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Nr. 55. 29. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Abgeordnetenbaus.

30. Sigung, Dienstag, 5. März, bormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: Sydow, b. Velsen.

männer zu enthalten.

Abg. Leinert( Soz.):

Mittwoch, 6. März 1912.

merfung gefnüpft, daß die Einsehung der Einnahmen zu geringeren richt folgenden Diskussion wurde lebhaft darüber Klage geführt, Beträgen lediglich deshalb geschehe, um Lohnerhöhungen der Ar- daß Söhne unserer Genossen der bürgerlichen Jugendbewegung an­beiter damit abzuwehren. Der Minister sagt nun, daß diese Schluß- gehören. Eine bedauerliche Tatsache, die dadurch ihre Erklärung folgerung von mir nicht richtig sei; ich kann aber aus dieser Aeuße- findet, daß die Gegner ihre eigentlichen Zwede peinlichst verheim­rung nichts anderes herauslesen und muß dabei bestehen bleiben. lichen. Bei den Sonstigen Ausgaben" wünscht Abg. Dr. Röchling( natl.) eine Aenderung des Berggesetes dahin, daß Bergschäden leichter und auch nach längerer Zeit geltend gemacht werden können.

Abg. Leinert( Soz.):

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Soziales. Hütekinder.

Man schreibt uns aus Ostpreußen :

