erst muß das Geldstück gebrach. Der Verunglückte mußte sich nach dem Elisabeth- Kranten- Klägerin. Sie und er seien auf den Dienstag der nächsten Woche fallen sein und dann darf gezogen werden. Die Aktien- hause begeben. vertröstet worden, Klägerin hätte pro Tag 2 M. be gesellschaft muß das in einer turzen großbuchstabigen Infommen sollen. Nachdem der Zeuge so ausgesagt, sieht schrift deutlich machen, lange flein gedruckte Inschriften werden Frauenbekanntschaften in Miethshäusern gemacht und, auf die ich Herr Rufigall veranlaßt, Unter der Maske eines Arztes hat ein Schwindler fommen sollen. สิน erklären, daß die nicht auf Bahnhöfen gelesen, wo, wie namentlich im Vorortver: weibliche Leichtgläubigkeit bauend, feine Dienste angeboten. Er 10 M. Borschuß ja nicht für den Beugen allein gewesen, tehr, die meisten Menschen mit dem Eisenbahnfieber blind drauf näherte sich auf solche Weise der Frau J., zu der er im Laufe sondern daß er bei ihrer Auszahlung geglaubt, derselbe werde sie los rennen. Endlich muß es aber als rücksicht 3103 bezeichnet des harmlos eingeleiteten Gespräches die Bemerkung machte, daß mit der Klägerin" theilen"; die Beiden hätten nämlich ein„ Verwerden, daß die Gesellschaft auf Bahnhof Friedrichstraße bei dem sie leberkrank sei und auch noch von der Brechsucht befallen hältniß und zu jener Zeit hätten sie zusammen gelebt und Riesenverkehr nur einen Automaten im Gange hat, während werde. Zugleich tröstete er die Frau damit, daß er sie heilen gewirthschaftet". Der Beklagte erkennt schließlich an, der der andere höchst unzweckmäßig geschlossen ist, nämlich werde und verschrieb ihr auch ein Rezept, das sie an eine Adresse Klägerin 12 M. zu schulden und verpflichtet sich, sie innerhalb an der inneren Hohlwand des Mechanismus. Die Folge nach Dresden schicken möge. Sie werde einen Thee erhalten, wurde mit der Ermittelung ihrer sogar ihm unbekannten Adresse davon ift, daß Hunderte von Menschen vergeblich der die Krankheit beseitigen werde. Als Honorar erbat sich der ihren Groschen in den den geschlossenen Behnpfennig- Schlitz Pseudo- Arzt drei Mark, forderte auch zugleich ein Taschentuch, betraut. Der gute Mann wollte erst in gewinnenster Liebenshineinpreffen, sich unnüz abmühen und erst nach genauerem um es im Walde zu verstecken, da es ein bewährtes Sympathie würoigkeit dem Beklagten das schwere Geschäft der GeldversenZusehen bemerken, daß der Automat von Innen geschlossen ist. mittel gegen das Leiden sei. Frau J. fiel aber glücklicherweise dung abnehmen und selbst der Angebeteten in Breslau das Geld Die Gesellschaft, welche an großen Verkehrsstellen ihre Apparate auf den plumpen Schwindel nicht hineiu, ließ den Betrüger viel übermitteln. Natürlich ließ sich der Gerichtshof, sehr zu Jenes Pflicht bewußt sein, auf Bahnhöfen, wo Jedermann eilig ist, lottenburg, der gegenwärtig wohnungslos ist, wurde wegen ver- Affeffor Cuno. Der Klavierarbeiter Böttcher war bei dem auſſtellt, und uns zu deren Benutzung einladet, sollte sich der mehr festnehmen. Dieser, ein früherer Rentier S. aus Char : Bedauern, nicht darauf ein. Rammer IV. Sigung vom 30. September. Vorsitzender: nicht mit dem Publikum solches Spiel zu treiben. Ist es schon suchten Betruges festgenommen. schlimm, wenn gerade zu Zeiten des stärksten Verkehrs ein Automat Hoflieferanten, Kommerzienrath Bechstein in Afford" thätig. Er hatte einen angefangenen Afford vor, als die Fabrit einer Kesselrevision wegen auf drei Tage geschlossen werden sollte. Da er eine andere Stellung antreten wollte, verlangte er, daß man ihn am ersten der drei fraglichen Tage den Afford fertig machen lasse. Er hatte Polirarbeit vor, also hinderte ihn der Stillstand der Dampfmaschine nicht am flärt, wenn er am Donnerstag nicht wiederkomme, werde man
dienstuntauglich ist, so muß er allermindestens von außen sicht- Vorsicht beim Fensterpugen! In der Reichenbergerstr. 49 bar geschlossen sein. Für die Zeit der starten Sonntagsbenutzung stürzte beim Fensterputzen am Montag ein 13 jähriges(!) Mädchen darf aber so lange eine fachverständige Aufsicht nicht fehlen, aus dem Küchenfenster zwei Stockwerke hoch auf den Hof. Die so lange es der Gesellschaft nicht gelingt, den zweckmäßigen Ge- Schwerverlette wurde in einem Krantenwagen nach dem Krankenbrauch des Automaten besser zu sichern. Der arme Arbeiter hause am Urban gebracht.
hat seinen Groschen eingebüßt und wird sich wohl
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hüten, einen zweiten Groschen für eine Beschwerde zu Selbstmord. Der 59 Jahre alte Kaufmann Alb. Heiden, Weiterarbeiten. Dieses wurde ihm nicht gestattet und ihm erfpendiren, ganz abgesehen davon, daß es dem Arbeiter nicht Plan- Ufer 41, erhängte sich wegen Nahrungssorgen.