Genosse Peters- Berlin hielt darauf ein instruktives Der Bergetat. Referat über die Aufgaben der proletarischen Jugend­bewegung. Ueber Jugendschutz sprach Arbeitersekretär 2. Tag. Fette- Stuttgart. Von einer Diskussion über die Vorträge wurde Mehrere Abgeordnete verlangen Unterstützung der durch den Abstand genommen. Als Richtlinien für die fernere Agitations­Erdrutsch in Hohensalza Geschädigten. Von der und Bildungsarbeit faßte die Konferenz eine Reihe wichtiger Be­Regierung wird die Notwendigkeit der Unterstützung bestritten. schlüsse. Die Zentralstelle für die arbeitende Jugend Deutschlands Abg. Dr. Maurer( natl.): Zwischen den unteren und mittleren Arbeiter, die vor dem 1. Januar 1908 invalide geworden sind, wurde ersucht, zur Unterstützung der Bildungsarbeit Lichtbilder­Beamten des Saarbergbaues besteht ein nicht zu leugnender sollen mit 20 000 M. unterstützt werden. Das ist viel zu wenig, ferien für Richtbildervorträge herauszugeben. Peters- Berlin Gegensah. Das Kastenwesen erhält sich und trotz aller namentlich wenn damit noch mehr als die Clausthaler Knappschafts - empfahl, derartige Veranstaltungen nur mit den örtlichen Bildungs­technischen Fortschritte wird der technische Beamte geringer ge- invaliden unterstützt werden sollen, denen auch weiter die Reichs- ausschüssen zu treffen, denen vom Zentralbildungsausschuß wissen­wertet, schlechter bezahlt und hat auch schlechtere Pensionsverhält- invalidenrente angerechnet werden soll. Der Clausthaler Knapp schaftliche Redner und geeignete Bilder zur Verfügung gestellt wer­nisse als der juristische Beamte. Der Redner tritt für die schaftsverein soll dazu wegen seiner hohen Beiträge gezivungen sein. den. Dem Bezirksausschuß wurde aufgegeben, eine Referentenliste Steiger ein. Aber seine Renten sind äußerst gering. Die ihm angeschlossenen aufzustellen und die Agitation auf die ländliche Arbeiterjugend Abg. Imbusch( 3.): Der Minister sollte die Bergbeamten an- hannoverschen Kaliarbeiter haben vergebens die Nichtanrechnung auszudehnen. Die Bezirksleitung wurde ferner beauftragt, eine sveisen, sich jeder Schikane gegen die Sicherheits der Reichsinvalidenrente beantragt. Das hat gewaltige Er- Verständigung mit den gewerkschaftlichen Jugendfektionen herbei­bitterung hervorgerufen. Bei der öffentlichen Wahl können zuführen. Die Redaktionen der württembergischen Parteipreffe, Abg. Delius( Vp.): Wir begrüßen das Prämiensystem eben gar feine Snappschaftsältesten durchgebracht werden, die gegen insbesondere der Schwäbischen Tagwacht", wurden ersucht, eine stän­nicht gerade freundlich und hoffen, daß es sich nicht zu einem Mittel das Oberbergamt auftreten. Dabei sind die Altinvaliden zumeist dige Rubrik für Artikel und Berichte über die Jugendbewegung ein­verschärften Drucks auf die Arbeiterschaft ausgestalte. frühere Clausthaler Staatsarbeiter. Der Direktor des Passing zurichten. Auf die Tagesordnung der nächsten Landesversammlung Abg. Spinzig( ft.) wünscht hebung des Bergbaues hofer Staatsbergwerks war im Gegensatz zum Clausthaler der soll ein Referat über die Jugendbewegung gefekt werden. Ju im Oberharz , um der Auswanderung abzuhelfen. Seitdem Meinung, daß auf die Anrechnung verzichtet werden könnte. Die Juni sollen 2 Jugendtage für Württemberg stattfinden. In den Hannover preußisch ist, geschieht fast nichts mehr für den dor- Altinvaliden erhalten 193 000 m. weniger als die später invalide Bezirksausschuß für Württemberg wurden Schwab- Stuttgart tigen Bergbau. Gewordenen. Diese 193 000 m. werden den Knappschaftsverein und Schuler- Zuffenhausen als Vorsitzende, Blanz- Cannstatt Abg. Dr. Röchling( natl.) bringt Beamtenwünsche vor. nicht ruinieren, der alljährlich 1,4 bis 1,5 Millionen Mart Ueberals Kassierer, Roth Eßlingen als Schriftführer und Marie schuß hat!( Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) Gegenüber Wengels- Stuttgart , Hammer- Stuttgart, Völker- Feuer­dem Abzug von 193 000 m. stellt man 20 000 m. bach als Beisitzer und Bullmer und Fliege als Revisoren Ich kenne den Oberharz seit Jahrzehnten und kann die un- Unterstübung ein! Im Vorjahr hatte man zuerst 200 000 gewählt. Nach einem anfeuernden Schlußwort schloß der Vor­günstigen Urteile des Abg. Spinzig nur teilen. Seit der Auf- Mark eingestellt. Diese 20 000 M. ermöglichen gar teine nennens- figende, Genosse Bu II mer, die arbeitsreiche Konferenz um 7 Uhr laffung einiger Bergwerke ist in der Bevölkerung von Clausthal werte Unterstüßung; noch dazu gibt es da erst lange Erhebungen abends. Unter dem Gesang der Marseillaise trennten sich die De und Umgebung ein wahrer Schreden entstanden. Wenn und alle möglichen Motive spielen da mit herein. Früher waren legierten, die Rente aus den Oberharzer Bergwerken so hoch ist, wie hier be- wohl geringere Beiträge aber deshalb darf man doch die In­hauptet wurde, so werden das die Bergleute mit Freuden hören validen nicht schlechter stellen. Wenn man das Oberbergamt an­und hoffen, daß endlich ihre Löhne einer anständigen Existenz ents weist, das nächste Mal gegen die Aufrechterhaltung dieses Zu­sprechend erhöht werden. Alles ist dort oben abhängig von standes zu stimmen, spart man die 20 000 m. noch. Will man wirt­dem guten Willen des Bergfistus. Es ist unmöglich, lich, ohne plausiblen Grund, warten, bis die Mehrzahl der Alt­dort Industrie anzusiedeln ohne die Zustimmung des Fiskus und invaliden gestorben ist? Hat denn auch der staatliche Direktor ohne daß sie sich völlig der Macht des Fiskus unterwirft, der im recht, der den Invaliden nichts gönnt? Für die Reichsinvaliden Befiße des Landes und des Wassers ist. Etwas mehr Weitherzig- haben die Leute doch eigene Beiträge gezahlt, die dafür gewährte Die schamlose Kinderausbeutung auf dem Lande ist hin­teit sollte bewiesen werden, und man sollte der Aufschließung dieser Rente fließt aber in den Knappschaftsfonds; das ist doch reichend bekannt. Ein besonders trauriges Kapitel bildet das Gegenden und ihrem Anschluß an das übrige Land nicht mehr so eine schwere Ungerechtigkeit!( Sehr wahr! bei den Sozialdemo- Halten von Hütekindern. Jetzt hat die Regierung wiederum im Wege stehen, wie es geschieht. Die Eisenbahn nach Altenau traten.) eine Verordnung erlassen über die Bedingungen, unter denen genügt nicht, um der dortigen Bevölkerung das Notwendige zu Ein Regierungskommissar: Diese 20 000 M. find nicht bloß für die Hüteerlaubnis erteilt wird. Derartige Vorschriften stehen bieten. Vielleicht hat die Verhandlung hier den Erfolg, daß endlich Clausthal , sondern für alle Staatsbergwerfe. 1886 wurde fast ausschließlich auf dem Papier, wie Kenner der Verhält­aus der Bevölkerung die unberechtigte Angst vertrieben wird, daß der Clausthaler Snappschaftsverein aus einer Reihe Einzelvereine nisse wissen. Aber selbst das, was die Regierung vorschreibt, fie auf die Dauer dort oben nicht mehr leben könnte. Auf diesen gegründet, was nur durch Einräumung günstiger Bedingungen an ist äußerst dürftig. So ist nicht ein Wort über die Dauer der Glauben ist die Oberharzer Auswanderung zurückzuführen. Der die Einzelvereine möglich war. Der Fiskus hat die Härte dadurch Bergfistus hat nicht genug getan, um die Bevölkerung ansässig zu zu mildern gesucht, daß er den Arbeitern die Beiträge zur Reichs. Arbeitszeit enthalten. Nach der Verordnung fönnen schon erhalten. Die Lebensverhältnisse sind die denkbar traurig invalidenversicherung in Form einer Wohnzulage gewährt hat. Der Knaben, die das elfte Lebensjahr vollendet haben, zum sten, bei den höchsten Lebensmittelpreisen bestehen die niedrig. Knappschaftsverein ist infolge starter Inanspruchnahme so weit Hüten verwandt werden. Kinder, die in diesem zarten Alter sten Löhne und nach den niedrigen Löhnen des Bergfistus zurückgegangen, daß es unmöglich ist, den vom Abg. Beinert emp- stehen und ausnahmslos mangelhaft ernährt sind, da sie aus richtet sich das bißchen Steinindustrie und dergleichen, die fich dort fohlenen Weg zu beschreiten. Die Sanierung der Knappschafts - den allerärmsten Schichten der Bevölkerung stammen, fönnen angesiedelt haben. Der Fiskus hat es in der Hand, die Bevölke bereine ist noch lange nicht durchgeführt. Wir können nur außer- schrankenlos ausgebeutet werden. Im Sommer besteht auf rung des Oberharzes faufträftig zu machen und ihr die Lebens- ordentlichen Notlagen durch Unterstützungen abhelfen; dafür sind dem Lande in der Regel eine Arbeitszeit, die von Sonnen­freude zu geben, die ihr durch die Maßnahmen des Fiskus zum insgesamt 84 500 M. eingestellt und für Reichsinvalidenrenten aufgang bis Sonnenuntergang dauert das sind 17 bis großen Teil genommen worden sind.( Bravo ! bei den Sozialdemo- 20 000 M. fraten.) 18 Stunden. Und elf Jahre alte Kinder müssen diese un­menschlich lange Arbeitszeit durchmachen, und zwar an den Wochentagen wie an den Sonntagen. Denn die Vorschrift lautet, daß die Arbeitgeber nur verpflichtet sind, die Hüte­finder wenigstens zweimal im Monat an dem öffentlichen Gottesdienst teilnehmen zu lassen. Vorausgesetzt, daß das eingehalten wird, müssen die Kinder an zwei Sonntagen im Monat vollständig arbeiten; an den beiden anderen Sonn­tagen braucht sie der Agrarier bloß an dem Gottesdienst teil­nehmen zu lassen. Vor und nach dieser Zeit kann er sie wieder verwenden. Also nicht einmal eine halbwegs ausreichende Sonntagsruhe steht den Kindern zu. Und wie steht's mit dem Schulbesuch? Hier verordnet die Regierung, daß die Hüte­It- tnaben den Schulunterricht wöchentlich mindestens während zweier vollen Vormittage regelmäßig und pünktlich zu be­juchen haben. Die beiden Tage bestimmt der Kreisschul­inspektor unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse für die Schulen seines Aufsichtsfreises, wobei aber wenigstens für jede Ortsschulinspektion Uebereinstimmung erforderlich

Oberberghauptmann v. Belsen erklärt, daß nicht beabsichtigt sei, den Oberharzbergbau einzuschränken, im Gegenteil. Abg. Imbusch( 3.) befürchtet von den Prämien der Beamten eine Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Beamten und Ar­

beitern.

Abg. Goebel( 3.) bespricht trotz der wiederholten Mahnungen des Präsidenten zur Kürze ausführlich die Zustände der Knapp­schaftstasse in Zabrze . Abg. Imbusch( 3.) wünscht verschiedene gesundheitliche Ver­befferungen in westfälischen Staatsgruben. Abg. Dr. Hingmann( natl.): Die Dozenten an der Berg­Abg. Dr. Maurer( natl.): Bei der sinkenden Kauf- akademie Clausthal sind überlastet. fraft des Geldes sind die jetzigen Löhne im Saarrebier auf Abg. Dr. Maurer( natl.) fragt nach dem Stande der Glef. teinen Fall mehr ausreichend. Wenn nur die Einnahmen steigen, trizitätsversorgung des Mosel - und Saargebiets. dann werden auch die Löhne steigen.( Abg. Leinert: Da Oberberghauptmann v. Belsen: Leider sind die Verhandlungen fönnen Sie lange lauern!) Die Prämien sollen die Steiger ver- mit der A. E. G. gescheitert, die auf Errichtung einer weiteren anlassen, ihre ganze Kraft für rationelle Bewirtschaftung und Aus- Ueberlandzentrale abzielten. gestaltung der Bergiverfe einzusehen, ohne daß dabei die von den Der Bergetat wird bewilligt. Sozialdemokraten befürchtete Ausbeutung der Arbeitermassen ein- Donnerstag 11 Uhr: Petitionen, dann Fortseßung zutreten braucht. In den Sammlungsruf des Abg. Hirsch der Statsberatung: Antrag v. Hennigs- Techlin, an alle bürgerlichen Parteien fann ich nicht einstimmen. pensionäre, Finansministerium. ( Hört, hört!)

Abg. Goebel( 3.): In den oberschlesischen Berg. werten steht es mit den Arbeiterlöhnen genau so schlecht wie im Saargebiet.

Schluß 5 Uhr.

Hus Induftrie und Bandel.

Rüftungsprofite.

Abg. Dr. Röchling( natl.): Die Bergarbeiterlöhne sind nach den Ausführungen des Ministers in hocherfreulichem Steigen be griffen. Die Differenz zwischen dem Standpunkt des Ministers Wem die schimmernde Wehr ansehnlichen Nugen bringt, ift. Das ist der ganze Unterricht, den die Kinder bekommen. und des Abg. Hirsch- Essen und dem Bergarbeiterbreibund dreht sich zeigen die Bilanzen einer österreichischen und deutschen Waffenfabrit. Bei Vormittage in der Woche. Wie fönnen die Kinder hier­nur um das Tempo und die Methode der Lohnerhöhung. Die Die Desterreichische Waffenfabrit- Attiengesell. bei lernen? Die Schulverhältnisse auf dem Lande sind ohne­Sozialdemokraten und ihre Anhänger wünschen rasche- schaft in Stehr verteilt auf die Aftie im Nemuwert von 200 Stronen hin traurige; die Räume sind überfüllt, die Lehrer überlastet. stes, die Unternehmer und der Fiskus ruhiges Tempo. Die der Kurs ist 774 Sr. 32 Kr. Dividende. Es fonnten ein Wie sollen diese sich noch mit den Hütekindern abgeben Sozialdemokratie fordert eine 15prozentige rein mechanische Lohn ordentlicher Referbefonds von 30 Prog. des Aktienkapitals und ein fönnen, deren Unterrichtung eben eine besondere und den steigerung, die fistalische und private Bergverwaltung wünscht An- außerordentlicher von 3 700 000 str. aufgefammelt werden. Nun soll Verhältnissen entsprechende sein muß, wenn sie irgendwelchen passung der Löhne an die Konjunktur, stärkere Aufbesserung der das Kapital von 8,4 Millionen auf 10,5 Millionen erhöht und den Erfolg haben soll. Dazu kommt, daß der Hüteknabe vor dem fleinen Löhne und geringere Aufbefferung der hohen Löhne. Das Aktionären auf je bier alte eine neue Aftie gegeben werden. Zur Schulbeginn eine vier- bis fünfftündige Arbeitszeit durch­ist ganz verständig. Die Kohlenpreiserhöhung tritt erst am 16prozentigen Dividende erhalten die Anteilscheinbefizer demnach gemacht hat und müde und abgespannt ist. Außerdem ist sein 1. April ein, die Löhne hat man schon seit Januar erhöht. Eine einen Betrag, der dem Nennwert der Attien fast gleichkommt. Rohnerhöhung für das Saarrebier ist auch nach dem Zeugnis der Der Reingewinn der Deutschen Waffen und Beruf ohnehin geeignet, ihn stumpfsinnig zu machen. Nach dortigen andelsfammer sehr wünschenswert. Munitionsfabriken Berlin und Karlsruhe beträgt pro Schluß der Schulstunden geht es sofort wieder ins Feld. Die Abg. Imbusch( 3.) fordert eine Lohnerhöhung wegen 1911 einschließlich des Vortrages aus 1910 4 845 229 Mart( gegen Dienstherren sollen wohl den Hütekindern die zur Anfertigung der Lebensmittelberteuerung. Die Privatwerte 4 567 764 Mart im Vorjahr). Zur Verteilung soll eine Dividende der Schularbeiten notwendige Arbeitszeit gewähren, aber daß zahlen mehr als die staatlichen. bon 25 Broz.( im Vorjahr 24 Proz.) gelangen. Die Abschreibungen diese Vorschrift fast nie eingehalten wird, ist selbstverständlich. Handelsminister Dr. Sydow: Das ist nicht richtig, die Löhne betragen 2 Millionen Mark( gegen 1546 000 Mart im Vorjahr). Dann sagt die Regierung in ihrer Verordnung, daß jeder sind gestiegen. Der Fistus kann die Veränderung der Lebens- Als Vortrag ins neue Geschäftsjahr verbleibt eine Summe von Senabe beim Nachsuchen der Hüteerlaubnis ein von dem Amts­mittelpreise nur bedingt zur Grundlage der Lohn- 612 078 Mar!( im Jahre 1910 505 840 Mark). Ein volles Bild vorsteher auszustellendes Zeugnis über die Armut der Eltern erhöhung nehmen. Vor allem muß die Rentabilität steigen; von dem Gewinn der Fabriken wird mit diesen Zahlen nicht ge= wir sollen doch taufmännisch wirtschaften! Wir haben die Feier geben. Die Gesellschaft hat schon in früheren Jahren so starle Ab- beizubringen hat, und daß die die Hüteerlaubnis nachsuchen­schichten vermindert. Die Prämien sollen nicht der Ausbeutung schreibungen vorgenommen, daß in der Bilanz eine Reihe von Bosten den Knaben sich gut geführt, die Schule im Winter bienen, aber die Steiger müssen auch die minderfleißigen Arbeiter mit einer Mart zu Buche stehen. Auch die wertvollen Maschinen regelmäßig besucht haben müssen und die ihrem Alter an ihre Pflicht erinnern. Es ist nicht richtig, daß der Budget- haben danach rechnungsmäßig nur einen Wert von einer Mart! entsprechenden Kenntnisse nachweisen, das heißt, mindestens fommissionsbericht nicht stimme, wie Abg. 2einert gestern be- Die Spekulation auf nationale Gegensäge ist also recht lohnend. ein Jahr der Mittelstufe, in zweiklassigen Schulen mindestens hauptete. Der Oberbergrat hat dort nicht gesagt, man werde nicht ein Jahr der ersten Klasse angehört haben müssen. Auch diese um eine Lohnerhöhung herumkommen, sondern nur, daß Lohn­Vorschrift ist wieder ganz den agrarischen Verhältnissen ange­erhöhung bei Einnahmeerhöhung den Ueberschuß nicht mindern paßt. Wenn die Kinder vor dem elften Lebensjahre bereits sverde. Der oberschlesischen Gastohle macht in Berlin die eng lische Konkurrenz, aber um dem entgegenzutreten, müssen erst die Eine Jugendkonferenz für Württemberg fand am Sonntag, den in den Sommermonaten die Schule nicht besucht, dafür aber Eisenbahntarife herabgesetzt werden. Die Handwerker. 3. März, in Stuttgart statt. Vertreten waren 21 Jugendorga- auf den Feldern der Agrarier gearbeitet haben, so ist das noch Löhne in den Staatsbergwerfen find hoch genug. nifationen durch 62 Delegierte. Außerdem nahmen als Gäste an lange kein Grund, ihnen den Hüteschein zu verweigern. Sie Abg. Sauermann( 8.) wünscht ebenfalls bessere Beden Beratungen teil: 6 Vertreter gewerkschaftlicher Jugendsektionen, müssen nur im Winter regelmäßig zur Schule gegangen sein zahlung der staatlichen Bergarbeiter. ein Vertreter der Arbeiterturnvereine, die Genossen Wasner und und nicht mehr in der untersten Klasse fizen. Abg. Delius( Bp.): Die Erhöhung der Löhne hat der Besse- Müller vom Landesvorstand, Genosse Bullmer vom Bildungs­Die Erlaubnisscheine zum Hüten werden ausschließlich rung der Konjunktur nicht Rechnung getragen. Der ausschuß. Genoffin 3 etfin von der Preßkommission, Genosse vom Kreisschulinspektor ausgestellt. Dann sind noch einige Hirsch- Dundersche Verband hat in feiner Weise gehetzt, den Vor- Soft vom 2. württembergischen Wahlkreise, die Genossen Flie wurf des Abg. Hirsch weise ich entschieden zurüd. Auch wir wünger, Sirsch und Walcher von der Redaktion der Schwäbischen Vorschriften über die Kontrolle der Hütekinder erlassen, schen natürlich feinen Bergarbeiterstreif; die Bergherren sollten Tagwacht" und Genosse Mar Peter 3- Berlin von der Zentral- die in der Hauptsache dem schon überbürdeten mehr Entgegenkommen zeigen, und der Minister müßte alles fun, stelle für die arbeitende Jugend Deutschlands . Der Bezirksleiter 2andlehrer aufgehalst ist. So hat der Lehrer ein um einen Streit zu vermeiden.( Beifall links.) für Württemberg , Genosse Schwab- Stuttgart, fonnte in seinem gesondertes Verzeichnis der Hütekinder zu führen, den Schul­Abg. Dr. Glattfelter( 8.) meint, die Löhne der Saarberg- Bericht einen erfreulichen Fortschritt der proletarischen Jugend- besuch derselben sorgfältig zu überwachen und erforderlichen­arbeiter verdienen eine angemessene Erhöhung. bewegung tonstatieren. Die Zahl der Mitglieder stieg bon 1870 falls die Schulversäumnislisten sofort einzureichen. Der Ein Schlußantrag des Zentrums wird angenommen. am 1. Juli 1911 auf 2582 Ende Februar 1912. Die Arbeiter- Lehrer hat den Unterricht der Hütekinder möglichst planmäßig Abg. Leinert( Soz. persönlich): Sie hätten sich gar nicht in Jugend" befibt 3135 Abonnenten. 274 Vorträge wurden in den zu die Untoften eines Schlußantrags zu stürzen brauchen, ich wollte Bereinen gehalten, außerdem dienten 21 öffentliche Versammlungen au gestalten und namentlich dafür Sorge zu tragen, daß sie nur dem Minister antworten, der meinte, ich hätte des Oberberg - der Agitation. Die gegnerische Jugendbewegung, insbesondere die in den Hauptfächern, in der Religion( die steht natürlich Hauptmanns Aeußerung in der Budgettommissien misverstanden. Pfadfindervereine, mache große Anstrengungen, die Arbeiterjugend an der Spize!) im Lesen und Schreiben und im Rechnen in Diese lautete: Beffere Einnahmen würden sofort durch Lohn- der proletarischen Jugendbewegung zu entfremden. Um so be- dem Maße fortschreiten, als dieses den Verhältnissen nach erhöhungen wieder ausgeglichen, er möchte demnach dringend bauerlicher sei es, daß unsere Genossen der freien Jugendbewegung möglich ist. Der Lehrer hat die Hütekinder auch warnen, höhere Ueberschüsse einzusehen." Daran habe ich die Bel nicht die nötige Unterstübung angedeihen lassen. In der dem Be bezüglich ihrer Führung ft ets im Auge au behalten

Jugendbewegung.

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